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BeitragVerfasst: Fr, 12.01.2018 - 13:55 
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Ich war vom 2.-10.1.2018 in Bad Salzungen bei der „Skoliosetherapiewoche“. Davor war ich im Januar 2016 in Bad Sobernheim zur Reha. Die Woche nun sollte einerseits der Auffrischung und andererseits dem Erkennen von Unterschieden zwischen den beiden Kliniken dienen, um beim nächsten Reha-Antrag besser entscheiden zu können, welche Klinik ich beantragen möchte.
Auf dem Plan waren in den real 5 Tagen
    9x Gruppenstunde
    8x freies Üben
    2x Atemgymnastik in der Gruppe
    1x Wassergymnastik
    3x Sequenztraining
    2x Kardiotraining
    2x Wärme
    2x Hydrojet
Wenn ich das anhand der Preisliste der dortigen Praxis addiere, hat dies einen Wert von gut 400 Euro. Der gesamte Aufenthalt kostete knapp 1000 Euro.
Das Kardiotraining waren 20 Minuten auf dem Laufband oder auf einem „Fahrrad“. Ich habe das Fahrrad ausprobiert. Daran konnte man einstellen, wie lange und wie kräftig man treten will. Es wurden keine Messwerte wie Herzfrequenz o.ä. erhoben.
Das Sequenztraining war 30 Minuten Einweisung und dann 2x60 Minuten Training an Geräten, skolioseunspezifisch. Bei der Einweisung bekam jeder 6 Geräte von den dortigen zugewiesen. Bei mir waren es 2 Geräte zur Kräftigung der Beinmuskulatur, 3 Geräte zu Kräftigung der Armmuskulatur und einmal Bauchmuskeltraining. An sich war das Training dann ohne Kontrolle – es war nur ein Trainer im Raum, den man von sich aus noch hätte fragen können.
Die Wassergymnastik war 30 Minuten im Wasser – ebenfalls skolioseunspezifisch. Leider war für einen Teil der Teilnehmer das Wasser im Becken so tief, dass sie die Übungen im Stehen schlecht machen konnten. Abhilfe durch im Schrank vorhandene Gerätschaften (z.B. eine Art Schwimmgürtel) war laut Trainerin nicht zulässig. D.h. diese Teilnehmer haben sich irgendwie beschäftigt.
Die Atemgymnastik war 30 Minuten in der Gruppe. Dabei sollten wir einmal gegenseitig (Patienten untereinander) fühlen, ob das Atmen in die Atemstellen klappt und der Anderen Rückmeldung geben. Das hilft, wenn man schon mal gelernt hat, wie man seine Atemstellen erreicht. Was jedoch zu tun ist, wenn es nicht klappt, fehlte. Das andere Mal sollten wir selbst uns beim Atmen beobachten und passend atmen.
Beim freien Üben waren mal nur unsere Gruppe (ca. 9 Personen) und mal mehrere Gruppen im Raum (ca. 25 Personen). Jeder hat sich die Übungen dann selbst ausgesucht, dafür das Material aus dem Schrank geholt und wieder aufgeräumt. Dauer: 50 Minuten. Wenn mehr als eine Trainerin zur Hilfestellung und Betreuung anwesend war, dann fand fast keine Betreuung oder Unterstützung statt. Sie haben sich sehr viel miteinander unterhalten statt zu schauen.
In der Gruppenstunde waren wir bis auf 2 Jugendliche alles Teilnehmer der Selbstzahlerwoche. Die ersten drei Tage waren gefüllt mit intensivem Wiederholen der Schrothübungen. Die sehr gute Trainerin hat genau erklärt, beim Üben genau geschaut und korrigiert. Ihr Plan war, alle für unseren Skoliosetyp relevanten Übungen einmal durchzugehen. In den letzten beiden Tagen hatten wir dann 2 verschiedene Trainerinnen. In den letzten beiden Tagen haben wir leider wenig gelernt. In einer Stunde wurden nur Übungen mit ihrem Namen angesagt, keine Ausführungsdetails oder Kontrolle / Hilfestellung. In einer anderen Stunde haben wir kein Schroth sondern Fußgymnastik gemacht. Dauer auch hier ca. 50 Minuten.

