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 Betreff des Beitrags: OP? Wer kann mir einen Rat geben?
BeitragVerfasst: Sa, 07.07.2007 - 22:29 
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Hallo! :)

Ich bin sozusagen neu hier und wollte mich über das Thema OP informieren. Bin 25 Jahre alt und meine Skoliose beträgt ca. 38°, mittlerweile wahrscheinlich schon ein bisschen mehr. Die Wirbelsäule ist zusätzlich in sich auch noch etwas verdreht. Vor Allem die Gegenkrümmung ist meiner Meinung nach schlimmer geworden. Ich hab mich von mehreren Orthopäden untersuchen lassen, zuletzt in der Klinik in Neustadt an der Ostsee. Überall war von OP die Rede. Die meisten sagten das sofort, in Neustadt waren sie ein bisschen lockerer. Letzter Stand war, dass es früher oder später auf jeden Fall operiert werden muss. Ich solle über eine vorbeugende OP nachdenken, da es jetzt noch einfacher wäre, als später, wenn es dann ohnehin notwendig ist. Aber sie meinten auch , ich bräuchte nichts überstürtzen. Nun schiebe ich das schon wieder ein Jahr vor mir her, oder sogar noch länger, und weiß nich was ich tun soll. ;( Ich habe auch ziemlich Angst vor der OP und dass dann alles nicht mehr so ist wie vorher. :( Dass es vielleicht schwieriger wird und mit Schmerzen und so. Momentan habe ich ziemlich wenig Schmerzen, nur ab und zu. Rückenschmerzen wie gesagt weniger, aber mit Spannungskopfschmerzen habe ich fast immer zu tun. Wer war oder ist in einer ähnlichen Situation und könnte mir einen Rat geben?

Liebe Grüße, July


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BeitragVerfasst: So, 08.07.2007 - 00:46 
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Liebe July,
um dir da präzise etwas raten zu können, müsste man denke ich noch mehr wissen, zb ob deine Skoliose wirklich noch fortschreitet, was du schon an konservativer Therapie gemacht hast, wie es mit deinen Bandscheiben und sonstigen "Leidtragenden" aussieht etc.
Von deiner Schilderung her klingt es aber nicht so, als sei eine OP angesagt. 38° ist in deinem Alter nicht viel, wenn es denn so bleibt. Du sagst, du seist der Meinung, es habe sich verschlechtert; mit Meinung kommst du aber nicht weiter, das muss man wirklich überprüfen und auch bedenken, dass es einen Messfehlerbereich gibt.
Lies dir mal im Basiswissen die Informationen zur OP-Indikation durch, da wirst du merken, dass du nicht wirklich drin liegst.
Wenn man in Kliniken untersucht wird, kommt häufig der Rat zur OP, aber wenn du in ein Schuhgeschäft gehst, wird dir da auch keiner zum Barfußgehen raten. Und du sagst ja selber, in Neustadt waren sie ein wenig lockerer. Das wäre für mich ein Hinweis, dass eine OP nicht dringend nötig ist.
Es klingt für mich so, als hättest du noch keine Therapie nach Schroth gemacht. Das solltest du unbedingt machen, es können auch bei weit größeren Gradzahlen als deinen noch beachtliche Erfolge erzielt werden.
Eine Skoliose-OP ist ein großer Eingriff, vor dem du zu Recht Respekt hast. Überleg es dir gut und probiere erst andere Möglichkeiten aus.
Wie gesagt, es kann natürlich sein, dass andere Gründe bei dir für eine OP sprechen, von denen du noch nichts geschrieben hast. Aber 38 Grad sind schonmal kein Grund für eine OP.
Liebe Grüße
bernoulli


