Lumbosacrale Hyperlordose, Skoliose und/oder Scheuermann

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Thomas hat geschrieben:
Klaus hat geschrieben:Trotzdem sollte eine Erwachsenen Korsettversorgung immer gesondert gesehen werden und sehr gut überlegt werden!


Hallo Klaus, da hast Du natürlich recht. Aber hier geht es ja wirklich im ersten Ansatz um die Schmerzreduzierung, und da könnte aus meiner Erfahrung heraus ein Korsett wirklich sehr gut helfen. Ich meine, es ist einen Versuch wert.
Ich habe das nur deshalb allgemein so herausgestellt, weil es bislang zu oft Mißverständnisse bezüglich Erwachsenen Korsette gegeben hat.

@Björn,
Mit einem Stützgürtel ist so ein Korsett überhaupt nicht zu vergleichen, da solltest Du schon wissen, dass es Anfangsbeschwerden geben kann, die das Tragen schon sehr erschweren kann.
Wie schon Thomas gesagt hat, kann so ein Korsett bei der Schmerzbeseitigung sicherlich sehr hilfreich sein, es bleibt aber eine individuelle Abwägung, was letztlich die Lebensqualität erhöht.

Wer dann noch experimentieren möchte, kann auch auf eine Aufrichtung setzen, die man dann in Kombination mit Schroth versuchen kann.
Thomas hat geschrieben:Ob Becker Erwachsenen-Korsetts herstellt weiss ich nicht, versuchen könnte man es natürlich dort auch.
Das hatte ich bislang aus Tonis Äusserungen geschlossen, insbesondere bei Hyperkyphose.

Gruss
Klaus
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Björn hat geschrieben:Sollte ich mich da jetzt schon um einen Termin kümmern oder bekommt man da schnell einen?
Normalerweise bekommst Du innerhalb von zwei bis drei Wochen einen Termin.
Klaus hat geschrieben:Wie schon Thomas gesagt hat, kann so ein Korsett bei der Schmerzbeseitigung sicherlich sehr hilfreich sein, es bleibt aber eine individuelle Abwägung, was letztlich die Lebensqualität erhöht.
Klaus, Du hast natürlich hundertprozentig recht: Ein Rahmouni-Korsett stellt im Alltag eine wesentliche Einschränkung der Lebensqualität dar, da darf man sich nicht's vormachen. Daher ist die Abbruch-Quote gerade bei der Erwachsenen-Korsett-Versorgung auch sehr hoch, einfach weil das Korsett oft auch nicht oder nur sehr schwer mit dem Arbeitsleben vereinbar ist. Bei mir geht es, da ich einen reinen Bürojob habe, aber auch ich muss mich immer wieder überwinden, das Teil morgens anzuziehn. Falls ich es aber nicht mache (was auch vorkommt) bereue ich es spätestens zwei Stunden später.

Es ist eine schwierige Abwägung, die jeder selbst treffen muss.

Gruß Thomas
Björn
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Beitrag von Björn »

Klaus hat geschrieben: Guck mal bitte in mein avatare, da siehst Du meine Situation mit Angabe der Blickrichtung. Da wo normalerweise eine natürliche Lordose sein sollte, ist eine Kyphose.
Wäre das ganze seitenverkehrt, hätte ich da plötzlich eine Hyperlordose, also ein Hohlkreuz. :D
Ups. Das ist ja auch mal eine komische Wirbelsäule. Aber wenn ich es richtig gelesen habe, halten sich deine Schmerzen in Grenzen, oder? Schon komisch, wenn man so stark von der natürlichen Statik abweicht.

