Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

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sloopy
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Re: Wirbelsäulenversteifung aufgrund einer Skoliose

Beitrag von sloopy »

Hallo Stephi!
Steph231090 hat geschrieben:Das St.Franziskus-Hospital in Münster mit Prof. Liljenqvist ist die beste Adresse in Europa für Wirbelsäulenchirurgie.
Das ist Ansichtssache. Andere kompetente Ärzte halten die Schön Kliniken in Neustadt, Holstein mit Prof. Halm oder die Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg mit Dr. Niemeyer für die beste Adresse.

Steph231090 hat geschrieben:Ich hatte 2007 eine Krümmung von 48°, Dezember 2009 waren es 50° und nun sind es 56°.
Und wie alt bist du? Welche konservativen Therapien wurden versucht?

Steph231090 hat geschrieben:Eine Op ab einer Krümmung von 45° ist in den meisten Fällen notwendig, denn ab dieser Krümmungsstärke siegt die Schwerkraft und die Krümmung wird immer schlimmer.
Seh ich nicht so und was die These mit der Schwerkraft betrifft, bin ich der lebende Beweis dafür dass es nicht so ist- ich hatte vor sieben Jahren 50° und hab jetzt noch 45°.
Dr. Niemeyer sagte während eines Vortrags beim Bad Sobernheimer Skoliose-Workshop im April, dass eine OP-Indikation bei einer Krümmung ab 50° und nachgewiesener Progredienz vorliegt.

Steph231090 hat geschrieben:Ob man schmerzen hat oder nicht ist zu diesem Zeitpunkt egal (wobei es mich wundern würde wenn man bei einer Krümmung ab 50° keine Schmerzen hat), denn die schmerzen kommen später und das wollen die Ärzte einfach nur mit der Frühzeitigen Op den Patienten ersparen.
1. Ich kenne einige Skoliosen mit Verkrümmungen über 50 Grad, die nicht mehr Rückenschmerzen haben als Nicht-Skoliotiker.
2. Niemand kann garantieren, dass man nach der OP keine Schmerzen hat. Außerdem werden von operativ tätigen Ärzten oft und gerne die OP-Risiken und Langzeitfolgen schön geredet.

Steph231090 hat geschrieben:Mein Tip ist, verlasst euch nicht auf diese Foren und lasst euch Angst machen.
Wir wollen niemandem Angst machen und wir raten immer wieder dazu, sich mehrere Meinungen anzuhören. Wie Klaus aber auch schon geschrieben hat, sollte man nicht nur zu operativ tätigen Ärzten gehen, sondern auch zu konservativ tätigen Spezialisten.

Gruß,
sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Steph,

eieiei, dein Beitrag zeigt leider nur, dass du dich anscheinend nur einseitig informiert hast. :/
Das St.Franziskus-Hospital in Münster mit Prof. Liljenqvist ist die beste Adresse in Europa für Wirbelsäulenchirurgie.
Ohne das Krankenhaus oder Prof. Liljenqvist selbst zu kennen, denke ich, dass man dort sicher gut aufgehoben ist, was Skoliose-Operationen anbelangt. Dennoch halte ich deine Aussage aber für zu allgemein, denn bei OP-Kliniken gibts schon so einige, die da mindestens mithalten können. ;)
Ich hatte 2007 eine Krümmung von 48°, Dezember 2009 waren es 50° und nun sind es 56°.
Welche Therapien haben denn in diesem Zeitraum stattgefunden? KG nach Schroth, Reha nach Schroth, hochkorrigierendes Korsett? Natürlich gibt es Krümmungen, die trotz einer intensiven konservativen Therapie fortschreiten können, aber ich denke, dass sind eher Ausnahmefälle.
Eine Op ab einer Krümmung von 45° ist in den meisten Fällen notwendig, denn ab dieser Krümmungsstärke siegt die Schwerkraft und die Krümmung wird immer schlimmer. Ob man schmerzen hat oder nicht ist zu diesem Zeitpunkt egal (wobei es mich wundern würde wenn man bei einer Krümmung ab 50° keine Schmerzen hat), denn die schmerzen kommen später und das wollen die Ärzte einfach nur mit der Frühzeitigen Op den Patienten ersparen.
Natürlich ist mit 45° die Skoliose behandlungsbedürftig, aber da gibts ja nicht nur eine OP. :rolleyes: Mich würde da aber auch interessieren, wie man ausgerechnet auf 45° kommt?!?
Bezüglich der Schmerzen ist nur zu sagen, erstens haben auch Menschen ohne Skoliose sehr oft Rückenschmerzen und zweitens gibt es keine einzige Studie, die beweist, dass es operierten Patienten tatsächlich besser geht als nicht-operierten Patienten. Wie oft gab es schon, dass welche ohne Schmerzen operiert wurden und danach hatten sie erst recht welche? Was ist mir der höheren Abnutzung der nicht-versteiften Bereiche bei Operationen? Was ist in 10, 20, 30 Jahren?
Darüber hinaus gibt es gar keinen Zusammenhang zwischen Cobb-Winkel und Schmerzen. Es gibt kleine Skoliosen, die starke Schmerzen machen und sehr starke Skoliosen, denen nur ab und zu mal was zwickt. Vielmehr spielen hier die Rotation, das Sagittalprofil und das Lot eine wichtige Rolle.

