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BeitragVerfasst: Sa, 12.05.2018 - 21:31 
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Therapie: Normale KG, ambulante Reha klassische WS-Gym, Schroth, Kypho-Skoliose-Korsett von Rahmouni seit 1.12.2017
Guten Abend,

Ich habe eine kurze Frage zu Schuhen...welche tragt ihr so als korsettierte Mitstreiter, geht auch bei euch der Absatz? Mir wurde von Ärzten und Schroth-Therapeuten fest, Fussbett und Dämpfung gesagt. :eek: Dr Hoffmann sagte ab und zu gehen auch mal Ausnahmen die man sich erlauben kann...
Da ich flache Sohlen mag, eben nicht so gedänpftes... auch hohe Schuhe so sehr liebe und irgendwie mir die ganzen Aussagen nicht so gefallen frag ich mal in die Runde wer was so trägt und sich was erlaubt...für mich hörte sich das schon sehr nach perfekt bravem Schuhwerk an... :rolleyes:
Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: Sa, 12.05.2018 - 22:46 
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Hallo Blocks,
für mich kommen nur Schuhe ohne Schürsenkel in Frage. Schnürsenkel sind mir mit Korsett zu kompliziert.
Auf hohe Absätze stehe ich nicht so ;)

LG
Ungerader


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BeitragVerfasst: So, 13.05.2018 - 04:04 
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Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade
Hallo Blocks,
Blocks hat geschrieben:
Mir wurde von Ärzten und Schroth-Therapeuten fest, Fussbett und Dämpfung gesagt. :eek: Dr Hoffmann sagte ab und zu gehen auch mal Ausnahmen die man sich erlauben kann...

mit Korsett trug ich solche Schuhe wie von dir beschrieben, und seit der Versteifungs-OP genauso. Mit höheren Absätzen oder mit Schuhen, die kaum am Fuß halten (Flip-Flops, sehr zierliche Sandaletten) oder null Dämpfung haben (Ballerinas, Sandalen mit Holzsohle) gehe ich auch komisch - d.h., dann mag zwar der Schuh elegant aussehen, das Gangbild passt aber null zum Schuh und sieht schlechter aus als bei besserem Schuhwerk. Ganz abgesehen von Rückenschmerzen, die noch am Tag danach bemerkbar sind.
Ich zeige dazu gerne folgendes Bild:
http://www.valleverde.at/_img/pics/phil ... absatz.jpg
Beim Tragen von hohen Schuhen geht die Wirbelsäule in eine andere Stellung als beim Tragen von flachen, ferner muss das Becken bei diesen Schuhen gekippt werden und mehr schwingen (was der Grund ist, weshalb diese Schuhe beliebt sind: die veränderte Körperhaltung soll femininer wirken). Mit Korsett (oder auch einer operativen Versteifung) ist das jedoch nicht möglich.

Ggf. wäre es ein Kompromiss: Im Alltag Schuhe der empfehlenswerten Machart, und die hohen, zierlichen Schuhe fürs Ausgehen, Feste etc., wo du wahrscheinlich auch Kleidung tragen wirst, die du nicht mit Korsett anziehen willst? (Auch beim Korsett darf man mal eine Ausnahme machen.)

Viele Grüße
Raven

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BeitragVerfasst: Mo, 21.05.2018 - 22:34 
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Hallo,

