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OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 09:34
von TheMally
Hallo an alle,
endlich hab auch ich mich getraut, mich hier im Forum anzumelden.
Ganz kurz zu mir... Meine Skoliose ist bekannt seit 2000. LWS 48° und BWS 44°.
Welche Terapien ich durchlaufen habe müsste jedem bekannt sein ^^
Schließlich bin ich jetzt per Zufall bei Dr. Hoffmann gelandet (ich bin Gott froh!!!) und lernte gestern dann auch Prof. Dr. Halm kennen.
Ich hab mich für eine OP in Neustadt entschieden und bin momentan auch noch sehr entspannt und erfreut endlich vor Augen zu haben "gerade" zu sein und irgendwann dann auch hoffentlich die Schmerzen zu vergessen.
Meine größte Sorge ist mein Arbeitgeber.... ich arbeite in einer Zahnarztpraxis und naja meine Chefin ist etwas, nennen wir es unentspannt. Ich habe jetzt schon richtig Angst davor ihr den OP Termin bekannt zu geben.
Wie ist es euch damit gegangen?
Klar geht meine Gesundheit vor... aber letztendlich bin ich eben so ein gefühlsdusliger Mensch, dass ich mir auch über Dinge nen Kopf mache die mir jetzt eigentlich egal sein müssten.
Ich wünsche allen einen schönen Freitag, denn das Wochenende steht vor der Türe, für alle die dann auch Sa und So frei haben
Liebe Grüße aus dem Schwarzwald
TheMally
Re: OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 09:53
von Kaffeetrinker
Moin,
Nunja würde es kurz und schmerzlos machen unter einem 4 Augengespräch.
Je nachdem du ob du per DU oder SIE mit ihr bisst kannste deine Wortwahl wählen.
Du musst dir eventuell im klaren sein dass du deinen Arbeitsplatz eventuell verlieren kannt, und ja das geht auch während der Krankmeldung, die doch in deinem Falle ein paar Monate gehen wird, ich hoffe dessen bist du dir bewusst.
Also im schlimmsten Falle kannste dir hinterher ne neue Stelle suchen, weil wenn du wegfällst, braucht deine Chefin eine neue Helferin.
Und erwarte nicht soviel von deiner Chefin, es ist ein AG der wie die meisten auch eher ans Geld denken als an seine AN, ich weiss wovon ich rede......
Ansonsten viel Glück mit deiner OP

Re: OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 10:03
von TheMally
Danke für die schnelle Antwort.
Ja zwecks der Kündigung bin ich mir im klaren...
Ach man wenn das liebe Geld nicht wäre ^^
Muss ich bei späteren AG´s dann angeben, dass ich eine operierte Skoliose habe?
LG TheMally
Re: OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 10:23
von Kaffeetrinker
Würde ich tun, evtl. bekommste sogar Schwerbehindertenausweis.
Da man ja noch nicht die Folgen absehen kann ob du wirklich schmerzfrei wirst oder ob nicht doch noch andere Problemchen auftauchen,würde ich das ganze erstmal abwarten.Und dann musste erstma abwarten wann du wieder richtig fit bist, manche brauchen kurz manche brauchen aber auch mehrere Monate......
Ich würde das ganze auf jeden Fall angeben.
Hier noch ein Skoliose Forum für die die OP vor und hinter sich haben:
http://forum.skoliose-op.info/phpBB3/
Gruß
Re: OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 10:32
von Mareike85
Hallo TheMally,
Also ganz so schnell geht das mit einer Kündigung ja nun auch wieder nicht... Die krankheit und op an sich reicht dafür nun nicht aus! Entscheidend ist letztlich die prognose, ob du langfristig wieder an deinen Arbeitsplatz wirst wirken können! Bist du denn zahnarzthelferin!? Das ist natürlich ein sehr rückenbelastender Job - und es ist natürlich schwer abzuschätzen, inwieweit du deine Arbeit nach der Genesung wieder voll einsteigen kannst! Als milderes Mittel vor der Kündigung kommt natürlich immer auch eine Umsetzung ( falls du zahnarzthelferin bis also beIspielsweise an den Empfang) in Betracht! Hierbei kommt es natürlich immer auf die Größe des Unternehmens an ... Eine zahnarztpraxis ist natürlich recht klein, sodass die Chancen dabei eher gering sind! Aber das sind so in etwa die Faktoren, die in einer vorzunehmenden Interessebabwägung zu beachten sind!
Ich würde versuchen, deine Sorge um eine mögliche Kündigung offen anzusprechen! Dadurch können sich beide Seiteb darauf einstellen, was auf sie zukommt! Außerdem steigen durch so eine persönliche Note auch die Chancen, dass der Arbeitgeber alles tut, um den Arbeitnehmer zu halten! Du kannst ihr ruhig dein Dillemma erklären - im Zweifel wirst du überrascht sein, auf wieviel Verständnis du trotz aller finanziellen Erwägungen stößt. Eine Garantie, dass es nicht zu einer Kündigung kommt, kannst du so natürlich dennoch nicht bekommen... Aber zumindest deine Chancen steigern!