Klar gibt es Skoliosen, bei denen absehbar ist, dass sie sich trotz Korsett und KG weiter verschlechtern, dann macht es auch Sinn diese frühzeitig zu operieren. Auch gibt es Patienten, die eine OP einfach vorziehen und sich kein Korsett vorstellen können. Meine Meinung ist, wenn bei jemanden die Krümmung trotz optimaler konservativer Therapie fortschreitet und/oder dennoch Schmerzen vorliegen, dann sollte eine OP besprochen werden. Aber mit solch fadenscheinigen Argumenten zu kommen finde ich alles andere als professionell. V.a. auch noch die Aussage, dass du möglichst schnell operiert werden sollst. Warum? An Skoliose stirbt man doch nicht. :nein: Lass dich nicht so unter Druck setzen!! Und von deiner angeblich zweitbesten Klinik hab ich noch nie was gelesen, weder hier im Forum, noch im SOPF.
Tut mir einfach nur den Gefallen und verlasst euch nur auf Aussagen von professionellen Ärzten mit viel Erfahrung und hoher Erfolgsquote!
Das geb ich mal an dich zurück. ;) Informiere dich weitläufig, hol dir mehrere Meinungen ein von auf Skoliose spezialisierten Ärzten und Kliniken, mach (wenn noch nicht geschehen) einen konservativen Behandlungsversuch und verlasse dich nicht zu stark auf die Aussagen von Ärzten. Die kochen nämlich auch nur mit Wasser. ;)

LG
Minimine
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Sari1908

Beitrag von Sari1908 »

Hallo zusammen.

Meine OP liegt nun schon fast 9 Jahre zurück. Aufgrund meiner sehr starken Krümmung (oben 110 Grad) mussten bei mir 2 Eingriffe gemacht werden, wobei ich nach der ersten OP fast 10 Tage auf der Intensivstation gelegen habe, davon ca. 4 Tage im künstlichen Koma. Es war so, dass in der 1. OP mir 2 unechte Rippen entnommen wurden. Diese wurden zermahlen und in Körbe gefüllt, die mir anschließend in die Bandscheibenräume gesetzt wurden. Sie haben mir dementsprechend vorher meine echten Bandscheiben im Bereich der BWS entfernt. Da dieser Eingriff sehr nah an der Lunge war und diese nicht beschädigt werden sollte, wurde sie während der OP "lahm" gelegt. Anschließend wurden die Körbchen mit der Wirbelsäule verschraubt (Stäbe kamen dann erst in der 2. OP). Als ich dann auf der Intensivstation wieder aufgewacht bin, ging es mir zunächst richtig gut, zumindestens den ersten Abend (wenn ich ganz ehrlich bin kann ich mich auch kaum noch an die Intensivstation erinnern, aufgrund der ganzen harten Medikamente). Aber am nächsten Morgen ging es nur noch bergab... Mein Lungenflügel, der während der OP ganz normal geatmet hat, bekam eine Lungenentzündung und somit hatte ich nur sehr eingeschränktes Lungenvolumen, hab also kaum Luft bekommen und der Sauerstoffgehalt im Blut sank stetig... Das alles war dann so schlimm, dass man mich ins künstliche Koma versetzt hat. Aus diesem bin ich allerdings, warum auch immer vielleicht zu niedrig dosiert, ganze 2 Mal wieder aufgewacht. Danach haben sie es gelassen und es wurde so probiert... Nach ca. 5 oder 6 Tagen an zig Maschinen ging es dann auch endlich wieder bergauf.... Ich war dennoch froh, dass ich trotz meiner starken Krümmung keinen Halo-Ring verpasst bekommen hatte. Auf normaler Station dann wieder angekommen, habe ich ein Gipskorsett bekommen (hätte ja sonst nicht aufstehen können, da ich noch keine Stäbe hatte) und das habe ich dann 2 Wochen bis zur nächsten OP getragen. War aber nicht so schlimm oder nervig wie zunächst gedacht und auch lange nicht so schlimm wie ein Korsett nach Schroth.

Die 2 OP war dann irgendwie kein Problem mehr: Stäbe rein und fertig... :lach:
Eine Nacht intensiv, dann noch 2 Wochen auf der normalen Station und dann endlich nach Hause....

