Angst vor der OP

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
Tiina

Angst vor der OP

Beitrag von Tiina »

Hallo,
ich werde in drei Wochen an meiner Skoliose in Hamburg operiert und habe ganz schön Angst davor.
Meine Skoliose befindet sich im Lendenwirbelbereiech (50°), ich hatte jahrelang eine Korsettbehandlung, wie auch Krankengymnastik, aber nichts hat geholfen.
Kann mir vielleicht jemand sagen, wie das Ganze so abläuft?
Vielleicht jemand der auch im Lendenwirbelbereich operiert wurde?
Wäre lieb :)
lg
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Liebe Tina,

ich hoffe, du bekommst noch ein paar Antworten hier, vielleicht findest du im Unterforum auch noch ein paar Erfahrungsberichte, die dir weiterhelfen, sonst gibt es in Stonewomans OP-Forum noch eine ganze Sammlung, Link siehe unsere Linksammlung: http://skoliose-info-forum.de/links.php#Operation

Vielleicht magst du dich hier registrieren, oder hast du das schon getan, bist nur noch nicht freigeschaltet worden? Ich habe grad zwei neue Users freigeschaltet.

Wie alt bist du denn, wenn du es verraten magst bzw. bist du noch Jugendliche oder bereits Erwachsene? Wie wird dein OP-Erfolg eingeschätzt? Weißt du, nach welcher Methode du operiert werden sollst? Wirst du von Dr. Niemeyer operiert? Warum hatte die Korsettbehandlung keinen Erfolg, konntest du das Korsett nicht konsequent tragen oder was lief da schief? Wo hast du dein Korsett machen lassen? Erzähl doch mal ein bisschen mehr von dir, natürlich nur so viel wie du uns verraten magst. :)

Für die OP wünsche ich dir das Aller-, Allerbeste, einen tollen Erfolg, möglichst wenige Schmerzen (fordere bitte, falls nötig, nach Schmerzmitteln) und eine ganz, ganz schnelle Genesung. Wenn du die OP hinter dir hast, wäre ein Bericht hier sehr nett. :)

Herzliche Grüße aus der Nachbarschaft (?),
Dalia
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meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Beitrag von Lady S »

Hallo und willkommen im Forum!
Hat man Dir denn in der Klinik zum Ablauf der geplanten OP nichts erklärt??
Grüsse, Lady S
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Beitrag von minimine »

Hallo Tina,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im :forum:

Man erklärt dir ja sicherlich nochmal kurz vor der OP, wie und was alles gemacht wird! Erfahrungsberichte findest du im Skoliose-OP-Forum ganz viele, auf der Link-Seite findest du die Adresse dort hin. :)

Ich schließe mich den Fragen von Dalia mal neugierig an ;D und würde mich freuen wenn du noch ein wenig mehr von dir bzw. deiner Skoliose erzählen würdest.

Drücke dir auf jeden Fall jetzt schonmal meine Daumen, dass bei der OP alles gut geht und du schnell wieder auf die Beine kommst! :angel: :kleeblatt: :angel:

LG
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Christina92
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Beitrag von Christina92 »

