Total verunsichert- Korsett von OT Koppetsch das richtige?

Alles zur Korsett-Therapie für Jugendliche und Erwachsene bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Kyphose ...
netkitty
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Beitrag von netkitty »

Hi Wizard,
hört sich ja hochinteressant an, was du da schreibst, kannst du bezüglich der Methode und Wirkung etwas deutlicher werden.
Wer, Wo, Welche Erfolge etc.
Säbelrasseln ist nur dann gut, wenn es auch Beweise gibt.
Sorry, das ich so skeptisch bin, aber es gibt leider zu viele die glauben sie könnten es besser.
Grüsse
Nicole
[size=100][i]Ever tried. Ever failed.
No matter.
Try again. Fail again.
Fail better.[/i]
Samuel Becket[/size]
wizard

Beitrag von wizard »

hallo netkitty,
nach withe und punjabi (1976) wirken bei krümmungen über 50° seitliche drücke nur schlecht, in einem kräftediagramm wurde aufgezeigt, dass distraktion hier besser funktioniert. kleine oder kurzbogige krümmungen lassen sich eher durch seitliche drücke verbessern. eine gute mischung aus beiden ist natürlich die beste. wie gesagt keine neue erkenntnis. die interpretation machts aus. durch den veränderten korrekturansatz wird seitlicher druck der pelotten eher wenig von den patienten verspürt.merklich ist dagegen das aufdehnen der krümmungs innenseite.
bei guter umsetzung benötigt man maximal 1 cm polster um den durch die primärkorrektur verlorenen druck wieder zu produzieren und das bisher nicht alle paar wochen sondern einmalig. wie gesagt der erste effekt lisgt bei 50-100% aurichtung. das korsett bedeckt auch wesentlich weniger körperoberfläche als vergleichskorsetts. man ist dadurch weniger in seiner bewegung gestört und zum pers. befinden trägt es positiv bei. leider ist es aber nach wie vor aus kunststoff.
viel glück euch allen
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

wizard hat geschrieben:viele , um nicht zu behaupten die meisten korsetts drücken vor allem seitlich zur mitte des körpers mit unterschiedlicher richtung. effekt ist je nach bauart dann eine art quetschung die radiologisch oft sehr gut aussieht. was ist aber mit dem erscheinungsbild, dem aussehen vor und nach behandlung, bleiben die buckelchen oder werden sie gar schlechter. steht man dann noch mehr schief ? die so guten ergebnise werden ja immer nur radiologisch dokumentiert, also lets quetsch.
Das kann ich jetzt irgendwie nicht nachvollziehen, verstehe ich nicht.
Wieso sollte/könnte sich das optische Erscheinungsbild dadurch verschlechtern, Rippenbuckel bleiben bzw. schlechter werden und man schiefer stehen. Gerade WS nach Korsettbehandlung aber dafür äußerlich schiefer als zuvor, das habe ich bisher noch nie gesehen. :confused:
Nähere Erklärung erforderlich. ;)

Falls es Infos zu den bisher maximalen Ergebnissen der Derotation (sowohl im Korsett als auch nach Korsettabschlung) gibt, die würden mich zwecks Vergleich mit meinen eigenen Ergebnissen sehr interessieren.

Wie sieht denn das jetzt eigentlich aus Wizard, hast Du Dich für einen Benutzernamen entschieden? k.nahr bist Doch auch Du, oder?

Gruß,
BZebra
wizard

Beitrag von wizard »

hallo bzebra
du hast bestimmt schon gehört, dass eine begradigte ws nicht unbedingt auch komplett derotiert sein muss und selbst wenn, kann es oft vorkommen, dass die wirbelkörper in der ansicht von oben deformiert sind und es auch bleiben. das kann man postoperativ und postkonservativ sehr oft beobachten. wie gesagt die ws kann gleichzeitig sehr sehr grade aussehen. schief stehen kann man sicherlich auch nach erfolgreichen aufrichtungen. wenn du z.b. die beispiele auf rahmounis hp siehst, dann sind da gute erebnisse radiologisch zu sehen, aber auch das teilweise ein seitlicher überhang der ws besteht, was wenn man den menschen sehen würde schief stehend erscheint
viel glück.
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Derotationmsergebnisse?! Gradzahl nach Raimondi? Gibts da nix? Messungen, Untersuchungen?
Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo an Alle,

