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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 15:08 
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Diagnose: Adoleszente ideopathische thorakolumbale linkskonvexe Skoliose Th10-L3 66° mit Scheitelpunkt Th12/L1 (Typ 5C)
Therapie: Krankengymnastik nach Schroth
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Hallo Ihr Lieben :)
Ich weiß nicht, ob mein Beitrag hier richtig ist. Falls nicht, tut es mir leid. Ich bin kein erfahrener Forist :)

Ich selbst bin nicht betroffene Skoliosepatientin, sondern meine 14 jährige Tochter.
Sie wurde letzte Woche von Professor Halm in Neustadt/Holstein erfolgreich operiert. Am Mittwoch, 17.08.2016 fand bereits die Entlassung statt. Alles gut soweit.
Sie geht noch sehr im "Schongang", also zu einer Seite geneigt, braucht Oxycodon und liegt sehr viel. Heute ist Tag 10 post OP. Heute früh mussten wir zum Orthopäden zwecks Vorstellung. Dieser gute Mann ist der Meinung, meine Tochter könnte ab sofort wieder zur Schule gehen (und Bus fahren!) und sollte dieses auch tun. Er verweigerte zunächst ein Attest für die Schule, schrieb es dann widerwillig für 14 Tage aus mit dem Hinweis, ich zwinge ihn etwas zu tun, von dem er nicht überzeugt ist. Zwischendurch meinte er ziemlich kühl, wenn wir glauben er schreibe meine Tochter nun für 6 Monate krank, wären wir "falsch gewickelt".
Ich bin immer noch relativ fassungslos über die Art und Weise, wie da mit uns umgegangen wird. Abgesehen davon, dass meine Tochter selbst so schnell wie möglich wieder zur Schule möchte, niemand je etwas von 6 Monaten erwähnte, kann es doch nicht sein dass man nach solch einer OP sofort nach Entlassung wieder fit für Schule und Beruf ist, oder doch? Meine Tochter ist es jedenfalls nicht. Ich fühle ich mich hilflos und sehr verunsichert :< .

Mag mir jemand seine Erfahrungen schildern? Findet Ihr das Verhalten des Orthopäden angemessen?
Würde mich sehr über Austausch freuen :)

Liebe Grüße
Me


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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 15:59 
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Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade
Hallo MeAndYou,

das Verhalten des Orthopäden halte ich keinesfalls für angemessen.
Ist es nicht möglich, eine Krankmeldung direkt aus der OP-Klinik zu bekommen, anstatt vom Orthopäden vor Ort? Früher war das jedenfalls möglich. Und Orthopäden vor Ort kennen sich häufig mit Schwere und typischem Verlauf nach so einer OP nicht aus.
Gleiches gilt auch für eine Sportbefreiung; Ärzte vor Ort können das ebenfalls häufig nicht einschätzen und nehmen für Krankschreibung wie für das Sportattest "gerne" mal Werte, wie sie bei häufiger zutreffenden Verletzungen und kleinen OPs zutreffend sind.

Bis zum Schulbesuch dauert bei den meisten ca. einen Monat, außer es sind sehr gute Bedingungen, wie z.B. Schulweg sehr kurz und fußläufig/ derjenige kann gefahren werden und auch hier ist die Strecke kurz, die Lehrer gehen unkompliziert und hilfsbereit mit der Situation um und dann eher mit stundenweiser Teilnahme am Unterricht anstatt voll.

Bus fahren:
Je nach Versteifungsstrecke und der Zustände im Bus könnte die Fahrt noch länger nicht (sinnvoll) möglich sein. Wenn deine Tochter in ein paar Wochen schon gut am Unterricht teilnehmen könnte, es aber "nur" an der Fahrt hapert, müsste irgendeine Lösung gefunden werden. Könnte jemand deine Tochter fahren? Handelt es sich um einen Schulbus mit viel Gedrängle, oder einen "normalen" Bus des öffentlichen Nahverkehrs in dem einigermaßen "Benimm" herrscht? Auch in letzterem würde ich eine Mitfahrt alleine jetzt noch nicht empfehlen (Kurven, Ruckeln etc.); in wenigen Wochen könnte sowas aber eher möglich sein. Für den Fall: Unbedingt Attest dabei haben, um es vorweisen zu können, wenn sie einen Sitzplatz verlangt. Erfahrungsgemäß wird einem ohne als junger Mensch leider kaum geglaubt.

