Kopfgelenktherapie

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
doremifasol
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Kopfgelenktherapie

Beitrag von doremifasol »

Hallo,

ich möchte einen gewissen Therapieansatz diskutieren, siehe unten die links.

Natürlich schildere ich dort 'nur' zwei Einzelfälle.

Ich bin aber überzeugt, dass die Kopfgelenktherapie helfen könnten:
- bei der juvenilen Skolioseentwicklung bezüglich einer Symmetrisierung des Muskeltonus entlang der Wirbelsäule,
- bei der Skoliose des Erwachsenen bezüglich der Schmerzen.

Ich freue mich auf Kommentare und werde dazu Stellung nehmen.
minimine
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von minimine »

Hallo doremifasol,

herzlich willkommen hier im :forum:
Erstmal möchte ich sagen, dass ich es toll finde, wenn sich jemand mit einem "neuen Ansatz" hier registriert und dazu auch sachlich Stellung beziehen möchte. :gut:

Hab mir eben ein wenig die Internetseite angeguckt, kann dort aber leider nichts dazu finden, wie die Therapie denn nun funktioniert und welche Behandlungsergebnisse sie erwarten lässt?!?
Ich freue mich auf Kommentare und werde dazu Stellung nehmen.
Schön, dann fange ich doch gleich mal an, einige Fragen dazu zu stellen :D :

- Wie sieht die Behandlung aus und was passiert dabei im Körper?
- Wo wird diese Behandlung angeboten (Kassenleistung?)
- Warum wirkt die Symmetrierung des Muskeltonuses mit dieser Therapie nur bei Kindern/Jugendlichen, wenn Schroth und Korsett dies auch bei Erwachsenen schaffen?
- Wie sieht es mit der Vermeidung der Progredienz aus (in jedem Alter!) bzw. sogar der Umkehrung, also der Verbesserung der Krümmungen, Rotation usw.?
- Gibt es Nachweise für die Wirksamkeit?

LG
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doremifasol
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von doremifasol »

Hallo, Minimine, danke :P , daß Du den Anfang machst.
- Wie sieht die Behandlung aus und was passiert dabei im Körper?
Der Muskel, um den es hier geht, wird sanft umgelagert, siehe:
http://www.kopfgelenktherapie.de/de/kop ... rapie.html
oder auch bezüglich der physiologischen Effekte auf das Achsenskelett:
http://www.kopfgelenktherapie.de/de/kop ... fekte.html
- Wo wird diese Behandlung angeboten (Kassenleistung?)
In den Räumen des MVZ Medikum http://www.medikum-kassel.de/, noch keine Kassenleistung.
- Warum wirkt die Symmetrierung des Muskeltonus mit dieser Therapie nur bei Kindern/Jugendlichen?
Das habe ich nicht behauptet, vornehmlich gehen vermutlich bei Erwachsenen die Schmerzen weg, morphologisch ändert sich nicht viel. Bei Jugendlichen besteht vermutlich Aussicht auf Begradigung der Wirbelsäule aufgrund der dauerhaften Symmetrisierung des Muskeltonus nach Maßgabe der noch vorhandenen Wachstumsreserve.
- Wie sieht es mit der Vermeidung der Progredienz aus (in jedem Alter!) bzw. sogar der Umkehrung, also der Verbesserung der Krümmungen, Rotation usw.?
Ich vermute, daß die Progredienz bei der juvenilen Skoliose nicht fortschreitet, bei der des Erwachsenen auch nicht.
- Gibt es Nachweise für die Wirksamkeit?
Eben, erstmal nur zwei Einzelfälle, die Du ja gelesen hast.
minimine
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von minimine »

Hallo doremifasol,
minimine hat geschrieben:- Wie sieht die Behandlung aus und was passiert dabei im Körper?
Der Muskel, um den es hier geht, wird sanft umgelagert, siehe:
http://www.kopfgelenktherapie.de/de/kop ... rapie.html
oder auch bezüglich der physiologischen Effekte auf das Achsenskelett:
http://www.kopfgelenktherapie.de/de/kop ... fekte.html
OK, ich wollte aber vielmehr wissen, wie diese Therapie durchgeführt wird, also wie wird denn der Muskel "sanft umgelagert"? Mit speziellen Manipulationsgriffen oder sowas??
minimine hat geschrieben:- Gibt es Nachweise für die Wirksamkeit?
Eben, erstmal nur zwei Einzelfälle, die Du ja gelesen hast.
Hmh, ich meinte aber, ob es denn zumindest Vorher-Nachher-Röntgenbilder oder Rückenbilder gibt? Schreiben kann man ja viel. ;)
Und bei zwei Fällen jetzt von neuer Therapiemethode zu sprechen halte ich persönlich schon ein wenig sehr weit aus dem Fenster gelehnt...

