Krankenkassa übernimmt nur ca. 400Eur (TGKK-Österreich)
Krankenkassa übernimmt nur ca. 400Eur (TGKK-Österreich)
Hallo,
ich hatte am 30.07.2007 meinen ersten Termin bei Dr. Hoffmann. Dieser hat mich sehr gut beraten und mir alle Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt und erklärt. Ich bin nun zum Schluss gekommen, dass ich mir ein Korsett von Rhamouni machen lasse. Es sei laut Hoffmann durchaus eine Verbesserung bei mir möglich (42° thorakal), da meine Wirbelsäule noch sehr mobil ist. Allerdings konnte er mir nichts versprechen (was logisch ist!). Ich hab auch an eine Reha (Schroth) gedacht, kann das allerdings momentan zwecks Berufseinstiegs nach der Uni erst mal vergessen.
Nun aber zum eigentlichen Thema: Rhamouni hat mir den Kostenvoranschlag über 2900Eur für das Korsett zugeschickt und ich war heute bei der Tiroler Gebietskrankenkassa (TGKK in Österreich) um mich über die Kostenrückerstattung schlau zu machen. Diese wollen mir aber da es eine Erstversorgung ist nur ca. 400Eur zahlen. Skoliose ist laut Ihnen eine Erkrankung und nicht eine Behinderung, daher übernehmen sie das "Heilmittel" nicht zur Gänze.
Was kann ich tun, dass die TGKK mir das Korsett übernimmt bzw. einen Großteil davon? Wer kann mir hierbei Erfahrungen schildern, wie es bei den verschiedenen Krankenkassen in Österreich funktioniert hat bzw. wer von euch wie viel zurückbekommen hat.
Wollte auch mal fragen, wie die Erfolge bezüglich Korrektur bei anderen Erwachsenen so gewesen sind und welche Erfahrugen diese mit dem Tragen des Korsetts so gemacht haben?
Chris
ich hatte am 30.07.2007 meinen ersten Termin bei Dr. Hoffmann. Dieser hat mich sehr gut beraten und mir alle Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt und erklärt. Ich bin nun zum Schluss gekommen, dass ich mir ein Korsett von Rhamouni machen lasse. Es sei laut Hoffmann durchaus eine Verbesserung bei mir möglich (42° thorakal), da meine Wirbelsäule noch sehr mobil ist. Allerdings konnte er mir nichts versprechen (was logisch ist!). Ich hab auch an eine Reha (Schroth) gedacht, kann das allerdings momentan zwecks Berufseinstiegs nach der Uni erst mal vergessen.
Nun aber zum eigentlichen Thema: Rhamouni hat mir den Kostenvoranschlag über 2900Eur für das Korsett zugeschickt und ich war heute bei der Tiroler Gebietskrankenkassa (TGKK in Österreich) um mich über die Kostenrückerstattung schlau zu machen. Diese wollen mir aber da es eine Erstversorgung ist nur ca. 400Eur zahlen. Skoliose ist laut Ihnen eine Erkrankung und nicht eine Behinderung, daher übernehmen sie das "Heilmittel" nicht zur Gänze.
Was kann ich tun, dass die TGKK mir das Korsett übernimmt bzw. einen Großteil davon? Wer kann mir hierbei Erfahrungen schildern, wie es bei den verschiedenen Krankenkassen in Österreich funktioniert hat bzw. wer von euch wie viel zurückbekommen hat.
Wollte auch mal fragen, wie die Erfolge bezüglich Korrektur bei anderen Erwachsenen so gewesen sind und welche Erfahrugen diese mit dem Tragen des Korsetts so gemacht haben?
Chris
Faktisch ist es eigentlich genau umgekehrt. Skoliose ist gar keine Erkrankung sondern wenn, dann nur eine Behinderung wie z.B. extreme O-Beine, X-Beine, Klumpfüße... da kann man nicht dran erkrankt sein, das hat man.chris79 hat geschrieben:Skoliose ist laut Ihnen eine Erkrankung und nicht eine Behinderung, daher übernehmen sie das "Heilmittel" nicht zur Gänze.