Viele Grüße & alles Gute deiner Tochter,
Raven

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Zuletzt geändert von Raven am Fr, 19.08.2016 - 16:52, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 16:03 
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Der Arzt hat 0,0 Ahnung, was für eine Hammer-OP Deine Tochter hinter sich hat !! An Deiner Stelle würfde ich zu einem anderen Arzt gehen. Jeder Arzt darf meiner Info nach krankschreiben. Ich habe z.B. auch mal von einem Neurochirugen eine Krankschreibung bekommen,


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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 17:36 
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Hallo Raven,
vielen lieben Dank für Deine Antwort. Sie hat mir wirklich weitergeholfen.

Eigentlich weiß ich ja, dass eine Heilung in solch kurzer Zeit
gar nicht möglich ist, aber dieser Mensch hat mich mit seiner Kaltschnäuzigkeit so erwischt, dass es mich völlig verunsichert hat. Ich habe überhaupt nicht mit so einer Reaktion von einem Mediziner gerechnet. Leider lasse ich mich dann schnell
aus dem Konzept bringen und fange an, an mir zu zweifeln.

Ich habe den Transport für meine Tochter bereits mit dem PKW geplant. Bei uns fährt ein hoffnungslos überfüllter Linienbus mit Gedrängel und Geschubse vom Feinsten, da zu 95% Schüler befördert werden. Fahrtzeit etwa 25 Minuten. Das kann ich ihr nicht zumuten.

Eine Krankmeldung gab es von der Klinik leider nicht. Lediglich für die Dauer der stationären Behandlung wird dort eine Bescheinigung ausgestellt. Alternativ nimmt man den Entlassungsbericht als Nachweis, dann kostet es nichts. Ich habe mich in meinem Frust heute allerdings mit unserem behandelnden Arzt aus der Wirbelsäulenambulanz in Verbindung gesetzt. Mal sehen, was er dazu sagt. Wir haben aber einen recht guten Kinder- und Jugendarzt, bei dem ich für Montag einen Termin gemacht habe. Wir werden künftig alles was möglich ist dort machen lassen. Ich hoffe nur, der macht jetzt nicht auch solche Probleme, falls sie in zwei Wochen noch nicht gesund genug für die Schule ist. Dann weiß ich auch nicht mehr weiter...
Ich weiß nicht einmal, ob ich das Pflaster entfernen, oder es auf der Wunde belassen muss. Wurde uns nicht mitgeteilt und in dem Stress habe ich vergessen zu fragen.
Ein Attest für eine Art "Wiedereingliederung" wollte mir der Orthopäde heute ausstellen. Dieses möchte ich auch, damit sie stundenweise wieder anfangen kann. Aber nicht schon heute.
Eine Sportbefreiung hat mir die Klinik bereits ohne Nachfrage für 1 Jahr mitgegeben. Das ist Gott sei Dank geregelt.


Hallo Bernd,
ich bin bereits auf der Suche nach einem neuem Orthopäden. Leider hast du wohl recht, 0.0 Ahnung trifft es gut. Krankmeldungen werde ich von dem nicht mehr holen. Bekäme sie vermutlich ohnehin nicht.

Vielen Dank Euch Beiden :)
Liebe Grüße
Me


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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 17:55 
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Hallo MeAndYou,
MeAndYou hat geschrieben:
Ich habe den Transport für meine Tochter bereits mit dem PKW geplant. Bei uns fährt ein hoffnungslos überfüllter Linienbus mit Gedrängel und Geschubse vom Feinsten, da zu 95% Schüler befördert werden. Fahrtzeit etwa 25 Minuten. Das kann ich ihr nicht zumuten.

da hast du ganz recht, das mit dem Bus geht nicht (ich war in der selben Situation: stopfevoller Drängelbus mit ca. einer halben Stunde Fahrzeit, Schüler die ihre Sitzplätze garantiert nicht mir überlassen hätten sondern den "coolsten").
Ich konnte dann mit dem Vater meiner Freundin mitfahren (meine Eltern hätten mich gerne gefahren, es war aber nicht möglich). Mit dem Schulbus bin ich erst nach mehr als einem Jahr nach OP wieder gefahren. War mühsamer als für Schüler mit normaler Wirbelsäule, war aber wieder vertretbar.

MeAndYou hat geschrieben:
Ein Attest für eine Art "Wiedereingliederung" wollte mir der Orthopäde heute ausstellen. Dieses möchte ich auch, damit sie stundenweise wieder anfangen kann. Aber nicht schon heute.