LG
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von doremifasol »

Hallo, minimine, es ist nach Mitternacht und ich habe in der Besucherstatistik nachgeschaut:
Tag Anzahl der Besuche Seiten Zugriffe Bytes
01.11.2010 6 200 200 3.06 MB
02.11.2010 12 379 379 5.41 MB
03.11.2010 7 95 95 1.31 MB
04.11.2010 0 0 0 0
05.11.2010 3 56 56 800.24 KB
06.11.2010 2 2 2 27.05 KB
07.11.2010 6 60 60 864.89 KB
08.11.2010 5 9 9 129.75 KB
09.11.2010 9 143 143 2.01 MB
10.11.2010 0 0 0 0
Heute war kein Besucher auf meiner Seite, also auch Du nicht.
Ich lege also meine Hände in den Schoß und warte, bis Du inhaltlich auf meine Inhalte Bezug nehmen kannst.
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Kaffeetrinker
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von Kaffeetrinker »

Moin,

Und das kann nicht sein, ich war gestern auch auf der Seite........

Bin bei der Sache auch sehr skeptisch, ich bezweifel die Therapie bei Kopfschmerzen oder Spannungszuständen nicht an, das leuchtet mir noch ein, aber bei einer Skoliose, glaube ich ehrlich gesagt nicht dran, wenn dem so wäre wie siehts dann bei einer Kyphose aus???

Gruß
Stephan
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von Lady S »

Überarbeite mal Deinen Seitenzähler ;) Ich war gestern auch auf Deiner Seite, konnte aber nichts entdecken, was eine inhaltliche Stellungnahme lohnen würde.
minimine hat es schön zusammengefasst mit
Schreiben kann man ja viel. ;)
Grüsse, Lady S
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von minimine »

Hallo doremifasol,
Heute war kein Besucher auf meiner Seite, also auch Du nicht.

das kann nun wirklich nicht sein. Ich war sogar mehrmals auf der Seite und ich behaupte mal, von den mittlerweile über 90 Leser, die diesen Thread hier gelesen haben, waren sicherlich auch einige dabei, die die Links angeklickt haben (du hast ja genug davon gepostet). ;)
Ich lege also meine Hände in den Schoß und warte, bis Du inhaltlich auf meine Inhalte Bezug nehmen kannst.
Sorry, aber da ist nichts, worauf man Bezug nehmen könnte. :confused:
Im Übrigen ist es nicht meine Aufgabe, zu irgendwas Bezug zu nehmen. Du möchtest hier eine eine neue Therapiemethode anpreißen. Das Mindeste was man dann verlangen kann, ist, dass die Fragen dazu auch beantwortet werden.

Du bist nicht der Erste, der hierher kommt mit seiner "neuen Therapiemethode" und wenn man nach mehr Info´s fragte, kam plötzlich nur noch Schall und Rauch. Woher wusste ich nur gleich, dass das hier wieder genauso enden wird... :rolleyes:

LG
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von sloopy »

Hallo doremifasol!

Ich war auch gestern kurz auf der Seite und hab mir das jetzt mal genauer angeschaut. Was heißt denn in der Aussage des Physiotherapeutens: "In der Bauchlage ist die Skoliose aufgedreht,"??? Im Liegen ist jede Skoliose geringer als im Stehen, das ist kein Zauberwerk... Oder was versteht der Therapeut unter "aufgedreht"?

Wäre schön, wenn du die gestellten Fragen beantworten würdest statt User anzuprangern, weil sie sich die Seite angeblich nicht angeschaut haben. So sonderlich inhaltsreich ist deine Seite bzgl. der Skoliose ja nicht, dass man da großartig Stellung zu nehmen könnte ;).

Gruß,
sloopy
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"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von Pirat1988 »

Hi doremifasol
war auch gestern auf deiner Seite. Kann den anderen nur zustimmen, dass die Seite nicht sehr viele Information bietet.

