Seite 1 von 2

Salzungen oder Sobernheim?

Verfasst: Fr, 02.09.2005 - 15:57
von Lilie
Hallo!

Ich habe mich dazu entschlossen nun doch so schnell wie möglich eine Reha zu machen. Ich bin fast 32 und habe eine Kyphose von 69°.
Nun stehe ich vor der Frage Salzungen oder Sobernheim.

Interessieren würden mich folgende Punkte:
- Wartezeiten
- Altersdurchschnitt
- Wo sind die Unterschiede der Kliniken (ist die eine oder die andere für Kyphosen eher empfehlenswert?)

Ob ich Schmerzpatientin bin (meine gelsesen zu haben dass für Schmerzpatienten Salzungen die bessere Adresse wäre) kann ich nicht wirklich sagen. Klar ich habe Schmerzen, kann nicht länger schmerzfrei gerade sitzen als 2 Minuten und nach einem Stadtbummel hab ich das Gefühl in der Mitte durchzubrechen. Aber ich bekomme alles noch mit zwischendurch hinlegen hin und brauche keine Schmerzmittel.
Bislang hatte ich 2 mal Schroth KG was im Moment die Schmerzen verschlimmert.

Interessieren würde mich auch wie lange es ungefähr von dem Einreichen des Antrages bis zur Bewilligung durch die KK dauert und wie lange dann bis zur Anreise. Besteht auch die Möglichkeit die Dauer des Aufenthalts selbst zu bestimmen? Ich habe eine kleine Tochter und von daher muss ich alles gut organisieren.

Über ein paar Antworten wäre ich euch dankbar!

Gruß,

Lilie

Verfasst: Fr, 02.09.2005 - 23:04
von Karlson vom Dach
Hallo Lilie,

gute Entscheidung!

In BaSa gibt es eine "symmetrische Gruppe", in die Du mit einer Hyperkyphose kommen würdest. Ich glaube, in Sobernheim gibt es die nicht. Der Altersdurchschnitt ist in den Ferien in beiden Kliniken ziemlich weit "unten". Ich war im November/Dezember in BaSa, und zu dieser Zeit waren viele Erwachsene dort (vielleicht 40%???, bin mir nicht mehr sicher)

Eines weiß ich mit Sicherheit noch: Es war klasse!!!

Vorher wirst Du Dein Korsett bekommen: Mit ein bischen Glück hat es Dich bis zur Reha von Deinen Schmerzen befreit (bei einigen hier und bei mir war es so)

Viel Spaß,

Karlson

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 05:41
von BZebra
Karlson vom Dach hat geschrieben:In BaSa gibt es eine "symmetrische Gruppe", in die Du mit einer Hyperkyphose kommen würdest. Ich glaube, in Sobernheim gibt es die nicht.
In Sobernheim gibt es gleich mehrere rein symmetrische Gruppen!

Wartezeiten sind außerhalb der Ferienzeiten (zu denen auch mehr Erwachsene da sind) in beiden Kliniken relativ kurz. War fürher anders. Seitdem aber nicht mehr so lange und so häußig Rehas genehmigt werden und es in Sobernheim mehr Betten gibt, kann man dort teils schon innerhalb von 5 Wochen einen Termin bekommen, je nach dem wann eben.

Sobernheim hat Therapeuten mit bis über 20-jähriger Schroth-Erfahrung. Die sind echt top und haben wirklich was drauf. Und die langjährige Erfahrung ist bei Schroth auch sehr wichtig, zumindest bei Skoliosen. Man merkt die Unterschiede schon sehr deutlich zwischen denen, die erst ein paar Jahre dabei sind, und den richtigen Profis.
Bei Kyphosen mag das aber vielleicht etwas anders sein, weil das weniger kompliziert ist, allerdings hat den Unterschied auch Toni nach einer Schroth-Übungsstunde in Sobi gemerkt, der auch keine Skoliose hat.

Was Deine Schmerzen angeht, das kannst natürlich nur Du beurteilen. Wenn es unwahrscheinlich ist, daß Du wegen der Schmerzen ärztliche Betreuung brauchen wirst, wenn Du also fit bist, dann ist Sobernheim top, weil die Ärzte dann eh nur eine Nebenrolle spielen (3 mal 15 Minuten gesehen und fertig). Nicht daß sie keine Zeit hätten, zu tun haben die eigentlich so gut wie nichts wie es scheint, es gibt dann aber für einen selbst keinen Grund zu ihnen zu gehen.

In Salzungen hättest Du Dr.Steffan, von dem Du hier im Forum schon mal was lesen kannst. Die anderen Ärzte ??? ... sind wahrscheinlich genauso Luschen wie die in Sobi. Zumindest scheint dort auch eine hohe Ärztefrequenz zu sein. Von manchen musste man sich dort auch schon trennen.