Am Ende war ich ca. 7 Zentimeter größer als vor der OP, hatte aber im oberen Bogen nur noch 30 Grad anstatt 110 Grad und das ist auch heute noch so. Der untere Bogen wurde fast vollständig korrigiert, kaum noch ausmessbar. Das Ganze habe ich in der Schön-Klinik in Neustadt in Holstein machen lassen bei Prof. Halm. Kann ich nur jedem empfehlen der eine OP plant. Ich habe mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt und bin vom Ergebnis noch immer begeistert, auch wenn es die schwersten 6-8 Wochen meines Lebens waren. Aber an so etwas wächst man ja auch. Ich war übrigens gerade 16 geworden.

Es wirft natürlich die Frage auf, warum es überhaupt so schlimm geworden ist bzw. warum ich es so weit habe kommen lassen. Dazu kenne ich nur eine Antwort: sch*** Orthopäde, bei dem ich jahrelang in Behandlung war. Der kannte leider die ganzen neuen Methoden noch nicht, die bereits in Neustadt jahrelang angewandt wurden. Er sagte immer zu mir, wir versuchen es erst noch so, ich sei noch so jung, das wäre so ein schlimmer Eingriff, Gipsbett, usw. und so fort.... Ich war am Ende diejenige, die ihm Hefte aus Neustadt gebracht hat und natürlich habe ich diesen Orthopäden seit kurz vor dem Eingriff nicht mehr gesehen... Habe gewechselt...

Auch wenn die Zeit sehr schlimm war und die Schmerzen fast unerträglich, so würde ich den Eingriff doch immer wieder machen lassen und wäre froh darüber gewesen wenn mir einer früher so etwas gesagt hätte. Dann hätte ich nicht so lange gewartet und es wäre nicht so schlimm geworden. Natürlich bekomme ich schon seit meinem 6 Lebensjahr KG, war auch 2 Mal in Bad Sobernheim zur Kur , danach immer KG nach Schroth und diverse Korsetts habe ich auch getragen, aber es gibt nunmal Skoliosen, die bekommt man nur mit einer OP in den Griff wobei ich aber auch welche kenne, die haben sie durch KG sehr gut im Griff. Leider gehörte ich da nicht zu. :/
Schmerzen habe ich kaum noch und ich kann alles machen was ich möchte, natürlich sollte man nicht unbedingt jeden Tag Springseil springen... :D Ab und zu vielleicht Kopfschmerzen, das liegt aber daran dass ich im Büro arbeite und den ganzen Tag auf den PC-Bildschrim starre und so nur eine sehr eintönige Bewegung mache. Meine Physiotherapeutin bekommt das aber eigentlich immer wieder mit Massagen in den Griff, dort gehe ich noch 2 Mal die Woche hin. Schroth bringt nach der OP natürlich nichts mehr, weil es ja nichts mehr zu korrigieren gibt, aber Muskelaufbauübungen sollte man sein Leben lang weiter machen!
Ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel geschrieben und ich konnte ein paar Leuten ein bißchen weiterhelfen.
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Re: meine op

Beitrag von kerstin-gross »

carolin hat geschrieben:Hallo mein Name ist Carolin un ich bin 16 Jahre alt.
Da meine Wirbelsäule eine Krümmung von ca. 68° hatte wurde ich am 20.01.10 im AKK operiert. Vor der Op hatte ich kau Angst denn ich konnte mir nicht ansatzweise vorstellen was das für Schmerzen sind. Oke, ich wurde dann morgens in den Op gebracht und wurde ca. 4-5 stunden operiert. Ich verbrachte dann eine Nacht aud der Intensivstation. Da war ich noch so benebelt von meiner Naose das ich en Schmerz kaum gespürt habe.Doch als ich am nächsten Tag wieder au eine station gebracht wurde fingen die Schmerzen an! Man fühlt sich sehr schlecht, ist am Anfang total unbeweglich und hat ein unheimliches drücken und stechen im rücken, ich hatte auch ein immerwiederkehrendes kribbeln vom Fuß bis zum po.Die ersten Tage war ich nur am heuln weil das so ne schmerzen waren und man total auf hilfe angewiesen ist. Nach 2 wochen durfte ich dann nach hause und ittlerweile bin ich jetzt schon fast 2 wochen wieder zu hause.Also ich habe immer noch schmerzen. Man kann nicht lange stehen, nicht lange sitzen und man muss sich immer wieder hinlegen damit ist einigeraßen geht.

