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BeitragVerfasst: Mi, 13.06.2018 - 17:20 
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Registriert: So, 01.04.2012 - 22:02
Beiträge: 228
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Diagnose: Leichte Skoliose (<10°)
Leichte Kyphose (~54°)
Fehlhaltung durch Sehschwäche
Schmerzen im Lendenbereich
Schmerzen Schulter-Halsbereich
Therapie: KG + Heimübungen,
1) Rahmouni-Korsett 22.10.2013 (ohne Reklimation)
2) Rahmouni-Korsett 07.05.2018 (mit Reklimation)
Reha Bad Sobernheim Februar 2015
In Anlehnung an den Thread "Nachfolge Dr. Hoffmann" geht es darum, dass Frau Dr. von Richthofen sich eher für Spiraldynamik, anstatt Schroth ausspricht.

Mal abgesehen davon, dass in den beiden hier oft genannten Fachkliniken für Skoliose / Kyphose und andere Wirbelsäulengeschichten Bad Sobernheim und Bad Salzungen seit Jahrzehnten ausschließlich und auch erfolgreich nach Schroth therapiert und gelehrt wird würde mich mal interessieren, worin überhaupt die Unterschiede der beiden Therapie- und Trainingsformen besteht.


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BeitragVerfasst: Mi, 13.06.2018 - 21:59 
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Beiträge: 100
Geschlecht: weiblich
Hallo Shulk,

ich habe Schroth im Rahmen meiner Reha im Januar 2016 in Bad Sobernheim gelernt und neben ambulanter KG nochmal eine Auffrischungswoche in Bad Salzungen im Januar 2018 wiederholt. Das war mit 48 - 6 Monate nach der Diagnose.
Im Mai 2017 habe ich einen 3-Tages-Kurs Spiraldynamik in der Schweiz gemacht (war die totale Enttäuschung) und seit September 2017 ambulant in München real gelernt.

Schroth versucht durch mehr oder weniger statische Übungen gezielt einzelne Muskeln zu kräftigen, die zu schwach sind.
Dadurch soll im Alltag der Körper wieder in die richtigere Position gezogen werden.
Als Vorgabe für außerhalb der Übungen gibt es die sogenannte "bewusste Alltagshaltung", die für mich im wesentlichen heißt, man soll sich nicht in seine Krümmung fallen lassen.
Spiraldynamik - so wie ich sie jetzt gelernt habe - versucht Bewegungen zu optimieren. Wenn man z.B. normal geht, dann verdreht man Becken und Schulterbereich gegeneinander. Dadurch wird die Wirbelsäule mit verdreht und so stabiler als ohne (wie wenn Du ein Handtuch auswringst dann ist es auch stabiler als unverdreht).
Bei mir ist die Verdrehung in der Schulter in eine Richtung fast gar nicht vorhanden. Auch im Becken ist die Bewegung verändert. Ich mache Übungen, um diese Bewegung zu lernen. Dies wird dann beim gehen und z.B. Treppen steigen in den Alltag mit übernommen. Es soll dann auch die verkürzte Seite während der Bewegung ein Stück gedehnt werden. Diese Seite wird bei Schroth gar nicht bearbeitet. Ich weiß allerdings nicht, ob alle Therapeuten so arbeiten - aus dem Schweizer Kurs habe ich nicht viel wieder gefunden.

Ich merke an mir kaum Auswirkungen von Schroth - maximal dass ich die gekräftigte Muskulatur im Spiegel etwas sehe, wo vorher wenig war. Auf die Krümmung und die Verdrehung merke ich keinen Einfluss. Ich mache es mehr für das gute Gewissen. Bei mir hat sich die Verdrehung von 20 Grad erst im Alter über 35 gebildet und blieb leider lange unentdeckt. Jetzt habe ich halt Schiss, dass es ohne Schroth noch mehr werden könnte.
Durch die Spiraldynamik ist das Taubheitsgefühl, das ich in einem Zeh hatte, verschwunden. Also muss ein Nerv irgendwo mehr Platz bekommen haben. Das Konzept zu sagen, man übt, um sich im Alltag besser zu bewegen, sagt mir ziemlich zu.

Beide Übungsvarianten sind hinreichend komplex und es dauert, bis man sie einigermaßen intus hat.
Meine Lösung ist, beides zu kombinieren.

Willst Du noch was genauer wissen? Dann versuche ich es zu beschreiben.

VG, Kuddelmuddel


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BeitragVerfasst: Do, 14.06.2018 - 12:39 
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Nach den bisherigen Berichten ist das wohl eher eine Therapie bei Skoliose (nicht Hyperkyphose/Hyperlordose) und (wie kuddelmuddel auch bevorzugt), in Kombination mit Schroth auch von anderen Usern beschrieben worden. Wobei der Anteil von Spiraldynamik immer klein war.

Zum Unterschied muss man nach meiner Ansicht auch den ganz wichtigen Faktor "Intensiv-REHA" mit Therapie und Umfeld zählen, der bei Spiraldynamik nicht vorkommt. Von der wirtschaftlichen Komponente mal ganz abgesehen.

Gruß
Klaus


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