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Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: Mi, 23.10.2013 - 14:44
von michaelas
Hallo,
jetzt hatte ich auch endlich die Gelegenheit eine Reha in Bad Sobernheim zu machen. Rotation von 16 auf 14 im Brustbereich und von 6 auf 4 im Lendenwirbel.
In 4 Wochen habe ich einige Schrothübungen gelernt. Es ging mir nach der zweiten Woche auch besser. In der ersten Woche hatte ich ganz schön Muskelkater. Die Massagen taten mir sehr gut.
Ich mache drei Schroth Übungen jeden Tag zu Hause, (zwischen den Stäben, geordnete Seitenlage und Rückenlage) das ist das was mir zur Zeit zu Hause möglich ist. Nach einer Woche gehen jetzt aber schon wieder die Kopfschmerzen los, was mir schon von der Massage-Threapeutin gesagt wurde, das ich da wieder Probleme bekommen würde wegen einen Knubbel im Nacken. Sie sagte mir, das ich 1x die Woche Massage bekommen sollte. Eine Schroththerapeuten habe ich auch vor Ort.
Wie sieht es jetzt aber in der Realität aus? Nach der Reha? Könnte ich nochmal versuchen eine langfristige Heilverordnung zu bekommen?
Aufgrund der Schmerzen? Als Unterstützung der Übungen(ob man alles noch korrekt macht)? Die man noch nicht zu Hause machen kann weil ein z.b. noch die Sprossenwand fehlt.
Wann habt ihr wieder die nächste Reha beantragt? Nach 4 Jahren ode früher?
Ich hoffe es kommen antworten von euch. ;)
Liebe Grüße michaela

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: So, 27.10.2013 - 00:31
von Jens1969
michaelas hat geschrieben:Wie sieht es jetzt aber in der Realität aus? Nach der Reha? Könnte ich nochmal versuchen eine langfristige Heilverordnung zu bekommen?
Hallo Michaela,

jetzt heißt es dranbleiben - Wochen, Monate, Jahre. Wenn möglich einen Übungsplatz mit Sprossenwand zu Hause einrichten, die erlernten Übungen festigen und Schroth in den Alltag integrieren. Prima, dass du eine Schroththerapeutin gefunden hast. Sie wird dich hierbei sicher unterstützen und motivieren. Einen Antrag auf Langfristgenehmigung solltest du auf alle Fälle stellen. Ich war damit erfolgreich.

Z. Zt. übe ich 2 bis 3x pro Woche zu Hause und 1x mit meiner Schroththerapeutin in der Praxis. Die Mühe lohnt sich. Meine Rückensituation hat sich stabilisiert. Es geht mir aktuell ganz gut!

Viele Grüße und viel Erfolg
Jens

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: So, 27.10.2013 - 10:40
von Saphira
Hallo Michaela,

ich kann dir mal beschreiben, wie es bei mir nach der ersten Reha in Sobi weiterging. Wobei das bei mir leider etwas unbefriedigend verlief und ich hoffe, dass es nach diesem Mal besser läuft.

Ich hatte in bzw. nach der ersten Reha in Sobi 2011 zwar eine deutliche Aufrichtung und Verbesserung der Rotation, konnte die aber nicht lange halten (vllt. etwa 4-6 Wochen, dann war's wieder rum), hatte aber leider stärkere Schmerzen. Wegen anderer orthopädischer Probleme (Hüfte und Schulter) konnte ich die Schroth-Übungen teilweise nicht so durchführen, wie es eigentlich sein sollte. Ich hatte danach dann einen Schroth-Therapeuten ganz bei mir in der Nähe gefunden und hatte danach auch erstmal ein Rezept mit Schroth-KG. Zu Hause hatte ich zunächst auch versucht, einige Übungen in abgewandelter Form auszuüben (in meiner Wohnung kann ich definitiv keine Sprossenwand installieren -> verwinkelte Dachwohnung), dies flachte aber relativ schnell ab. Die Probleme beim Schrothen, gerade wegen meiner Schulter, waren einfach zu groß. Hüfte und Schulter mussten letztendlich dann operiert werden, danach lag der Fokus was KG betrifft eben auch auf Hüfte und Schulter. Jetzt, nachdem die beiden Baustellen wieder gut sind, ist der Rücken wieder an der Reihe. Zwischendurch hatte ich mal noch ein KG-Rezept mit Schroth, dies war aber noch vor der Schulter-OP, seitdem hatte ich da gar nichts mehr gemacht, möchte da jetzt aber wieder mit loslegen. Jetzt im Dezember geht es zum zweiten Mal nach Sobi, also in weniger als 4 Jahren dazwischen. Dies liegt bei mir aber eben an den ganzen anderen orthopädischen Baustellen, die damals den Erfolg beeinträchtigten und die jetzt behoben sind. Ich hoffe mal, dass ich dieses Mal danach mehr dranbleiben kann, auch mit Hilfe meines Schroth-Therapeuten und dass somit der Erfolg besser und nachhaltiger ist. Ich werde sehen müssen, wie es dieses Mal läuft und wie es dieses Mal danach weitergeht.

