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 Betreff des Beitrags: Hyperkyphose BWS_Korsetttherapie
BeitragVerfasst: Do, 14.07.2016 - 12:49 
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Diagnose: Hyperkyphose BWS 67%
Skoliose
2-facher Bandscheibenvorfall L4/L5 + L5/S1
Therapie: Physiotherapie
Hallo zusammen,

ich bin 30 Jahre alt und hatte im Januar 2016 einen 2-fachen Bandscheibenvorfall im LWS-Bereich (L4/L5 und L5/S1).

Da ich im Juni immernoch Schmerzen hatte, allerdings im BWS-Bereich habe ich eine Termin bei Herr. Dr. Hoffmann ausgemacht.
Diagnose: Hyperkyphose BWS mit 67%

Herr Dr. Hoffmann hat mir ein Rahmouni-Korsett empfohlen. Mit diesem Korsett könnte man eine Verschlechterung der Hyperkyphose aufhalten bzw. zurückbilden.

Ich bin mir sehr unsicher ob ich diese Korsett-Therapie machen soll.
- Ist es bei Erwachsenen überhaupt möglich die Biegung der Wirbelsäule dauerhaft zu verändern?
Ich habe die Befürchtung dass ich dieses Korsett trage, die Hyperkyphose dann zurück bildet und sobald ich das Korsett wieder ablege die Hyperkyphose wieder kommt.

- Durch das Tragen eines Korsetts entwickeln sich doch bestimmt die Rückenmuskulatur/Baumuskulatur zurück oder?
Das kann doch auf Dauer nicht gut sein...???

Hat hier jemand Erfahrung mit dem Tragen eines Korsetts? Mich würde interessieren wie sich die Hyperkyphose entwickelt hat während der Therapie und danach.
Wie sehr ist man durch das Tragen eines Korsetts im Alltag eingeschränkt?

Wer hat Erfahrung mit Hyperkyphose und hat sich gegen ein Korsett entschieden? Welche anderen Therapiemöglichkeiten gibt es?

Würde mich freuen wenn ihr mir eure Erfahrugnen mitteilt. Vielen Dank.

Beste Grüße
Isabelle


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperkyphose BWS_Korsetttherapie
BeitragVerfasst: Do, 14.07.2016 - 13:42 
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Diagnose: Post-Scheuermann-Syndrome, Hyperkypose-/ Hyperlordose,
Cobb zahl noch unbekannt.
Therapie: Spiraldynamik, Faszienarbeit und KG an Geräten
Hallo Isabelle,

mit dem Besuch bei Herrn Dr. Hoffmann hast du dich ja gleich zur richtigen Adresse begeben.

Ich versuch es mal kurz und knapp zu erläutern.

Ein Korsett bietet dir definitiv die Möglichkeit eine Korrektur der Hyperkyphose zu erzielen. Ob und wie groß, das hängt von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab, z.B. Tragezeit, Flexibilität deiner WS oder ob Wirbel sich durch Spangenbildung fixiert haben. In diesem Bereich der WS ist dann keine Korrektur mehr möglich, aber Herr Hoffmann hat sich ja bestimmt dein Röntgenbild angeschaut und hätte dazu wohl auch schon ein Wort verloren.

In den meisten Fällen, dass kannst du auch hier im Forum nachlesen, erzielen hier viele eine Korrektur durch das tragen eines Korsetts.

Grundsätzlich ist zu sagen das man mit einer Korsetttherapie bei Erwachsenen in erster Linie die Schmerzbekämpfung anstrebt.

Das Hauptproblem ist die Fehlhaltung bzw Fehlstellung der WS, in deinem Fall der BWS, welche zu einer übermäßigen Belastung der darüberlegenden Segmente der HWS und der darunter liegenden Segmente der LWS führt.

Ein Rahmouni Korsett was Dr. Hoffmann empfiehlt kann dir die Möglichkeit bieten verkürzte Strukturen aufzubiegen.

