Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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minimine
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Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von minimine »

Hallo,

habe folgende Seite gefunden, die sehr vielversprechend klingt:

http://www.via4spine.de/produkte/apifix ... index.html
http://via4spine.de/downloads/apifix-patientenflyer.pdf

Die OP-Methode befindet sich wohl momentan noch in der "Test-Phase".
Ich habe nur nicht so ganz verstanden, warum das Verfahren nur für Jugendliche mit Restwachstum möglich ist. :gruebel:
LG
Minimine

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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von Lady S »

Das hört sich extrem interessant an!
minimine hat geschrieben: Ich habe nur nicht so ganz verstanden, warum das Verfahren nur für Jugendliche mit Restwachstum möglich ist. :gruebel:
Ich auch nicht.
Man könnte spekulieren, dass das "Gerät" relativ kurz ist und es bei Erwachsenen nicht mehr reicht, so eine kurze Strecke aufzurichten (weil der Rest nicht mehr folgt).
Oder dass es durch Schroth-KG bei Erwachsenen nicht mehr gelingt, genügend Aufrichtung zu erzeugen, dass der Ratschenmechanismus einrastet.

Vielleicht sagt Dr. Trobisch was dazu.
Grüsse, Lady S
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bluecat
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von bluecat »

Hallo minimie,

danke für diese Info!
Das ist hoch interessant!
Auch ich verstehe nicht ganz, warum Erwachsene nicht zum geeigneten Personenkreis gehören.
Sicher ist eine gewisse Flexibilität unabdingbar und die ist bei Jugendlichen ohne Zweifel gut bis sehr gut.
Vielleicht wird sich diese Ansicht auch noch ändern.
Man hat bisher auch Erwachsenen nicht gerne ein Korsett verschrieben, da keine Korrekturmöglichkeiten mehr erwartet wurden. In dem Bereich findet aktuell ein Umdenken statt. Vielleicht findet das dann auch noch für diese OP statt, irgendwann.

Ob sich diese Technik wohl auch mit einem (leicht) korrigierenden Korsett vereinbaren lassen könnte? :gruebel:
(Laienfrage!)

Mich würde auch interessieren, welche Kliniken an der Studie teilnehmen.

Danke für die Links minimine!

Gruß
bluecat
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minimine
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von minimine »

Man könnte spekulieren, dass das "Gerät" relativ kurz ist und es bei Erwachsenen nicht mehr reicht, so eine kurze Strecke aufzurichten (weil der Rest nicht mehr folgt).
Das Verfahren ist, soweit ich das verstanden habe, nur für zwei Lenke-Typen möglich. Ich vermute mal, dass sind dann die Typen, die eh nur eine Hauptkrümmung haben.
Sicher ist eine gewisse Flexibilität unabdingbar und die ist bei Jugendlichen ohne Zweifel gut bis sehr gut.
Naja, es gibt auch Kinder/Jugendliche, die schon sehr fixiert sind. Andererseits aber auch Erwachsene, die noch gut flexibel sind.
LG
Minimine

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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von Sabona »

Hallo,

wenn dieses Verfahren wirklich zum Erfolg führt, dann könnten sich wahrscheinlich viele Jugendliche das Tragen eines Korsetts ersparen. Konsequentes Schrothen ist ja in beiden Fällen notwendig.
Schade dass für uns Oldies nichts mehr entwickelt wird. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

LG
robinho
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von robinho »

Die Altersbegrenzung bezieht sich doch nur auf die Studie. Andererseits wird von einer adoleszenten und nicht adulten Skoliose gesprochen, naja wer weiß...
Ich finde das System jedenfalls auch klasse! So teuer kann es ja wirklich nicht sein. Angst hätte ich allerdings, ob 2 Schrauben auch wirklich stabil genug sind. Außerdem wird es wohl kaum möglich sein, damit der Rotation entgegen zu wirken.
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von ClarasMama »