Juhu ich bin drin.Danke fürs Passwort, jetzt bin ich Mitglied.Hat gut geklappt.Danke Bzebra.
Habe mir die letzten Einträge angeschaut.Ist schon wieder was "Neues" auf dem Markt an "Guten Korsetts".Habe nur kein Wort verstanden.Auf was sollen wir Laien den noch achten?Woher soll man wissen ob jetzt Druck richtig und wichtig ist oder die Entdrehung der Wirbelsäule wichtiger ist.(Ausser Rahouni der weiß es ja am besten.)
Ich werde im nächsten Leben doch OT und sorge für die Nachkommen.
Vielleicht ein Tipp an den Schreiber.Wir sind zwar alle informiert und das mehr als Andere, "Dank dieses Forums",aber gebaut haben wir so ein Korsett noch nicht.Geht's vielleicht etwas veständlicher?Das wir das auch umsetzten können ,auch wenn ich blond bin!!!!

Gruseline
wizard

Beitrag von wizard »

hallo gruseline,
neue korsetts gibt es hoffentlich immer wieder. es wäre schrecklich für alle wenn sich da kein fortschritt zeigen würde. verwirren will ich niemanden, aufklären oder informieren aus der sicht des technikers ( vergleichsmöglichkeiten für alle die bereits techniker-erfahrung haben ), insiderwissen weitergeben. ich habe mir gerade wieder einige berichte hier durchgelesen, kann im bezug auf schlechte nachrede und abwerbung oder überrumpeltaktik meiner kollegen nur den kopf schütteln und dies sehr verurteilen. jetzt denken einige gleich der hat doch schlecht über rahmouni´s arbeit ..... habe ich nicht, ich gab nur cheneaus letzte mir gegenüber gemachte bemerkung diesbezüglich wieder. liegt allerdings schon eine weile zurück. reden ja nicht ständig über kollegen. ich weiß aber von den praktiken der sobernheimer und sage dazu nur: money, money, money...
das es eine art wettbewerb um das monopol gibt ist sehr arm.
bezüglich des procederes nach gestelltem befund, sollte der patient aufgeklärt werden und hat sicherlich die freie wahl eines zulieferers, technikers. auch wenn bereits leistungen erbracht wurden man kann jederzeit z.b. von sobi nach stutti wechseln . man muss sich nur enztsprechend gegnüber der kk rechtfertigen. tipps kann ich euch diesbezüglich geben.
neue korsetts funktionieren mit einer art selbstdosierbaren aufrichtemechanismus. will sagen, der patient kann dem druck der vom korsett kommt ausweichen um sich eine pause zu nehmen ( korrektur bleibt dabei erhalten, wird nur vorübergehend sozusagen umgelenkt und dabei etwas reduziert ). erfahrungsgemäß wird diese schonhaltung jeweils nur kurz genutzt. sie ist nur im seitlichen überhang möglich. macht sich der patient wieder gerade, funktioniert alles wieder voll. mit voll meine ich vollkorrektur durch wenig seitlichen druck. funktioniert sehr gut bei lumbalen, thorakolumbalen, thorakal leichten mit lumbal staken krümmungen und etwas verändert auch bei hohen biegungen.
werte die eine vollkorrektur im korsett erreichen können gehen bis ca. 30, 35°. grössere werte erreichen eine korrektur ab einem drittel bis zur hälfte des ausgangswertes, selten mehr.
ist sicherlich kompliziert oder. ?
angefertigt werden diese korsetts seit etwas über einem jahr, langzeitergebnisse daher noch mangelware. primäre korrekturerfolge reichlich. das soll wie gesagt keine werbung sein, eher information.
bis dann
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

wizard hat geschrieben:werte die eine vollkorrektur im korsett erreichen können gehen bis ca. 30, 35°. grössere werte erreichen eine korrektur ab einem drittel bis zur hälfte des ausgangswertes, selten mehr.
Hallo wizard,

vielen Dank für die Information.

Diesen Angaben kann man ja entnehmen, daß der Versorgung mit einem solchen (funktionellem) Korsett nach oben hin eine klare Grenze gesetzt ist, denn mehr als die Hälfte an Korrektur ist auf alle Fälle anzustreben, um langfistige Verbesseungen und sicheres Aufhalten von Progredienz zu erzielen.