Hallo,
erst mal danke für die lieben Willkommensgrüße.
Okay, dann erzähl ich mal was von mir...
Also ich bin 18 Jahre und hatte seit ich ca 11 war ein Korsett, damals war ich noch bei 27°. In Behandlung bin ich in der Klinik in Bad Sobernheim.
Als mir gesagt wurde, dass ich ein Korsett brauche war das erst mal ein Schock für mich, denn ich kannte das nicht und auch niemanden der das in meinem Alter hat, kurz gesagt mir war das Korsett sehr peinlich.
Meine Eltern haben mich nie gezwungen das Korsett in der Schule oder sonst in der "Öffentlichkeit" zu tragen und so habe ich es meistens nach der Schule und beim Schlafen getragen. Im Gesamten hat es sich erst einmal verbessert, doch dann kamen immer und immer wieder Wachstumsschübe und ich hatte innerhalt von 6 Monaten 3 Korsetts, die ich natürlich auch weiterhin nur mangelnd getragen habe. Als ich dann 15 war, wurde meine Hand geröngt um zu sehen, ob sihc meine Fugen geschlossen haben und somit ein Korsett keinen Sinn mehr machen würde, weil meine Knochen nicht mehr dehnbar sind. Das war auch der Fall, ich war raus aus der Pubertät und somit (so der Arzt) war das Korsett Geschichte. Darüber war ich natürlich zuerst einmal froh, denn ich hatte den Ernst der Lage noch nicht ganz erkannt und war einfach nur glücklich das "Plastik Ding" los zu sein. Weiterhin sollte ich mit Krankengymnastik behandelt werden. Doch dann bin ich ein Jahr nach der Korsettabnahme wieder nach Bad Sobernheim gefahren und hatte mittlerweile 37°, ein Jahr später 42° und jetzt (1 1/2) Jahre später 50°.
Jetzt, mit 18, erkenne ich den Ernst meiner Lage und auch die Notwendigkeit der Operation. Doch ich habe schon viele Horrormärchen gehört (von wegen nie wieder Sport im Leben, immer wieder Schmerzen, keine Schwangerschaft etc) und bin deswegen sehr ängstlich im Bezug auf die OP. Ich weiß noch nichts über diese, weil ich aus der Eifel Komme (nähe Nürburgring) und bis nach Hamburg fahre um operiert zu werden, denn dort solle (so nach Band Sobernheim) der "weltbeste" Spezialist für Skoliosen sein. Am 30.6 werde ich operiert und bin ab dem 28.8 in Hamburg, wo ich auch mein erstes Fachgespräch über die Op erhalte. Dementsprechend weiß ich nichts darüber, also kenne weder Methoden zu operieren, noch meine Erfolseinschätzungen.
Deswegen meine Angst, weil ich einfach komplett unwissend bin über Allgemeines der Op und über meine op speziell.
So, das war mal ein bisschen über mich. :-)
Habt ihr denn schon Erfahrungen mit Hamburg gemacht bzw. Lendenwirbelskoliosen, denn ich hab gehört (vielleicht auch so ein Horrormärchen :-)) die sollen am riskatensten sein.
Achja und ich werde vom Dr Niemeyer operiert, kann mir vielleicht jemand was zu ihm sagen?
Ich bin um jede Antwort und jeden Tip dankbar.
lg Tina
Christina92
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Beitrag von Christina92 »

Achja und ich Christina92 bin Tiina, hab den Namen nur geändert :-)
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Tina,

super, dass du nun auch registriert bist! :zustimm:
Als ich dann 15 war, wurde meine Hand geröngt um zu sehen, ob sihc meine Fugen geschlossen haben und somit ein Korsett keinen Sinn mehr machen würde, weil meine Knochen nicht mehr dehnbar sind.
....
Doch dann bin ich ein Jahr nach der Korsettabnahme wieder nach Bad Sobernheim gefahren und hatte mittlerweile 37°, ein Jahr später 42° und jetzt (1 1/2) Jahre später 50°.
Na das ist ja mal wieder typisch! :< Korsett viel zu früh abgeschult, hört(e) man leider über Sobernheim in der Vergangenheit schon öfter. Hoffentlich gehört nun dieses Problem mal der Vergangenheit an, nachdem nun der Chefarzt gewechselt hat. ;) Und du darfst das nun mit einer OP ausbaden...
Doch ich habe schon viele Horrormärchen gehört (von wegen nie wieder Sport im Leben, immer wieder Schmerzen, keine Schwangerschaft etc) und bin deswegen sehr ängstlich im Bezug auf die OP.
Ich hätte bzw. habe auch Angst vor einer OP, weshalb ich mich ja bis jetzt dagegen entschieden habe und "lieber" Korsett trage. Aber ich glaube Vieles von dem was du aufzählst gehört tatsächlich in die Rubrik "Märchen"! Klar, es ist ganz bestimmt eine sehr große OP und Schmerzen werden v.a. kurz nach der OP dein Begleiter sein, aber du bekommst dagegen ja Schmerzmittel. Ich habe auch schon öfter gelesen, dass man ein Jahr lang nach der OP wieder fast jeden Sport ausüben kann und ich bin sicher, dass du auch ganz normal Kinder bekommen kannst! Leider kann man halt nicht vorhersagen, was in 10, 20 oder 30 Jahren mit deiner Wirbelsäule sein wird, aber das kann man nie! ;)
Ich weiß noch nichts über diese, weil ich aus der Eifel Komme (nähe Nürburgring) und bis nach Hamburg fahre um operiert zu werden, denn dort solle (so nach Band Sobernheim) der "weltbeste" Spezialist für Skoliosen sein.
Naja, zumindest scheinen sie bei Asklepios eine gesunde Portion Selbstbewusstsein zu haben! :D Ich weiß nicht, ob Dr. Niemeyer tatsächlich der "weltbeste" Spezialist ist, da gibt es schon noch eine Reihe andere nennenswerte Spezialisten, aber du wirst dort sicher in guten Händen sein!
Dementsprechend weiß ich nichts darüber, also kenne weder Methoden zu operieren, noch meine Erfolseinschätzungen.
Deswegen meine Angst, weil ich einfach komplett unwissend bin über Allgemeines der Op und über meine op speziell.
Welcher Arzt hat dir denn dann zur OP geraten? Hat er dir nichts dazu gesagt, von wo bis wo z.B. du versteifst werden sollst, was warum gemacht wird etc.?
Warum genau soll eigentlich operiert werden? Willst du es nicht nochmal konservativ versuchen mit einem guten korrigierenden Korsett für Erwachsene? Ich verstehe natürlich, wenn du vom Korsett die Schnauze voll hast, aber es wäre zumindest noch eine Möglichkeit, denn die OP rennt ja nicht weg. Insbesondere wenn du dir noch unsicher bist!

