fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

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fischi
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fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von fischi »

Hallo allerseits,

zuerst einmal möchte ich mich vorstellen.
Ich bin Matthias aus dem Münsterland.
Genauere Daten im Profil.
Da ich wegen der Abendschule relativ wenig Zeit habe, bleibt auch relativ wenig Zeit für Sport.
Gehe aber einmal die Woche Abends Schwimmen. Das soll ja rückenschonend sein. :)

Ich bin letzte Woche mal zum Orthopäden gegangen, weil ich immer wieder mal Rückenschmerzen habe, vor allem im unteren Wirbelsäulenbereich.
Einmal habe ich das vor allem, wenn man mal länger stehen muss. Dann ist es so eine Art Druckschmerz.
Das andere Mal tritt es hin und wieder beim Bücken auf, dann irgendwie als stechender Schmerz in der Lendenwirbelsäule.
Da mein Vater auch Rückenschmerzen hat (und wie ich jetzt erfahren habe auch eine leichte Skoliose hat), auch Bandscheibenvorfälle bei mir in der engeren Verwandschaft vorgekommen sind und ich das Gefühl habe, ein Hohlkreuz zu haben, habe ich mir gedacht gehe ich am Besten mal los, bevor die Probleme erst richtig anfangen.

Ich war bei folgendem Orthopäden:
http://www.orthopaedie-yuecel.de/cms/Startseite-1.html
Nach einer Untersuchung, wurden Röntgenbilder erstellt.
Diese entstanden zu meiner Überraschung im Liegen (auf dem Bauch bzw. in Seitenlage auf der rechten Seite).
Ob das irgendwelche Unterschiede macht, keine Ahnung.
Der Orthopäde stellte eine Skoliose bei mir fest (das habe ich ehrlich gesagt vorher noch nicht gehört) und erklärte mir, was es ist.
Eine Skoliose wird gemäß seiner Aussage min. einmal am Tag diagnostiziert und trott zu zwei Drittel bei Mädchen auf. Bei den Jungen betrifft es wohl vor allem große und schmale Personen, das trifft denke ich ganz gut auf mich zu.
Wegen dem Hohlkreuz zu fragen habe ich dann irgendwie auch vergessen, weil mich diese Daignose irgendwie überrascht hat...
Bei seinem Diktat fiehlen auch noch die Begriffe Kyphose und Lordose, ob da auch was im Argen liegt keine Ahnung.
Er gab mir einen Antrag auf Kostenerstattung für Reha-Sport mit.
Genauer steht drin: Gymnastik und Gerätetraining
Ziel: Vermeidung einer Chronifizierung. Rückenschulung.

Wieso wird da eigentlich nur ein Teil übernommen? Die mir entstehenden Kosten sind zumindest wie ich bisslang gehört habe als das was ich am Ende wieder bekomme. :rolleyes:

Warum das nicht schonmal bei einer Jugenduntersuchung aufgefallen ist, keine Ahnung.. :flop:

Jetzt habe ich mich mal ein bisschen eingelesen und es wird insgesamt ehr davon abgeraten, da in den Gruppen garnicht adäquat Zeit wäre um die Skoliose richtig zu behandeln.
Allgemein wird ehr zur Krankengymnastik nach Katharina Schroth und eventuell einer Korsettbehandlung geraten.
Ist das Richtig?
Ich habe leider gerade keine Gradzahlen bzw. Röntgenbilder. Vielleicht könnt ihr mir trotzdem helfen.

Jetzt bin ich am überlegen was ich am Besten mache.
Ich überlege mir eine zweite ärztliche Meinung einzuholen.
Aber wo? In den meisten Beiträgen wird die Kombo Dr. Hoffmann/Rahmouni empfohlen, aber bis nach Stuttgart sind das immerhin fast 500 km pro Weg. Da wäre ich auf jeden Fall einen Tag aus dem Büro raus...
Gibt es nicht hier auch ein paar Spezialisten? Was ist z.B. mit der Uniklinik Münster, haben die Ahnung?

Ich hatte auch schon meine Krankenkasse per e-Mail angeschrieben, die haben versucht mich heute zuhause anzurufen, aber ich war arbeiten, jetzt muss ich da mal anrufen. Wollte aber vorher eure Meinung hören.
Die werden ja sicherlich einen genauen Befund vom Arzt bekommen.
Ich habe den Antrag bisslang aber noch nicht verschickt.

Wenn ich eine zweite Meinung einhole, was ist mit den Röntgenbildern (kann ich mir die aushändigen lassen?) und muss ich mir vom Orthopäden eine Überweisung holen, wegen der 10€ Kassengebühr?

Ich würde jetzt ungerne 18 Monate "verschenken" wenn es nicht hilft.
Mit 20 gibt es da denke ich ja noch ehr die Möglichkeiten die Wirbelsäule zu "formen", als wenn man da noch länger wartet.
Zumal ich das sicherlich besser jetzt behandeln (lassen) kann, als wenn da irgendwann größere Probleme raus entstehen bzw. Folgekosten für mich oder die Krankenkasse.

Wenn es hilft würde ich sogar ein Korsett in Kauf nehmen, so lange ich damit weiterhin arbeiten kann (am Computer) und auch weiterhin Auto fahren darf.
Eventuell ist aber auch gerade die sitzende Tätigkeit ein Grund mit...

Nun schreibt mir mal bitte eure Meinung auf meinen etwas langen ersten Beitrag.

Ich hoffe das ich nichts vergessen habe.

