Hilfe! Ich halt das nicht mehr aus!

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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MaryL
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Hilfe! Ich halt das nicht mehr aus!

Beitrag von MaryL »

Hallo!

Ich weiß einfach nicht weiter! Nach dem was ich so an Erfahrungen gemacht habe, kann man auch gar nicht anders...

Ich bin jetzt 19 Jahre alt.

Bestimmt schon seit 3-4 Jahren hatte ich immer Rückenschmerzen. Bin aber nicht zum Arzt gegangen. Erst vor 2 Jahren, weil ich gemerkt hatte, dass meine Schultern zueinander schief sind.
Meine Hausärztin hat dann gesagt, nachdem sie mich (nur im Stehen) kurz angeguckt hatte, ich hätte Skoliose, aber das wär nicht weiter schlimm.
N bisschen später bin ich wegen der Schmerzen noch mal hin, und hab ein ein bisschen starkes Schmerzmittel bekommen. Wegen der Skoliose hat die nix gemacht oder gesagt.

Also dachte ich mir, wenn die mir nicht helfen will, gehe ich direkt zum Orthopäden.
Hab ich dann auch gemacht. Hab ihm aber nicht gesagt, dass ich Skoliose hätte, weil ich dachte, das wär unhöflich.
Ich bin dann 3 mal da gewesen, ohne, dass der Arzt etwas gemerkt hätte. Er hat nur wie wild auf mir rumgedrückt. Teilweise so doll, dass ich es Tags darauf in der Schule nicht mehr ausgehalten hab, weil mein Rücken immer noch so weh tat.
Vor ungefähr einem Jahr hab ich dann aber beschlossen: Wenn er nicht findet, was er finden soll, dann sag ich ihm einfach was er finden soll.
Hab ihm also gesagt, dass ich eine Skoliose hätte. Er war echt ein bisschen beleidigt, hat mich dann aber auch geröntgt. (Natürlich nicht komplett, was will man von ihm erwarten.) Und siehe da, ich war tatsächlich etwas krumm.

Dieses Jahr hat eine Freundin, die die gleichen Ärzte hat wie ich, mir dann gesagt, dass sogar unsre Hausärztin nichts von dem Orthopäden hält...

Anfang des Jahres hatte ich aber wieder echt krasse Rückenschmerzen und bin ziemlich verzweifelt zu meiner Hausärztin gegangen. (Meine Schmerzmittel helfen nämlich auch nicht mehr. Ich werd da voll schnell „immun“ gegen.)
Und auf einmal war alles ganz schlimm. Sie sah, ich hätte eine schwere Skoliose mit Rotation (alles nur durch einmal auf den Rücken gucken) und müsste dringend zu einem Orthopäden.
Dann hat sie mir einen besseren empfohlen, wo ich dann auch hin bin.
Der war gerade mit seiner Praxis umgezogen und ich war am Eröffnungstag da. Man hat mich dann auch noch mal geröntgt. Das heißt noch mal ist gut. Eher noch vier mal, weil die noch nicht mit dem Gerät umgehen konnten, da ich die erste war, die je damit geröntgt wurde. (Mittlerweile leuchte ich bestimmt im Dunkeln.)
Aber hat man mich komplett geröntgt? Nein. Wieder nur die LWS. Wenigstens wurd davon die Gradzahl gemessen. (15° nicht viel, aber man sieht, dass weiter oben eine größere Kurve seien müsste)
Dann hat man noch festgestellt, dass eins meiner Beine einen Zentimeter zu kurz ist, man hat meine Wirbelblockaden gelöst und mir gesagt ich solle nach zwei Monaten noch mal wieder kommen, weil man jetzt noch nichts genaues sagen könne. (Juhu, wieder röntgen!)

Danach ging es mir von den Schmerzen her auch wieder viel besser.