Ich habe mir die Seiten auch angeschaut und wenn das tatsächlich so funktioniert, wie es dort dargestellt wird, wäre das wirklich eine geniale Lösung.
Hier bleibt ja im Gegensatz zur totalen Versteifung doch noch recht viel Beweglichkeit übrig. Da meine Tochter ja auch eine OP-Indikation hat, habe ich (obwohl sie ja mit ihren hohen Werten schon außerhalb des gewünschten Teilnehmerkreises liegt) über das Kontaktformular auf der Internetseite "via4spine" vor einigen Tagen mal mein Interesse an der Studie angemeldet. Bis jetzt kam aber noch keine Reaktion oder Nachfrage. Vielleicht wird der Hersteller ja gerade mit Anfragen überhäuft ...
Ich informiere euch auf jeden Fall wenn sich hier etwas getan hat.

LG
Beate
robinho
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von robinho »

Das Ding ist, dass bei höheren Verkrümmungsgraden als in der Studie gewünscht die Rotation der einzelnen Wirbelkörper und mithin der Rippenbuckel größer sind. Wahrscheinlich kann diese Komponente der Skoliose nicht so gut mit dem apifix-System korrigiert werden.
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von domomoe »

Schaut auch mal in facebook unter apifix. Dr. Desai in Köln operiert danach.
mgoncalves
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von mgoncalves »

Hallo,

Ich bin durch das Forum zum ersten mal auf API-FIX gestoßen, deshalb schreibe ich jetzt meine Erfahrungen dazu.
Nach vielen Jahren Rückenschmerzen habe ich mich entschlossen eine Rücken-OP durchführen zu lassen.
Auf der Suche nach dem richtigen Arzt sind wir auf Dr.Desai gestoßen, der über hohe fachliche und menschliche Kompetenzen verfügt.

Ich bin vom 10.12. 2013 bis zum 17.12.2013 im DFK-Krankenhaus in Köln von Dr. Desai und Dr.Tüylü operiert worden.

Zur Anwendung kam das API-FIX Verfahren.

Ich hatte vor der OP 40° ,nach der OP 22° .

Die OP verlief gut , es stehen noch einige Kontrolluntersuchungen an.

Ausführlichen Bericht erfolgt noch.
kiki68
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von kiki68 »

hallo mgoncalves,

schön, dass hier jemand schreibt, der es quasi "live" miterlebt hat. Wäre es o.k. für dich, etwas über dein Alter zu sagen. Hintergrund meiner Frage ist, ob es sich nun tatsächlich um eine OP Methode für Kinder / Jugendliche handelt oder altersunabhängig durchgeführt wird.

Erstmal jedoch wünsche ich dir einen guten und schmerzfrei (sowei bei dieser OP möglich) Heilungsprozess.
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von mgoncalves »

Hallo kiki68,

Ich bin 16 Jahre alt.
Die OP ist für Jugendliche, die Wirbelsäule sollte noch flexibel sein.
Um ganz sicher zu sein , solltest du Dr. Desai kontaktieren.
mgoncalves
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von mgoncalves »

Mein versprochener Operationsbericht:

1. Monat vor der Op:
Einen Monat vor der Op hatte ich ein Vorstellungsgespräch und eine darauf folgende Untersuchung bei Dr.Desai, um zu testen ob ich für diesen Eingriff überhaupt geeignet bin. Ich war sehr skeptisch, denn schließlich hatte ich bis jetzt mit meiner Krankheit bei Ärzten nicht sehr viel Glück. Also ging ich davon aus, dass dieser Arzt wieder nur eine Herausforderung war. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Dr.Desai nahm mir mit seiner Kompetenz und seiner einnehmenden Freundlichkeit die Skepsis. Die Untersuchung sah so aus, dass ich gemessen wurde, meine Skoliose begutachtet wurde und, dass ich geröntgt wurde, um die Beweglichkeit meiner Wirbelsäule festzustellen. Denn je beweglicher, desto mehr kann die Fehlstellung begradigt werden. Ich hatte Glück, ich bin noch unter 17 und meine Wirbelsäule war noch weich.

1. Tag im Krankenhaus:
Am 10.12.13 musste ich schon ins Dreifaltigkeits Krankenhaus kommen, da am nächsten Tag meine Op stattfand. Ich war sehr aufgeregt und hatte schon etwas Angst. Grund zur Sorge bestand jedoch nicht, denn es wurden nur noch ein paar Voruntersuchungen gemacht, wie die Blutabnahme und erneutes Röntgen.