Im Voraus: Danke für alle (helfenden) Beiträge!

LG Matthias
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Silas
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Silas »

Hallo Matthias,

herzlich willkommen im :forum:

Es ist schwierig, Dir aus der Ferne und ohne saubere Diagnose konkret weiterzuhelfen.

Als erstes muss eine saubere Abklärung Deiner Rückenprobleme her, sobald Du die Diagnose kennst, können wir Dir auch genauere Auskünfte geben.

Ein Röntgenbild im Liegen ist für die Beurteilung von Wirbelsäulenverkrümmungen ungeeignet.

Die Uniklink und das St. Franziskushospital in Münster sind gute Adressen in Sachen Wirbelsäule, Du benötigst aber eine Überweisung, erkundige Dich am besten zuvor, ob eine vom Hausarzt genügt oder ob es eine Überweisung vom Orthopäden sein muss. In vielen Praxen ist es so, dass Du die Überweisung direkt am Empfang von den Arzthelfern bekommst, ohne Dich beim Arzt dafür rechtfertigen zu müssen.

Wenn Du schwimmst, wäre Rückenschwimmen besser als Brustschwimmen, das zu Fehlbelastungen führen kann.

Ob Schroth oder gar Korsett für Dich eine mögliche Problemlösung darstellen könnten, ist erst nach einer sauberen Diagnosestellung beurteilbar.

Medizinische Trainigstherapie (das ist wahrscheinlich mit Reha-Sport gemeint), kann durchaus gut tun. Aber auch hier ist erst einmal die Diagnose fällig, sonst kann man da auch Fehler machen.

Gute Besserung!

Viele Grüße,
Silas
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von minimine »

Hallo Matthias,

:welcome:
Diese entstanden zu meiner Überraschung im Liegen (auf dem Bauch bzw. in Seitenlage auf der rechten Seite).
Ob das irgendwelche Unterschiede macht, keine Ahnung.
Ja, das macht leider sogar sehr große Unterschiede. :/ Diese Bilder sind für eine Diagnosestellung in Sachen Skoliose absolut ungeeignet. Wenn auf dem Liegend-Bild eine Skoliose zu sehen ist, dann ist die Gefahr hoch, dass sie im Stehen schwerer ist als im Liegen.
Bei seinem Diktat fiehlen auch noch die Begriffe Kyphose und Lordose, ob da auch was im Argen liegt keine Ahnung.
Kyphose und Lordose sind die Bezeichnungen für den natürlichen S-Schwung der Wirbelsäule, wenn man sie von der Seite her betrachtet. Allerdings werden diese Begriffe auch für eine krankhafte Veränderung, also einen vermehrten Rundrücken oder vermehrtes Hohlkreuz verwendet.
Jetzt habe ich mich mal ein bisschen eingelesen und es wird insgesamt ehr davon abgeraten, da in den Gruppen garnicht adäquat Zeit wäre um die Skoliose richtig zu behandeln.
Stimmt, es ist ja nur eine Therapie um die Muskeln aufzubauen, an den eigentlichen Fehlstrukturen änderst du damit ja nichts. Es kann somit evtl. Schmerzen behandeln, wenn die strukturellen Veränderungen noch nicht allzu groß sind, aber die Gefahr, falsch zu trainieren und somit die Verkrümmung zu erhöhen ist ziemlich groß.
Allgemein wird ehr zur Krankengymnastik nach Katharina Schroth und eventuell einer Korsettbehandlung geraten.
Ist das Richtig?
KG nach Schroth sollte es schon sein, allerdings lernt man das optimalerweise während einer Reha. Ob ein Korsett in deinem Fall sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab.
Gibt es nicht hier auch ein paar Spezialisten? Was ist z.B. mit der Uniklinik Münster, haben die Ahnung?
Naja, dort würdest du sicherlich eine gescheite Diagnose bekommen, aber ob der Behandlungsvorschlag so anders im Vergleich zu deinem jetzigen Orthopäden wäre, sei mal dahingestellt. Ein Korsett für einen Erwachsenen bekommst du dort aber eher nicht.
In den meisten Beiträgen wird die Kombo Dr. Hoffmann/Rahmouni empfohlen, aber bis nach Stuttgart sind das immerhin fast 500 km pro Weg. Da wäre ich auf jeden Fall einen Tag aus dem Büro raus...
Wenn du eine abgewogene Meinung haben möchtest, inkl. Meinung zum Korsett, dann wird das aber die einzige Möglichkeit sein. Du solltest dann auch bedenken, dass du dort öfter hinmusst, wenn du eine Korsettbehandlung machen willst.
Wenn ich eine zweite Meinung einhole, was ist mit den Röntgenbildern (kann ich mir die aushändigen lassen?) und muss ich mir vom Orthopäden eine Überweisung holen, wegen der 10€ Kassengebühr?
Die Röntgenbilder muss man dir aushändigen, wobei ein guter Spezialist die eh nicht verwerten kann und somit wohl eh neue gemacht werden würden.
Eine Überweisung kannst du dir vom Hausarzt holen oder du zahlst eben die 10 Euro nochmal.
Mit 20 gibt es da denke ich ja noch ehr die Möglichkeiten die Wirbelsäule zu "formen", als wenn man da noch länger wartet.
Zumal ich das sicherlich besser jetzt behandeln (lassen) kann, als wenn da irgendwann größere Probleme raus entstehen bzw. Folgekosten für mich oder die Krankenkasse.
Da hast du absolut recht. Als erstes brauchst du aber mal eine vernünftige und komplette Diagnose!

