nach der op...

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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cloudy
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nach der op...

Beitrag von cloudy »

Hallo,
mein Name ist Claudia und ich werde am 13. August in Neustadt operiert und habe noch sooo viele Fragen.
Ein wie langes Übungsprogramm ist nach der op nötig? Bzw ist es überhaupt notwenig, jeden Tag zu turnen?
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Schroth KG nach der op.
Zu mir und meiner Skoliose: Ich bin 20 Jahre alt und habe eine Skoliose von 78° im oberen Bogen. Unten sinds so um 40°. Ich habe fünf Jahre Korsett getragen und war jahrelang in Sobernheim zur Kur. Hat aber wie man sieht alles nichts genützt, jedenfalls winkeltechnisch gesehen (ich hatte mit 14, als ich mit der Behandlung angefangen habe 59°...)
Vielen Dank schon mal!
Liebe Grüße
-Claudia
Sandrinchen
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Beitrag von Sandrinchen »

Hallo Claudia,

also eigentlich sollte man nach der OP schon täglich turnen, allerdings vernachlässige ich das momentan auch ein wenig :embarrassed: (bin seit 4 1/2 Jahren operiert).

Schroth KG hab ich nie gemacht, normale KG tut's bei mir auch. Es geht ja nach der OP vor allem darum, die Muskulatur zu stärken und dafür muss ich nicht 50 km oder so zu einer Schroth-Therapeutin fahren, das kann meine Krankengymnastin auch :) .

Wünsche dir viel Glück für deine OP!

LG, Sandra
cloudy
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Beitrag von cloudy »

Hallo!
Danke für Deine Antwort Sandra!
Ich mach einfach gleich weiter mit meinen Fragen... (was aber nicht heisst, dass mich Antworten zu KG und co nicht mehr interessieren!)
Wann kann man nach der op (nach Halm-Zielke) das erst Mal aufstehen? Schon auf der Intensiv?
Wie lange nimmt man im Allgemeinen Schmerzmittel?
Wie lange nach der op darf man nur eingeschränkt Tragen? Und wieviel darf man am Anfang heben?
Wann kann man wieder Auto fahren?
Ich weiss, dass das bei jedem anders ist, aber mich würde interessieren, wie es bei Euch war, damit ich mir ein ungefähres Bild davon machen kann, was mich erwartet.
Liebe Grüße
-Claudia-
stonewoman
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Beitrag von stonewoman »

Hi Claudia,

bei mir wars so:

Das erste mal aufgestanden: erster Tag auf Nornalstation (rein theoretisch geht das sofort).

Schmerzmittel: Das ist sicher unterschiedlich... bei mir waren es ca. 6 Wochen.

Autofahren: bin die ersten 3 Monate gar nicht gefahren. Ist aber auch Gefühlssache, wie sicher du dir bist, wie gut du sitzen und dich drehen kannst.

Liebe Grüße, Stoni.
Sandrinchen
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Beitrag von Sandrinchen »

Hi Claudia,

das ganze "Drumherum" der Op ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Ich denke mal Stonewoman kann dir da am besten weiterhelfen, sie wurde auch in Neustadt operiert.

Ich wurde in der WWK operiert und durfte aufstehen sobald ich von der Intensivstation runter war und einen Rumpfgips anbekam (das war nach 9 Tagen). Ist aber, wie gesagt, bei jedem anders. Es kommt auch darauf an, ob du von vorne oder von hinten operiert wirst, ob du eine Thoraxdrainage bekommst usw.

Auch die Einnahme der Schmerzmittel ist individuell, ich hab nur 8 Tage lang welche genommen :) .

Heben und tragen sollte ich im ersten halben Jahr nach der OP nicht mehr als 2,5 kg (bis die Fusionsstrecke einigermaßen verknöchert ist), danach stellst du selber fest ob dir etwas zu schwer ist oder nicht.

Auto fahren durfte ich sofort wieder als ich das Korsett nicht mehr tragen musste, also ein halbes Jahr nach der OP. Das wird bei dir sicherlich anders sein, in Neustadt braucht man nach der OP ja kein Korsett tragen :) .

LG, Sandra
Vere

Beitrag von Vere »

Hallo!