Als "halbinvalider Schmerzpatient" ist man in Sobernheim meiner Meinung nach nicht so gut aufgehoben. Es ist dort sehr intensiv und da bei Schroth eben in Gruppen geturnt wird, überarbeiten sich solche Patienten dann gerne.
Sie wollen eben mithalten mit den anderen und - soweit ich mich in die Position dieser Patienten hineinversetzen kann - denke ich, daß es ihnen (verständlicherweise) unangenehm ist, überall dann zu sagen "das tut mir weh, das kann ich nicht ...".
Es ist ja auch für die Gruppe dann ein "Hemmschuh", wenn Patienten drin sind, die immer Pausen verursachen, weil sich der Therapeut um sie persönlich kümmern muss. Das merken die Betroffenen natürlich selbst und halten sich deswegen bestimmt oft zurück (der Gruppe zu liebe).

Auf der einen Seite wäre es prima, wenn man in Sobernheim die richtigen Schmerzpatienten aus den normalen Gruppen rausnimmt und in getrennte Gruppen steckt. Auf alle Fälle wäre das von Vorteil für die Patienten, die wirklich was machen wollen. Auf der anderen Seite wäre ein Schmerzpatient dann auch noch mit den ganzen anderen "Hemmschuhen" zusammen in einer Gruppe, die genauso viel Aufmerksamkeit brauchen wie er selbst. :/

Für Sobernheim solltest Du, egal welchen Alters, eher der dynamisch, jugendliche, flexible Typ sein. Die Jugendlichen färben natürlich schon auf die Therapeuten und die Atmosphäre ab.
Die konservativeren Typen, die z.B. das Vorhandensein von Kohlensäure im Wasser zu abendfüllenden Themen machen können ;) werden sich in Sobernheim nicht so wohl fühlen.

REHA Bad Salzungen

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 13:38
von Klaus
Hallo Lilie,
BZebra hat geschrieben:Für Sobernheim solltest Du, egal welchen Alters, eher der dynamisch, jugendliche, flexible Typ sein. Die Jugendlichen färben natürlich schon auf die Therapeuten und die Atmosphäre ab.
Das kann ich mir für Sobi gut vorstellen.
Selbst in BaSa hat man als Erwachsener z.Bsp. im April das Gefühl gehabt, dass manche Jugendliche etwas "bremsend" bei der Therapie wirken, obwohl die absolut in der Minderheit waren.
Für einen Erwachsenen kann ich mir nicht vorstellen, dass er sich in einer grossen Mehrheit von Jugendlichen wohl fühlt, wenn es ihm nicht gelingt, mit den wenigen Erwachsenen sehr gut klar zu kommen. Immerhin gibt es ja auch Freizeit.

Was als Vorteil von BaSa noch nicht genannt wurde, ist das sogenannte Sequenztraining.
Fitnesstraining an Geräten, ganz auf die Situation angepasst und bestens geeignet, um als Erfahrung in das Fitness-Training vor Ort übernommen zu werden!

Für mich ist Schroth und Fitness-Training in der Kombination die optimale Therapie.

Was Kyphose angeht, so ist das sicherlich eine Minderheit in der Minderheit. Und wenn ich sogar mit einer seltenen tiefsitzenden Kyphose ankomme, dann sind die Grenzen in BaSa schnell erreicht.
Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die restlichen Fragen durch eine intensive persönliche Auseinandersetzung während und nach der REHA in Zusammenarbeit mit einem Vor-Ort-Therapeuten zu klären sind.

Nach allem, was ich hier über Sobi gelesen habe, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Therapeuten in Sobi so ständig intensiven Fragen auf Dauer stellen werden. Ich brauchte das, um Schroth zu verstehen. Kids und Jugendliche machen zum grossen Teil das, was man ihnen sagt, weil sie bestenfalls einsehen, dass es wichtig ist. Andernfalls gibt es Druck und das muss ich als Erwachsener weder haben noch anhören müssen.

In den Sommer-Ferien sind übrigens Erwachsene in BaSa nicht zugelassen. In der übrigen Zeit bekommt man sehr schnell einen Termin, besonders ausserhalb der anderen Ferienzeiten.

Die Stationsärzte in BaSa sind wahrscheinlich so einzuschätzen wie in Sobi.
Dr. Steffan spielt aber bezüglich Kompetenz eine besondere Rolle. Mit ihm kann man eine gesonderte Sprechstunde vereinbaren. So etwas ist in Sobi offenbar nicht möglich.


Gruss
Klaus

Re: REHA Bad Salzungen

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 14:03
von BZebra
Klaus hat geschrieben:Dr. Steffan spielt aber bezüglich Kompetenz eine besondere Rolle. Mit ihm kann man eine gesonderte Sprechstunde vereinbaren. So etwas ist in Sobi offenbar nicht möglich.
Nein, das geht natürlich nicht, man kann mit Dr.Steffan nicht in Sobernheim eine Sprechstunde vereinbaren. ;)

Aber wie oben schon geschrieben, zu tun haben die Ärzte in Sobernheim ja so gut wie nichts. Also man kann dort jeder Zeit hin auch ohne einen Termin zu haben, z.B. zu Dr. El Obeidi ... Dr. Weiß hingegen ist nur schwer zu erreichen. Fragt sich aber, ob das so schlimm ist.
Es gibt allerdings jeden Montag abend eine Gesprächsrunde mit Dr. Weiß zu denen immer ganz wenige kommen und da kann man seine Fragen dann an ihn persönlich richten, wenn's denn unbedingt sein muss.