Ja, die paar Ausnahmen darf man sich wohl genehmigen :)
Ich glaube ich brauche wirklich Zeit mich an diese Vorgaben brave Schuhe dauernd tragen zu müssen. das Annehmen dass man nicht noch weitere Stöße auf der Ws braucht macht’s mir nicht leicht. Ich fühl mich komischerweise gar nicht sooo Rückenkrank wie man es mir sagte... habe allerdings auch 25 Jahre keinen Ton von mir gegeben dass ich schief und krumm bin und schmerzen habe die offensichtlich nicht jeder hat ( was ich immer dachte, warum auch immer ) auch dachte ich immer am Strand baut sich jeder ne kuhle für den Rippenbuckel, wurde mir dann aber auch klar als man mir sagte ich sei ein Schmerzpatient und die wenigsten tun sowas...
vielleicht ist es deshalb so schwierig. Erst das Korsett was so auffällt, man sitzt ja nicht wirklich natürlich da und unter der Kleidung zeichnet es sich doch schon sehr ab... und dann gesunde Schuhe auf ewig plus dauernd dieses wirklich ( auch wenn ich merke es tut mir gut und ich weiß es hilft und stabilisiert ) langweiligste Schroth...das so konsequemt dirchzuhalten ist wirklich ne Leistung! Von allen die das jahrelang so einhalten und machen... ich muss mich einfinden, ich weiß ich werde ohne Korsett nicht mehr gesund und mit hält es hoffentlich auf und korrigiert vllt ein paar grad... aber diese Schuhe... vllt bin ich auch die einzige die da so mit hadert... kann sein...
liebe Grüße


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BeitragVerfasst: Di, 22.05.2018 - 06:54 
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Hallo Blocks,
Blocks hat geschrieben:
vielleicht ist es deshalb so schwierig. Erst das Korsett was so auffällt, man sitzt ja nicht wirklich natürlich da und unter der Kleidung zeichnet es sich doch schon sehr ab... und dann gesunde Schuhe auf ewig plus dauernd dieses wirklich ( auch wenn ich merke es tut mir gut und ich weiß es hilft und stabilisiert ) langweiligste Schroth...das so konsequemt dirchzuhalten ist wirklich ne Leistung!

ich finde das mit den Schuhen und mit ergonomischem Verhalten für mich z.B. keine Leistung - die Beschwerden, die mich plagen, halte ich mich nicht daran, "erziehen" gut! (Verhalte ich mich entsprechend, geht es mir klasse. Verhalte ich mich nicht so, bemerke ich die Beschwerden, bin eingeschränkter und falle zudem viel stärker als eingeschränkt auf. Gerade als aktiver Mensch - Vollzeit berufstätig mit häufig Überstunden, gehe viel wandern, gärtnere ein bisschen, reise viel privat und beruflich - "kann ich darauf verzichten", mir nur wegen falschen Schuhen, dem zwar vielleicht modischen, aber unbequemen Sitzmöbel, oder sich schämen im Flugzeug häufig aufzustehen, Rückenschmerzen einzuhandeln.)

Bzgl. Korsett und Kleidung: Mit der richtigen Kleidung kann man bei heutigen Korsetts schon viel kaschieren. Bestimmte Kleidungsstücke sind damit denkbar ungünstig bzw. unmöglich, das stimmt auf jeden Fall (z.B. Tops - zwar oft mit einer offenen Bluse drüber tragbar, aber das sommerliche Spaghettiträgertop mit nix darüber ist leider nicht korsettkompatibel). Frühere Korsetts bzw. heutzutage teils noch verfügbare, schlechte, waren übrigens viel voluminöser; damit war nur Kleidung tragbar, die total auffiel. (Dazu sage ich nur: Die Kleidergröße, die ich mit Korsett mit 12 Jahren hatte, erreichte ich als Erwachsene ohne Korsett nie mehr.... Das ist aber schon einige Jahrzehnte her.) Das, was man heutzutage über einem Korsett tragen kann, z.B. leicht taillierte T-Shirts und Blusen nur ein, zwei Nummern größer als die echte Kleidergröße, ging damals nicht.
Das evl. etwas als Trost ;)