Krankheit wird z.B. folgendermaßen Definiert:
Krankheit ist jede Störung der normalen Beschaffenheit oder der normalen Tätigkeit des Körpers, die geheilt, d.h. beseitigt oder gelindert werden kann.
Behinderung wird definiert als:
Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.
Wenn du als Erfolg eine Verbesserung der Gradzahl definierst, dann sind mir bei Skoliosen im Erwachsenenalter keine bekannt, und aus meiner Sicht auch nicht sehr wahrscheinlich, weil zum Beispiel auch die meisten 15-jährigen, die noch mit einem super Korsett versorgt wurden und kaum noch Restwachstum hatten, trotz mehrjährigen (4 Jahre und länger) ganztags tragen des Korsettes auch nur so 5 Grad Verbesserung erreichen.Wollte auch mal fragen, wie die Erfolge bezüglich Korrektur bei anderen Erwachsenen so gewesen sind
-
gauklerdavid
- Vielschreiber

- Beiträge: 513
- Registriert: Di, 18.02.2003 - 09:40
Hallo Chris,
Herzlich Willkommen hier im Forum.
Schreibe doch mal etwas mehr über dich. Hat sich deine Skoliose in den letzen Jahren gehalten oder verschlechtert? Hast du schmerzen? Wie kommst du im allgemein mit deiner Skoliose zurecht? Wie sieht dein Alltag aus ? Machst du oder hast du Sport gemacht? Und Physiotherapie/Krankengymnastik? Wenn ja welche?
Ich persönlich bin der Meinung, dass man sich als Erwachsener den Gebrauch eines stark korrigierenden und den Rumpf relativ fixierenden Korsetts (wie es Rahmouni baut) gut überlegen muss, da damit auch nachhaltige Nebenwirkungen Verbunden sein können.
Nämlich:
Verminderung der passiven Stabilität der Wirbelsäule, eventuell durch Lockerung des Bandapparates.
Eventuell durch die anhaltende Fixierung des Rumpfes zu wenige Beanspruchung mancher Muskelgruppen und Verminderung der Durchblutung und Versorgung mancher Gewebestrukturen. (gleichzeitig werden aber manche Muskelgruppen durch das Korsett auch aktiviert)
Vorteile Eines Korsettes können sein
Bandscheiben und Gelenke werden kurzfristig entlastet
Verkürztes wird schnell gedehnt
Kann gegen Schmerzen helfen
Man ist , wenn man das Korsett anhat, aufrechter
Großartige langfristige Verbesserungen im Hinblick auf die Korrektur im Röntgenbild dürften wohl nicht realistisch sein und sind meiner Meinung auch nicht unbedingt sinnvoll, da Bandapparat und Gelenkform des gesamten Körpers an die skoliotische Haltung angepasst sind, also Korrektur nur noch innerhalb gewisser Grenzen sinnvoll ist
Optische Haltungsverbesserung im physiologischen Rahmen macht Sinn, kann aber auch ohne Korsetts erreicht werden.
Ich denke grundsätzlich sollte man erst die anderen Methoden der "Rückenpflege" anwenden. Das kann sein; Eine Schroth Reha machen(halte ich für mit am wichtigsten), Schroth regelmäßig weiterüben, das Übeprogramm je nach individuellem Bedarf ergänzen durch andere Elemente (eventuell medizinischem Gerätetrainig, Stabilisierenden Übungen, ...), ein gutes Körpergefühl und effizienten Muskelgebrauch fördern (wer unter muskulären Fehlspannungen leidet kann zum Beispiel Alexander Technik, Feldenkreis oder sowas ausprobieren), sich viel und gesund bewegen(Schwimmen, Tanzen, Klettern, Walken sind zum Beispiel nette Sportarten weil da die Muskulatur und Koordination vielseitig gefördert wird, und die Wirbelsäule vielseitig bewegt wird), starre Zwangshaltungen (langes sitzen auf niedrigen Stühlen in starrer oder verkrampfter Haltung etc) und alles andere Rückenschädliche im Alltag vermeiden.