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BeitragVerfasst: So, 08.07.2007 - 08:29 
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Hallo!
Ich kann mich Bernoulli nur anschließen. Nach dem, was du jetzt geschrieben hast, würde ich eine Op auch nicht unbedingt als notwendig betrachten, zumal du keine Schmerzen hast. Den Spannungskopfschmerzen kannst du versuchen mit sanften Heilverfahren wie z.B. Ostheopathie auf den Leibe zu rücken.
Im Normalfall verschlimmert sich eine Skoliose nicht mehr oder nur sehr wenig in deinem Alter. Glaubst du, in dem letzten Jahr, wo du die Op erstmal vor dir hergeschoben hast, ist es schlimmer geworden? Ich habe auch öfter das Gefühl, dass es schlimmer geworden ist bei mir. Aber wenn ich dann geröngt wurde, war alles beim Alten. Es kann natürlich sein, dass es sich verschlimmert hat, aber wenn es wirklich nur ein reines Gefühl ist, dann ist es nicht unbedingt wahrscheinlich. Lass das überprüfen!
Wenn du keine Progredienz mehr hast, dann wüsste ich wirklich nicht, welche Faktoren so stark für eine Op sprechen.
Das Risiko, dass du hinterher mehr Schmerzen hast als vorher ist leider da. Deswegen würde ich allgemein erstmal bei Schmerzfreiheit abraten...

_________________
LG Wiebke

Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.


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BeitragVerfasst: Sa, 21.07.2007 - 14:53 
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Hallo July,

Ich bin 17 Jahre und wurde Operiert und ich muss sagen der Dr. Schreiber aus votareut war total klasse. Ich bin von 42 auf fasst 5 gard runter gekommen ich kann dir eins raten Rede mal mit dem Chefarzt Dr. Wimmer 08038901529 oder Dr. Schreiber 08038/901540. Das sind wirklich spitzen Ärzte.
Ich muss sagen ich habe sehr viel angst gehabt vor der Op aber jetzt nach fasst 5 Wochen geht es mir von den Schmerzen besser als zuvor. Natürlich hast du dein vor und nachteile wie bei jeder op. aber mit viel Vertrauen und vorallem eigen mut kannst du dein altes leben in Anführungszeichen wider nach einiger zeit leben. Ich sehs an mir ja bei der hitzte nicht schwimen ist für mich die qual aber ich muss einsehen das mir meine gesundheit wichtiger ist als alles andere im moment. Ich komm mit der wirbelsäule nach der op sehr zurecht.
Also denk mal darübernach

GlG


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BeitragVerfasst: So, 22.07.2007 - 22:59 
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose
July, bei 38° im Alter von 25 Jahren würde ich mich auch nicht operieren lassen, es sei, du hast starke Beschwerden und/oder leidest sehr unter der Optik. Lieber würde ich eine Schroth-Reha anstreben und zuhause Übungen machen, um eine bewusste und bessere Haltung zu erreichen.

Oder wie alt sind deine Röntgenwerte? Wenn sie maximal 4 bis 5 Jahre alt sind, kanst du davon ausgehen, dass die Werte heute gleich geblieben sind.

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Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)


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BeitragVerfasst: Mi, 24.10.2007 - 21:44 
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Hallo!

Vielen lieben Dank für eure Tipps! (War lange nicht mehr hier, hatte Probleme mit dem PC.) Ich werde mir in Ruhe Gedanken machen, aber wie die meisten hier sagen, sollte man das mit der OP nicht zu schnell entscheiden und ich tendiere dazu, von einer OP erstmal noch abzusehen und vielleicht noch einen weiteren Experten hinzuzuziehen.

Christoph 21: Wo sind denn die Ärtze "Chefarzt Dr. Wimmer und Dr. Schreiber?

das mit der Osteophatie werde ich mal ausrobieren wegen meinen Spannungskopfschmerzen. Bin nur leider noch nicht fündig geworden, was eine Praxis in meiner Nähe betrifft, die das anbietet!? Hat da jemand einen Tipp? (Raum Koblenz - wohne 30 km von Ko entfernt)

Und Krankengymnastik genauso. Gibt es hier im Gebiet Praxen, die nach Schroth therapieren??

Viele liebe Grüße an euch alle.
July


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BeitragVerfasst: Fr, 02.11.2007 - 11:37 
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Wer kennt sich da bissel aus im Raum Koblenz. Hab im Internet schonmal geschaut, aber nicht so fündig geworden...


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 Betreff des Beitrags: Skoliose-OP, Schroth-Therapie etc
BeitragVerfasst: Sa, 03.11.2007 - 21:55 
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July23 hat geschrieben:
Hat da jemand einen Tipp? (Raum Koblenz - wohne 30 km von Ko entfernt)

Und Krankengymnastik genauso. Gibt es hier im Gebiet Praxen, die nach Schroth therapieren??