Wenn du noch weitere Fragen hast, dann nur raus damit. :)

LG
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Eichhörnchen »

Hallo Matthias,
ich würde auch eine zweite Meinung einholen, wenn Du nicht bis nach Stuttgard fahren willst, hast Du auch in Münster in der Uni- Klinik bei der Skoliose Sprechstund vorstellig zu werden.
Dort wird auch ein Röntgen- Bild in stehen gemacht und Du erfährst dann auch die Grad-Zahl.
Du solltest aber, wenn Du anrufst sagen das Du zur Skoliose Sprechstund kommen möchtest.
wie es mit einer Korsettbehandlung ist kann ich Dir nicht sagen, da sollte man schon zu dem richtigen gehen.
LG Eichhörnchen
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von fischi »

Hallo allerseits,

danke schonmal für die Antworten.

Also ich hatte auch einmal meine Krankenkasse angeschrieben.
Heute habe ich dann mit einer Bearbeiterin telefoniert.
Also erstmal zur Überweisung.
Laut ihrer Aussage kann ein Facharzt nicht einfach zu einem anderen überweisen.
Deswegen bietet sich das Modell mit der Hausarztzentrierten Versorgung an, das bietet mein Hausarzt auch wohl an.
Wobei jeden Monat erst zum Hausarzt rennen möchte ich nicht, wenn ich jetzt wegen dem Rücken regelmäßig in ärztlicher Behandlung sein sollte...
Bevor ich das einreiche wäre es aber kein Problem eine zweite Meinung einzuholen.
Bleibt halt trotzdem die doppelten 10€, aber das wäre auch nicht unbedingt das Problem.
Sie empfahl mir evtl. zu Beginn des nächsten Quartals zum Hausarzt zu gehen.
Dieser könnte einen Bericht vom 1. Orthopäden anfordern.
Eventuell kann ich da ja eine Abschrift von bekommen und mich überweisen lassen.

Was haltet ihr davon:
https://www.fpz-iv.de/iv/
Die Seite hat mir die Bearbeiterin noch genannt.
Ich glaube aber nicht, dass das Richtige ist, oder?

Zurück zur Überweisung:
Bleibt halt die Frage wohin.
Uniklinikum Münster oder Dr. Hoffmann.
Ich müsste das ganze natürlich auch meinen Eltern bzw. meinem Chef erklären.
Das die meisten Orthopäden von Skoliose leider nicht die tiefgreifenden Kenntnisse besitzen habe ich schon verstanden.
Was würde für wen sprechen?
Wenn wirklich ein Korsett angebracht wäre, wäre ich in Münster ehr falsch aufgehoben, verstehe ich das richtig?
Ich meine wenn es Sinn macht, würde ich natürlich auch in den Süden der Republik fahren.
Da wäre dann aber die Frage, wie oft kommt sowas in Zukunft vor, zwecks Kontrolle etc...
Ich habe auch schon gelesen, das ich bei Dr. Hoffmann erstmal 65€ zahlen müsste, stimmt das?

Der Beitrag ist schon wieder so lang...
Ich hoffe, ihr schreibt mir trotzdem.

Also wichtig, wären mir jetzt ein paar Tipps, was ich am Besten machen soll.
Vor allem zwecks Diagnose. Zu meinem bisherigen Orthopäden möchte ich jetzt nicht unbedingt.
Da muss man sich nur rechtfertigen (wer gesteht schon gerne ein, irgendwo nicht so ganz tiefgreifendes Wissen zu haben ;) )

Danke schonmal für eure Hilfe.

LG

EDIT: Unbedingt haben möchte ich ein Korsett nicht, aber wenn es hilft, wäre ich schon bereit die Mühen auf mich zu nehmen.
Mir geht es halt drum, jetzt was zu machen und nicht warten, bis vielleicht irgendwas ungleich verschleißt und die Probleme erst richtig anfangen bzw. darum einen schmerzfreien Rücken zu haben.
Wie ich bereits gelesen habe lässt sich Schroth auch relativ gut in den Alltag übernehmen, das wäre ja schonmal echt gut.

Wenn es irgendwie hilft, das ist meine Hausarztpraxis:
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LG Matthias
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von minimine »