Hast du den schon Angefangen mit dem Beruf? Weil sonst wäre ja jetzt echt der perfekte Zeitpunkt für eine Reha. Als Notlösung würde sich auch eine Woche Schnupperreha mit anschließender ambulanter Betreuung durch erfahrenen Schrothphysio anbieten.
Ziel ist die Wirbelsäule zu stabilisieren, Schmerzfrei halten und dafür zu sorgen dass Abbau und Verschleiß kleingehalten und Aufbau und Selbstregeneration aktiviert werden. Das erreicht man in dem man die Muskulatur richtig aktiviert und formt und dem Körper gesunde Bewegungen zukommen lässt.
Gruss David
Herzlich Willkommen hier im Forum.
Schreibe doch mal etwas mehr über dich. Hat sich deine Skoliose in den letzen Jahren gehalten oder verschlechtert? Hast du schmerzen? Wie kommst du im allgemein mit deiner Skoliose zurecht? Wie sieht dein Alltag aus ? Machst du oder hast du Sport gemacht? Und Physiotherapie/Krankengymnastik? Wenn ja welche?
Ich persönlich bin der Meinung, dass man sich als Erwachsener den Gebrauch eines stark korrigierenden und den Rumpf relativ fixierenden Korsetts (wie es Rahmouni baut) gut überlegen muss, da damit auch nachhaltige Nebenwirkungen Verbunden sein können.
Nämlich:
Verminderung der passiven Stabilität der Wirbelsäule, eventuell durch Lockerung des Bandapparates.
Eventuell durch die anhaltende Fixierung des Rumpfes zu wenige Beanspruchung mancher Muskelgruppen und Verminderung der Durchblutung und Versorgung mancher Gewebestrukturen. (gleichzeitig werden aber manche Muskelgruppen durch das Korsett auch aktiviert)
Vorteile Eines Korsettes können sein
Bandscheiben und Gelenke werden kurzfristig entlastet
Verkürztes wird schnell gedehnt
Kann gegen Schmerzen helfen
Man ist , wenn man das Korsett anhat, aufrechter
Großartige langfristige Verbesserungen im Hinblick auf die Korrektur im Röntgenbild dürften wohl nicht realistisch sein und sind meiner Meinung auch nicht unbedingt sinnvoll, da Bandapparat und Gelenkform des gesamten Körpers an die skoliotische Haltung angepasst sind, also Korrektur nur noch innerhalb gewisser Grenzen sinnvoll ist
Optische Haltungsverbesserung im physiologischen Rahmen macht Sinn, kann aber auch ohne Korsetts erreicht werden.
Ich denke grundsätzlich sollte man erst die anderen Methoden der "Rückenpflege" anwenden. Das kann sein; Eine Schroth Reha machen(halte ich für mit am wichtigsten), Schroth regelmäßig weiterüben, das Übeprogramm je nach individuellem Bedarf ergänzen durch andere Elemente (eventuell medizinischem Gerätetrainig, Stabilisierenden Übungen, ...), ein gutes Körpergefühl und effizienten Muskelgebrauch fördern (wer unter muskulären Fehlspannungen leidet kann zum Beispiel Alexander Technik, Feldenkreis oder sowas ausprobieren), sich viel und gesund bewegen(Schwimmen, Tanzen, Klettern, Walken sind zum Beispiel nette Sportarten weil da die Muskulatur und Koordination vielseitig gefördert wird, und die Wirbelsäule vielseitig bewegt wird), starre Zwangshaltungen (langes sitzen auf niedrigen Stühlen in starrer oder verkrampfter Haltung etc) und alles andere Rückenschädliche im Alltag vermeiden.