Grüßle,

Saphira

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: So, 27.10.2013 - 12:31
von michaelas
Oh Jens1969, du hattest Erfolg eine langfrisgenehmigung zu bekommen. :D
Wie hast du das gemacht? Was hat dein Arzt auf die Krankenverordnung geschrieben?
Das hört sich gut an. Ich hoffe ich kann meine Verbesserung auch halten.
LG michaelas


Saphira ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner 2. Reha.

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: So, 27.10.2013 - 13:33
von Klaus
Hallo michaelas,
Was hat dein Arzt auf die Krankenverordnung geschrieben?
Du hast ja die Diskussion zur Langfristgenehmigung mitverfolgt.
Da geht es um eine besondere Begründung des Arztes und möglichst auch Deine persönliche Begründung, die mit dem Antrag und der (ersten) Verordnung a.d.R. beigelegt wird. Sicherlich meinst Du das?
Bei der V.a.d.R. selbst gibt es ja sowieso eine übliche Begründung, die unten auf der Verordnung in Kurzform geschrieben ist. Die hat mit der Langfristgenehmigung zunächst mal nichts zu tun.
Wie sieht es jetzt aber in der Realität aus? Nach der Reha? Könnte ich nochmal versuchen eine langfristige Heilverordnung zu bekommen?
Unmittelbar nach einer REHA ist es natürlich schwierig, weil eine REHA ja deshalb gemacht wird, um die ambulante "natürlich nicht (ausreichend) wirkende KG" überflüssig zu machen. Es müsste also ein Grund konkret formuliert werden, der über Schroth allein nicht zu behandeln geht.
was mir schon von der Massage-Threapeutin gesagt wurde, das ich da wieder Probleme bekommen würde wegen einen Knubbel im Nacken. Sie sagte mir, das ich 1x die Woche Massage bekommen sollte.
Das ist sicherlich zu "volkstümlich" für eine Krankenkasse. :)

Gruß
Klaus

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: So, 27.10.2013 - 18:11
von michaelas
Hallo Klaus,

ja, ich habe meinem Arzt nochmal geschildert worauf es ankommt bei der Langfristgenehmigung und Warte jetzt ob ihm was passend eingefallen ist. Wenn man da ein Beispiel bekommen würde von jemanden der Erfolg hatte damit, wäre es für mich noch besser. ;)
Die Orthopäden wissen da ja auch nicht so richtig Bescheid.

Ja das mit der Massage einmal die Woche ist ein Wunschtraum der mir sowieso nicht von der Krankenkasse erfüllt wird. Musste schon schmunzeln als Sie es sagte.

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: So, 27.10.2013 - 21:36
von Kaffeetrinker
Rede mal mit deiner KK

ich bin bei der Techniker da gibt es keinen gesonderten Antrag, wenn der Arzt das kurz begründet wird es anstandlos übernommen.

Manche KK´s fahren die große Schiene ab und manche machens einem leicht.

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: So, 27.10.2013 - 22:27
von Klaus
Kaffeetrinker hat geschrieben:ich bin bei der Techniker da gibt es keinen gesonderten Antrag, wenn der Arzt das kurz begründet wird es anstandlos übernommen.
Du meinst jetzt die V.a.d.R., die nicht extra genehmigt werden muss. Dann geht die Behandlung aber auf das Budget/Richtgröße des Arztes. Das meint michaelas aber nicht.

Gruß
Klaus

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: So, 27.10.2013 - 22:49
von Klaus
Hallo michaelas,
Wenn man da ein Beispiel bekommen würde von jemanden der Erfolg hatte damit, wäre es für mich noch besser. ;)
Ich denke, dass muss schon gezielt individuell angelegt sein. Die besondere Begründung der Langfristigkeit ist nach meiner Ansicht sonst nicht gegeben.
Wenn ich meinen Fall angucke, war ich ja schon sehr lange mit diversen, jetzt 6 ICD Codes in Behandlung. Natürlich sind dann Formulierungen wie
"...um einer Schmerzexazerbation mit konsekutiver Zunahme von Einschränkungen der Mobilität und Selbstversorgung entgegenzuwirken"
mehr allgemeiner Art. ;)
Warte jetzt ob ihm was passend eingefallen ist.
Insofern muss er natürlich entsprechende Diagnosen als Grundlage haben. :) Bei der V.a.d.R. ist das ja kein Problem, wenn die nicht genehmigt werden muss, die Begründung ist da sowieso eine allgemeine. Nur der Arzt will sich da verständlicherweise nicht drauf einlassen oder?