LG
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Beitrag von Lady S »

Hallo Tina,
willkommen im Forum.
Ganz ehrlich? Mit so einem Informationsstand wie Du ihn hast und auch mit Deiner Unsicherheit, würde ich niemals in eine so grosse OP gehen!!

Was da gemacht wird, ist absolut endgültig und bevor Du Dich dafür entscheidest, solltest Du schon alle Informationen über die Gründe, die Konsequenzen, die Vorgehensweise und das Für und Wider haben.

Grüsse, Lady S
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Beitrag von Christina92 »

hallo,
also mir wurde nur gesagt, dass ich so schnell wie möglich operiert werden muss, weil sich mein Rücken immer mehr verschlimmert und kein Korsett mehr helfen würde.
Ich hätte keine zu hohe Lebenserwartung, könnte nie Kinder bekommen und mein Leben lang Schmerzen und müsste Krankengymnastik machen (was kein Problem für mich wäre). Doch auch die würde nur helfen, dass das Ganze Zenario sich verzögert und im Endeffekt sich mein Rücken doch noch verschlimmert.
Das wurde mir so in Band Sobernheim gesagt! Für mich war das alles nur ein Schock, weil ich erstens nie mit 50° und zweitens nie mit einer notwendigen OP gerechnet habe. Denn diese war mir immer freigestellt, also eher so eine Art "Schönheitsoperartion". Aber jetzt ist es ärztlich verordet worden und es führt kein Weg mehr dran vorbei (so Sobernheim).
Außerdem fängt meine Wirbelsäule sich an "um die eigene Achse zu drehen", also die Rotationsachse bewegt sich, was vorher nicht der Fall wäre. Und Zitat Sobernheim : "Wenn wir jetzt nicht operieren, dann haben sie in einem Jahr 60°..."
So war für mich eigentlich klar, mich operieren zu lassen. Also anscheinend erfahre ich unmittelbar einen Tag vor der OP was da so auf mich zukommt.
Wie sieht denn so ein Erwachsenenkorsett aus?
liebste Grüße :)
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Beitrag von sloopy »

Hallo Tina,
auch von mir ein herzliches Willkommen im :forum:

Die Sobernheimer schicken dich mit 50° Verkrümmung nach Hamburg zur OP, das ist ja zum :wall:. Also entweder hatte da jemand einen schlechten Tag oder es gibt bei dir wirklich driftige Gründe für eine OP. Ich kann Lady S nur zustimmen- Du bist scheinbar total uninformiert und sehr sehr unsicher, da würde ich mich einer solchen OP keinesfalls unterziehen.
Christina92 hat geschrieben:Also ich bin 18 Jahre und hatte seit ich ca 11 war ein Korsett, damals war ich noch bei 27°. In Behandlung bin ich in der Klinik in Bad Sobernheim.
[...] Doch dann bin ich ein Jahr nach der Korsettabnahme wieder nach Bad Sobernheim gefahren und hatte mittlerweile 37°, ein Jahr später 42° und jetzt (1 1/2) Jahre später 50°.

Bei mir war es fast gleich, nur dass ich kein Korsett getragen habe: mit 12 Jahren 20°, mit 13 Jahren 24°, mit 14 Jahren 34° --> Röntgen von Hand- und Beckenknochen --> ausgewachsen, Korsett bringt nichts mehr :angry:, mit 16 Jahren 42° und mit 23 Jahren 50°.

