ich bin vor 10 Tagen 16 geworden, wohne in Schleswig-Holstein, nähe Heide.
Ich habe vorgestern mein Chêneau-Korsett bekommen, endlich !
Denn das war eine Tortour, das glaubt keiner.
Alles fing mit einem Kinderhausarzt an vor zwei einhalb Jahren, der eindeutig meine krumme Wirbelsäule sehen konnte und sie meiner Mutter zeigte und meinte "ist nich schlimm, bisschen Krankengymnastik und die Schmerzen gehen weg".
Hatte dann lange Krankengymnastik und die Schmerzen wurden auch besser(lag wohl daran, dass ich zu dieser Zeit keinen Sport machte und viel vor'm PC saß).
Da mich aber der ästhetische Teil immer sehr gestört hat, weil wenn man ganz ganz genau hinschaute auf der einen Seite eine größere Taille als auf der anderen sah und die Physotherapeutin immer nur meinte "das wird schon", bin ich auf eigene Faust (meine Mutter hält so so so viel von dem Hausarzt, dass sie eigentlich dagegen war), selber zu einem anderen Hausarzt gefahren bin, wohl bemerkt, da war ich schon ca. ein Jahr in physotherapeutischer Behandlung(hab mal mehr und mal weniger zu Hause gemacht) und habe direkt nach einer Überweisung zum Orthopäden gefragt.
Dort bekam ich das, was ich wollte, ich wurde von A bis Z durchgecheckt, alles geröngt, sogar mein Halswirbel und bekam folgende Diagnose und Krankengymnastik verschrieben:
Wirbelsäule / lang:
Muskeldysbalance, -insuffizienz,
Cervicalsyndrom Dorsolumboischialgie re.
langgezogene li.-konvexe dorsolumbale Fehlstatistik
Auf meine Frage, ob ich Skoliose habe, antwortete er in langer medizinischer Erklärung an den Röntgenbildern, dass ich, BITTE MERKEN, KEINE Skoliose habe..
Ich habe mich lange im Interent informiert über das ganze Thema und meine Physotherapeutin hatte so wie so null Plan und beantwortete meine Fragen extrem unprofessionell. Mal hatte ich Skoliose laut ihr, mal keine(habe das öfters gefragt).
Als ich dann bei der gerätegestützen Krankengymnastik(die habe ich dann vom Orthopäden verschrieben bekommen und vom Kinderhausarzt halt damals die normale Krankengymnastik)war, fand ich es echt klasse dort. Ich habe Übungen für zu Hause mitbekommen und konnte da tranieren, die Schmerzen waren so gut wie nicht mehr da und Handball fing ich auch wieder an (habe vor 4 Jahren aufgehört.) Da ich aber misstrauischer den Leuten gegenüber wurde, weil alle was anderes sagten, kam ich immer wieder auf Krümmung zu sprechen und wie man dagegen angehe und was mit einem Korsett wäre. Der Physotherapeut meinte immer "erst mal so versuchen und später im Notfall ein Korsett verwenden", mit diesem Satz hatte er mir mal wieder bestätigt, dass auch er keine Ahnung habe von Skoliose (ja, er redete von Skoliose, obwohl dies auf der Überweisung mit Diagnose mit keinem Wort erwähnt worden war) hat, weil ich ja schon da wusste, dass Skoliose nur im Wachstum ohne Operation heilbar ist.
Rezept, die 6x, waren alle, ich also zu einem anderen Orthopäden, obwohl ich den vorigen Orthopäden klasse fand!
Dort wurde ich neu geröngt, weil ich frecher Weise behauptete, dass ich vorher noch nicht geröngt worden war und was diagnostizierte er? Genau Skoliose. Ich hab's mir die ganze Zeit gedacht, doch jetzt war es gewissheit, jeder sagte was anderes, aber ihm glaubte ich, weil er mit einer Schablone auch abmaß, wie doll die Skoliose war. Es war ca. 12° und 8 bis 10° ein bisschen weiter oben. Die Diagnose habe ich leider nicht mehr..