Bei deinem Avatar kann man an den Wirbeln ja auch nicht erkennen wo vorne und hinten ist. Bei den Röntgenbildern aber schon. Oder wo ist da mein Denkfehler? Aber dass es bei mir ein Hohlkreuz ist, dass kann ich dir versichern ;-) Soviel traue ich den Orthopäden dann doch noch zu, die die Bilder angeguckt haben. Obwohl das Vertrauen zum normalen Orthopäden, seit ich hier im Forum bin, komplett verschwunden ist. Ich bin nur noch entsetzt.
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Björn,
ich würde auch erstmal den Termin am 29. abwarten. Bei dir brennt ja jetzt auch nichts an. Sollte nichts dabei raus kommen, kannst du immer noch zu Dr. Hoffmann fahren. Man bekommt da ja sehr schnell Termine.
Mein erstes Korsett wurde übrigens auch von einem Wirbelsäulenchirurgen verordnet. Eine Empfehlung für eine Schroth-Reha und Schroth-KG bekam ich auch, man muss dann nur einen niedergelassenen Arzt haben, der die Reha dann auch beantragt. Notfalls kannst du den Arzt ja auch darauf gezielt ansprechen. Nur, wie schon erwähnt, ist es ein Problem einen guten Korsettbauer zu finden.
Ich dachte damals auch, ach ne, bis Stuttgart ist es doch ganz schön weit und ließ das Korsett in dieser Klinik machen. Das Ergebnis: Ein Jahr verschwendete Zeit. Jetzt fahre ich doch regelmäßig nach Stuttgart.
Im Übrigen muss ich aber öfter nach Stuttgart als hier erwähnt. Ich musste erst so alle 8-10 Wochen und jetzt alle 3 Monate. Vielleicht kommt das auch auf den Grund an, warum man das Korsett trägt :nixweiss:

LG
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Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo Björn,

in diesem Punkt muss ich Minime Recht geben: Ich würde auch erst mal den Dr. Halm-Termin abwarten. Auf die drei Wochen kommt es ja jetzt auch nicht an. Und vielleicht siehst Du anschließend klarer.
minimine hat geschrieben:Im Übrigen muss ich aber öfter nach Stuttgart als hier erwähnt. Ich musste erst so alle 8-10 Wochen und jetzt alle 3 Monate. Vielleicht kommt das auch auf den Grund an, warum man das Korsett trägt :nixweiss:
Wenn Du Rahmouni frägst, wann Du wiederkommen sollst, dann sagt er meistens in zwei bis drei Monaten. Aber die Erfahrung hat bei mir gezeigt, dass die Änderungen, die er dann jeweils macht, nicht soo erheblich sind, und daher schauen eigentlich die meisten erwachsenen Korsett-Traäger, die ich kenne, höchstens ein bis zwei mal im Jahr bei ihm vorbei. Am Anfang natürlich häufiger, aber spätestens nach einem Jahr pegelt es sich meist bei diesem Wert ein.

Gruß Thomas
Björn
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Beitrag von Björn »

Klaus hat geschrieben:Mit einem Stützgürtel ist so ein Korsett überhaupt nicht zu vergleichen, da solltest Du schon wissen, dass es Anfangsbeschwerden geben kann, die das Tragen schon sehr erschweren kann.
Wie schon Thomas gesagt hat, kann so ein Korsett bei der Schmerzbeseitigung sicherlich sehr hilfreich sein, es bleibt aber eine individuelle Abwägung, was letztlich die Lebensqualität erhöht.
Das weiß ich. Ich habe mir ja auch schon einige Erfahrungsberichte durchgelesen. Aber nur weil es andere nicht geschafft haben oder sich später nach einer Abwägung dagegen entschieden haben, werde ich mich nicht automatisch auch dagegen entscheiden. Es gibt ja auch genug positive Fälle. Ich weiß, dass du vielleicht ein wenig meine Euphorie bremsen willst, damit ich nachher nicht so enttäuscht bin. Aber ich bin schon so unglaublich glücklich, dass ich etwas gefunden haben was mir helfen könnte. Ich bin nicht so blauäugig, dass ich glaube in einem Jahr komplett schmerzfrei zu sein.


Ich habe Toni eine PN bezüglich Korsettbauer Becker in Lübeck geschrieben. Vielleicht kann er mir da ja noch einen Ratschlag geben.
Aber wenn bei ihm ein nur ein kleiner Zweifel dabei besteht werde ich auf jedenfall zu Rahmouni gehen.