Auch mir hat der ein oder andere Arzt aufgrund der Gradzahl zur OP geraten, schließlich kratzt man mit 50° an der OP Indikation, ABER ich hab mich für den konservativen Weg entschieden und bin froh drüber. Jetzt, mit 31 Jahren, stehe ich bei 45°, ich hatte zwischenzeitlich (mit 23,24 Jahren) ein hochkorrigierendes Rahmouni-Korsett und hab zwei Kinder zur Welt gebracht.

Wärest du jetzt bereit nochmal eine Korsett-Therapie zu beginnen? Wenn dir dazu nach wie vor die Motivation fehlt, könnte vielleicht langfristig eine OP schon dein Weg sein, aber dafür solltest du auch informiert darüber sein, was gemacht wird, wie es gemacht wird, welche Konsequenzen es mit sich bringt und und und....

Dr. Niemeyer ist sicher einer der besten Operateure in Deutschland, ob er DER Beste ist, können wir nicht wirklich beurteilen. Er bzw. die Klinik, in der er operiert, gehört halt zum gleichen Konzern wie die AKSK. Wenn man jemanden aus dem Schön-Kliniken-Konzert fragt, sagt der dir mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit, dass Prof. Halm in Neustadt/Holstein DER Beste überhaupt ist, aber das nur nebenbei ;)

Ich kann dir nur raten, lies dich hier mal ein bisschen ein, schau dir unser Basiswissen an, lies OP-Berichte auf anderen Internetseiten, Links dazu findest du in unserer Linkliste und lass all diese neuen Informationen erst mal wirken, bevor du dich zu einer OP "überreden" lässt. Es ist DEIN Leben, was sich durch eine OP unwiderruflich verändern wird!

Herzliche Grüße,
sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Beitrag von sloopy »

Hallo Tina,

unsere Beiträge haben sich überschnitten.

Die Aussage, dass du so schnell wie möglich operiert werden sollst, entspricht nicht dem, was auf dem Bad Sobernheimer Skoliose-Workshop im April gesagt wurde.

Ein Korsett kann nur helfen, wenn es regelmäßig getragen wird. Wenn du nach wie vor nicht bereit bist, es konsequent und auch in der Öffentlichkeit zu tragen, hätte es bestimmt wenig Sinn. Aber warum sollst du denn nie Kinder bekommen können??? Wer sagt denn sowas??? Ich hab mit 50° zwei gesunde Kinder zur Welt gebracht und es gibt viele Mütter, die mit viel höheren Gradzahlen problemlos Kinder bekommen.

Hast du denn jetzt Schmerzen? Dagegen könnte(!) eine OP natürlich helfen, vielleicht aber auch nicht, das weiß man ja vorher leider nicht.

Ein Erwachsenenkorsett sieht im Prinzip genauso aus wie das eines Jugendlichen.

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Beitrag von minimine »

Hallo Tina,
also mir wurde nur gesagt, dass ich so schnell wie möglich operiert werden muss, weil sich mein Rücken immer mehr verschlimmert und kein Korsett mehr helfen würde.
um Himmels willen, Tina, so uninformiert würde ich auch schleunigst den OP-Termin absagen!!! Das darf ja nicht wahr sein, welcher Arzt in Sobernheim hat dir das denn alles erzählt?? :eek: Ich kann das gar nicht glauben!!
Ich hätte keine zu hohe Lebenserwartung, könnte nie Kinder bekommen und mein Leben lang Schmerzen und müsste Krankengymnastik machen

