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BeitragVerfasst: Mi, 12.04.2017 - 12:35 
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Hallo cbeam,

Zitat:
Ich habe in der Zwischenzeit wieder mit Fitnesstraining begonnen. Meine Muckis, vor allem im Brust und Schulterbereich, erinnern sich recht schnell wieder an ihre alte Form.

Ich hoffe nicht, dass die Muckis ihre alte Form mit "Kyphose 52, Skoliose LWS 40, BWS 32 Grad" einnehmen. ;)
Zitat:
Wieviel Reserve hat man in so einem Korsett, um einem weiteren Muskelaufbau abzufangen?

In erster Linie wird es erst einmal um Muskelumbau gehen müssen. Da es sich eher wie ein klassisches Bodybuilding anhört, bin ich mir nicht sicher, ob Deine Kyphoskoliose damit vereinbar ist. Zumindest würde ich die Wirkung des Korsetts abwarten und eigentlich auch die angestrebte Schroth REHA.

Gruß
Klaus


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BeitragVerfasst: Sa, 17.06.2017 - 08:30 
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Danke für die Hinweise. Nein, ich achte schon darauf, dass ich "gegen" meine Verformungen arbeite. Es tut mir gut, wieder aktiver zu sein und nebenbei auch wieder eine bessere Optik zu erzielen.

Ich schreibe diese Zeilen in meinem Korsett, das ich gestern aus Stuttgart geholt habe.

Gestern habe ich mir eine eine Tragezeit von 20 Minuten erkämpft. Ziel ist heute dreimal 20/30 Minuten über den Tag verteilt.

Es trägt sich durchaus angenehmen, die Körperhaltung ist subjektiv super. Der Druck gegen die starke Rotation und den lumbalen Bogen ist jedoch höllisch :bgdev: . Die Aufrichtung der Kyphose hingegen sehr erträglich. Je nach Ergebnis Röntgenkontrolle könnte ich hier noch mehr Druck vertragen.

Ich versuche nun sukzessive die Tragezeit zu steigern. Nächster Schritt ist es das Korsett auch Nachts zu tragen. Danach steht ein Gespräch mit meinem AG an: Ziel ist ab Mittag im Homeoffice zu arbeiten, was mich perspektivisch dem Ziel Tragezeit 18 Stunden nahe bringen würde. Aber eins nach dem anderen.

Ich ziehe das jetzt eisern zwei Jahre durch und schaue dann was dabei herauskommt. Die Schmerzen ohne Korsett waren nicht mehr erträglich.

So, nun sind schon fast 40 Minuten rum, das Ding muss wieder runter.


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BeitragVerfasst: Sa, 17.06.2017 - 21:36 
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Diagnose: Scheuermann, Kyphose 52, Skoliose LWS 40, BWS 32 Grad
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Habe gerade meine letzte "Sitzung" für heute hinter mich gebracht. Zusammengenommen insgesamt 1 Stunde und 40 Minuten Tragezeit. Ich hätte es mir leichter vorgestellt :(

Was längeres Tragen verhindert habe ich nun lokalisiert: durch den starken Druck auf den lumbalen Bogen und den dortigen Lendenwulst macht sich der Ischias stark bemerkbar. Die Pelotte drückt nicht direkt drauf, die sitzt höher. Dieser Druck ist auch unangenehm, aber auszuhalten. Der Ischias hat ähnlich, wenn auch schwächer, reagiert wenn ich mir früher im Liegen oder beim Autofahren für längere Zeit ein Kissen unter/hinter meinen Lendenwulst gelegt habe.

Kennt das Verhalten einer von euch? Wird sich das geben? Mit diesen Ischias-Schmerzen werde ich nicht auf nennenswerte Tragezeiten kommen. Sonst trägt sich das Korsett , immer unter Berücksichtigung der bislang kurzen Tragezeiten, gut.


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BeitragVerfasst: Sa, 24.06.2017 - 12:02 
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Diagnose: Scheuermann, Kyphose 52, Skoliose LWS 40, BWS 32 Grad
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Kurzer Statusbericht zu meiner ersten Korsettwoche:

Habe mich mit dem Korsett durch die Woche gekämpft und meine Tragezeiten peu a peu ausgebaut: Gestern in zwei Sitzungen gesamt 160 Minuten (40 und 120). Ziel für heute 2 x 120 Minuten. Zwei Stunden davon hab ich gerade hinter mich gebracht. Der Ischias, der mich zu Beginn nach wenigen Minuten massiv geplagt hat wimmert immer später und immer schwächer. Dennoch gehe ich mit den Steigerungen behutsam vor, weil ich eine dauerhaft Reizung des Ischias zwingend vermeiden möchte. Dann wäre eine wohl eine längere Unterbrechung der Tragezeiten nötig. Auch meiner Haut möchte ich genug Zeit zur Anpassung geben.