Hallo July!

Ich bin selbst operiert an einer ähnlichen Skoliose wie Deiner (rechtskonvex, oben in sich gedreht, schiefes Schulterblatt). Aber ich hatte oben 72° unten 50°! Hatte starke Schmerzen, konnte teilweise nicht mehr ohne Hilfe morgens aufstehen. Bin mit meiner OP (Werner-Wicker-Klinik, Bad Wildungen 1999) sehr zufrieden und fast schmerzfrei seitdem. Das ist allerdings kein Spaß, und bei Deiner vergleichsweise "geringfügigen" Verkrümmung würde ich mir das gut überlegen. Mir hat man seit meinem 11. Lebensjahr die OP empfohlen, die ich aber selber erst wollte, als es schmerzhaft wurde. Ein halbes Jahr lang außer Gefecht zu sein und ein Leben lang in der Bewegung eingeschränkt wie bei meiner WS-Versteifung sind Dinge, die ich als schmerzfreier Skoliose-Patient nicht in Kauf genommen hätte.

Empfehlen möchte ich Dir daher die Katharina-Schroth-Klinik in Sobernheim, die ist ja nicht so weit von Dir entfernt. Die sind sehr bekannt, und bei den jungen Patienten mit Skoliosen in dem Gradbereich auch sehr erfolgreich (bei mir war schon alles zu spät).

Achso, und von Osteopathie bin ich auch begeistert. Leider wohne ich nicht in Deiner Nähe und kann Dir dort niemanden empfehlen. Aber dieser Empfehlung kann ich mich auch anschließen.

Kannst mir auch gerne mal eine private Nachricht schicken, falls Du mehr wissen willst. Bin auch noch in einem anderen Netzwerk, wo ich eine Gruppe zum Thema Werner-Wicker-Klinik und Skoliose-OP-Interessierte gegründet habe.

lg
Silke

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BeitragVerfasst: Sa, 17.11.2007 - 11:54 
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Hallo Silke!

Ich war mal zur Untersuchung in der Werner-Wicker-Klinik und ganz ehrlich - ich war gar nicht zufrieden. Ich hatte mich a. ein halbes Jahr später in der Klinik in Neustadt an der Ostsee auch noch untersuchen lassen und da lagen Welten dazwischen. 1. In der W-W-Klinik hatte ich stundenlange Wartezeiten, in Neustadt ne halbe Stunde. 2. In der Wicker-Klinik waren sie nicht sehr freundlich, der Arzt war ein Wenig arrogant und in Neustadt waren alle sehr sehr nett. 2. Die Atmosphäre war in Neustadt viel heller, freundlicher und man fühlte sich einfach wohler. Klar, das kann man natürlich nicht pauschal sagen, jeder empfindet das wohl anders. Aber wenn ich ernsthaft über ne OP nachdenke und auf mein Bauchgefühl höre, merke ich deutlich, in welche Klinik ich mich eher hingezogen fühle...

Das mit der Osteopathie werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Bis dahin mache ich fleißig weiter im Fitness-Studio , um was für meine Rückenmuskulatur zu tun. das tut schon gut. Ich finde, auch das hilft. Bin da auch von ner Physiotherapeutin betreut, die mir meinen Plan erstellt. hat. Leider lässt es meine Zeit momentan nicht zu, öfter als einmal pro Woche zu gehen. Aber das wird sich demnächst hoffentlich auch wieder ändern.

Katharina-Schroth-Klinik, das ist ein gutes Stichwort. Davon hab ich auch schon oft gehört / gelesen, denke ich werde dort auch mal hingehen. Mal mit meinem Arzt reden. (Muss aber hier in er Nähe noch einen geeigneten Orthopäden finden, war bei drei Stück - leider nicht zufrieden... Und jedes Jahr nach Neustadt, das geht leider nicht...)

Viele liebe Grüße,
July


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 Betreff des Beitrags: Bauchgefühl
BeitragVerfasst: Sa, 17.11.2007 - 14:07 
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Hallo nochmal schnell,

also das mit dem Bauchgefühl kann ich natürlich irgendwie verstehen und obwohl ich die Klinik in Neustadt nicht kenne, hier meine (natürlich wieder subjektive) Meinung:

Ich war auch schon einmal in einer Klinik, wo ich nur eine halbe Stunde gewartet habe. Das Ergebnis war leider eine falsche Diagnose. Was nicht heißt, dass die Ärzte in der WWK fehlerfrei arbeiten, oder die in Neustadt falsche Diagnosen stellen. Überall werden Fehler gemacht.

