Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

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Klaus
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von Klaus »

alex1605 hat geschrieben:Kann ein Korsett in meinem Alter überhaupt noch korrigieren?
Ich kenne die Statistik zu dieser Frage nicht, aber gefühlt ist das eine der häufigsten Fragen in diesem Forum. :)
Dann frage ich mich an der Stelle was es mir, auser Schmerzreduzierung bringen soll dass Ding zu tragen?
Schmerzreduzierung ist auch der hauptsächlichste Grund bei Erwachsenen.
Um das zu erreichen muss ja auch eine gewisse Korrektur greifen, die in einen Zustand bringt, in dem man vorher schmerzfrei war. Wieviel Grad das sind, ist ganz individuell, ebenso die Optik, die sich mit dieser Korrektur auch verbessern kann.
Trotzdem muss man aber sagen, das eine vollständige Korrektur sehr unwahrscheinlich ist, was nicht heißt, dass es unmöglich ist. Wir haben bloss noch keine Erfahrungsberichte (angeblich aber ein Fall), die das belegen, weil es sehr großer Zeiträume braucht, wahrscheinlich Jahrzehnte.
Insofern kann man nicht von Heilung sprechen, auch wenn man sich mit dieser Therapie sehr viel besser fühlen kann.
Dann könnten mir ja auch Dehnübungen und eventuell so eine Schoth Reha helfen.
Zunächst mal hat ein Korsett bezüglich Korrektur eine wesentlich höhere Wirkung als Schroth allein. Dann kann es auch erst mal als Hilfsmittel dienen, um die stark verkürzten Strukturen intensiv aufzudehnen, was man durch entsprechende Übungen möglicherweise so nicht hinbekommt. Bei Dir ist das ja so, dass eine Schroth REHA nicht optimal greifen kann, weil die aktuellen verkürzten Strukturen bestimmte Übungen gar nicht erst zulassen.

Insofern ist die Prognose von Dr. Hoffmann mit den 1-2 Jahren Korsett wohl auch als Möglichkeit zu sehen, einen Versuch zu starten, Dich später nur noch durch Schroth oder andere aktive Muskelpflege in einen stabilen akzeptablen Zustand zu bringen, ohne das eine vollständige oder auch grössere Korrektur erfolgt. Wie groß so eine Fehlstellung dann sein darf, damit mit dieser Muskelpflege alles im Griff ist, ist wohl auch eine individuelle nicht vorhersehbare Geschichte.

Gruss
Klaus
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alex1605
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2. Rahmouni Korsett im Juli 2015

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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von alex1605 »

Hallo Klaus,

vielen Dank für deine Antwort.
Also ich persönlich wäre schon zufrieden wenn eine "gute Korrektur" möglich wäre, also dass die Gradzahlen runtergehen und ich schmerzfrei wäre. Ich habe mir sowieso vorgenommen mein ganzes Leben lang Sport zu treiben. Dann werde ich es mir als hohe Priorität setzen meinen Rücken zu pflegen. (Schrothen, wenn ich es denn mal gelernt habe!)

Eine Reha werde ich denke ich machen, habe bisher sehr viel gutes darüber gelesen.

Gut, dann werde ich mich der Korsettherapie stellen und euch auf dem laufenden halten, wie ich mich quäle ;-) (und welchen Erfolg ich erziele!)
Vorher allerdings muss ich hoffen das die Krankenkasse mein Korsett genehmigt.

Ich glaube es ist super, dass man sich hier über Erfahrungen austauschen kann und somit auch Motivation bekommt, die Korsetttherapie durchzuziehen.
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Toni
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von Toni »

Ja mach das.
Lass Dich geradequetschen!
Das ist die größte Chance (außer OP) die wir Erwachsenen noch haben.
Sorg auch dafür daß Du bald RICHTIG Schroth lernst und kannst. Das hilft sehr.
Korsett und Schroth ergänzen sich haben ZUSAMMEN einen enormen Einfluss auf Deine WS und Haltung.