Zu Schuhen: Es muss bei weitem nicht das Modell "grau-beige für Rentner" sein. Auch nicht die klobigen, orthopädischen. Würde ich auch nicht mögen, bzw. nur tragen wenn es gar nicht anders ginge, und es geht anders.
Ich - drei Jahre jünger als du - trage z.B. eher sportliche Schuhe (jedoch keine Turnschuhe). Im Alltag z.B. Trekkingsandalen, Wanderschuhe, flache Stoffschuhe, für den Winter (in Regionen mit wirklich Eis und Schnee) diese Dockers-Stiefel mit kräftigem Profil. Anstatt nach "eingeschränkt" wirkt das dann nach "aktiv, jung, sportlich".
Auch unter den feminineren, zierlicheren Schuhen gibt es solche, die keinen Absatz haben und gut Halt bieten. Für festliche Anlässe trage ich z.B. flache schicke Sandalen mit einer flexiblen Sohle (keine Holzsohle), die hinten zu sind. Schon z.B. sowas
http://www.mav-hohenfriedingen.de/image ... %20230.jpg
ist viel, viel besser, als wenn hohe Hacken drunter sind. Die gibt es auch mit Fußbett. Bei geschlossenen Schuhen ohne Fußbett kann man zudem einfach eine entsprechende Einlegesohle verwenden.
Zu dem genannten Aufwand mit dem Binden von Schuhen im Korsett: Als früher Korsettrräger und nun seit mehr als 20 Jahren mit langstreckiger Wirbelsäulenversteifung, die die Beweglichkeit in etwa so wie ein Korsett einschränkt, trage ich durchaus Schuhe zum Binden oder mit Schnalle. Klettverschluss, Reißverschluss oder gar zum Reinschlüpfen ist zwar einfacher, aber erstere sind schwer zu finden, und letztere halten oft nicht gut am Fuß bzw. man muss einiges an Kraft aufwenden, um sie anzuziehen. Was ich mache: Immer einen doppelten Knoten binden. Plötzlich offene Schnürsenkel zu haben, ist super mies, wenn man bewegungseingeschränkt ist - mit Doppelknoten sind sie mir noch nie versehentlich aufgegangen. Ich ziehe die Schuhe immer im Sitzen an, das hat mit Übung auch mit Korsett geklappt. Meist lässt sich das Hinsetzen ja realisieren. Wenn ich bei jemandem zu Besuch bin, der das Ausziehen der Schuhe im Flur verlangt, bitte ich entweder um einen Hocker, oder derjenige macht für mich eine Ausnahme und ich darf doch mit (gut abgestreiften) Schuhen rein. Bei mir zu Hause gibt es dafür einfach einen kleinen Hocker im Flur.

Viele Grüße
Raven

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BeitragVerfasst: Fr, 25.05.2018 - 23:01 
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Ja, sportlich... aber eben nicht immer. Das ist schonmal gut. also werd ich ab und zu mal Ausnahmen machen können. Obwohl es wirklich faszinierend ist wie mein schlechtes Gewissen anspringt, kaum denk ich drüber nach einfach heute mal ne Ausnahme zu machen. Naja, bin eh total beobachtet von meinem Umfeld dass sich recht besorgt zeigt, man muss da ja auch nicht mehr Sorgen bereiten als nötig. Alle meinen es mir gut, obwohl ich mich oft irgendwie so unfair behandelt fühle, kann das gar nicht beschreiben. Aber es ist vllt auch eine Sache des Annehmens dieses schiefen Daseins, hab mich immer vehement gewehrt dagegen...
Also lieben Dank für die Antworten, ich muss mir denke ich einige neue gesunde Schuhe für den Alltag kaufen und halt auch fast immer tragen. Wenn’s hilft ;)
Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: Sa, 26.05.2018 - 05:04 
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Hi Blocks,