Aber jetzt habe ich wieder Schmerzen.
Keine Schmerzmittel die helfen, (weil meine Ärztin mir nicht geglaubt hat, dass die Schmerzmittel die ich hab nicht helfen) keine Ärzte die mir helfen und kein Geld um mir selbst zu helfen.

Was soll ich nur machen? Ich will einfach nicht mehr. Ich geh daran total kaputt. Ich muss andauernd an meinen Rücken denken, bin aber zu schüchtern meinen Ärzten zu sagen, was ich will.
Ich will, schon rein aus psychologischen Gründen, ein Korsett. Vielleicht hilft das ja auch nachhaltiger gegen die Schmerzen als die Schmerzmittel.
Wie schafft ihr das mit diesen ganzen tollen Methoden vermessen und behandelt zu werden? Seit ihr privatversichert?
Wieso stehen den meisten von euch Familie und Freunde bei? (Mein Pa will mich in Watte packen und meine Ma glaubt ich simuliere.)
Was soll ich machen? :tear:

LG
MaryL
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo maryl,

willkommen im Forum.
Wie schafft ihr das mit diesen ganzen tollen Methoden vermessen und behandelt zu werden? Seit ihr privatversichert?
Das schafft man, wenn man gleich einen kompetenten Orthopäden aufsucht und das hat bei Skoliose/Kyphose mit privatversichert wenig zu tun.

Und leider ist es so, dass bei Skoliose/Kyphose die meisten Orthopäden inkompetent sind. Deshalb ist es ganz wichtig, erst mal festzustellen, dass man durchaus weite Wege machen muss, um endlich sozusagen den Durchbruch zu schaffen.
Deine Erfahrungen lesen wir hier fast täglich und wenn Du mal das zusammenzählst, was Du bislang erfolglos gemacht hast, ist z.Bsp. der Weg nach Stuttgart zu Dr. Hoffmann eigentlich nichts dagegen.

Es wäre sehr hilfreich, wenn Du in Dein Profil den Wohnort/Region und Dein Alter eingibst, damit möglicherweise auch Alternativen gefunden werden können. Immerhin scheinst Du trotz Deines Alters sehr abhängig von Deinen Eltern zu sein.

Gruss
Klaus
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo MaryL,
MaryL hat geschrieben:Ich will, schon rein aus psychologischen Gründen, ein Korsett. Vielleicht hilft das ja auch nachhaltiger gegen die Schmerzen als die Schmerzmittel.
Wie kommst Du darauf, dass Dir das Korsett aus psychologischen Gründen hilft? Meiner Erfahrung nach stellt ein Korsett zuerst einmal eine zusätzliche Belastung dar, auch wenn man einem Korsett gegenüber prinzipiell positiv eingestellt ist.

Ich würde mich an Deiner Stelle nicht von vorneherein auf ein Korsett versteifen. Bei einer Skoliose ist in Deinem Alter nicht gesagt, dass das wirklich hilfreich für Dich ist, hauptsächlich auch wenn Du bisher noch nie ein Korsett getragen hast.

Eine Verbesserung der Schmerz-Situation durch ein Korsett ist möglich, wobei dann aber aber auch ein nicht korrigierendes Korsett in Frage kommt.

Aber ich würde zuerst einmal auch über alle anderen Möglichkeiten (Schroth, Reha, ..) informieren, bevor ich mich an Deiner Stelle weiter mit einem Korsett befassen würde.

Gruß Thomas
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MaryL
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Beitrag von MaryL »

Hi

Also ob ich so abhängig von meinen Eltern bin? Na ich weiß nicht. Ich wohne halt zuhause, da muss ich mir schon Gedanken über die und ihre Einstellungen machen.

Letzt endlich bin ich schonmal froh schon jetzt wenigstens ein paar Möglichkeiten aufgezeigt bekommen zu haben. Denn ich weiß, dass der Wunsch nach einem Korsett schon echt krank ist. Mein einziger Wunsch ist aber eigentlich, dass sich endlich was tut und ich das auch merke. Da fand ich ein Korsett logisch...

