Querschnittlähmung

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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Ramses
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Querschnittlähmung

Beitrag von Ramses »

Hallo zusammen,

da hier immer wieder von der Gefahr einer Querschnittlähmung bei der OP die Rede ist, möchte ich mal eine Grafik einstellen aus der hervorgeht, welche Schäden bei einer Schädigung abhängig von der Läsionshöhe entstehen kann.

Die tatsächliche Behinderung kann stark variieren je nachdem ob es sich wie in der Grafik angenommen um eine Komplette sprich völlige Durchtrennung des Rückenmarks handelt oder ob dies noch teilweise intakt, die Lähmung somit inkomplett ist. Die inkomplette Schädigung ist ein sehr weites Feld, es reicht von der fast vollständigen Lähmung bis hin zu kaum vorhandenen Ausfallerscheinungen.

Was in der Grafik nicht erwähnt wird, ist dass bei einer vollständigen Lähmung immer auch eine Blasen und Mastdarmlähmung dabei ist, weil diese Nerven verlassen erst im Bereich des OS Sacrums die Wirbelsäule. Beim Mann hat dies auch immer Erektionsstörungen zur Folge.

Gruß

Ramses
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Cleo
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Rückenmarkeinengung

Beitrag von Cleo »

Hallo,
habe heute von meinem Orthopäde den Befund vom CT HWS erklärt bekommen und brauchte noch mal eine Erläuterung. Ich schreibe gleich mal den Text ab. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen.

Bei Fehlstellung der HWS Nachweis bereits deutlicher degenerativer HWS-Veränderungen in Höhe HWK5 bis 7 im Sinne einer Interverbralosteochondrose, Spondylosis deformans sowie Retrospondylose und Unterkonvertebralarthrose.Jedoch kein eineutiger Nachweis für Cervikalforminalstenosen, sowie auch kein Anhalt für eine Nervenwurzelirritation. Kurzstreckige Einengung des össären Spinalkanales auf Werte der relativen Spinalkanalstenose in Höhe HWK6/7 retrospondylophytär bedingt mit Kompression des cervicalen Myelon.
Nachweis einzelner nicht signifikant vergrößerter Lymphknoten bds. entlang der Halsgefäßscheide.
Re.konvexe HWS.Skoliose, vermehrte Kyphosierung der HWS bei HWK 4 bis 7.Hochgradige Zwischenwirbelerniedrigung in Höhe HWK5 bis 7 mit nahezu aufgebrauchtem Zwischenwirbelraum. Vakuumphänomen der Bandscheibe bei HWK 5/6. Zudem ausgeprägte ventrale spangenbildende Spondylophytbildung sowie beginnende Retrospondylose in Höhe HWK5 bis 7. Zudem massive Unkonvertebralarthrose. :help:

Ich weiß nur noch, daß er irgendwas vom Rückenmarkeinengung erzählt hat und von abgenutzten Wirbeln. Ich habe zunehmend Probleme mit den Händen (schnappende Finger, geschwollene Hände und natürlich Schmerzen). Hinzu kommen Nackenschmerzen, kann manchmal kaum meinen Kopf halten.
Da das nicht meine einzige Baustelle ist mache ich mir natürlich Gedanken was da noch alles kommt.
Ich bin übrigens 1970 operiert und es wurde von Th 3 bis L 2 versteift. Ich hoffe ich schreibe im richtigen Thema und würde mich freuen wenn ihr mich etwas aufklären könnt.

L.G.
Cleo
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Re: Rückenmarkeinengung

Beitrag von Ramses »