Zum zweiten: Wohlfühlen hin oder her: der Arzt muss was können. Er wird nicht für's Nett-sein bezahlt. Das sage ich immer wieder obwohl ich finde, dass ein nettes Wort hier und da nicht schadet. Das Personal auf den Stationen in der WWK ist zumindest von arrogant weit entfernt, die sind allesamt seeeehr nett gewesen. Ob derjenige, der so eine komplizierte OP, so einen schweren Eingriff so korrekt durchführen kann zu mir im Zimmer freundlich ist oder nicht, ist für mich zweitrangig. Hauptsache, mit dem OP-Ergebnis kann ich gut leben.

Da ich auch nochmal irgendwann operiert werden muss, werde ich wieder vergleichen: Die Methoden, Risiken, Erfolgsaussichten...und lese die Meinung anderer auch. Daher werde ich mich -wer hätte das gedacht- beim nächsten mal auch in Neustadt vorstellen. Es wird einfach viel gutes hier berichtet. Ein Vergleich ist immer eine gute Sache. Man sollte sich NIE im erstbesten Haus operieren lassen. Auch ich bin bereit, woanders hinzugehen, wenn die Methoden woanders mitlerweile besser sind.

Also bitte jetzt nicht in den falschen Hals kriegen, ich hab nix gegen Neustadt, nur finde ich diese Arroganz-Diskussion über die WWK nicht so wichtig wie die OP-Ergebnisse, die richtigen Einschätzungen der Risiken und die Meinung und Empfehlungen anderer.

Ich denke, Du wirst die richtige Wahl für Dich treffen, so oder so.

Viele liebe Grüße
Silke

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"Einmal Wicker - immer Wicker...!"


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 Betreff des Beitrags: Oberflächliche Klinikwahl?
BeitragVerfasst: Sa, 17.11.2007 - 14:36 
July,

da kann man Silke nur zustimmen: Wenn du für Deine Skoliose-OP eine nette Umgebung mit heller Atmosphäre und kurzen Wartezeiten suchst, ist Deine Argumentation verständlich. Niemand würde jedoch seinen Friseur nach diesen Kriterien auswählen.

Von den Kliniken in Wildungen und Karlsbad haben wir bereits mehrfach gehört, dass die Ärzte und das Pflegepersonal teilweise arrogant wirken, weil Ihnen der Erfolg wohl etwas in den Kopf gestiegen ist. Das würde sich dann mit Deinen Erfahrungen decken.

Von Neustadt gibt es Berichte, nachdem die Ärzte zu niedergelassenen Orthopäden quer durch Deutschland reisen um dort mit Skoliosepatienten OP-Termine zu vereinbaren. Eine solch’ intensive Suche nach Patienten würde uns misstrauisch machen. Operationsergebnisse aus Neustadt kannst Du Dir hier anschauen: http://www.skoliose-op.info/skoliose_bilder.html

Nette Lehrer in der Schule sind nicht immer die besten, das merken wir aber meistens erst wenn die Schulzeit lange hinter uns liegt. Bei Silke bist du gut aufgehoben, sie meint es ehrlich mit Dir.

Zu dem Thema gab es im Juli eine gute Fernsehsendung die hier nachzulesen ist: http://www.swr.de/imperia/md/content/odysso/070712.pdf

Soko0415


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BeitragVerfasst: So, 18.11.2007 - 13:33 
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Hi!

Hey, na klar, das sollte nicht negativ Silke gegenüber gemeint sein. (Ich hoffe du hast das jetzt nicht falsch aufgefasst, liebe Silke!) Ich habe lediglich meine Erfahrung und meine Gefühle dabei zum Ausdruck bringen wollen. Aber eins macht mich dennoch stutzig. Die meisten raten mir, da meine Skoliose nicht soo schlimm ist, mich vorerst nicht operieren zu lassen. Die in Bad Wildungen hätten es aber sofort getan...!?

