Was bringt mir eine Kur ? Was wird dort gemacht ?

Fragen und Antworten zu den SCHROTH-Rehabilitationszentren für Wirbelsäulendeformitäten
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Nina24
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Was bringt mir eine Kur ? Was wird dort gemacht ?

Beitrag von Nina24 »

Hallo,
ich bin 26 Jahre alt. Meine Wirbelsäule wurde mit 15 Jahren versteift. War noch nie zur Kur deswegen. Meine Eltern meinen ich sollte das unbedingt machen. Ich arbeite in einer Arztpraxis als so zusagen 1.Kraft, wennich nicht da bin herschrt das Chaos. Traurig sowas alles lastet auf meinen Schultern, ich kann auch sol langsam nicht mehr. Wenn ich meinen Chef sagen müsste ich gehe zur Kur. Das würde er nicht verstehen. :abgelehnt: (Aber schickt selber immer wieder Pat. zur Kur wo ich mich frage Hallo, die dürfen und ich nicht :gruebel: )
Was soll ich nur machen ????
Ich denke es ist schon wichtig für meine Wirbelsäule, man wird ja nicht jünger !!
In letzter Zeit habe ich schlimme HWS Schmerzen, das einen manchmal die Tränen kommen. Aber wenn ich ausfalle hab ich danach nur noch mehr Arbeit die ich erledigen muss.

Bin absolut ratlos
Welche Reha Klinik könntet ihr mir empfehlen? Ich wohne bei Cuxahaven
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Nina24 hat geschrieben:ich bin 26 Jahre alt. Meine Wirbelsäule wurde mit 15 Jahren versteift......Welche Reha Klinik könntet ihr mir empfehlen?
Sicherlich wurde nicht die gesamte Wirbelsäule versteift, sondern nur bestimmte Teile. Dadurch wird eine besondere Beanspruchung der nicht versteiften Teile hervorgerufen, die sich natürlich in Beschwerden äussern können.
Hier bietet sich auch die KG nach Katharina Schroth an, die zumindest in Bad Salzungen in speziellen "Operierten-Gruppen" durchgeführt wird. Man muss da etwas anders vorgehen, als bei nicht-Operierten.
In der zweiten speziellen Schroth REHA Klinik in Bad Sobernheim wird das sicherlich auch angeboten und möglicherweise könnte das auch ein Fall für die Argental Klinik in Isny sein.
Guck mal bitte in die Rubrik Operation und benutze die Suche Funktion, es gibt einige Berichte dazu.
Geh bitte davon aus, dass sich das nicht auf Wohnortnähe reduzieren lässt.

Gruss
Klaus
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Beitrag von minimine »

Hallo Nina,
vielleicht magst du dich auch mal im Skoliose-OP-Forum informieren (siehe Links & Adressen), ich glaube dort werden mehrere Kliniken für Operierte empfohlen.

Ob dir Schroth gut tut und du eine Schroth-Reha machen solltest ist schwer zu sagen, die Meinungen zu Schroth nach OP gehen auseinander. Sowohl in Sobernheim, als auch in Salzungen waren etliche Operierte und ich habe mich auch mit manchen unterhalten können. Den einen hat Schroth gut getan, den anderen weniger. Vielleicht könntest du das erstmal ambulant ausprobieren, mit einem KG-Rezept.

Ansonsten würde ich dir aber auf jeden Fall raten, einen Reha-Antrag zu stellen, die Schmerzen werden ja nicht besser, sondern eher immer schlimmer. Dein Arbeitgeber kann dich auch nicht daran hindern. Aber sag mal, fühlst du dich denn bei diesem Arbeitgeber so wohl? Ich weiß ja nicht, wie es Arbeitsplatzmäßig bei euch in der Gegend aussieht, aber vielleicht kannst du dich ja nach Alternativen umsehen?

LG
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

minimine hat geschrieben:Ob dir Schroth gut tut und du eine Schroth-Reha machen solltest ist schwer zu sagen, die Meinungen zu Schroth nach OP gehen auseinander.
Gut zu wissen, dass das auch bei den Patienten unterschiedlich empfunden wird.
Bislang hatte ich eher vermutet, dass eine Schroth REHA nach einer OP daran scheitert, dass diese von den meisten Orthopäden als wirkungslos angesehen wird, ganz abgesehen von den Kostenträgern. Immerhin wird ja operiert, um einen stabilen Zustand dauerhaft zu sichern.
Deswegen wäre mein zusätzlicher Ratschlag gewesen, so eine REHA nur über die Spezialisten zu beantragen, am besten natürlich Dr. Steffan :).

Ambulante Schroth KG als Versuch ist eine Möglichkeit, nur bin ich mir nicht sicher, ob die Therapeuten bei Operierten überfordert sein könnten. Am besten wohl gezielt nachfragen.
@nina 24 sollte aber schon eine Rückmeldung geben, in welchen Teilen und wie umfangreich sie versteift worden ist.
Zumindest isolierte HWS Übungen sollten kein Problem sein.

Gruss
Klaus
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Beitrag von minimine »

Klaus hat geschrieben:Gut zu wissen, dass das auch bei den Patienten unterschiedlich empfunden wird.
Naja, grundsätzlich empfinden es ja alle Patienten unterschiedlich. Ich habe auch nicht-operierte Patienten kennengelernt, die mit Schroth nicht klar kamen oder sich die Situation eher verschlechtert hat (v.a. hochgradige Skoliosen). Es gibt eben keine Therapie, die für alle zu 100% zutrifft.

Aber bei Operierten fand ich es noch deutlicher, dass die Meinungen auseinander gehen. In Sobi waren bei mir in der Gruppe genau zwei Operierte, dem einen ging es besser, dem anderen eben nicht so gut.
In Salzungen war eine Operierte mit in der Gruppe (nicht alle sind da in der OP-Gruppe), da hab ich dann v.a. mitbekommen, dass Schroth nur sehr eingeschränkt in Frage kommt, z.B. keine Angurtübungen.
Kommt vielleicht auch auf die Versteifungsstrecke und OP-Methode an?! :nixweiss:
Ambulante Schroth KG als Versuch ist eine Möglichkeit, nur bin ich mir nicht sicher, ob die Therapeuten bei Operierten überfordert sein könnten. Am besten wohl gezielt nachfragen.
Es geht ja jetzt aber nicht darum, die Methode Schroth korrekt zu erlernen, sondern erstmal darum, einen Einblick in die Methode zu bekommen, ob sie generell für Nina geeignet ist.
Ich habe z.b. sowohl in Sobi als auch in Salzungen jeweils eine Patientin kennengelernt, die die Reha abgebrochen haben (waren aber beide nicht operiert). Ich denke mal, das könnte dann vielleicht vorher vermieden werden, wenn gleich eine geignete(re) Klinik ausgesucht wird.

Man kann ja aber schon vorher bei der KG-Praxis nachfragen, ob und wieviele Operierte bereits behandelt wurden.

LG
Minimine
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