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Artikel über Raster-Stereografie

Verfasst: Di, 14.06.2005 - 06:48
von Toni
Das hab ich in der APOTHEKEN-UMSCHAU vom 1. Juni 2005 gefunden:

Den Rücken ins rechte Licht setzen...
ORTHOPÄDIE
FORSCHUNG und WISSEN aktuell

Jugendliche mit Problemen an der Wirbelsäule benötigen regelmäßige Röntgenuntersuchungen.
Die Rasterstereografie hilft, die Strahlenbelastung deutlich zu vermindern


Nicht erst die Last der Jahre macht so mancher Wirbelsäule zu schaffen.
Unterschiedlich lange Beine oder Veränderungen der Wirbelkörper (zum Beispiel bei Morbus Scheuermann) erfordern schon bei 2 bis 4 % der Jugendlichen eine engmaschige ärztliche Kontrolle.

Es geht darum, die Entstehung lebenslanger Verkrümmungen oder Verdrehungen der Wirbelsäule, so genannter Kyphosen und Skoliosen, zu verhindern.

Dazu wird die Wirbelsäule in Abständen von einigen Monaten geröngt.
Jeder Röntgenaufnahme bedeutet aber auch eine Strahlenbelastung für die Heranwachsenden. Um diese Strahlendosis so gering wie möglich halten zu können, setzen Ärzte in machen Praxen und Krankenhäusern seit Jahren ein zusätzliches strahlenfreies Kontrollverfahren ein.

Diese so genannte Raster-Stereografie arbeitet nur mit Licht:
Auf dem Rücken des Patienten wird ein spezielles Linienprofil projieziert, das dem Computer ausreicht um die Lage der Wirbel zu berechnen – und das mit einer Genauigkeit von wenigen Millimetern.

„ Bei den betroffenen Jugendlichen macht die Raster-Stereografie 50 – 70 % der Röntgenaufnahmen überflüssig“ , freut sich Privatdozent Dr. Lars Hackenberg von der Klinik und Polyklinik für Orthopädie der Universitätsklinik in Münster, der an der Entwicklung des Verfahrens beteiligt war.

„Ganz verzichten können wir auf Röntgenbilder nicht, allerdings reicht eine Kontrollaufnahme alle 12 bis 18 Monate aus.“

Gesetzliche Krankenkassen bezahlen diese Untersuchung nicht. Diese kostet je nach Umfang zwischen 80 und 200 €

Verfasst: Di, 14.06.2005 - 09:29
von Dalia
Das klingt ja recht gut recherchiert. Sinnvoll wäre bloß der Hinweis gewesen, dass solche Rasteraufnahmen eine wesentlich ungenauere Diagnose als Röntgenbilder liefern. Aber immerhin wird darauf hingewiesen, dass sie Röntgenbilder nicht ersetzen können.

Noch eine Strahlenfrei-Methode!

Verfasst: Fr, 17.06.2005 - 20:17
von Toni
Noch eine andere, auch strahlenfreie Methode der Vermessung und Verlaufskontrolle. Das finde ich sogar noch interessanter.
Bildgebendes 3-dimensionales Abtasten mit einem "Maus-Finger"!

Link aus WIEN-Speising:
http://www.oss.at/01news/main/05scannen.html

Verfasst: Sa, 18.06.2005 - 00:04
von Fiara
Den Artikel hab ich auch letztens beim Lesen entdeckt. Fand ich echt lustig, mal was für mich "Bekanntes" zu lesen ;)

Scanner

Verfasst: Sa, 18.06.2005 - 08:05
von anny5
Hallo!

Diese Untersuchungsmethode des strahlungsfreien Messverfahrens der Skoliosekrümmungswinkel mit dem Scanner haben wir in Speising schon kennengelernt.

Ist ganz interessant, die Wirbelsäule wird mit dem Mausfinger abgetastet und man kann am Monitor den Verlauf der Kurve, die sich Punkt für Punkt aufbaut, gut mitverfolgen.
Da sieht sogar ein Blinder was los ist! Ich bin erschrocken über die "Schlangenlinie", die bei meiner Tochter rausgekommen ist!

Ein Röntgen hatten wir dann trotzdem, wahrscheinlich, weils keine aktuellen Bilder gab.

Für die Zukunft würd ich mir wünschen, öfter in den Genuss des strahlungsfreien Verfahrens zu kommen- und bald eine gerade Linie zu sehen!!!!

lG, anny5