Liebe Grüße an alle,
July


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 Betreff des Beitrags: Re: Oberflächliche Klinikwahl?
BeitragVerfasst: So, 18.11.2007 - 16:10 
Soko0415 hat geschrieben:
da kann man Silke nur zustimmen: Wenn du für Deine Skoliose-OP eine nette Umgebung mit heller Atmosphäre und kurzen Wartezeiten suchst, ist Deine Argumentation verständlich. Niemand würde jedoch seinen Friseur nach diesen Kriterien auswählen.


Was soll das denn heißen?

Für mich waren folgende Punkte wichtig:

1. Wie werde ich über die OP aufgeklärt bzw. beraten
2. Was wird genau gemacht
3. Wie lange ist der Klinikaufenthalt
4. Wie sind die Ärzte bzw. wer ist der op. Arzt
5. Wie ist die Klinik
6. Wie viele Skoliose-OP´s werden in der Klinik pro Jahr gemacht


Soko0415 hat geschrieben:
Von den Kliniken in Wildungen und Karlsbad haben wir bereits mehrfach gehört, dass die Ärzte und das Pflegepersonal teilweise arrogant wirken, weil Ihnen der Erfolg wohl etwas in den Kopf gestiegen ist. Das würde sich dann mit Deinen Erfahrungen decken.


Ich persönlich habe auch schlechte Erfahrung in Karlsbad gemacht. Die Ärzte dort konnten mir anhand meine Röntgenbildes nicht sagen, wie sie mich operieren würden. Sie wollten vorab unzählige Untersuchungen machen, die eigentlich innerhalb eines Tages hätten erledigt werden können oder eben vorab von zu Hause aus hätten laufen können nur um herauszufinden, wie man mich operieren würde!

Dann wäre ich auf die Warteliste gekommen, hätte mit knapp 2 Jahren rechnen müssen und mein Klinikaufenthalt wäre dann auch noch auf knapp 3 Monate gekommen (nochmalige Voruntersuchungen, OP usw).

Soko0415 hat geschrieben:
Von Neustadt gibt es Berichte, nachdem die Ärzte zu niedergelassenen Orthopäden quer durch Deutschland reisen um dort mit Skoliosepatienten OP-Termine zu vereinbaren. Eine solch’ intensive Suche nach Patienten würde uns misstrauisch machen. Operationsergebnisse aus Neustadt kannst Du Dir hier anschauen: http://www.skoliose-op.info/skoliose_bilder.html


Was spricht denn dagegen, wenn z. B. Prof. Halm zu div. Orthopäden fährt und dort die Patienten berät. Es hat nichts mit intensiver Patientensuche zu tun. Ich sehe es eher als sehr positiv an, denn so muß nicht jeder Patient nach Neustadt fahren.

Wenn man die Bilder sieht, kann man doch auch nichts schlechtes darüber sagen. Ich finde die Bilder alles klasse, wobei ja nicht alle Leute die man dort sieht in Neustadt operiert wurden.

Soko0415 hat geschrieben:
Nette Lehrer in der Schule sind nicht immer die besten, das merken wir aber meistens erst wenn die Schulzeit lange hinter uns liegt. Bei Silke bist du gut aufgehoben, sie meint es ehrlich mit Dir.


Also Du vergleichst ja hier Äpfel mit Birnen. Das ist ja total an den Haaren herbei gezogen! Was haben denn Lehrer mit WS-Chirurgen zu tun?

Das heißt also (wenn ich Dich richtig verstehe), das alle Ärzte die nett sind nichts können und alle Ärzte die doof und arrogant sind ihr Handwerk verstehen :/

Liebe July!

Du kannst ja mal über die Linksammlung Stonewomans Skoliose-OP Seite anschauen. Dort findest Du ganz viele gute Informationen und nicht solche an den Haaren herbei gezogene Vergleiche.

Liebe Grüße Anke


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BeitragVerfasst: So, 18.11.2007 - 19:31 
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Zitat:
Nette Lehrer in der Schule sind nicht immer die besten

Zitat:
Das heißt also (wenn ich Dich richtig verstehe), das alle Ärzte die nett sind nichts können und alle Ärzte die doof und arrogant sind ihr Handwerk verstehen

Autsch, mein logisches Denken jault! ;D
Das heißt es überhaupt nicht! Es heißt nur, dass aus "nett" nicht gleich "gut" folgt. Weiter nichts. Es kann sein, dass nette Lehrer gut sind, es kann sein, dass nicht-nette Lehrer gut sind. Das Gleiche gilt für Ärzte.