Also ich wurde vor ca einem jahr in neustadt operiert!
Ich durfte gleich am tag nach der OP auf der intensivstation mithilfe der kránkengymnasten aufstehen! und schmerzmittel hab ich eigentlich nur am anfang beim aufstehen gebraucht! du bekommst ja eine schmerzpumpe und kannst dann selbstständig entscheiden wenn du dir was gibst! hatte sie so 7-8tage! weiß ich jetzt nicht mehr so genau! und danach gibts entweder noch tabletten oder einen saft! mir wurde auf die tabletten schlecht und ich habe nach jedem essen einen saft bekommen! und dann konnte ich auch entscheiden ob ich ihn nehme! aber meistens tut es schon weh wenn du dann mehr herumläufst! bei meiner entlassung nach 2 Wochen brauchte ich überhaupt keine schmerzmittel mehr! bin dann auch ohne nach hause gafahren! beser gesagt wurde gefahren! bin erst 16!
am anfang solltest du schweres heben und tragen vermeiden! aber das erste hlebe jahr darfst du nicht mehr als 5 kg heben oder tragen und dann nach einem halben jahr maximal 10 kg!
du bekommst da aber auch übungen von der krankengymnastin gezeigt die du daheim auch machen kannst!
sind sowiso alle sehr nett in neustadt!
hab am 26. august einen kontrolltermin! binschon gespannt was prof. halm zu dem ergebnis sagt..

bis dann ich hoffe ich konnte dir weiter helfen!
lg vere
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OP nach HZ - Sport

Beitrag von thunerfee »

Hallo,

ich war auch vor 2-3 Wochen bei Prof Halm u. Dr. Hoffmann. Beide haben mir zu einer OP nach HZI geraten. Ich bin 37, m, 66 kg, habe im Lendenbereich 70 Grad u. im THoraxbereich 48 Grad nach Cobb.

Beide Aerzte haben zu mir gemeint, ich könnte bald (spätestens nach einem Jahr) wieder Sport machen.
Es ist mir auch sehr wichtig, meine Sportarten witerhin ausüben zu können. Ich mache Inlineskaten, Joggen (bis Halbmarathon), Skitouren (auch mal einen 4000er), Rennrad u. Mountainbiken, Bergsteigen usw.

So wie sich das bei Euch anhört, dürfte ich aber nicht einmal meinen Laptop in der Arbeit selbst tragen (der hat um die 3 kg). Von Sport könnte da wohl keine Rede sein.

Wie sieht es denn realistisch aus nach einer Halm-Zielke OP? Sind die Schmerzen so gross dass man nicht mehr machen kann oder verschlechtert sich das OP Ergebnis durch Sport oder Tragen von mehr als 2,5 kg?

Hat eigentlich auch jemand chronische Schmerzen nach einer HZ- OP oder ist wirklich alles so rosig wie von den Aerzten beschrieben?

Ich wäre sehr dankbar für eine Antwort. Denn eigentlich habe ich mich schon mit einer OP abgefunden und versuche nun alles organisatorisch zu regeln.

Ciao
Gast

Beitrag von Gast »

Beide Aerzte haben zu mir gemeint, ich könnte bald (spätestens nach einem Jahr) wieder Sport machen.
Es ist mir auch sehr wichtig, meine Sportarten witerhin ausüben zu können. Ich mache Inlineskaten, Joggen (bis Halbmarathon), Skitouren (auch mal einen 4000er), Rennrad u. Mountainbiken, Bergsteigen usw.
Bei diesen Sportarten hast du eine hohe Sturzgefahr. Also ich würds nicht riskieren um dann einen Stabbruch zu erleiden.....
So wie sich das bei Euch anhört, dürfte ich aber nicht einmal meinen Laptop in der Arbeit selbst tragen (der hat um die 3 kg). Von Sport könnte da wohl keine Rede sein.
In den ersten 3 Monaten darfst du bis 5 kg belasten (viel mehr wirst du eh nicht können) danach (die nächsten 6 Monate) bis 10 kg
Hat eigentlich auch jemand chronische Schmerzen nach einer HZ- OP oder ist wirklich alles so rosig wie von den Aerzten beschrieben?
Schmerzen hast du auch nach der OP "erst" genug, rosig ist das ganz bestimmt nicht.
Gast

Beitrag von Gast »

Es würde mir schon sehr schwer fallen auf meine Sportarten zu verzichten.
Ist ein möglicher Sturz so gefährlich? Mir wurde in einem Gespräch mit Prof. Halm erläutert, dass die Stäbe nach einem Verheilen der Knochen eigentlich nicht mehr nötig sind aber aufgrund des OP Risikos nicht entfernt werden. Damit wäre theoretisch eigentlich ein Stabbruch nicht möglich.

