4. OP und Cheneau Korsett als Stütze
Verfasst: Fr, 23.09.2005 - 12:23
Hallo hier meldet sich Silviale mal wieder,
am 27.7.2005 fuhr ich nach Neustadt, weil ich einen extremen Druck auf der WS hatte und enorme Schmerzen, Röbis Diagnose wieder Schraube locker, die in 2004 schon ersetzt wurde (letzte OP fand auch in Neustadt statt, mit Halo war am 20.10.2004, ich wurde 3 Mal operiert, einmal Halo und Release, einmal Versteifung und Halo ab, einmal mußte eine lockere Schraube ersetzt werden).
Ich hatte keine Ahnung, ob ich in er Klinik bleiben dürfe, war aber verzweifelt genug das Risiko einzugehen (von München nach Neustadt), glücklicherweise bekam ich noch am 28.7. um 8 Uhr früh einen Ambulanz-Termin. Ich bangte und hoffte, daß mir geholfen würde und ich nicht wieder nachhause geschickt würde (= München) aber mir konnte telefonisch keine Zusage gemacht werden, ob ich ein Bett bekomme.
Ich hatte Glück im Unglück und es konnte ein Bett in Neustadt für mich organisiert werden, am 28.7. wurde ich stationär aufgenommen, die OP fand am 1.8.2005 statt.
Ich war 4 Std. unterm Messer von Prof. Halm und Dr. Köszegvary und die lockere Schraube, zusammen mit ein paar anderen wurden komplett entfernt von L1 bis L4, sowie die Stangen gekürzt auf beiden Seiten. Es wurde diesmal aus der linken Hüfte mit Knochenspan aufgefüllt. Bin noch von Th4-Th12 implantiert mit Stangen und Schrauben (da keine Komplikationen).
Außerdem hatte sich ein Fehlgelenk (=Pseudarthrose) in der LWS gebildet wo es nicht hingehört, daß auch die Schmerzen verursacht hat, dies wurde entfernt. Ich hab keine Garantie, daß dies nicht erneut falsch wächst.
Ich war nur liegestabil über 1 1/2 Wochen und bekam aber noch in Neustadt ein Cheneau Korsett zur Stütze, welches ich für 6 Monate tragen muß (nur nachts nicht), es geht von den Schlüsselbeinen bis zur Hüfte und ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig....momentan geht es mir etwas besser, aber die letzten Monate waren so heftig, daß ich in ein tiefes Loch fiel und sehr depressiv und verzweifelt war...
Die ursprünglichen Schmerzen sind weg, aber Schmerzen in der LWS und Hüfte habe ich noch, mal mehr mal weniger, ich nehme Novalgin und Oxygesic, bin ständig zuhause, liege die meiste Zeit, sitzen geht garnicht gut, ich vermeide das Sitzen und stehe jetzt vermehr...wann und ob ich wieder arbeitsfähig sein werde, ich weiß es nicht...ich sehe im Moment nur Probleme und fürchte das meine Existenz bedroht ist, wenn ich nicht wieder arbeits- und leistungsfähig werde...ich bin 37 Jahre alt und hab die Entscheidung zur Skoliose-Op mit allem Für und Wider abgewägt und trotzdem habe ich nicht das Gefühl die falsche Entscheidung getroffen zu haben, es ist nötig gewesen, zumindest bei meinen Gradzahlen mußte die Skoliose gestoppt werden...aber es ist nicht immer einfach und es können Komplikationen auftreten. Ich hab mit Komplikationen gerechnet, aber irgendwie reicht es mir jetzt damit, "give me a break".
Die Ärzte haben nichts falsch gemacht, ich habe nach wie vor Vertrauen in die Fähigkeiten von Prof. Halm, Dr. Fekete und Dr. Köszegvary, hoffe aber das jetzt im nächsten halben Jahr endlich alles gut wird und ich wieder Kraft und Hoffnung schöpfen kann, das Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Pseudarthrose gemacht und mußte dann auch ein Korsett als Stütze tragen? Hat es was gebracht?