Kann man seine Ärzte nicht zu einem Skoliose Kompetenten Arzt erziehen? Der schadet doch nur sich selbst. Naja, leider nicht "nur".

Na ich werde mal sehen was ich mache. Vielleicht gehe ich doch erstmal wieder zu dem Orthopäden bei mir in der Nähe. Bei den wirklich guten muss man doch bestimmt Monate auf einen Termin warten, oder?

Wie gesagt, mal sehen.
LG
MaryL

P.S.: Oh ich glaube man merkt, dass mein Rücken nicht mehr so weh tut wie heut morgen. Irgendwie bin ich weniger verzweifelt. Find ich selbst blöd. Macht mich unglaubwürdig.
Zuletzt geändert von MaryL am Mo, 14.04.2008 - 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Maryl hat geschrieben:Na ich werde mal sehen was ich mache. Vielleicht gehe ich doch erstmal wieder zu dem Orthopäden bei mir in der Nähe. Bei den wirklich guten muss man doch bestimmt Monate auf einen Termin warten, oder?
Bei Dr. Hoffmann musst Du nicht Monate warten!
Und oft ist es so, dass die Wartezeiten bei inkompetenten Orthopäden (bezüglich Skoliose/Kyphose!!)viel länger sind.

Aber sorry, wenn ich das mal so offen sage, Du solltest Dir schon über Deine Situation klar sein und Dich nicht allein von Deiner temporären Stimmung leiten lassen.

Gruss
Klaus
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MaryL
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Beitrag von MaryL »

Also ich finde es nur menschlich, dass man alles schwärzer sieht, wenn es einem schlecht geht.

Mit was für Wartezeiten muss man denn so rechnen? Ich habe gelesen, dass man auch per E-Mail einen Termin machen kann? Wie und wo denn?

Danke
MaryL
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Maryl hat geschrieben:Also ich finde es nur menschlich, dass man alles schwärzer sieht, wenn es einem schlecht geht.
Natürlich, aber nur der Leidensdruck bringt wirklich weiter.
Und der Titel Deines Posts ist für mich Ausdruck dafür, dass Du auch dringend etwas unternehmen musst und nicht durch eine andere temporäre Situation Argumente dafür findest, dass ja alles doch nicht so schlimm ist.
Ich kenne das doch selber und weiß, wie lange es dauert, bis man sich endlich aufrafft.
Mit was für Wartezeiten muss man denn so rechnen? Ich habe gelesen, dass man auch per E-Mail einen Termin machen kann? Wie und wo denn?
Ich denke, so 2-3 Wochen.

Dr. Hoffmann Poststr. 36
71229 Leonberg
Tel.: 07 152 - 41 616
Fax: 07 152-41 775
http://www.dr-hoffmann-leonberg.de/
Email: skoliose-hoffmann-leonberg@t-online.de
richtig gestellt am 12.4.08

Gruss
Klaus
Zuletzt geändert von Klaus am Sa, 12.04.2008 - 11:01, insgesamt 4-mal geändert.
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MaryL
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Beitrag von MaryL »

Hey danke,

und Gott sei Dank klang das nur böse was du geschrieben hast. Ich hab mich schon so :steinigung: gefühlt.

Ich geh glaub ich jetzt ganz bald noch mal zu meinem Orthopäden. (Ist einfach näher und ich hab im Moment echt kaum Zeit.)
Dann schildre ich ihm ganz genau wies mir geht, was ich will und ich zwinge ihn sich Zeit für mich zu nehmen.
Wenn er dann wieder mit diesen typischen Ausflüchten kommt, hab ich ja immernoch eine Alternative. :-)

LG
MaryL
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SchwarzeSchnecke
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Kleine Korrektur

