22 Jahre, Vorstellung, Therapie und Fragen zugleich
Verfasst: Fr, 02.09.2011 - 09:04
Hallo zusammen
Ich lese nun schon seit vielen Jahren hin und wieder hier im Forum mit, hatte auch schon mal einen Account, hatte allerdings meine Zugangsdaten vergessen, so dass ich mich jetzt nochmal neu angemeldet habe.
Wahrscheinlich ist es am praktischsten, wenn ich erstmal meine Diagnose und bisherige Therapie aufliste, bevor ich zu meinen Fragen komme.
Bisherige Therapie
Meine Skoliose fiel mir selber auf als ich 12 war, ich stand vor dem Spiegel und bemerkte, dass eine Taille schlicht nicht vorhanden ist. Bin dann zum Arzt und bekam die Diagnose: Skoliose. Ich muss sagen, dass mich das nicht gerade überrascht hat, da mein Vater eine richtig starke Skoliose hat, es in der Familie totgeschwiegen und tabuisiert wurde und man sagen kann, dass ein enormes Trauma darauf gelastet hat. Ich bin dann mit meiner Mutter nochmal zum selben Orthopäden zum Beratungsgespräch, es war einfach schrecklich: Ich habe nur geweint, wurde vom Arzt absolut unsensibel behandelt und war am Ende fix und fertig. Danach gings dann nach Ingolstadt zu einem Orthopäden. Es hieß dann, dass ich, wenns schlimmer wird, also ab 20° ein Korsett bräuchte (hatte damals 16 ° thorakolumbal). Für mich war ein Korsett der absolute Albtraum, gerade mit 12 wollte ich naja cool und hübsch sein. So kams dann, dass ich nach diesem Orthopädenbesuch ein Jahr lang alles wie durch einen Schleier wahrgenommen habe, bzw. irgendwie total unwirklich.
Ich habe dann normale Physiotherapie gemacht und auch meine Übungen brav daheim wiederholt, hat natürlich null gebracht.
Nach meinem bisherigen Orthopädentrauma (hört sich vielleicht im Nachhinein übertrieben an, aber für mich ist da eine kleine Welt zusammen gebrochen) bin ich fortan zu einer Heilpraktikerin gegangen und habe mich alle 6 Wochen "einrichten" lassen, manchmal auch öfter, nebenher habe ich Yoga gemacht. Meine Heilpraktikerin hat mir immer gesagt, wie gerade ich doch geworden sei und wie toll sie das finde, dass ich nebenher meine Übungen mache usw. Mit 18 wollte ich das dann mal überprüfen lassen und mit zum Orthopäden, der mich Röntgen lassen hat. Tja, welche Überraschung, es waren jetzt ca. 40° im Hauptbogen. Ich hatte so eine Wut in mir, weil ich der Heilpraktikerin über Jahre vertraut hatte, sie hätte es mir infach nur sagen müssen und zwar früher, dass es nicht besser wird. Ich konnte es selber damals nicht beurteilen, habe minen Rücken kaum angeschaut und hatte ja das Gefühl, jetzt zwei Taillen zu haben und doch recht gerade zu sein (bin 4-bogig man siehts also weniger).
Ich muss dazu noch sagen, dass ich nie mit jemandem über meine Skoliose geredet habe, ich habe mich einfach total geschämt, daheim wurde es auch tabuisiert (auch von mir), ich stand also ziemlich alleine da.
Nun ja, ums zu verkürzen: Ich habe dann mit Schrothen angefangen, war fünf Wochen in Bad Salzungen, hab aber danach wieder aufgehört zu schrothen (mich hat das ganze Rückengerede usw total runtergezogen, ich wollt einfach nichts mehr davon wissen).
Mittlerweile mache ich ziemlich viel Sport: Yoga, laufen, ab und zu schwimmen, Rad fahren, fang bald mitm Klettern an und schrothe jetzt auch wieder, eine Kur versuche ich auch wieder bewilligen zu lassen.
aktuelles Röntgenbild (2.11) oberer Bogen 45°, unterer Bogen 41°
Meine jetzigen Fragen
Am Ende des Monats habe ich meinen ersten Termin bei Dr. Hoffmann, also eine gute Gelegenheit, um mal meine Fragen abzuklären, ich würde aber auch gerne eure Meinungen und euren Rat hören.
Und zwar überlege ich seit längerem, es doch mal mit einem Korsett zu versuchen, klar wurde mir in Salzungen davon abgeraten, aber ich würde gerne nichts unversucht lassen, um die Progredienz zu stoppen. Würde sich noch was verbessern, wärs umso erfreulicher
Die Rahmouni- Korsette erscheinen mir allerdings recht sperrig, cctec sieht da schon kleiner und beweglicher aus, würde allerdings auch Rahmouni tragen, wenns erfolgversprechender ist.
Ich muss dazu noch sagen, dass ich meistens schmerzfrei bin, eher hab ich mal Verspannungen.
Was für mich auch wichtig ist, dass ich ein Grundmaß an Beweglichkeit beibehalte. Ich studiere Malerei in Wien, sollte mich also zumindest übers Papier bzw. die Leinwand beugen können. Und ja, fahrtmäßig wäre Leonberg schon weiter, vor allem wohnen meine Eltern in der Nähe, die Entfernung wäre aber kein ausschlaggebendes Kriterium in der Frage Rahmouni oder cctec.