Kann mir vielleicht jemand Tips geben, was ich in meiner Situation am besten machen sollte oder lassen sollte?
Gruß Silviale
am 27.7.2005 fuhr ich nach Neustadt, weil ich einen extremen Druck auf der WS hatte und enorme Schmerzen, Röbis Diagnose wieder Schraube locker, die in 2004 schon ersetzt wurde (letzte OP fand auch in Neustadt statt, mit Halo war am 20.10.2004, ich wurde 3 Mal operiert, einmal Halo und Release, einmal Versteifung und Halo ab, einmal mußte eine lockere Schraube ersetzt werden).
Ich hatte keine Ahnung, ob ich in er Klinik bleiben dürfe, war aber verzweifelt genug das Risiko einzugehen (von München nach Neustadt), glücklicherweise bekam ich noch am 28.7. um 8 Uhr früh einen Ambulanz-Termin. Ich bangte und hoffte, daß mir geholfen würde und ich nicht wieder nachhause geschickt würde (= München) aber mir konnte telefonisch keine Zusage gemacht werden, ob ich ein Bett bekomme.
Ich hatte Glück im Unglück und es konnte ein Bett in Neustadt für mich organisiert werden, am 28.7. wurde ich stationär aufgenommen, die OP fand am 1.8.2005 statt.
Ich war 4 Std. unterm Messer von Prof. Halm und Dr. Köszegvary und die lockere Schraube, zusammen mit ein paar anderen wurden komplett entfernt von L1 bis L4, sowie die Stangen gekürzt auf beiden Seiten. Es wurde diesmal aus der linken Hüfte mit Knochenspan aufgefüllt. Bin noch von Th4-Th12 implantiert mit Stangen und Schrauben (da keine Komplikationen).
Außerdem hatte sich ein Fehlgelenk (=Pseudarthrose) in der LWS gebildet wo es nicht hingehört, daß auch die Schmerzen verursacht hat, dies wurde entfernt. Ich hab keine Garantie, daß dies nicht erneut falsch wächst.
Ich war nur liegestabil über 1 1/2 Wochen und bekam aber noch in Neustadt ein Cheneau Korsett zur Stütze, welches ich für 6 Monate tragen muß (nur nachts nicht), es geht von den Schlüsselbeinen bis zur Hüfte und ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig....momentan geht es mir etwas besser, aber die letzten Monate waren so heftig, daß ich in ein tiefes Loch fiel und sehr depressiv und verzweifelt war...
Die ursprünglichen Schmerzen sind weg, aber Schmerzen in der LWS und Hüfte habe ich noch, mal mehr mal weniger, ich nehme Novalgin und Oxygesic, bin ständig zuhause, liege die meiste Zeit, sitzen geht garnicht gut, ich vermeide das Sitzen und stehe jetzt vermehr...wann und ob ich wieder arbeitsfähig sein werde, ich weiß es nicht...ich sehe im Moment nur Probleme und fürchte das meine Existenz bedroht ist, wenn ich nicht wieder arbeits- und leistungsfähig werde...ich bin 37 Jahre alt und hab die Entscheidung zur Skoliose-Op mit allem Für und Wider abgewägt und trotzdem habe ich nicht das Gefühl die falsche Entscheidung getroffen zu haben, es ist nötig gewesen, zumindest bei meinen Gradzahlen mußte die Skoliose gestoppt werden...aber es ist nicht immer einfach und es können Komplikationen auftreten. Ich hab mit Komplikationen gerechnet, aber irgendwie reicht es mir jetzt damit, "give me a break".
Die Ärzte haben nichts falsch gemacht, ich habe nach wie vor Vertrauen in die Fähigkeiten von Prof. Halm, Dr. Fekete und Dr. Köszegvary, hoffe aber das jetzt im nächsten halben Jahr endlich alles gut wird und ich wieder Kraft und Hoffnung schöpfen kann, das Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit Pseudarthrose gemacht und mußte dann auch ein Korsett als Stütze tragen? Hat es was gebracht?
Kann mir vielleicht jemand Tips geben, was ich in meiner Situation am besten machen sollte oder lassen sollte?
Gruß Silviale