Hast du den schon Angefangen mit dem Beruf? Weil sonst wäre ja jetzt echt der perfekte Zeitpunkt für eine Reha. Als Notlösung würde sich auch eine Woche Schnupperreha mit anschließender ambulanter Betreuung durch erfahrenen Schrothphysio anbieten.
Ziel ist die Wirbelsäule zu stabilisieren, Schmerzfrei halten und dafür zu sorgen dass Abbau und Verschleiß kleingehalten und Aufbau und Selbstregeneration aktiviert werden. Das erreicht man in dem man die Muskulatur richtig aktiviert und formt und dem Körper gesunde Bewegungen zukommen lässt.
Gruss David
Zuletzt geändert von gauklerdavid am Mi, 15.08.2007 - 14:43, insgesamt 5-mal geändert.
Danke für die Antwort,
hab mich schon mal mit der Daniela in Verbindung gesetzt - sie ist auch bei derselben Versicherung wie ich. Ihr hatten sie nach langem hin und her den Großteil der Kosten ersetzt. Ich werde mir nun eine paar aussagekräftige Argument zusammenstellen und einen Brief an die TGKK schicken. Vorsprechen hat ja nichts gebracht.
Ein Argument wäre eine drohende OP abzuwenden, welche bei meiner Krümmungszahl laut den Ärzten aus Innsbruck durchaus schon vorliegt. Wenn auch die OP nicht gleich durchgeführt werden müsste, aber irgendwann verschlechtert sich der Zustand meines Rückens sicher. Hierbei sind die Kosten einer OP ja immens höher als die eines Korsetts. Kann mir hier jemand eventuell die Kosten einer solchen OP beziffern? Die liegen sicher im 10.000-Euro-Bereich? Bin auch für weitere Anregungen Eurerseits offen!
Um noch auf die Korrektur zurück zu kommen: Dass sich meine Skoliose mit einem Korsett nicht mehr verbessern würde ist mir schon klar, aber kann es bei der Haltung bzw. bei den Rückenschmerzen etwas verbessern? Tragen würde ich es vorerst nachts bzw. abends (hab ich mir mal vorgenommen).
Chris
hab mich schon mal mit der Daniela in Verbindung gesetzt - sie ist auch bei derselben Versicherung wie ich. Ihr hatten sie nach langem hin und her den Großteil der Kosten ersetzt. Ich werde mir nun eine paar aussagekräftige Argument zusammenstellen und einen Brief an die TGKK schicken. Vorsprechen hat ja nichts gebracht.
Ein Argument wäre eine drohende OP abzuwenden, welche bei meiner Krümmungszahl laut den Ärzten aus Innsbruck durchaus schon vorliegt. Wenn auch die OP nicht gleich durchgeführt werden müsste, aber irgendwann verschlechtert sich der Zustand meines Rückens sicher. Hierbei sind die Kosten einer OP ja immens höher als die eines Korsetts. Kann mir hier jemand eventuell die Kosten einer solchen OP beziffern? Die liegen sicher im 10.000-Euro-Bereich? Bin auch für weitere Anregungen Eurerseits offen!
Um noch auf die Korrektur zurück zu kommen: Dass sich meine Skoliose mit einem Korsett nicht mehr verbessern würde ist mir schon klar, aber kann es bei der Haltung bzw. bei den Rückenschmerzen etwas verbessern? Tragen würde ich es vorerst nachts bzw. abends (hab ich mir mal vorgenommen).
Chris
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gauklerdavid
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KOmmt drauf an woher die Schmerzen kommen.Um noch auf die Korrektur zurück zu kommen: Dass sich meine Skoliose mit einem Korsett nicht mehr verbessern würde ist mir schon klar, aber kann es bei der Haltung bzw. bei den Rückenschmerzen etwas verbessern? Tragen würde ich es vorerst nachts bzw. abends (hab ich mir mal vorgenommen).