Außerdem verstehe ich nicht warum wir (bzw minimine) sich äußern soll. Du willst ja etwas vorstellen und vl auch so Patienten gewinnen (habe es so verstanden, dass du die Therapie durchführst). Dann muss man auch mal ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten ;)

LG Pirat
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von doremifasol »

Hallo, gemeinsam, ich freu mich über die Resonanz,... :juggle:

Allerdings möchte ich mich entschuldigen für die Anschuldigung, nicht nachgeschaut zu haben, insbesondere bei minimine :rolleyes: Es ist vielleicht doch etwas an der Besucherstatistik kaputt,... und so habe ich mich beeilt, meinen Webbetreuer zu fragen, was er davon hält, dass am 10.11. offensichtlich so viele Besuche statt gefunden haben, die seiner Maschine gar nicht aufgefallen sind :)

Auch möchte ich um Entschuldigung bitten, falls meine Ansichten verletzenden Charakter haben oder abwegig erscheinen. Ich kann mich auch täuschen. Ich denke nicht, dass ich mich täusche, aber es ist möglich. Ich hoffe, das wir uns darauf einigen können, uneinig zu verbleiben. Ich respektiere Euren Standpunkt und möchte auch niemanden mit meiner Meinung überrumpeln.

Ich denke, daß die Kopfgelenktherapie in der Adoleszenz große Chancen birgt aber auch bezüglich der Schmerzsymptomatik des Erwachsenen:

So finde ich bemerkenswert, dass die Patientin, von der ich berichte, das Tramal ab Behandlungszeitpunkt innerhalb eines Monats abgesetzt hatte, fortan Schmerzmittel frei lebt und - so der Bericht - große, volle Bierkrüge trägt und dabei wie ein Honigkuchenpferd gut drauf ist. Sie hat gerade zurückgerufen: Morgen werden wir einander sehen. Ihre Stimme - kritallklar und hell -, sie sagte, ihr geht es gut...

Die Jugendliche, von der ich berichte, erstaunte mich auch, als sie nach Therapie sagte, dass sie sich aufgerichtet fühlt und ihre Haltung nicht mehr kontrollieren muss. Davon habe ich auch ein Filmchen, der von einem Orthopäden so kommentiert wurde: "Das ist Voodoo!" Ok, noch ist nicht aller Tage Abend, es kann sein, dass sich irgendwann einmal die Erkenntnis durchsetzt, dass die Kopfgelenktherapie für die sogenannte idiopathische (d.h. man gibt zu, dass man nicht weiß, woher sie kommt) juvenile Skoliose das geeignete Therapiemittel ist. Der Jugendlichen geht es gut, die Skoliose ist rückläufig, sonst hätte man von der Korsettpflicht nicht abgesehen...

Ich schreibe das, weil das die Inhalte sind, die ich vermitteln wollte, was mir aber wohl schlecht gelungen ist.
Stephan: "Bin bei der Sache auch sehr skeptisch, ich bezweifel die Therapie bei Kopfschmerzen oder Spannungszuständen nicht an, das leuchtet mir noch ein, aber bei einer Skoliose, glaube ich ehrlich gesagt nicht dran, wenn dem so wäre wie siehts dann bei einer Kyphose aus???"
Eine weit über achzigjährige Frau kam tiefst gebeugt. Ab Kopfgelenktherapie ging es ihr gesundheitlich besser. Ich bin aber außerstande fest zu stellen, ob sich ihre Hyperkyphose geändert hat. Aber die Rückemuskulatur war nach einem Jahr zufriedenstellend symmetrisiert. Habe von ihr zwei Vögel, eine Katze und einen großen Engel aus Pappmaché geschenkt bekommen. Will sagen: Morphologisch ändert sich beim Erwachsenen wenig, aber die Befindlichkeit war zumindest bei der alten Frau besser geworden.
minimine: 'kam plötzlich nur noch Schall und Rauch'
Ich hab's aber beschrieben: Die Muskelumlagerung erfolgt durch Vibration und Eigenbewegung, mehr nicht. So sanft, dass eine Patientin sagte: "Ich hab gedacht, das wäre ne Probe, nicht die Behandlung..." Viele sind überrascht, dass so wenig so viel bewirkt. Öfters gerät ein Patient darüber in einen kognitiven Konflikt, den es aufzufangen gilt....
sloopy: Was heißt denn in der Aussage des Physiotherapeutens: "In der Bauchlage ist die Skoliose aufgedreht,"??? Im Liegen ist jede Skoliose geringer als im Stehen, das ist kein Zauberwerk... Oder was versteht der Therapeut unter "aufgedreht"?
Der Physiotherapeut kennt den Rücken seiner Patientin in und auswendig und weiß wie sie sich vor Therapie angefühlt hatte. Er konnte bei der Massage nur schwer die autochtone Muskulatur beeinflußen, ... und jetzt: Es war ihm leicht gefallen, dorthin zu kommen. Aufgedreht im Sinne des Massageergebnisses vor und nach Therapie, nicht nur aufgrund der Bauchlage.
Pirat: 'Kann den anderen nur zustimmen, dass die Seite nicht sehr viele Information bietet.'
Ich respektiere Eure Meinung....
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von sloopy »