Um mal die Primärkorrekturergebnisse unserer Rahmouni-Korsett versorgten Forumsuser wiederzugeben:

- schloesd's Tochter (26°, 12 Jahre): 100%
- Finomina (~25°, 1x Jahre): 100% (Überkorr.)
- Anchetcheprure (39°, 18 Jahre): ~100% (?)
- lisabeth's Tochter (l. 37°/ th. 39°, ~12 Jahre): 100% (Überkorr.) / 75%
- Sabi (27°, 19 Jahre): 75%
- Tulear's Tochter (59°, 11 Jahre): 70%
- BZebra (58°, damals 13 Jahre): 70% (nach Korsettabschulung 50%)
- Jenny Tina (52°, 28 Jahre): 65%
- Nova (l. 35° / th. 30°, ~14 Jahre (?)): 60% / 50%
- NettiAngel (l. 32°/ th. 37°, 16 Jahre): 80% / 40%
- sloopy (50°, 22 Jahre): 40%

to be continued by:

- Wirthl's Tochter (~12 Jahre, mittelstarke Skoliose)
- Daniela (16 Jahre, ~58°)
- Loewin16's Tochter (12 Jahre, 47°)
- NetKitty (~40°, 3x Jahre)
- Soj_83's Tochter (60°, 1x Jahre)
- Beate (47°, 33 Jahre)
- Gudi's Tochter (60-70°, 12 Jahre)

In der Regel liegt dort also (auch bei höheren Gradzahlen) die Korrektur bei über 50%, 40% war das bisher niedrigste.

Bei welcher Gradzhal würdest Du, wizard, also die Grenze setzen?
Nicht die maximale Grenze bei der es gerade noch möglich ist, mit "hängen und würgen" eine OP zu vermeiden, sondern die Grenze, um ein wirklich optimales Korrekturergebnis zu erzielen? Das ist ja letztendlich das Ziel.

Gruß,
BZebra
Zuletzt geändert von BZebra am Sa, 07.06.2003 - 02:19, insgesamt 2-mal geändert.
wizard

Beitrag von wizard »

hallo bzebra,
beeindruckende ergebnisse. danke auch für diese information. meine angaben waren primär erreichte werte, d. h. nach der ersten röntgenkontrolle . einige ergebnisse haben sich inzwischen weiter verbessert, falls noch keine 100% erzielt waren. bei anderen stehen weitere röntgenkontrollen noch aus, bzw. sind noch nicht geplant. das muß ja alles mit den ärzten vereinbart werden und wie ihr wisst sind nicht alle gut genug im bilde, selbst an kliniken mit unistatus.andere zeigten keine klinische veränderung, sodaß auf´s intervalröntgen verzichtet wurde. es dauert demnach etwas länger bis entsprechenes dokumentiert werden kann, aber ich bin dran. bei den schwierigeren skolioseformen, den doppelbogig thorakalen dauern korrekturen über 50% etwas länger .wie gesagt ist das korsett seit einem jahr in anwendung und funktioniert mit weniger druck, was sich auf die spontane akzeptanz positiv auswirkt. es soll aber genauso gut wirken wie
bereits etablierte die mehr drücken. die angaben waren daher eher zurückhaltend bessere ergebnisse müssen in einer bestmmten häufigkeit beobachtet werden, dann gebe ich auch höhere werte an, zurzeit aber noch nicht.
geröntgt wird üblicherweise erstmals nach 3 monaten im korsett, dann alle sechs monate. es gibt sicherlich auch ausnahmen bei denen früher bzw engmaschiger geröntgt wird.
grenze nach oben gibt es nicht, grösster skoliosewert war bisher eine doppelbogige thorakale krümmung mit über 100°. älteste patientin die ein aktives korsett erhalten hat 70 jahre alt.
eine op ist das letzte was man tun sollte, ich versuche allen wenns denn med. o.k. ist davon abzuraten. ich versorge auch postop und kenne das leid der jungen leute zu gut.
nochmal auf die ergebnisse der user, mich würde interssieren wo die scheitel ( welche wirbel ) der krümmungen lokalisiert sind und das in kombi mit der gradzahl. es macht für eine günstige prognosse sehr viel aus dies genau zu wissen. es gibt krümmungen die sich besser aufrichten lassen als andere. ich muß jetzt nochmal rahmouni´s hp einbringen, weil da ja einige beispiele zu sehen sind. leider gibts keine anderen. die beispiele dort sind die, die eher leicht zu korrigieren sind wenn man weiß was zu tun ist. will sagen lange bögen mit sehr vielen wirbelsegmenten
und geringer rotation. leider gibt es auch noch sehr viele andere formen. ich kenne auch keine resultate aus sobi oder von sonstwo.
eine grenze nach oben für das "neue" korsett sehe ich noch nicht, es wird schon besser werden, braucht eben noch ein paar resultate. aller anfang ist schwer. es funktioniert besser als die cheneaukorsetts die ich bis vor einem jahr fertigen musste. ärzte wollen ja auch was entscheiden, ihr versteht. es gibt gott sei dank auch doc´s die vertrauen in den ot haben.
bis dann
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