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Thomas hat geschrieben:Wie kommst Du darauf, dass Dir das Korsett aus psychologischen Gründen hilft?
Also mir hat das Korsett geholfen, psychisch stabiler zu werden – nicht nur aufgrund der Schmerzlinderung, sondern auch wegen der Tatsache, daß es mich streckt und in eine aufrechte Haltung zwingt, ich mich also nicht mehr "kleinmachen" kann. :-) (Ich hab allerdings keine Skoliose, sondern eine Kyphose.)
Klaus hat geschrieben:Dr. Hoffmann Poststr. 36
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VG, Anne
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Beitrag von Klaus »

anne hat geschrieben:Kleine Korrektur: skoliose-hoffmann-leonberg@t-online.de
Vielen Dank für den Hinweis.
In vielen Sammlungen habe ich das jetzt geändert.

Gruss
Klaus
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MaryL
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Beitrag von MaryL »

Ich hab mir in den letzten Tagen jetzt intensiv Gedanken gemacht und auch viel in diesem Forum geschaut.
Ich war auch bei meinem Heim-Orthopäden, bei dem ich 2 Monate auf einen Termin warten müsste. Das steht schonmal außer Frage.

Über diesen Dr. Hoffmann hab ich auch nachgedacht. Es ist einfach zu weit weg. (~400 km)

Aber ich habe einiges über diesen Dr. Colemont gelesen, der ja wohl auch in Ordnung sein soll.
Ist der wirklich zu empfehlen, oder habe ich nur die positiven Beiträge gelesen? Und weiß jemand was der für Wartezeiten hat?

Vielen Dank
MaryL
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Maryl hat geschrieben:Über diesen Dr. Hoffmann hab ich auch nachgedacht. Es ist einfach zu weit weg. (~400 km)
Also diejenigen, die den Weg trotzdem gemacht haben, sind nach meiner Einschätzung durchweg sehr froh gewesen, das gemacht zu haben.

Ich kann in dem Zusammenhang immer nur raten, mal wirklich darüber nachzudenken, welchen Aufwand man bislang erfolglos mit Ärzten in der (auch weiteren) Region gemacht hat und welche Unsicherheit in den weiteren Versuchen über andere Ärzte liegt.

Von Dr. Colemont gibt es hier übereinstimmende Berichte darüber, dass er von der Schroth Therapie scheinbar nicht viel hält.
Selbst wenn er eine kompetente Diagnose mit den entsprechenden Winkeln erstellen sollte, hättest Du dann das Problem, einen anderen Arzt zu suchen, der die Schroth REHA im Antrag erfolgreich unterstützt.

Gruss
Klaus
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Rainer
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Froh darüber bei Dr. Hoffmann gewesen zu sein

Beitrag von Rainer »

Klaus hat geschrieben:Also diejenigen, die den Weg trotzdem gemacht haben, sind nach meiner Einschätzung durchweg sehr froh gewesen, das gemacht zu haben.
Klaus, das stimmt und dazu gibt es hier ja auch viele entsprechende Berichte! :ja:

Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass viele nur einmal dort waren und jetzt wieder bei einem Orthopäden in Wohnortnähe in Behandlung sind. ;D

Zufriedenheit kann man also kurzfristig und langfristig sehen. Du gehst ja immer wieder zu Dr. Hoffmann und gehörst damit für mich zu den wirklich zufriedenen Patienten.
Wenn jemand weniger als ein Jahr bei Dr. Hoffmann war, habe ich Zweifel an der nachträglich empfundenen Zufriedenheit. ;)

Ich denke also "durchweg sehr froh" ist ein wenig übertrieben!

Wenn jemand es nicht schafft in der Heimat einen guten Orthopäden zu finden, kann er auf jeden Fall mal bei Dr. Hoffmann vorbeischauen, zumal dort die Termine schnell zu bekommen sind. ;)
Sich aber gleichzeitig auch schon bei Rahmouni zum Gibsen anzumelden, halte ich für puren Übermut. :nein:
Viele fliegen heute vom tiefen Süden Deutschlands zu einem Musicalbesuch nach Hamburg, da kann m.E. auch mal jemand von Hamburg für einen Arztbesuch nach Stuttgart fliegen.