Na klasse, dass du aber auch nach der OP KG machen musst hat man dir wohl verschwiegen! :eek: Ich bin gerade echt sauer, solche Aussagen aus der Schroth-Klinik??
Außerdem fängt meine Wirbelsäule sich an "um die eigene Achse zu drehen", also die Rotationsachse bewegt sich, was vorher nicht der Fall wäre.
Na herzlichen Glückwunsch, ne Rotation ist doch immer dabei!! :rolleyes:
Wenn wir jetzt nicht operieren, dann haben sie in einem Jahr 60°..."
Ich erzähle dir mal meine Geschichte in Kurzform. Meine Skoliose hatte sich auch trotzdem ich ausgewachsen bin weiter verschlechtert, Schroth-KG + Reha konnten dies auch nicht aufhalten. Dann war ich in Salzungen bei der Oberärztin, dort wurde ich nur abgespeißt mit den Worten: "mehr Schroth". Ein halbes Jahr später wieder 9° schlechter (vielen Dank auch ;) ) und Überweisung vom Orthopäden in die Uni-Klinik. Dort hat man die Hände überm Kopf zusammengeschlagen. Ich bekam dann ein Korsett, welches Dr. Steffan wenigstens in einem Arztbrief befürwortet hat, aber auch damals wollte man eigentlich schon operieren! Das dortige Korsett war leider von schlechter Qualität und ich wechselte nach Stuttgart. Dr. Hoffmann´s erste Worte waren "Oh Gott", "warum ich denn nicht schon viel früher ein Korsett bekommen hätte, als die Verschlechterung begonnen hätte" usw. Ja, warum, frage ich mich heute auch! :< Ich bin nun seit 2,5 Jahren in Stuttgart bei ihm in Behandlung und meine Skoliose hält sich seitdem. Ob man noch was verbessern kann, lässt sich momentan noch nicht sagen! Aber ich bereue diese Entscheidung nie und nimmer. Ich weiß nicht, was in einem oder was in 5 Jahren sein wird, ob ich mich dann nicht doch mal zur OP entscheide. Aber ich kann mir dann sicher sein, dass dieser Entschluss wirklich reiflich überlegt ist und ich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft habe!

Was ich damit sagen will, auch in der eigentlich besten Skoliose-Klinik ist man nicht frei von Fehlern!! Kooperationen zwischen konservativen Kliniken und OP-Kliniken werden vor Patienten immer nur mit Vorteilen schön geredet, aber offensichtlich sind solche Kooperationen nicht immer zum Wohle des Patienten, insbesondere wenn sie konzernintern sind!!
So war für mich eigentlich klar, mich operieren zu lassen. Also anscheinend erfahre ich unmittelbar einen Tag vor der OP was da so auf mich zukommt.
Na offensichtlich! :< Ganz ehrlich, ich würde das an deiner Stelle wirklich nicht machen lassen. Selbst wenn du dir sicher bist, dass du die OP willst, hole dir mindestens noch eine zweite Meinung ein, das sollte man vor solch einem großen Eingriff immer machen! Z.B. in Neustadt bei Prof. Halm.
Ich würde mir aber eher die Meinung von einem konservativ orientierten Orthopäden holen. Fahr doch mal zu Dr. Hoffmann nach Leonberg bei Stuttgart. Dr. Hoffmann hat zwar auch eine Kooperation, in diesem Fall mit den Schön-Kliniken Neustadt/Holstein, aber wenn du es nochmal konservativ versuchen willst mit einem Korsett, dann wirst du von ihm ganz bestimmt die Möglichkeit dazu bekommen! Ich kann dir diesen Weg wirklich nur empfehlen. Wenn auch er sagt, eine OP ist langfristig nicht abzuwenden, gut, dann hol dir in zwei/drei Kliniken Termine für ein Informationsgespräch und entscheide dann, wo du dich operieren lassen möchtest. Aber bitte mach nicht den letzten Schritt vor dem ersten, die OP wird sich nicht mehr rückgängig machen lassen!
Wie sieht denn so ein Erwachsenenkorsett aus?
Im Prinzip sieht es genauso aus wie ein normales Korsett für Jugendliche. Schau doch mal unter www.rahmouni.de

Vielleicht solltest du auch mal Dr. Steffan per PN kontaktieren oder war er der Arzt, der dich in Sobernheim zur OP geraten hat? Frag ihn doch nochmal, ob es wirklich überhaupt keine andere Möglichkeit gibt und ob man es bei dir wirklich nicht mehr mit einem korrigierenden Erwachsenenkorsett versuchen könnte!
Ich finde ja, bevor man diesen Schritt der OP geht sollte man schon wirklich alles Möglichkeiten ausgeschöpft haben, es sei denn man ist sich wirklich sicher, dass nur dieser eine Weg für einen persönlich in Frage kommt. Aber bist du dir dabei so sicher? Für mich macht du diesen Eindruck eigentlich nicht!
Überstürze nichts, lass dich zu nichts drängen und sag den kommenden OP-Termin ab. Hol dir weitere Meinungen ein und entscheide dann in Ruhe!