Das sehe ich genauso wie du. Schule ist ja nicht nur Lernen, sondern auch Toilette, Ankleiden, noch tagsüber liegen müssen etc. Und Mitschüler (gerade aus anderen Klassen), die trotz Information die Sache nicht so ernst nehmen.
Manche Medikamente schlagen auch auf die Konzentration; weiß nicht, wie das bei deiner Tochter ist, kommt aber vor.
Hat deine Tochter einen doppelten Büchersatz bekommen, sodass sie für mindestens ein Jahr keine Schulbücher transportieren muss (man bekommt die Schulbücher doppelt und hat sowohl zu Hause als auch in der Schule welche)? Viele Operierte bekommen ein solches Attest; meines war für die ganze Schulzeit gültig. Selbst zu bezahlende Bücher wie Atlas, Duden etc. haben mir meine Eltern dann doppelt gekauft.

MeAndYou hat geschrieben:
Eine Sportbefreiung hat mir die Klinik bereits ohne Nachfrage für 1 Jahr mitgegeben. Das ist Gott sei Dank geregelt.

Gut! Viele Schulen verlangen hier eines von der Klinik, wenn das Attest für länger als einige Wochen gültig sein soll.

Viele Grüße
Raven

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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 18:35 
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Hallo Raven :)

Das mit den Schulbussen hat sich in all den Jahren kein bisschen geändert. War schon zu meiner Schulzeit so, du kennst es auch so und heute ist es nicht besser. Ich rechne auch mit ca. 1 Jahr Fahrerei zur Schule. Hatte geplant meine Tochter nach ein paar Monaten morgens wieder mit dem Bus fahren zu lassen. Wir sind eine der ersten Haltestellen, ein Sitzplatz ist garantiert. Nachmittags zum Schulschluss wollte ich sie weiterhin auf längere Sicht abholen, da es dann extrem voll wird. Was meinst du, hältst du das für umsetzbar?

Ja, sehe das auch wie du. Man ist als Schüler nicht nur im geschützen Klassenverband. Ihre Mitschüler wissen alle Bescheid und haben das super aufgenommen. Da habe ich weniger Angst. Aber - Am letzten Schultag vor den Sommerferien trat ihr zum Beispiel ein Schüler aus einer Parallelklasse in den Rücken. Ich mag gar nicht daran denken, was da passieren kann.
Nein, einen zweiten Büchersatz hat sie nicht. Wir haben darüber nachgedacht, aber es wurde von Seiten der Schule nicht für nötig befunden. Meine Tochter besucht eine IGS in der sämtliche Aufgaben in der Schule bearbeitet werden müssen. Nach Hause werden lediglich Mappen zum Üben vor Klassenarbeiten genommen. Ich habe ihr einen guten Schulrucksack gekauft, in dem werden aber in der Regel nur ein Block und die Federmappe sein. Sollte also klappen. Falls sich was ändert würde ich auch einen zweiten Satz Bücher besorgen. Das dürfte kein Problem sein, die Schule ist da sehr kooperativ.

Liebe Grüße
Me


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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 18:56 
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Hashimoto Thyreoiditis
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Reha Sobernheim 2012, Salzungen 2016
Habt ihr keinen Hausarzt, der die Krankmeldung erstmal ausstellt? Auch für die Pflasterwechsel und Wundkonntrollen, auch Medikamente.

Ansonsten kann ich euch nur raten den Orthopäden zu wechseln.


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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 19:03 
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Hallo,

MeAndYou hat geschrieben:
Hatte geplant meine Tochter nach ein paar Monaten morgens wieder mit dem Bus fahren zu lassen. Wir sind eine der ersten Haltestellen, ein Sitzplatz ist garantiert. Nachmittags zum Schulschluss wollte ich sie weiterhin auf längere Sicht abholen, da es dann extrem voll wird. Was meinst du, hältst du das für umsetzbar?

wenn da auf dem Schulweg keine anderen Unannehmlichkeiten sind, machbar. Was passiert im Bus, wenn andere zusteigen? Wird beim Aussteigen rausgedrängelt?

MeAndYou hat geschrieben:
Aber - Am letzten Schultag vor den Sommerferien trat ihr zum Beispiel ein Schüler aus einer Parallelklasse in den Rücken. Ich mag gar nicht daran denken, was da passieren kann.

Sowas meinte ich. Oder Dinge, die für gesunde Jugendliche wirklich nur Späße sind (in den Rücken treten ist das nicht!), kurz nach Versteifung aber bedenklich. Z.b. am Stuhl ruckeln oder am Rucksack ziehen.