nun ja ich hoffe das das alles bald ein Ende hat :) und ich meinte auch schon, das wenn ich gewusst hätte was das für scherzen sind dann hätte ich mich nicht operiern gelassen.
kat

meine erfahrung zur versteifung der wirbelsäule

Beitrag von kat »

hallo! ich wollte einfach mal meine erfahrungen mit einer versteifungs-op niederschreiben...
ich bin 22 jahre alt und habe seid frühster kindeheit ein wirbelgleiten gehabt.
es hat mir nie besondere probleme bereitet. klar man hat mal rückenschmerzen gehabt und ab und an ist mir komischerweise absolut schmerzfrei das re bein weggesackt. so das ich stürzte. ich dachte mir da aber nie etwas bei.
mit mal bekam ich starke schmerzen im li bein. die ich nicht zuordnen konnte. rückenschmerzen waren eher nicht so stark. nur dieser strake schmerz der über den po in die hüfte und schließlich außen am bein bis in das fußgelenk zog. ein weilchen bin ich so rumgelaufen. irgendwann ging ich zum arzt. habe spritzen in den ischias bekommen. es half aber nicht.
dann bin ich zum orthopäden. es wurden röngenbilder sowie MRT und CT bilder erstellt. worauf man das wirbelgleiten sah. für mich ja nichts neues. erst wurden mir schmerzmittel, krankengymnastik, "streckbank"- um zwischen den wirbeln "luft" zu schaffen, reizstrom- zur nervenstimulation verschrieben. aber es wurde stetig schlimmer. rasant schlimmer. innerhalb von 2 monaten war ich nicht mehr in der lage auto zu fahren, dinge zu tragen oder arbeiten zu gehen. bekam lähmungen und gefühlsstörungen in den beinen.
ich wurde ins krankenhaus überwiesen. ich suchte mir eine gute klinik mit viel erfahrung in diesen ops aus.
bei der untersuchung dort wurde mir zur op geraten. ich hatte angst vor solch einer po! man hört ja schließlich viel schlimmes!!! und dann ist man auch noch so "doof" und sucht im internet nach erfahrungsberichten! was einen schockiert und noch mehr verunsichert! aus diesem grund schreibe ich das hier!!! ;-)
ich habe mich zu dieser op überwunden!!! und bereue es nicht!!!
mir blieb eigendlcih auch keine wahl!! kurz vor dem op termin konnt ich nicht mehr laufen und bin quasi richtung querschnittslähmung gelaufen.
und konnte diese op kaum noch erwarten, weil ich wusste, so gehts nicht weiter!
ich wurde L5/S1 versteift.
nach der op wurde mir gesagt, das die op auf letzten drücker war! es war grad 3! grad 4 ist feierabend!
nach der op hatte ich schmerzen... klar die op wunde... und ein leichtes taubheitsgefühl in beiden beinen... und extreme schmerzen im re bein. die schmerzen li waren wie weggeblasen!
zudem eine fuß und zeh hebeschwäche. und starke gefühlsstörungen! es machte mir angst! normalerweise muss man nach 2 tagen aufstehen. ich lag 10 tage!
ich wurde ins MRT geschoben... um zu sehen was für diese ausfallerscheinungen und schmerzen sorgt. es war nichts festzustellen! außer jede menge wundwasser! darauf wollten sie mich noch einmal operieren... nur nachsehen ob sie eine ursache finden und die wunde spülen. da hatte ich auch angst vor... da man durch die schmerzen eh ein häuflein ehlend ist!!! aber zuvor bekam ich ein schmerzmittel direkt in den ischias gespritzt. "schmerztherapie". ich merkte da erst nicht viel von... der 2 op termin stand schon. über nacht konnte ich mich mitmal im bett bewegen und sogar mit hilfe schon leicht drehen. und am nächsten morgen konnte ich meine füße besser bewegen und konnte/musste aufstehen. konnte ab dann stetig mehr stehen und auf der bettkante hocken. nur wenn da nicht der extreme schwindel wäre! er war nur kreislaufbedingt! zum glück! denn da sie bei der op meine rückenmarkshaut verletzt hatten(hört sich schlimm an, is es aber nicht) kann schwindel einen austritt von rükenmarksflüssigkeit bedeuten. was dann noch einmal opereiert werden müsste! die naht auf dichte überprüfen! nich so schlimm wies sich anhört!!! denn die versteifungsop an sich is die harte op!!! sie dauerte bei mir 6 stunden!
aber im endeffekt is der schwindel so weggegangen!!! 10 tage unter starken schmerzmitteln nur flach liegen ... da kapitulliert der kreislauf... es dauert ein weilchen!!! aber nach 10 tagen konnt ich mich stetig steigern!!" laufen lernen..." lernen die beine wieder richtig zu koordinieren! gehfehlern vorbeugen... duschen ... anziehen... und mit gehwagen/stützen auch ma wieder eine rauchen gehen!!! ;-) wo ich gesehen habe das es den meisten anderen wesendlich besser geht!!! die wandereten ohne gehstützen, munter mit ihrem korsett durch die weltgeschichte! aber auch ich machte nur noch vortschritte!!! und am tag der entlassung, nach 18 tagen... war ich relativ mobil! danach war nur eins hard... 3 monate nicht sitzen, bücken, heben, drehen... und außer bei der körperpflege kontinuierlich das korsett tragen!!! nach 6 wochen hab ich es mal weggelassen und nach 2 monaten habe ich mich zeitweise gesetzt und bin halb liegend bei anderen mitgefahren!!! denn nur mit den einschränkungen zu hause rumliegen oder stehen... macht einen verrückt!!! und das wetter war leider noch nicht für gute spaziergänge geeignet!! was sehr wichtig zur beinkoordinierung wäre... im ganzen kann ich sagen wenn man starke schmerzen hat, die ein "normales" leben nicht möglich machen! sollte man diese op machen!!! ich habe im krankenhaus einiges gesehen!!! viele die fit sind und rundum glücklich! die 2 tage nach der op aufstehen und es läuft... leute wie mich! mit startschwierigkeiten! leute mit nervenschädigungen, die noch länger was davon haben oder evtl. auch damit leben müssen. aber niemanden der im rollstuhl sitzt!!! nein!!! das risiko wird so hoch unter "nichtwissenden" gehandelt!!! aber nein! das risiko ist klein!!! es ist unwarscheinlich das es nach der op schlimmer ist als vorher!!! höhstens gleich!!! aber normal ist eine besserung ! ich habe auch nervenschäde behalten!!! aber man muss bedenken, durch den zustand, mit dem man einige zeit rumlief wurden nerven geschädigt... ärzte können bereits geschädigte nerven auch nicht heilen!!! ich habe einige einschränkungen... was mit 22 auch nich so einfach ist!! aber ich seh das anders!!! wie würds mir ohne die op heute gehen??? diese op hat mir lebensqualität gegeben!!! wenn man schäden hatte, kann man nicht erwarten völlige heilung zu bekommen!!! aber es ist so das ich am leben teilhaben kann... leben kann!!! arbeiten kann... auch wenn nun nicht mehr alles!!! aber ich bin zufrieden!!! wenn man jung ist, sollte man es unbedingt machen!!! da die genesung und heilung der knochen und nerven hoch ist!!! im hohen alter... oder kurz vor der rente... sollte man es sich gut überlegen!!! ob man nicht so leben kann!!! wenn nicht sollte man es auch dann wagen!!! gerade wenn man nicht mehr laufen kann... was hat man zu verlieren??? man kann nur gewinnen!!! man sollte sich einfach nicht verrückt machen lassen!!! und betroffene direkt fragen... oder es auf sich zukommen lassen!!! das risiko ist nicht so hoch!!! ich persönlich hab noch keinen im rollstuhl gesehn!!!!
bei mir ist die op 6 monate her... und ich bin zufreiden!!! wenn die zeit vergeht... vielleicht wird es noch besser... denn nach solch einer op brauch man einige zeit!!! kein ergebnis in wenigen monaten!!!
wer auch vor solch einer op steht!!! lasst euch nicht so verrückt machen! und lest nicht zuviel im internet!!! ;-)
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Beitrag von Lady S »