Hallo fischi,
Also erstmal zur Überweisung.
Laut ihrer Aussage kann ein Facharzt nicht einfach zu einem anderen überweisen.
das ist korrekt. Aber wenn du die Praxisgebühr erstmalig beim Orthopäden bezahlt hast, hätte er dir eigentlich eine Überweisung zu deinem Hausarzt mitgeben müssen. Die kannst du dir ja noch nachträglich holen. Damit gehst du dann zum Hausarzt und sagst, dass du dir gerne eine zweite Meinung holen möchtest und bittest um eine weitere Überweisung zum Orthopäden. Normalerweise machen die das schon.
Deswegen bietet sich das Modell mit der Hausarztzentrierten Versorgung an, das bietet mein Hausarzt auch wohl an.
Wobei jeden Monat erst zum Hausarzt rennen möchte ich nicht, wenn ich jetzt wegen dem Rücken regelmäßig in ärztlicher Behandlung sein sollte...
So ein Quatsch... Ich würde das nur eingehen (bzw. ich würde das überhaupt nicht eingehen), wenn du wirklich einen Hausarzt hast, dem du absolut vertrauen kannst und dir so wie du willst auch Überweisungen raus schreibt.
Ich wette mal, die nette Sachbearbeiterin der KK hat dir auch verschwiegen, dass du mit diesem Vertrag eine längere Bindungsfrist an die KK eingehst ;)
Bleibt halt trotzdem die doppelten 10€, aber das wäre auch nicht unbedingt das Problem.
Kannst du vermeiden, wenn du dir von dem Orthopäden ne Überweisung zum Hausarzt holst.
Was würde für wen sprechen?
Sagen wir mal so, die Uni-Klinik wäre zwar näher, aber sie hat wohl definitiv nichts, was nicht Dr. Hoffmann auch hat. ;) Außerdem bräuchtest du für die Uni-Klinik wohl auch ne Überweisung direkt vom Orthopäden.
Wenn wirklich ein Korsett angebracht wäre, wäre ich in Münster ehr falsch aufgehoben, verstehe ich das richtig?
Gehe mal eher davon aus, dass man dir in Münster gar nicht die Option Korsett anbieten würde. Nicht viele Ärzte verordnen Erwachsenen auch ein Korsett.
Zumal solche Kliniken oft chirurgisch orientiert sind. Da wird lieber zu einer OP geraten, wenn man nur in die Nähe der OP-Indikation kommt.
Ich habe auch schon gelesen, das ich bei Dr. Hoffmann erstmal 65€ zahlen müsste, stimmt das?
Ja, aber nur für den ersten Termin.
Also wichtig, wären mir jetzt ein paar Tipps, was ich am Besten machen soll.
OK, richtige "Tipps" kann man da nicht geben, wir können nur schreiben, wie wir es an deiner Stelle tun würden...Die letztendliche Entscheidung liegt bei dir.
Ich erzähle dir mal in Kurzform wie es bei mir war:
Als sich meine Skoliose stark verschlechtert wurde und ein Korsett anstand, entschied ich mich auch zunächst für die nächstgelegene Uni-Klinik. Die Entscheidung basierte auf Empfehlung vom Orthopäden und einer Leiterin einer örtlichen Selbsthilfegruppe, die mir Stuttgart ausgeredet hat. Ich wartete dann ganze 4 Monate auf einen Termin. Die ersten Untersuchungen führte ein "Arzt" im Praktischen Jahr durch, bis dann die Tür aufging, der Oberarzt kam mit einer ganzen Herde an Ärzten rein, guckt das Röbi an und sagte: Endlich mal ne schöne Skoliose, ne ehrlich, das ist ne OP-Indikation. Ich war erstmal geschockt, sprach dann das Korsett selbst an, dass mir vorher schon ein anderer Arzt empfohlen hat. Erst dann hat er sich mal den Rücken angeguckt, hat den Techniker angerufen und endlich mit mir unterhalten. Das dort angefertigte Korsett hat zwar anfangs ganz gut korrigiert, es wurde aber mit wenig Elan nachkorrigiert, so dass es sich letztendlich weiter verschlechtert hat. Bei jedem einzelnen Termin wurde wieder und wieder die OP angesprochen und teils fadenscheinige Gründe dafür genannt. Ich bereue heute so sehr, dass ich nicht gleich nach Stuttgart gegangen bin...

So, das wurde jetzt doch etwas länger. Dazusagen sollte ich noch, dass diese Uni-Klinik nicht Münster war. Vielleicht hilft es dir ja aber doch bei einer Entscheidungsfindung.

LG
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Lady S »

Falls Du Dich für einen Termin in der Ambulanz einer Klinik entscheidest, musst Du vorher dort nachfragen, ob sie für die Skoliosesprechstunde die Überweisung durch einen Orthopäden brauchen - das ist bei Kliniken oft so.

Zu einem "normalen" (niedergelassenen) Orthopäden kannst Du entweder mit einer Überweisung eines anderen Arztes oder mit 10€ Praxisgebühr gehen - wobei ein Orthopäde nicht zu einem anderen überweist ;)
Möglicherweise macht auch Deine Krankenkasse Stress, wenn Du im gleichen Quartal zu 2 verschiedenen Orthopäden gehst; das würde ich vorher abklären.
Das Quartal endet aber doch sowieso Ende September. Da wäre es am einfachsten, Du lässt Dir einen Termin für Oktober geben.
fischi hat geschrieben: Sie empfahl mir evtl. zu Beginn des nächsten Quartals zum Hausarzt zu gehen.
Dieser könnte einen Bericht vom 1. Orthopäden anfordern.
Eventuell kann ich da ja eine Abschrift von bekommen und mich überweisen lassen.
Du kannst auch den Orthopäden selber anrufen und sagen, Du hättest gerne einen Bericht für Deinen Hausarzt.
fischi hat geschrieben: Was haltet ihr davon:
https://www.fpz-iv.de/iv/
Die Seite hat mir die Bearbeiterin noch genannt.
Ich glaube aber nicht, dass das Richtige ist, oder?
Glaube ich auch nicht. Das ist sicher nützlich für bestimmte Fälle, aber nicht für Deinen.
Du brauchst jetzt eine präzise Diagnose und eine vernünftige Therapie.

Grüsse, Lady S
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Klaus
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Klaus »

fischi hat geschrieben:Das die meisten Orthopäden von Skoliose leider nicht die tiefgreifenden Kenntnisse besitzen habe ich schon verstanden.
Sie ignorieren in den meisten Fällen sogar eine Hyperkyphose (Rundrücken) und Hyperlordose (Hohlkreuz) bzw. nehmen das nicht ernst. Obwohl das in der Vielzahl solcher Fälle das Hauptproblem ist, bei dem oft eine begleitende relativ geringe Skoliose auftritt.

