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 Betreff des Beitrags: Wachstumshorme gegen Kyphose?
BeitragVerfasst: Fr, 24.03.2017 - 21:42 
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Hallo,
ich bin 28 und überlege mich wegen einer Kyphose operieren zu lassen. Habe das übliche schon durchgemacht und probiert aber nichts hilft um zur schmerzfreiheit zu kommen.
Vielleicht gibt es ja noch einige Therapieformen, die nicht so häufig getestet werden und ich nicht probiert habe.
Wie wäre es zum Beispiel Wachstumshormone zu nehmen und dann nochmal versuchen sehr aktiv zu trainieren und evtl ein Korsett zu tragen (man kann ja nur wirklich korrigieren solange man noch wächst).
Ein Wunder kann man nicht erwarten aber evtl 5-10 Grad verbesserung innerhalb eines Jahres?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachstumshorme gegen Kyphose?
BeitragVerfasst: Fr, 24.03.2017 - 22:10 
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Hallo klaviert,

wieviel Grad hat denn Deine "Kyphose", womit wohl Hyperkyphose gemeint ist?
Was ist denn das übliche, was Du durchgemacht hast?

Im übrigen kannst Du mit Wachstumshormonen als 28 jähriger kein Wachstum mehr erreichen.

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachstumshorme gegen Kyphose?
BeitragVerfasst: Fr, 24.03.2017 - 22:15 
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Hallo,
danke für deine Antwort.
Das übliche ist korsett, kuren und krankengymnastik. Mein Orthopäde ist Dr. Hoffmann und ich wurde eig. schon früh gut beraten habe aber als Jugendlicher mich nicht so dran gehalten weil ich Probleme mit dem Korsett hatte. Mein Gradzahl ist 60 grad kyphose hauptsächlich in BWS und ca. 20 skoliose.
Ich denke vor einer großen Operation kann man evtl noch einige Dinge probieren.
Wachstumshormone führen selten zu Wachstum bei Erwachsenen. Ich weiß aber nicht wie selten (keine statistik gefunden). Es gibt einige Menschen die noch wachsen (zum Beispiel manche bodybuilder, die es über jahre nehmen). Hier ein beispiel : https://www.youtube.com/watch?v=3C79hy2mU10 .
Natürlich haben solche Hormone viele Nebenwirkungen, sind meiner meinung nach aber einen versuch wert wenn man mit risiken einer operation vergleicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachstumshorme gegen Kyphose?
BeitragVerfasst: So, 26.03.2017 - 11:52 
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Ich bin kein Arzt und kann daher nur wiedergeben, was ich gelesen bzw. gehört habe [Laienwarnung! :rolleyes: ]:

Soweit mir bekannt, gibt es Bereiche im menschlichen Körper, die erst sehr spät oder gar nicht verknöchern. Diese können durchaus unter der Gabe von Hormonen wachsen. Dazu zählen wohl auch die inneren Organe. Man muss hier sagen, dass bei manchen Jugendlichen im Alter von 15-16 kaum mehr Längenwachstum stattfindet. Bei Mädchen scheinbar auch früher als bei Jungen. Deshalb werden Wachstumshormone bei entsprechender Indikation oft ja auch sehr früh verabreicht, meist schon weit vor der Pubertät. Wohl nicht nur, um die Zeit des Längenwachstums optimal zu nutzen, sondern auch, um ein möglichst gleichmäßiges Wachstum zu erreichen.

Wenn du mit 28 Jahren also zu Wachstumshormonen greifst und eine Dosis wählst, die nicht nur für "Anti-Aging"-Zwecke Wirkung zeigt, dann werden womöglich nur die Bereiche wachsen, die noch nicht verknöchert sind. Und dabei werden einige auch schneller wachsen als andere, z. B. die Gedärme (Stichwort "Schwangerschaftsbäuchlein" bei Bodybuildern), Hände, Füße, etc..

Solche systemischen Ansätze scheinen also etwas problematisch zu sein. Die uns derzeit in diesem Bereich zur Verfügung stehenden operativen Methoden wirken auf mich allerdings beim heutigen Stand der Technik und auch mit Blick auf einige Bereich der medizinischen Forschung auch so ein bisschen wie aus dem letzten Jahrhundert.