Klar, wenn man bei Dr. Hoffmann so schnell einen Termin bekommt, warte ich natürlich.

Und nochmal vielen Dank für die schnellen Antworten.

Gruß
Björn
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Toni
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Beitrag von Toni »

Ich glaube das ideale Korsett genau speziell für Björns LWS wäre das
"Hamburger Flektions-Korsett nach Prof. Dr. von Torklus" vom Sanitätshaus THUM & WILHARM/HH-Eppendorf (OT-"Hoflieferant" des UKE)

FLEKTIONSKORSETT FUER DIE MENSCHLICHE LENDENWIRBELSAEULE
DE Patent : DE3031021
http://www.wikipatents.com/de/3031021.html
Inventor(s) TORKLUS DETLEF VON PROF (DE)
THUM OSKAR (DE)
WILHARM FRIEDRICH (DE)
Abstract: Abstract not available for DE3031021

Aber: Bisher gibt es leider keine vernünftige und vollständige Diagnose!
Erst die Anamnese,
dann die Diagnose..
dann erst die Therapie!
NIEMALS in anderer Reihenfolge!
Weiteres habe ich Björn direkt per PN geantwortet, auch wenn das auch für andere LWS-Patienten sehr intressant wäre.
Gruß Toni
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Toni hat geschrieben:Weiteres habe ich Björn direkt per PN geantwortet, auch wenn das auch für andere LWS-Patienten sehr intressant wäre.
Es würde mich aber jetzt interessieren, inwieweit Becker bei Erwachsenen generell in Frage kommen könnte oder nicht?

Gruss
Klaus
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo,
ich habe heute morgen bei Prof. v. Torklus angerufen und habe für morgen früh einen Termin bekommen :-)
Ich werde dann morgen ausführlich berichten.

Gruß
Björn
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Ernüchterung

Beitrag von Björn »

Hallo,
ich bin gerade von Prof. v. Torklus zurück. Er war sehr nett und hat sich viel Zeit für mich genommen. Sollange hat sich noch nie ein Arzt meine Röntgenbilder angeguckt. Was er mir dann sagte war jedoch nicht so schön.
Der Knick in meiner Wirbelsäule ist nicht mein Problem.

Mein Problem sind die im Bild eingezeichneten Stellen. Zum einen ist der Dornfortsatz am unteren Lendewirbel deutlich zu lang. Zum anderen gibt es zwischen Lendenwirbelsäule und Steiß eine Verwachsung. Eine Art zusätzlichen halben Wirbel der da nicht hingehört. Alles ist angeboren und man kann im Gurnde nichts dagegen machen. Dann wurde mir ertsmal Blut abgenommen um zu gucken ob eine Entzündung vorliegt. Mein nächster Termin ist am Freitag.
Was mich wundert ist, dass es bisher keinem Arzt aufgefallen ist! Ich denke das kann man von jedem Orthopäden erwarten.

Auf meine Frage was man denn dagegen machen könnte bekam ich keine richtige Antwort. Er sagte nur, dass wir erstmal die Blutuntersuchung abwarten und man dann eventuell mit Spritzen etwas machen könnte.

Für mich bricht natürlich gerade alles zusammen, weil ich wirklich große Hoffnungen in ein Korsett gesetzt hatte. Wenn mir jetzt ein LWS-Spezialist erzählt, dass das nichts bringt und der Knick nicht mein Problem ist...


Gruß
Björn
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Björn
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Beitrag von Björn »

Mir wurden zwei Ampullen Blut abgenommen. Die eine war wohl um nach Morbus Bechterew zu gucken. Er hatte auch Röntgenbilder von der LWS gemacht und dabei eine Veränderung der Hüfte festgestellt. Ich glaube er sagte sie wäre schmaler(?) geworden. Da hat er mir aber nichts weiter zu erzählt. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich ihm zu viele Fragen gestellt habe. Aber für mich war es natürlich wieder extrem unbefriedigend zu hören dass man da nichts machen kann. Naja, jetzt warte ich erstmal Freitag ab.