Hallo kat,
bei Dir wurden zwei Wirbel (L5 und S1) verblockt wegen Wirbelgleitens.
Dies ist etwas ganz anderes als eine Versteifungsoperation an einer verkrümmten Wirbelsäule.

Grüsse, Lady S
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Silas
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Schroth KG

Beitrag von Silas »

Hallo Kat,

Danke für Deinen Bericht über Wirbelgleiten und OP.

Hier im Forum gibt es auch den ein oder anderen, der mit Wirbelgleiten zu tun hat, glücklicherweise ist das Wirbelgleiten bei den meisten hier nicht so dramatisch, wie bei Dir.

Allerdings kann man eine langstreckige Versteifung, wie sie bei Skoliose u.ä. erforderlich ist und die häufig andere Wirbelsäulenbereiche (mit)betrifft, nur sehr bedingt mit der Repositionierung und Versteifung eines einzelnen Segments vergleichen.

Insbesondere ist die Indikation zur OP eine völlig andere. Während bei bestimmten Beschwerden / Grad bei Spondylolisthesis nur noch eine OP wirklich helfen kann, ist diese Entscheidung bei Skoliose in den meisten Fällen keineswegs so einfach zu treffen und will gut überlegt sein.

Deiner Empfehlung, nicht zu viel im Internet zu lesen, muss ich hier entschieden widersprechen.
Leider hat man gerade bei Wirbelsäulendeformitäten oft nur als gut informierter, mündiger, aufgeklärter Patient die Chance auf eine qulitativ hochwertige Behandlung.

Viele Grüße,
Silas
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Beitrag von minimine »

Hallo Kat,

erstmal vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Da wir auch immer wieder mal Patienten mit Wirbelgleiten hier haben, ist der Bericht bestimmt sehr wertvoll.