Im Übrigen würde ich persönlich das Sequenztraining jetzt nicht als etwas erstrebenswertes für Sobernheim ansehen. Auch wenn ich privat selbst ins Fitnesstudio gehe und dort an Geräten trainiere, ist es wesentlich uneffektiver als Schroth. Die Zeit kann man dort also besser nutzen, insbesondere wo die Motivation ja gegeben ist.

Und Schroth ansich ist ja so vielfältig und auch noch kompliziert, daß es eigentlich als Anfänger schon Sinn macht, sich erst mal auf das wesentliche zu konzentrieren und so viel Zeit wie möglich hierein zu stecken, anstelle sich gleich zu verzetteln.

Aber die Therapeuten in Sobi, da wüßte ich jetzt nicht was es da auszusetzen gäbe, außer daß es natürlich immer auch neue gibt mit weniger Erfahrung. Das war aber natürlich schon immer so und wird wohl immer so sein (muss ja).
Der Schwachpunkt in Sobernheim sind die Ärzte und die Korsett-Versorgung bei Jugendlichen und die ärztliche Schmerztherapie bei Erwachsenen.

Wer Verständnisprobleme mit den Übungen hat, Klaus, der bekommt dann z.B. Einzelbehandlung mit Therapeuten (mehrmals die Woche) um ein bißchen nachzuhelfen. Schmerzpatienten bekommen natürlich auch Einzelbehandlung, und Fango und was weiß ich was noch alles.

Was die Ärzte angeht, da bin ich aber natürlich voreingenommen. Ist sicherlich möglich, daß ich dem ein oder anderen mehr oder weniger unbekannten Exemplar damit unrecht tue. Ich lag diesbezüglich schließlich schon einmal falsch: Genauso habe ich ja auch über Dr. Steffan gedacht, als er in Sobernheim gearbeitet hat.

Gruß,
BZebra

p.s.:

Ach ja, die Sobernheimer Therapeuten waren übrigens auch Dr. Steffans Lehrer ;). Unterschätze sie nicht! Sie sind UNSER ALLER MASTER!

Auch was Du hier an Inhalten in diesem Forums findest, hat zum ganz großen Teil seine Basis exakt dort! Wir sind von den Sobernheimern Therapeuten dazu ausgebildet worden, um genau solch ein Forum bewerkstelligen zu können, in dem Du Dich hier gerade befindest.

Was Du hier siehst, ist "made by Sobernheimer Therapeuten"!
:sobernheim:

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 16:17
von Dr. Steffan
Ich bin natürlich "etwas" beeinflußt. :D

Vorteil von Bad Salzungen ist, dass bei uns die Schroththerapie ausschließlich von Physiotherapeuten gemacht wird, die können auch andere krankengymnastische Therapieformen und nicht nur Schroth. Besonders bei Schmerzpatienten eine nicht zu vernachlässigende Tatsache.

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 16:23
von Sabi
DrSteffan hat geschrieben: Vorteil von Bad Salzungen ist, dass bei uns die Schroththerapie ausschließlich von Physiotherapeuten gemacht wird, die können auch andere krankengymnastische Therapieformen und nicht nur Schroth. Zudem sind sie durch ihre Ausbildung angelerntem Personal in anderen Kliniken deutlich überlegen. Besonders bei Schmerzpatienten eine nicht zu vernachlässigende Tatsache.
Sind denn nicht alle sobernheimer Therapeuten auch Physiotherapueten oder sind die teilweise wirklich nur "angelernt". Wenn ja, was hatten diese davor für eine Qualifikation?

Re: REHA Bad Salzungen

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 17:14
von Dalia
Hallo Lilie,

in diesem Unterforum hier sind vor allem die ganz alten Threads zu Sobernheim und Salzungen interessant zu lesen.
Klaus hat geschrieben:In den Sommer-Ferien sind übrigens Erwachsene in BaSa nicht zugelassen. In der übrigen Zeit bekommt man sehr schnell einen Termin, besonders ausserhalb der anderen Ferienzeiten.
Hier eine Frage meinerseits: Gilt das nur für Salzungen oder auch für Sobernheim? Gibt es auch Ausnahmen, was ist mit Erwachsenen, deren Urlaubszeit exakt mit den Schulferien zusammenfällt, z.B. Alleinerziehende, Lehrer, Erzieher, Schulpsychologen, Internatsleiter, pädagogische Assistenten...?

Dalia

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 17:28
von Toni
Hallo Dalia
Lehrer, Erzieher, Schulpsychologen, Internatsleiter, pädagogische Assistenten usw... die ein Reha verordnet und genehmigt bekommen, dürfen diese auch außerhalb der Ferienzeit antreten und müssen dafür NICHT Urlaub nehmen.
Sie sind entweder in unkündbarer Stellung als Beamte beim Staat oden oft bei kirchlichen oder charitativen Trägern angestellt, denen eigenetlich zugemutet werden kann, einen Mitarbeiter, der eine REHA bitter nötig hat auch dann für eine REHA freizustellen (was ja gesetzliche Pflicht ist!) wenn KEINE Ferienzeit ist.
Kinder und Jugendliche unter "Pisa-Druck" haben von Ihren Lehrern hingegen keine Rücksicht zu erwarten, wenn sie wegen einer 4 - 6 wöchigen Reha dann dem Stoff hinterherhinken, Klausuren nicht schaffen, Zeugnisse verhageln und deswegen möglichweise ganze Schuljahre wiederholen müssen.
Die Herren und Damen "PädagogInnen" sind in dieser Hinsicht sehr unbarmherzig!

zudem kann ich mir schwer vorstellen, daß zum B. eine rückenschmerzverzerrte Lehrerin kurz vor dem burn-out-syndrome ihre wertvolle Reha nur zwischen ständig gröhlenden, kichernden und bis in die Nacht hinein kreischenden kids und teens verbringen möchte.