Lg
Mareike
Re: OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 10:49
von Kaffeetrinker
Mareike
natürlich geht das auch schnell heutzutage ist nimmer so wie früher.
Unter einer gewissen AN-Anzahl sowieso, da wiegen die Interessen des AG´s mehr als die des AN´s.
Alles selbst mitgemacht und durchgelesen im Inet. und ist rechtens.
Re: OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 10:58
von TheMally
Huch das ist ja sehr komplex ^^
Naja ich warte jetzt erstmal den Termin ab. Ich denke im Laufe der nächsten Woche bekomme ich vielleicht schon Post von der Klinik in Neustadt. Hab angemerkt, dass ich mir die OP so schnell wie möglich wünschen würde... Vielleicht klappt es ja mit dem Termin auf Mai/Juni!!
Und dann kann ich das in aller Ruhe in der Praxis ansprechen.
Und nachdem ich wieder "gesund" bin wird es sich zeigen ob ich wie bisher weiter arbeiten kann oder nicht. Fakt ist mit der Begradigung werd ich die ungesunden Körperhaltungen die der Beruf so mit sich bringt nicht mehr in der Form ausüben können aber das wird sich zeigen.
Danke für den Link, da hab ich schon etwas drin rumgestöbert werd mich am WE aber nochmal ganz intensiv einlesen... ^^
Aber es ist schön zu wissen, dass man mit seinen "Problemchen" nicht alleine ist.
In meinem Umfeld kenne ich kaum jemanden mit Skoliose und daher stoße ich kaum auf Verständnis.
LG TheMally
Re: OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 11:10
von Kaffeetrinker
Ja ist immer so, da heisst es , wie was du hast was am Rücken bist noch viel zu jung und so weiter , da "kann" man ja nix haben.......
Wenn die Leute nur wüssten wie schmerzhaft dass sein kann, renne auch schon 15 Jahre damit rum jesen Tag Schmerzen, aber OP kommt nicht in Frage.......
Re: OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 11:14
von Mareike85
Hallo Kaffeetrinker,
ich habe ja auch nicht geschrieben, dass es nicht zu einer Kündigung kommen kann - nur, dass es dazu nicht in jedem Fall kommen muss. Die oben erwähnte Interessenabwägung muss eben in jedem Fall stattfinden. Natürlich wird bei Klein- und Kleinstbetrieben, zu denen auch Zahnarztpraxen gelten, das Interesse des Arbeitgebers schnell überwiegen. Und gerade die Tatsache, dass dieser Beruf sehr harte Anforderungen - auch an einen gesunden - Rücken stellt, macht das ganze eben schwierig. Dennoch muss der Arbeitgeber prüfen, ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt, den Arbeitnehmer zu beschäftigen. Wie gesagt, bei kleinen Betrieben sind die Möglichkeiten bisweilen nicht vorhanden oder doch sehr begrenzt. Aber ein paar Hürden muss ein Arbeitgeber dann doch noch nehmen, bis er zur Kündigung greifen kann.
Letzlich klaffen natürlich Theorie und Praxis auseinander, da natürlich viele Arbeitgeber einfach kündigen und die Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers abwarten. Diese enden in den allermeisten Fällen in einem Vergleich - und haben in den allerwenigsten Fällen die Weiterbeschäftigung zur Folge.
Aber wie gesagt, ein ruhiges und gut vorbereitetes Vier-Augen-Gespräch ist in vielen Fällen ein sehr guter Weg! Natürlich, wenn der Arbeitnehmer nicht mehr arbeiten kann - und die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung nicht besteht, dann hilft das auch nicht. Aber das kann man ja eben in dem Gespräch klären. Die meisten Arbeitgeber sind dankbar, wenn sich ihnenihre Arbeitnehmer in diesen Fällen anvertrauen!
Du machts das also ganz richtig TheMally, wenn du dir Zeit nimmst, um das Thema in Ruhe bei einer möglichst guten Athmosphäre mit deiner Chefin zu besprechen
und durchgelesen im Inet. und ist rechtens
Naja, nur weil das so im Internet steht, muss das ja noch nichts heißen. Auch dort werden wohl die o.g. Grundsätze dargestellt. Und natürlich immer weider Einzelfälle. Gerade im Arbeitsrecht muss man sich inmmer wieder die genauen Gegebenheiten im Einzelfall angucken
LG
Mareike
Re: OP-wie sagt man es dem AG?
Verfasst: Fr, 30.03.2012 - 11:22
von Kaffeetrinker
Na ich war schon auf den Rechtsseiten unterwegs keine Sorge, und nen Anwalt hatte ich für meinen Fall auch befragt, der sagte das gleiche
Aber ist hier sag ich mal egal.Sie muss erst mal abwarten wie sich der AG entscheidet und wenn sie so eh nicht mehr arbeiten kann,
weil ja auch die Statik des Körpers sich ändert, läufts eh darauf hinaus.Dann heisst es umschulen.
Gibt ja genug artverwandte Berufe.