Hallo Cleo,

ich werde Deinen Befund mal so gut ich kann übersetzen:
Cleo hat geschrieben:Bei Fehlstellung der HWS Nachweis bereits deutlicher degenerativer HWS-Veränderungen in Höhe HWK5 bis 7 im Sinne einer Interverbralosteochondrose, Spondylosis deformans sowie Retrospondylose und Unterkonvertebralarthrose.Jedoch kein eineutiger Nachweis für Cervikalforminalstenosen, sowie auch kein Anhalt für eine Nervenwurzelirritation. Kurzstreckige Einengung des össären Spinalkanales auf Werte der relativen Spinalkanalstenose in Höhe HWK6/7 retrospondylophytär bedingt mit Kompression des cervicalen Myelon.
Nachweis einzelner nicht signifikant vergrößerter Lymphknoten bds. entlang der Halsgefäßscheide.
Nachweis einzelner nicht signifikant vergrößerter Lymphknoten bds. entlang der Halsgefäßscheide.
Re.konvexe HWS.Skoliose, vermehrte Kyphosierung der HWS bei HWK 4 bis 7.Hochgradige Zwischenwirbelerniedrigung in Höhe HWK5 bis 7 mit nahezu aufgebrauchtem Zwischenwirbelraum. Vakuumphänomen der Bandscheibe bei HWK 5/6. Zudem ausgeprägte ventrale spangenbildende Spondylophytbildung sowie beginnende Retrospondylose in Höhe HWK5 bis 7. Zudem massive Unkonvertebralarthrose.
Das besagt dass Deine Halswirbelsäule in einer Fehlstelung ist (Skoliose, Kyphose), die Wirbelkörper selbst sind durch Verschleiss zum Teil schon deformiert und die Bandscheiben in Mitleidenschaft gezogen. Der Spinalkanal wo das Rückenmark verläuft ist eingeengt, was zur Folge hat dass das Rückenmark gequetscht wird. Die nicht signifikant vergrösserten Lymphknoten sprechen gegen einen entzündlichen Prozess.

Da im Bereich der Halswirbelsäule die gesamten Nerven, die die Arme versorgen, das Rückenmark verlassen, liegen diese auch recht weit aussen im Rückenmark und werden durch die Quetschung deshalb besonders in Mitleidenschaft gezogen.

Die Nackenschmerzen und die Schwierigkeit Deinen Kopf zu halten, ist wahrscheinlich auch muskulär bedingt, hier könnten Dir Massagen helfen, die den Muskeltonus regulieren, wobei die Massagen selbst eine schmerzhafte Angegelgenheit sein könnten.

Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen.

Gruß

Ramses
Zuletzt geändert von Ramses am Mo, 10.08.2009 - 21:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Danke

Beitrag von Cleo »

Hallo Ramses,

vielen Dank für die schnelle An twort. :) Ich habe es jetzt wenigstens verstanden. Ändern kann ich es ja leider nicht. Ich bekomme übrigens schon seit Januar 3xwöchentlich Massage und gehe auch jede Woche zum Gerätetraining. Wie gesagt es ist leider nicht meine einzige Baustelle.
Ich sage mir aber ich lebe nicht nach Befunden sondern nach meinem Befinden.
Schade, daß die Ärzte nicht mehr in der Lage sind so verständlich den Befund zu erklären.

L.G.
Cleo
Ramses
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Beitrag von Ramses »

Gern geschehen

Gruß

Ramses
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Noch eine Frage

Beitrag von Cleo »

Hallo Ramses,
darf ich dich nochmal nerven?
Habe noch einen Befund von der LWS bekommen. Sieht leider auch nicht so gut aus. Kannst Du mir das vielleicht nochmal verständlich übersetzen? Im Internet finde ich ja auch viele Begriffe, aber der Zusammenhang kommt da nicht so rüber.
Befund: LWK 1/2 Normwertig weiter ossärer Spinalkanal mit einem Sagittaldurchmesser von 22 mm, kein NPP-Nachweis.
L4/5 Zeichen der Intervertebralosteochondrose, deutliches Vakuumphänomen der BS, insbesondere ventrale Spodylophytbildung. Bds. unbehinderter Nervenwurzelaustritt von L4 trotz eines breitbasigen subligamentär verbleibenden NPP. Der Duralschlauch wird allenfalls geringfügig von ventral pelottiert, der ossäre Spinalkanal verbleibt jedoch normwertig weit. In Höhe L5/S1 Nachweis einzelner weniger mm großer retroperitonealer LK, die lediglich seitenasymetrische Konfiguration der paraspinalen Muskulatur aufgrund der doch deutliche Skoliose.
Bei li.konvexer LWS-Skoliose und Zeichen der Intervertebralosteochondrose vorrangig im Segment L4/5 Nachweis eines breitbasigen, subligamentären NPP in Höhe L4/5 ohne relevante Duralschlauchkompression bzw. Nervenwurzelirritation. Nachweis spinaler Zysten bis 13 mm Durchmesser in Höhe S2.