wizard hat geschrieben:meine angaben waren primär erreichte werte, d. h. nach der ersten Röntgenkontrolle .
einige ergebnisse haben sich inzwischen weiter verbessert, falls noch keine 100% erzielt waren. [...] geröntgt wird üblicherweise erstmals nach 3 monaten im korsett, dann alle sechs monate. es gibt sicherlich auch ausnahmen bei denen früher bzw engmaschiger geröntgt wird.
Bei Rahmouni sieht es in der Praxis so aus, daß nach durschnittlich 2 Wochen geröngt wird. Folgeröntgungen im Korsett gibt es meist nicht mehr, wobei jedoch durch Aufpolstern und neue Korsette mit der Zeit noch weitergehende Korrekturen erreicht werden, die aber zur Vermeidung von unnötiger Strahlenbelastung in den meisten Fällen nicht mehr dokumentiert werden.
So gibt es z.B. in meinem Fall einer sich über 10 Jahre (5 Jahre davon Nachtversorgung) erstreckenden Korsettbehandlung mit unzähligen Korsetten (ich werde demnächst mal nachzählen) nur ein einziges Röntgenbild im Korsett, und das wurde damals schon nach einer Stunde angefertigt.
wizard hat geschrieben:grenze nach oben gibt es nicht, grösster skoliosewert war bisher eine doppelbogige thorakale krümmung mit über 100°. älteste patientin die ein aktives korsett erhalten hat 70 jahre alt.
Eine Grenze nach oben MUSS es bei Jugendlichen aber schon geben.
Man kann nicht zugunsten von weniger Druck und besserer Akzeptanz eine Korrektur von unter 50% in Kauf nehmen und damit das Risiko weiterer Progredienz und auch Chance auf langfristige Verbesserungen verschenken, die er durch sein Wachstum noch hätte.
Für einen Jugendlichen sind mehrere Monate bis zum Erreichen der notwendigen Korrektur, die ihn allein vor einer Progrdienz bewahrt, zu lang. Man denke z.B. an Verschlechterungen wie diese hier (http://www.rahmouni.de/skoliose/progredienz.htm) von 27° auf 68° innerhalb von nur 7 Monaten, ganz zu schweigen von progredienten Skoliosen mit noch höheren Ausgangsgradzahlen als dieser hier.
wizard hat geschrieben: nochmal auf die ergebnisse der user, mich würde interssieren wo die scheitel ( welche wirbel ) der krümmungen lokalisiert sind und das in kombi mit der gradzahl. es macht für eine günstige prognosse sehr viel aus dies genau zu wissen. es gibt krümmungen die sich besser aufrichten lassen als andere.
Die kann ich leider nicht machen, denn diese Liste basiert auf den Angaben, die von unseren Usern im Laufe von Diskussionen hier gemacht wurden. Die wenigsten werden auch die Scheitelwinkel kennen.
Es ist jedoch keine Auswahl besonders guter Ergebnisse sondern würde eher einer Stichprobe entsprechen. Es sind ALLE (ohne Gewähr - wen ich vergessen habe, der kann sich ja noch melden ;)) aufgelistet, die ihre Werte hier im Forum angegeben haben.
wizard hat geschrieben:es funktioniert besser als die cheneaukorsetts die ich bis vor einem jahr fertigen musste. ärzte wollen ja auch was entscheiden, ihr versteht. es gibt gott sei dank auch doc´s die vertrauen in den ot haben.
Wie sieht denn ihre jetzige Zusammenarbeit mit Dr.Chêneau aus? Besteht sie noch? Wo liegen genau die Unterschiede der unter der Zusammenarbeit mit Dr.Chênau angefertigten Korsette und den jetzigen?