Gruß Rainer
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Rainer hat geschrieben:Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass viele nur einmal dort waren und jetzt wieder bei einem Orthopäden in Wohnortnähe in Behandlung sind.
Genau das ist ja der Sinn!
Mit einer kompetenten Diagnose und richtigem Behandlungsweg die Dinge dann selbst in die Hand nehmen.
Da braucht man keine Kompetenz vor Ort!
Du gehst ja immer wieder zu Dr. Hoffmann und gehörst damit für mich zu den wirklich zufriedenen Patienten.
Ich bin noch nie bei ihm gewesen, ich ziehe hier nur das Fazit aus den Erfahrungsberichten.

Schade, dass Du offenbar immer noch nicht verstanden hast, worum es bei Dr. Hoffmann geht und dass ein Großteil der Versorgung bei Skoliose/Kyphose eigene Kompetenz voraussetzt!

Gruss
Klaus
msangel

Beitrag von msangel »

Hallo liebe MaryL,

ich hoffe deine Schmerzen sind besser geworden?

Also ich (22 Jahre) habe seit meinem 14. Lebensjahr erkennbar Skoliose.

Keine Ahnung wie lang dies unentdeckt blieb!!!

Mein Orthopäde schlug mir dann eine Schrotkur vor, welche die Krankenkasse aber nicht bezahlen wollte.

Also bekam ich nach langem hin und her ein Korsett. Und ich denke nicht das das psychisch irgendwelche positiven Auswirkungen hat. Im gegenteil, ich wurde immer nur gehänselt und ausgelacht....Kann aber auch am Alter gelegen haben, ging damals ja noch zur Schule....

Empfehlenswert ist aber auch die Wernerwicker Klinik in Hessen oder das St. Josef Hospital in Sendernhorst.

2001 wurde ich in Sendenhorst operiert, wobei meine Schmerzen immer noch da sind nur halt nicht mehr ganz so stark!

Einfach mal ausprobieren, ansonsten halt Krankengymnastik und Massagen.

Viel Glück,

Gruß
msangel
35°

Beitrag von 35° »

hallo!
ich bin 17. bei meiner jugenduntersuchung hat mein hausarzt festgestellt dass ich skoliose mit 35° krümmung habe. das hatte ich bis dahin noch gar nicht bemerkt, denn ich habe keinerlei schmerzen oder so. allerdings kann ich jetzt den bogen ganz deutlich sehen. das war vor ca. einem jahr. Der arzt hat mich dann gleich zur krankengymnastik und zum orthopäden geschickt. ich muss jetzt bis ich 19 bin ein korsett tragen und die therapie nach lehnert schroth solange wie möglich durchziehen...soweit zu mir.

das dumme bei dir ist, dass deine eltern dein problem nicht ernst nehmen und dass es bei dir anscheinend nur sorglose ärzte gibt.
super ist, dass du schon volljährig und somit unabhängig bist und dass du wirklich was für deinen rücken tun willst.
das wichtigste ist, dass du dranbleibst und nicht in hoffnungslosigkeit versinkst, diese machts nämlich nur noch schlimmer. du musst an dich glauben, du schaffst das schon!!
auf jeden fall brauchst du die therapie nach lehnert schroth. die sollte meiner meinung nach jeder skoliosepatient machn. es ist anstrengend aber auf jeden fall effektiv. bei skoliose ist es schon ein fortschritt wenn sie sich nicht verschlechtert. ganz wegbekommen kann man sie meist nur durch op. aber diese wird von orthopäden erst ab einer krümmung von über 40° emfpolen. ich gehe einmal pro woche zu meiner krankengymnastin und therapiere jeden tag 20 minuten zu hause die übungen.
wegn des korsetts: ich trage auch eins und habe eigentlich keinerlei probleme damit. mit der richtigen figur und nicht eng-anliegender kleidung ist es nicht sichtbar. ich denke ein korsett kann das ganze nur verbessern.

soweit meine meinung und die meiner therapeutin/meines orthopäden.
hoffentlich konnte ich dir ein wenig weiterhelfen.
lg, 35°
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MaryL
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Beitrag von MaryL »

Interessant, dass ich gerade jetzt neue Antworten bekomme. Gerade gestern war ich wieder beim Arzt...