Ich freue mich für dich, dass deine OP gut gegangen ist. :ja:

ABER, dein Bericht ist nur sehr schwer zu lesen, da keine Groß- und Kleinschreibung beachtet wurden und du keine Absätze gemacht hast. Ich möchte dich daher bitten, beim nächsten Bericht ein wenig darauf zu achten. :)

Dein Rat, möglichst nicht zu viel im Internet zu lesen kann ich zwar verstehen, denn manchmal wird man dadurch tatsächlich sehr verunsichert, aber man darf halt nicht vergessen, dass eine Skoliose-OP (und um die geht es hier in der Regel) ein sehr großer und lebensverändernder Eingriff ist. Ich kann daher wirklich nur jeden empfehlen, sich zusätzliche Infos und einen Erfahrungsaustausch im Internet zu suchen, allein schon zur psychischen Bewältigung. Manche nehmen es halt einfach hin, andere wiederum haben aber großen Redebedarf und unter Gleichgesinnten lässt es sich nunmal auch einfacher reden.

LG
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Re: Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

Beitrag von Gast »

Ich bin der Matthias und komme hier aus Neustadt und wohne da wo es die Schön Klinik gibt und habe mich Operien lassen von L2 bis S1 und habe es bis heute nicht bereut es gemacht zu haben .Die Klinik hat mir so gar angeboten danach eine Schmerztherapie mit zu machen und es hilft ungemein.Habe 5 Operation gebraucht wie andere auch ,erst eine Spienalstenose und dann und dann .Lag aber auch daran das meine Lendelwirbelsäule einfach schlappppp gemacht hatte durch ein Zeckenbissss so das meine fünt Wirbelkörper und Bandscheiben einfach nicht mehr stabiel waren so das Versteift erden mußten .Wenn man glaubt das nach den Operationen schluß mit den Schmerzen sind der teuscht sich da alleseinwachsen muß und das dauert ,kann bis zu 5 - 10 Jahre daueren das ist nun mal so.Bin jetzt früh Rentner und versuche mich damit abzufinden .Es ist nicht einfach aber was sol ich machen meine Bewegungseinschränkung sind da und muß damit leben aber es tut nicht mehr so weh wie füher.Habe auch in der Schön Klinik alles mit gemacht was die Ärzte wollten ,denn Sie haben bis zu Versteifung alles versucht um die Versteifung zuverhindern aber es hat dann nur noch die Versteifung geholfen.Bin aber auch froh das es alles ein ende hat wenn ich mich daran erriner wie die Distgokra. war mann das tat weh das könnt man nicht sein schlimmsten Feint neeee Nun denn wenn Ihr frage habt meine Maila. m.n.pluemer @googlemail.com
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Re: Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

Beitrag von Silas »

Gast hat geschrieben:Wenn man glaubt das nach den Operationen schluß mit den Schmerzen sind der teuscht sich da alleseinwachsen muß und das dauert ,kann bis zu 5 - 10 Jahre daueren das ist nun mal so.
Teil 1 des Satzes:
Ja, leider gibt es Patienten, die nach der OP weiterhin unter Schmerzen leiden, aber auch viele, denen die OP Erleichterung bringt.

Teil 2 des Satzes:

Es geht in erster Linie nicht darum, dass das Implantat einwächst. das Implantat kann man sich eher wie einen innerlich angebrachten "Gips" vorstellen, der dazu dient, eine bestimmte Stellung zu fixieren, in der dann die Wirbelsäule verknöchern kann.
Normalerweise sollte die knöcherne Durchbauung nach spätestens 1 Jahr stattgefunden haben. 5-10 Jahre habe ich noch nie gehört, hast Du zusätzlich eine Erkrankung die den Knochenstoffwechsel beeinträchtigt?
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Nette

Re: Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

Beitrag von Nette »

Hallo,bin heute zum ersten mal hier "schreibtechnisch"mit dabei.
Ich muß nächste Woche Montag in die Klinik und bekomme Dienstag eine Versteifung im Bereich L5/S1 gemacht.
So langsm bekomme ich doch etwas Angst,obwohl ich sagen muß,das ich die OP auch herbeigesehnt habe.Ich leide unter ständigen Schmerzen und kann nicht lange sitzen,liegen oder stehen.Ich habe in diesem Bereich keine Bandscheibe mehr,die Wirbel liegen aufeinander ,habe schon Kanten gebildet ,die Austrittslöche für die Nerven ist stark verengt.
Kann mir jemand sagen,ob man nach dieser OP das Becken noch seitwärts bewegen kann.Bin nämlich leidenschaftliche Motorradfahrerin und benötige diese Bewegung.Bitte schildert mir eure Erfahrungen

Danke
Anette
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Schroth KG

Re: Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

Beitrag von Silas »

Hallo Anette,

in welcher Klinik wirst Du denn operiert?

Wenn alles gut geht und die OP Dir die Schmerzproblematik deutlich lindern kann, wird sich Deine Beweglichkeit wahrscheinlich sogar verbessern.

Bei Dir wird nur ein Segment versteift und die Beweglichkeit im Beckenbereich ist ein komplexes Zusammenspiel vieler Strukturen, Motorradfahren sollte kein Problem sein, wenn alles gut läuft.