MeAndYou hat geschrieben:
Nein, einen zweiten Büchersatz hat sie nicht. Wir haben darüber nachgedacht, aber es wurde von Seiten der Schule nicht für nötig befunden. Meine Tochter besucht eine IGS in der sämtliche Aufgaben in der Schule bearbeitet werden müssen. Nach Hause werden lediglich Mappen zum Üben vor Klassenarbeiten genommen.

Wenn sie keine Schulbücher transportieren muss, ist das in Ordnung.
Rucksack: Es kann sein, dass dieser mit Versteifung nur schwierig zu nutzen ist. Mein Problem mit Rucksäcken war ab dann: Durch die nicht mehr mögliche Oberkörperdrehung schaffe ich es nicht, einen Rucksack mir "umzuschwingen", sondern muss ihn auf einem Tisch abstellen und dann in die Gurte schlüpfen. Genauso kann ich mir unterwegs den Rucksack nicht nach vorne drehen, um etwas wie Portemonnaie oder Flasche herauszuholen, den Rucksack nicht im Bus absetzen und so weiter.
Falls das bei deiner Tochter auch so ist: eine nur leicht bepackte (!) Umhängetasche kann besser sein. Allgemein gelten zwar Rucksäcke als rückenfreundlicher als Umhängetaschen, aber falls ein Rucksack nicht nutzbar ist...
Bin dann komplett auf Umhängetaschen umgestiegen.

MeAndYou hat geschrieben:
Das dürfte kein Problem sein, die Schule ist da sehr kooperativ.

Das waren meine Schulen (jene, die ich während der Zeit um die OP herum besuchte, und spätere) glücklicherweise auch.

Viele Grüße
Raven

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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 19:45 
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Zebrastreifen hat geschrieben:
Habt ihr keinen Hausarzt, der die Krankmeldung erstmal ausstellt? Auch für die Pflasterwechsel und Wundkonntrollen, auch Medikamente.

Ansonsten kann ich euch nur raten den Orthopäden zu wechseln.


Ja, wie ich schon schrieb, gehen wir am Montag zum Kinder- und Jugendarzt. Ist ja sozusagen ihr Hausarzt zu dem sie geht, wenn sie was braucht oder krank ist. Und der soll uns dann nach Möglichkeit auch der erste Ansprechpartner sein. Eine Krankmeldung für 14 Tage hat sie gnädigerweise erstmal vom Orthopäden bekommen.

Das werde ich auch tun!


Zuletzt geändert von MeAndYou am Fr, 19.08.2016 - 20:08, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 20:07 
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Hallo Raven

Soweit ich weiß wird da auch beim Aussteigen gedrängelt. Ich dachte man könnte es so machen, dass man sitzen bleibt bis die Mehrheit der Schüler ausgestiegen ist und dann quasi als einer der letzten Fahrgäste aussteigt. Habe überlegt das vielleicht in 6 Monaten mal zu testen. Ist aber nicht in Stein gemeißelt und wenn ich kein gutes Gefühl habe, oder meine Tochter nicht möchte, fahre ich sie lieber hin.

Oh, guter Einwand. Daran habe ich gar nicht gedacht. Das konnten wir auch noch gar nicht testen mit dem Rucksack. Überall liest man von Rucksack nach Skoliose OP, dachte das sei alternativlos. Meine Tochter hat eine relativ kurze Versteifungsstrecke, wurde uns gesagt, vielleicht kann sie mit dem Rucksack umgehen. Wenn nicht, nicht schlimm. Nimmt sie halt auch eine Umhängetasche, wie sie es sonst auch getan hat.

Ich habe die Schule sehr früh mit ins Boot geholt. Ging auch gar nicht anders. Sie sind wirklich alle sehr bemüht. Zumindest im Vorfeld. Ich bin gespannt wie es wird, wenn meine Tochter dann wieder zur Schule geht. Ich hoffe, den Worten folgen dann auch Taten.

Weißt du wie lange es nach der OP dauert, bis man wieder KG machen kann? Der freundliche Orthopäde^^ hat uns heute gedrängt SOFORT wieder mit Krankengymnastik zu beginnen. Der Therapeut hat uns am Abend ganz kurzfristig zwischengeschoben, war aber, wie wir auch, sehr skeptisch ob das schon geht. Nun ja, zwei Minuten hat mein Kind durchgehalten. Dann haben alle Beteiligten kapituliert. Es ist einfach überhaupt noch nicht möglich. Ein totaler Schuss in den Ofen. Der Physio meinte, frühestens in zwei Wochen würde er einen neuen Versuch wagen wollen.
Momentan fühle ich mich streckenweise echt überfordert. Sorry für's jammern.

