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Röntgen im Liegen ~ Stehen, Messunterschied ???
Verfasst: Sa, 19.05.2007 - 12:19
von Jana75
Ich habe wiedereinmal eine Frage, eigentlich 2
Gibt es einen Unterschied ob im Stehen oder Liegen geröngt wird ?
Kann sich dies auf die Messung auswirken, also unterschiedliche Messergebnissse hervorbringen?
Kann man die Rotation durch Schroth-Übungen aufhalten, oder ist dies nur durch das Tragen eines Korsetts möglich?
Viele Grüsse
*ich.hab.vergessen.beim.orthopäden.nachzufragen*

Verfasst: Sa, 19.05.2007 - 13:59
von Lovely!!*
Hey Jana!!°
ja es ergibt andere messwerte ich weiß es aus eigender erfahrung...
weil die wirbelsäule im liegen nicht so belastet ist gibt es eine niederige gradzahl..also sollte immer im stehen gemessen werden...
ich hatte zB im liegen 42° (ohne korsett)
und im stehen 55° (mit korsett)
hast du auch die erfahrung gemacht??
Lovely!!*
Verfasst: Sa, 19.05.2007 - 15:01
von Dalia
Bei dir, Lovely, wurde beim Stehen im Röntgen sicher ein Teil der Krümmung "aufgefangen". Ich habe hier schon von ca. 25° Unterschied beim Liegen und Stehen gelesen (beide Male ohne Korsett).
Rotation durch Schroth aufhalten? Ja, wenn du sehr fleißig und regelmäßig schrothest. Aber das hängt davon ab, wie schnell sich eine Skoliose verschlechtert. Im Teenie-Alter plus bei hohen Krümmungen hilft Schroth allein nicht mehr.
Verfasst: Sa, 19.05.2007 - 20:21
von Klaus
Dalia hat geschrieben:Ich habe hier schon von ca. 25° Unterschied beim Liegen und Stehen gelesen (beide Male ohne Korsett).
Das ist schon erstaunlich, insbesondere auch vor dem Hintergrund von CT's und MRT's, die ja vorwiegend noch im Liegen gemacht werden!
Gruss
Klaus
Verfasst: So, 20.05.2007 - 10:43
von mohnblume.muenchen
Alle WS-Aufnahmen mit orthopädischer Fragestellung müssen im Stehen gemacht werden!!!
Sorry, aber das ist das erste, was man in der Ausbildung lernt!
Es wundert mich immer wieder, dass es noch Praxen gibt, die das anders handhaben.
Der Unterschied kann tatsächlich enorm sein, ganz davon abgesehen, dass man im Liegen nicht die Auswirkung einer Beinlängendifferenz sehen kann.
Ich wurde mal als Kind (so mit 10 J.) geröngt. Da hat mich die MTA in Seitlage auf den Tisch gelegt und extra noch geradegerückt ....
Da fällt einem nichts mehr zu ein.
insbesondere auch vor dem Hintergrund von CT's und MRT's, die ja vorwiegend noch im Liegen gemacht werden!
@Klaus: Ein CT oder MRT macht man aber nicht um z.B. Krümmungswinkel / Gradzahlen auszumessen. Und da zumindest die älteren CTs doch einige Sekunden für ein Bild brauchen, sind sie sehr anfällig für Bewegungsunschärfe, sprich der Pat. darf nicht wackeln. Und mir geht das schon so, dass ich nicht stillhalten kann, wenn ich unbedingt soll.