Ich habe den Schwung gleich genutzt um mit meinem Geschäftsführer zu sprechen, inwieweit künftige langfristige Tragezeiten in meine Arbeit integriert werden können. Meinem Vorschlag, zwei Jahre Vormittag Anwesenheit, Nachmittag Homeoffice, kann er mitgehen. Ich muss nun als Führungskraft natürlich nun noch ein paar organisatorische Regelungen treffen, damit mein Bereich weiter funktionieren kann.

Das Korsett habe ich anlässlich eines Orthopädentermines (Sprungelenkssache) auch gleich mal in freier Wildbahn ausprobiert. Weites Poloshirt drüber und fertig. Autofahrt dahin war gewöhnungsbedürftig, aber künftig machbar. Bin aber mit meinem T5 gefahren. Wie ich z. B. in einen Golf einsteigen soll, bleibt mir noch ein Rätsel.

Mit der Ausweitung der Tragezeiten kommen jetzt auch die Herausforderungen wie man im Alltag zu Hause mit dem Korsett zurecht kommt. Im Moment überbrücke ich die noch kurzen Tragezeiten im Stehen am Rechner und erledige in langsamen Tempo und bewussten Bewegungen leichtere Hausarbeit. Auf dem Sofa habe ich noch keine aushaltbare Position gefunden. Ich liebäugele mit einem Kniestuhl. Hat damit jemand Erfahrungen?

Schon jetzt zeigt sich das dass Korsett an manchen Stellen nachgearbeitet werden sollte. Z. B. kann vorne unten noch was weg und auch unter dem Achseln zwickt es noch.

Als Korsetthemden trage ich übrigens Sprtkompressionsshirts aus Climalite. Tragen sich subjektiv angenehmer als das Korsetthemd von Rahmouni. Gerade jetzt bei den hohen Temperaturen schwitze ich deutlich weniger damit. Die Sporthemden haben zwar an den Rumpfseiten Nähte. Diese sind aber sehr flach, sodass ich davon bislang keine Hautreizung habe. Mit Ausweitung der Tragezeiten beobachte ich das aber sehr genau.

Drüber habe ich meisten Fuballtrikots oder Polos. Eine Größe größer als ohne Korsett (L->XL).

Soweit so gut. Ich stehe zwar noch ganz am Anfang, bin jetzt jedoch schon der Meinung, dass es der richtige Schritt war und ärgere mich ein wenig, dass ich mich nicht schon früher einem Korsett gestellt habe. Andererseits waren meine Gradzahlen damals noch in einem Bereich, bei dem sowohl Dr. Hoffmann, als auch der Arzt in der Schroth-Reha ein Korsett nicht als notwendig erachtet haben.

So long.


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BeitragVerfasst: Sa, 24.06.2017 - 17:16 
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Alter: 33
Geschlecht: weiblich
Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Therapie: OP: 1997 mit 13 Jahren Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade
Hallo cbeam,
cbeam hat geschrieben:
Auf dem Sofa habe ich noch keine aushaltbare Position gefunden. Ich liebäugele mit einem Kniestuhl. Hat damit jemand Erfahrungen?

ich trage aktuell zwar kein Korsett mehr, habe aber so meine Erfahrungen mit Korsett und Sofa (sitzt und liegt sich fies, Sofa mit Korsett nicht mehr benutzt) sowie mit operativer Versteifung und Kniestuhl (superbequem, mein Lieblingsstuhl).
Am Kniestuhl finde ich klasse, dass man automatisch einen sehr großen Winkel zwischen Rumpf und Oberschenkeln hat, viel größer als bei einem Keilkissen. Es ermöglicht es ferner, sich auch mal aus der Hüfte nach vorne zu beugen - wenn z.B. etwas Kleines am Tisch zu bearbeiten ist, das man leider nicht erhöhen kann - und immer noch einen Winkel um die 90 Grad beizubehalten.
Kleiner Nachteil am Kniestuhl kann sein, wobei der mich mit der langstreckigen Versteifung wie auch dich mit dem Korsett eher nicht betrifft: Durch die fehlende Rückenlehne muss man sich die ganze Zeit aktiv aufrecht halten - jedenfalls, wenn man weder langstreckig versteift ist noch ein Korsett trägt.
Die veränderte Haltung kann anfangs zu Verspannungen in den Beinen führen, was sich bei mir rasch (Tage, Wochen) gegeben hat. Ich kann ihn mittlerweile als überwiegende Sitzgelegenheit nutzen.

Zum Kauf eines Kniestuhls: Viele Modelle sind sehr teuer. Ich habe ein Modell von amazon, mittlerweile rund vier Jahre in Gebrauch. Es kostet nur ca. 20 - 30 Euro (Link könnte ich dir bei Bedarf raussuchen) und hat Bürostuhlrollen.

Viele Grüße
Raven

_________________
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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