LG
Me


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BeitragVerfasst: Fr, 19.08.2016 - 21:18 
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Hallo MeAndYou,
MeAndYou hat geschrieben:
Meine Tochter hat eine relativ kurze Versteifungsstrecke, wurde uns gesagt, vielleicht kann sie mit dem Rucksack umgehen. Wenn nicht, nicht schlimm. Nimmt sie halt auch eine Umhängetasche, wie sie es sonst auch getan hat.

das könnte dann auch anders als bei mir sein.
Bei mir: sehr lange Versteifungsstrecke (Th3-L5).

MeAndYou hat geschrieben:
Ich habe die Schule sehr früh mit ins Boot geholt. Ging auch gar nicht anders. Sie sind wirklich alle sehr bemüht. Zumindest im Vorfeld. Ich bin gespannt wie es wird, wenn meine Tochter dann wieder zur Schule geht. Ich hoffe, den Worten folgen dann auch Taten.

Es war bei mir auch so: Schule frühzeitig informiert, auch, da ich noch vor OP häufig aufgrund von Voruntersuchungen fehlen musste und (OP-Technik 1997, da waren die Implantate noch andere, die weit weniger belastbar sind, vgl. das in meiner Signatur verlinkte Röntgenbild) in meinem Fall da noch mehr beachtet werden musste, u.a. durch die nicht primärstabilen Implantate sehr lange Ausfallzeit.

MeAndYou hat geschrieben:
Weißt du wie lange es nach der OP dauert, bis man wieder KG machen kann? Der freundliche Orthopäde^^ hat uns heute gedrängt SOFORT wieder mit Krankengymnastik zu beginnen.

Das hängt sehr stark von der Art der Physiotherapie ab. Meine Physiotherapie begann, trotz der nicht primärstabilen Implantate, noch in der Klinik, sogar bereits, als ich noch nicht aufstehen durfte. Die Übungen waren natürlich sehr einfache: zunächst nur Arme und Beine mehrmals gegen einen minimalen Widerstand bewegen, dann im Stehen leichte isometrische Übungen, dann mit einem sehr lockeren Thera-Band, langsames Erlernen von alltagsüblichen Bewegungen.
Manche beginnen erst wesentlich später mit Physiotherapie, dafür ist diese dann wesentlich sportlicher. Bis ich Übungen machen konnte, die auch mal am Boden, in Hocke, mit Kraft etc. durchgeführt wurden - also sportlicher, schon an "Rückengymnastik" erinnernd - dauerte es bei mir ein knappes Jahr.

Da ich vermute, dass sich der Physiotherapeut nicht mit Versteifung aufgrund von Skoliose-OP auskennt: Könnte er evl. schriftliche Anweisungen von der Klinik erhalten? Bei mir war das so.

Viele Grüße
Raven

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BeitragVerfasst: Sa, 20.08.2016 - 11:22 
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Hallo Raven,
mit den Fehltagen vor OP war es bei uns genauso. Ich musste auch den Sportlehrer informieren, weil meine Tochter irgendwann nicht mehr alles mitmachen konnte.

In der Klinik wurden nur kreislaufstabilisierende Übungen gemacht. Außerdem kam einmal am Tag eine Physio und ging einmal über den Flur. Mehr wurde da noch nicht getan.
Danke für die Ausführungen deiner Übungen und Zeiträume, daran kann ich mich etwas orientieren, auch wenn deine OP länger her ist.
Ich weiß nicht, ob unser Physio hier vor Ort Erfahrungen mit operierten Skoliosepatienten hat; ich werde das mal abklären. Mit Skoliose als solches kennt die Praxis sich aus.
Gute Idee bei der Klinik mal anzufragen. Danke :)

LG
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BeitragVerfasst: Sa, 20.08.2016 - 12:38 
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Hallo MeAndYou,
MeAndYou hat geschrieben:
mit den Fehltagen vor OP war es bei uns genauso. Ich musste auch den Sportlehrer informieren, weil meine Tochter irgendwann nicht mehr alles mitmachen konnte.

das mit Sport war bei mir ganz genauso. (Hatte sogar eine Sportbefreiung schon ein paar Jahre vor OP, da ich neben der Skoliose eine - nicht mit der Skoliose in Verbindung stehende - Koordinationsstörung habe, die sich nicht einfach "wegtrainieren" lässt. Sportbefreiung blieb bei mir, aus diesem Grund, auch nach der Genesunsphase nach OP dauerhaft.)
Da ich zuvor Korsettträgerin war, wussten sowieso immer alle Lehrer bescheid; erstens sollten sie es für Notfälle wissen (war da zwar nicht gefährdet wie z.B. bei Epilepsie, aber einen Unfall kann es im Schulalltag immer mal geben), zweitens fällt es auch in Fächern ungleich Sport auf wie etwa einer Exkursion in Bio oder eine Szene aus einem Theaterstück im Deutschunterricht nachspielen (besser, Lehrer wussten bescheid, als dass sie mich für jemanden hielten, der sich verweigert oder übertreibt).