In einer normalen Reha sind dann die gleichen Trainingseinheiten vorgesehen, teilweise etwas häufiger als in der Skoliosetherapiewoche.

Unterschiede zwischen den beiden Kliniken:
Gruppenstunde:
Dauer 50 Minuten (BaSa) / 1,5h (BaSo) – in BaSo hatte ich in 4 Wochen keinen Trainer erlebt, der so wenig Schroth-Anleitung gegeben hat; es kam die Vermutung auf, dass jemand aus der Nachbarklinik ausgeholfen hätte.
In BaSa waren die meisten Patienten im Rentenalter, in BaSo waren die erwachsenen Patienten überwiegend nicht im Rentenalter – deutlich jünger und auch körperlich fitter.
In der Therapiewoche hat den meisten die kurze Dauer einer Gruppenstunde oder freiem Üben gereicht. Ich hätte lieber die längeren Einheiten gehabt.
Freies Üben:
Dauer 50 Minuten (BaSa) / 1,5h (BaSo)
in BaSo gibt es große Hallen, in denen es für jede Übung einen Platz gibt, an dem man diese Übung machen kann. Jeweils ein Trainer ist für eine Übung zuständig, während des Tages wechseln die Trainer die Plätze, sodass man gezielt zu einer Übung gehen kann, wenn jemand da ist, von dem man sich gute Tipps oder genaues Hinschauen erwartet.
in BaSa gibt es viel kleinere Räume und keine Zuordnung von Plätzen und Übungen. Allerdings kann es passieren, dass man beim Üben keinen Platz an einer Sprossenwand erwischt und dann die Übungen mit der Sprossenwand nicht machen kann. Die Trainer haben auch viel mehr miteinander geredet als ich es von BaSo in Erinnerung habe.
Atemtherapie:
Mir hat die Einzeltherapie in BaSo geholfen, die Schrothatmung zu lernen. Der Trainer hat damals auch durch individuelle Anleitung und Hände auflegen mir sehr geholfen. Die Gruppeneinheit in BaSa hätte mir nichts geholfen.
Wassergymnastik:
Dauer in BaSo doppelt so lange wie in BaSa, jeweils nicht skoliosespezifisch.
Kardio und Sequenztraining war in BaSo nicht. Entsprechend gab es in BaSo mehr Schrotheinheiten – in der Reha habe ich Kardio und Sequenztraining nicht vermisst, da ich gegen die Skoliose was tun wollte. Das andere mache ich zu Hause in etwas anderer Form und brauche da keine zusätzliche Anleitung.
Sonstige Unterschiede
Anzahl der Patienten in BaSo deutlich mehr geschätzt 4x so viele; sehr viele Kinder und Jugendliche. Dadurch hoher Geräuschpegel im Speisesaal
Essen in vergleichbarer Qualität, in BaSo durfte man sich zusätzlich was mitbringen, in BaSa verboten
in beiden Kliniken täte es gut, wenn die Küche etwas mehr Budget bekäme
Wassersprudler in BaSa nur mit dort gekauften Flaschen erlaubt, in BaSo mit jeder Flasche erlaubt
Trainingsräume in BaSo alle hell und groß, in BaSa deutlich kleiner, verwinkelter und dunkler (Tiefparterre oder Keller)
BaSo am Ortsrand – man läuft ein wenig, bis man im Ort ist
BaSa mitten im Ort, Ort ist etwas lebendiger
BaSo: WLAN nur gegen nennenswerte Gebühr an 2 Stellen der Klinik, Mobilfunk in einzelnen Zimmern verfügbar, in vielen nicht,
BaSa: WLAN frei in jedem Zimmer, Mobilfunk ebenfalls

In Summe sehe ich die Skoliosetherapiewoche positiv. Das liegt v.a. an der sehr guten Trainerin in den ersten Tagen. Allerdings fand ich die 1000 Euro dafür schon einen stolzen Preis, v.a. wenn man sich die Preissteigerung zum Vorjahr ansieht.
Ob ich nochmals eine solche Woche machen würde, kann ich noch nicht sagen.

Vielleicht hilft mein Bericht hier dem ein oder anderen, wenn er / sie überlegt, an einer solchen Therapiewoche teilzunehmen.

