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Spendenaufruf: Nach Operation querschnittgelähmt

Verfasst: Do, 05.01.2012 - 12:17
von Dalia
Liebe Leute,

ich wurde auf einen Zeitungsartikel aufmerksam, der über das Schicksal eines jungen Manns mit einem seltenen Krankheitsbild berichtet. Leider ist er seit einer Skoliose-Operation querschnittgelähmt. Ich habe lange überlegt, ob ich das hier einstellen soll, und mich dann doch dafür entschieden, da die Familie um finanzielle Unterrstützung bittet.

Hier ist der Zeitungsbericht: http://www.merkur-online.de/lokales/lan ... 40799.html

Ich möchte hier bitte keine Diskussion auf dem Rücken der Familie. Ich vermute, dass beim jungen Mann aufgrund seines Krankheitsbild bereits ein erhöhtes OP-Risiko vorlag und es daher leider so gekommen ist.

Spenden also herzlich willkommen.

Re: Spendenaufruf: Nach Operation querschnittgelähmt

Verfasst: Do, 05.01.2012 - 19:53
von SchwarzeSchnecke
Hallo,
merkur-online.de hat geschrieben:Nach Aussagen der Ärzte ein an sich harmloser Eingriff, wie er tagtäglich in Vogtareuth vorgenommen wird. Warum Sebastian beim Aufwachen nach der ersten Operation seine Beine nicht mehr spürte, wissen die Ärzte bis heute nicht genau. „Uns hat man gesagt, dass nichts passieren kann, weil man gar nicht an das Rückenmark kommt“
Eine Skoliose-OP als "harmlosen Eingriff" zu bezeichnen, bei dem "nichts passieren" kann, ist nichts anderes als verantwortungslos!
Allerdings hatte sich Sebastian in der Zwischenzeit wundgelegen und musste wegen einer schweren Kohlendioxidvergiftung behandelt werden.
Das hätte nicht passieren dürfen.

Ich habe ein Jahr lang in der Krankenpflege gearbeitet, und zwar überwiegend in der Geriatrie. Da hatten wir oft Patienten, die fast völlig unbeweglich waren und Dekubiti hatten. Die wurden aus Alten-, Pflegeheimen und Krankenhäusern zu uns gebracht. Wir mußten dann eine Fotodokumentation anfertigen und schauen, daß wir die Dekubiti wieder zu bekamen. In den meisten Fällen gelang uns das. Die wären aber so gut wie alle vermeidbar gewesen, wenn man die Patienten von Anfang an richtig gelagert hätte. (Außer bei Patienten, die im Sterben lagen: Da scheint man bei manchen keinen Einfluß auf die Haut nehmen zu können, egal was man macht.)
Lagern ist weder "überholt" noch kompliziert, noch erfordert es besondere Hilfsmittel wie Betten mit Elektronik drin und Fernbedienung dazu. Im Gegenteil: Es funktioniert sogar besser, wenn man es auf die "altmodische" Art macht und einfach nur ganz normale Kissen (2-3 pro Patient, zusätzlich zum Kopfkissen) benutzt und den Patienten erst um 30 ° angehoben auf die eine Seite und dann spätestens 3 Stunden später auf die andere Seite lagert. Je nach Körpergewicht des Patienten braucht man 1-2 Personen dazu, aber es geht schnell; somit sind Zeitdruck oder personelle Unterbesetzung nichts als Ausreden. Wirkliche Gegenanzeigen fürs Lagern gibt es auch nicht. Nach einer Weile wachen viele Patienten nicht einmal mehr auf, wenn man sie umdreht. Zusätzlich kann man speziell zur Dekubitusprophylaxe entwickelte Cremes, Lotionen und Lösungen verwenden.

VG, Anne