Gruß Toni

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 19:19
von Klaus
BZebra hat geschrieben:Nein, das geht natürlich nicht, man kann mit Dr.Steffan nicht in Sobernheim eine Sprechstunde vereinbaren.
War klar, dass das kommt. :D
Aber es gibt ja nun sehr viele, die extra weit anreisen, um die ambulante Sprechstunde von Dr. Steffan aufzusuchen. Deswegen ist es schon ein Vorteil, wenn man dies direkt bei der REHA entweder zum ersten Mal oder zusätzlich in Anspruch nehmen kann.
BZebra hat geschrieben:Auch wenn ich privat selbst ins Fitnesstudio gehe und dort an Geräten trainiere, ist es wesentlich uneffektiver als Schroth
Deswegen sprach ich ja auch von der Kombination.

Aber natürlich ist das auch eine individuelle Angelegenheit, ich verbinde damit auch das Gefühl, dass es mir hinterher besser geht, bzw. ohne Training fehlt mir was, immerhin mache ich das schon über 20 Jahre. Weil ich dafür bezahlen muss und ein anschliessender Saunagang auch was angenehmes und gesundes ist, brauche ich mich um fehlende Motivation nicht zu kümmern. :)
BZebra hat geschrieben:Wer Verständnisprobleme mit den Übungen hat, Klaus, der bekommt dann z.B. Einzelbehandlung mit Therapeuten (mehrmals die Woche) um ein bißchen nachzuhelfen.
Ich glaube, ich hatte mich da nicht präzise ausgedrückt, als ich schrieb:
Klaus hat geschrieben: ....dass sich Therapeuten in Sobi so ständig intensiven Fragen auf Dauer stellen werden. Ich brauchte das, um Schroth zu verstehen.
In BaSa hatte ich mit @zone zusammen die Therapeuten ziemlich genervt, weil wir nicht so sehr nach der Ausführung der Übungen gefragt haben, sondern eher nach den Hintergründen. Das ist keine böse Absicht gewesen, sondern der Versuch wirklich intensiv zu verstehen was man da macht und ob es anders nicht besser wäre. Einfach aus logischen Folgerungen, was man bei Erwachsenen wohl eher findet, als bei Jugendlichen. Das stellt natürlich die Kompetenz erst mal in Frage, insbesondere wenn auch andere behaupten, der Therapeut x hat das aber ganz andes gesagt, als der Therapeut y.
Erst in den freien Übungsstunden, bei der auch die "Cheftherapeutin" anwesend war, ist es dann jeweils zu einer eindeutigen Klärung gekommen.
Deswegen habe ich jetzt bei dem Wort "Einzelbehandlung" herzlich lachen müssen, weil ich das mit dem Versuch verbunden habe, @zone und mich beim Reden "klein zu halten". :) :D

Ist ja durchaus möglich, dass in Sobi so etwas nicht passieren kann, weil alle gleich gut kompetent sind und auf alles sofort eine gute Antwort haben. :)
Vielleicht gehörte unser Verhalten in BaSa nicht zur "Norm". :) Selbst Toni hat mal gesagt, dass man Schroth nicht verstehen kann, man muss es machen. Aber wenn selbst das Ausmessen der Geräte (für den Gebrauch zuhause) etwas ist, was zumindest in BaSa höchstes Erstaunen hervorgerufen hat, weil es vorher noch keiner gemacht hat, dann denke ich doch eher, dass die grosse Mehrheit eher unkritisch alles über sich ergehen lässt.
Klingt ein bischen provokatorisch, soll es auch bezüglich medizinischer Versorgung sein.
Toni hat geschrieben:.... Reha nur zwischen ständig gröhlenden, kichernden und bis in die Nacht hinein kreischenden kids und teens verbringen möchte.
Davon habe ich auch ein bischen mitbekommen, obwohl gar nicht viele da waren. Der Jugendbetreuer hat aber Dinge aus der grossen Ferien-Zeit erzählt, die man tatsächlich Erwachsenen nicht zumuten sollte. Die wollen ihre Ruhe zumindest nach 22.00 Uhr haben und nicht von kletternden Jugendlichen aus BaSa überrascht werden. Nachtschwester und Jugendbetreuer haben da wohl wirklich anstrengende Nächte. :)

Gruss
Klaus

P.S. Finde ich aber richtig gut, dass jetzt mal ein bischen mehr Konkretes über Sobi bekannt wird.
Ich vermisse so einen ausführlichen Bericht, oder habe ich da was übersehen.

