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 Betreff des Beitrags: atemschwierigkeiten. OP oder nicht?
BeitragVerfasst: Mo, 24.10.2016 - 23:28 
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Registriert: Mo, 24.10.2016 - 23:01
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Geschlecht: weiblich
Diagnose: Doppelbogige Skoliose (35 Grad und 31 Grad) und verkrümmter Hals (um -33 Grad nach hinten)
Hallo allerseits,

mein Name ist Yaya, und ich habe eine Skoliose, und in der letzten Zeit habe ich Atemprobleme. Mein Orthopäde meinte, dass es wegen der verkrümmten Wirbelsäule verursacht werden solle, und er hat mir eine Überweisung zum Pulmolog geschrieben.

Beim Pulmolog habe ich einige Tests durchgeführt (Atemtest, Allergietest, usw.), und vom Test fanden wir heraus, dass meine Lungenkapazität eingeschränkt ist, aber ist keinerlei von Lungenkrankheiten verursacht. D.h., er ist auch der Meinung, dass die Atemprobleme vom der Skoliose verursacht sind. Und die Probleme sind ziemlich störend.

Ich bekomme auch ständig Schmerzen vom Nacken, Schultern, und Rücken. Es gab so einmal, wo es so schlecht war, dass ich nicht laufen konnte.

Jetzt kommt die Frage: der Orthopäde meinte, dass ich jetzt anfangen soll, die Möglichkeit einer OP zu überlegen. Komischerweise, was ich auch nicht verstehe: meine Skoliose ist 35 Grad, was im Vergleich zu was ich hier gelesen hab, eigentlich nichts ist. Außerdem habe ich auch eine -33 Grad Nackenkyphose.

Ich bin schon jetzt seit mehr als 3 Jahren ständig unter Kontrolle und mache regelmäßige KG. Leider hat's nicht geholfen, und die Verkrümmung steigt deutlich zu.

Habt ihr solche Erfahrungen? Würdet ihr euch in diesem Fall für eine OP entscheiden?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!

LG,

Yaya


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BeitragVerfasst: Di, 25.10.2016 - 10:15 
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Beiträge: 323
Geschlecht: männlich
Diagnose: Post-Scheuermann-Syndrome, Hyperkypose-/ Hyperlordose,
Cobb zahl noch unbekannt.
Therapie: Spiraldynamik, Faszienarbeit und KG an Geräten
Hallo,

erste Frage welche KG machst du zur Zeit.

Du solltest dich vielleicht zu einen der hier im Forum genannten Spezialisten begeben.
Konservativ könnte man vielleicht auch eine Korsetttherapie in Erwägung ziehen, dazu muss deine Situation aber abgeklärt werden, ob und inwiefern ein Korsett helfen könnte.

Solltest du Schroth KG bisher nicht machen, wer es vielleicht auch ratsam eine Reha in Erwägung zu ziehen in Bad Sorbenheim oder Bad Salzungen.

Auch für eine Op sollte eine kompetente Beratung erfolgen, aber im Fokus sollte der konservative Weg stehen.

Jede Krümmung ist sehr individuell und nicht vergleichbar. Es gibt Patienten die haben sehr hohe Werte was Cobb etc angeht, aber kaum bis keine Schmerzen und dann gibt es halt auch den anderen Fall.

Wo wohnst du denn?

Grüße Phill


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BeitragVerfasst: Di, 25.10.2016 - 15:53 
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Beiträge: 53
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wyarra hat geschrieben:
Jetzt kommt die Frage: der Orthopäde meinte, dass ich jetzt anfangen soll, die Möglichkeit einer OP zu überlegen. Komischerweise, was ich auch nicht verstehe: meine Skoliose ist 35 Grad, was im Vergleich zu was ich hier gelesen hab, eigentlich nichts ist. Außerdem habe ich auch eine -33 Grad Nackenkyphose.

Yaya


Hallo Yaya,

wie alt bist du denn? 35° im ausgewachsenen Zustand ist tatsächlich in der Regel ein gutes Stück weg von der OP-Indikation. Mit 3 Jahren Restwachstum sieht die Welt aber gleich ganz anders aus.

Nichts desto trotz wird die Lunge aber eigentlich erst bei weit höheren Graden signifikant eingeschränkt. Wäre also eher ein Einzelfall bei dir... oder erneut ein abenteuerlicher Orthopäde.

Gute Besserung und viel Kraft auf deinem Weg


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BeitragVerfasst: Di, 25.10.2016 - 21:46 
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Diagnose: Querschnittsmyelitis, Querschnittssyndrom, posteriore Skleritis +++ Kryptonoide Ärzteresistenz, tief drinnen wuselnd
also falls die hws-lordose so abweicht wäre es doch naheliegend zu schauen ob die atemprobleme nicht daher resultieren. und was der grund für eine derartige deformierung sein könnte?