LG
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Beitrag von sloopy »

Christina92 hat geschrieben:also mir wurde nur gesagt, dass ich so schnell wie möglich operiert werden muss, weil sich mein Rücken immer mehr verschlimmert und kein Korsett mehr helfen würde.
Christina92 hat geschrieben:Und Zitat Sobernheim : "Wenn wir jetzt nicht operieren, dann haben sie in einem Jahr 60°..."
Hallo Tina,

ich kann mir gar nicht vorstellen, dass eine OP bei einer 18-jährigen so dringend sein soll, dass du nichtmals Zeit hast, dich gescheit zu informieren. Selbst wenn du nächstes Jahr 60° hättest, wäre das nicht so tragisch- ob du eine OP nun mit 50° oder 60° machen läßt, wird nicht den riesigen Unterschied machen. Ob du dich allerdings überrumpelt fühlst und zur OP gedrängt ins Krankenhaus gehst oder ob du gut informiert mit einem guten Gefühl an die Sache rangehst, macht (zumindest psychisch) durchaus einen großen Unterschied.

Ich würde den OP-Termin auf jeden Fall absagen und mich ausgiebig informieren, vorab bei einem Operateur vorstellig werden, mir die OP erläutern lassen etc. Klar fährt man nicht mal eben aus der Eifel nach HH, aber für solch einen Eingriff wäre das mir unbedingt im voraus eine Reise wert und mit Glück bist du in gut fünf Stunden da. Dann würde ich in aller Ruhe entscheiden und für genau diese Entscheidung wünsche ich dir alles Gute!!!

Ich verstehe diese Panikmache absolut nicht- so wie du es hier schilderst widerspricht das total dem, was sowohl Dr. Niemeyer und Dr. Steffan einstimmig beim Bad Sobernheimer Skoliose-Workshop als auch Dr. Weiß beim Gensinger Workshop im April gesagt haben :<

Herzliche Grüße und gute Nerven,
sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Beitrag von Dr. Steffan »

Info zur Skoliose Op.
Ich habe den Eindruck, dass es sehr viele Unsicherheiten in Hinblick auf die Skoliose Op gibt. Ich hoffe hiermit etwas zur Aufklärung beizutragen:

1. Zunächst zur Entscheidung wer, wann operiert werden sollte:
Diese Entscheidung zu treffen ist äußerst schwierig und beinhaltet so viele Dinge, die berücksichtigt werden müssen als dass man sie verallgemeinern könnte. Eine grobe Leitlinie sollte der Krümmungswinkel, die Krümmungszunahme also die Progredienz, die Rotation, die Flexibilität, die bisherige Therapie und die Reaktion der Skoliose darauf und nicht zuletzt das Alter des Patienten sein.
Grundsätzlich ist der ideale Zeitpunkt der Op entscheidend für das Ergebnis und die Risikominimierung.
2. Der ideale Zeitpunkt:
Zwischen 14. und 16.Lj. ist die Wirbelsäule noch flexibel genug ein optimales Op-Ergebnis zu erreichen und somit optimaler Op-Zeitpunkt.
Wenn allerdings vorher schon trotz guter Therapie, eine deutliche Verschlechterung eintritt, sollte auch schon vorher operiert werden.
Wenn es erst später zu einer Verschlechterung kommt, dann sollte zügig operiert werden um eine weitere Verschlechterung und Einsteifung der Skoliose zu verhindern.
Das oft gefürchtete, durch die Op verhinderte, Restwachstum der WS, kann vernachlässigt werden. Die 2-3cm Wachstumsverlust durch die Op werden durch den Längengewinn durch die Op (ca.10cm) locker ausgeglichen.
Optimal und daher von uns empfohlen ist die Op, direkt im Anschluss an einer Reha nach Schroth. Die Muskulatur und die Leistungsfähigkeit der Lunge sind optimal, zudem ist die Flexibilität der WS sehr gut.
3. Op von vorne, von hinten und wie viel wird versteift:
Diese Fragen kann nur der Operateur nach eingehender Untersuchung und ev. Anfertigung von Bendingaufnahmen und/oder MRT treffen.
4. Risiken:
Es bestehen die allgemeinen Risiken bei einer Op. Zudem das Risiko einer Schädigung von Nerven. Dies wird in den Spezialkliniken durch ein sog. Neuromonitoring minimiert. Beim Neuromonitoring wird die Leitfähigkeit der Nerven während der Op ständig überprüft. Ein Aufwecken des Patienten um zu sehen ob die Füße sich noch bewegen lassen ist nicht mehr nötig.
5. Ablauf der Op und Klinikaufenthalt:
Der Klinikaufenthalt beträgt in der Regel 12-14 Tage. Nach dem Aufenthalt sollte sich der Patient noch etwa 4-6 Wochen schonen und kann nach etwa einem halben bis dreiviertel Jahr wieder mit Sport beginnen. Nach Ablauf eines halben- bis eines Jahres sollte erneut eine Reha stattfinden um die Muskulatur zu stabilisieren.
Die postoperative Korsettversorgung ist normalerweise nicht nötig ebenso wenig die präoperative Halo-Extension (bis auf Ausnahmen).
6. Einschränkungen danach:
Um es kurz zu machen, eigentlich keine Wesentlichen.
Die Beweglichkeit ist in der Regel nur gering eingeschränkt, Ausnahmen sind langstreckige Versteifungen.
Sport kann auch ohne wesentliche Einschränkungen gemacht werden, auch Skifahren oder Reiten ist kein Problem. Fallschirmspringen würde ich vielleicht lassen.
7. Schwangerschaft und Geburt:
Auch hier kann ich mich kurz fassen. Schwangerschaft und Geburt sind kein Problem. Übrigens auch nicht bei nicht operierten Skoliosen.
Dr. K. Steffan
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Beitrag von minimine »