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 20:29
von BZebra
Sabi hat geschrieben:Sind denn nicht alle sobernheimer Therapeuten auch Physiotherapueten oder sind die teilweise wirklich nur "angelernt". Wenn ja, was hatten diese davor für eine Qualifikation?
Es werden derzeit in Sobernheim hälfte-hälfte Physiotherapeuten und Sportlehrer eingestellt. Ganz früher wurden auch Gymnastiklehrer angestellt und es gab auch schon Arzthelferinnen die als Therapeuten dort gearbeitet haben, die sind aber dann natürlich schon so ewig lange da, daß es die absoluten Schroth-Profis sind.

Sportlehrer werden deswegen genommen, damit das ganze etwas intensiver wird, weil die Reha-Dauer in den Letzten Jahren immer kürzer geworden ist.

Was den Übungsbetrieb angeht, da merkt man eigentlich keinen Unterschied zwischen den Physios und den nicht Physios. Entscheidend ist da eigentlich nur das Talent.

Von den Therapeuten in Sobernheim gibt es derzeit meiner Meinung nach nur 2, auf die man gut verzichten könnte. ;)

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 20:40
von Lilie
Hallo ihr alle!

Das finde ich ja nett, dass ihr so rege geschrieben habt. Als ich den Thread abschickte und anschließend die alten Seiten durchblätterte habe ich zähneknirschend gesehen, dass es ja bereits vieles zu dieser Frage gibt.

Karlson, ich habe deinen Erfahrungsbricht gelesen und er hört sich gut an.
Vor allem auch nach einer wirklich netten Zeit.
Jetzt wo ich mich entschieden habe eine Reha zu machen und auch die Organisation mit meiner Tochter hinbekomme, kann es mir nicht schnell genug gehen. Am liebsten würde ich mich noch dieses Jahr im November oder Dezember auf die Reise machen.
Ich bekomme übrigens allmählich eine Ahnung davon, dass man korrektursüchtig werden kann. Als du mir das in meinem ersten Posting geschrieben hast, hab ich ja gedacht, "der spinnt, der Typ" ;) (ist lieb gemeint), aber allmählich finde ich nen anderen Zugang zu der ganzen Geschichte.
Noch kann ich ja gut reden, weil ich das Korsett und damit auch die harte Eingewöhnungszeit noch nicht live erlebt habe, aber ich merke wie sich meine Einstellung dazu verändert. Ich steck den Kopf nicht mehr in den Sand sondern sehe nach vorne und sehe es als Herausforderung an. Nicht nur für meine Wirbelsäule sondern für mein ganzes Leben.


BZebra, danke für deinen sehr informativen Bericht zu Sobernheim!
Über deine Anmerkung mit den jung dynamischen und den kohlensäurehaltigen Konservativen mußte ich herzlich lachen. Bin noch immer am überlegen wo ich mich denn nun einordnen soll :)
Ich tendiere aber dazu, da das ganze ja mit harter Arbeit, Sport und Schroth-KG zu tun hat, und ich in diesem Bereich absolut nicht-dynamisch bin (bin eher die Couchpotatoe), mich eher bei den Konservativen einzuordnen.

Klaus, das mit dem Sequenztraining ist natürlich ein wichtiger Punkt. Sowohl meine Krankengymnastin als auch Rahmouni meinen, dass Schroth und Korsett allein für mich nicht das richtige wären, sondern auch Sport an Geräten, bzw. die Krankengymnastin meinte, dass sie mit mir nicht NUR Schroth machen würde, sondern auch anderes. Das hat mich ein bißchen irittiert. Bislang habe ich gedacht, dass Nicht-Schrothübungen und Fitnessstudio für Kyphosen eher schlecht sind. Aber wenn sogar Rahmouni meint ... hm, macht mich nachdenklich. Wobei ich ja überhaupt kein Freund von Fitnessstudios bin.

Dr. Steffan, auch Ihnen Dankeschön für die Info! Klar dass Sie nicht unbeeinflusst sind :-)

Dalia, ich steh wahrscheinlich auf der Leitung, aber welches Unterforum meinst du denn?


Nach euren und den anderen Beiträgen die ich gelesen habe tendiere ich zu Bad Salzungen. Ich kann es gar nicht richtig begründen, aber es ist so ein Gefühl. Irre ich mich, wenn ich den Eindruck habe, als wäre Sobernheim "härter" und auch irgendwie kompetenter was Schroth anbelangt, da sie über mehr Erfahrung verfügen?

So, jetzt ist es wieder ein halber Roman geworden. Aber ich tu mich schwer mit der Kürze. Sorry.

Danke euch,

Lilie

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 21:13
von Klaus
Hallo Lilie,
Lilie hat geschrieben:Bislang habe ich gedacht, dass Nicht-Schrothübungen und Fitnessstudio für Kyphosen eher schlecht sind. Aber wenn sogar Rahmouni meint ... hm, macht mich nachdenklich. Wobei ich ja überhaupt kein Freund von Fitnessstudios bin.
Wenn man Fitness falsch macht, dann trainiert man nicht gegen die Kyphose sondern "für" die Kyphose. Ich spreche da aus langjähriger Erfahrung. Und man merkt es u.U. überhaupt nicht!
Deswegen ist es ja so unheimlich wichtig, die eigene Situation in einer REHA abzuklären und genau danach die Übungen im Fitnessstudio anzuwenden. Es sind ja nicht nur die Rückenmuskeln, sondern alle anderen Muskeln des Körpers, die man nicht vernachlässigen darf. Mit reinem Schroth kannst Du die nicht alle erreichen.
Natürlich sind diese Schroth-Übungen als erstes in den Wochenablauf zu integrieren und dann kann man sich mit Fitness beschäftigen, wenn man es nicht, wie ich, schon sehr lange gemacht hat. Für mich stand deswegen die Korrektur von einigen Übungen bzw. das Weglassen im Vordergrund.