MeAndYou hat geschrieben:
Ich weiß nicht, ob unser Physio hier vor Ort Erfahrungen mit operierten Skoliosepatienten hat; ich werde das mal abklären. Mit Skoliose als solches kennt die Praxis sich aus.
Gute Idee bei der Klinik mal anzufragen. Danke :)

Meiner hatte keine Erfahrung mit operierter Skoliose, und wir konnten auch nicht wechseln (sehr ländlich, brauchten ferner nach der OP erstmal Physiotherapie als Hausbesuch, hatten somit exakt eine Praxis "zur Auswahl"). Mit den Anleitungen von der Klinik klappte es dann aber gut.

Viele Grüße
Raven

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BeitragVerfasst: Sa, 20.08.2016 - 18:26 
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Hallo Raven :)

Wahnsinn, wie deine Schulzeit der meiner Tochter ähnelt. Meine Tochter trug auch ein Korsett, so dass sowieso jeder wusste was los ist. Finde ich allerdings auch angebracht und sinnvoll. Wie du schon sagst gibt es Situationen, in denen es nötig ist die Schule einzuweihen. Eine Sportbefreiung hatte sie allerdings nicht. Der Lehrer nahm aber sehr viel Rücksicht und sie durfte ohne Probleme auf die Bank, wenn sie nicht mehr konnte.

Ich vermute unser Physio wird auch keine Ahnung haben. Auch wir wohnen sehr ländlich und sind daher mit Experten, Therapeuten wie Ärzte, nicht gerade gesegnet. Ich merke das momentan wie nie zuvor in meinem Leben, wenn es darum geht fähige Ärzte zu finden, ohne hunderte von Kilometern dafür fahren zu müssen. Hier gibt es dann eben solche Prachtexemplare wie diesen Orthopäden zu dem wir bisher gingen, der weder Verständnis, noch Verstand zu haben scheint. Es ist erschreckend, wie wenig unsere Ärzte hier vor Ort über die Krankheit wissen. Ständig muss man sich erklären. Am Freitag wurden wir wie Simulanten behandelt.
Na ja, eigentlich kann es nur besser werden.

LG
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BeitragVerfasst: Mi, 31.08.2016 - 11:22 
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Hallo!

Auch wenn meine OP schon über 20 Jahre zurückliegt, hat sich an der Schulsituation nichts verändert - wie mir scheint.

Bei mir stand ein Schulwechsel nach der OP an, so daß ich in der neuen Schule deutlich später begann. Das war kein Problem => die Bücher hatte ich einmal zu Hause. (Anekdote: neue Sprache Frz. kam dazu, nach zwei Tagen schrieben wir einen Test, bei der ich eine der besten war ...)
Ein Satz Bücher war in die Schule deponiert (war damals Premiere überhaupt!) => sehr zu empfehlen. Ich hatte das Privileg bis zum Abitur.
Insgesamt habe ich vier Wochen Schule verpaßt. (war insgesamt drei Wochen im KH und drei zu Hause). Ich kann mich an gar keine Probleme/Diskussionen/usw. erinnern. Im Gegenteil: die o. g. Frz-Lehrerin fragte mich regelmäßig (alle 9 bis 12 Monate) nach meinem Wohlbefinden und der Gesamtsituation. Das tat sie sogar noch, als ich schon längst aus der Schule raus war.
Schulbus (25 km / 40 min) war nicht möglich für mich => Gedränge/Sitzplatz/Federung eines alten Icarus sprachen dagegen. Mein Papa war zu der Zeit arbeitslos => daher Privatfahrer (für meine Freundin gleich mit) für das erste halbe Jahr. Dann bin ich mal den einen oder anderen Tag Linienbus (nicht Schülerbus) zurückgefahren und so wurde das langsam gesteigert.