Zu den tragbaren Lasten:

nach 3 Monaten 5 Kilo. Damit ist man ja eigentlich nicht alltagstauglich. Jeder Koffer oder Einkaufskorb wiegt ja schon mehr (ich fahre jedes WE 5h einfach nach Hause und muss natürlich auch ein wenig Gepäck mitnehmen welches in jedem Fall mehr als 5 kg wiegt).

Mit den 10 kg nach 6 Monaten kann man auch noch keinen bergtauglichen Rucksack tragen. Wird das nach einer gewissen Zeit mehr oder bleibt das bei 10 kg?

Zur Erläuterung: bei mir sollen ab dem 2. Lendenwirbel 6 Wirbel miteinander verbunden werden.

Am meisten bin ich aber über die Schmerzen verwundert. Ich habe angenommen es wird nach der OP besser. Im Moment habe ich Schmerzen von der Hüfte an abwärts bis fast zum Knie. Laut Orthopäde ist dies (nach einem Kernspinn) auf die Quetschung des Rückenmarks durch die Skoliose zurückzuführen.
Ich habe eigentlich angenommen mit den Schmerzen werde es durch die OP insgesamt besser werden. Habe ich hier vielleicht mit grösseren Schmerzen als zuvor zu rechnen?
Wer kann mir hier Erfahrungswerte liefern?
Gibt es auch Positive Erfahrungen?

Ciao
stonewoman
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Beitrag von stonewoman »

Anonymous hat geschrieben:Am meisten bin ich aber über die Schmerzen verwundert. Ich habe angenommen es wird nach der OP besser. Im Moment habe ich Schmerzen von der Hüfte an abwärts bis fast zum Knie. Laut Orthopäde ist dies (nach einem Kernspinn) auf die Quetschung des Rückenmarks durch die Skoliose zurückzuführen.
Ich habe eigentlich angenommen mit den Schmerzen werde es durch die OP insgesamt besser werden. Habe ich hier vielleicht mit grösseren Schmerzen als zuvor zu rechnen?
Nach den OPs waren meine alten Schmerzen sofort weg. Aber es ist ja auch klar, dass du trotzdem Schmerzen haben wirst. Der Körper muss sich ja auch erst umgewöhnen. Und der Wundschmerz ist ja auch da. Das erste Mal richtig schmerzfrei war ich nach ca. 6 Monaten. Heute (10 Monate nach OP) hab ich nur noch ab und zu (besonders wenn ich meine Mens habe) ISG-Probleme. Aber die werden jetzt auch weniger und Medikamente brauche ich schon lange nicht mehr.

Viel schlimmer fand ich die Muskelschmerzen. Dieser ständige Muskelkater dauerte ca. 5 Monate.

Liebe Grüße, Stoni.
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Dalia
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Hallo Stoni, was heißt ISG?

Zu Schmerzen nach der OP kann ich nichts sagen, da ich ja nicht operiert bin. Ich wollte nur sagen, dass auch viele nicht skoliosekranke Frauen während der Mensis Rücken- bzw. Kreuzschmerzen haben. Meine Skoliose meldet sich während meiner Tage auch stärker, vor allem im Drehgleitenbereich, aber ich kriege meine Schmerzen ganz unprofessionell und mit Aspirin gut in den Griff, ich nehme sonst keine Medikamente.

Liebe Grüße,
Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
stonewoman
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Beitrag von stonewoman »

Hi Dalia,

ISG = Iliosakralgelenk

Infos hier: http://www.iliosakralgelenk.de/

Asperin hilft dir? Du Glückliche ;). Hat bei mir nie geholfen. Wenn ich - während meiner Mens - mal was nehme, nehm ich Naproxen. Die helfen auch gut gegen den Kopfschmerz, den ich begleitend dann auch noch habe :/.

Grüßlis, Stoni.
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