ich bin durch eine Google-Suche durch Zufall auf dieses Forum hier gestoßen. Ich habe auch schon 2 Stunden gestöbert aber bin nicht wirklich schlauer
Ich möchte mich euch erstmal (mit meiner Geschichte) vorstellen:
Mein Name ist Alexandra, bin fast 31 Jahre alt, habe 2 Söhne im Alter von 7 und 5 Jahren und arbeite als Verwaltungsfachangestellte mit einer WAZ von 30 Std.
Im Alter von 8 Jahren trug es sich zu, dass mir ständig alle Menschen sagten ich solle gerade stehen. Ich wusste überhaupt nicht was los war (in dem Alter betrachtete ich mich nicht von hinten oder seitlich im Spiegel). Als ich 9 Jahre alt war besuchte meine Großmutter mit mir ihren Orthopäden. Dieser fertigte Bilder meiner Wirbelsäule und stellte die Diagnose "Morbus Scheuermann". Damit wurden wir dann in die Orthopädie der Uniklinik verwiesen.
Dort wurde dann via Gipsabdruck ein Korsett gefertigt. Dieses war komplett aus Kunststoff, ging vom Allerwertesten bis direkt unter die Brust und wurde beidseitig mit Klettverschlüssen zugeschnürt. Dieses Teil durfte ich dann Tag und Nacht, bis ich 16 Jahre alt war tragen. Neben ständigen Hautpilzerkrankungen und Blutergüssen an den Oberschenkeln hat das Teil NICHTS verändert. Im Gegenteil, die Brustwirbelsäule wurde noch krummer und versteifte sich. Bei der Abschlussuntersuchung bekam ich dann zu hören: "Tut mir Leid, aber mehr können wir nicht tun"
So ging ich heim und sah nie wieder Physiotherapeuten oder Orthopäden. Ich wurde erwachsen und lernte mit meiner "Quasimodo-Optik" zu leben und umzugehen. Ich bekam meine Söhne und hatte nie Probleme. Rückenschmerzen kenn ich gar nicht.
Vor einem Jahr hatte ich arge Probleme mit meinem rechten Knie. Das MRT zeigte das der Knorpel ungleichmäßig abnutzt und wuchert. -Ursache unbekannt- kam vom Arzt...
Vor ein paar Monaten hatte ich dann beim Katzenklo reinigen einen s.g. Hexenschuss - also habe mir den Ischias eingeklemmt. Ich konnte mein Becken nicht gerade stellen, es war als blockiere da was und bekam durch das Schrägstehen tierische Schmerzen am rechten Schulterblatt (Buckel). Diese brannten wie tausend Nadelstiche. Nach einer Woche Diclophenac-Spritzen vom Hausarzt und keiner Besserung ging ich dann nach fast 15 Jahren zu einem Orthopäden und klagte ihm mein Leid.
Ich erzählte ihm von meiner Vorgeschichte und dass ich Angst hätte, dass was mit den Bandscheiben sein könnte. Er sah mich verdutzt an und bat mich, mich auf die Liege zu legen. Er bog und zerrte an meinen Beinen und stellte fest, dass er das rechte angewinkelte Bein nicht nach Innen drücken konnte.
Daraufhin sagte er, dass es auf keinen Fall die Bandscheiben seien und bat mich zum Röntgen, wo er dann meine Wirbelsäule aufnahm. Zusätzlich machte er ein Ultraschall meiner Hüfte.
Ergebnis: Nix mit M. Scheuermann - neue Diagnose: Kyphoskoliose und Hüftdisplasie (Ursache für mein kaputtes Knie)- Wunderbar! Soll ich jetzt lachen oder weinen?
Die Kyphose befindet sich teils in der HWS und zieht sich über die BWS hinaus - 72° - wurden gemessen. Die Skoliose spielt teilweise in die Kyphose der BWS ein, hauptsächlich liegt sie in der LWS - leichte S-Biegung nach links, daher ist meine Hüfte kanpp 2 cm verschoben. Die Skoloiose wurde damals beim M.Scheuermann als Hohlkreuz abgeschrieben.
Wie auch immer... Durch den Hexenschuss hatte ich eine Wirbelblockade in der LWS die den rechten Gelenkhänger der Hüfte festgesetzt hatte. Nach einer Woche "Hüftwackelübungen", Massagen und Wärme ist das wieder gut.
Nun habe ich mal wieder nach Bildern zu M.Scheuermann und Kyphoskoliose gegoogelt aber momentan bin ich total verwirrt. Ich traue keinem Arzt mehr! Seht euch mal die Bilder an, möchte gern wissen was ihr davon haltet.
Bei der Physio haben wir nun bemerkt, dass meine Kyphose nicht ganz steif ist! bis auf zwei Wirbel genau in der Mitte kann man da Biegen^^ Ich selbst bekomme die BWS dort nicht aus eigener Kraft bewegt aber die Physiotherapeutin!
Nun bin ich guter Hoffnung den "Buckel" vielleicht doch zu verkleinern und Haltung zu kriegen. Die Ärzte sagten mir, dass ein Korsett nichts mehr bringen würde, im Netz habe ich gelesen, dass sehr wohl auch Erwachsenen so therapiert werden können.
Weiterhin liest man überall von der Schroth-Therapie". Was ist das genau und kann man die tatsächlich nur auf Kuren machen? Ich bin alleinerziehend und kann nicht 6 Wochen mal weg, würde aber gern alles mitnehmen was ich kriegen kann!
Momentan gehe ich zur Physiotherapie, turne Zuhause jeden Tag ne halbe Stunde und am WE gehts Fahrradfahren oder Walken.
Ich habe überlegt einmal die Woche Schwimmen zu gehen, Die Ärzte sagen ja immer Schwimmen ist super für den Rücken. Ich habe allerdings überlegt, dass Brustschwimmen wohl nicht so angebracht wäre, denn das bringt ein Überstrecken der HWS und ich würde vermutlich ordentlich ins Hohlkreuz gehen. Dann eher Rückenschwimmen? Was meint ihr?
Bin für jede Info und jeden Ratschlag dankbar!!
gglg
Alex