Komplette Sportbefreiung war nie ein Thema. 10? oder 11? hieß es naja - du könntest ja, aber das habe ich mit einem Satz dem Orthopäden ausgeredet und fertig. Ich hatte nicht mal Anwesensheitspflicht.
Nur bei der Kurswahl hatte die Schule ein Organisationproblem. Wir waren 3 oder 4, die kein Sport hatten, im Jahrgang und wir fanden uns im Informatikkurs für Fortgeschrittene (als Anfänger) wieder => dabei kamen dann ein paar Streichwerten für den Abschlußdurchschnitt bei raus - egal!

Fazit: Nicht bange machen lassen und hartnäckig diskutieren/streiten! Irgendwie geht das alles.

Gruß uhu


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Hallo,
uhu hat geschrieben:
Komplette Sportbefreiung war nie ein Thema. 10? oder 11? hieß es naja - du könntest ja, aber das habe ich mit einem Satz dem Orthopäden ausgeredet und fertig. Ich hatte nicht mal Anwesensheitspflicht.

Anwesenheitspflicht hatte ich auch nicht, da bei mir die Rückkehr in den Sportunterricht nicht vorgesehen war. Somit zählte das Argument nicht, durch Zuschauen schon mal mitzubekommen, wie die Basketballregeln funktionieren und was man beim Geräteturnen falsch machen kann (wenn jemand nur zeitweise im Sportunterricht aussetzt, finde ich es durchaus sinnvoll, zuzusehen).
Zudem war der Theorieanteil am Sportunterricht gering (es handelte sich um eine Realschule; am Gymnasium hätte das evl. anders ausgesehen). An weiterführenden Schulen (Berufsschule, Oberstufe) wurde das dann so beibehalten. Hilfreich war mir die Sportbefreiung auch, wenn es um sehr sportliche Schulausflüge ging, die mit Versteifung nicht sinnvoll machbar sind; da ich eine Ausbildung im technischen Bereich absolvierte, und alle Mitschüler männlich waren, waren viele Ausflüge sehr sportorientiert. Hochseilgarten, Kajakfahren, Fußballwochenende und so weiter. (Man kann sowas auch mit Versteifung machen, wenn man unbedingt will - eigentlich gibt es nur sehr wenig, das absolut tabu ist - würde es aber nicht empfehlen...)

Grundsätzlich finde ich eine dauerhafte Sportbefreiung bei Versteifung nicht zwingend erforderlich. Im ersten Jahr geht's nicht anders, eindeutig.
Danach, finde ich, muss man sehen, was demjenigen individuell möglich ist - dauerhafte Sportbefreiung, Befreiung von bestimmten Sportarten etc. Grundsätzlich darf und kann man mit einer Versteifung Sport treiben; Leistungseinbußen im Vergleich zu Gleichaltrigen selbst bei machbaren Sportarten wird es geben, für eine gute Bewertung vorgeschriebene exakte Körperhaltungen und Bewegungen können oft nicht eingenommen werden, Haltungen nicht so lange gehalten werden, manches geht natürlich grundsätzlich nicht.
Wenn eine Teilnahme erfolgt: In der Bewertung muss es natürlich berücksichtigt werden, bis hin zu bewertungsloser Teilnahme.


Viele Grüße
Raven

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Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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BeitragVerfasst: Mi, 14.09.2016 - 23:04 
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Hallo Ihr Lieben,
leider bin ich wohl technisch zu doof für dieses Forum, jedenfalls kam ich mit meinen Anmeldedaten nicht mehr auf die Seite und habe auch keine Mails mit neuem Passwort empfangen können. Also habe ich mich vor einigen Tagen unter neuem Namen angemeldet, aber auch das klappte nicht und erst heute komme ich auf die Seite. Merkwürdig :/
Ich bin die Threaderstellerin MeAndYou und wollte Euch noch berichten, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Nina, meine Tochter, fing am 5 September wieder an zur Schule zu gehen. Sie blieb je nach Befinden zwischen 2 und 4 Stunden. Die Lehrer reagieren super. Sie darf in den Pausen im Klassenraum bleiben und jederzeit den Unterricht verlassen. Rucksack tragen geht auch absolut problemlos.
Sie hatte noch leichte Schmerzen im Narbenbereich, brauchte aber keine Medis mehr. Alles lief rund und ging von Tag zu Tag besser. Bis Freitag letzter Woche.

