Hallo Ayline,
ich kann dich sooo gut verstehen, mir ging es genauso. Bin heute immer noch wütend, aber man kann die Zeit leider nicht zurückdrehen. Man muss versuchen, das Beste daraus zu machen.
Bei mir hieß es auch immer, die Verschlechterung sei in der Messfehlertoleranz. War es auch immer, aber im Vergleich zur Ausgangsgradzahl eben nicht. Mein Orthopäde hat mich sogar nach Bad Salzungen zu Dr. Steffan überwiesen, aber auch da hab ich nur das mit der Messfehlertoleranz zu hören bekommen (und dass ich einfach mehr Schrothen soll). Erst später hat er mich dann in die Uniklinik überwiesen, wo ich dann nachdem ich die empfohlen OP!! abgelehnt habe, mein erstes Korsett bekam. Nach einem Jahr wechselte ich dann zu Dr. Hoffmann/Rahmouni, auf die ich durch Bekannte aufmerksam wurde.
Heute weiß ich einfach, dass man sich bei Skoliose sehr viel Eigenwissen aneignen muss, um immer wieder zu hinterfragen. Außerdem gehört eine Skoliose von Anfang an in die Hände eines wirklichen Spezialisten. Nur dann hat man eine Chance, wenn man eine progrediente Skoliose hat.
Du solltest dich auf jeden Fall mit dem Gedanken an ein Korsett anfreunden. Es ist noch nicht zu spät. Wenn du dich so stark verschlechtert hast, dann bist du bestimmt noch sehr gut beweglich und es lässt sich noch viel richten. Aber - und auch das habe ich gelernt/lernen müssen - es kann schon ein Erfolg sein, wenn sich die Verkrümmung nicht noch weiter verschlechtert.
Wenn du magst, kannst du gerne mal meinen Thread lesen (Achtung lang!

):
http://skoliose-info-forum.de/viewtopic ... 27&t=12339
Er steht, wie der o.g. Link von mir im nicht-öffentlichen Erfahrungsaustauch. Du hast ab 5 Beiträgen die Berechtigung dazu, darin zu lesen und zu schreiben.