Andererseits will ich Dir aber auch nicht verschweigen, dass es Patienten gibt, die auch nach Versteifung dieses Segments weiterhin Probleme haben, besonders beim Sitzen. Keilkissen, gut einstellbarer Bürostuhl, Toilettensitzerhöhung u.ä. können helfen.

Viele Grüße,
Silas
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Gast

Re: Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

Beitrag von Gast »

Hallo zusammen,ich habe da mal eine Frage,und zwar mein Freund ist vor 5Wochen in Sendenhorst an der lws versteift worden,die Schmerzen sind absolut besser geworden.Nur,kann es sein,dass er die Stangen und Schrauben spürt???Meistens bei Regenwetter!!!!!!!!

Vielen Dank in Vorraus
Bibi
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Re: Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

Beitrag von Silas »

Hallo Bibi,

davon berichten einige Operierte, gerade bei Wetterumschwüngen u.ä.
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(Stephen Hawking)
Steph231090

Re: Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

Beitrag von Steph231090 »

Hallo liebe Leidensgenossen,

vor einiger Zeit habe ich auch in diesem Forum geschrieben.
Bei mir war eine stetige Verschlechterung vorhanden. Innerhalb von 6 Monaten verschlimmerte sich meine Skoliose um 6°. Bei mir wurde die Skoliose erst mit 17 festgestellt und mein Orthopäde war leider auch ein kleiner Fuscher und hat alles für halb so wild erklärt und ich solle einfach weiter machen wie bisher, da wäre kein Behandlungsbedarf. Als ich 19 geworden bin fingen dann bei mir die Schmerzen an, die kamen daher, dass die Wirbel an den Kanten schon aufeinanderstanden. Ich konnte ohne Schmerzmittel die Tage nicht mehr überstehen.
Aufgrund dessen bin ich wieder zu meinem Orthopäden gegangen, der hat mir dann Schroth verschrieben und hatte vor, mich in Bad Sobernheim vorzustellen. Ich sollte Schroth erstmal 6 Monate machen und dann wollte er nochmal alles röntgen und sich ein Bild davon machen, wie sich meine Skoliose entwickelt hatte. Dort hat er dann ohne den Grad auszumessen festgestellt, dass es schlechter aussieht.
Daraufhin hat er mich zur Vorstellung nach Münster geschickt zu Prof. Dr. med. Liljenqvist. Der hat sich alles angeschaut, alle Röntgenbilder etc.. Der hat dann auch die Verschlechterung der 6° innerhalb der letzten 6 Monate festgestellt, trotz Schroththerapie.
Prof. Dr. med. Liljenqvist hat mir zu diesem Zeitpunkt dann gesagt, dass ich keine 6 Monate mit der Op mehr warten sollte, da die Schwerkraft bei mir schon eine große Rolle spielt. Die Grenze von 40-45° ist eine ungefährer Grad, wo das mit der Schwerkraft anfängt, daher meinte er, dass ab diesem Grad eigentlich schon operiert werden sollte.
Ich habe mich da in meinem ersten Bericht wohl ein bisschen falsch ausgedrückt gehabt.
Gut am 16.08. diesen Jahres hatte ich dann meinen OP-Termin. Mir wurden die Wirbel Th5-LWK2 versteift, also 10 Wirbel. Ich habe nun 17 Schrauben und 2 ca. 30-35cm lange Titanstangen im Rücken. Für das Knochenzement wurden mir von diesen Wirbeln die Dornfortsätze abgefräst und zermörsert und mit dem Knochenzement vermischt und um die Schrauben verpackt.
Normalerweise wird die Narbe nacher geklammert, dameine 40 cm lang ist. Da ich leider aber sehr empfindlich bin gegenüber verschiedenen Metallen, wurde meine Narbe mit Selbstauflösenden Fäden genäht. Die habe ich leider nicht vertragen und hatte nacher offene Stellen in der Narbe. Am 17.09. diesen Jahres wurde die Narbe in Münster dann wieder los gemacht, ausgescharbt und gereinigt, da sich ein ganz sensibler keim in die Narbe gesetzt hatte. Die Narbe wurde daraufhin mit anderen Fäden die gezogen werden mussten mit 44 Stichen zugenäht. Nun ist die Narbe super verheilt und auch zu geblieben.
Mit der OP habe ich das absolut richtige für mich getan, denn ich habe gar keine Schmerzen mehr, klar war es direkt nach der OP nicht einfach und mir ging es die ersten 3 Wochen schmerzlich, körperlich und seelisch total Sch****, aber im Nachhinein geht es mir super damit.
Ich habe gar keine Schmerzen mehr, ich kann mich schon wieder einigermaßen bewegen. Ich darf in einem Monat wieder schwimmen, in 4 Monaten wieder Fahrrad fahren und in 10 Monaten wieder Sport treiben.
Für mich ist das wichtigste, dass ich nun absolut bis jetzt schmerzfrei bin und mit den Bewegungseinschränkungen freundet man sich auch ganz schnell an. Man kann natürlich alles nicht mehr so machen wie vorher, aber man weiß sich ganz schnell andersweitig zu helfen.
Meinen Behindertenausweis habe ich natürlich auch schon beantragt. In der Regel bekommt man für größere Versteifung, was meine meiner Meinung nach auch ist, eine Schwerbehinderung von 50-70 Grad, dadurch wird man mit den Vorzügen daraus für die Einschränkungen hat auch wieder entschädigt.
Alles in allem kann ich sagen, dass ich genau das Richtige getan habe und es jedem nur empfehlen kann, nur wenn es natürlich keine andere Möglichkeit mehr gibt!

