Hallo Marianne, da bin ich nochmal
ich will kurz auf deinen letzten Eintrag eingehen:
Woher wissen diese Ärzten denn, dass die eine OP nur 4 Stunden dauern wird und die andere 12 ? Ich denke, dass man das nie so genau sagen kann. Bei mir meinten sie ich solle mit 8 bis 10 Stunden rechnen, letztendlich haben sie aber "nur" 7 Stunden gebraucht!
Allein wegen dem Kosmetischen habe ich mich nicht oprieren lassen! Natürlich hat mich der große Buckel gestört, aber im Vordergrund stand mein körperliches und seelisches Empfinden. Allein der Gedanke daran irgendwann einmal total in mich zu verfallen und verdreht zu sein, hat mir angst gemacht und mir weh getan!
Bei der "Körperwelten"-Ausstellung in Frankfurt habe ich auch eine Wirbelsäule mit extremer Skoliose gesehen! Ich kann nicht sagen wieviel Grad das waren, aber allein der Anblick ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Nein, so wolte ich nun wirklich nicht enden!
Von den Ärzten habe ich mich da nie beeinflussen lassen... mit 14, haben sie mich das erste mal deutlich auf eine OP angesprochen gehabt!
Ich bin jetzt noch 18 und Schülerin. Die OP hatte ich den Sommerferien. Stationär war ich wie gesagt 16 Tage, aber zu Hause hat es dann nochmal 4 Wochen gedauert bis ich einigermaßen im Stande war mich für eine Stunde lang gut zu bewegen. Aber das ist bei jedem Operierten anders! Erst nach 3 Monaten war ich wieder so fitt, dass ich zu meinem Orthopäden nach Leonberg fahren konnte (das sind ca. 2 Stunden mit dem Auto.)
Um nochmal auf die Sache mit der Enfernung der Klinik zu kommen. Mir war das so ziemlich egal wo die Klinik liegt! Ich wär wahrscheinlich noch auf den Mond geflogen um in so gute Hände gerate zu können! Mein "Dorf" in dem ich wohne (ist an der Grenze zur Schweiz) liegt ganze 1100 Km von der Klinik entfernt! Das sind 10 Stunden mit dem Zug und ich weiß nicht wie lange man dann mit dem Auto fahren würde... zu Unterstützung hatte ich anfangs meinen Dad und später nur meine ältere Schwester dabei.
So doof es sich jetzt vielleicht anhören mag, aber so ein großer Eingriff verändert das Leben! Und da sollte man sich vorher genügend Zeit nehmen um darüber nachzudenken und keine übereilten Schlüsse ziehen!
Lass es dir doch einfach nochmal durch den Kopf gehen. Bist du wirklich bereit dazu? Glaubst du, dass du so viel Geduld und Kraft aufbringen kannst um das alles durchzustehen? Vertraust du den Ärzten in Kärnten? Oder willst du dir nicht doch noch die Meinungen von wirklich erfahrenen Operateuren einholen?
Letztendlich bleibt das ganz allein deine Entscheidung, wir können nichts anderes tun als dir Tipps und Vorschläge zu geben.
Ganz liebe Grüßle, Conny
P.S: @ Mausi: Hab dir damals gern geholfen und bin auch jetzt immer für dich da!!
@Emily: Wenn du damals insgesamt 8(!) Blutkonserven gebraucht hast, dann müsstest du ja fast dein komplettes Körperblut verloren haben?!