Das FPZ Zentrum ist wie einige andere Einrichtungen auch, die sich vom normalen Fitness Training abheben, in erster Linie für die Schmerz-Probleme eines "normalen" Rückens da, von denen es viele gibt. Dementsprechend wird oft völlig undifferenziert von Erfolgen gesprochen, die kurzer Hand auf alle übertragen werden.
Der Orthopäde, der früher immer sagte, machen Sie einfach Muskelaufbau, kann jetzt mit solchen Einrichtungen punkten, fühlt sich sogar wohl dabei und weiß leider nicht, wie unspezifisch (möglicherweise sogar schädlich) das nach wie vor bei Hyperkyphose und erst recht bei Skoliose wirkt.

Gruss
Klaus
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fischi
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von fischi »

Danke das ihr euch Zeit für mich nehmt. :)
Ist ja nicht selbstverständlich. ;)

Ich werde morgen mal beim bisherigen Orthopäden anrufen, dass ich wegen der weiteren Behandlung einen Bericht, nach Möglichkeit mit den Röntgenbildern (auch wenn sie vielleicht nix bringen...), haben müsste.
Kann den zwar wohl erst Montag nach der Arbeit abholen, aber auf einen Tag kommt es auch nicht an.
Dann kann man weiter sehen.

Ich denke, das ich dann bis zum nächsten Quartal warte, auf zwei Wochen kommt es da ja auch nicht mehr an, auch wenn irgendwie die letzten Tage die Rückenschmerzen wieder häufiger werden... :rolleyes:
Dann brauch ich mich auch nicht zurück zum Hausarzt überweisen lassen...
10€ Lehrgeld habe ich dann zwar bezahlt, aber da werde ich auch nicht dran sterben. ;)

Ich denke ich werde mal bei Herrn Dr. Hoffmann vorstellig (mit den 65€ kann man auch leben. Ich denke man bekommt auch einiges dafür?!).
Da muss ich nur schauen, wie es Termin mäßig passt. Der hat aber hoffentlich kein halbes Jahr Vorlaufzeit oder?
Bei 4,5 bis 5 Stunden Fahrt bin ich auf jeden Fall einen Tag aus dem Büro raus.
Hauptsache ich muss mich nicht auch noch groß rechtfertigen.
Muss das Ganze dann auch meinen Eltern mal erzählen... Die sind wahrscheinlich genauso ungläubig wie ich (am Anfang), das es da keinen Arzt gibt hier im Umkreis...
Man sieht die Erkrankung nunmal nicht so wirklich. Ich finde man sieht schon, das ich ein Hohlkreuz habe und (da habe ich ehrlich gesagt nie drauf geachtet) das die Schultern auf ungleichen Höhen stehen. Und daraus resultierende Schmerzen kann man erst recht nicht sehen.
Und ich gebe sowas auch nicht wirklich gerne zu bzw. versuche mir Schmerzen nicht anmerken zu lassen. Typisch Mann?!

Wie läuft das denn, wenn Dr. Hoffmann sagt, ich muss bei Herrn Rahmouni vorstellig werden. Kann man da ohne Termin hin fahren?
Weil wenn man schon da unten ist und er das empfiehlt, könnte man das ja verbinden und mittags/nachmittags dahin, damit ich auf jeden Fall abends wieder zuhause bin.
Ich mein vielleicht ist das Korsett ja auch garnicht die passende Option für mich, aber das wird der Dr. Hoffmann wohl richtig beurteilen können.

Die Uniklinik scheint nicht wirklich für mich geeignet zu sein.
Da habe ich auch schon einiges gelesen und da muss man wohl GLück haben, an den richtigen Behandler zu kommen.
Ich möchte da nicht wirklich so eine Art Glücksspiel betreiben. Außerdem bezweifel ich das mein Orthopäde mich dahin überweißt, da er zumindest auf dem Gebiet ja auch nicht der absolute Fachmann ist.
Und irgendwann etwas bereuen möchte ich auch nicht.
Irgendwie bereue ich es schon, die gelegentlichen Schmerzen lange ignoriert zu haben, bzw. wieder vergessen zu haben, ohne was zu tun.
Leider gibt es da ja auch keine wirkliche Kontrolle. Das finde ich besonders schlimm, wenn die Skoliose doch recht stark verbreitet ist.

Zum Hausarztmodell:
Ich hatte mich da bisslang noch nicht wirklich mit beschäftigt.
Ob ich bedingungslos jede Überweisung bei meinem Hausarzt bekomme, weiß ich garnicht.
Ich war in den letzten zwei - drei Jahren vielleicht zwei mal da und auch nur wegen grippalen Infekten.
Vertrauen tu ich dem an sich schon.
Das mit der Bindungsfrist ist mir neu.
Derzeit bin ich aber auch zufrieden mit der Kasse.
Mal schauen ob die jetzt auch alles genehmigen, was für einen gesunden und schmerzfreien (!) Rücken nötig ist.
Bisslang nehmen die nicht mal einen Zusatzbeitrag, sondern zahlen sogar zurück und haben ein Bonusprogramm. :)
Aber das Hausarztmodell werde ich dann wohl nicht machen.

