Kyphose Operation mit Verdacht auf Bechterew

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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xxlChristian
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Kyphose Operation mit Verdacht auf Bechterew

Beitrag von xxlChristian »

Hi habe einen Termin am 22.3 in münster zur Voruntersuchung. Habe nun die fragen an Euch wie läuft die Operation genau ab und was machen die. Wie lange muss ich circa im KH liegen und wie ist es nach der Op mir dem normalen altag???
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Christian
Lass Dich auf GAR KEINEN FALL voreilig zu einer so großen OP überreden, solange Du noch keine richtige Diagnose hast!
In Münster ist zwar eine ausgezeichnete WS-Chirurgie, aber sie operieren da gerne, ohne vorher die konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft zu haben.
Bitte nimm mal Kontakt zu Lurchi-Petra auf. Mail ihr, telefoniere mit ihr. Sie informiert Dich sicher gerne! Die hat genau die OP hinter sich, die Dir bevorstehen wird. Informiere Dich gründlich.
Wie sind Deuine SCHOBER-OTT-Werte? Wie ist Deine Restbeweglichkeit?
Machst Du Schroth-KG?
Wurden Deine M.Bechterew-Faktoren schon untersucht?
Wie sich die WK-Distanzen? Hast Du Spangenbildung? Wie ausgeprägt sind die Keilwirbel?
Zuerst sollten diese Fragen alle abgeklärt sein.
Ich wäre eventuell auch bereit für eine solche OP, aber NUR nachdem VORHER alle konservativen Therapieversuche (Schroth-Reha und Korsett-Therapie) gescheitert sind oder sich als unzureichend herausgestellt haben.
Das ist die so ziemlich größte OP die in der orthopädischen WS-Chirurgie überhaupt gemacht wird. Sie bietet KEINE 100% Garantie auf anschließende Schmerzfreiheit!
Das würde ich nur dann machen lassen, wenn ich mir vollkommen sicher bin, daß die Versteifungs-OP unumgänglich ist.
Gruß Toni
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xxlChristian
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Für toni

Beitrag von xxlChristian »

Hallo Toni.....

.... Cobb wert liegt bei 89Grad. Habe mit Petra schon gemailt. Das es eine riesige Op ist das weiss ich aber schaue dir doch meinen rücken an. Dann diese schrecklichen Schmerzen dabei. Kann kaum noch schlafen wegen den Schmerzen.

Werde im Kh nochmal gründlich untersucht(auch auf Bechterew).

Zur Zeit schreibe ich mit Dr colemont auch privat und er sagt mir auch das ich um eine Op nicht drumherum komme, wir aber warten wollen was die in Münster sagen. Ich hoffe natürlich das es noch eine andere Möglichkeit gibt die mir hilft. Egal wie klein die Chance ist ich würde es versuchen. Denn ich habe ich tierische angst vor der Op. Stelle mir zur Zeit oft vor wie es wohl ist wenn was daneben geht bzw wie es nach der Op ist.

Danke für Deine Ratschläge. Bist hier wirklich eine grosse Hilfe.

LG Chris
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Christian
Ich habe Deine Kyphose auch etwa auf 85- 90° geschätzt. (im Kyphosen-Schätzen bin ich relativ gut, bei Skolis hau ich aber schon mal daneben, die sind viiiieeeel schwieriger zum schätzen!)
Wurdest Du bei Dr. Colemont auch nach SCHOBER/OTT vermessen?
Auchbei mir hies es ich sein völlig fixiert. Ichhatte auch z.T. extreme Schmerzen Auchbei mir wurde schon vor Jahren von einem Orthopäden der verdacht auf M. Bechterew geäußert und diagnostisch gründlich ausgeschlossen. Man kann als "fortgeschrittener" Scheuermann durchaus Entzündungen und regelrechte Entzündungsschübe in der WS haben, ohne an M.Bechterew erkrankt zu sein.
Ich würde sehr sehr gerne mal ein Röntgenbild Deiner WS näher und in Ruhe betrachten.
Hast Du Spangenbildung?
Beginnen die WK miteinander zu verwachsen?
Hast Du einen stark reduzierten WK-Abstand?
Wie ausgeprägt sind Deine Keilwirbel?

In Münster werden sie Dich ganz klar operieren wollen. Du bist auch eindeutig in der OP-Indikation, daran besteht KEIN ZWEIFEL.
Wenn Du aber vorher einen konservativen Therapieversuch machen willst, quasi als "Strohhalm" dann wird Dir dieser Strohhalm sicher nicht in NRW gereicht sondern vermutlich nur in Stuttgart und Leonberg!

Ich würde mich an Deiner Stelle auf jeden Fall zuerst auch mal von Dr. Hoffmann beraten und begutachten lassen. Dr. Colemont und das Team um Dr.Lilljenqvist in Münster kennen nicht die Qualitäten und Möglichkeiten der Anti-Kyphose-Orthesen von Rahmouni. (obwohl der "Urtyp"- die MKO= Müsteraner -Kyphosen-Orthese ursprünglich dort entwickelt wurde)
Aber Dr. Hoffmann kennt sie sehr gut , hat viel Erfahrung mit erwachsenen starken Kyphosen und weiss was er Rahmouni zutrauen kann und was nicht.
Wenn das dann nicht ausreicht, Dich schmerzarm (bestenfalls schmerzfrei!) und wesentlich gerader zu machen, dann bist Du wenigstens sicher, daß die OP absolut unumgänglich ist.
Die OP ist irreversibel, ein Korsett kannst Du jederzeit in die Ecke werfen!
ich würde das mit Dr. Colemont und Münster zwar mal angehen aber Du solltest Dir doch vor so einer großen Entscheidung eine 2. Meinung bei Dr. Hoffmann einholen!
Gruß Toni
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Gast

Beitrag von Gast »

Toni hat geschrieben:...ich würde das mit Dr. Colemont und Münster zwar mal angehen aber Du solltest Dir doch vor so einer großen Entscheidung eine 2. Meinung bei Dr. Hoffmann einholen
Das stimmt vollkommen! Man muss die zweite Meinung bei einem anderen guten Spezialisten unbedingt einholen! Dies gilt als Faustregel...
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