Ich hab es wirklich nicht bereut.
Ich will gar nicht daran denken, wie mies es mir heute OHNE Korsett ergehen würde!
Auch auf die durch das Korsett erworbene Lebenserfahrung würde ich (trotz aller Schmerzen und Unbequemlichkeiten) heute nicht mehr verzichten wollen.
Willkommen im "Club der Plastikumarmten und aufgerichteten Aufrechten".
Gruß Toni
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sternli8484
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von sternli8484 »

Hallo alex

Ich bin in der gleichen situation wie du gerade, mach mir auch Gedanken ob Korsett ja oder nein..und wir haben ähnliche Ausgangssituationen..auch die ähnlichen Schmerzen..ich sag mir auch, wenn man es sieht, möcht ichs niht anziehen, hoffe einfach dass ich nicht alles neue Kleider kaufen muss...und man es trotzdem nicht sieht..ich muss es wohl komplett selber zahlen,aber ich denke das ists mir wert und ich möchte einfach ein rahmouni, hab so viel Gutes gehört davon...
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alex1605
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von alex1605 »

Toni hat geschrieben: Ich will gar nicht daran denken, wie mies es mir heute OHNE Korsett ergehen würde!
Hallo Toni,

ja das glaube ich dir (besonders dir!).
Denn ich habe einen kleinen Prospekt von Dr. Hoffmann bekommen, indem ein kurzer Ausschnitt aus deiner Leidensgeschichte vermerkt war.
Dr. Hoffmann erzählte mir von dir:

"Unser Musterbeispiel ist Herr B. der eine hervorragende Verbesserung durch das Korsett erzielen konnte"
Ich fragte dann: "Heißt er zufällig Toni mit Vornamen?"
Dr Hoffmann grinste und sagte "Ja, genau."

Ich habe deine Bilder und deine Geschichte nämlich schon vorher gelesen und war bestens informiert ;-) Das macht einem natürlich Hoffnung. Und ich finde es richtig krass dass du 35 Jahre durchhalten musstest bis dir endlich mal jemand helfen konnte.
sternli8484 hat geschrieben:
ich sag mir auch, wenn man es sieht, möcht ichs niht anziehen, hoffe einfach dass ich nicht alles neue Kleider kaufen muss...und man es trotzdem nicht sieht
Hab mir darüber viele Gedanken gemacht. Letztendlich kannste selbst entscheiden wie du das regelst. Wenn dus in der Öffentlichkeit nicht tragen willst, trägst du es halt nur Zuhause und beim Schlafen. Das ist ja immerhin schonmal etwas! Im Winter , wo man Pullis und Jacken trägt kann mans sowieso gut verstecken.
Ich persönlich habe momentan auch den Gedanken es nur Zuhause und beim Schlafen zu tragen.
Wenn ich bei guten Freunden bin, wo ich mich nicht "schämen" muss, würd ichs wohl auch tragen, da ists mir egal. Unangenehm wäre es mir vor Leuten die ich halt noch nicht kenne und die dann blöd gaffen.

Wir schaffen das schon. Ich sage mir momentan immer wieder "Nach 7 Jahren sinnlosem herumgesuche und Fehldiagnosen, hat dir vorgestern ein sehr guter Arzt endlich mal gesagt, was Sache ist. Und glaub mir, darüber können wir schon froh sein.
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von sternli8484 »

Ja genau alex so denke ich auch..komih mir hat dr.hoffman das prospekt auch gezeigt und toni als beispiel erwähnt.. :D und auch gesagt das sei ein musterbeispiel..