die Sache mit den Sorgen und dem ungerecht bzw. übertrieben behandelt fühlen kenne ich.
Meist läuft das so ab (bei Leuten, die ich erst neu kennenlerne): Zunächst merken sie mir nichts an. Merken sie doch etwas oder muss ich die Versteifung (beim Korsetttragen war das ähnlich) erwähnen, was gerade in Gruppensituationen häufig passiert - nicht heben können, weil...., mich nicht auf den Boden runtersetzen, weil..., nicht auf den Autorücksitz nach hinten greifen können, weil... -, wird mir in seltenen Fällen nicht geglaubt bzw. ich für jemanden gehalten, der es übertreibt, in vielen Fällen kommt aber übertriebene Rücksichtnahme bzw. mir werden Sachen ausgeredet, die ich gerne mache, gut kann und die mir auch gut tun. Z.B. es wird auf mich eingeredet, dass ich doch mich zum Warten setzen solle (dabei stehe ich absichtlich, muss im Bus oder Flugzeug noch lange genug sitzen), oder dass ich doch statt der Wanderung auch etwas anderes machen könnte (dabei kann ich ganz normal wandern und habe mich genau darauf schon gefreut), oder dass ich doch wirklich nicht mit dem Hund rausgehen muss (ich kann und mag aber!) Ein langjähriger guter Freund hatte auch, als ich einen ziemlich stressigen, aber körperlich belastungsarmen Job (meinen Traumjob!) annahm, auf mich eingeredet, ob ich denn wirklich... und so, und es gäbe doch auch bestimmt was mit Teilzeit, und bei deinem Rücken... und so. (Ich sehe es natürlich ein, dass für manche Vollzeitarbeit zu belastend ist, aber wenn ich kann und mag?)
Tendenziell wird mein Befinden von anderen, sobald sie etwas merken, als schlechter als tatsächlich eingeschätzt, v.a. weil ich - was sinnvoll ist - seit Teenagerjahren sehr auf Ergonomie achte. Also entsprechende zuträglichere Bewegungsabläufe, wenn etwas nicht geht das konsequent ablehnen anstatt "jugendlicher Leichtsinn", vernünftige Schuhe (wobei das so gut wie nie jemandem auffällt, außer ich bin mit jemandem in einem Schuhgeschäft und sage, weshalb ich ein bestimmtes Modell nicht kaufen möchte), ein (durchaus auffällig) anderer Bürostuhl, vernünftige Matratze. Dabei geht es mir gut - bei vernünftigem Verhalten keine Schmerzen zu haben, keine Schmerzmittel zu besitzen, die Sachen die mir wichtig sind und Spaß machen mitmachen zu können, arbeiten zu gehen, mich um meinen Alltag (Haushalt etc.) selbstständig zu kümmern, definiere ich jedenfalls als "gut".

Was bei mir geholfen hat, wenn man sich etwas besser kennt: Versuchen, die Sache mit Skoliose, Korsett und ggf. Versteifung (die Bewegungseinschränkungen bei beidem letzteren sind ungefähr gleich) zu erklären, und ruhig auch mal überbetonen, wie gut es einem geht, wenn man sich daran hält. Ich sage dann z.B. nicht, dass ich mir den anderen Bürostuhl angeschafft habe, weil ich ansonsten von zu langem Sitzen heftige Rückenschmerzen habe, sondern eher betone, dass dieser andere Stuhl für mich viel bequemer ist und es doch ganz logisch ist, dass zu einer etwas anders geformten Wirbelsäule auch ein anders geformter Stuhl gut passt. Bzgl. Schuhen habe ich das anderen auch mal so erklärt, anhand des weiter vorne verlinkten Bildes: wenn hohe Schuhe die Wirbelsäule und das Becken kippen (was übrigens vielen nicht bewusst ist!), aber der eigene Körper das nicht mitmachen kann, werden die Schuhe natürlich unbequem - und als Nachsatz "aber mit anderen kann ich ganz normal laufen/ den ganzen Tag auf den Beinen sein/ gehe ich gerne tanzen" oder was auch immer.