2. Tag, Op-Tag
Mein Op Termin war um 10 Uhr morgens und dauerte zwei Stunden. Ich hatte große Angst, als ich in meinem Bett in den Op Bereich geschoben wurde. Jedoch waren die Schwestern sehr nett und beruhigten mich etwas. Als ich in den Raum geschoben wurde, indem ich meine Narkose bekam, war ich erneut sehr aufgeregt und fing an zu zittern, aber die Narkose Ärzte waren sehr nett, sie versuchten mich abzulenken, sprachen über alle möglichen Dinge und erzählten Witze, so lenkten sie mich auch von meiner Angst vor Nadeln ab, als sie mir den Zugang legten, sodass es gar nicht weh tat. Dennoch war ich immer noch etwas aufgeregt und alle Möglichen Dinge gingen mir durch den Kopf. Doch Dr. Desai kam kurz bevor ich meine Narkose bekam, in den Raum und versprach mir auf mich aufzupassen. Das beruhigte mich und diesmal voll und ganz. Die Operation verlief sehr gut. Nach der Op erfuhr ich im Aufwachraum sofort meine neue Grad Zahl und ich war Positiv überrascht. Meine Krümmung wurde von 40° auf 16° verringert. Jedoch sagte Dr. Desai mir auch, dass sich diese Zahl noch ein klein wenig verschlechtern wird, sobald ich aufstehe. Nach der Operation hatte ich keine Schmerzen, so wie man es mir versprochen hatte.

3. Tag
12.12.13. Der erste Tag nach der Op. Mir war sehr übel und ich hatte starke Bauchschmerzen, aber mein Rücken tat nicht weh. Um 9 Uhr kamen die Physiotherapeuten und ich konnte zusammen mit Ihnen das erste Mal aufstehen. Jedoch hatte ich Kreislauf Probleme und mir wurde auf der Toilette schwarz vor Augen. Um 15 Uhr konnte ich dann zum Zweiten Mal aufstehen, wieder mit den Physiotherapeuten und einem Rollstuhl zur Sicherheit, jedoch versagte mein Kreislauf wieder nach kurzer Zeit.
4. Tag
Um 7:30 Uhr war Visite und der Stationsarzt Dr. Haase, der auch sehr nett ist kam und hat mich nach meinem Befinden gefragt, auch hat er sich meinen Rücken angesehen. Um 8 Uhr wurde dann meine Drainage von Dr. Tüylü entfernt. Hiervor hatte ich auch große Angst aber dank eines kleinen Tricks von Dr. Tüylü hatte ich keine Schmerzen. Um 9 Uhr bin ich dann wieder aufgestanden, diesmal war der Kreislauf gut. Die Korsettanpassung war dann um 10 Uhr. Das Vermessen tat etwas weh. Das Korsett war jedoch nur für 2 Wochen für die Stabilität und dafür, dass ich daran denke gerade zu sitzen. Auch war das Korsett viel angenehmer als die harten Kunststoff Korsetts, die ich früher tragen musste. Ab 12 Uhr war mir dann sehr übel. Diese Übelkeit hatte ich noch ein paar Tage nach der Op.

5. Tag
Am fünften Tag wurde die Schmerzpumpe abgenommen. Das war der einzige Tag an dem ich starke Schmerzen hatte. Aber das Laufen klappte schon richtig gut.

6. Tag
Die Schmerzen waren wieder erträglich und ich verspürte wieder richtigen Hunger, woraufhin Papa mir eine Pizza holte. Das Laufen klappte sehr gut, jedoch war die Übelkeit noch da.

7. Tag
Am siebten Tag war die Visite mit Dr. Desai, der mit meinem Rücken sehr zufrieden war, auch ich fühlte mich wieder wohler. Auch wurde ich geröntgt, um zu sehen ob alles in Ordnung ist. Das war es. Die Physiotherapeuten zeigten mir noch Anspannungsübungen und Dr. Desai sagte mir, dass ich morgen nach Hause könne.