Ich frage mich oft, weshalb das so ist, aber man muss sich dann wieder in Erinnerung rufen, dass der Mensch eben ein laufendes, ein "running system" ist, an welchem dann gearbeitet werden muss, ohne dass man vorher einfach mal den Strom abstellen kann. Man muss, im Vergleich mit Computern, da der Mensch meiner Ansicht nach eine Art "biologischer Computer" ist, sozusagen an der Platine den Lötkolben ansetzen, während das gesamte System läuft und nebenher auch darauf achten, dass alles fehlerfrei weiterläuft. Und ewig lange kann man den Patienten ja auch nicht unter Narkose lassen. Gar nicht so einfach!

Wenn aber eine Hyperkyphose o. Ä. zum größten Teil durch eine fehlerhafte Form der Wirbelkörper, Keilwirbel, etc. verursacht wird, wäre es dann nicht ein Ziel, diese Bereiche mit natürlich dort vorkommender Knochenmasse dauerhaft "umzuformen", anstatt irgendwelche Metallteile überall im Körper zu verarbeiten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachstumshorme gegen Kyphose?
BeitragVerfasst: Mo, 27.03.2017 - 10:21 
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Hallo klaviert,

da interessierternutzer hier Überlegungen eingebracht hat, möchte ich auf Deine Situation eingehen:
Zitat:
Mein Orthopäde ist Dr. Hoffmann und ich wurde eig. schon früh gut beraten habe aber als Jugendlicher mich nicht so dran gehalten weil ich Probleme mit dem Korsett hatte. Mein Gradzahl ist 60 grad kyphose hauptsächlich in BWS und ca. 20 skoliose.

Leider ist das immer noch nicht konkret genug, wenn es um "evtl noch einige Dinge probieren" geht.
Wenn ich das richtig verstehe, hast Du als Jugendlicher kaum ein Korsett getragen und seit mindestens 10 Jahren nichts mehr gemacht? Also auch keine gezielte KG? Was sagt denn Dr. Hoffmann aktuell konkret zu Deiner Situation?

Gruß
Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachstumshorme gegen Kyphose?
BeitragVerfasst: Mo, 27.03.2017 - 12:17 
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Diagnose: Post-Scheuermann-Syndrome, Hyperkypose-/ Hyperlordose,
Cobb zahl noch unbekannt.
Therapie: Spiraldynamik, Faszienarbeit und KG an Geräten
Hi,

also Wachstumshormone bzw Mittel um Knochen zu heilen ist schon ziemlicher Quark, muss ich mal ehrlich so sagen, mal abgesehen von den Belastungen die du deinen Körper zusätzlich aussetzt hat das keinen Sinn und das Wachstum der großen Muskeln an deinem Körper bringt dir teilweise was, da du tiefliegende Muskulatur brauchst und die arbeitet eher koordinativ.

Was hilft denn wirklich?! Ganz klar du brauchst erst einmal eine Flexibilität sowie eine starke Stützmuskulatur, d.h. Dehnen und nicht nur kräftigen und dann hat Klaus schon ganz Recht mit der Fragen was hast du denn die letzten 10 Jahre effektiv getan?

Viele denken wenn sie z.B. in ein Fitnessstudio gehen dann wer dies die richtige Therapie bei Hyperkyphosen etc. Hier muss man ganz klar sagen das dies nicht der Fall ist und wenn überhaupt nur eine ergänzende Maßnahme sein kann und das auch erst dann wenn man sich selber richtig korrigieren kann.

Machst du den Schroth oder eine andere Therapieform wie Spiraldynamik?!
Du sagtest ja Korsett war nicht das richtige für dich, was war denn genau das Problem?

Ich bin kein Freund von OP und bestimmt nicht am Rücken, ich verstehe schon das du Schmerzen hast und die los werden möchtest, die Frage ist ob dir die Op dabei wirklich hilft.

