Sollte man auf Kinder verzichten?

Alles zu Schwangerschaft und Geburt mit Skoliose oder einer anderen Wirbelsäulenverkrümmung
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sloopy
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Re: Soll man auf Kinder verzichten? - Das Recht ...

Beitrag von sloopy »

Peter Schmidl hat geschrieben:Die Vererbung einer bekannten Krankheit wie Skoliose, Aids und anderer ist in meinen Augen eine fahrlässige bis grob fahrlässige Körperverletzung, die gesetzmäßig bestraft gehört.
Guten Morgen Peter,

ist dein Leben für dich wirklich so wenig wert?
Wie kann man denn mit gesunden Menschenverstand Skoliose und Aids unter einen Hut kehren? Ich bin sprachlos...

Entsetzte, und zutiefst traurige Grüße,
sloopy
netkitty
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Beitrag von netkitty »

Peter Schmiedl hat geschrieben:Die Vererbung einer bekannten Krankheit wie Skoliose, Aids und anderer ist in meinen Augen eine fahrlässige bis grob fahrlässige Körperverletzung, die gesetzmäßig bestraft gehört.
Hallo Peter,
wie gut, das jeder diese Entscheidung für sich selbst trifft und auch vor sich selbst verantworten muß.
Skoliose ist außerdem in keiner Weise mit einer eindeutig unheilbaren und vorallem zwangsläufig TODBRINGENDEN Krankheit zu vergleichen.
Und jetzt tu uns den Gefallen und versuche nicht weiter uns ein schlechtes Gewissen einzureden.
Ich habe keine Lust mehr mir Vorwürfe machen zu lassen, daß ich evtl. verantwortungslos handeln würde, und das ich wie eine tickende Zeitbombe durch die Gegend laufe und Epidemieartig die Welt mit Skoliose infizieren könnte :angry:
So einen Quatsch habe ich ja noch nie gehört.
Ich bin jetzt echt sauer und deine Meinung ist für mich nicht nachzuvollziehen.
Uli hat geschrieben:Aber ihr könnt mir glauben, dass Schlimmste sind die Schuldgefühle, die einen erdrücken
Hi Uli, ich wünsch dir viel Kraft und mögen die Leute aufhören dir noch mehr Schuldgefühle einzureden, als du so schon hast.
Du bist mit deiner Tochter auf dem richtigen Weg und sie hat die allerbesten Chancen ihre Skoliose bestmöglich therapiert zu bekommen und das nicht zuletzt weil du aus eigener Erfahrung weißt wie.
Liebe Grüsse
Nicole
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anne
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Sollte man auf Kinder verzichten?

Beitrag von anne »

Hallo Peter,

um Deine Frage an mich zu beantworten:

Ich hatte eine Skoliose von 185° vor OP und jetzt immer noch 120°. Dass ich damit Höhen und Tiefen hatte, kann sicher jeder leicht nachvollziehen. Auch kommen nun langsam die Schwierigkeiten des Alters. So werde ich seit 1 Jahr nachts beatmet, weil mein Zwerchfell, wenn ich schlafe, seine Funktion einstellt und ich Atemstillstände hatte. Doch mit dem Beatmungsgerät ist das Problem gut gelöst und meine Lebensqualität ist wieder viel besser.
Deshalb: ich bleibe bei meiner Meinung: Skoliose ist kein Schicksal zum Verzweifeln! Man muss sich nur auf den Wegmachen, nach Lösungswegen zu suchen. Ich konnte bisher ganz gut damit leben, doch das ist natürlich auch ein Lern- und Reifungsprozess. Meine Skoliose wurde festgestellt als ich 5 Jahre war, damals (1958) waren die Behandlungsmöglichkeiten noch nicht so gut wie heute. Ich weiss auch nicht, was ich für ein Mensch geworden wäre, ohne Skoliose, ob glücklicher oder erfolgreicher als heute. Das ist auch müßig, darüber zu spekulieren. Ich bin aber mit meinem Leben sehr zufrieden. Ich habe einen netten Mann, ein tolles Kind, einen interessanten Beruf und einen sehr netten und zuverlässigen Freundeskreis, vielleicht auch gerade wegen meiner Skoliose, dennn ich konnte sehr schnell die Spreu vom Weizen trennen und weiss auch, dass mein Mann meine inneren Werte schätzt und liebt und nicht meine tolle Figur, so dass ich eventuell mal Angst haben müsste, im Alter nicht mehr attraktiv genug für ihn zu sein. Ein Problem, das oberflächliche Menschen mit sich rumtragen und das sie unglücklich macht.

