Osteoporose...(K)ein Thema für UNS????
Verfasst: Sa, 13.12.2003 - 15:28
Osteoporose (K)ein Thema für uns?
Osteoporose ?
- ist das eine natürliche Alterserscheinung oder eine echte Wirbelsäulendeformation?
Ist der im Volksmund genannte „Witwenbuckel“ vermeidbar oder heilbar?
Es kommen keine (oder extrem wenig) ältere Leute in unser Forum.
Aber wir ALLE haben Eltern oder Großeltern.
Ich habe mich LEIDER mir diesem Phänomen OSTEOPOROSE befassen müssen, weil mich eine Nachbarin in Ihrer Verzweiflung um Hilfe gebeten hat.
Die Dame ist 75 Jahre alt und war bis vor ca. einem halben Jahr sehr rüstig, fit und gutaussehend.
Innerhalb eines halben Jahres ist sie fast zum Pflegefall geworden.
Es begann damit, daß vor ca. einem Jahr die Hormonersatztherapie mit Östrogenen und Gestagenen, die sie bisher erhalten hatte ohne Ausschleichung abgesetzt wurde. Begründung: Überhöhtes Brustkrebsrisiko durch amerikanische und andere Studien.
Dafür erhielt sie einmalig eine Packung EVISTA verordnet.
http://www.unifarm.it/online/beipackzet ... vista.html
Dann begannen vor einem halben Jahr unerträgliche Rückenschmerzen.
Frau W. ging zu einem örtlich bekannten Orthopäden, der sie nur oberflächlich untersuchte.
Seine Diagnose: Bandscheibenvorfall.
Es fand kein Röntgen oder sonst eine eingehende und abklärende Untersuchung statt.
Starke Schmerztabletten und 6 mal MT (manuelle Therapie) waren die verordnete Therapie.
Frau W ging es aber nach der MT immer schlechter und die Schmerztabletten waren bald verbraucht.
Sie wurde wieder beim Orthopäden vorstellig und die BSV-Therapie wurde mit gleichen Mitteln fortgesetzt.
Als sie beim Physiotherapeuten dann nach der MT von der auf ergonomische Arbeitshöhe eingestellten Therapieliege heruntersprang ( zum langsam absteigen war es zu hoch!) brach sie mit äußerst starken Schmerzen zusammen und musste mit dem Notarzt auf Vacuum-Matratze ins Krankenhaus gebracht werden.
Endlich wurde sie nun geröngt.
Ergebnis 5 Wirbelkörper im thorakolumbalen Übergang eingebrochen!
Frau W. war um 12 cm gegenüber der Größenangabe ihres Personalausweises geschrumpft!
Frau w. wurde nach 3 Tagen wieder nach Hause entlassen, obwohl sie in keinster Weise in der Lage war sich selbst zu versorgen. Mobile Pflegedieste und Nachbarschaftshilfe sicherten ihr das Überleben. Täglich kam ihr langjähriger Hausarzt (einer meiner Lieblings-Todfeinde) und Spritze ihr Calcitonin. Sie erhielt insgesamt 10 Spritzen Calcitonin, Dosis unbekannt.
Dann wurde ihr Calcium mit Vitamin D verordnet.
Die Tagesdosis waren 500 mg Ca. D-Dosis unbekannt.
Nach dem Erlebnis mit dem unfreiwilligen Sprung von der Therapieliege wehrte sich Frau W. gegen jede Form von Physiotherapie.
Ihre Rückenschmerzen wurden wieder wesentlich schlimmer statt besser. Hohe Dosen Diclo und Tramal sollten sie entschmerzen. Übelkeit und Magenbeschwerden zu den fast unerträglichen Rückenschmerzen waren die Folgen. Frau W. brachte die meiste Zeit im Bett zu und drohte so vollends zum Pflegefall zu werden.
Ich habe viel Kontakt zu ihr, betätigte mich im Gegensatz zu Sieglinde (Vollprofi) als Amateur-Altenpfleger und begann für sie im Internet zum Thema Osteoporose zu recherchieren.
Als erstes schlug ich ( wie kann es anders sein) Frau W. ein gutes Korsett zur stabilisierung und Entlastung ihrer morschen WS vor. Sie hatte selbst schon darüber nachgedacht, wollte aber nicht so einen „Panzer“ wie ich ihn trage. Der Hausarzt (mein „Lieblingstodfeind“) verschrieb ihr „ Rumpfstützmieder nach Maß“
Der Weg zu Rahmouni war ihr viel zu weit, so brachte ich sie in ein Sanitätshaus nach Tettnang. Da sie auch schon massiv kyphoisiert war ( nach meiner „laienhaften“ Schätzung ca. 70 –80° Cobb) plädierte ich für ein hohes Teil, das auch die weitere Zunahme des „Witwenbuckels“ bremsen sollte: Z.B. MEDI ........