Das mit dem FPZ nehme ich dann auch ganz schnell wieder von der Alternativenliste.
Falsch trainieren will ich nicht, dann kann ich auch garnichts machen. ;)

So ich versuche dann mal an den Bericht zu kommen.
Und dann?
Muss das ganze zwar noch durchquatschen, aber wie könnte es dann weiter gehen?
Rufe ich am Besten erst bei Dr.Hoffmann an und gehe dann zum Hausarzt oder suche ich mir die Adressdaten raus und gehe damit zum Hausarzt?

Nochmals herzlichen Dank, das ihr euch die Zeit für meine zugegebenermaßen recht langen Beiträge nehmt.
LG Matthias
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von sloopy »

Hallo fischi,

herzlich willkommen im Forum!
fischi hat geschrieben:Ich denke ich werde mal bei Herrn Dr. Hoffmann vorstellig (mit den 65€ kann man auch leben. Ich denke man bekommt auch einiges dafür?!).
Du bekommst eine kompetente Diagnose inklusive dazugehörigem Behandlungsvorschlag. Die Gebühr erhebt Dr. Hoffmann, da er für die Besprechung der Erstdiagnose einen größeren zeitlichen Aufwand hat.

Da muss ich nur schauen, wie es Termin mäßig passt. Der hat aber hoffentlich kein halbes Jahr Vorlaufzeit oder?
Nein, du bekommst i.d.R. einen Termin innerhalb der nächsten Wochen.

Wie läuft das denn, wenn Dr. Hoffmann sagt, ich muss bei Herrn Rahmouni vorstellig werden. Kann man da ohne Termin hin fahren?
Am besten, du vereinbarst den Termin gleich in der Kombi-Sprechstunde der beiden. Dann ist Rahmouni dabei und du kannst ggf. gleich im Anschluß zu ihm.

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von minimine »

Hallo Matthias,
Sloopy hat geschrieben:Am besten, du vereinbarst den Termin gleich in der Kombi-Sprechstunde der beiden. Dann ist Rahmouni dabei und du kannst ggf. gleich im Anschluß zu ihm.
ne, denn soweit ich weiß ist die Skoliose-Sprechstunde in Stuttgart bei Rahmouni, war zumindest Anfang des Jahres so. Dort könntest du dann aber nicht geröntgt werden etc.

Ich denke schon, dass du dann ohne Termin zu Rahmouni gehen kannst. Dort spricht man dann erstmal mit dir und entweder du unterschreibst eine Kostenübernahmeerklärung für den Fall der Ablehnung, dann wirst du auch gleich gegipst. Oder sie reichen das Rezept erstmal ein und dann musst du nach der Genehmigung fürs Gipsen nochmal nach Stuttgart.
Rufe ich am Besten erst bei Dr.Hoffmann an und gehe dann zum Hausarzt oder suche ich mir die Adressdaten raus und gehe damit zum Hausarzt?
Dann musst du gar nicht zum Hausarzt. Entweder du holst dir dann nur ne Überweisung vom Hausarzt zu Dr. Hoffmann, oder du zahlst die Praxisgebühr bei Dr. Hoffmann und lässt dir eine Überweisung zurück zum Hausarzt mitgeben.

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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von fischi »

Hallo allerseits,

ich melde mich dann auch mal wieder.
Ich hatte leider vor Weihnachten nicht viel Zeit...
Mit Arbeiten und Schule usw. war viel zu tun...

Ich hoffe ihr hattet alle schöne Festtage und seid gut ins neues Jahr "gerutscht"?!

Nunja, ich möchte mal kurz berichten. Bin mir zwar nicht sicher ob das hier noch richtig ist und ich kann den Thementitel auch nicht anpassen, aber ich denke es ist das Beste, wenn ich hier weiter schreibe?!
Wenn nicht würde ich einen Admin/Moderator bitten, diesen Beitrag zu verschieben. Dann würde ich ein Link zu diesem Thema einfügen.
Ich war Ende Oktober bei Herrn Dr. Hoffmann.
Das war insgesamt ein echt langer Tag, mit Hin- und Rückfahrt...
Hat sich denke ich aber gelohnt

Ich habe laut Dr. Hoffmann keine Skoliose.
Also soviel zur richtigen Diagnose bisslang.
Also auch kein Korsett. :D

Mein Hohlkreuz, unterschiedlich hohe Schultern sowie die Schmerzen seien auf eine Verkürzung der gesamten Rückenmuskulatur zurückzuführen.
Ich musste mich unter anderem mit gestreckten Beinen auf den Rücken legen. Wenn er das eine Bein anhob, ging irgendwann automatisch das zweite Bein mit hoch.
Zudem habe ich unterschiedlich lange Oberschenkel (wohl schon mein ganzes Leben lang), was aber nicht behandlungsbedürftig sei, da mein Körper dies selbstständig ausgeglichen hat.

Hier mal die beiden Röntgenbilder:
Bild von vorne
Bild von der Seite

Ich werde am Wochenende nochmal versuchen, die in besserer Qualität hier dazustellen.
Die sind echt dunkel...

Wenn es was bringt, würde ich Fotos von mir im Stehen machen.

Er hat gemessen und folgendes auf dem Umschlag vermerkt:
"th" und "lu" je 5° nach Cobb
50° nach Stagnara

Verschrieben wurde mir 6 x Krankengymnastik.
Diagnose: massive LSS, Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur, Funktionseinschränkung
Therapieziel: lockern, lösen, dehnen dehnen dehnen! Kein Muskelaufbau

Zu dem gab Herr Dr. Hoffmann mir einen Zettel mit Übungen mit. (Diese hat mir zum Teil auch die Krankengymnastin vorgeschlagen.)
Er versprach mir zudem ein Verschwinden der Schmerzen bis Weihnachten...