Viele Grüße
Raven

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BeitragVerfasst: Sa, 26.05.2018 - 07:59 
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Guten Morgen :)

Blocks... wolltest Du nur mal grundsätzlich fragen, wie es die anderen machen, oder wolltest Du auch eventuelle Markevorschläge haben, wo man gute und trotzdem noch schöne Schuhe findet?
Dazu wäre es evtl. wichtig, wenn Du etwas Deinen Stil beschreibst ;)
Ich trage seit Jahren Einlagen, die nicht in jeden Schuh passen, und daher kommen für mich hohe Schuhe gar nicht mehr in Frage...
Aber ich bin eher der Typ Marke Waldbrandaustreter was Schuhe angeht ;D also derbe, etwas klobige Schuhe gerne, aber schon etwas ausgefallener. Das bedeutet, dass ich nicht mehr eben in jeden Schuhladen reingehen kann, doch auch viel Internetrecherche betreibe oder mit meiner besten Freundin einen Tag die Großstadt unsicher mache :D
Allerdings hatte ich zuletzt mein persönliches Armageddon, als ich nach Hausschuhen suchte, in die ich Einlagen packen kann... da stand ich in einem „orthopädischen Schuhladen“ und hätte heulend rauslaufen können... zum Glück waren es NUR Hausschuhe!
Klar ist aber... für gutes Schuhwerk muss man echt in die Tasche greifen. Daher eher weniger, dafür aber super, als ganz viel - verzeiht - Deichmannschrott!


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BeitragVerfasst: Sa, 26.05.2018 - 16:45 
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Diagnose: Skoliose: hochthorakal 15°, thorakolumbal 19°;
Hüftdysplasie bds.
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Hallo Blocks,

ich trage momentan zwar kein Korsett mehr, bin aber schon mein halbes Leben rücken-, bein- und fußgeplagt und kann daher auch nicht mehr jeden Schuh tragen. Vom Typ her mag ich's eher sportlich bis leicht glamrockmäßig. Ich habe hauptsächlich Sneaker oder modische Turnschuhe. Erstere gibt es auch mit Glitzer oder sonstigen Verzierungen, sodass sie durchaus auch elegant sein können ;) . Bequemes Fußbett und halbwegs gedämpfte Sohlen müssen auch bei mir sein, da ich sonst schnell Schmerzen bekomme. Momentan trage ich am liebsten diese Schuhe mit den grobprofiligen Sohlen, die beim Laufen flexibel nachgeben (Ich weiß nicht, ob man hier Marken nennen darf). Die sind super bequem und es läuft sich echt gut ohne dass die Füße schnell ermüden.

Pumps oder enge Schuhe mit harter Sohle gehen bei mir gar nicht. Hohe Schuhe gehen bei mir nur welche mit Keilabsatz. Die sind teilweise auch recht bequem und ich kann die durchaus mal längere Zeit schmerz- und ermüdungsfrei tragen, sind aber natürlich nichts für den Dauereinsatz. Aber so für zwischendurch geht das bei mir.

Man muss halt insgesamt genauer hinschauen, dass man einen guten Schuh findet, mit dem man gut läuft, der einigermaßen gut aussieht und preislich auch noch okay ist. Ich hab insgesamt auch eher nicht so viele Schuhe und ziehe auch irgendwie immer die gleichen an.

Grüßle,

Saphira

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Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.