Hallo Herr Dr. Steffan,
2. Der ideale Zeitpunkt:
Zwischen 14. und 16.Lj. ist die Wirbelsäule noch flexibel genug ein optimales Op-Ergebnis zu erreichen und somit optimaler Op-Zeitpunkt.
Hier gehts doch aber um eine 18-jährige, der gesagt wurde, sie müsste ganz dringend operiert werden, weil sie sonst eine eingeschränkte Lebenserwartung hätte, keine Kinder bekommen könnte, immer KG machen müsste etc. Tut mir ja leid, aber das klingt für mich schon so, als wurde Tina da sehr überrumpelt und zur OP gedrängt! Zumal ihr offensichtlich auch keine Alternativen genannt wurden und sie auch alles andere als von der OP überzeugt zu sein scheint.

Mag ja auch sein, dass jetzt die Wirbelsäule noch flexibel genug ist, hinterher wird sie es wohl nicht mehr sein. ;) Und soviel Zeit, damit sich der Patient mehrere Meinungen einholen und dann in Ruhe entscheiden kann, wird ja wohl noch sein. ;) Warum ist es dann eigentlich so, dass in der Galerie vom SOPF auch Ältere sehr gute OP-Ergebnisse haben und die Versteifungsstrecken auch nicht unbedingt länger sind?

Es gibt doch auch Erwachsene, die ihre Flexibilität nicht verlieren, genauso wie Jugendliche, die schon relativ "steif" sind. Für mich klingt das schon irgendwie nach: 50° erreicht, besser jetzt operieren als später :arrow: Prima, lassen wir uns doch alle operieren, denn jetzt werden wir zwangsweise noch flexibler sein, als in 10 Jahren! Ist das die Lösung?!?
6. Einschränkungen danach:
Um es kurz zu machen, eigentlich keine Wesentlichen.
Fragt sich nur für wieviele Jahre?!?
Ich habe den Eindruck, dass es sehr viele Unsicherheiten in Hinblick auf die Skoliose Op gibt.
Dazu vielleicht kurz noch was: Ich als Patient weiß natürlich, dass man manche Dinge vielleicht oft auch einfach nicht so wahrhaben will, man wünscht sich einfach eine andere Lösung herbei und sieht deshalb nur die Nachteile der OP! ;) Auch sind wir hier im Forum nicht bei den Arztgesprächen dabei und wissen daher nicht, was wirklich besprochen wurde!
Dennoch würde ich persönlich mir schon wünschen, dass man nicht mit solch fadenscheinigen Gründen zu einer OP "überredet" wird. Auch mir wurde mehrmals zur OP geraten und auch mir wurde gesagt, es sei dringend und unbedingt innerhalb des nächsten Jahres noch durchzuführen, da ich sonst nicht mehr so flexibel sei. Schön, heute sind 3 Jahre seitdem vergangen, die Flexibilität ist immer noch die gleiche und die mir prophezeiten Schmerzen sind immer noch nicht da. Aber es sind drei Jahre vergangen, in denen meine Wirbelsäule metallfrei ist, in denen die Technik vielleicht noch ausgereifter wurde und in denen ich mir ausführlich Info´s hätte einholen können bzw. auch gemacht habe! Ich kann ja verstehen, dass es manchen Chirurgen in den Fingern juckt, wenn sie schöne 50°-Skoliosen sehen, aber von einer auf konservative Skoliose-Therapie ausgerichtete Klinik erwarte ich als Patient schon, dass auch alle möglichen konservativen Therapiemöglichkeiten genannt werden und mir als Patient die Wahl bleibt! :|