Hallo doremifasol!
doremifasol hat geschrieben:Ich respektiere Euren Standpunkt und möchte auch niemanden mit meiner Meinung überrumpeln.
Das wirst du mit solchen Argumenten auch nicht schaffen:
Habe von ihr zwei Vögel, eine Katze und einen großen Engel aus Pappmaché geschenkt bekommen. Will sagen: Morphologisch ändert sich beim Erwachsenen wenig, aber die Befindlichkeit war zumindest bei der alten Frau besser geworden.
:prust: Sorry, aber Katzen, Vögel und Engel aus Pappmaché können auch nur einen Psychologen so beeindrucken, oder?


Sag mal, was kostet eigentlich so eine Therapie???

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von doremifasol »

Hallo sloopy,
Sag mal, was kostet eigentlich so eine Therapie???
Diese Leistung wird derzeit nicht von
den gesetzlichen Krankenkassen
übernommen.
Für die ersten zwei Behandlungstermine
berechnen wir, je nach Aufwand
(abhängig von der Schwere des
Krankheitsbildes), zusammen 140 €
bis 180 €, eventuelle weitere Termine
werden mit je 60 € veranschlagt. Bei
Kindern beträgt das Honorar 70 bis
120 € für beide Termine, bei Säuglingen
50 bis 70 €.
Im Falle einer privaten Versicherung
wird nach GOÄ abgerechnet.


Ich lade auch ein Foto vom Flyer hoch.

Falls Du nach Kassel kommen möchtest, ich habe bis zu drei Schlafplätze, gratis, bei mir zuhause....
Dateianhänge
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mamaratlos
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Diagnose: TOCHTER - Throrakolumbalskoliose
im Korsi -24,7° thorakal ,darüber links konvex 1-2 von 32° darunter 21,5 nach copp

SOHN - Kyphose/Skoliose
Kyphosewinkel 30°
BWK9-LKW 2
Skoliose 7°
Therapie: TOCHTER:
2008 Reha in Bad Kösen
2009 Korsi von CCtech Herr Nahr
durchgegehnd kg nach Schroth(auserhalb des Regelfalls)

SOHN: kg nach Schroth, März/April Sobi 2011
Wohnort: Duisburg

Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von mamaratlos »

Huhu
zusammen 140 €
bis 180 €, eventuelle weitere Termine
werden mit je 60 € veranschlagt. Bei
Kindern beträgt das Honorar 70 bis
120 € für beide Termine, bei Säuglingen
50 bis 70 €.

Wer soll sich bitte schön sowas leisten können :eek:
Wie in meinen Fall wären das bei uns ( Tochter 19 J.,Sohn 14J.) um die 260 Euro und bei weiteren anwendungen 120 Euro.

Ich persönlich denke das ich diese Therapie und die schonmal hier diskutierte Haifischknorbel -Wunderpille für abzocke halte.
Tut mir leid aber ohne erfolgreiche Studien ,beweise (röntgenbilder vorher und nachher) werde ich so eine ,,Therapie" weder empfehlen noch selber an meinen Kinder ausprobieren.


Ist meine Meinung(Laße mich gerne vom Gegenteil überzeugen).