Grüße Phill


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachstumshorme gegen Kyphose?
BeitragVerfasst: Mo, 27.03.2017 - 14:00 
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Hallo,
danke für die Antworten.
Ich mache Übungen nach Schroth wie sie mir in der Kur beigebracht wurden. Ich habe nicht den Eindruck, dass es viel hilft. Ich bin eher muskulös und habe überdehnte bänder fast überrall, d.h. ich muss nicht mehr dehnen.
Ich habe Schmerzen in der Hüfte und Sprungelenke. Es ist unklar, ob dies von der Wirbelsäule oder den stark überdehnten Bändern kommt. Man würde eher auf die Bänder tippen, aber seltsamerweise treten die Schmerzen immer symmetrisch und gleich an beiden Beinen auf. Wenn ich ein Korsett trage verschwinden die Schmerzen in der BWS-Gegend und ich habe dafür Schmerzen in den Beinen. Auch bringt ein Korsett ja nichts mehr in Sachen Gradzahlen wenn man ausgewachsen ist (hat man korsett+wachstumshormone schonmal probiert bei erwachsenen?).
Ich habe vor kurzem ein MRT der ganzen Wirbelsäule machen lassen. Man konnte eigentlich nichts schlimmes entdecken, bis auf die Kyphose.
Es ist besser zu trainieren (auch Schroth-übungen) als nichts zu machen, aber ich werde nicht annähernd schmerzfrei und bin deshalb auch nie selbständig geworden und hatte ein eher seltsames Leben...
Ich hatte 3 Kuren in Bad Salzungen und 2 Kuren in auf Schmerztherapie spezialisierten Kliniken.
Es ist deshalb denke ich an der Zeit etwas neues zu probieren und scheinbar gibt es kaum andere Optionen als eine Op. (Ich würde gerne Hormontherapien oder anderes wie z.b. Steroide eine zeitlang vorher versuchen, aber ich Finde keine Studien dazu im Bezug auf Kyphose/Skoliose und ohne solche Studien wird kaum ein Arzt sowas mit mir ausprobieren, oder?)
Ich denke Dr. Hoffmann hält nichts von einer Operation. Mir geht es allerdings mehr um den Versuch der Besserung als um die tatsächliche Besserung, da ich weiß das Operationen selten zu einer 100% Schmerzfreiheit führen und ich ja noch die Beschwerden mit den Bändern habe. Die starken Schmerzen der Op könnten evtl. meine jetztigen Schmerzen vergessen machen und neue Schmerzen hervorbringen, die man dann besser angehen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachstumshorme gegen Kyphose?
BeitragVerfasst: Mo, 27.03.2017 - 17:11 
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klaviert hat geschrieben:
(hat man korsett+wachstumshormone schonmal probiert bei erwachsenen?)


Ich bin auch noch jung und vielen Methoden gegenüber aufgeschlossen, aber bei Wachstumshormen wirst du, wenn überhaupt, Wachstum höchstens noch dort erfahren, wo es bei dir möglich ist:

https://en.wikipedia.org/wiki/Ossificat ... sification


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 Betreff des Beitrags: Re: Wachstumshorme gegen Kyphose?
BeitragVerfasst: Mo, 27.03.2017 - 19:22 
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Hallo Klaviert,

Zitat:
Wenn ich ein Korsett trage verschwinden die Schmerzen in der BWS-Gegend und ich habe dafür Schmerzen in den Beinen. Auch bringt ein Korsett ja nichts mehr in Sachen Gradzahlen wenn man ausgewachsen ist

1. Du trägst dabei Dein altes Korsett aus der Jugendzeit?
2. Da alles zusammenhängt, passt möglicherweise nicht mehr die Beinsituation zur Korrektur der BWS
3. Ein Korsett im Erwachsenen-Alter bringt selbstverständlich noch etwas, weil die hier im Forum sehr oft beschriebene Schmerz-Linderung bzw.-Abschaltung auch mit einer Korrektur verbunden ist. Es gibt sehr viele eingestellte Erfahrungsberichte dazu. Und vergiss mal bitte erst einmal die Kombination von Korsett mit Wachstumshormonen.
Zitat:
Ich hatte 3 Kuren in Bad Salzungen und 2 Kuren in auf Schmerztherapie spezialisierten Kliniken.

Wenn Du dort alles richtig gemacht hast und kontinuierliches Schrothen danach zu Hause nicht den Erfolg bringt, ist immer noch die Option mit einem aktuellen Korsett und Schroth offen. Natürlich kann Schroth individuell nicht die richtige Therapie sein. Das lässt sich hier nicht klären.
Zitat:
Ich denke Dr. Hoffmann hält nichts von einer Operation.

Heißt das, dass Dr. Hoffmann zwar "Dein Orthopäde ist", Du ihn aber schon sehr lange nicht mehr aufgesucht hast?

Sorry, aber Du machst es nicht leicht, gezielt auf Deine Situation einzugehen.

Gruß
Klaus


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