Am frühen Abend bekam Nina aus heiterem Himmel so furchtbare Schmerzen, dass ich den Rettungsdienst rufen musste. Es war das schrecklichste Wochenende meines/unseres Lebens. Meine Tochter schrie und übergab sich vor Schmerzen. Es war nicht auszuhalten. Sie wurde dann als Notfall in eine Klinik gebracht. Man infiltrierte den Narbenbereich, was aber auch kaum Linderung brachte. Nach über 3 Stunden am Schmerztropf hatten sie die Schmerzen dann wenigstens so weit im Griff, dass meine Tochter erschöpft auf Station gebracht werden konnte. Röntgenbilder ergaben keine Hinweise auf Lockerung oder Bruch, so dass man eine Nervenreizung vermutete. Sie musste das Wochenende in der Klinik bleiben und seitdem wieder starke Medikamente nehmen. Auch ist sie wieder vom Unterricht befreit.
Am Montag habe ich lange mit dem Oberarzt in Neustadt telefoniert, der zusammen mit Prof. Halm operiert hat. Er hat mich etwas beruhigen können, dennoch bleibt ein mulmiges Gefühl. Heute nun waren wir zur Sicherheit in Neustadt. Prof. Halm ist sehr zufrieden (klar^^) und vertritt die Meinung, dass ein innerlicher Faden gerissen sein muss, der einen Nerven gereizt hat und so diese extremen Schmerzen auslöste. Denn unmittelbar vor der Attacke, "knackte" es an der Narbe. Hört sich für mich plausibel an, muss ich sagen.
Die Ärzte glauben nicht, dass so etwas noch einmal passiert und sind guter Dinge. Die Medikamente sollen jetzt langsam reduziert werden und ehrlich - davor habe ich schon etwas Angst. Überhaupt bin ich unentspannt, habe wirklich unglaubliche Angst davor, dass so etwas nochmal passiert. Prof. Halm nannte auch den Begriff für diesen Faden, den Namen konnte ich mir aber nicht merken. Ich weiß nicht, ob einer von Euch so was je erlebt hat - für uns war es der Albtraum schlechthin. Ich habe mich nie so hilflos gefühlt. Man steht neben seinem wimmernden, bleichen Mädchen und kann nur den Schweiß von der Stirn tupfen und mühsam die Tränen unterdrücken, um Stärke zu zeigen, die eigentlich gar nicht mehr vorhanden ist. Es hat gefühlte Ewigkeiten gedauert, bis sich die Lage etwas beruhigte. Insgesamt 5 Stunden Horrorschmerzen.
Ja, immer weiter kämpfen, diskutieren und streiten...schön gesagt, aber irgendwann gehen einem die Kräfte aus.

Sorry, ist ziemlich lang geworden. Aber ich dachte, vielleicht interessiert es den einen oder anderen.

LG


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BeitragVerfasst: Do, 15.09.2016 - 07:40 
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Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade
Hallo MeAndYou,

das klingt wirklich schockierend :eek: Ich kenne niemandem, dem vergleichbares passiert ist.
Muss wirklich beängstigend gewesen sein; die Schmerzen, und erstmal nicht wissen, was los ist.

Alles Gute deiner Tochter :top:

Viele Grüße
Raven

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BeitragVerfasst: Do, 15.09.2016 - 08:24 
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Diagnose: lu 48°; th 41°; fibröse Dysplasie rechtes Bein; 2 cm Beinlängendiff.
betrifft meine Tochter (19 Jahre)
Therapie: seit 22.11.11 mittlerweile 6.Korsett; Sobi 2012+13+14+15+17+18 seit 14.5.13 Rahmouni Korsett, beste Korr. bisher auf 30/26°
Hallo Me, Ui ich hatte Tränen in den Augen als ich las wie sehr deine Tochter gelitten hat. Das ist der absolute Albtraum für jede Mutter und natürlich die Betroffene selber. Ich bete, dass sie soetwas nicht mehr erleben muss. :nein:

Und wenn ich sowas lese, dann bestätigt mich wieder mal der Kampf den "wir" seit Jahren gegen die drohende OP führen.

Ich halt euch die Daumen und wünsche euch alles Gute!!!

lg

Ingrid


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BeitragVerfasst: Do, 15.09.2016 - 17:44 
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Diagnose: Vor Op: Lumbale Skoliose 55 Grad
Therapie: Op in 1995, Versteifung T12-L3
Hallo MeAndYou,

es ist Wahnsinn, was deine Tochter erlebt hat.
Ich hoffe, dass es ihr bald wieder gut gehen wird.
Die Fäden sollten vom Körper abgebaut werden, denke ich. Das heisst, wenn es das Problem war, wird es sicher wieder gut gehen.

Ich hatte eine sehr ähnliche Op. wie deine Tochter, aber mir ist sowas nicht passiert.
Ich hatte ab und zu stechende Schmerzen, aber nichts anhaltend.

Viele Grüße,
Lonee


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