Haltungeverbesserung hast du immer kurze Zeit nachdem du das KOrsett ablegst, langfristig kann es niemand garantieren.
Kurzfristige Haltungsverbesserung und Schmerzreduktion können auch mit Schroth erreicht werden.
Wenn du vorhast es Nachts zu tragen, dann macht so au dem Bauch raus gesagt wohl am ehesten ein Korsett Sinn dass mäsig korrigiert, nicht zu wenig aber auch nicht zuviel.
@ David:
Die Skoliose wurde bei mir schon in den jungen Jahren diagnostiziert (so etwa mit 11 Jahren. Dort wurde eine Physiotherapie verordnet und durchgeführt, welche dann nach etwa 1/2 Jahr wieder abgebrochen wurde. Eine Nachuntersuchung folgte mit 13 Jahren, hierbei wurde mir und meiner Mutter weiter geraten, die Übungen weiterzuführen. Hab dies allerdings in meiner Jugend total verdrängt und auf die Skoliose komplett vergessen. Mit gut 23 Jahren hatte ich dann öfters Rückenschmerzen und bei einem Thoraxröntgen (Vorbereitung zu Knie-Arthroskopie) hat ein Radiolog festgestellt, dass ich eine ausgeprägte rechtskonvexe Skoliose habe. Hab dabei zum ersten Mal von "Skoliose" gehört, zuvor hieß es von Seiten meiner Mutter nur, dass ich ein S in der Wirbelsäule habe, weiter nix.
Nun ist es aber so, dass ich zur Zeit immer wieder häufiger Rückenschmerzen habe, erstens im LW-Bereich - hierbei kommt mir vor dass ich immer wieder einen "Hexenschuß" bekomme, welcher auch wieder weg geht. Weiters ist mein Rippenbuckel schon relativ ausgeprägt, was mich schon langsam etwas optisch stört. Schmerzen diesbezüglich habe ich aber eher selten (sind eher Verspannungen seitens der Muskeln). Was ich allerdings bemerke, ist dass das Schulterblatt auf der rechten Seite immer mehr rausgedrückt wird, auch wenn ich laut Befund keine Krümmungsverschlechterung habe.
Die erste Untersuchung mit genauer Gradvermessung wurde im Jänner 2005 von meinem Ortopäden in Innsbruck durchgeführt, er verschrieb mir danach eine Physiotherapie, welche ich aber gleich abbrach, da sie überhaupt nichts brachte. Im Mai 2007 war ich dann in der Klinik in Innsbruck, hierbei wurde wieder geröntgt und laut Befund trat keine Verschlechterung ein (42° thorakal).
Ich habe mich aber zwischenzeitlich von Dr. Hoffmann untersuchen lassen, der mir nun ein Korsett verschrieben hat.
Sport mache ich vieles: Momentan viel Mountainbike und Bergsteigen. Klettern hab ich grad wieder angefangen und werde dies auch weiter öfters machen (Hab endlich einen guten Kletterpartner gefunden). Im Winter geh ich Skifahren, aber überwiegend Skitouren im freien Gelände. Schwimmen mach ich nur im Urlaub. Konditionstechnisch bin ich vielen in meinem Alter überlegen, allerdings merke ich, dass die Kraft im Öberkörper nicht mehr die Beste ist.
Jobtechnisch bin ich gerade noch auf der Suche, da ich im September mein Studium abschließe. Diplomarbeit wurde heute abgegeben und jetzt folgt nur noch die Prüfung im September. Ein Jobangebot hätte ich bereits, müsste allerdings Mitte September oder Anfang Oktober Arbeiten anfangen. Wäre eine super Einstiegsposition in einem Internationalen Unternehmen. Drum ist es mit Reha nicht so ideal!