Zu Morbus Bechterew stand unter anderem bei Netdoktor.de:

[equote="Gefunden unter Netdoktor.de:"]Ein Problem ist die Beteiligung der Hüftgelenke. Sie können sehr schnell zerstört werden, was schon bei jungen Menschen einen Hüftgelenksersatz nötig machen kann. Der frühzeitige Einsatz stark anti-entzündlicher Medikamente kann das verhindern bzw. hinauszögern.[/equote]
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Toni
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Beitrag von Toni »

Die Ausschlußdiagnostik von M. Bechterew gehört bei einem Mann Deines Alters zum unbedingten MUSS!
Das ist schon O.K. so.
Daß Du M. Baastrup hast war mir zumindest klar. Auf Deinem seitlichen RöBi sieht man das ja noch deutlicher.
Das was Prof. v. Torklus auf dem RöBi eingekringelt hat IST tatsächlich M.Baastrup!
Das hat sehr wohl viel mit dem Knick L5 zu S1 Deiner LWS im Verhältnis zum Becken zu tun, denn wenn Du die Schrothsche Beckenkorrektur 1 ( = aktive Entlordoisierung) machst, dann berühren und scheuern diese Dornfortsätze sich nicht mehr.
http://www.tk-online.de/rochelexikon/pi ... 000-1.html

Aber jetzt lass mal den Herrn Prof. machen.....
mal sehen was er Dir als Therapie vorschlägt. Den Halbwirbel seh ich auf Deinen Röbis beim besten Willen nicht!
Ich seh schon, ich muss mir Deine WS live ansehen um mir ein "Bild" zu machen.
Gruß Toni
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Beitrag von Björn »

Hallo Toni,
das Wort Halbwirbel hat Prof. v. Torklus nicht benutzt. Er sagte, dass da eine Verwachsung(?)zwischen L5 und S1 ist. Und hat mir diese beiden weißen Stellen auf dem Bild gezeigt, die da nicht hingehören. Als ich ihm gesagt habe, dass ich mir das schlecht vorstellen kann hat er gesagt, dass man sich das so vorstellen könnte, dass da sowas wie ein zusätzlicher halber Wirbel ist. Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden.

Mein großes Problem scheint aber eben der zu lange Dornfortsatz von L5 zu sein der in den Steiß hineindrückt. Er hat mir meine Schmerzen so erklärt: Wenn die Wirbelsäule gestreckt wird, wird dieser da rausgezogen und das ist schmerzhaft. Das erklärt auch, dass ich mich nicht länger als ein paar Sekunden vorne überbeugen kann ohne das es mir in den Rücken schießt. Und das erklärt für mich auch, dass es mir alleine schon in diesem Jahr 2 mal ziemlich heftig in den Rücken geschossen ist, als ich aus dem Auto ausgestiegen bin und ich danach weder gerade noch krumm laufen konnte. Das erklärt mir auch wieso ich vor ca. 12 Jahren einmal vor Schmerzen in Ohnmacht gefallen bin, nachdem ich mich ca. 20 Sekunden vorne übergebeugt hatte.

Ich hatte Prof. v. Torklus so verstanden, dass ein Korsett nicht in Frage kommt. Weil seiner Meinung nach der Knick nicht das Problem ist. Meint er damit, dass ein Korsett oder die Übung die du meinst, dazu führt dass dieser Dornfortsatz da rausgezogen wird?

Wahrscheinllich sind meine Überlegungen völlig falsch: Wenn die Wirbelsäule zwischen L5 und S1 irgendwie fest verwachsen ist, dann auf diesen Bereich eine Kraft wirkt, die die Muskeln irgendwann nicht mehr richtig halten können, so dass sich das ganze dann bewegt und dann dieser zu lange Dornfortsatz auf dem Steiß langreibt. Das gleich bei einer unkontroliierten Bewegung wo die Muskulatur nicht drauf reagiert.
Das würde doch die beiden Probleme Überbeugen und Autoaussteigen erklären.