Ebenso hat er mir auch gesagt dass ich steif wie ein brett sei..und alle muskeln verkürzt seien..smile wir haben echt ähnliche sachen...
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alex1605
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von alex1605 »

sternli8484 hat geschrieben:Ja genau alex so denke ich auch..komih mir hat dr.hoffman das prospekt auch gezeigt und toni als beispiel erwähnt.. :D und auch gesagt das sei ein musterbeispiel..
Naja , wundert mich nicht.
Wir haben ja Gemeinsamkeiten, wie du schon sagtest. Gleiches Schmerzmuster (wobei ich glaube das es bei mir noch nicht so stark ist) und ne Hyperkyphose.
Und wir haben beide verkürzte Muskeln und sind deshalb wohl "steif".

Eigentlich können wir froh sein dass wir nun wissen, was wir tun können um Besserung zu erhalten.
Wenn ich mir überlege, wieviele Menschen da draußen wohl rumlaufen und Schmerzen haben, diese aber von einem Arzt zum nächsten rennen und mit Schmerzmitteln oder unsinnigen Ratschlägen abgefertigt werden, dann kann ich nur staunen.

Als kleines Kind dachte ich immer "Wenn man ein Problem mit seiner Gesundheit hat, geht man zum Arzt und bekommt sofort Hilfe. Denn ein Arzt ist ja dafür da einem Menschen zu helfen und ein Arzt muss ja wissen, was man hat."

Leider sieht die Realtität anders aus.
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alex1605
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von alex1605 »

Hallo,

ich hätte mal eine Frage, rein interessenhalber.
Wenn ich mich seitlich vor den Spiegel stelle und versuche mich "gerade" zu machen, gelingt mir das nicht. Ich kann mir zwar strecken, sodass es etwas gerader aussieht, dabei gehe ich aber meistens etwas ins Hohlkreuz. Die Krümmung im BWS Bereich bleibt glaube ich gleich, egal wie ich mich anstelle. Das sollte aber bei einer WS-Krümmung normal sein, oder?
Sonst wäre es ja nur eine Fehlhaltung? Hat das was mit Fixierungen zutun?
Dr. Hoffmann sagte mir nichts von Fixierungen, nur von einer starken Kyphose.

Die Fragen sind vielleicht etwas dämlich aber es interessiert mich irgendwie :)
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Silas
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von Silas »

Wenn Dr. Hoffmann nichts von Knochenspangen / Fixierungen gesagt hat, dann wird da wohl auch nichts sein.

Es kann aber durchaus sein, dass die Haltung durch Muskulatur und verkürzte Bänder und Sehnen sich scheinbar fixiert anfühlt, das ganze aber mit KG und / oder Korsett wieder beweglicher wird.
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von Klaus »

alex1605 hat geschrieben:Ich kann mir zwar strecken, sodass es etwas gerader aussieht, dabei gehe ich aber meistens etwas ins Hohlkreuz.
Das Problem kannte ich auch, bis ich dann in der Schroth REHA die korrigierte Haltung kennenlernte, bei der die Hyperkyphose und das Hohkreuz durch entsprechende Beckenstellung gleichzeitig in die Korrektur gebracht wurde. Bei meiner tiefen Hyperkyphose und der anschliessenden kurzen Hyperlordose ist das auf so kurzer Strecke gar nicht so einfach.
Auf jeden Fall hatte ich vor dieser REHA bei dieser Streckung immer das Gefühl gehabt, ich würde die gesamte Wirbelsäule strecken, was aber nicht richtig war.

Gruss
Klaus
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von baumpflanzer »

Hallo Alex,

Die Röntgenaufnahmen die du gepostet hast sind noch von einem anderen Arzt als dr. Hoffmann richtig?
Hast du die Röntgenaufnahme der ganzen Wirbelsäule die sie bei Hoffmann gemacht haben und könntest die posten?

Ich bin ehrlich erstaunt dass du 61° haben sollst, die Röntgenaufnahmen die du gepostet hast sehen wesentlich besser aus.
Ich zweifle die diagnose nicht an, da ich das nicht beurteilen kann, und die aufnahmen auch geteilt sind.
Aber ich finde subjektiv sehen die für mich nicht schlechter aus als meine und ich habe nur 32° was ja doch ein ziemlicher unterschied ist.


hier ist meine:
http://dl.dropbox.com/u/7502034/R%C3%B6 ... 0Seite.jpg
http://dl.dropbox.com/u/7502034/R%C3%B6 ... rontal.jpg

ansonsten ist meine Diagnose deiner ähnlich. Skoliose im vernachlässigbaren bereich. Und Beckenschiefstand. Hat er bei dir etwas von Keilwirbeln erwähnt?