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BeitragVerfasst: Sa, 26.05.2018 - 23:17 
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Oje, ich denke nun muss ich damit rausrücken dass ich wohl der schlechteste und unvernünftigste Rückenpatient bin den es gibt, glaub ich so langsam :rolleyes: es ist furchtbar, ich weiß nicht was mit mir ist... ich habe immer konsequent so getan als wäre alles io und vor fünf Monaten sagt Dr Hoffmann mir dass ich in der op Indikation bin und dringend mitmachen sollte...und ich trage dieses Korsett widerwillig, ja, es hilft gegen die Schmerzen, die waren nach zweitem rahmouni skoliose pelotten Einbau komplett weg, nach wenigen Tagen. Zieh ich es nachts aus weil ich so so so genervt vom Rückenliegen bin wach ich morgens nach schönem schlaf mit angetaubtem arm auf und ich weiß woher es kommt. Natürlich. und ich steigere nachts die Zeiten, aber irgendwie bin ich so müde und genervt von diesem wie ich dann finde total übertriebenem korsettgedöns dass ich es rausschmeisse. Mich zur Seite Rolle nach rechts, was ich überhaupt nicht tun sollte um dann in dieser Krümmung zu liegen. Zack, morgens doof und ich denke was ist mit mir...ich habe ewig versucht es zu verheimlichen, ich bin do überneweglich dass ich mich auf 11 grad begradigen kann, die kyphose auf 60 grad, hyperlordose auf 55... , Dr Hoffmann war beeindruckt, habe es immer gehalten seit ich 12 Jahre bin. Man sieht es so sehr an meinem Bauch vorne wie die Haut komplett anders zieht wenn ich es begradige...er dachte erst ich hätte eine Muskeldystophie, was wohl nicht ist... habe unten offensichtlich gute Arbeit geleistet bei dem Verdrehungen fand er... und zu den Schuhen. Ich war von 18 bis ich schwanger mit 29 wurde noch während der Abi Zeit und des Studiums in einem recht bekannten Schuhgeschäft tätig. Habe immer mit Wonne hohe Schuhe getragen und auch oft weinende skoliose Mädchen mit passenden Einlagen und ihren konsequenten Müttern bedient. Ich selbst auf 10 cm Schuhen, wenn nicht solche dann nie was gedämpftes, eher spitzes, wirklich nicht das was man annähernd gesund nennen würde. Hörte mich sagen die sind doch gar nicht so schlimm und sie taten mit so leid, einige haben bitterlich geweint wenn sie diese Schuhe dann nehmen mussten. Ich stand daneben und dachte immer, oh Gott, ich sage niemandem was. Man sah es mir nur an wenn ich entspannt war, lebte quasi unter Daueranspannung und bekam die Probleme mit den Jahren immer mehr, weil ewig halten tut auch weh. Ich war im Prinzip vom ausruhen und entspannen schmerzerfüllt vom schief gewesen sein und wenn ich mich begradigte davon. Herr rahmouni fragte mich beim gipstermin ob ich sicher bin dass ich ein Korsett brauche und ob da nicht ein wenig übertrieben wurde. Dann stellte ich mich hier wie ich war und er sagte ja, doch unbedingt... und dass das mekn großes Problem wird da wieder rauszukommen, es ist so beweglich... tja, die Schuhe. Meine große Liebe. Meine Freundin die mich im Prinzip nach meinem „ Outing“ zwang zum Hoffmann zu gehen und mitzumachen ist Ärztin, die zudem kyphosen und skoliosen versteht und sie versteht gar keinen Spaß was Ausnahme angeht wenn man nicht bestens mitmacht. Also Korsett tragen, schrothen und gym machen, passendes Schuhwerk tragen. Sie findet dieses ist das Fundament für eine eh schon schwer ( und sie sagt von mir einfach weil mir das jetzt nicht so gut in den Kram passte täglich so diszipliniert zu sein mit ner Sache die ich nicht mag ) angegriffene Wirbelsäule und ich trage ab jetzt passende Schuhe dazu. Und alle in meinem Umfeld haben sich sehr erschrocken als ich mal nach 20 Jahren mit der Wahrheit um die Ecke kam. Das war bei mir also komplett anders als bei vielen anderen, die seit Kindheit damit rummachen und alle Bescheid wissen. Und alle erkannten dass alle Probleme die ich so je hatte von der ws kamen. Heben der Tasse geht leider grad nicht so gut, muss erst den Arm schütteln... und sie erwarten, zu recht natürlich, würde ich ja auch, dass das jetzt gemacht wird. Und eben auch die Schuhe jetzt passend sind... weil ich würde es nicht so eng sehen. Ich bin unvernünftig, war ich schon immer... Dr Hoffmann sagte mein Leistungssport vom Badminton und Tanz hat mich gerettet vor schlimmeren Schäden. Sagte aber das muss jetzt gemacht werden... und ich finde mich grad ein und merke es tut mir sicherlich gut, besser als es je war eigentlich... nur diese Schuhe morgens schon... muss mich gewöhnen. Alles eine Frage der Gewöhnung denk ich. Ist ja mit dem Korsett auch so... dachte erst das schaffe ich nie länger als ein paar Stunden und jetzt trag ich es ca 20 ( bis auf diese bett raus Sache ) aber das wird vllt auch noch besser. Ich liebe einfach spitz, flache Sohle, eng... selbst bei Flachen Schuhen, zart und elegant eben. Das ist nicht sonderlich zuträglich, ich weiß. Und die Frage der schmerzen. Ja, ich hatte irre schmerzen aber ob ich flache, gesunde oder ungesunde trug machte da irgendwie damals gar keinen Unterschied mehr, es tat immer weh, war nie ohne Schmerz... jedenfalls gefühlt machte es keinen Unterschied... und was man will oder eben nicht will ist auch immer ein Riesen Thema. Aber, wird schon, ich habe schon ein paar für mich erträgliche gefunden und suche einfach weiter. Die 120 paar die ungesund sind werde ich vllt irgendwann verkaufen, es sind so viele neue dabei und wirklich schöne. Ich schaffe es aber noch nicht ;)