Lieben Gruß,
BZebra
Zuletzt geändert von BZebra am Sa, 07.06.2003 - 01:43, insgesamt 2-mal geändert.
wizard

Beitrag von wizard »

hallo bzebra,
das mit der grenze nach oben habe ich falsch verstanden, du sprichst von korrekturprognosse, ich dachte von versorgungsgrenzwert. korrekturergebnis am liebsten immer 100% oder mehr, völlig klar, wenns geht so schnell wie möglich. dieses zu erreichen ist das ziel egal welcher befund. schön wenns mit weniger seitlichem druck klappt, wenn nicht werde ich wieder drücken wie gehabt.
es gibt bereits einzelne resultate die höhere korrekturen zeigen, aber wie gesagt brauchts mehr davon um nachweislich bewerten zu können. der weg sieht aber gut aus.
das mit dem röntgen wird sicherlich auch hier besser, dazu brauchts aber auch die guten primärergebnisse, die nach möglichkeit 100% zeigen , dann kann man wie rahmouni arbeiten. keine frage. es braucht aber standards, ein team von mitarbeitern usw. rahmouni hat sicherlich die besten bedingungen, er ist sein eigener chef, er bestimmt wie und was getan wird. ich bin alleinkämpfer ohne personal und nur angestellter, in einem sehr zähen klinikbetrieb. dafür läufts aber recht gut, etwas langsamer möglicherweise als nötig. das mit der stahlenbelastung ist eh klar.
dr. cheneau treffe ich zu verschiedenen gelegenheiten 2 bis 3mal im jahr, zusammenarbeit würde ich das nicht nennen. wir tauschen uns aus bzw, ich berichte ihm. dr cheneau ist soweit ich infos habe regelmäßig in amberg bei dr engels, das ist zusammenarbeit.
bis dann
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Beitrag von BZebra »

Unter "Grenze nach oben" verstehe ich eine Ausgangsgradzahl, bis zu der man sich dieses funktionelle Korsett mit weniger Druck noch leisten kann. Eine Ausgangsgradzahl, bei der ein nicht geringerer Erfolg, als mit einem Rahmouni-Korsett möglich wäre, zu erwarten ist. Bei einem Jugendlichen ist der Erfolg ganz eng mit dem Zeitfaktor geknüpft.

Dr.Chêneau gibt für seine Derotationsorthesen eine maximale Krümmung von 45° an, bis zu der sie noch wirksam sind.
Bei Rahmouni liegt diese obere Grenze meines Wissens nach bei ca. 60°.

Solche Überlegungen zielen darauf hin ab herauszufinden, wo man mit welcher Gradzahl am besten aufgehoben ist. Optimierung!
Persönliche Abstriche zu Gunsten von Experimenten, die vielleicht mal der Allgemeinheit dienen, nimmt jeder ungerne in Kauf.

Gruß,
BZebra
Zuletzt geändert von BZebra am Sa, 07.06.2003 - 02:00, insgesamt 1-mal geändert.
wizard

Beitrag von wizard »

nachtrag,
war auf der progredienzseite, eigentlich keine schwere versorgung , es war halt ein pfuscher am werk. das beispiel zeigt aber eine skoliose die auch in einem korsett wie ich sie gerade baue 100% erzielt. ich werde bei gelegenheit die formen nennen die für alle korsettbauer bisher, kann sein auch für rahmouni schwierig waren. deine skoliose zählt ebenfalls zu den günstigen.mein angegebener wert um die 30 grad war zurückhaltend. sicherlich gehts auch bei 40 oder mehr, aber noch möchte ich das nicht wirklich als regel bestätigen.
zu den unterschieden zwischen dem klassischen cheneau und der form die du gesehen hast, nächstes mal mehr
bis dann
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Beitrag von BZebra »

wizard hat geschrieben:war auf der progredienzseite, eigentlich keine schwere versorgung , es war halt ein pfuscher am werk. das beispiel zeigt aber eine skoliose die auch in einem korsett wie ich sie gerade baue 100% erzielt.
In dem Fall war es wohl überhaupt keine Korsett-Behandlung, die zu dem Ergebnis geführt hat. Aber ähnliche, genauso starke Progredienzen sind ja auch mit Korsett-Versorgung bekannt.
wizard hat geschrieben:mein angegebener wert um die 30 grad war zurückhaltend. sicherlich gehts auch bei 40 oder mehr, aber noch möchte ich das nicht wirklich als regel bestätigen.
O.K. :)