Der Inhaber des Sanitätshauses aber meinte eine Leibbinde nach Maß würde entlastung genug bringen und zeigte eine halbfertige Leibbinde mit seitlicher Schnürung zum Verstelen der Leibweite und Verschluss mit ca. 8 Klettband streifen. Frau W stimmte dieser version zu.
Herr Martin fragte mich, wieso ich mich so gut mit Orthesen und den Fachbegriffen wie Kyphose, Reklination, Abdominalkompression usw.... auskenne. Ich klopfte auf meinen „Schildkrötenpanzer“ und erklärte ihm, dass ich selbst WS Oatient bin und ein Rahmouni-Korsett trage. Als er das Wort Rahmouni hörte, lief er puterrot an und hatte deutlich sichtbare Zeichen eines unterdrückten Wutanfalls. Er meinte, dass er mindestens genauso gute Korsette mache wie dieser Rahmouni und es nicht nötig sei wegen einem Korsett nach Stuttgart zu fahren. Ich fragte ihn darauf nach den durchschnittlichen Primärkorrekturen seiner Skoliosen- und Kyphosen-Korsette, worauf hin sich die Merkmale eine gewaltsam unterdrückten Wutanfalls nochmals verschärften, ich aber nur ausweichende und verbal unfreundliche Antworten bekam.
Frau W bekam nach 2 Wochen die stützende Leibbinde, die ihr tatsächlich große Erleichterung verschaffte. Leider erwies sich das Anziehen für sie zu einem Akt des verzweifelns. Im Gegensatz zur vorgeführten und vereinbarten Leibbinde war das Rumpfstützmieder von Frau W als verschluss mit winzigen Häckchen und Ösen ausgeführt. Frau W. beklagte sich darüber, dass sie immer wenn sie ein Häckchen zu hatte 2 daneben auf gingen und das Anlegen des Mieders zum Geschicklichkeits- und geduldsspiel wurde.
Lieder hatte sie bei Aushändigung des Mieders schon unterschrieben.
Ich telefonierte mit dem Sanitätshaus und drohte bis zur Handwerkskammer, Innung und der KK zu gehen, wenn sie das Mieder nicht auf Klettverschlusslaschen änderten. Nach abermals 2 Wochen bekam Frau W endlich ihr Mieder und ist nun sehr zufrieden damit, obwohl ich den starken Eindruck habe, daß die nur lumbal wirkende Leibbinde ihre BWS-Kyphose eher massiv verstärkt und Frau W. darin eine sehr nach vorn gebeugte Haltung hat.
Ich stellte auch fest, dass die verordnete Calcium-Dosis um ca. 50% zu nieder dosiert war, und dass vor allem die für den Einbau des Calciums verantwortlichen Biphosphonate völlig fehlten.
http://osteoporose.msd.de/behandlung/me ... _3340.html
Biphosphonate sind relativ sehr teure Medikamente und schlagen den verordnenden Ärzten voll auf das Buget!
Die Enkelin von Frau W. und ich versuchten Frau W zu überreden, die Verordnung von Biphosphonaten von ihrem Hausarzt oder orthopäden zu fordern. Dieser lehnte ab, mit der Begründung, dass das nur im akuten Notfall gegeben würde!
Im akuten Notfall aber wurde bei ihr Calcitonin (Osteoclastenrezeptorenhemmer) gespritzt.
Nun musseten die morschen Knochen wieder durch Einbau von Calciumphosphaten gestärkt und verdichtet werden.
Mein „Lieblingstotfeind“ der Hausarzt lehnte weiter die Verordnung von Biphosphonaten ab.
Ich „schleifte“ Frau W. zu mmeinem Freund dem Apotheker zu einer Osteoporose-Beratung. Der Apotheker erzählte von seiner eigenen Mutter und seiner Patentante, denen auch die Biphosphonate von den behandelnden Ärzten verweigert wurden. Z.Teil mit den fadenscheinigsten Argumenten! „Das Zeug geht aufs Herz, zerfrisst die Speiseröhre und hat eh kein Wert!“
Offensichtlich können viele Ärzte weder einen Beipackzettel eines Medikamentes lesen noch eine randomisierte Doppelblindstudie interpretieren!
Ich druckte Frau W. diese Fakten aus.