Erst hat mich Deine Meinung entsetzt, aber inzwischen tust Du mir nur noch Leid, denn Du hast offensichtlich Deine Skoliose mit allem Drum und Dran noch immer nicht in Dein Leben integriert. Ich respektiere aber Deine Einstellung, kein Kind in die Welt zu setzen, denn als Eltern sollten wir unseren Kindern immer auch Optimismus mitgeben und keine Verzweiflung.

In jedem Leben gibt es Krisen, ob Krankheit, Trennung oder anderes. Das war seit Generationen so und hat die Menschen dazu gebracht, daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Sie führen zu Reifung und Stärke. Nicht umsonst haben gerade die Kinder später mal in ihrem Leben Probleme, denen man immer alles aus dem Weg geräumt hat, die nie mal etwas wirklich selbst bewältigen mussten. Ich habe meinem Sohn, wenn es mal schwierig wurde, immer vermittelt, dass es Dinge im Leben gibt, da muss man eben durch! Es kostet nur unnötige Energie über etwas zu jammern, was sich nicht ändern lässt. Was sich aber ändern lässt, das muss man angehen und die für sich bestmögliche Lösung suchen.

Ich wünsche dir, dass du dein Leben etwas positiver sehen kannst und glücklich wirst!
Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt,
der andere packt sie kräftig an und handelt (Dante)
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BZebra
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Re: Soll man auf Kinder verzichten? - Das Recht ...

Beitrag von BZebra »

Peter Schmidl hat geschrieben:Die Vererbung einer bekannten Krankheit wie Skoliose, Aids und anderer ist in meinen Augen eine fahrlässige bis grob fahrlässige Körperverletzung, die gesetzmäßig bestraft gehört.
Lieber Peter,

diese Äußerung grenzt wirklich schon hart an Faschismus oder ist es vielleicht auch schon. So etwas ist in diesem Forum und auch sonst nirgendwo akzeptabel. Bitte lass das.

BZebra
peter 1
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Re an BZebra - Soll man auf Kinder verzichten?

Beitrag von peter 1 »

Hallo BZebra,
ohne mein Zitat aus dem Grundgesetz verfälschst Du in unzulässiger Weise meine Gesamtaussage! Die Diskussion hier bezieht sich auf die Vorentscheidung für oder gegen die Zeugung eines Kindes und die logische Folgerung daraus. Das im Voraus zu bedenken, ist sachlich und ethisch notwendig.
Du scheinst ein eigenartiges Verständnis von Faschismus zu haben! Du solltest Deine Kenntnisse darüber verbessern und Deine Emotionen in diesem Zusammenhang im Zaum halten, insbesondere hier im Forum.
Gruß, Peter.
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Lieber Peter,

wenn ich Aussagen wie die in deinem letzten Posting lese, fällt es mir absolut schwer, meine Emotionen im Zaum zu halten. Skoliose mit Aids gleichzustellen ist einfach in einem solchen Forum, indem man sich gegenseitig helfen will, nicht angebracht! Tut mir leid, aber da kann ich BZebras Bitte an dich, solche Aussagen in Zukunft zu unterlassen, nur unterstützen.

Ich frage mich ernsthaft, was du mit den Beiträgen in diesem Thema erreichen willst? Dass wir uns alle für nicht lebenswert halten? Nein danke! Beantworte doch mal bitte die an dich gestellten Fragen von verschiedenen Usern, es würde mich wirklich interessieren, wie du zu deiner Einstellung kommst.

Liebe Grüße, sloopy
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Beitrag von Sandrinchen »

Hallihallo,

möchte mich als "vererbte Skoliose" auch mal in die Diskussion einschalten. Mein Vater hatte in seiner Kindheit Probleme mit dem Rücken(ob Skoliose wissen wir nicht genau, zumindest musste er in einem Gipsbett schlafen). Damals ( so um 1950) wurden diese Probleme noch auf Vitaminmangel zurückgeführt. Mütterlicherseits hat meine Oma eine leichte Skoliose, das haben wir aber auch erst vor ein paar Jahren erfahren. Ich könnte die Skoliose also von beiden Seiten geerbt haben.

Ich würde mir aber nie, wirklich niemals wünschen ich wäre wegen der Skoliose nicht geboren worden, genauso würde ich nie auch nur auf die Idee kommen meinen Eltern einen Vorwurf zu machen, dass ich geboren wurde (selbst wenn sie sich mit der Krankheit ausgekannt hätten). Peter, ich finde du dramatisierst das Thema Skoliose viel zu sehr, ich würde mich zumindest nie als behindert beschreiben.