Gruß
Björn
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Björn,

Du solltest bei dieser LWS Problematik aber nicht den übrigen Rücken vergessen, mit möglicherweise weiteren Baustellen!

Toni kann sich den Rücken zwar ansehen, aber die tatsächliche Wirbelkörperstellung kann er mit Sicherheit nicht sehen. :)

Gruss
Klaus
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo Klaus,
Klaus hat geschrieben:Du solltest bei dieser LWS Problematik aber nicht den übrigen Rücken vergessen, mit möglicherweise weiteren Baustellen!
wie ich hier schon sehr oft geschrieben habe, hat mir dieses Forum die Augen geöffnet. Ich werde solange zu Ärzten gehen und auch im Internet forschen, bis ich genau weiß was mit meinem Rücken los ist. Außerdem möchte ich auch alles genau verstehen.
Ich hatte Prof. v. Torklus auch auf den übrigen Rücken angesprochen. Er meinte jedoch, dass er sich erstmal dieses Problem anschauen wollte, also die Blutergebnisse abwarten will.
Zu fragen, ob er Ganzaufnahmen der Wirbelsäule macht, habe ich mich nicht getraut. Der Mann ist Professor und nicht mehr der jüngste. Da wollte ich keine Fragen stellen, bei denen er sich irgendwie auf den Schlips getreten fühlt.
Toni kann sich den Rücken zwar ansehen, aber die tatsächliche Wirbelkörperstellung kann er mit Sicherheit nicht sehen. smile
Ich freue mich, dass Toni sich meinen Rücken ansehen will.
Was dabei rauskommt werden wir ja sehen. Ich bin auf jedenfall guter Dinge, dass es mich weiter bringt.

Gruß
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo,
ich war heute wieder bei Prof. v. Torklus. Die Blutproben waren negativ. Ich habe also kein Morbus Bechterew und es liegt auch ansonsten keine übers Blut nachweisbare Entzündung vor.

Prof. v. Torklus riet mir zu einer Kortisonspritze zwischen die Wirbel, außerdem sagte er auch, dass mir ein Korsett helfen könnte. Ich denke er wollte Dienstag noch keine Aussagen machen bevor er nicht Morbus Bechterew ausgeschlossen hatte.

Er sagte mir jedoch auch, dass das Korsett nur im Stehen etwas bringen würde und das ich mir überlegen sollte ein Stehpult zu besorgen, sowie für den Schreibtisch ein schräge Platte, die mich zwingt gerade zu sitzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das durchhalte. Korsett und Stehpult könnte ich mir eher vorstellen.

Ich habe erstmal eine Kortisonspritze in den Problembreich bekommen.

Auf die frage nach Morbus Baastrup sagte er mir, dass sich die Dornfortsätze nicht berühren, dass ich also kein Morbus Baastrup habe.

Meinen nächsten Termin habe ich am Dienstag. Da wird dann geguckt was die Spritze bewirkt hat.

Ich ließ mir auch nochmal genau erklären und am Modell zeigen, wie es denn jetzt da unten genau aussieht. und zwar sind die Querfortsätze von L5 mit dem Kreuzbein verwachsen. Das ist in den beiden äußeren Kreisen auf dem Röntgenbild zu sehen. AUßerdem ist der Dornfortsatz von L5 zu lang. Dieser ragt durch ein Loch im Kreuzbein auf die darunterliegenden Nervenbahnen. Damit lassen sich die Dauerschmerzen und die starken Schmerzen beim Vorneüberbeugen erklären.

Gruß
Björn
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Beitrag von Björn »

Nachdem gestern Abend ca. 9 Studen nach der Kortisonspritze meine LWS wieder weh tat, war ich ein wenig enttäuscht. Dann viel mir jedoch ein, dass in der Injektion nicht nur Kortison sondern auch ein Schmerzmittel enthalten war.