Meinen Bericht aus BaSa April 2005 Teil1 und Teil2 hast Du auch gelesen?
Da steht auch so einiges an Kritik drin.
Aus den negativen Erfahrungen können andere ja was positives machen. Toni haben wir es am meisten zu verdanken, dass die Kyphotiker in BaSa seit einiger Zeit wesentlich besser versorgt werden.

Oh, irgendwie machen wir hier trotzdem mächtig Werbung für unsere jeweilige Lieblings-Klinik. :D

Gruss
Klaus

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 21:24
von Dalia
Hallo Lilie,
Lilie hat geschrieben:Dalia, ich steh wahrscheinlich auf der Leitung, aber welches Unterforum meinst du denn?
Das Forum Skoliose-Info-Forum ist in Unterforen untergliedert, und wir befinden uns gerade im Unterforum Asklepios Katharina-Schroth-Klinik / Asklepios Burgsee Kliniken.

Dalia

Verfasst: Sa, 03.09.2005 - 23:22
von Karlson vom Dach
Hallo BZebra,
BZebra hat geschrieben:In Sobernheim gibt es gleich mehrere rein symmetrische Gruppen!
als die Reha anstand, riet mir Dr. Hoffmann nach BaSa zu gehen. Was war wohl der Grund? Ich glaubte, es wären die fehlenden symmetrischen Gruppen, was wohl ein Irrtum ist.
BZebra hat geschrieben:Für Sobernheim solltest Du, egal welchen Alters, eher der dynamisch, jugendliche, flexible Typ sein.
Dein Beitrag hat mich als Schrothbrenner richtig neugierig auf Sobernheim gemacht! Was macht das Schrothen in Sobernheim intensiver? (als in BaSa???) Ich hatte übrigens auch den Eindruck, daß es meistens die Jugendlichen waren, die ab und zu mal keine Lust hatten.
BZebra hat geschrieben:Auch was Du hier an Inhalten in diesem Forums findest, hat zum ganz großen Teil seine Basis exakt dort! Wir sind von den Sobernheimern Therapeuten dazu ausgebildet worden, um genau solch ein Forum bewerkstelligen zu können, in dem Du Dich hier gerade befindest.
Was habt Ihr dort besonderes gemacht?


Hallo Lilie,

freut mich, daß wir Dich mit der Korrektursucht angesteckt haben. :lach: :ja:
Mit dieser (neuen) Einstellung wirst Du es schaffen, da bin ich mir GANZ SICHER!!!

Viel Erfolg,

Karlson

Verfasst: So, 04.09.2005 - 03:03
von BZebra
Karlson vom Dach hat geschrieben:Was macht das Schrothen in Sobernheim intensiver? (als in BaSa???)
Naja, da kann ich nur spekulieren.
Ich schätze, daß der Unterschied in der Einstellung und der Erfahrung der Therapeuten liegt!?

Laut den Sobernheimern, waren von den Salzunger Therapeuten nur ganz wenige bei ihnen, um eine Schroth-Ausbildung vor Ort zu machen (wieviele es genau waren und wieviele davon noch in Salzungen arbeiten, das weiß Dr. Steffan sicherlich).
Die Ausbildung der Salzunger Therapeuten ist also vorwiegend aus zweiter Hand. Im Vergleich dazu stehen in Sobi dafür natürlich gleich ettliche Original-Therapeuten mit über 10 und 20-jähriger Schroth-Erfahrung zur Verfügung, die noch von Frau Lehnert-Schroth selbst ausgebildet wurden.

Und dann ist es vielleicht auch einfach so, daß durch den kaum vorhandenen Kontakt zur Sobernheimer Klinik, die Philosophie die dort noch von Katharina Schroth und Frau Lehnert-Schroth herrührt, nicht so in den Köpfen der Salzunger Therapeuten ist.

Sobernheim hat (oder hatte) mehr einen Trainingslager Charakter, weil man als Skoliotiker oder Kyphotiker ja an für sich nicht krank ist, sondern man etwas leisten kann (die Schmerzpatienten mal ausgenommen). Schroth basiert ja auf nichts anderem als Muskeltraining, es ist isometrisches Krafttraining. Und es gibt keinen Weg wie man Muskeln aufbauen kann, ohne etwas zu tun. Hat bis jetzt noch kein Bodybuilder geschafft. Und dabei mal ganz außen vorgelassen, daß man hierzu erst mal die Technik erlernen muss.

Es scheint aber schon so gewollt zu sein, daß es weniger intensiv in BaSa ist als in Sobernheim. Zumindest haben sich Salzunger Therpeuten schon so geäußert. Einige betrachten die Intensität in Sobernheim als negativ. Insofern wären es wohl die Salzunger Therapeuten, die diese Frage am besten beantworten sollten.

