maya hat geschrieben:Und diese Ärzte bei denen ich war, meinten das sich meine Skoliose pro Jahr ca. um 1° verschlechtern wird, und okay das ist jetzt zwar nicht viel aber in 10 Jahren dann schon, und dann wird es auch immer schwerer zu opperieren sein. Stimmt das denn überhaupt, dass es sich um so viel verschlechtert, ganz egal ob ich schon ausgewachsen bin..!? also meine Physiotherapeutin konnte es sich nicht vorstellen, aber da mir das ja die Ärzte gesagt haben, geh ich mal davon aus, das es stimmt..
Nein, das stimmt nicht. Die Ärzte lesen meist immer nur die Zusammenfassung von solchen Studien und geben dann den ersten Wert den sie da gefunden haben weiter. In Wirklichkeit müsste es lauten es "bis zu ca. 1 Grad pro Jahr" in einem Zeitraum von 40 Jahren nach Wachstumsabschluss. Die zugehörige Studie findest Du hier:
http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=1854
Die Grafik zeigt die Verschlechterung der einzelnen Patienten über durchschnittlich 40 Jahre (Du siehst, die einzelnen Werte sind auch sehr unterschiedlich, sehr individuell; ist Glücksache) UND es handelt sich dabei um unbehandelte Patienten. Es bliebe Dir immernoch die Möglichkeit zu Schrothen oder ein Nachtkorsett zu tragen um eine weitere Verschlechterung ganz aufzuhalten.
Und da sie auch meinten ich werde früher oder später schmerzen kriegen
Bisher hat man noch keinen Zusammenhang feststellen können, dass mit zunehmneder Gradzahl auch die Schmerzen zunehmen, zumindest nicht mehr, als sie im Laufe der Jahre bei Nicht-Skoliotikern auch zunehmen. Aber da die Operation an sich ja als Langzeitnebenwirkung AUCH Schmerzen verursacht, bleibt sich die Sache ja anfürsich gleich.
Präventive Operationen im Erwachsenenalter sind in der Regel nicht sinnvoll. Man läßt sich operieren, wenn aktuell Gründe dafür bestehen, z.B. starke Schmerzen oder psychische Probleme mit der Optik usw.
Selbst wenn man seine Skoliose im Erwachsenenalter nicht behadnelt, ist es nicht sicher, dass jemals Schmerzen aufgrund dessen auftreten. Man würde sich also nur gegen ein geringes Risiko absichern, mit einer Methode, die selbst erhebliche Risiken mit sich bringt.
Man tauscht nur eine Abnormität gegen eine andere aus. Wenn man also keine Schmerzen und keine Probleme mit der Optik hat ist so eine Operation nur Gewinnbringend für den Operateur.
Im Übrigen, wenn man mal die Entwicklung betrachtet, dannn werden die OP's mit zunehmendem Alter bei gleicher Gradzahl nicht schwerer, sondern leichter, weil nämlich die Medizin Fortschritte macht.
Eine OP vor 15 Jahren bei einem Jugendlichen nach der Harringtonmethode wäre eine schwerere und verlustreichere OP gewesen als beim selben Patienten mit der gleichen Gradzahl heute.