Heute morgen dann ein extrem positives Erlebnis. ich hatte genauso gut geschlafen wie nach einer Tetrazepam (Muskelrelaxanz). Außerdem war meine Nacken und Schultermuskulatur sehr entspannt. Ich fühlte mich richtig gut. Ohne Nacken und Kopfschmerzen. Lediglich meine BWS und die Muskulatur rundherum bis unter die Schulterblätter tat noch weh. Aber das störte mich nicht. Dieser dumpfe Dauerschmerz am ganzen Rücken war weg.

Jetzt ca. 3 Stunden später schmerzt die LWS wieder. Ich denke das kommt von 3 Stunden sitzen und stehen. Ich bin jetzt schon richtig gespannt wie die nächste Nacht wird.

Gruß
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo,
ich war heute bei Prof. Halm.
Er guckte sich meine mitgebrachten Röntgenbilder an. und sagte, dass einzige was er für mich tun könnte, wäre die LWS zu versteifen. Davon würde er mir bei meinem Alter aber abraten. Ich soll lieber Krankengymnastik machen und schwimmen. Zu meinen häufigen Blockaden sagte er, dass ich mich nicht einrenken lassen soll sondern es mit Krankengymnastik hinbekommen soll. Schroth meinte er wäre nur was für Skoliose...

Die Theorie von Prof. v. Torklus bezweifelte er auch, dass der Dornfortsatz von L5 in den Nervenkanal drückt, dafür müßte der Schmerz in die Beine ziehen. Außerdem testete sein Assistenzarzt vorher meine Reflexe, die waren auch alle in Ordnung.

Kortisonspritzen befürwortete er auch.

Am Ende wurde noch meine Wirbesäule 3-D vermessen.
Geröngt wurde nicht.

Ich weiß nicht genau wie ich das bewerten soll, weil Prof. Halm auch sagte, dass sein Job ist zu operieren...

Jetzt habe ich von zwei Spezialisten zwei unterschiedlich Meinungen :-(


Die Kortisonspritze bereitete mir übrigens 3 angenehme Nächte mit schmerzfreiem Aufwachen. Jetzt ist jedoch leider alles wieder beim alten.
Prof. v. Torklus meinte, dass die bis zu 3 Monate helfen kann :-(
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Björn hat geschrieben:Schroth meinte er wäre nur was für Skoliose...
Grundsätzlich natürlich auch bei Hyperlordose und Hyperkyphose!
Am Ende wurde noch meine Wirbesäule 3-D vermessen.
Geröngt wurde nicht.
Hast Du nicht auf Deinen gesamten Rücken aufmerksam gemacht?
Und wenn schon eine 3 D Aufnahme erstellt wurde, was kam denn dabei für den übrigen Rücken heraus?

Gruss
Klaus
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Klaus hat geschrieben:Grundsätzlich natürlich auch bei Hyperlordose und Hyperkyphose!
Ja das weiß ich. Sonst würden da ja nicht die ganzen Scheuermänner davon schwärmen.
Hast Du nicht auf Deinen gesamten Rücken aufmerksam gemacht?
Ja, ich habe ihm gesagt, dass ich ständig auch Probleme mit der BWS und HWS habe und sehr häufig Kopfschmerzen. Aber er hat sich meinen Rücken angeguckt und weiter oben ist ihm halt nichts besonderes aufgefallen, wie die 3-D-Vermessug ja auch zeigt.
Es hat mich ein wenig gewundert, dass er die überhaupt gemacht hat. Er hat sich die nämlich gar nicht mehr angeguckt.

Wie gesagt, ich hatte das Gefühl, dass er meinen Fall, nachdem er mir gesagt hat dass operieren bei mir (noch) nicht in Frage kommt, abgeschlossen hatte.

Und wenn schon eine 3 D Aufnahme erstellt wurde, was kam denn dabei für den übrigen Rücken heraus?
Habs vorhin nicht mehr geschafft die einzuscannen, hier ist sie:
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