Verfasst: So, 20.05.2007 - 21:57
von Jana75
Verfasst: Mo, 21.05.2007 - 09:33
von Klaus
Und es wäre eigentlich konsequenterweise nötig, feinere Details im MRT auch mit dem neuen "offenen MRT" zu machen.
Gruss
Klaus
Verfasst: Mo, 21.05.2007 - 10:15
von mohnblume.muenchen
Und es wäre eigentlich konsequenterweise nötig, feinere Details
Was genau meinst Du damit? Ob "offen" oder nicht, spielt nicht so die Rolle - das ist nur Patientenkomfort.
Du meinst sicher, dass man unter Belastung (MRT in Köln) Details sieht, die man in "normalen" MRTs im Liegen nicht sieht.
Ist nur die Frage, ob Du die Details unbedingt sehen willst oder ob es reicht zu wissen, dass Du Skoliose/Kyphose x° hast.
Keine Frage, das ist ne super Sache, aber sicher nicht für jedermann, bzw. den Standard-Skoliose-Kyphose-Patienten geeignet, bzw. notwendig. Ich halte das bei ungeklärten Schmerzen in der WS für sinnvoll, wenn diese nicht optional im Standard-MRT abgeklärt werden können.
Und wie schon gesagt, dauert so ein MRT evtl. 30min. Im Liegen bewegt man sich eben (unwillkürlich) weniger als im Stehen/Sitzen.
Verfasst: Mo, 21.05.2007 - 11:01
von Klaus
Mohnblume hat geschrieben:Ich halte das bei ungeklärten Schmerzen in der WS für sinnvoll, wenn diese nicht optional im Standard-MRT abgeklärt werden können.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich möglicherweise Wirbelzwischenräume verändern oder?
Wenn das positiv abgeklärt ist, könnte man eindeutiger sagen, dass z.Bsp. ausschliesslich die veränderte Muskulatur die Beschwerden (die im Liegen nicht vorhanden sind) auslöst und behandlungsbedürftig ist. Das könnte für einen medizinischen Dienst entscheidend sein, der z.Bsp. über die Fortsetzung von Friktionen der Myogelosen entscheiden muss.
Das ist nämlich meine Situation, wobei der medizinische Dienst vom Arzt nur als mögliche Folge angedeutet wird.
Aber sicherlich ist diese Prozedur im Stehen schwer durchzuhalten.
Gruss
Klaus
Verfasst: Mo, 21.05.2007 - 14:17
von mohnblume.muenchen
Machen Dir die Myogelosen nur im Stehen Probleme, bzw. entstehen sie da erst?
Dann bist Du
der Patient für dieses Kölner MRT!
Ich denke, dass man in diesem MRT sehen müsste, wenn der Hartspann die Bandscheiben beeinträchtigt. So meintest Du das doch oder?
Das könnte für einen medizinischen Dienst entscheidend sein
das versteh ich nicht ganz, denn entscheidend muss doch sein, dass Dir diese Therapie hilft und nicht ob Du da tatsächlich Beschwerden hast. Das kann man doch sicher auch tasten. Oder geht es um alternative Therapien im Sinne von Theapie-Wechsel?
Ruf doch einfach mal in Köln an

und frag, ob die KK das bezahlen und was man mitbringen muss (Überweisung etc.).
Hab irgendwo in dem anderen Thread von "gutverdienenden Privatpatienten" (oder so ähnlich) geschrieben, damit warst natürlich nicht Du gemeint, so nach dem Motto: der Klaus hat zuviel Geld übrig, deshalb will er sich mal so´n Super-MRT machen lassen
Konnte ja nicht wissen, dass es Dich so genau betrifft, sorry!!

Verfasst: Di, 22.05.2007 - 09:16
von Klaus
Mohnblume hat geschrieben:Machen Dir die Myogelosen nur im Stehen Probleme, bzw. entstehen sie da erst?
Zumindest habe ich keinerlei Probleme beim schlafen und wenn ich morgens aufstehe.
Ich denke, dass man in diesem MRT sehen müsste, wenn der Hartspann die Bandscheiben beeinträchtigt. So meintest Du das doch oder?
Richtig.
das versteh ich nicht ganz, denn entscheidend muss doch sein, dass Dir diese Therapie hilft und nicht ob Du da tatsächlich Beschwerden hast. Das kann man doch sicher auch tasten.
Das sagt der gesunde Menschenverstand

