das ist zum Teil schon richtig. Der Radiologe könnte theoretisch erkennen, dass etwas nicht stimmt. Allerdings ist der Fachmann für WS-Veränderungen eigentlich der Orthopäde. Das heisst, dass auf jeden Fall er dies erkennen sollte.Mr. Skolio hat geschrieben:Was mich wundert, ist, dass die Diagnose ja eigentlich der Radiologe erstellt, wenn ich mich nicht irre. Eigentlich müsste also der das Problem erkennen, nicht?
Dass das im echten Leben nicht immer der Fall ist, ist leider so wahr wie traurig.
Das kommt immer auf die VErlaufsform an. In der Tat müssen sehr viele Erwachsene ihre Übungen ihr Leben lang machen. Aber es gibt auch Fälle, bei denen der Verlauf so verlangsamt werden konnte, dass sich das Übungspensum starkt reduziert hat.Mr. Skolio hat geschrieben:Und: Übungen werde ich als Erwachsener ja mein ganzes Leben machen müssen, nicht? Egal ob Korsett, Übungen nach Schroth oder eine andere Therapie, es ist nicht wie beim Kind, da kann man wirklich noch präventiv arbeiten, nicht aber beim Erwachsenen, ja? Es würde sich immer wieder zurückbilden?!
Auch hier ist eine pauschale Aussage nicht möglich.
Bei der idiopathischen Skoliose ist die Ursache unbekannt (idiopathisch bedeutet: Ursache unbekannt). Also kann man hier auch nicht sagen, ob es die Muskeln oder die Wirbel sind, die die Fehlstellung bewirken. Wenn man die Ursache (endlich) finden könnte, wären wir bei der Therapie gleich mehrere Schritte auf einmal weiter.Mr. Skolio hat geschrieben:Ist denn jetzt z.B. eine Skoliose eine Fehlstellung/Fehlentwicklung der Wirbel oder der Muskeln, die die Wirbel in eine Richtung ziehen? DAS ist ja auch sehr interessant für mich zu wissen!
Somit ist die Ursache nicht nur für Dich, sondern auch für alle Therapeuten und Ärzte, die sich mit Skoliose/Hyperkyphose befassen extrem interessant.
Gruß,
Alex