Mathematische Grüße
von der Schnecke

_________________
:lah:


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BeitragVerfasst: Mo, 19.11.2007 - 10:18 
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Hallo an alle!

Also was das Fachliche betrifft, da habt ihr ja schon Recht. Also wenn ein guter Arzt nicht nett bzw. arrogant ist, ok. Die Hauptsache, man ist in guten Händen. Das stimmt schon. Aber trotzdem lasse ich das nicht außer Acht, denn irgendwo ist es schon wichtig, dass man sich in der Umgebung einigermaßen wohl fühlt, da so eine OP he ein großer Schritt ist, der einen wohl schon genug mitnimmt. Wenn man dann in so einer Situation vielleicht noch unfreundlich oder unpersönlich behandelt wird oder wie so eine Patienten-Nummer, dann setzt einem das glaube ich emotional noch mehr zu. Mir würde es jedenfalls so gehen. Vielleicht mag ich da ein Wenig empflindlich sein, aber ein nettes Wort bewirkt bei mir viel, und das trägt zu nem ganz kleinen Teil auch irgendwo zur Genesung bei. Ist halt meine persönliche Meinung dazu.

Liebe Güße,
July


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 19.11.2007 - 17:02 
Hallo July!

So wie Du sehe ich es auch!

Netter und kompetente Ärzte, nettes Pflegepersonal, eine angenehme Atmosphäre finde ich auch wichtig um schnell wieder gesund zu werden.

Liebe Grüße ANke


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 Betreff des Beitrags: Warum überhaupt operieren?
BeitragVerfasst: Mo, 19.11.2007 - 17:42 
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Ihr Lieben,

offen ist für mich noch die Frage warum July mit Ihren 38 Grad überhaupt operiert werden soll. Sind wir jetzt hier der Meinung, dass man mit diesen Gradzahlen nicht alt werden kann?

So eine OP ist nämlich einfach nichts Angenehmes - egal wo und in welcher Atmosphäre.

Gruß Rainer


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BeitragVerfasst: Mo, 19.11.2007 - 17:52 
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Hallo,

ich muss Rainer hier voll zustimmen!

Normalerweise spricht man von einer OP-Indikation ab 50°, und auch dann gibt es viele Leute, die da noch lange nicht an eine OP denken! Ich kenne Leute, die haben über 100° uns sind nicht operiert, einfach weil sie wenig Probleme mit ihrer Skoliose haben und daher das Risiko einer OP scheuen!

Wenn die Skoliose stark progredient wäre oder wenn starke Schmerzen vorliegen könnte man ja sowas in Erwägung ziehen, aber das ist doch bei Dir beides nicht der Fall, July, oder?

Viele Grüße

Thomas

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Alter Nickname: Schildkröterich

aktueller Thread: Neuroforamenstenose und Korsett mit Halsteil


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo, 19.11.2007 - 22:53 
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose
Laut erstem Posting hat man July zu einer VORBEUGENDEN OP geraten. :eek: Bei 38° reicht es vollkommen, mit Schroth vorzubeugen, als härtere Lösung gibt es noch das Korsett, das man stundenweise trägt, aber gleich eine OP? Bei diesen Krümmungswinkeln ist das nicht nötig, außer man hat massive Beschwerden oder leidet psychisch sehr unter der Optik.

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Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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BeitragVerfasst: Di, 20.11.2007 - 08:59 
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Liebe July,

ich habe das gerade auch noch mal nachgelesen...Die von dir besuchten Ärzte und Kliniken (Neustadt und WWK) waren offensichtlich einer Meinung:
July23 hat geschrieben:
Letzter Stand war, dass es früher oder später auf jeden Fall operiert werden muss. Ich solle über eine vorbeugende OP nachdenken, da es jetzt noch einfacher wäre, als später, wenn es dann ohnehin notwendig ist.

Für uns wäre es von Interesse, mit welchen Argumenten Dir die Ärzte in Neustadt (Prof. Dr. Halm?) erklärt haben, warum diese OP später auf jeden Fall (=ohnehin) notwendig wird.

Danke und alles Gute!

Rainer


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