Ich habe zeitweise solche starken Schmerzen, dass ich mich nur mit Stützen fortbewegen kann. Der Orthopäde spricht von Gangstörung unbekanntenen Genes.

Übrigens, ich komme nicht mehr im Chat rein. Zeigt mir immer an, der Name ist bereits vergeben. Was mache ich denn da nun wieder verkehrt? :?:

L.G.
Cleo
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Re: Noch eine Frage

Beitrag von Ramses »

Hallo Cleo,

dann werde ich mich mal dran machen zu übersetzen.

LWK 1/2 Normwertig weiter ossärer Spinalkanal mit einem Sagittaldurchmesser von 22 mm, kein NPP-Nachweis bedeutet dass der Rückenmarkskanal eine normale Grösse hat, nicht eingeengt ist und kein Bandscheibenvorfall nachgewiesen, bedeutet aber auch dass dieser nicht 100% sicher ausgeschlossen, werden kann.

L4/5 Zeichen der Intervertebralosteochondrose, deutliches Vakuumphänomen der BS (Degenerative Veränderung der Bandscheibe),
insbesondere ventrale Spodylophytbildung (zum Bauch hin Veränderungen des Wirbelkörpers, sogenannte Zackenbildung).

Bds. unbehinderter Nervenwurzelaustritt von L4 trotz eines breitbasigen subligamentär verbleibenden NPP (keine Behinderung der Nerven beim Austritt aus der Wirbelsäule, obwohl ein Bandscheibenvorfall vorhanden ist)

Der Duralschlauch wird allenfalls geringfügig von ventral pelottiert, der ossäre Spinalkanal verbleibt jedoch normwertig weit (das Rückenmark wird etwas von der Bauchseite her zusammengedrückt, ohne dass der Rückenmarkskanal dadurch eingeengt wird).

Nachweis einzelner weniger mm großer retroperitonealer LK (Lymphknoten in der Bauchhöhle), die lediglich seitenasymetrische Konfiguration der paraspinalen Muskulatur aufgrund der doch deutliche Skoliose (Veränderungen der Lage von Muskeln wegen der Skoliose).

Bei li.konvexer LWS-Skoliose und Zeichen der Intervertebralosteochondrose vorrangig im Segment L4/5 Nachweis eines breitbasigen, subligamentären NPP in Höhe L4/5 ohne relevante Duralschlauchkompression bzw. Nervenwurzelirritation. Nachweis spinaler Zysten bis 13 mm Durchmesser in Höhe S2 bedeutet zusammengefasst dass es insbesondere zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel zu degenerativen Veränderungen der Wirbelkörper und Bandscheibe mit Bandscheibenvorfall gekommen ist ohne schwerwiegende Schädigung des Rückenmarkskanales oder der Nerven an der Austrittstelle von der Wirbelsäule. In dem Bereich sind aber einige kleine Zysten bis maximal 13mm Größe

Der Orthopäde spricht von Gangstörung unbekannter Genese das heisst er hat keine Ahnung woher die Gangstörung kommt.

Nun zum Chat, Dein Nickname Cleo ist durch ein Passwort gesichert, es kann sein, dass Du dies selbst getan hast und ein falsches Passwort verwendest oder sich ein anderer Deinen Namen gesichert hat. Du kannst Dich dann mit einem neuen Nicknamen zum Beispiel Cleo1 nochmals anmelden und damit dann zum Chat kommen.

Gruß

Ramses
Zuletzt geändert von Ramses am So, 16.08.2009 - 20:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Danke

Beitrag von Cleo »

Hallo Ramses,
vielen Dank, hast mir wieder sehr geholfen.
Mit dem Chat das werde ich auch probieren. Habe mir eigentlich das Kennwort gemerkt (Bestätigung vom Administrator ist ja auch gekommen). Ich bin auf jeden Fall demnächst wieder mal dabei.
Viele Grüße
Cleo
Ramses
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Beitrag von Ramses »

Bitte hab ich gern gemacht

Gruß

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