In meinem persönlichen Interesse wäre weniger Intensität nicht, da ich es in Sobernheim schon oftmals als zu lasch empfinde, insbesondere wenn man noch die alte Klinik kennt. Finden eigentlich alle, die schon länger nach Sobernheim kommen.

Es ist wahrscheinlich wie immer im Leben alles relativ und hängt von dem ab, was man bisher erlebt und gesehen hat. Den Salzunger Therapeuten fehlt da wahrscheinlich einfach ein Stück Geschichte. Erfahrung eben, selbst gemachte und übermittelte.
Karlson vom Dach hat geschrieben:
BZebra hat geschrieben:Auch was Du hier an Inhalten in diesem Forums findest, hat zum ganz großen Teil seine Basis exakt dort! Wir sind von den Sobernheimern Therapeuten dazu ausgebildet worden, um genau solch ein Forum bewerkstelligen zu können, in dem Du Dich hier gerade befindest.
Was habt Ihr dort besonderes gemacht?
Naja, Theorie und Praxis zum Thema "Selbsthilfe in der Skoliose- und Morbus-Scheuermann Therapie"! Eine Schroth-Reha ist "Hilfe zur Selbsthilfe"!

Sie geben Dir das Wissen und Können um bezüglich Deiner Skoliose oder Kyphose selbständig und unabhängig von den Ärzten und dogmatischen Lehrmeinungen zu werden.

Selbständigkeit, Selbstimmung, Freiheit!
Das ist es, was sie uns beigebracht haben.

Haben wir es einigermaßen geschafft, es an Euch weiter zu geben?

Gruß,
BZebra

Verfasst: So, 04.09.2005 - 11:26
von Karlson vom Dach
Hallo BZebra,

Werbetrommel perfekt gerührt! Man könnte meinen, daß Du ein Marketing- oder Vertriebsprofi bist ;) (Wer weiß...)
Im Ernst: Mit der Beschreibung Deiner Wahrnehmung kann ich mir ein gutes Bild dieser Klinik machen. Mich würde jetzt die Meinung derer interessieren, die sowohl in BaSa als auch in Sobi waren.

Da ich mich inzwischen kerngesund fühle, bin ich kein Kandidat für eine Reha mehr. Eventuell werde ich mal eine Woche Urlaub dafür verwenden, um meine Schrothübungen überprüfen zu lassen und ich denke, wenn Deine Meinung von anderen in dieser Form bestätigt wird, dann ist Sobi der Ort meiner Wahl.
BZebra hat geschrieben:Sobernheim hat (oder hatte) mehr einen Trainingslager Charakter...

In meinem persönlichen Interesse wäre weniger Intensität nicht, da ich es in Sobernheim schon oftmals als zu lasch empfinde, insbesondere wenn man noch die alte Klinik kennt.
Das würde mir in dieser Form auch gefallen! (Hätte Dich gern dort erlebt um mit Dir um die Wette zu schrothen ;) )
Du scheinst sehr diszipliniert zu sein! Du hattest hier einmal aktuelle Bilder von Dir veröffentlicht, auf denen noch eine behandlungswürdige Restkrümmung zu erkennen war. Auf wieviel Stunden Schroth kommst Du pro Woche?

Gruß,

Karlson

Verfasst: So, 04.09.2005 - 12:10
von Dalia
Ich weiß von jemandem, der in Bad Salzungen war und jetzt in Bad Sobernheim ist. :ignorier: Vielleicht gibt es ja einen Bericht? Meine über 10 Jahre alten Erfahrungen mit Sobi zählen leider nicht mehr, da damals noch Frau Lehnert-Schroth zackig durch die Säle marschierte.

Verfasst: So, 04.09.2005 - 13:57
von BZebra
Karlson vom Dach hat geschrieben:Eventuell werde ich mal eine Woche Urlaub dafür verwenden, um meine Schrothübungen überprüfen zu lassen und ich denke, wenn Deine Meinung von anderen in dieser Form bestätigt wird, dann ist Sobi der Ort meiner Wahl.
Kommst Du nicht rein. Höchstens wenn Du schon sehr oft da warst, dann kannst Du minimum 2 Wochen privat kommen.
Ich glaube mit Reha nur in Bad Salzungen müsstest Du sogar in Sobernheim noch mal die Einführungswoche machen. Das zählt dort "nada en absoluto" (kann mich aber vielleicht auch irren).
Karlson vom Dach hat geschrieben:Du scheinst sehr diszipliniert zu sein! Du hattest hier einmal aktuelle Bilder von Dir veröffentlicht, auf denen noch eine behandlungswürdige Restkrümmung zu erkennen war. Auf wieviel Stunden Schroth kommst Du pro Woche?
Nein, das kann ich nicht bestätigen. Ich helfe mir allerdings sehr mit meinem Korsett aus.

