Reha nach OP im Kindesalter
Reha nach OP im Kindesalter
Hallo,
bei mir wurde als sechsjähriger eine Skoliose-OP durchgeführt. Die gesamte BWS ist mit einem Harrington-Stab versteift. Unmittelbar vor der OP hatte ich sech Wochen ein Harlo. Die Krümmung ist währed des Wachstums wieder stärker geworden. Dürften ca. 55° sein. Der Knick beginnt bei L3 und geht von da aus nach oben durch. Als Jugendlicher habe Jahre lang Cheneau-Korsetts getragen und war ständig bei KG und zur Kontrolle in Münster.
Während der letzten vielen Jahre habe ich mich nur marginal um das Thema gekümmert. Jetzt bin ich 38 Jahre alt und will meinen Umgang mit meiner Skoliose verändern, meine HWS- und LWS-Muskulatur gezielt stärken (ich kann nicht immer zum Osteopathen gehen, damit der HWS-Blockaden löst) und einiges über meine Langzeitprognose lernen.
Habt Ihr vielleicht Tipps für mich, wo ich hingehen kann? Habe mir Infos aus Bad Sobernheim zuschicken lassen. Diese sind aber recht allgemein und deren Website ist uralt. Ist die Behandlungsqualität da gut und können die für operierte noch etwas tun?
Habt Ihr Tipps für weitere Reha-Kliniken?
Vielen Dank für Eure Anworten und Tipps!!!
Flipp
bei mir wurde als sechsjähriger eine Skoliose-OP durchgeführt. Die gesamte BWS ist mit einem Harrington-Stab versteift. Unmittelbar vor der OP hatte ich sech Wochen ein Harlo. Die Krümmung ist währed des Wachstums wieder stärker geworden. Dürften ca. 55° sein. Der Knick beginnt bei L3 und geht von da aus nach oben durch. Als Jugendlicher habe Jahre lang Cheneau-Korsetts getragen und war ständig bei KG und zur Kontrolle in Münster.
Während der letzten vielen Jahre habe ich mich nur marginal um das Thema gekümmert. Jetzt bin ich 38 Jahre alt und will meinen Umgang mit meiner Skoliose verändern, meine HWS- und LWS-Muskulatur gezielt stärken (ich kann nicht immer zum Osteopathen gehen, damit der HWS-Blockaden löst) und einiges über meine Langzeitprognose lernen.
Habt Ihr vielleicht Tipps für mich, wo ich hingehen kann? Habe mir Infos aus Bad Sobernheim zuschicken lassen. Diese sind aber recht allgemein und deren Website ist uralt. Ist die Behandlungsqualität da gut und können die für operierte noch etwas tun?
Habt Ihr Tipps für weitere Reha-Kliniken?
Vielen Dank für Eure Anworten und Tipps!!!
Flipp
Hallo Flipp,
soweit ich hier gelesen habe sind die Erwachsenen sehr von der Klinik in Bad Salzungen und die Jungendliche von Bad Soberheim überzeugt. Schade wenn du dich so lang nicht um deinen Rücken gekümmert hast. Vielleicht solltest du möglichst schnell mal zu einen guten Orthopäden gehen, weil das mit der REHA ja auch dauern kann.
Vg Helen
soweit ich hier gelesen habe sind die Erwachsenen sehr von der Klinik in Bad Salzungen und die Jungendliche von Bad Soberheim überzeugt. Schade wenn du dich so lang nicht um deinen Rücken gekümmert hast. Vielleicht solltest du möglichst schnell mal zu einen guten Orthopäden gehen, weil das mit der REHA ja auch dauern kann.
Vg Helen
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Operierte Skoliose
Hallo Flipp,
ich wurde auch in Münster operiert, in welcher Klinik warst du?
Ich wurde ein paar Jahre vor dir operiert, damals hieß es, 12 Jahre wäre die untere Grenze für die OP, war auch im Krankenhaus die Jüngste.
Wurdest du mit einem Stab oder mit 2 Stäben versteift? Welche Therapie kam direkt nach der OP (Gips, Korsett, Gips mit Reißverschluß).
Warum musstest du als Jugendlicher trotzdem ein Korsett tragen? Die Wirbelsäule war doch versteift. Hattest du den Stab da noch?
Wieviel Grad hattest du denn mit 6 Jahren? 55Grad ist ja nicht viel, die OP Ergebnisse waren damals ja noch nicht so gut, da wundert mich schon die frühe OP. KG gab es zu meiner Zeit auch noch nicht. Ich war nach der OP jahrelang noch zur Kontrolle, mein Stab musste dann auch wieder heraus.
Ich hatte mit 12 Jahren um die 120 Grad, hab heut noch 90 Grad, nur mal zum Vergleich.
Entschuldige bitte die vielen Fragen, aber ich hab noch nie etwas vergleichbares gehört und ich kenne einige, die auch in den 70iger Jahren operiert wurden.
ich wurde auch in Münster operiert, in welcher Klinik warst du?
Ich wurde ein paar Jahre vor dir operiert, damals hieß es, 12 Jahre wäre die untere Grenze für die OP, war auch im Krankenhaus die Jüngste.
Wurdest du mit einem Stab oder mit 2 Stäben versteift? Welche Therapie kam direkt nach der OP (Gips, Korsett, Gips mit Reißverschluß).
Warum musstest du als Jugendlicher trotzdem ein Korsett tragen? Die Wirbelsäule war doch versteift. Hattest du den Stab da noch?
Wieviel Grad hattest du denn mit 6 Jahren? 55Grad ist ja nicht viel, die OP Ergebnisse waren damals ja noch nicht so gut, da wundert mich schon die frühe OP. KG gab es zu meiner Zeit auch noch nicht. Ich war nach der OP jahrelang noch zur Kontrolle, mein Stab musste dann auch wieder heraus.
