Interessante Diskussion - Skoliose überhaupt behandeln?
Verfasst: Do, 22.08.2013 - 19:14
Ich hatte das Glück, einer sehr interessanten Diskussion zum Thema Skoliose folgen zu dürfen.
Prof. X hat zunächst über die Behandlungsmöglichkeiten (konservative und chirurgische) von idiopathischen Skoliosen ausführlich referiert.
Dann hat er (zur Überaschung der meisten) über die Entwicklung von idiopathischen Skoliosen ohne jegliche Therapie berichtet, wobei er hierbei sowohl auf vergangenheitsbezogene, als auch aktuelle Daten zurückgegriffen hat.
Danach hat er dazu aufgefordert, darüber zu diskutieren, ob es überhaupt sinnvoll ist, idiopathische Skoliosen zu behandeln und wie die Anwesenden die Indikation rechtfertigen.
Die Diskussion war reich an unterschiedlichen Meinungen und entsprechend interessant. Das Spektrum erstreckte sich von bereits ab 15° ausnahmslos behandeln, um den Anfängen zu wehren, über Behandlung in Abhängigkeit des Verlaufs, bis hin zu gar nicht behandeln, solange die Skoliose nicht mit größeren Beschwerden einhergeht, z.B. Schmerzen oder Beeinträchtigung der Atmung / Herz-Kreislauf-Funktion.
Ich fand die Statistiken des Prof. beeindruckend, was Umfang und Qualität betraf. Seine Auswertungen ergaben, dass die wenigsten idiopathischen Skoliosen sich derart verschlechtern, dass aus medizinischer Indikation eine Therapie zwingend erforderlich wäre.
Die Frage, ab wann man aus welchem Grund eine idiopathische Skoliose therapieren soll oder nicht und falls ja, mit welchen Mitteln, finde ich sehr spannend.
Um Missverständnisse zu vermeiden - es wurde klar darauf hingewiesen, dass Physiotherapie nach Schroth, Korsett-Therapie und Versteifungs-OP wirksame Behandlungsmethoden darstellen.
Andererseits wurde aber auch die Frage gestellt, ob der harmlose Verlauf, den die meisten idiopathischen Skoliosen auch ohne Behandlung nehmen, die mit der Behandlung verbundenen Strapazen rechtfertigen, wobei hier insbesondere die OP bei recht geringen Gradzahlen kritisch beleuchtet wurde.
Prof. X hat zunächst über die Behandlungsmöglichkeiten (konservative und chirurgische) von idiopathischen Skoliosen ausführlich referiert.
Dann hat er (zur Überaschung der meisten) über die Entwicklung von idiopathischen Skoliosen ohne jegliche Therapie berichtet, wobei er hierbei sowohl auf vergangenheitsbezogene, als auch aktuelle Daten zurückgegriffen hat.
Danach hat er dazu aufgefordert, darüber zu diskutieren, ob es überhaupt sinnvoll ist, idiopathische Skoliosen zu behandeln und wie die Anwesenden die Indikation rechtfertigen.
Die Diskussion war reich an unterschiedlichen Meinungen und entsprechend interessant. Das Spektrum erstreckte sich von bereits ab 15° ausnahmslos behandeln, um den Anfängen zu wehren, über Behandlung in Abhängigkeit des Verlaufs, bis hin zu gar nicht behandeln, solange die Skoliose nicht mit größeren Beschwerden einhergeht, z.B. Schmerzen oder Beeinträchtigung der Atmung / Herz-Kreislauf-Funktion.
Ich fand die Statistiken des Prof. beeindruckend, was Umfang und Qualität betraf. Seine Auswertungen ergaben, dass die wenigsten idiopathischen Skoliosen sich derart verschlechtern, dass aus medizinischer Indikation eine Therapie zwingend erforderlich wäre.
Die Frage, ab wann man aus welchem Grund eine idiopathische Skoliose therapieren soll oder nicht und falls ja, mit welchen Mitteln, finde ich sehr spannend.
Um Missverständnisse zu vermeiden - es wurde klar darauf hingewiesen, dass Physiotherapie nach Schroth, Korsett-Therapie und Versteifungs-OP wirksame Behandlungsmethoden darstellen.
Andererseits wurde aber auch die Frage gestellt, ob der harmlose Verlauf, den die meisten idiopathischen Skoliosen auch ohne Behandlung nehmen, die mit der Behandlung verbundenen Strapazen rechtfertigen, wobei hier insbesondere die OP bei recht geringen Gradzahlen kritisch beleuchtet wurde.