Soweit von meiner Seite.
mfg Chris
Die Skoliose wurde bei mir schon in den jungen Jahren diagnostiziert (so etwa mit 11 Jahren. Dort wurde eine Physiotherapie verordnet und durchgeführt, welche dann nach etwa 1/2 Jahr wieder abgebrochen wurde. Eine Nachuntersuchung folgte mit 13 Jahren, hierbei wurde mir und meiner Mutter weiter geraten, die Übungen weiterzuführen. Hab dies allerdings in meiner Jugend total verdrängt und auf die Skoliose komplett vergessen. Mit gut 23 Jahren hatte ich dann öfters Rückenschmerzen und bei einem Thoraxröntgen (Vorbereitung zu Knie-Arthroskopie) hat ein Radiolog festgestellt, dass ich eine ausgeprägte rechtskonvexe Skoliose habe. Hab dabei zum ersten Mal von "Skoliose" gehört, zuvor hieß es von Seiten meiner Mutter nur, dass ich ein S in der Wirbelsäule habe, weiter nix.
Nun ist es aber so, dass ich zur Zeit immer wieder häufiger Rückenschmerzen habe, erstens im LW-Bereich - hierbei kommt mir vor dass ich immer wieder einen "Hexenschuß" bekomme, welcher auch wieder weg geht. Weiters ist mein Rippenbuckel schon relativ ausgeprägt, was mich schon langsam etwas optisch stört. Schmerzen diesbezüglich habe ich aber eher selten (sind eher Verspannungen seitens der Muskeln). Was ich allerdings bemerke, ist dass das Schulterblatt auf der rechten Seite immer mehr rausgedrückt wird, auch wenn ich laut Befund keine Krümmungsverschlechterung habe.
Die erste Untersuchung mit genauer Gradvermessung wurde im Jänner 2005 von meinem Ortopäden in Innsbruck durchgeführt, er verschrieb mir danach eine Physiotherapie, welche ich aber gleich abbrach, da sie überhaupt nichts brachte. Im Mai 2007 war ich dann in der Klinik in Innsbruck, hierbei wurde wieder geröntgt und laut Befund trat keine Verschlechterung ein (42° thorakal).
Ich habe mich aber zwischenzeitlich von Dr. Hoffmann untersuchen lassen, der mir nun ein Korsett verschrieben hat.
Sport mache ich vieles: Momentan viel Mountainbike und Bergsteigen. Klettern hab ich grad wieder angefangen und werde dies auch weiter öfters machen (Hab endlich einen guten Kletterpartner gefunden). Im Winter geh ich Skifahren, aber überwiegend Skitouren im freien Gelände. Schwimmen mach ich nur im Urlaub. Konditionstechnisch bin ich vielen in meinem Alter überlegen, allerdings merke ich, dass die Kraft im Öberkörper nicht mehr die Beste ist.
Jobtechnisch bin ich gerade noch auf der Suche, da ich im September mein Studium abschließe. Diplomarbeit wurde heute abgegeben und jetzt folgt nur noch die Prüfung im September. Ein Jobangebot hätte ich bereits, müsste allerdings Mitte September oder Anfang Oktober Arbeiten anfangen. Wäre eine super Einstiegsposition in einem Internationalen Unternehmen. Drum ist es mit Reha nicht so ideal!
Soweit von meiner Seite.
mfg Chris
Ein Rahmouni-Korsett kann man auch als mäßig korrigierendes Korsett einsetzen, insbesondere nachts. Dazu macht man es nur teilweise zu, bis zu einer Weite, mit der man die ganze Nacht durchschlafen kann und morgends korrigiert aufwacht.gauklerdavid hat geschrieben:Wenn du vorhast es Nachts zu tragen, dann macht so au dem Bauch raus gesagt wohl am ehesten ein Korsett Sinn dass mäsig korrigiert, nicht zu wenig aber auch nicht zuviel.
Das Problem bei anderen Korsetten: Wo bekommt man ein "mäßig korrigierendes" Korsett her? Die korrigieren dann gleich garnicht mehr. Das wäre gerade im Erwachsenalter tragisch, denn so oft wird kein Korsett genehmigt. Deswegen meiner Meinung nach besser eines bei dem man den vollen Spielraum hat, als eines was von vorne herein Grenzen setzt.