Viele liebe grüße aus den Ruhrpott

Mamaratlos
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Unsere Skoliosegeschichte findet ihr hier: Berlin -Herr Nahr und Kletti
Sohnemann´s Geschichte

Ich werde den Kopf nicht in den Sand stecken und warten bis mich ein Strauß besucht
Dr. Steffan
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von Dr. Steffan »

Ich verfolge den Thread seit einigen Tagen. Zuerst fand ich die Ausführungen echt lustig, dann habe ich mich darüber gewundert, so etwas ernst zu nehmen, inzwischen bin ich wirklich sauer über so viel Unwissenheit und Ignoranz.
Solche Therapieformen sind hoch gefährlich für Patienten.
Leider fallen immer wieder ein paar Patienten, oder eher die Eltern die den Kindern ein Korsett ersparen wollen, auf solch eine Scharlatanerie herein. Folge sind dann Skoliosen von 70° und mehr, die dringend operiert werden müssen. Leider habe ich so ein paar Fälle in meiner Sprechstunde.
Lieber Herr doremifasol, ich weiß ja nicht welche Ausbildung sie, oder ihre Mitarbeiter genossen haben, aber bei der Anatomie scheinen alle nicht wirklich aufgepasst zu haben.
Auf Ihrer Internetseite http://www.kopfgelenktherapie.de/de/kop ... rapie.html
zeigen sie ein schönes Bildchen. Auf diesem Bild soll der m. digastricus von seiner Stellung unter dem Querfortsatz „sanft verlagert“ werden.

Herr doremifasol, der m. digastrikus zählt zu den Kaumuskeln und liegt eher oberflächlich, auf jeden Fall weit weg von der Stelle die im Bild gezeigt ist. Abgesehen davon ist es anatomisch unmöglich einen Muskel derart zu verlagern, sie müssten dort sämtliche Bandstrukturen durchtrennen.

Ich habe gelesen, dass in ihrem Zentrum in Kassel auch Orthopäden arbeiten. Ich hoffe einmal die wissen nicht was sie da veranstalten. Wenn sie es wüssten, wäre das grob fahrlässig.
Sicherheitshalber frage ich dort mal nach.
Dr. K. Steffan
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von minimine »

Hallo doremifasol,

du kannst nur zwei Beispiele nennen, die sich danach gerade "fühlen", natürlich ohne Belege. Dafür aber eine schöne ausgearbeitete Preisliste... Na Hauptsache das wäre geklärt bei den ganzen offenen Fragen zur Therapie an sich. :rolleyes:

Jetzt mal ernsthaft, das ist ein Witz, oder??? :eek:
180 Euro!!! für eine Erstberatung und dann noch für eine "Therapie", für die es noch nicht mal Beweise, geschweige denn logische Erklärungen gibt!!
Aber Danke, dass du das hier geschrieben hast, so können wir Patienten wenigstens davor warnen!!

@Dr. Steffan:
Lieber Herr doremifasol, ich weiß ja nicht welche Ausbildung sie, oder ihre Mitarbeiter genossen haben, aber bei der Anatomie scheinen alle nicht wirklich aufgepasst zu haben.
Laut Impressum ist doremifasol Diplom-Psychologe.
Kann man eigentlich auch als Patient irgendwie gegen solche Sachen vorgehen, es an irgendeine Kammer melden oder sowas??

LG
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von Klaus »

Ich denke, dass man die Form, wie das hier vorgestellt wird, zunächst mal durchaus als Angebot verstehen kann, eine Möglichkeit auszuprobieren. Es wird kein Versprechen gemacht.
Die Tatsache, dass das entsprechendes Geld kostet, muss jeder für sich selbst entscheiden und damit evtl. auch für sein Kind. So gesehen gehört das zu den vielen weiteren Möglichkeiten, die hier immer wieder diskutiert werden, hier nun aber in einem noch nicht bekannten anderen Ansatz.
DrSteffan hat geschrieben:Leider fallen immer wieder ein paar Patienten, oder eher die Eltern die den Kindern ein Korsett ersparen wollen, auf solch eine Scharlatanerie herein. Folge sind dann Skoliosen von 70° und mehr, die dringend operiert werden müssen. Leider habe ich so ein paar Fälle in meiner Sprechstunde.
doremifasol, die Situation bei Skoliose/Hyperkyphose ist in der Tat leider so, dass u.U. nach jedem Strohhalm gegriffen wird und solche Entscheidungen nicht sorgfältig genug getroffen werden. Deshalb diskutieren wir hier auch intensiv und Du wirst sicherlich merken, dass Du mit Aussagen bezüglich Skoliose Behandlung besonders vorsichtig sein musst, weil die Erwartungshaltung der Patienten wirklich sehr emotional gesteuert sein kann. Insofern ist diese Vorsicht nicht nur hier im Forum angebracht (es wird ja schon von Versuch gesprochen), sondern auch in den entsprechenden anderen online und print Medien.
Herr doremifasol, der m. digastrikus zählt zu den Kaumuskeln und liegt eher oberflächlich, auf jeden Fall weit weg von der Stelle die im Bild gezeigt ist. Abgesehen davon ist es anatomisch unmöglich einen Muskel derart zu verlagern, sie müssten dort sämtliche Bandstrukturen durchtrennen
Solche grundsätzlichen Dinge müssen wirklich erst mal abgeklärt werden, ehe man hier weiter diskutiert! Eine Verlagerung von Muskeln durch Vibration und Bewegung kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, ganz unabhängig davon, was das zur Folge hat.
Ich habe gelesen, dass in ihrem Zentrum in Kassel auch Orthopäden arbeiten. Ich hoffe einmal die wissen nicht was sie da veranstalten. Wenn sie es wüssten, wäre das grob fahrlässig.
Sicherheitshalber frage ich dort mal nach.
Das wäre sehr hilfreich. Ich finde bei den entsprechenden Ärzten keinen Hinweis auf diese Therapie.