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Beitrag von Dr. Steffan »

Mich würde einmal interessieren, wer bei uns so etwas gesagt hat. Das ist sicher nicht unsere Zielsetzung und unser Vorgehen.
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Beitrag von minimine »

DrSteffan hat geschrieben:Mich würde einmal interessieren, wer bei uns so etwas gesagt hat. Das ist sicher nicht unsere Zielsetzung und unser Vorgehen.
Ja, mich auch! V.a. damit man einen weiten Bogen um denjenigen machen kann. :< Aber gut zu wissen, dass Sie es anscheinend nicht waren. ;)

Wird aber leider Tina nun auch nicht mehr helfen, der OP-Termin ist ja schon bald! Es sei denn sie nimmt sich unsere Ratschläge zu Herzen und sagt diesen erstmal ab, damit sie sich besser informieren kann!

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Beitrag von Detta »

Hallo Tina,

ich kann mir gut vorstellen, dass du große Angst vor der OP hast. Meine Tochter wird in 4 Wochen in Münster operiert. Unsere Gedanken kreisen auch nur noch um die OP.

Ich finde aber auch, dass du sehr schlecht über den OP-Verlauf aufgeklärt bist. Du schreibst immer nur von den Ärzten in Bad Sobernheim, aber was sagen denn die Ärzte in Hamburg. Die müßten dir doch sagen, welche Versteifungsstrecke gemacht werden soll und wie operiert werden soll.

LG Katrin
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Beitrag von Dr. Steffan »

Die Beiträge von Tine verwundern mich schon etwas. Im ersten Bericht schreibt sie, wir hätten die Op empfohlen und sie hätte von extern gehört, man könne keinen Sport mehr machen und keine Kinder bekommen, in einem Beitrag später waren es unsere Ärzte????

Fakt ist, dass mir Patienten mit Op-Indikationen vorgestellt werden und ich definitiv solche Aussagen nicht treffe.

Ich würde Tine bitten sich per PN bei mir zu melden, damit ich ihre Krankenunterlagen durchsehen kann um diese "Fehlinformationen" aus der Welt zu räumen.
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Beitrag von Lady S »

Im zweiten Beitrag von Tina ging es um die Aussagen aus Sobernheim zur Prognose ohne OP:
Christina92 hat geschrieben: also mir wurde nur gesagt, dass ich so schnell wie möglich operiert werden muss, weil sich mein Rücken immer mehr verschlimmert und kein Korsett mehr helfen würde.
Ich hätte keine zu hohe Lebenserwartung, könnte nie Kinder bekommen und mein Leben lang Schmerzen und müsste Krankengymnastik machen (was kein Problem für mich wäre). Doch auch die würde nur helfen, dass das Ganze Zenario sich verzögert und im Endeffekt sich mein Rücken doch noch verschlimmert.
Das wurde mir so in Band Sobernheim gesagt!
Völlig unmöglich finde ich aber vor allem das hier:
Christina92 hat geschrieben: Also anscheinend erfahre ich unmittelbar einen Tag vor der OP was da so auf mich zukommt.
Das kann nicht sein!

Tina, nimm unbedingt das Angebot von Dr. Steffan wahr und hole Dir möglichst zusätzlich noch eine weitere Meinung ein!

Lass Dich nicht operieren, bevor alle Deine Fragen geklärt sind und Du überzeugt bist, dass das der richtige Weg ist!
Und das geht nicht einen Tag vor einer geplanten OP, wenn schon alles vorbereitet ist!
Ärzte können eine OP empfehlen (auch dringend empfehlen), aber nicht "verordnen". Die Entscheidung liegt letzten Endes bei Dir; entscheiden kannst Du aber nur, wenn Du fundiert informiert bist.
Horrormärchen vom Hörensagen helfen da ebensowenig wie blindes Vertrauen in "die Ärzte".

Grüsse, Lady S
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