Ich sprach direkt ein Korsett an und dies wurde mir auch verschrieben!
Außerdem bekam ich auch Krankengymnastik. Zwar normale, aber ich habe das mit dem Gerätzegestützen Physotherapeuten so geregelt, dass ich das da machen kann
Der Burner ist einfach, dass mir zwei promovierte Ärzte beide das komplette Gegenteil sagen. Den einen frage ich, ob das Skoliose sei und er antwortete "Nein, weil...." und er andere "Ja" und misst es ab..
Ich war bei insgesamt 2 Hausärzten, 2 Physotherapeuten und 2 Orthopäden und JEDER sagt etwas unterschiedliches, mit Ausnahme von meinem jetzigen Hausarzt. Mit dem sprach ich an sich nicht konkret über die Skoliose, weil ich direkt nach einer Überweisung zu einem Orthopäden fragte. Auch auf die Frage, welchen Sport ich machen darf, beantworteten beide anders.. Ich habe keine Liste geführt, aber es waren echt viele Sachen, die der andere anders bewertete, als der andere, besonders bei den beiden Physotherapeuten waren heftige Unterschiede und komplette Gegensätze..
Naja, mir egal jetzt, ich habe jetzt mein Chêneau-Korsett und bin zufrieden damit, auch wenn es ziemlich doll noch drückt an den beiden Stellen, wo die Pelotten angebracht sind, aber mein Wille es durchzuziehen ist so groß, dass ich jetzt schon weiß, dass ich es ganz sicher tragen werde und nicht aufgeben werde, weil ich mir das alles selber erarbeitet habe und später unbedingt eine gerade Wirbelsäule haben möchte.
Da ich ja nur eine sehr leichte Skoliose habe(10°, 12°) und man das Korsett ja eigentlich erst ab 20° kriegt, wurde mir vom Orthopädietechniker in Aussicht gestellt, dass ich es ca. ein Jahr tragen muss und dann geheilt sei(es sei denn, ich wachse in dem Jahr halt gar nicht, was aber ganz sicher nicht der Fall sein wird).
Ich habe dennoch noch ein paar Fragen:
1.) Man soll das Korsett ja 23 Stunden tragen. Wie schlimm sind die Auswirkungen, wenn ich es an manchen Tagen nur 20 Stunden oder so trage? Man wächst ja in dem Korsett. Dann würde ich 20 Stunden gerade wachsen und halt 4 Stunden wieder in alter Form, weil ein Mensch ja 24 Stunden am Tag wächst. Eigentlich dürfte es ja nicht wirklich so schlimm sein, es mal ein paar Stunden weniger zu tragen. Ich habe nicht wirklich Lust in der Disco mit so einem Teil rumzulaufen. Außerdem ist dies doch so wieso nicht erfüllbar, wie soll so was funktionieren(bestes Beispiel Geschlechtsverkehr oder sonstliche Zärtlichkeiten wie reines Kuscheln sind damit ja nicht möglich).
2.) Gibt es bestimmt Phasen am Tag, wo der Mensch am meisten wächst und ich es unbedingt anhaben sollte?
3.) Im Schulsport anbehalten, ja/nein?
4.) Beim Handball anbehalten, ja/nein?
5.) Sonstiger Sport(ich gehe z.B. gerne Joggen), anbehalten, ja/nein?
6.) Wenn der Orthopäde mir in einem Jahr sagt "Ja, ist geheilt". Kann es passieren, dass sich meine geheilte gerade Wirbelsäule wieder verbiegt? Was fatal wäre, denn das würde wahrscheinlich so spät festgestellt werden(in einem Jahr bin ich ja schon 17), dass es sich gar nicht mehr lohnen würde, ein neues herzustellen, weil ich dann so gut wie gar nicht mehr wachsen würde.
Wenn jemand wissen will, wie mein Stand vor genau vier Monaten aussah, kann sich ja diesen Thread ansehen: viewtopic.php?f=5&t=22821
Mit freundlichen Grüßen
Felix


















