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Probleme bei Durchführung der Reha wegen LWS Beschwerden
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Autor:  Coinmaster85 [ Fr, 05.01.2018 - 10:47 ]
Betreff des Beitrags:  Probleme bei Durchführung der Reha wegen LWS Beschwerden

Hallo,

ich werde demnächst wegen meiner Hyperkyphose und Hyperlordose meine Reha in Bad Sobernheim absolvieren. Vor 1 ½ Jahren wurde ich wegen einem Bandscheibenvorfall
an der LWS operiert. Seitdem habe ich in diesem Bereich noch Schmerzen, insbesondere beim nachvorne und beim nachhinten beugen im operierten Bereich. Von den Ärzten bekomme ich keine Aussage, woran genau das liegt.

Nun habe ich die Sorge, dass mir dies beim Erlernen und Durchführen der Schroth-Gymnastik Probleme bereiten könnte. Die Reha möchte ich ja auf alle Fälle durchstehen.

Kann das dann in der Reha zu Einschränkungen führen?

Sind bestimmte Schroth-Übungen dann nicht durchführbar?

Hat hier jemand entsprechende Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank!

Gruß
Coinmaster85

Autor:  Klaus [ Sa, 06.01.2018 - 16:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme bei Durchführung der Reha wegen LWS Beschwerden

Hallo Coinmaster,

es kann durchaus möglich sein, dass man aufgrund von zu starken Verkürzungen eine Schroth REHA vorerst nicht optimal durchführen kann. Dann ist oft ein extra Dehnen angesagt.
Da Du aber bereits ein Rahmouni Korsett trägst und an anderer Stelle gesagt hast:
Zitat:
Bin nun froh, dass ich ein Rahmouni-Korsett bekommen habe. Die starken Schmerzen waren sofort weg.

hast Du schon mal eine gute Ausgangsbedingung für die REHA geschaffen. Ein Korsett ist die stärkste Waffe gegen Verkürzungen und gibt auch schon mal gefühlsmässig die Richtung einer Korrektur vor.
Zitat:
Nun habe ich die Sorge, dass mir dies beim Erlernen und Durchführen der Schroth-Gymnastik Probleme bereiten könnte. Die Reha möchte ich ja auf alle Fälle durchstehen.

Also Schroth-Gymnasik ist sicherlich das falsche Wort. Es ist schon eine anspruchsvolle Arbeit, die man verinnerlichen muss. Durch Dein Korsett hast Du schon eine gute Vorgabe und es gibt auch genügend Hilfe, insbesondere wenn man immer nach Bedarf nachfragt! Bei meiner REHA habe ich erlebt, dass die besonderen Probleme einer Frau durch besondere Hilfsmittel gelöst wurden.
Ganz wichtig ist, dass man die Hyperkyphose und Hyperlordose auch ohne Korsett gleichzeitig korrigiert.

Wahrscheinlich wirst Du auch mit anderen Beschwerden kämpfen müssen, die sich durch den Umbau der Strukturen ergeben und im einfachsten Fall ein schlichter Muskelkater sein kann. Ich möchte aber nicht verschweigen, dass es im Einzelfall (nicht in meiner Gruppe) wohl auch Probleme gegeben hat, die zu einem Abbruch der REHA geführt hat. Verständlich sind einerseits zu starke und anhaltende Schmerzen und andrerseits zu hohes Übergewicht, was Übungen einfach nicht möglich gemacht hat.

Gruß
Klaus

Autor:  Lady S [ Sa, 06.01.2018 - 18:31 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme bei Durchführung der Reha wegen LWS Beschwerden

In der LWS nach vorne und hinten beugen kommt beim "Schrothen" eigentlich nicht vor.
Ich weiss nicht, was in Sobernheim ausserhalb von Schroth noch im Programm ist, aber da könntest Du ja dann Bescheid sagen.
Grüsse, Lady S

Autor:  Coinmaster85 [ Mo, 08.01.2018 - 13:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme bei Durchführung der Reha wegen LWS Beschwerden

Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Die Schmerzen sind bei mir an der unteren Stelle der LWS (Da wo die Bandscheiben OP war) lokalisiert. Wenn ich diese Stelle nach hinten oder vorne beugen muss, entstehen hier noch ziemlich unangenehme Schmerzen.

Da ich schon gesehen habe, dass man sich bei Schroth Übungen auch an eine Sprossenwand hängen muss, oder auf dem Boden mit der Wirbelsäule in bestimmte Körperstellungen gehen muss, habe ich wegen dieser schmerzbedingten Einschränkungen die Bedenken bekommen.

Führt dies dann wegen der LWS zu Problemen bei der Ausführung der Übungen in der Reha?

Grüße
Coinmaster85

Autor:  Klaus [ Mo, 08.01.2018 - 20:02 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme bei Durchführung der Reha wegen LWS Beschwerden

Hallo coinmaster,

also eigentlich sind die Schroth Übungen vom Bewegungsablauf her ähnlich wie beim Korsett. (damit bist Du ja schmerzfrei). Das sind Ausgleichsbewegungen, um in die sogenannte korrigierte Haltung zu kommen. Bei meiner REHA war es so, dass es eine Vielzahl von Übungen gab, wo man nach Bedarf auch etwas weglassen konnte. Es gab sowieso die Empfehlung, sich die Lieblingsübungen für zuhause herauszusuchen, möglichst für alle Wirbelsäulen-Bereiche.

Wie Lady_S schon sagte, bei zusätzlichen Übungen sollte man Bescheid sagen, wenn es zu ungewöhnlichen Schmerzen kommen sollte. Wir hatten mal auf Anregung eines Patienten eine Tanzstunde nach Musik, was in den Bereich Mobilisierung gehen sollte. Möglicherweise ein Problem in Deiner Situation? Notfalls gibt es immer die Möglichkeit eines Abbruchs der REHA.

Im übrigen sollte Dir Dr. Hoffmann sagen, ob es ein Problem geben könnte. Wenn er eine REHA verordnet, sieht er sicherlich keine größeren Probleme. Soll heißen, eine konservative Therapie ist immer ein individueller Versuch, den man machen sollte. Sonst weiß man ja gar nicht, was dabei herauskommt.

Gruß
Klaus

Autor:  janvi [ Mi, 10.01.2018 - 09:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme bei Durchführung der Reha wegen LWS Beschwerden

beim Aufnahmegespräch wirst du mit ziemlicher Sicherheit in die OP Gruppe eingeteilt wo es im Gegensatz zu den anderen Gruppen etwas vorsichtiger zur Sache geht.
Innerhalb der Gruppe ist die Betreuung auch wieder individuell und alle Therapeuten sind eigentlich schon so fit, daß sie nach 1-2 Stunden ihre Patienten namentlich
inklusive Einschränkungen kennen. Einige Übungen möchte ich schon als herausfordernd bezeichnen, aber es wird nichts von dir verlangt, was du nicht kannst so daß
hier Ängste im Vorfeld wirklich unbegründet sind.

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