Natürlich gibt es viele sehr starke Skoliosen, die in den 70-oder80er Jahren (oder noch eher) festgestellt, aber nicht richtig therapiert wurden und sich nun jenseits der 100° Marke befinden. Heutezutage sieht das aber doch ganz anders aus, jeder kann sich bei der Diagnose Skoliose doch sofort nach geeigneten Therapiemöglichkeiten informieren, beispielsweise im Internet oder bei den Selbsthilfegruppen. Man weiß doch gerade wenn man selbst Skoliose hat am besten wo man sich erkundigen muss, wo es die besten Therapien gibt, die besten Korsetts usw. Eine idiopathische Skoliose, die sofort therapiert wird, ist doch sehr gut zu behandeln. Und selbst wenn eine OP ansteht ist das doch nun auch nicht sooo schlimm. Klar sind die ersten Tage danach erst nicht so toll, aber eine richtige Behinderung ist meiner Meinung nach etwas anderes.

Liebe Grüße,
Sandra
netkitty
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Beitrag von netkitty »

Peter Schmiedl hat geschrieben:Die Diskussion hier bezieht sich auf die Vorentscheidung für oder gegen die Zeugung eines Kindes und die logische Folgerung daraus. Das im Voraus zu bedenken, ist sachlich und ethisch notwendig
Die Zeugung jedes Kindes solllte im Vorraus bedacht werden und jedes Kind hat ein Recht darauf erwünscht zu sein.
Die ethische und moralische Notwendigkeit sich darüber im Voraus Gedanken zu machen steht hier aber inzwischen garnicht mehr zur Diskussion, alles worüber hier geschrieben wird ist nicht der gut gemeinte Rat sich Gedanken zu machen (das ist ja wohl so oder so klar), sondern der Vorwurf verantwortungslos zu handeln oder gehandelt zu haben.
Bevor das jetzt weiter eskalliert sollten wir dieses Thema beenden mit der Feststellung, das wir uns hier nicht gegenseitig überzeugen können.

Jeder entscheidet im Zweifel eh ohne das Forum vorher um Erlaubnis zu fragen......und das ist auch gut so!
Grüsse
Nicole
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peter 1
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Soll man auf Kinder verzichten?

Beitrag von peter 1 »

Hallo an "anne" und alle anderen an dieser Diskussion Beteiligten!

Das hier wieder aufgegriffene Thema "Soll man auf Kinder verzichten?" ist eine ethische Reflektion vor der Entscheidung für oder gegen eine Kinderzeugung. Es ist eine sehr viel andere Überlegung anzustellen, wie man mit einer vorhandenen Skoliose umgeht. - "anne" Dein Beitrag von 9:40 Uhr bezieht sich hauptsächlich auf die zweite Situation und der Argumentation will ich nicht widersprechen.

Ich will hier mit meinen Beiträgen die Sichtweise aus der Perspektive der betroffenen Kinder aufzeigen, die vorher in der Disdkussion nicht angesprochen worden ist. Ich will darauf aufmerksam machen, dass auch dies eine berechtigte Sichtweise ist und berücksichtigt werden muss. Ich will denen meine Stimme leihen, die aus eigenem leidvollen Erleben wegen des Vererbungsrisikos gegen eine unbekümmerte Befürwortung einer Schwangerschaft sind, aber sich nicht in diese Diskussion einklinken wollen. Ich stehe mit vollem Namen und voller Adresse zu meinen Beiträgen, während sich andere hinter Pseudonymen verstecken.

Ich bin mir klar darüber, dass mein Hinweis auf das Grundgesetz und der Folgerung daraus eine Provokation für die Schwangerschaftsbefürworter ist. Ich verstehe die hohe Emotionsgeladenheit der Antworten der unmittelbar involvierten Schwangerschaftsbefürworter, aber gerade deswegen will ich Gegenargumente dazu einbringen. Sie sollen sich nicht nur mit ihren Mutterschaftsbelangen auseindersetzen, sondern auch mit den Belangen der Kinder, die Skoliose möglicherweise vererbt bekommen und nicht nach ihrer Zustimmung gefragt werden können.

Soweit ein weiterer Schritt in dieser Diskussion.
Gruß, Peter.
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BZebra
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Re: Soll man auf Kinder verzichten?

Beitrag von BZebra »

Peter Schmidl hat geschrieben:Ich stehe mit vollem Namen und voller Adresse zu meinen Beiträgen, während sich andere hinter Pseudonymen verstecken.
Peter, es wird nicht gerne gesehen, wenn hier Patienten unter ihrem eigenen Namen schreiben, und dabei medizinische Details in aller Öffentlichkeit preis geben, die normalerweise unter den Datenschutz fallen würden.

Es ist zwar jedem, auch Dir, selbst überlassen, dies trotzdem tun, entspricht aber nicht dem Standard dieses Forums und ist KEIN Vorbild für andere.