VG, Kuddelmuddel


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BeitragVerfasst: Fr, 12.01.2018 - 19:21 
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Hallo kuddelmuddel,

ein interessanter Bericht und Vergleich aus Deiner Sicht.
Zitat:
In BaSa waren die meisten Patienten im Rentenalter

Was meinst Du denn damit?
Ich dachte bislang, dass Rentner kaum Chancen bezüglich REHA durch einen Kostenträger hätten. Oder gab es so viele Selbstzahler in diesem Alter?

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Fr, 12.01.2018 - 20:40 
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Hallo kuddelmuddel,

dein Vergleich ist wirklich sehr informativ und gut.
Ich kenne zwar nur BaSa, aber so wie du es schilderst, ist es wirklich.
Nur dass hauptsächlich Rentner dort sind, stimmt nicht ganz. Ich fahre immer außerhalb der Ferienzeiten, (da sind vorwiegend Jugendliche), und es ist trotzdem altersmäßig ganz gut gemischt.
Ein Kritikpunkt an BaSa ist auch noch, dass man kaum mehr eine Massage bekommt. Hydrojet vertrage ich nicht, also gibt es zur Lockerung gar nichts mehr. Außer Wärme. Das war früher besser.
Nach deinem Bericht überlege ich wirklich mal nach BaSo zu fahren.

LG


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BeitragVerfasst: Fr, 12.01.2018 - 21:24 
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in Basa habe ich die Erfahrung gemacht, daß das Durchschnittsalter mit den Schulferien drastisch absinkt und danach wieder ansteigt.
Das liegt daran, daß schulpflichtige Teilnehmer in den Ferien bevorzugt werden. Allerdings gab es dort auch Englisch und Mathe Stunden.
Daß die Therapeuten zuviel gequasselt haben kenne ich nicht - bei uns war das immer andersrum daß wir einen Rüffel gekriegt haben.
Vielleicht ist Motivation durch selbstzahlen soviel besser ?


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BeitragVerfasst: Sa, 13.01.2018 - 13:46 
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Hallo zusammen,

zur Altersfrage:
in meiner Woche waren fast keine Jugendlichen da, mir wurde von anderen Patienten berichtet, dass diese v.a. in den Schulferien da seien. In BaSo war ich 2016 nach den Weihnachtsferien. Da waren trotzdem sehr viele Jugendliche.
Jetzt hatte ich primär die Leute aus der Therapiewoche wahrgenommen. Diese waren überwiegend im Rentenalter.
Bei den Reha-Patienten waren kaum welche im Alter 20 - 45, in dieser Altersgruppe hatte ich in BaSo viele gesehen.

Massage:
2016 hatte ich ohne was dafür zu tun bei der Reha nach je Woche eine Massage, die Atemtherapie war eine Anleitung zum Atmen gemischt mit massieren. Der Hydrojet hat mir keine Verspannungen lösen können, hat jedoch auch nicht geschadet.
Ich hatte in BaSa mal nachgefragt, was denn an Einheiten in einer normalen Reha enthalten wäre. Da war Massage nicht mit drin (außer ein Arzt gibt das vor).

Freies Üben:
hier hatte ich egal ob Reha-Patienten oder Selbstzahler keinen großen Unterschied wahrgenommen, was das Quatschen statt üben angeht. Das waren wirklich die Trainer, die statt zu schauen und zu korrigieren am quatschen waren. Ich habe mich auch mit anderen darüber unterhalten, diese hatten es auch so wahr genommen.

Einen Unterschied hatte ich noch vergessen:
Beim Essen wurde in BaSa ein fester Sitzplatz im Speisesaal zugewiesen - in BaSo war das nicht mehr der Fall (soll dort vor 2016 auch mit festem Platz gewesen sein). Am Abend durfte in BaSa der Speisesaal auch nicht mehr genutzt werden. In BaSo durften die Erwachsenen sich dort am Abend aufhalten und sich zusammensetzen. Das hätte ich mir für BaSa auch gewünscht.