Vielen Dank schonmal für eure Erfahrungen und Ratschläge
Seanakady
mh, ich schaff's irgendwie nicht, das Foto einzubinden, weiß jemand, wie das geht? Dankeschön...
//edit by sloopy: Bilder hinzugefügt
Ich lese nun schon seit vielen Jahren hin und wieder hier im Forum mit, hatte auch schon mal einen Account, hatte allerdings meine Zugangsdaten vergessen, so dass ich mich jetzt nochmal neu angemeldet habe.
Wahrscheinlich ist es am praktischsten, wenn ich erstmal meine Diagnose und bisherige Therapie aufliste, bevor ich zu meinen Fragen komme.
Bisherige Therapie
Meine Skoliose fiel mir selber auf als ich 12 war, ich stand vor dem Spiegel und bemerkte, dass eine Taille schlicht nicht vorhanden ist. Bin dann zum Arzt und bekam die Diagnose: Skoliose. Ich muss sagen, dass mich das nicht gerade überrascht hat, da mein Vater eine richtig starke Skoliose hat, es in der Familie totgeschwiegen und tabuisiert wurde und man sagen kann, dass ein enormes Trauma darauf gelastet hat. Ich bin dann mit meiner Mutter nochmal zum selben Orthopäden zum Beratungsgespräch, es war einfach schrecklich: Ich habe nur geweint, wurde vom Arzt absolut unsensibel behandelt und war am Ende fix und fertig. Danach gings dann nach Ingolstadt zu einem Orthopäden. Es hieß dann, dass ich, wenns schlimmer wird, also ab 20° ein Korsett bräuchte (hatte damals 16 ° thorakolumbal). Für mich war ein Korsett der absolute Albtraum, gerade mit 12 wollte ich naja cool und hübsch sein. So kams dann, dass ich nach diesem Orthopädenbesuch ein Jahr lang alles wie durch einen Schleier wahrgenommen habe, bzw. irgendwie total unwirklich.
Ich habe dann normale Physiotherapie gemacht und auch meine Übungen brav daheim wiederholt, hat natürlich null gebracht.
Nach meinem bisherigen Orthopädentrauma (hört sich vielleicht im Nachhinein übertrieben an, aber für mich ist da eine kleine Welt zusammen gebrochen) bin ich fortan zu einer Heilpraktikerin gegangen und habe mich alle 6 Wochen "einrichten" lassen, manchmal auch öfter, nebenher habe ich Yoga gemacht. Meine Heilpraktikerin hat mir immer gesagt, wie gerade ich doch geworden sei und wie toll sie das finde, dass ich nebenher meine Übungen mache usw. Mit 18 wollte ich das dann mal überprüfen lassen und mit zum Orthopäden, der mich Röntgen lassen hat. Tja, welche Überraschung, es waren jetzt ca. 40° im Hauptbogen. Ich hatte so eine Wut in mir, weil ich der Heilpraktikerin über Jahre vertraut hatte, sie hätte es mir infach nur sagen müssen und zwar früher, dass es nicht besser wird. Ich konnte es selber damals nicht beurteilen, habe minen Rücken kaum angeschaut und hatte ja das Gefühl, jetzt zwei Taillen zu haben und doch recht gerade zu sein (bin 4-bogig man siehts also weniger).
Ich muss dazu noch sagen, dass ich nie mit jemandem über meine Skoliose geredet habe, ich habe mich einfach total geschämt, daheim wurde es auch tabuisiert (auch von mir), ich stand also ziemlich alleine da.
Nun ja, ums zu verkürzen: Ich habe dann mit Schrothen angefangen, war fünf Wochen in Bad Salzungen, hab aber danach wieder aufgehört zu schrothen (mich hat das ganze Rückengerede usw total runtergezogen, ich wollt einfach nichts mehr davon wissen).
Mittlerweile mache ich ziemlich viel Sport: Yoga, laufen, ab und zu schwimmen, Rad fahren, fang bald mitm Klettern an und schrothe jetzt auch wieder, eine Kur versuche ich auch wieder bewilligen zu lassen.
aktuelles Röntgenbild (2.11) oberer Bogen 45°, unterer Bogen 41°
Meine jetzigen Fragen
Am Ende des Monats habe ich meinen ersten Termin bei Dr. Hoffmann, also eine gute Gelegenheit, um mal meine Fragen abzuklären, ich würde aber auch gerne eure Meinungen und euren Rat hören.
Und zwar überlege ich seit längerem, es doch mal mit einem Korsett zu versuchen, klar wurde mir in Salzungen davon abgeraten, aber ich würde gerne nichts unversucht lassen, um die Progredienz zu stoppen. Würde sich noch was verbessern, wärs umso erfreulicher
Ich muss dazu noch sagen, dass ich meistens schmerzfrei bin, eher hab ich mal Verspannungen.
Was für mich auch wichtig ist, dass ich ein Grundmaß an Beweglichkeit beibehalte. Ich studiere Malerei in Wien, sollte mich also zumindest übers Papier bzw. die Leinwand beugen können. Und ja, fahrtmäßig wäre Leonberg schon weiter, vor allem wohnen meine Eltern in der Nähe, die Entfernung wäre aber kein ausschlaggebendes Kriterium in der Frage Rahmouni oder cctec.
Vielen Dank schonmal für eure Erfahrungen und Ratschläge
Seanakady
mh, ich schaff's irgendwie nicht, das Foto einzubinden, weiß jemand, wie das geht? Dankeschön...
//edit by sloopy: Bilder hinzugefügt