Dieses Ergebnis zu halten ist die Kunst und gelingt nur durch aktive Muskelpflege. Gängigste Methode ist hierbei Schroth Pyhsio, gibt aber auch Alternativen wie Spiraldynamik.

Wichtig ist eine aktive Muskelpflege und das ein leben lang, wenn du eine Korrektur erreichen möchtest bzw halten.

Korsetttherapie ist immer eine ganz individuelle Sache. Nicht jeder Orthopäde empfiehlt direkt ein Korsett. Ich bin da z.B. ein bsp. dafür.

Dr. Hoffmann ist da schon etwas schneller was das angeht, so habe ich zumindest oft den Eindruck.

Man kann auch erst einmal durch eine Reha schauen´, wo du z.B. Schroth lernst, in weit du damit kommst in Kombination mit anderer Physio...

Eins sollte natürlich klar sein. Ein Korsett mal kurzzeitig tragen und nicht tragen ist keine gute Idee. Da durch die Mobilisation der WS bzw auf Dehnung eine Stabilisation enorm wichtig ist.

Das bedarf alles Zeit und am Ende hängt das natürlich an deinem Willen, deinem Einsatz ab was möglich ist.

Ich hoffe ich hab soweit alles grundlegend ganz gut erklärt, aber hat dich Dr. Hoffman nicht ausführlich aufgeklärt?

Du siehst ein umfangreiches Thema.

Grüße Phill


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperkyphose BWS_Korsetttherapie
BeitragVerfasst: Fr, 15.07.2016 - 12:52 
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Diagnose: Hyperkyphose BWS 67%
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Therapie: Physiotherapie
Hallo Phill,

vielen Dank für deine Antwort. Du konntest mir schon etwas helfen.

Leider hat Herr Hoffmann mir nicht wirklich viel über die Korsett-Therapie erklärt. Alternativen hat er mir keine gesagt. Bei meinem Termin wurde die Hyperkyphose 67% diagnostiert und Herr Hoffmann kam dann gleich auf das Thema Rahmouni Korsett. Mir wurden Bilder gezeigt von anderen Erwachsenen die diese Therapie mit Erfolg machen und dann wurd ich am gleichen Tag noch zu Herr Rahmouni geschickt. Dort wurden meine Daten gleich erfasst und an meine Krankenkasse wurde ein Kostenvoranschlag für ein Korsett geschickt. Ich fühle mich total überrumpelt...

Ich habe dann mit meinem Physiotherapeuten und meinem Orthopäden hier vor Ort gesprochen. Beide sind von diesem Korsett nicht überzeugt.
Aktuell leide ich nicht unter starken Schmerzen (ich nehme auch keine Schmerzmittel) und daher sehe ich dieses Korsett nicht als die optimale Lösung für mich.
Da ich ein sehr ehrgeiziger und sportlicher Mensch bin werde ich versuchen diese Kyphose mit "Muskelpflege" in den Griff zu bekommen.

Hast du Erfahrung damit dass man durch ständiges Muskeltraining/Pflege eine Verschlechterung abwehren bzw. eine Verbesserung der Hyperkyphose erzeugen kann?

Von dieser Schroth-Therapie habe ich schon mal gehört. Darüber werde ich mich mal genauer informieren und versuchen meine nächste Reha in einer dafür spezialisierten Klinik zu machen.
Die Spiraldymanik sagt mit nichts...hier werde ich mal im Internet recherchieren und mich informieren wo ich das machen kann.

Beste Grüße Carina


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperkyphose BWS_Korsetttherapie
BeitragVerfasst: Fr, 15.07.2016 - 13:14 
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Hi,

grundsätzlich ist zu sagen, mit den meisten Wald- und Wiesenthrapeuten brauchst du garnicht anfangen.

Oft haben diese Steinzeitaltliche Ansichten, die wissen nicht das ein gutes Korsett auch bei Erwachsenen hilft und keineswegs die Muskeln abbaut.

Totaler Blödsinn, im Gegenteil, Korsetts wie das von Cctec aktivieren dich zur Selbstkorrektur und bauen somit Tiefenmuskulatur auf.