Ansonsten schließe ich mich David an. Korsett im Erwachsenenalter nur gegen Schmerzen oder bei progredienten Skoliosen zur Verhinderung des Fortschreitens.
Wenn es um Haltung geht, ist Schroth mit seiner intensiven Haltungsschulung auch für den Alltag wohl das beste.
Hi Chris,
Würd dir vorschlagen, dich mal ausgiebig zu dem Thema zu informieren, z.B. auch die Literatur die hier im Forum vorgeschlagen wird zu lesen... damit du einen Eindruck davon kriegst was z.B. eine OP oder Schroth bedeuten. Klingst für mich etwas nach einem "Skoliose-Neuling"
Steffi
Würd dir vorschlagen, dich mal ausgiebig zu dem Thema zu informieren, z.B. auch die Literatur die hier im Forum vorgeschlagen wird zu lesen... damit du einen Eindruck davon kriegst was z.B. eine OP oder Schroth bedeuten. Klingst für mich etwas nach einem "Skoliose-Neuling"
Steffi
„Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nicht verstehen.“ (Konfuzius)
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gauklerdavid
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- Registriert: Di, 18.02.2003 - 09:40
Wenn das bei Skoliose KOrsetten so gut funktioniert mit dem stufenlosen einstellen dann ist man mit Rahmouni wohl schon am besten bedient.BZebra hat geschrieben:Ein Rahmouni-Korsett kann man auch als mäßig korrigierendes Korsett einsetzen, insbesondere nachts. Dazu macht man es nur teilweise zu, bis zu einer Weite, mit der man die ganze Nacht durchschlafen kann und morgends korrigiert aufwacht.
Das Problem bei anderen Korsetten: Wo bekommt man ein "mäßig korrigierendes" Korsett her? Die korrigieren dann gleich garnicht mehr. Das wäre gerade im Erwachsenalter tragisch, denn so oft wird kein Korsett genehmigt. Deswegen meiner Meinung nach besser eines bei dem man den vollen Spielraum hat, als eines was von vorne herein Grenzen setzt.
Jetzt bin ich allerdings etwas verunsichert, ob das bei mir mit einem Korsett auch die richtige Methode ist, die Skoliose nachhaltig zu bekämpfen (besser: sie sollte sich nicht verschlechtern).
Ich sollte mir in nächster Zeit einen Termin zum Gipsen bei Rhamouni ausmachen, jetzt hätte ich noch Zeit, ab Oktober starte ich in meinen neuen Beruf (Hab die Zussage fix bekommen). Allerdings bin ich bei der Frage nach der Kostenübernahme durch die Krankenkassa auch nicht weitergekommen. Ich tendiere jetzt dahin, dass ich mir das Korsett erst mal machen lasse und dann die Kosten bei der Krankenkassa einreiche. Zwar wird das wohl auch nicht einfacher werden mehr Geld von denen zu bekommen. Ich könnte hierbei durchaus eure Hilfe gebrauchen, um eventuell geschickte Argumentationen vorzuglegen.
Chris
Ich sollte mir in nächster Zeit einen Termin zum Gipsen bei Rhamouni ausmachen, jetzt hätte ich noch Zeit, ab Oktober starte ich in meinen neuen Beruf (Hab die Zussage fix bekommen). Allerdings bin ich bei der Frage nach der Kostenübernahme durch die Krankenkassa auch nicht weitergekommen. Ich tendiere jetzt dahin, dass ich mir das Korsett erst mal machen lasse und dann die Kosten bei der Krankenkassa einreiche. Zwar wird das wohl auch nicht einfacher werden mehr Geld von denen zu bekommen. Ich könnte hierbei durchaus eure Hilfe gebrauchen, um eventuell geschickte Argumentationen vorzuglegen.
Chris