8.Tag
Die Entlassung. Endlich. Das Krankenhaus war zwar sehr gut und alle waren sehr nett, aber Zuhause geht es einem doch am besten. Zum Abschluss machten das Mädchen, dass die gleiche Operation am gleichen Tag wie ich hatte, und ich noch Fotos mit Dr. Desai.

Nun sind etwas über zwei Wochen vergangen und ich fange mit der Physiotherapie an. Ich habe keine Schmerzen mehr, das einzige was noch etwas stört ist, dass mein Rücken auf der liken Seite noch etwas empfindlich ist.
Lady S
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von Lady S »

Das ist ja fein, dass es Dir schon so gut geht!
mgoncalves hat geschrieben:Nach der Op erfuhr ich im Aufwachraum sofort meine neue Grad Zahl und ich war Positiv überrascht. Meine Krümmung wurde von 40° auf 16° verringert. Jedoch sagte Dr. Desai mir auch, dass sich diese Zahl noch ein klein wenig verschlechtern wird, sobald ich aufstehe
Wie geht es denn jetzt weiter?
Auf der Webseite steht ja:
"Die eigentliche Korrektur wird über die der Implantation folgenden Wochen und Monate im Rahmen der Physiotherapie erreicht, wobei sich der Längsträger über einen Ratschenmechanismus Schritt für Schritt an die neue Situation anpasst."
Machen das speziell ausgebildete Therapeuten? Hat man Dir gesagt, wieviel Korrektur damit noch herauszuholen ist?
Weiterhin alles Gute!
Grüsse, Lady S
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von mgoncalves »

Hallo Lady S,
2 Wochen nach der OP, fängt man vorsichtig mit der Krankengymnastik an. Nach vier Wochen sollte man es steigern. Die Übungen bekommt man mit nach Hause.
Ein Physietherapeut der sich mit Skoliose auskennt wäre gut, aber es kann auch jeder andere machen.
Nach einer Woche hatte ich die erste Kontrolluntersuchung. Ich hatte nun 20° Grad anstatt 22° Grad. Der Arzt hat gesagt, es wird sich auf jedenfall noch so weit verbessern, dass ich unter 20° Grad komme, aber natürlich ist genaueres schwer zu sagen, da es bei jedem individuell ist. Ich werde meine nächste Kontrolluntersuchung in einem Monat haben. Insgesamt gehen diese Kontrollen über zwei Jahre, wobei sich ihr Abstand immer vergrößert.
Dankeschön.
Ich hoffe ich konnte dir damit helfen.

Liebe Grüße ,

Mara
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von Lady S »

Vielen Dank für Deinen langen Bericht und die zusätzliche Info!
Ich selbst bin zwar für diese Methode viel zu alt :tot:, aber ich finde das hochinteressant! Ich hoffe, Du berichtest hier weiter.
Grüsse, Lady S
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Killarney
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Therapie: Physiotherapie, Reha-Sport, Februar/März 2013 Reha in Bad Sobernheim , Erwachsenen-Korsett seit April 2013, Fersenkeil

Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von Killarney »

Hi mgoncalves,

ich wünsche dir noch weiterhin alles Gute nach der OP.
Auch ich verfolge deine Beiträge hier mit großem Interesse. Leider bin ich nach der jetzigen Definition der OP-Zielgruppe bereits viel zu alt für diese Art der OP, aber vielleicht ändert sich hier ja noch etwas mit den Jahren. Eine große OP kommt für mich nicht in Frage, und kam das auch nie, wohingegen diese Methode erstmal viel weniger abschreckend wirkt.

Viele Grüße

Killarney
PhonieMcRingRing
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von PhonieMcRingRing »

Hallöchen,

Ich informiere mich grade rund um das Thema neuere OP-Verfahren, da ich das Thema sehr interessant finde, und auch gut vorbereitet sein möchte, falls ich irgendwann mal im Indikationsraster lande.

Ich habe Apifix mal gschrieben und wollte euch mitteilen, was sie geschrieben haben. Das könnte hier sicher für einige durchaus interessant sein, dachte ich mir. Für mich war es das auf jeden Fall und hat mir auch ein Stück weit einen Hoffnungsschimmer gegeben.