Die geistig sehr fitte und agile Frau las die Informationen, rief ihren Hausarzt an und FORDERTE NUN nachdrücklich ein Rezept mit Biphosphonaten. Wieder schaltete der Hausarzt auf stur. „ Wer ihr denn das einredete?“
Herr Baumann hat es mir aus dem Internet ausgedruckt (laut stöhnender Arzt am anderen Ende) und da stehts schwarz auf weis:
Biphosphonate UND Calcium& Vitamin D sind bei Osteoporose Typ 1 und 2 die Mittelkombination der ersten Wahl!“
„ Welcher Heilpraktiker veröffentlicht denn so einen Schmarrn?“
„ Die Arzneimittelkomission der Deutschen Ärzteschaft in den offiziellen evidenzbasierten Therapierichtlinien bei Osteoporose!“
http://www.akdae.de/cgi-bin/htsearch?co ... arten.y=12
Stöhnendes Schweigen am Ende der Leitung.
Am nächsten Tag hatte Frau W. ihr Rezept über die Biphosphonate!
Bei meiner eigenen Mutter ( 78 ) ging das völlig problemlos.
Sie hatte einmal eine Art Herzattacke. Plötzlich so starke Herzschmerzen, dass sie den Notarzt anrief. Der kam und machte sofort Laptop-EKG. Nix. Herz ohne Befund.
Man vermutete Angina Pectoris. Meine Mutter erhielt ein Spray mit Nitroglyzerin als Wirkstoff gegen die Angina-pectoris-Anfälle. Die machten aber nur starke Kopfschmerzen und bewirkten gar nichts!
Erst der Hausarzt sagte das komme vermutlich aus der BWS (Intercostal-Neuralgie von Blockaden) und veranlsste eine Knochendichtemessung. Fortgeschrittene Osteoporose!
Sie bekam 1000 mg Calcium & Vitamin D und einmal wöchentlich Biphosphonate. Zudem wurde sie zur Senioren-Gymnastik geschickt! Meiner Mutter geht es seither mit der Wirbelsäule relativ gut.
Bitte ihr jungen Skolis und Kyphos:
Denkt an Eure Eltern und Großeltern! Es können viele Schmerzen und Probleme verhindert werden, wenn die Osteoporose rechtzeitig und richtig in Griff genommen wird!
Gruß
Euer Toni
Osteoporose ?
- ist das eine natürliche Alterserscheinung oder eine echte Wirbelsäulendeformation?
Ist der im Volksmund genannte „Witwenbuckel“ vermeidbar oder heilbar?
Es kommen keine (oder extrem wenig) ältere Leute in unser Forum.
Aber wir ALLE haben Eltern oder Großeltern.
Ich habe mich LEIDER mir diesem Phänomen OSTEOPOROSE befassen müssen, weil mich eine Nachbarin in Ihrer Verzweiflung um Hilfe gebeten hat.
Die Dame ist 75 Jahre alt und war bis vor ca. einem halben Jahr sehr rüstig, fit und gutaussehend.
Innerhalb eines halben Jahres ist sie fast zum Pflegefall geworden.
Es begann damit, daß vor ca. einem Jahr die Hormonersatztherapie mit Östrogenen und Gestagenen, die sie bisher erhalten hatte ohne Ausschleichung abgesetzt wurde. Begründung: Überhöhtes Brustkrebsrisiko durch amerikanische und andere Studien.
Dafür erhielt sie einmalig eine Packung EVISTA verordnet.
http://www.unifarm.it/online/beipackzet ... vista.html
Dann begannen vor einem halben Jahr unerträgliche Rückenschmerzen.
Frau W. ging zu einem örtlich bekannten Orthopäden, der sie nur oberflächlich untersuchte.
Seine Diagnose: Bandscheibenvorfall.
Es fand kein Röntgen oder sonst eine eingehende und abklärende Untersuchung statt.
Starke Schmerztabletten und 6 mal MT (manuelle Therapie) waren die verordnete Therapie.
Frau W ging es aber nach der MT immer schlechter und die Schmerztabletten waren bald verbraucht.
Sie wurde wieder beim Orthopäden vorstellig und die BSV-Therapie wurde mit gleichen Mitteln fortgesetzt.
Als sie beim Physiotherapeuten dann nach der MT von der auf ergonomische Arbeitshöhe eingestellten Therapieliege heruntersprang ( zum langsam absteigen war es zu hoch!) brach sie mit äußerst starken Schmerzen zusammen und musste mit dem Notarzt auf Vacuum-Matratze ins Krankenhaus gebracht werden.
Endlich wurde sie nun geröngt.
Ergebnis 5 Wirbelkörper im thorakolumbalen Übergang eingebrochen!
Frau W. war um 12 cm gegenüber der Größenangabe ihres Personalausweises geschrumpft!
