MRT-Untersuchung und Metallklammern

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Lutz1

MRT-Untersuchung und Metallklammern

Beitrag von Lutz1 »

Hallo,

ich hatte 1978 eine OP nach Harrington. Die Stäbe sind damals ausgerisssen und wurden entfernt. Leider konnten 2 Metallklammern im Lendenbereich nicht entfernt werden.
Wegen einer Verstauchung im Hals/Brustwirbelbereich soll nun ein MRT gemacht werden, da ein CT keine Diagnostik ermöglichte.

Hat jemand Erfahrung damit? Der Radiologe meinte, das dürfte kein Problem sein, allerdings wurde mir auch gesagt, das durch das MRT die Metallklammern erwärmt würden und Vibrationen ausgesetzt seien.

Ich will natürlich vermeiden, das hier irgendetwas passieren könnte, da die Klammern mir eh schon Schmerzen bereiten. Klammern sind aus Stahl, kein Titan.

Wenn jemand schon mal in ähnlicher Situation war, würde ich mich über eine Antwort freuen.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Lutz,

ich kann dazu nichts sagen, aber wenn die MRT im Halsbereich gemacht wird, dürfte es den Klammern im Lendenbereich nichts ausmachen. Bei mir wurde vor einem halben Jahr auch eine Kernspin im Kopfbereich gemacht und ich durfte meine Fingerringe und meine Hose (mit Metallknopf und -Reißverschluss) anbehalten. Bis auf Vibrationen habe ich nichts gespürt. Bei der Kernspin bekommst du außerdem eine Klingel in die Hand gedrückt, so dass du den Vorgang sofort stoppen kannst, wenn Probleme auftreten.
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Kypho60
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Beitrag von Kypho60 »

Bei mir wurde kürzlich ein MRT nach Kahnbeinbruch an der Hand gemacht.
Da hab ich aber auch (schon lange) einen Metallsplitter drin.
Der Radiologe sagte, man müsse abbrechen, wenn das Metall heiß würde.
Während des MRT kriegte ich ein Zucken im Finger - evtl. vom Zusammenspiel des Magnetfeldes und dem Metallsplitter (->Induktion von Strom/Spannung-> Effekt wie bei TENS ?). Das war aber kein Grund zum Abbruch - Arzt hielt es für unbedenklich. Hatte nach MRT auch keine Nachwirkung.

Effekt von Metall bei Darstellung: bei mir wurden die Bilder durchs metall so beeinflusst (Bildartefakte), dass durchs MRT die Diagnose nicht gesichert werden konnte.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Kypho, das betrifft aber nur die Gegend um den Metallsplitter, dass dort keine Diagnose gestellt werden konnte, oder? Bei Lutz geht es um zwei verschiedene Körperregionen.
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Beitrag von katrin16 »

Hallo,
also da ich öfters mrt untersuchungen habe, und mein rücken voller metall ist kann ich dir jetzt meine "erfahrungen" mitteilen.
Bis jetzt war das noch nie ein problem und das das irgendwie angezogen wurde oder so war auch nicht. Das einzige was sein kann ist das es die bilder ein bisschen stört, aber bei mir jedenfalls hat es dann immer gereicht wenn sie kontrastmittel gegeben haben.
lg
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Beitrag von Silas »

Es kommt darauf an, um welches Material es sich bei dem Metall handelt, d.h. wie es um die Magnetisierbarkeit steht.

Bei gut magnetisierbaren Materialien kann einerseits eine Temperaturerhöhung durch die Wirbelstromverluste, die das rotierende Magnetfeld induziert entstehen, andererseits wird die Bildqualität negativ beeinträchtigt, da an "Gegenmagnetfeld" die saubere Ausrichtung der Protonen beeinträchtigt.

Falls von damals noch Unterlagen existieren, in denen die Materialien spezifiziert sind, kann ein guter Radiologe entscheiden, ob ein MRT möglich und sinnvoll ist.
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Beitrag von Kypho60 »

@Dalia
...betrifft aber nur die Gegend um den Metallsplitter, dass dort keine Diagnose gestellt werden konnte, oder?
Jetzt, wo Du's erwähnst, klingt es einleuchtend. Der Metallsplitter bei mir ist keine 10 cm von der untersuchten Region entfernt. Den anderen posts nach zu urteilen, dürfte es bei Lutz wohl unproblematisch sein.
Die beste Einschätzung kann vermutlich aber der Radiologe geben.
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Harrington-Stab und MRT

Beitrag von karyae »

Seit gestern habe ich meine eigenen Erfahrungen mit dem Themenbereich. Zuvor hatten die Praxen ein MRT immer abgelehnt, wegen meines Harrington-Stabes aus Vanadium-Chrom-Molybdän (Baujahr 1980).
Gestern wurde nun in der Oberlin-Klinik in Potsdam doch ein MRT gemacht. Die Ärzte in den Röntgen-Praxis waren aber auch unsicher (sie hatten noch kein Stab im MRT), ob a) sich das Metall erwärmt, b) ob der Stab sich ggf. etwas bewegt und c) ob die Artefakte zu groß sind und die ganze Untersuchung deswegen nicht zielführend ist.
Da hat mir natürlich eine große Unsicherheit vermittelt.
Aber weder a) noch b) noch c) sind eingetreten. Unterhalb des Stabes (geht bis L3) war offensichtlich noch ausreichend Bildgebung da. Leider konnte ich nichts genaueres erfahren, wie weit die Artefakte gehen.
Für alle, die sich mit ähnlichen Fragestellungen herumschlagen (wie ich zuvor mit längerem fruchtlosen Recherchieren) mag das ein wichtiger Hinweis sein.

Angelika
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