Die Übungen (unter anderem mit so einem Theraband) habe ich eigentlich seid dem relativ gewissenhaft gemacht...

Ja die Krankengymnastin gab mir nun nach Abschluss der Behandlung folgenden Therapiebericht mit.
1. Stand der Therapie (aktueller Befund) im Hinblick auf die Therapieziele:
Lordose d. LWS, allgemeine Hypertomie d. Rückenmuskulatur
2. Besonderheiten während des Behandlungsverlaufs:
Sitzposition am Arbeitsplatz besprochen, Übg. zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur
3. Prognostische Einschätzung:
---
4. Fortsetzung der Therapie vorgeschlagen:
Ja

Den Bericht lasse ich natürlich auch Herrn Dr. Hoffmann zukommen.
Aber vielleicht könnt ihr das ganze ja mal bewerten.

Also meine Schmerzen sind leider nicht komplett verschwunden.
Eine Besserung ist zumindest tageweise schon eingetretten.
Unter anderem kann ich zumindest kurzzeitig das Hohlkreuz selbstständig ausgleichen. :D
Aber gerade unter Anstrengung (Sachen heben oder aktuell beim Schnee räumen) führt das schon zu Schmerzen im unteren Rücken.
Ansonsten konnte ich durch Verändern der Tisch- und Stuhlhöhe am Arbeitsplatz auch ein bisschen was verbessern, auch wenn das nicht perfekt ist.
Insgesamt habe ich auch in letzter Zeit häufig Nackenschmerzen, was teilweise auch zu Bewegungseinschränkungen führt. :(

Die Übungen mache ich so zwei- bis dreimal pro Woche zuhause. Bisslang war halt noch einmal die Woche KG dabei.
Nach dem Sport (Schwimmen) geht es mir meist auch besser. Danach bin ich nur immer müde. :cool:

Ansonsten ist es natürlich auch noch ein bisschen das optische Ergebnis was mich stört...
Also durch das Hohlkreuz wirkt der Bauch so dick und die Schultern wirken so unsymmetrisch...
Schwer zu beschreiben.
Vielleicht stelle ich doch besser die Tage noch ein paar Fotos hier rein?!

Also die Krankengymnastin schlägt vor entweder nochmal Krankengymnastik, nur ein längerer Abstand zwischen den Sitzungen oder RehaSport. Das würde sogar lieber verschrieben, weil es nicht in das Budget der Ärzte rein fällt.

Joa jetzt ist halt die Frage, muss ich nochmal bei Herrn Dr. Hoffmann vorstellig werden (das sind immerhin 480 km pro Weg), kann der das auch so ausstellen oder gehe ich besser hier vor Ort los (Hausarzt oder Orthopäde)?
Oder habt ihr noch andere Tipps für mich?

PS: Hoffentlich ist das jetzt nicht zu durcheinander... Für Antworten wäre ich dankbar. :ja:

EDIT: Mir ist gerade bei der Durchsicht der Unterlagen eingefallen, dass die Arzthelferin meinte irgendwie wären meine Hüften evtl. behandlungswürdig und dass der Doktor das eventuell auch nochmal röntgen lassen will.
Irgendwie habe ich dann hinterher vergessen das anzusprechen und Herr Hoffmann hat das auch nicht irgendwie weiter "bemängelt".
Sollte ich da auch noch was prüfen lassen?!
Ich hatte Schmerzen in dem Bereich eigentlich ehr auf die Wirbelsäule geschoben. :rolleyes:
LG Matthias
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Fischi,

ich kann dir nur kurz was zu deiner Sache mit der Hüfte sagen, da ich damit auch Probleme habe. Ich würde das an deiner Stelle schon noch abklären lassen. Bei mir ist Dr. Hoffmann da auch nur kurz drauf eingegangen und meinte, dass bei mir sowohl die Skoliose als auch die Hüfte behandlungsbedürftig seien. Aber er hat sich bis auf das Verschreiben von Einlegesohlen sonst nur auf meinen Rücken konzentriert. Deshalb werde ich das bei meinem nächsten Termin explizit noch mit abklären lassen. Das würde ich an deiner Stelle auch machen. Ob du dafür nochmal zu Dr. Hoffmann gehen möchtest oder zu einem anderen Orthopäden vor Ort, das ist dir überlassen. Ich denke, beim Thema Hüfte gibt es eher kompetente Orthopäden als beim doch eher Spezialgebiet Skoliose. Diesen Besuch könntest du ja auch gleich mit einem neuen KG-Rezept verbinden. KG-Rezepte bekommst du eigentlich von jedem Hausarzt oder Orthopäden (von einem Orthopäden vermutlich eher).

Ich hoffe, ich konnte dir damit wenigstens ein bisschen weiterhelfen. Eventuell besteht bei dir ja auch ein Beckenschiefstand. Daher könnten dann auch die unterschiedlich hohen Schultern kommen. Und Rückenschmerzen, vor allem im Lendenbereich, können durchaus auch von der Hüfte kommen.