Gruss
Klaus
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von Klaus »

minimine hat geschrieben:180 Euro!!! für eine Erstberatung und dann noch für eine "Therapie", für die es noch nicht mal Beweise, geschweige denn logische Erklärungen gibt!!
Aber Danke, dass du das hier geschrieben hast, so können wir Patienten wenigstens davor warnen!!
Also das trifft doch für alle zusätzlichen privaten Möglichkeiten zu, es ist in der eigenen Entscheidung und solange die grundsätzlichen von Dr. Steffan angemerkten Fehler nicht geklärt sind, wird hier im Forum sicherlich keiner auf den Gedanken einer Therapie kommen. Gottseidank wird durch den Preis auch erst mal die mögliche Klientel deutlich eingeschränkt.

Nach meiner Ansicht liegt die Gefahr eher in der Therapie selber, die bislang in der praktischen Ausführung völlig unklar ist. Trotz der von mir beschriebenen Gefahr, dass man u.U. nach jedem Strohhalm greift, muss man den Leuten schon eine gewisse Eigenverantwortung zumuten.
Kann man eigentlich auch als Patient irgendwie gegen solche Sachen vorgehen, es an irgendeine Kammer melden oder sowas??
Ich weiß nicht, wie das bei rein privaten Leistungen ist.
Auf jeden Fall hängt alles von der Abklärung des praktischen Vorganges der Behandlung ab. Eine wirkungslose Behandlung kannst Du da wahrscheinlich nicht bemängeln, wohl aber eine mit negativen Nebenwirkungen.
Und das ist mit Sicherheit nicht eine leere Geldbörse. :)

Gruss
Klaus
Dr. Steffan
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von Dr. Steffan »

Klaus hat geschrieben:Ich denke, dass man die Form, wie das hier vorgestellt wird, zunächst mal durchaus als Angebot verstehen kann, eine Möglichkeit auszuprobieren. Es wird kein Versprechen gemacht.
Klaus
Der nicht informierte Patient stürzt sich natürlich auf so eine Therapie, in der Hoffnung kein Korsett tragen zu müssen und eine zeitintensive Reha zu vermeiden. Und genau da liegt das Problem, es vergeht kostbare Zeit, in der ein Kaumuskel "verlagert" wird (ich lach mich tot) und die Skoliose wird unwiderruflich schlechter und schlechter. :<
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Re: Kopfgelenktherapie

Beitrag von Klaus »

DrSteffan hat geschrieben:Und genau da liegt das Problem, es vergeht kostbare Zeit, in der ein Kaumuskel "verlagert" wird (ich lach mich tot) und die Skoliose wird unwiderruflich schlechter und schlechter
Deswegen habe ich ja gesagt, dass zumindest hier in der Diskussion die grundsätzlichen Dinge geklärt werden müssen und doremifasol darauf hingewiesen, das er bezüglich Skoliose sehr vorsichtig sein soll, nicht nur hier, sondern auch in seinen online und print Medien.
Die Indikation Hyperkyphose gibt es ja nicht, deswegen kann sich diese Gruppe beruhigt zurücklehnen. :D

Gruss
Klaus
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