Meine Fragen waren wie folgt:

1. I'm not as flexibel as a 17 year old girl (Anm: ich bin 25), but therefore I also don't need as much correction. If you can get 20-25° reduction for them, wouldn't it be possible to still reach 10-12° for persons like me? Although it is a surgery, I would still consider to do this, even just to minimize the chance of getting worse over the years. If this would have any effect and the procedure is as safe as you consider... this could definitely help a lot of people worldwide.

2. Why do you "only" put in the Apifix in one curve? If you have 2 bigger curves, wouldn't it be able to put a second one in the other curve, even correct more and in both directions (and decrease chance of compensating worsening for the other curve)? Of course, this would mean less mobility but still a lot more than with conventional surgery and if you could get really significant correction AND stability over the years, I personally would be ok with little less mobility.


Auf die 2te frage hat er leider nicht geantwortet, aber sehr selbst:

Thanks for your detailed mail.
Regarding the ApiFix system, age by itself is not a problem. The two parameters we are looking for are curve flexibility and bone quality. If both are good the system can be used.
If you will send an updated X-ray picture we may be able to give more input on it.

Regards


das habe ich dann getan. Ich habe eine fast perfekt S-förmige Skoliose mit mittigem Wendepunkt und beinahe gleichgroßen Winkeln Thorakal und lumbal. Ich stehe also vergleichsweise im Lot und meine Torsion ist...naja, ich schätze mal noch recht moderat.

Hier die Antwort:
As it looks, your best option for now is do nothing that is surgical. If you maintain the curve flexibility, by proper exercising, the ApiFix option remains for the future, if ever needed.
Wishing you good health


Ich will da grade noch nicht zu viel drauf geben, schließlich weiß ich nicht, ob der Mann Profi ist und letztendlich verkauft er die Technik auch. Dass er aber nicht gesagt hat: "klaro, du bist perfekt geeignet, los geht's auf den OP Tisch" spricht durchaus erstmal für ihn.
Falls er doch wahre Worte spricht... Holla die Waldfee, das könnten für eine ganze Menge Leute, die mit Mitte 20 noch biegsam sind und ausgewachsen zwischen Tür und Angel, OP oder keine OP stehen vielleicht der ausschlaggebende Punkt sein. Wenn es was bringt, bringt's was und man schafft es vielleicht von seinen 50° mit genügend KG und und Dehnung auf 38° oder vielleicht sogar noch niedriger. Falls es doch nicht geholfen hat, hat man vielleicht Zeit gewonnen und dann stehen in einigen Jahren verfeinerte OP Techniken zur Verfügung, falls man wieder ran muss. Der absolut ausschlaggebende Punkt für mich ist in diesem Fall immer: Progredienz entgegen wirken. Und die Einschränkungen zwischen Versteifung und Apifix stehen ja nun wirklich in keinem Verhältnis.

Nun denn, ich hoffe, das liest sich nicht zu sehr wie Werbung. Viel Information zu haben kann wohl definitiv erstmal nicht schaden, dachte ich mir?!
Phill
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von Phill »

Hallo,

klingt wirklich sehr interessant. Ist sowas auch für Hyperkyphose bzw -Lordose verursacht durch Scheuermann möglich?

Grüße Phill
PhonieMcRingRing
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Re: Neue minimal-invasive OP-Methode apifix

Beitrag von PhonieMcRingRing »

Hi Phil,

soweit ich das sehe ist es wohl hauptsächlich geeignet um horizontale Verkrümmungen zu beseitigen. Was das Ding wohl auch nicht leisten kann sind Derotationen. Den Rippenbuckel kriegt man damit also nicht wirklich behoben, aber wenn das vernachlässigbar ist, kann man damit wohl bisher ganz ordentlich was herausholen.

Allerdings verstehe ich auch nicht wirklich, warum es nicht dafür verwendet wird. Man muss es ja nur im anderen Winkel anbringen... möglicherweise wurde es bisher einfach nicht ausprobiert?!
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