Gruß,
BZebra
wizard

Beitrag von wizard »

ich bin gerade wieder dabei mich durch eure dialoge zu lesen. bin immer wieder überrascht was so an fehlinformation durch doc´s und ot gegeben werden.
zum verlauf des unteren korsettrandes kann ich folgendes sagen: im sitzen auf festem untergrund sollte der hintere rand ( das ist eine faustregel die man als ot bei der ausbildung lernt) ca. 2 fingerbreit über der sitzfläche enden. ca. 3 cm.. der vordere rand muß im sitzen eine beugung nach vorne auf 45° zulassen. bei asymmetrischen korsettform gilt das gleiche, nur das eben ein teil fehlt ( seitl. ).
zum schiefstehen von gruselines tochter, sage ich: bei lumbalen hauptkrümmungen existiert fast immer ein seitl. überhang. ein gutes korsett gleicht diesen komplett aus. es kann zudem auf die totale umfassung des beckens verzichtet werden, d.h. unterhalb des scheitels braucht es bei korrekter umsetzung keine abstützung am hüftgelenk. das korsett kippt dadurch auch nicht, keine sorge.
lumbale krümmungen sind in der regel die, die am wenigsten zunahmetendenz nach abtrainieren zeigen, bei einer korrektur primär durchs korsett sind super chancen gegeben das alles gut läuft.
100% sind bei dieser skoliose form ein absolutes muß. wenn der ot weniger kann, denke über einen wechsel nach.
der obere bogen ist meist nur einausgleichsschwung, der die ws zurück zur mitte führen möchte, was nicht immer klappt. man kann davon ausgehen, dass er nicht strukturell fixiert ist, also keine skoliotische krümmung. man müsste aber die bilder sehen um genaues zu sagen. ausserdem ist es durchaus möglich ein kürzeres, kosmetischeres korsett bei solcheinem befund zu ferigen.
mit der feierabendnummer hat sich der kollege schon disqualifiziert. ein absolut schreckliches verhalten, allein deshalb würde ich mich schon nach besserem bemühen. ich bin beinahe täglich bis 1900 uhr im dienst. ich weiss doch im voraus das minderjährige patienten ein elternteil als begleitung dabei haben müssen, sonst darf ich sie doch gar nicht behandeln, und das die nicht immer urlaub nehmen können ist klar.
werde jetzt weiter lesen und mich whrscheinlich weiter wundern.
bis bald
Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo Wizard.
Es wird immer informativer,was du schreibst.Ich finde es toll ,das du dir die Zeit nimmst neben deinem langen Arbeitstag,auch in Deiner Freizeit ,uns alle wissender zu machen.Es ist super spannend,zu sehen worauf geachtet werden muß.
Ich kann verstehen wenn du nicht sagen möchtest wo du und an welcher Klinik du arbeitest,aber vielleicht die Stadt?
Vielleicht bist du ja für viele aus unserer Region leichter zu erreichen als Stuttgart oder Sobernheim.
Würde mich gern auch mal ausserhalb des Forums mit dir unterhalten.
E-Mail Adresse findest du unter Gruseline.
Wir vermuten das unsere Tochter schon ein neues Korsett braucht weil sie größer geworden ist und zugenommen hat.Sie bekommt es unten nicht mehr zu.
Würde mich freuen
Gruseline
Gutes Holz wächst nicht einfach so.
Je stärker der Wind,desto stärker der Baum
wizard

Beitrag von wizard »

hallo gruseline,
eigentlich habe ich kein problem mit meiner identität, auch wenn es hier sehr kritisch zur sache geht. ich muß mich dem schon stellen, wenn ich an meine arbeit glaube. ich fand die pseudonymgeschichte als vorgabe und passe mich an.
bis bald
Guseline

Beitrag von Guseline »

Hallo Wizard
Ist schon klar mit dem Pseudonym.BZebra weißt da auch oft drauf hin ,das ein Pseudonym verwendet werden soll.

Aber aus welcher Stadt kommst du den jetzt?Geht auch ohne Arbeitsplatzangabe!!
Da du kein Mitglied bist (noch nicht)kann man ja keine Infos über dich abrufen.
LG
Gruseline
k.nahr
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Beitrag von k.nahr »

aus berlin.
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Beitrag von BZebra »

Guseline hat geschrieben:Ist schon klar mit dem Pseudonym.BZebra weißt da auch oft drauf hin ,das ein Pseudonym verwendet werden soll.
Als Patient ja, wenn man aber beruflich mit der Sache zu tun hat und sich sicher ist, daß man mit seiner Arbeit und sienen Argumenten überzeugen kann (was bisher ja garnicht schlecht aussieht, man muss halt seine Grenzen gut abstecken können und keinen Pfusch machen), dann kann das hier natürlich gute Werbung sein.

Dr Steffan tritt hier auch mit Namen auf, denn er möchte ja auch erkannt werden und hat durch seine Mitarbeit hier im Forum denke ich schon eine Menge mehr Patienten.

Gruß,
BZebra
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