Viele liebe Grüße und allen auch viel Gesundheit,

Stephi
minimine
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Re: Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

Beitrag von minimine »

Hallo Stephi,

danke für deine Geschichte, magst du dich nicht hier registrieren?
Schön, dass es dir nun schon wieder so gut geht, dennoch möchte ich aber auf einige Punkte eingehen.
Der hat dann auch die Verschlechterung der 6° innerhalb der letzten 6 Monate festgestellt, trotz Schroththerapie.
Naja... 6° mehr zeigen zwar eine Tendenz zur Verschlechterung an, könnten aber genauso gut nur Messfehlertoleranz gewesen sein, insbesondere wenn vorher womöglich nur Teilaufnahmen gemacht wurden. Schroth hast du aber nur ambulant gemacht, da hättest du schon nochmal eine stationäre Reha versuchen können und selbst wenn dies dann die Verschlechterung nicht aufgehalten hätte, hätte es noch die Möglichkeit eines Korsetts gegeben. Ich gehe aber davon aus, dass dir ein Chirurg diese Möglichkeit nicht nannte. ;)
Prof. Dr. med. Liljenqvist hat mir zu diesem Zeitpunkt dann gesagt, dass ich keine 6 Monate mit der Op mehr warten sollte, da die Schwerkraft bei mir schon eine große Rolle spielt. Die Grenze von 40-45° ist eine ungefährer Grad, wo das mit der Schwerkraft anfängt, daher meinte er, dass ab diesem Grad eigentlich schon operiert werden sollte.
Das kann man aber nur so sagen, wenn man eine unbehandelte Skoliose hernimmt, nicht, wenn eine Skoliose behandelt wird. :nein:
In der Regel bekommt man für größere Versteifung, was meine meiner Meinung nach auch ist, eine Schwerbehinderung von 50-70 Grad, dadurch wird man mit den Vorzügen daraus für die Einschränkungen hat auch wieder entschädigt.
D.h. du bist jetzt nach der OP mehr eingeschränkt als vor der OP??? Genau DAS sollte aber mit einer OP vermieden werden. Ich würde ja lieber auf einen hohen GdB verzichten, wenn ich dafür meine Beweglichkeit und normale Funktion der Wirbelsäule behalten könnte...
Alles in allem kann ich sagen, dass ich genau das Richtige getan habe und es jedem nur empfehlen kann, nur wenn es natürlich keine andere Möglichkeit mehr gibt!
Ich finde es absolut in Ordnung, wenn sich jemand in diesem Gradzahlbereich für eine OP entscheidet, aber nur, wenn er tatsächlich alle anderen Alternativen kennt und die bestenfalls auch selbst ausprobiert hat. Ich finde es allerdings unmöglich :boese: , wenn jemand meint, bei ihm hätte es ja absolut keine andere Möglichkeit mehr gegeben und man würde es ja jedem empfehlen, dies genauso zu tun.
Zu den konservativen Möglichkeiten zählen Schroth-KG (nur während eines stationären Aufenthaltes erlernt!!!) und auch ein Korsett! Keines davon hast du aber versucht. Es ist also wirklich fraglich, ob man nicht doch die OP und somit auch deine nun stärkeren Einschränkungen hätte vermeiden können.

Ich freue mich wirklich für dich, dass es dir nach der OP gut geht und wünsche dir, dass dies auch die nächsten Jahre und Jahrzehnte anhalten wird.

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Gast

Re: Wer hat eine Wirbelsäulenversteifung hinter sich?

Beitrag von Gast »

Danke,ich hoffe,dass es bald besser wird,dauert halt seine Zeit!!!Vielleicht geht dieses Gefühl ja auch mit der Zeit wieder weg.Wenn man selbst nicht betroffen ist kann man das auch nur schlecht nachvollziehen!!!Ich bin dann auch so ein Mensch und mache mir dann gleich Sorgen ob auch wirklich alles in Ordnung ist,aber wie gesagt,dass ganze ist erst 5Wochen her!!!!!

Bibi
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