, aber allein schon das Tasten ist für die Ärzte ein Problem, weil sie die tieferliegenden Myogelosen nicht erfassen können oder wollen. Erst die Therapeuten bemerken das.
Oder geht es um alternative Therapien im Sinne von Therapie-Wechsel?
Indirekt. Du hast vielleicht die Diskussion über die spezielle Stoßwellentherapie verfolgt. Diese private Behandlung hat bei mir einen relativ langanhaltenden Erfolg. Daraus schliesse ich, dass es in erster Linie die Muskulatur ist, die die Probleme auslöst.
Und die Muskulatur ist natürlich durch die Kyphose ständig gestresst.
Dementsprechend ist eine Friktion 0,5-1x pro Woche erforderlich, um einen befriedigenden Zustand auch ohne private Stoßwelle zu halten.
Wenn schon die meisten Orthopäden mit so etwas überfordert sind, glaube ich nicht, dass ein medizinischer Dienst mehr davon versteht.
Konnte ja nicht wissen, dass es Dich so genau betrifft, sorry!!
Nein, das ist schon ok.
Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass so eine Kyphose sehr unterschiedliche Symptome nach sich ziehen kann, die zur besseren Klärung offensichtlich unterschiedlicher Verfahren bedürfen.
Es wäre schön, wenn man eines Tages z.Bsp. den Hartspann und die auslösenden Schmerzen bildlich darstellen könnte.
Gruss
Klaus
Verfasst: Di, 22.05.2007 - 11:28
von mohnblume.muenchen
Guten Morgen Klaus,
Zumindest habe ich keinerlei Probleme beim schlafen und wenn ich morgens aufstehe.
hab momentan so Schmerzen auch im Schlaf, wache aber nicht auf davon. Ich dreh mich dann immer ganz wild im Bett rum und streck meine Arme und Beine in alle möglichen Richtungen um mal in einer anderen Position zu liegen. Ganz schön blöd, im Doppelbett

Naja, mein Schatz hat sich noch nicht beschwert...
aber allein schon das Tasten ist für die Ärzte ein Problem
war heut auch grad bei nem Arzt, der es noch nichtmal für nötig gehalten hat, "guten Morgen" zu sagen. Manche scheuen sich, glaub ich, davor, Patienten anzufassen.
Du hast vielleicht die Diskussion über die spezielle Stoßwellentherapie verfolgt
Oh, ich glaube nicht.
Es wäre schön, wenn man eines Tages z.Bsp. den Hartspann und die auslösenden Schmerzen bildlich darstellen könnte.
Ach Kläuschen, wenn ich mal so ein Gerät erfinde, dann lass ich es DICH als erstes wissen!!

Verfasst: Di, 22.05.2007 - 20:47
von Klaus
Hallo Mohnblume,
Zitat:
Du hast vielleicht die Diskussion über die spezielle Stoßwellentherapie verfolgt
Oh, ich glaube nicht.
Hier ist der LINK:
viewtopic.php?t=7005
Vorsicht. Ist sehr umfangreich
Ich dreh mich dann immer ganz wild im Bett rum und streck meine Arme und Beine in alle möglichen Richtungen um mal in einer anderen Position zu liegen. Ganz schön blöd, im Doppelbett Naja, mein Schatz hat sich noch nicht beschwert...
Wer weiss, was Du da alles triffst......
Ach Kläuschen, wenn ich mal so ein Gerät erfinde, dann lass ich es DICH als erstes wissen!!
Unbedingt!
Gruss
Klaus
offenes MRT
Verfasst: Mo, 11.06.2007 - 10:30
von Klaus
Mohnblume hat geschrieben:Machen Dir die Myogelosen nur im Stehen Probleme, bzw. entstehen sie da erst?
Dann bist Du der Patient für dieses Kölner MRT!
Jetzt haben wir ein solches System auch in Hannover!
Kosten:
479,53 € Normalaufnahme des Rückens
674,21 € Aufnahme mit zusätzlichen Bewegungsstellungen
Oh ha!
Man hat mir den Tipp gegeben, einen Arzt mit der Befürwortung einer solchen Aufnahme gegenüber der KK zu beauftragen. Ich werde das mal beim Symposium ansprechen und dann evtl. über meinen Schmerztherapeuten versuchen. Einen vernünftigen Orthopäden gibt es hier ja nicht.
Gruss
Klaus
Verfasst: Mo, 11.06.2007 - 21:54
von mohnblume.muenchen
Tja, irgendwie muss man das Gerät ja finanzieren