VG, Kuddelmuddel


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BeitragVerfasst: Sa, 13.01.2018 - 14:38 
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Diagnose: Kyphose 73°,
Skoliose LWS 11°

Hashimoto Thyreoiditis
Therapie: KG nach Schroth, Dehnen

Reha Sobernheim 2012, Salzungen 2016
Zitat:
Die Trainer haben auch viel mehr miteinander geredet als ich es von BaSo in Erinnerung habe.


Das habe ich auch so erlebt.


Dazu zwei Therapeuten, die mir ständig erzählen wollten, ich wäre hier um mein Körpergefühl zu lernen. Bei einer Therapeutin hatte ich eine Diskussion wegen der Lage der Kastanienschlange an der Wirbelsäule entlang. Die Schlange lag auf den Rippen und nicht an der Wirbelsäule entlang. Ich hatte Massage und Hydrojet in BaSa, aber die Therapeutin hat mir nicht zugehört. Ich habe ein spezielles Problem bzw. eine Eigenart. Das wurde nicht beachtet und am Ende kam nur: "Stimmt was Sie gesagt haben!"

Ich bin nach zwei Wochen in BaSa abgereist, weil mir da so einiges zu Blöde wurde und neben dem "Vorfall" und einer Erkältung alles zuviel wurde. Ich hatte ja den Vergleich zu BaSo vier Jahre früher. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Du hast es gut übersichtlich aufgezählt. Als ich zur Reha war hatten alle einen Platz an der Sprossenwand, da gab es keine Probleme. Weder bei den Übungsstunde noch beim freien Üben.


Mein Fazit ist keine Reha mehr, solange man den Patienten nicht richtig zuhört bzw. auch mal Übungen individuell angepasst werden. Also aufbauend gemacht werden beispielsweise. Mir fehlt das bei Schroth total. Egal ob die Übung zu einem passt oder nicht, Sie wird dir wie im Heft präsentiert und du sollst die machen. Beispielsweise habe ich ein großes Problem bei Übungen mit Reissäckchen in Rückenlage, da falle ich sehr ins Hohlkreuz, wenn ich diese unterlege. Ohne bekomme ich die Lendenwirbelsäule besser runter und ich kann auch besser in die Atemstellen atmen und so korrigieren. Auf beiden Rehas wurde das nur mit: " Sie sind doch kein Weichei stellen Sie sich nicht so an." quittiert.

Zuhause habe ich jetzt sehr gute Schroth-Therapeuten, die auch gerne mal eine Übung abwandeln, wenn ihnen etwas auffällt um mehr Streckung oder auch mal etwas entschärft, um nur erst Mal einen gewissen Punkt zu erreichen.

Es wird zwar auf den Rehas hingesehen, wenn etwas gar nicht passt bei den Übungen, aber keine grossartige Abwandlung von dem was gemacht werden soll. Bei vielen Patienten wäre sowas aber sehr hilfreich, da man mit aufbauender Arbeit oft mehr erreicht. Ein Pferd kann auch nicht gleich Piaffe und Passage unter einem Reiter.


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BeitragVerfasst: So, 14.01.2018 - 10:36 
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kuddelmuddel hat geschrieben:
Jetzt hatte ich primär die Leute aus der Therapiewoche wahrgenommen. Diese waren überwiegend im Rentenalter.

Alles klar.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: So, 14.01.2018 - 21:35 
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Ist das tatsächlich so "schlimm" mit den Rentnern?

Bin gerade 25 und nun soll meine Skoliose das erste mal in Bad Salzungen behandelt werden. Bin mal gespannt, was mich erwartet, bisher habe ich noch keine Ahnung von Begriffen, Übungen, etc.

Muss ich mich drei Wochen mit Rentner beschäftigen (nichts gegen Senioren) oder wird es auch ein paar Altersgenossen geben?


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BeitragVerfasst: Mo, 15.01.2018 - 00:44 
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Hallo kuddelmuddel123,

Wie sieht es denn mit dem Erfolg aus? (Deswegen betreiben wir ja den ganzen Aufwand)

Hattest du vorher Schmerzen und jetzt weniger?
Hat sich deine Haltung verbessert und ist dies objektiv an Vorher-Nachher-Bildern zu entnehmen?
Fühlst du dich psychisch besser?