Naja jedenfalls ist mit den Schmerzen gerade alles voll Sch******. Ich war zum Weltjugendtag in Australien und da hatte mein Rücken quasi gar keine richtigen Pausen oder Erholung oder so. Jedenfalls Hab ich da voll krasse Schmwerzmittel genommen, die aber nicht halfen.
Als ich wieder hier war, war ich so intelligent einen 80 Kilo Mann zu heben, was meinem Rücken gar nicht gefiel. Also bin ich zum Arzt.
Jedenfalls stand ich vor meinem Termin in einem fetten Stau, sodass ich viel zu spät war und der Arzt wohl auch keine rechte Lust mehr hatte auf mich einzugehen. Er hat nur meine Blockaden gelöst, gesagt, dass ich hypermobil sei und ich meine Bänder veröden lassen solle. Oder Krankengymnastik machen. Aber das hab ich schon, das hilft nicht.
Aber hilft so eine Bänderverödung echt gegen die Ursache der Schmerzen? Und hab ich keine andere Wahl? Der Arzt sagte auch irgendwas davon, dass ich danach nicht mehr so beweglich bin. Äh, ich bin ganz froh, dass ich mich so bewegen kann. Das hat mich so manches mal vor Knochenbrüchen bewahrt.

Ich hab echt so langsam den Überblick verloren, was ich tun soll. Beziehungsweise, wie ich durchsetzen kann, was ich möchte, oder wie ich mich ordentlich beraten lassen kann.

Naja, danke jedenfalls für eure Antworen und dafür, dass ihr mir helft und Mut macht! Find ich echt toll!

Alles Liebe
MaryL
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Beitrag von Klaus »

Maryl hat geschrieben:Ich hab echt so langsam den Überblick verloren, was ich tun soll.
16.4.
Über diesen Dr. Hoffmann hab ich auch nachgedacht. Es ist einfach zu weit weg. (~400 km)
Sorry Maryl, wenn ich Dich jetzt mal mit folgendem zitiere:
Ich war zum Weltjugendtag in Australien
Gruss
Klaus
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Beitrag von MaryL »

Äh, entschuldige mal.
In Australien war ich mit einer Gruppe, das Geld dafür habe ich von einer sehr lieben Tante von mir bekommen. Und eine Reise nach Australien machen die Menschen mestens nur einmal im Leben.
Es ist wohl was ganz anderes, wenn ich einmal organistiert nach Australien fliege, oder ob ich mehr oder weniger regelmäßig selbst dafür sorgen muss, 400km zu fahren. Ich kann es mir nicht leisten, selbst wenn ich das Auto meiner Eltern bekäme (was ich nicht würde, weil die beide auch irgendwie zur Arbeit müssen) dürfte ich es nichtmal fahren.
Was hast du denn für eine Vorstellung vom Leben???
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Beitrag von Klaus »

MaryL hat geschrieben:Was hast du denn für eine Vorstellung vom Leben???
Das war meinerseits schon als Provokation zum Nachdenken über die Priorität der Gesundheit gemeint, allerdings mit einem Sorry als Eingang.

Wohlmöglich habe ich den Titel Deines Threads aber überschätzt, das tut mir leid und ich werde mich bezüglich konkreter Tipps zurückhalten, es ist ja auch schon alles gesagt.

Gruss
Klaus
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