Ich denke schon das du eine Verschlechterung aufhalten kannst durch physio und vll auch ein stückweit Korrektur.

Man muss unterscheiden zwichen Fehlhaltung aus der man aus eigener Kraft heraus kommt und Fehlstellung die dann nicht so einfach korrigierbar ist, wo es dann auch hilfteich sein kann ein Korsett zu tragen.

Bei Erwachsenen wird das Korsett meist zur Schmerzminderung eingesetzt. Oft ist auch noch eine Korrektur möglich, das hängt von vielen Faktoren ab.

Ich z.B. möchte es gern mit einem Korsett versuchen, habe bisher nicht dir Möglichkeit bekommen. Man sieht doch sehr das ich im Vergleich zum Anfang vie viel besser im Lot stehe.

Ich habe aber nach wie vor Schmerzen und spüre wie ich aufrichtungstechnisch an meine Grenzen komme.

Ich habe mir ein anderes Ziel gesetzt, aber das ist wohl der Punkt den man ganz individuell für sich entscheiden muss.

Grüße Phill


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperkyphose BWS_Korsetttherapie
BeitragVerfasst: Fr, 15.07.2016 - 16:04 
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Diagnose: Z.n. Morbus Scheuermann,
Hyperkyphose 61°,
Lendenstrecksteife,
Verkürzung Rückenmuskulatur
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1. Rahmouni-Korsett seit 01/2016
2. Rahmouni-Korsett seit 07/2016
Reha in BaSa 04/2016
Hallo Carina,
Zitat:
Hast du Erfahrung damit dass man durch ständiges Muskeltraining/Pflege eine Verschlechterung abwehren bzw. eine Verbesserung der Hyperkyphose erzeugen kann?

Von dieser Schroth-Therapie habe ich schon mal gehört. Darüber werde ich mich mal genauer informieren und versuchen meine nächste Reha in einer dafür spezialisierten Klinik zu machen.

Die Schroth-Therapie bzw. die Schroth-Reha hat bei mir sehr viel bewirkt wie z.B. Muskelaufbau an den richtigen Stellen, Reduzierung des Kyphosewinkels und Verbesserung der Körperhaltung und -größe (so viel, dass ich ein neues Korsett gebraucht habe ;D). Zum Erhalt des Ergebnisses musst Du ständig einen Teil der erlernten Übungen auch daheim weiter durchführen.

Ich gehe mal davon aus, dass Du unter "ständiges Muskeltraining/Pflege" eher den Besuch eines Fitness-Studios meinst. Hier kannst Du meist mehr kaputt machen, als das es Dir hilft. Nur wenn Du weißt in welcher Körperhaltung Du welche Übungen durchführen darfst, können diese Dir helfen. Aber auch das lernst Du in der richtigen Reha.

Hier findest Du den Beitrag zu meiner Korsetttherapie, der ich ohne Zögern zugestimmt habe, weil ich nach über 10 Monaten Schmerzen und viel Lesen hier im Forum dieses als zumindest gangbare Lösung gesehen habe (und zwischenzeitlich überhaupt nicht bereut habe ;D )

Grüße
Max

_________________
Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen. Meister Eckhart


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 Betreff des Beitrags: Re: Hyperkyphose BWS_Korsetttherapie
BeitragVerfasst: Mi, 20.07.2016 - 06:01 
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Therapie: Physiotherapie
Hallo Phil, hallo Max,

Vielen Dank für eure Antworten.

Ich habe mich nun entschieden erstmal keine Korsetttherapie zu machen. Meiner Schmerzen werden immer geringer. Ich bin guten Hoffnung es ohne Korsett zu schaffen.

Ich denke wenn man andauernd Schmerzen hat wie ihr zwei, Phil und Max, dann ist ein Korsett bestimmt hilfreich. Dass spiegelt deine Erfahrung ja auch Max. Das Korsett konnte dir ja schließlich helfen.

Ich werde weiterhin meine Übungen machen und versuchen eine Schroth-Reha zu bekommen.

Grüße Carina


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