Hat dir Dr. Hoffmann ambulante schroth-stunden verschrieben, dass du schon mal etwas machen kannst um die Wartezeit bis zum Korsett/Reha zu überbrücken?
Ich denke grade wenn du eher der Sportliche Typ bist und auch Muskelaufbau betrieben hast, wirst du die Schroth-Gymnastik mögen.
Habe gerade ambulante Schroth-Termine hinter mir, und muss sagen, die Übungen sind echt gut. Teilweise heftig antrengend, obwohl ohne Gewichte arbeitet, und hinterher hat man das tolle gefühl als ob einen eine Unsichtbare Hand den rücken stützt und geradhält. Leider hält der effekt nur kurz an, aber man merkt dass es sehr gut für die Haltung ist. Im Endeffekt ist es nüchtern gesagt gezielter Muskelaufbau für die Muskeln die dich in die richtige Haltung bringen.
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von alex1605 »

Hi baumpflanzer,

richtig, die Röntgenaufnahmen sind von einem anderen Arzt. Allerdings wurden sie im LIEGEN gemacht und sind somit wenig aussagekräftig. Ich glaube das meine Kyphose sich im Liegen weitgehend ausgleicht, weshalb ich dann auch keine Schmerzen habe.
Leider habe ich die Aufnahmen von Dr. Hoffmann nicht, die liegen noch bei Rahmouni. Allerdings kann ich mir erinnern, dass die Wirbelsäule wie ein Fragezeichen verlief, sodass die 61 Grad schon gut möglich sind.

Ich mache zurzeit Krankengymnastik bei einem Therapeuten bei mir in der Nähe. Angeblich sollen die auch Schoth therapieren, leider hat davon aber scheinbar keiner eine Ahnung. Ich glaub das wird nicht einfach da eine Praxis zu finden.
Ich hoffe das dass Korsett genehmigt wird und ich mich schon bald in den Kampf begeben kann ;-)

Aber jetzt gehts erstmal ab nach Spanien, mal den Kopf frei bekommen von dem ganzen Rückenmist!
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alex1605
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von alex1605 »

Hallo,

bin wieder aus Spanien zurück und wirklich traurig das es schon vorbei ist ;) Konnte mich sogut ablenken , hab soviele Leute kennengelernt und so. War einfach traumhaft.

Naja, ich hätte nochmal eine Frage, die hier zwar schon Öfteres gestellt wurde aber ich möchte es noch etwas differenzieren.

Und zwar:

Ich würde gerne weiterhin ins Fitnesstudio gehen, allerdings NUR an Geräten trainieren wo man sitzt, also den Rücken anlehnen kann. Da gibt es für fast jede Muskelgruppe was. Alle Freihantelübungen würde ich weglassen, keine Übungen wo man sich nicht anlehnen kann.

Ich würde immer so 12 Wiederholungen machen, also nicht zuviel Gewicht nehmen.
Ist das schlimm?

Dr. Hoffmann meinte "Kein Muskelaufbau" Allerdings bau ich ja nicht mehr auf wenn ich mit dem GEwicht runtergehe, sondern will nur noch etwas von der Muskulatur beibehalten.
Ich will einfach nicht wiede so zusammenfallen :( Damit fühle ich mich total unwohl...
Wenn es natürlich trotzdem extrem schädlich ist, würd ichs halt sein lassen...