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BeitragVerfasst: So, 27.05.2018 - 07:57 
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also zuerst einmal... zu Schuhen muss man DIR offensichtlich nix erzählen ;D

Und dann...

Danke für Deine offenen und ehrlichen Worte :trost:
ach, ich verstehe Dich so gut :/ diese ganzen inneren Kämpfe ... Verstand gegen Gefühl und Selbstbild.
Ich denke, es ist ein Prozess und Du steckst mittendrin und beim Lesen habe ich das ganz starke Gefühl bekommen, dass Du siegreich und pro Rücken herausgehen wirst.
Vor ein paar Jahren hat mir mal eine sehr nette und kompetente Psychologin gesagt, dass wir mit Ende 30 Anfang Vierzig ( also unsere Lebensphase) das erste Mal richtig bilanzieren und uns fürs weitere Leben aufstellen. Das passiert einfach. Manch einer nennt es wohl auch Midlife Crisis... ich mag den Begriff aber nicht, Krise ist mir zu negativ.
Wie dem auch sei... Du hast etwas enorm wichtiges angestoßen. Wichtig für Dein weiteres Leben.
Und Verhaltensänderungen brauchen zwei Jahre, bevor sie derart in uns verankert sind, dass Sie selbstverständlich sind.
CHAKKA! Du schaffst das :top:
Liebe Grüße :)


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BeitragVerfasst: So, 27.05.2018 - 11:11 
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Das ist wirklich wahr. Allerdings bin ich völlig zufrieden ansonsten, habe also eine rückenkrise, korsettkrise :juggle:
Man kann zusammenfassen, auch ignorieren hat so seine Nachteile, irgendwann kann man so ne Erkrankung beim besten Willen nicht mehr verleugnen und sie holt sich Ihre Aufmerksamkeit dann einfach :) und das ist jetzt so und ne Wahl hab ich nicht und keiner hier in diesem Forum. Jeder hat liebe Menschen die sich sorgen, ich will da auch nicht mehr Stress bereiten bei Eltern ( die sich total Vorwürfe machen dass sie es nie gesehen haben, sie den Kinderärzten vertraut haben usw...) und mein Mann und Freunde... die so eng sind dass alle fragen aufpassen und nur mekn bestes wollen. Da macht man einfach mit. Und ich auch natürlich für mich... muss gell. Also Lächeln, Korsett, schroth, täglich und mal für sich wütig sein... so mach ich es grad...
Liebe Grüße und danke ;D


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BeitragVerfasst: So, 27.05.2018 - 11:22 
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Im Übrigen wurden mir vital Hausschuhe verpasst von meinen ärztefreunden, die gehen auch mit Einlagen. Falls ich das hier preisgeben darf. Zuhause ist es ja noch irgendwie aushaltbar und sie sind wirklich bequem. Aber auch teuer...


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