Es ist aber richtig, daß ich in meinen ersten Jahren Korsett-Therapie schon wirklich eine Stunde und manchmal auch mehr Schroth gemacht habe. Das hatte aber praktische Gründe. Die Korrektur in meinem Rahmouni-Korsett war so stark, daß ich sie überhaupt nicht habe halten können. Da bekommt ein so schlechtes Gewissen, wenn man dann sein Korsett aushat und spürt wie man immer krummer wird, und Rückenschmerzen dazu gibts dann auch noch ... Weil ich aber auch mal ein bißchen ohne Korsett sein wollte, war Schroth dann DIE Gelegenheit dazu. ;)

Verfasst: So, 04.09.2005 - 15:17
von Toni
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen mich in DIESEN tread NICHT einzumischen!

Jetzt tu ich es doch!
Die Salzunger Therapeuten lernen Schroth primär aus allererster Hand!
Vom und mit den Patienten!
Ob der Schroth nun orthodoxer "Orginalschroth a´la Frau Lehnert-Schroth" ist, oder eine "Salzunger reformierte Variante" ist mir vordergründig ebenso schnuppe, wie ob es eine Dipl.Physioth. oder eine ehemalige Arzthelferin ist, die mir GUTEN Schroth beibringt oder mich optimal korrigiert !
In meinen alten Reha-Berichten ist nachzulesen wie die Salzunger Therapeuten bei mir und meiner Frau die Anfangswoche ziemlich herumgeeiert sind, bis sich durch GEMEINSAMES Beobachten (und einen cholerischen Ausraster von mir) der verschiedenen Übungen auch durch damals vieleicht etwas mehr "try and error" die für MICH und meine Frau OPTIMALEN Übungen herauskristallisiert haben.

Natürlich war ich völlig fasziniert, wie eine Sobernheimer Schroth-Therapeutin nur eine halbe Sekunde meinen Rücken gesehen hat und dann OHNE mein Salzunger Übungsheft jemals gesehen zu haben sofort punktgenau gesagt hat was ich zu üben habe.
Um das rauszukristallisieren hat das ganze Salzunger Team damals bei mir über eine Woche gebraucht!

In diesem Punkt haben die Salzunger mächtig aufgeholt, weil sie SELBST Erfahrungen sammeln und laufend optimieren müssen.

Mit JEDER neuen Skoliose und Kyphose werden die Salzunger BESSER, effizienter und sicherer und holen auf. ( Hoffentlich- Dr. Steffan! :ja: )

Vergleicht man die heutigen Übungshefte der Patienten nach BaSa und Sobi (was ich schon mehrfach getan habe), scheint Basa sogar sorgfältier das ideale Übungsprogramm für den einzelnen Patienten herauszufeilen als Sobi!

Schroth ist keine starre reine Lehre sondern Etwas was sich laufend aus Erfahrungen und Beobachtungen -auch aus Versuch und Irrtum- entwickelt und weiterentwickelt.

Und BZebra, BITTE unterschätze das Sequenztraining in BaSa nicht!

Du als "Urgesteins-Kampf-Schrothianerin" kannst natürlich in jede "Mucki-Bude" gehen, hast Dein HinterkopfSchroth eh dauernd eingeschaltet und nimmst die optimalen Korrekturen ein, atmest in die richtigen Stellen und pumpst tonnenweise Stahlplatten durch die Atmosphäre!

Aber ein gerade erst schroth-lernender Anfänger hat beim Sequenztraining in Basa den idealen Übergang vom puren "ReinstSchroth" zum Alltagsverhalten, der es ihm danach ermöglicht eine Kiste Bier, Wein oder Wasser aus dem Kofferraum zu heben und in den 3. Stock zu tragen OHNE dabei völlig alle Korrekturen zu verlieren und in Atemnot zu kommen!

Das ist etwas ganz arg WERTVOLLES, und das fehlt WIRKLICH in Sobi!

Ich war vorher JAHRELANG in medizinisch-rückentherapeutischen Muckibuden inkl. KIESER. richtig gelernt und begriffen hab ich es erst in BASA auf was es ankommt!!!!

Ich hatte nun wieder einen Fall von einer über 70° Skoli, die erst in 8-10 Monaten einen Termin in Sobi bekommen hätte.
Die Patientenaufnahme in Sobi war stur wie ein Marmorblock!

In Basa haben sie das Unmögliche fast sofort möglich gemacht und die Dame stöhnt schwer unter der Übungsintensität und kommt seit Wochen nicht mehr aus dem Muskelkater raus.

Mehr als bis zum "Muskelzittern" und zur völligen Erschöpfung kann man auch in Sobi nicht trainieren.

Ich habe darüber hinaus in BaSa Entschmerzungstechniken gelernt, die mir und Anderen schon sehr geholfen haben, z.B. aus dem Bereich der Kinesiologie, was man tun muss bei Blockaden und BWS oder Kreuz-Schmerzen. Wie man dann die Reissäckchen gegen eine "Kastanienschlange" austauscht und wie man sie anwendet, daß man mit den Stäben nicht nur üben sondern notfalls auch auf ihnen liegen kann usw.... das war großartig für Schmerzpatienten!

Das war mir z.B. wichtiger als die "musikalisch-rythmische Schönheit und Synchronität bei der Schwunggymnastik" wie sie in Sobi traditionell zelebriert wird.

Ich halte BEIDE Häuser für großartig und für "Segensstätten" für uns marode Wirbelsäulen.

Schmerzpatienten rate ich aber EHER zu BASA!
"Kampf-Schrothern" eher nach SOBI!
Gruß Toni