Grüßle,

Saphira
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von robinho »

50° Kyphose sind für einen 20jährigen zu viel.
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von minimine »

Hallo Matthias,

schön, dass du wieder mal berichtest. :)

Mich verwundert etwas am Bericht von deiner KG:
Diagnose: massive LSS, Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur, Funktionseinschränkung
Therapieziel: lockern, lösen, dehnen dehnen dehnen! Kein Muskelaufbau
Ja die Krankengymnastin gab mir nun nach Abschluss der Behandlung folgenden Therapiebericht mit.
1. Stand der Therapie (aktueller Befund) im Hinblick auf die Therapieziele:
Lordose d. LWS, allgemeine Hypertomie d. Rückenmuskulatur
2. Besonderheiten während des Behandlungsverlaufs:
Sitzposition am Arbeitsplatz besprochen, Übg. zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur
3. Prognostische Einschätzung:
---
4. Fortsetzung der Therapie vorgeschlagen:
Ja
Dr. Hoffmann schrieb, dass kein Muskelaufbau stattfinden sollte und deine KG macht Übungen zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur?? Das widerspricht sich ja, oder?

Meine Mutter war neulich auch bei Dr. Hoffmann dabei und sie hat eine ähnliche Diagnose von ihm bekommen und sollte auch viel Dehnen und keinen Muskelaufbau machen. Bei ihr hat sich aber die Therapeutin an das gehalten, was Dr. Hoffmann auf´s Rezept geschrieben hat.

LG
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Klaus »

fischi hat geschrieben:Ich werde am Wochenende nochmal versuchen, die in besserer Qualität hier dazustellen.
Die sind echt dunkel...
Wäre sicherlich hilfreich.
Sieht insgesamt in der seitlichen Aufnahme nicht so wie eine typische BWS Hyperkyphose mit LWS Hyperlordose aus, eher wie eine "gestreckte" Wirbelsäule. In der LWS sehe ich eine nicht typische Anordnung der Wirbel, das ist bei der Qualität der Aufnahme aber sehr wage.
Insgesamt finde ich die Diagnose bezüglich seitlicher Röntgenaufnahme etwas dürftig, es sei denn, es handelt sich bei Dir tatsächlich "nur" um ein Muskelstrukturproblem.
Diagnose: massive LSS, Verkürzung der ischiocruralen Muskulatur, Funktionseinschränkung
Therapieziel: lockern, lösen, dehnen dehnen dehnen! Kein Muskelaufbau
Wenn solche extremen Verkürzungen vorhanden sind, muss man natürlich dehnen, zunächst mal !!
Kein Muskelaufbau heißt hier, dass das keinen Sinn macht, bevor nicht die Muskelstruktur auf ein Mindestmaß korrigiert ist.
Also die Krankengymnastin schlägt vor entweder nochmal Krankengymnastik, nur ein längerer Abstand zwischen den Sitzungen oder RehaSport. Das würde sogar lieber verschrieben, weil es nicht in das Budget der Ärzte rein fällt.
Also REHA Sport ist zwar eine beliebte Möglichkeit, das Budget nicht zu belasten, es ist aber für solche speziellen Fälle nicht geeignet. Die Frage ist natürlich, was Dr. Hoffmann sich bezüglich Dehnen zeitlich als Therapieziel vorstellt.
Unter anderem kann ich zumindest kurzzeitig das Hohlkreuz selbstständig ausgleichen.
Das ist schon mal ein Erfolg, aber das sollte eigentlich längerfristig möglich sein. Insofern ist offensichtlich die reine Dehnung eben nicht ausreichend! Wenn in dieser Ausgleich Situation die Schmerzen geringer sind oder sogar ganz verschwinden, sollte das doch ein Hauptziel der Therapie sein und konsequent fortgeführt werden. Z.Bsp. mit Schroth KG, die aufgrund der "Vordehnung" jetzt ganz gezielt in die Muskelstruktur eingreifen kann. Eine weitere Dehnung findet dabei zusätzlich statt.
Ansonsten ist es natürlich auch noch ein bisschen das optische Ergebnis was mich stört...
Also durch das Hohlkreuz wirkt der Bauch so dick....
Das ist leider typisch für eine LWS Hyperlordose (Hohlkreuz).

Gruss
Klaus
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Kaffeetrinker »

Kleiner Tip für die Röbis abzulichten.

Hänge die Röbis an ein Fenster(Tesastreifen) , draussen sollte es hell sein :D , dann fotografier sie ab, ohne Blitz, dann sieht das super aus und man sieht alles.

Im übrigen habe ich auch ne massive LSS, wird aber wohl ein längeres Weilchen dauern, kann schon ein paar Monate sein je nachdem wie schlimm sie ist. Tägliches Dehnen ist da schon (fast schon ) Pflicht......

Gruß
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Klaus »

Kaffetrinker hat geschrieben:Hänge die Röbis an ein Fenster(Tesastreifen) , draussen sollte es hell sein
Transparentpapier davor kann helfen, wenn der Hintergrund nicht einheitlich hell ist (Häuser, Bäume).

Gruss
Klaus
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Kaffeetrinker »

Der Hintergrund stört noch nicht mal , da aus das Bild fokussiert wird und entsprechend die Belichtung eingestellt wird ;)
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Re: fischi stellt sich vor; ein paar Fragen zur Skoliose

Beitrag von Sarah »

Hey Matthias,
schön das du aus Coesfeld kommst, ich komme auch aus dem Münsterland :D
Wie lange seit ihr zu Dr. Hoffmann gefahren?
Ich habe nächste Woche einen Termin in Münster. Leider kann ich dir keine Tipps geben, da ich selbst hier nur immer mit lese. Aber trotzdem alles Gute für dich :)
LG
Sarah
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