Freue mich auf Antworten.
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Kaffeetrinker
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es war geil und vermiss die Leute echt :) (und die Quälerei^^)
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von Kaffeetrinker »

@Baumpflanzer


Wenn du nur 32° hättest würde das gaaaaanz anders aussehen, du hast eher 32° über "normal"
Normal wären 30-35 je nach Alter.
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Klaus
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von Klaus »

alex1605 hat geschrieben:Ich würde gerne weiterhin ins Fitnesstudio gehen, allerdings NUR an Geräten trainieren wo man sitzt, also den Rücken anlehnen kann.
Bist Du sicher, dass Du Dich da so anlehnen kannst, dass Du bei den Bewegungsausführungen weder in den Rundrücken noch in das Hohlkreuz gehst ??
Wenn das nämlich so wäre, hättest Du bereits erfolgreich die extremen Verkürzungen der Strukturen überwunden!
Ich will einfach nicht wiede so zusammenfallen
Das ist aber erst mal eine Folge der Verkürzungen !

Es ist eigentlich auch gar nicht möglich, Übungen in dieser Sitzposition auszuführen, bei der die Rückenmuskulatur nicht irgendwie beteiligt ist. Auch wenn Dehnungen an den Geräten in den Bewegungspositionen (Start bzw. Ende) integriert sind, sind die völlig unzureichend in Deiner Situation und Dr. Hoffmanns Aussage völlig klar.
Konzentriere Dich erst mal auf die Dehnung.

Gruss
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von alex1605 »

Okay dann lass ich es lieber sein und mach erstmal die krankengymnastik.ich gehe ansonsten ja 3 mal die woche schwimmen da sollte man ja einigermaßen sportlich bleiben.

Alex
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Klaus
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von Klaus »

alex1605 hat geschrieben:Okay dann lass ich es lieber sein und mach erstmal die krankengymnastik
Ist das denn erfolgreich?
Wird da intensiv gedehnt? Bemerkst Du Veränderungen?
Gibt es Anleitungen für Übungen zuhause?

Gruss
Klaus
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alex1605
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von alex1605 »

soviel gedehnt wurde noch nicht, das wird aber mit dem neuen Rezept ( das von Dr. Hoffmann) nun in Angriff genommen. Aber ich hatte schon eine Sitzung hinter mir in der gedehnt wurde und das war echt anstrengend...

Was meinst du mit "Veränderung?" Wie bemerk ich das denn? Und nach welcher Zeit sollte man solche Veränderungen denn bemerken?
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von Klaus »

Alex1605 hat geschrieben:Was meinst du mit "Veränderung?" Wie bemerk ich das denn? Und nach welcher Zeit sollte man solche Veränderungen denn bemerken?
Durch die Dehnung von verkürzten Strukturen solltest Du Dich besser aufrichten können bzw. aus der Hyperkyphose herauskommen. Die alten Beschwerden sollten nachlassen, neue positiv zu deutende Beschwerden können auftreten.

Jede Struktur Veränderung sollte man eigentlich bemerken, auch wenn der Muskelaufbau erst mal keine Rolle spielt. Gedehnt wird ja an verschieden Stellen, z. Bsp,. auch an der Oberschenkel Innenseite, die bei Hyperkyphose häufig verkürzt ist. Ich hatte ja erst kürzlich in einem anderen Thread Bilder zur Beinrückseiten-Streckung eingestellt. Da kann man selbst mal testen.

Gruss
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Re: Morb. Scheuermann - starke Beschwerden über Jahre

Beitrag von alex1605 »

Richtig, die Beinrückenseiten sind bei mir Verkürzt. Scheint wohl was typisches bei Hyperkyphose zu sein. Kannst du mir den Thread mal verlinken, indem du die Übungen gepostet hast? Wäre ja spitze wenn ich schon so ein bisschen was tun könnte um vielleicht wenigstens etwas Schmerzlinderung zu erfahren. Heute ist mal wieder ein schwarzer Tag.. -.-

Wenn ich mich recht erinnere, stand auf dem Zettel:

"Verkürzte Ischiocrurale Muskulatur" oder so in der Art.
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