Siehe Forumsregeln
Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Hallo
Ich weiss garnicht warum wir uns auf solch eine Diskusion einlassen.Aber ich bin so wütend.
Peter Schmidl macht sich zum Sprachrohr der Kinder.Kannst du doch garnicht ,bist ja keins von diesen Kindern.Sprich doch über Dich!!!!
Ich habe mit 37 Jahren meine Tochter bekommen,nicht geplant,doch sehr erwünscht und herzlichst willkommen.Ich habe aufgrund meines Alters eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen.Das Risiko einen behinderten kleinen Menschen zur Welt zu bringen,war ja Aufgrund meines Alters gegeben.Aber nach der Untersuchung kam die Erkenntnis ,das diese Untersuchung für die Katz gewesen ist.Ich hätte das Kind so oder so bekommen.Oder hätte ich es, "wenn behindert "im 5 Monat (da lag das Ergebenis vor) zur Welt bringen und sterben lassen sollen?Ja und heut hat sie eine Skoliose und ein Korsett.Und es ist nicht mehr so einfach ,wie vorher.Aber das Gymansium ist auch nicht mehr so einfach wie die Grundschule.Soll ich sie jetzt runternehmen?
Einer meiner Brüder ist Contergan behindert.Glaubst du das meine Mutter ihn nicht bekommen hätte wenn sie die Ausmasse vorher gewußt hätte.?Bestimmt nicht,sie hätte sich immer wieder für dieses Kind entschieden.
Ich habe mir als Kind immer lange Arme für meinen Bruder gewünscht und hatte sogar ein schlechtes Gewissen,das meine ok waren.Vor ein paar Jahren (er ist jetzt 42 jahre verheiratet 3 Kinder,Nachlassverwalter)
habe ich mit ihm darüber gesprochen.Er war entsetzt und betroffen.Er hat mir gesagt, das er mit langen Armen garnichts anfangen könnte ,weil er ja die kurzen gewöhnt ist.Und er ist ein liebevoller Ehemann und guter Vater für seine Kinder.Die kein Problem mit seiner Behinderung haben.
.
Viele Menschen "müssen "entscheiden ob es für sie ok ist ,ein Kind zu bekommen.Aber aus anderen Gründen
Passt es finanziell ,kann ich meinen Lebensstandard halten und wie bisher 5 mal im Jahr in Urlaub fahren und und und.
Meine beste Freundin ist mit offenen Rücken ,vor 54 Jahren geboren worden und hat drei kerngesunde Kinder und 4 kerngesunde Enkelkinder.
Damals hat man ihr eine Lebenserwartung von 10 Jahren gegeben.Sie lebt immer noch und das im Kreise ihrer Familie und Freunde sehr glücklich.
Also deiner Meinung nach sollten alle vorher überlegen ,ob es Krebs Diabetis ,Herz-Kreislauferkrankungen,Skoliosen ,Scheuermann in der Familie gibt?
Dann wäre unsere gesamte Familie nicht am Leben.
Ich finde man kann und darf so ein Thema eigentlich garnicht diskutieren.Es ist Menschenverachtend.Und das hatten wir schon mal vor
doch schon mal vor 60 Jahren oder?
Was willst du Peter hier damit erreichen?
Das wir uns alle schuldig fühlen?Das wird nicht klappen ,die Leute sind nur sauer auf dich und deine Einstellung.
Wofür sollen wir uns anklagen.Wir haben Leben geschenkt und das ist Gott gewollt.
Hast du Deine Frau, Deine Freunde ,Deine Familie vorher durch eineDNA Analyse geschickt?Damit du mit der event.Verantwortung für einen kranken oder behinderten Menschen nicht konfrontiert wirst?
Mann kann nicht allem Kummer aus dem Weg gehen und Schicksal spielen
Was ich nicht weis ,hast du selbst eine Skoliose?
Liebt Dich keiner so wie Du bist?
oder sagt jemand ,vielleicht ausser dir selber ,es wäre besser wenn Du nicht geboren wärst?Das wäre dann wirklich sehr traurig für Dich.
Man kann die Dinge auch von einer anderen Seite sehen.
Wenn es zum Beispiel keine Skoliose gäbe,hätte ich nicht diese vielen netten Menschen kennen gelernt und tolle Gespräche geführt.Ich habe viel Verständnis , Gefühl und gegenseitige Verantwortung gespürt.Und ich möchte nichts davon missen.Du hast den Sinn dieses Forums und des Lebens nicht kapiert.

Jetzt geht es mir besser
Gruseline
Gutes Holz wächst nicht einfach so.
Je stärker der Wind,desto stärker der Baum
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Beitrag von netkitty »

Ich denke dem ist wohl nichts mehr hizuzufügen.
:respekt: und danke Gruseline!!
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Beitrag von sloopy »

Liebe Gruseline,

auch ich danke dir für diesen tollen Beitrag und werde damit das Thema abschliessen!

Gruß, sloopy


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