Ich hatte mit 12 Jahren um die 120 Grad, hab heut noch 90 Grad, nur mal zum Vergleich.
Entschuldige bitte die vielen Fragen, aber ich hab noch nie etwas vergleichbares gehört und ich kenne einige, die auch in den 70iger Jahren operiert wurden.
Hallo zusammen,
drei Antworten innerhalb von vier Stunden; Klasse; DANKE!
Ich habe einen Harrington-Stab. Es sollten laut OP-Bericht drei rein (links, rechts, und Querverbindung). Aber dann war nicht genug Haut da zum zumachen, also wurde die Querverbindung wieder raus genommen. Dann sahen die Operateure, dass der rechte Stab an einem Ende nicht gut saß und nahmen ihn auch wieder raus. So blieb der auf der Innenseite der Krümmung drin und ist es bis heute.
Ich war dann ca. 2x/Jahr in Münster zur Kontrolle.
Meine Unterlagen geben keinen Hinweis darauf, warum ich so früh operiert wurde. Die Begradigung hat sich dann später wieder auf die Krümmung vor der OP verwachsen.
Ich hatte ca. ein dreiviertel Jahr vor und ein Jahr nach der OP Gips, der alle drei Monate gewechselt wurde. Später habe ich immer KG gemacht.
Das erste Korsett bekam ich mit neun, hatte dann drei oder vier bis ich ca. 16 war. Meine Compliance war da nicht so gut, aber die Dinger haben mir immer noch mehr Atemvolumen abgeschnitten. (Rückblickend denke ich, die Ärzte wussten nicht, was sie machen sollten, als es wieder krümmer wurde.)
Mit 16 sollte ich dann neu operiert werden, weil die Lendenwirbelsäule etwas krümmer war. Bei der nächsten Aufnahme habe ich mich dann etwas gerade gezogen (kann ich ganz gut), und dann waren die Ärzte erstaunt und glücklich.
In Summe fehlen mir ca. 10 cm Körpergrösse und ich bin mit meinen 180 cm mit 60 kg ein echtes Fliegengewicht.
Habt Ihr Erfahrungswerte, wie lange Vorlaufzeit so eine Reha braucht?
Ich werde jetzt auch Antrag stellen, meinen Behinderungsgrad von 40 auf 50 hochzustufen.
Zu einem guten Orthopäden gehen? Ja gerne. Aber ich habe nie jemanden gefunden, der sich wirklich gut auskennt. War jetzt bei einem Reha-Arzt (und Orthopäden), bei dem ich vor einigen Jahren auch war. Der verschreibt mir KG (D1). In 2003 war ich in Münster zur Skoliosesprechstunde. Beim ersten Blick auf die Röntgenaufnahme wollten die mich direkt zu einer OP überreden ("Da kann man doch optisch noch einiges machen"), der Vergleich mit viel älteren Aufnahmen zeigte dann, dass sich nichts verschlechtert hatte.
Schöne Grüsse und DANKE für eure Antworten
Flipp
drei Antworten innerhalb von vier Stunden; Klasse; DANKE!
Ich habe einen Harrington-Stab. Es sollten laut OP-Bericht drei rein (links, rechts, und Querverbindung). Aber dann war nicht genug Haut da zum zumachen, also wurde die Querverbindung wieder raus genommen. Dann sahen die Operateure, dass der rechte Stab an einem Ende nicht gut saß und nahmen ihn auch wieder raus. So blieb der auf der Innenseite der Krümmung drin und ist es bis heute.
Ich war dann ca. 2x/Jahr in Münster zur Kontrolle.
Meine Unterlagen geben keinen Hinweis darauf, warum ich so früh operiert wurde. Die Begradigung hat sich dann später wieder auf die Krümmung vor der OP verwachsen.
Ich hatte ca. ein dreiviertel Jahr vor und ein Jahr nach der OP Gips, der alle drei Monate gewechselt wurde. Später habe ich immer KG gemacht.
Das erste Korsett bekam ich mit neun, hatte dann drei oder vier bis ich ca. 16 war. Meine Compliance war da nicht so gut, aber die Dinger haben mir immer noch mehr Atemvolumen abgeschnitten. (Rückblickend denke ich, die Ärzte wussten nicht, was sie machen sollten, als es wieder krümmer wurde.)
Mit 16 sollte ich dann neu operiert werden, weil die Lendenwirbelsäule etwas krümmer war. Bei der nächsten Aufnahme habe ich mich dann etwas gerade gezogen (kann ich ganz gut), und dann waren die Ärzte erstaunt und glücklich.
In Summe fehlen mir ca. 10 cm Körpergrösse und ich bin mit meinen 180 cm mit 60 kg ein echtes Fliegengewicht.
Habt Ihr Erfahrungswerte, wie lange Vorlaufzeit so eine Reha braucht?
Ich werde jetzt auch Antrag stellen, meinen Behinderungsgrad von 40 auf 50 hochzustufen.
Zu einem guten Orthopäden gehen? Ja gerne. Aber ich habe nie jemanden gefunden, der sich wirklich gut auskennt. War jetzt bei einem Reha-Arzt (und Orthopäden), bei dem ich vor einigen Jahren auch war. Der verschreibt mir KG (D1). In 2003 war ich in Münster zur Skoliosesprechstunde. Beim ersten Blick auf die Röntgenaufnahme wollten die mich direkt zu einer OP überreden ("Da kann man doch optisch noch einiges machen"), der Vergleich mit viel älteren Aufnahmen zeigte dann, dass sich nichts verschlechtert hatte.
Schöne Grüsse und DANKE für eure Antworten
Flipp