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BeitragVerfasst: Mo, 15.01.2018 - 09:20 
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Hallo zweckform,

wenn du genau gelesen hast, bezog sich das Rentnerthema auf die Therapiewochen. Das sind Selbstzahlerwochen und wird natürlich vorwiegend von älteren Personen in Anspruch genommen. Die Chance auf eine Reha in diesem Alter sinkt erfahrungsgemäß.
Außerdem solltest du dich nicht mit "Senioren" beschäftigen, sondern mit Schroth. Eine Schrothreha ist etwas ganz anderes als eine Kur.
Und zu deiner Beruhigung, du wirst auch Altersgenossen treffen.

Viel Erfolg für deine Reha


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BeitragVerfasst: Mo, 15.01.2018 - 15:20 
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Sabona, danke für die Klarstellung.

Hallo zweckform,

willkommen im Forum.

die hier diskutierte "Skoliosetherapiewoche" ist ein besonderes Angebot für Selbstzahler, was nur zu einer bestimmten Zeit angeboten wird. Offenbar zur Jahreswende, wenn die Auslastung nicht zu hoch ist. Ansonsten gibt es dort alle Altersgruppen, verstärkt Jugendliche in den Ferienzeiten.
Wäre schön, wenn Du mal zu Deiner Situation einen neuen Thread aufmachst.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo, 15.01.2018 - 23:00 
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Hallo Robinho,

zu deinen Fragen nach dem Erfolg der Woche:
Ich habe in der Regel wenig Schmerzen - diese tauchen v.a. dann auf, wenn ich körperliche Arbeiten wie Spülen und Gartenarbeit zu viel mache. Daher konnte die Woche daran wenig ändern.
Auch auf Vorher-Nachher-Bildern wird man bei mir keinen Unterschied sehen - ich bin 50, da darf ich leider wenig Hoffnung auf echte messbare Verbesserung haben - das hätte sich wenn dann schon im Lauf der 2 Jahre dann mal zeigen müssen, die ich jetzt echt dauerhaft und regelmäßig die Schrothübungen mache.

Ich habe die Woche gemacht, um die Übungen mal wieder ganz gründlich zu wiederholen und die Fehler rauszubringen, die sich so einschleichen. Meine Vorstellung war, dass die Therapeuten, die nur Schroth machen, da einen viel genaueren Blick haben, als es niedergelassene Therapeuten haben können.
Für die Therapeutin, die ich in den ersten drei Tagen hatte, traf das auch zu.
Jetzt weiß ich endlich so ganz genau, was ich bei der Beckenkorrektur machen muss. Bisher war das eher ein bißchen wischi-waschi.
Auch ansonsten gab es einzelne Änderungen, was ich bei den Übungen anders / besser machen soll. Das will ich nun zu Hause umsetzen.

Durch eine neue Diskussion der bewußten Alltagshaltung ist mir jetzt wieder viel bewußter, wenn ich im Alltag sitze oder stehe und dabei genau in meine Fehlstellung reinfalle.
Das hilft, um sich wieder besser im Alltag zu bewegen.

Ich hätte mir gewünscht, dass in der Woche noch mehr Übungsstunden drin gewesen wären. Allerdings waren es für die meisten Teilnehmer ausreichend viele Stunden. Dazu muss man jedoch auch wissen, dass ich im Alltag neben Schroth in der Woche ca. 10 Stunden Sport mache.

Ich hoffe, damit Deine Fragen beantwortet zu haben.

VG, Kuddelmuddel


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BeitragVerfasst: Mo, 15.01.2018 - 23:46 
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Diagnose: Skoliose
Danke für die Informationen, dass sich die Selbstzahlergruppen wesentlich von den RV-Rehagruppen unterscheiden war mir nicht bewusst.

Auch wenn ich mich natürlich intensiv mit Schroth beschäftigen werde, ist es sicher nett, wenn man in den drei Wochen abends auch Mal mit Gleichaltrigen zusammensitzen kann :)

EDIT: In Zukunft werde ich wohl etwas mehr hier lesen (vielleicht auch mal was schreiben). Deshalb, und oder vor allem weil Klaus das angeregt hat, habe ich mal eine kleine Vorstellung verfasst.


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