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BeitragVerfasst: Do, 27.10.2016 - 15:02 
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Diagnose: Motorradunfall, Scheuermann, Kyphose
Therapie: Rahmouni mit HT ab 3/2011
Bei den "moderaten" Gradzahlen fast kaum zu glauben, dass die WS an den Atem-Problemen allein schuld sein soll.
Wirklich nichts allergischen (IgE Spiegel im Blut ?) vorliegend ?
Bei einer OP mit doppelbogig braucht es teils lange Versteifungsstrecken, d.h. die Beweglichkeit der WS ist danach sehr eingeschränkt für den Rest des Lebens.
Vor so einer einschneidenden Sache würde ich alle möglichen anderen Verfahren ausschöpfen (Physio, Korsett, ... )


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BeitragVerfasst: Sa, 29.10.2016 - 13:00 
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Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose, 4BH li,
bei Gradzahlen große Messabweichungen,
ca. th. 28°, lu. 35°
LL (L4/L5)
Therapie: Korsett als Jugendliche, damals auch allg. KG; jetzt Schroth und Spiraldynamik;
Reha: Aug/Sep 2011 in Bad Sobernheim, Mai/Jun 2016 in Bad Salzungen
Korsett: 2011-2014 Sanomed
seit 2015 CCtec
Hallo Yaya,

ich schließe mich den anderen an. Du hast eine Gradzahl, die noch nicht in der OP-Indikation liegt und bei der Atemprobleme ungewöhnlich sind (die können bei schwereren Verkrümmungen auftreten). Es ist ja offenbar auch nur ein Verdacht. Vor einer OP würde ich auf alle Fälle noch mehr Meinungen einholen und alle konservativen Möglichkeiten ausprobieren, da es sich um eine große OP handelt, die auch Folgeprobleme haben kann, z.B. Schmerzen oder Verschleißerscheinungen in den nichtversteiften Segmenten.

Wirklich kompetente Spezialisten findest Du hier:
viewtopic.php?f=25&t=6472

Leider kann es sein, dass man einen weiten Weg auf sich nehmen muss. Ich schließe mich auch Phill an, dass Schroth-KG für Dich hilfreich sein kann, insbesondere, weil da auch mit der Atmung gearbeitet wird. Außerdem käme auch eine Reha in der Katharina-Schroth-Klinik in Bad Salzungen in Frage. In Bad Salzungen ist ein Gradierwerk in der Nähe der Klinik (fußläufig). Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, dass Patienten, die neben der Skoliose Atemprobleme haben, zusätzlich in der benachbarten Parkklinik Therapien (Inhalation o.ä.) bekommen können.

Viele Grüße,
mick


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BeitragVerfasst: Mo, 31.10.2016 - 09:41 
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mick hat geschrieben:
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, dass Patienten, die neben der Skoliose Atemprobleme haben, zusätzlich in der benachbarten Parkklinik Therapien (Inhalation o.ä.) bekommen können.

Bei meiner REHA in 2005 gab es die sogar in der Katharina Schroth Klinik (früher Seeklinik). Aber das Gradierwerk bietet natürlich mehr.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Mo, 31.10.2016 - 15:27 
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Die Atemprobleme haben definitiv nichts mit der Gradzahl ihrer Skoliose zu tun. Atemprobleme treten in der Regel bei Krümmungen über 70-80° auf.
Wie schon geschrieben kann es an Allergien, Asthma oder auch Blockierungen liegen.

_________________
Dr. K. Steffan
http://www.mvz-sobernheim.de
http://www.spine-concept-sobernheim.de
Tel.06751-8560440


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BeitragVerfasst: Di, 01.11.2016 - 19:25 
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ist das hier...

eine -33 Grad Nackenkyphose

...nicht ungewöhnlich (Schwanenhals)? oder wäre das eher eine normalsituation?


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BeitragVerfasst: Mi, 02.11.2016 - 10:36 
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also der Begriff "-33 Grad Nackenkyphose" ist im Zusammenhang mit der Beschreibung im Profil
Zitat:
..und verkrümmter Hals (um -33 Grad nach hinten)

mit dem Minus-Zeichen nicht korrekt. Es handelt sich offensichtlich um eine 33 Grad HWS Kyphose, was einer Klappung der HWS um 180 Grad entspricht.
Angesichts der Werte für eine BWS Kyphose (25-40 Grad) kann man wohl 33 Grad für eine HWS Lordose als normalen Orientierungswert nehmen.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Fr, 16.12.2016 - 14:31 
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Hallo Yaya,
ich rate dir von einer OP ab wenn du Atemprobleme hast.
Ich habe schon viele Geschichten gelesen und gehört. Die meisten sind nach der OP genauso unzufrieden wie vor der Op. Deswegen würde ich mir es 2mal überlegen :)


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