Gruß
Klaus

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: Mo, 28.10.2013 - 10:34
von michaelas
Hallo Klaus,
und das ist da Problem, was ich meinem Arzt schriftlich geschildert habe. Bis jetzt hatte mein Orthopäde kein ICD10-Code auf der Verordnung für Heilmittel. Nur den Indikationsschlüssel Ws2a Fünktionsstörung/Schmerzen durch Gelenkfunktionsstörung//Skoliose. Obwohl in Klammern (M41.99G) ? Ist das der ICD10-Code ? Das steht doch sonst als Kästchen unter den Indikationsschlüssel? :/

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: Di, 29.10.2013 - 12:50
von Klaus
Hallo michaelas,
Obwohl in Klammern (M41.99G) ? Ist das der ICD10-Code ?
Ja.

http://www.icd-code.de/suche/icd/code/M ... p=SM41.99G
Das steht doch sonst als Kästchen unter den Indikationsschlüssel? :/
Also hier mal ein spontan gefundenes Muster
http://www.kvwl.de/arzt/verordnung/hhm/ ... nungen.pdf
Da steht bei Punkt 6 im Kästchen der Indikationsschlüssel.
Im Feld13 kommen die Diagnosen mit dem ICD Code in Klammern, also hier Skoliose (M41.99G)

Wie schon gesagt, unmittelbar nach einer REHA dürfte das mit einer Langfristgenehmigung dieser einzigsten Diagnose etwas schwierig werden.
Und V.d.a.R. allein geht bei dem Orthopäden nicht? Da müsste er sich aber auch was einfallen lassen, nur um den "Knubbel" zu behandeln. Eigentlich wäre da der REHA Therapeut gefragt.

Gruß
Klaus

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: Di, 29.10.2013 - 13:22
von michaelas
Hallo Klaus,
es geht mir ja gar nicht so sehr um den "Knubbel".
Das kam ja nur aus der Massageabteilung, das ich damit weiterhin Probleme haben werde, sprich Kopfschmerzen.
Mein Problem ist immer noch, das mir bei längeren stehen oder gehen die Schwache Seite schmerzt. Ich dadurch eingeschrenkt bin und mit dem ICD 10-Code M41.99 = Skoliose nicht näher bezeichnet komme ich da bestimmt nicht weit. Warum steht auch auf den Rezept Schmerzen durch Gelenkfunktionsstörungen? Meine schmerzende schwache Seite ist doch kein Gelenk?
Ich habe die Schrothübungen schon gut erklärt bekommen aber ich möchte trotzdem noch, das ein Schroththerapeut nochmal korrigiert. Ich war im Katharina Schroth Museum und habe die Erfolge gesehen mit der Schrothgymnastik und möchte auch die anderen Übungen weiterhin machen aber ich kann mir nicht gleich alles anschaffen was ich dazu brauche und deswegen möchte ich die anderen Übungen in der Praxis meiner Therapeutin machen.
Ich habe jahrelang nichts wegen meiner Skoliose gemacht, wegen der Aussage von Orthopäden, das man bei mir nichts machen kann und es sich nichts verschlechtern würde und jetzt wo ich gesehen habe wie Patienten durch die Schrothgymnastik Verbesserung erziehlen konnten, will ich das auch. Ich finde es so ungerecht das wir Erwachsenen nicht das Recht haben auf regelmäßige Krankengymnastik und ich will der Krankenkasse klar machen das mir das auch zu steht. aber dafür muß der Orthopäde es auch richtig begründen und da bin ich nicht sicher ob er es will und hinbekommt......

Re: Wie geht es weiter nach der ersten Reha?

Verfasst: Di, 29.10.2013 - 15:06
von Klaus
Hallo michaelas,
Ich finde es so ungerecht das wir Erwachsenen nicht das Recht haben auf regelmäßige Krankengymnastik und ich will der Krankenkasse klar machen das mir das auch zu steht. aber dafür muß der Orthopäde es auch richtig begründen und da bin ich nicht sicher ob er es will und hinbekommt......
Also es ist schon wichtig zu wissen, wie so eine Krankenkasse "denkt". ;) Die sagt natürlich, dass deswegen ja extra eine REHA durchgeführt wurde, um eben selbstständig das weiter zu üben, wofür man vorher den Therapeuten brauchte. Also muss man anders ansetzen und formulieren, was Dich jetzt daran hindert, Schroth allein und optimal durchführen zu können.

Aus Sicht der Krankenkasse:
1. Eine Überprüfung durch die Therapeutin ist unmittelbar nach der REHA nicht erforderlich. Das kann durch gelegentliche normale Verordnungen abgedeckt werden.
2. Die Übungen sollten so angelegt sein, dass man sich nicht extra viele Hilfsmittel anschaffen muss.

Insofern solltest Du Dich auf die parallele physiotherapeutische Behandlung der Schmerzen konzentrieren, die Dich daran hindern, die Übungen optimal machen zu können. Die sind ja dazu da, die Schmerzen zu reduzieren bzw. ganz abzuschalten. Und es ist sicherlich eine schlechte Ausgangssituation für eine tägliche Schroth Anwendung zuhause, wenn Deine Lebensqualität von vorn herein so massiv eingeschränkt ist. Erhaltung dieser ist eine Hauptaufgabe der KK.
--> der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, das kann man doch dem Arzt vermitteln :)

Gruß
Klaus