Frau w. wurde nach 3 Tagen wieder nach Hause entlassen, obwohl sie in keinster Weise in der Lage war sich selbst zu versorgen. Mobile Pflegedieste und Nachbarschaftshilfe sicherten ihr das Überleben. Täglich kam ihr langjähriger Hausarzt (einer meiner Lieblings-Todfeinde) und Spritze ihr Calcitonin. Sie erhielt insgesamt 10 Spritzen Calcitonin, Dosis unbekannt.
Dann wurde ihr Calcium mit Vitamin D verordnet.
Die Tagesdosis waren 500 mg Ca. D-Dosis unbekannt.
Nach dem Erlebnis mit dem unfreiwilligen Sprung von der Therapieliege wehrte sich Frau W. gegen jede Form von Physiotherapie.
Ihre Rückenschmerzen wurden wieder wesentlich schlimmer statt besser. Hohe Dosen Diclo und Tramal sollten sie entschmerzen. Übelkeit und Magenbeschwerden zu den fast unerträglichen Rückenschmerzen waren die Folgen. Frau W. brachte die meiste Zeit im Bett zu und drohte so vollends zum Pflegefall zu werden.
Ich habe viel Kontakt zu ihr, betätigte mich im Gegensatz zu Sieglinde (Vollprofi) als Amateur-Altenpfleger und begann für sie im Internet zum Thema Osteoporose zu recherchieren.
Als erstes schlug ich ( wie kann es anders sein) Frau W. ein gutes Korsett zur stabilisierung und Entlastung ihrer morschen WS vor. Sie hatte selbst schon darüber nachgedacht, wollte aber nicht so einen „Panzer“ wie ich ihn trage. Der Hausarzt (mein „Lieblingstodfeind“) verschrieb ihr „ Rumpfstützmieder nach Maß“
Der Weg zu Rahmouni war ihr viel zu weit, so brachte ich sie in ein Sanitätshaus nach Tettnang. Da sie auch schon massiv kyphoisiert war ( nach meiner „laienhaften“ Schätzung ca. 70 –80° Cobb) plädierte ich für ein hohes Teil, das auch die weitere Zunahme des „Witwenbuckels“ bremsen sollte: Z.B. MEDI ........
Der Inhaber des Sanitätshauses aber meinte eine Leibbinde nach Maß würde entlastung genug bringen und zeigte eine halbfertige Leibbinde mit seitlicher Schnürung zum Verstelen der Leibweite und Verschluss mit ca. 8 Klettband streifen. Frau W stimmte dieser version zu.
Herr Martin fragte mich, wieso ich mich so gut mit Orthesen und den Fachbegriffen wie Kyphose, Reklination, Abdominalkompression usw.... auskenne. Ich klopfte auf meinen „Schildkrötenpanzer“ und erklärte ihm, dass ich selbst WS Oatient bin und ein Rahmouni-Korsett trage. Als er das Wort Rahmouni hörte, lief er puterrot an und hatte deutlich sichtbare Zeichen eines unterdrückten Wutanfalls. Er meinte, dass er mindestens genauso gute Korsette mache wie dieser Rahmouni und es nicht nötig sei wegen einem Korsett nach Stuttgart zu fahren. Ich fragte ihn darauf nach den durchschnittlichen Primärkorrekturen seiner Skoliosen- und Kyphosen-Korsette, worauf hin sich die Merkmale eine gewaltsam unterdrückten Wutanfalls nochmals verschärften, ich aber nur ausweichende und verbal unfreundliche Antworten bekam.
Frau W bekam nach 2 Wochen die stützende Leibbinde, die ihr tatsächlich große Erleichterung verschaffte. Leider erwies sich das Anziehen für sie zu einem Akt des verzweifelns. Im Gegensatz zur vorgeführten und vereinbarten Leibbinde war das Rumpfstützmieder von Frau W als verschluss mit winzigen Häckchen und Ösen ausgeführt. Frau W. beklagte sich darüber, dass sie immer wenn sie ein Häckchen zu hatte 2 daneben auf gingen und das Anlegen des Mieders zum Geschicklichkeits- und geduldsspiel wurde.
Lieder hatte sie bei Aushändigung des Mieders schon unterschrieben.
Ich telefonierte mit dem Sanitätshaus und drohte bis zur Handwerkskammer, Innung und der KK zu gehen, wenn sie das Mieder nicht auf Klettverschlusslaschen änderten. Nach abermals 2 Wochen bekam Frau W endlich ihr Mieder und ist nun sehr zufrieden damit, obwohl ich den starken Eindruck habe, daß die nur lumbal wirkende Leibbinde ihre BWS-Kyphose eher massiv verstärkt und Frau W. darin eine sehr nach vorn gebeugte Haltung hat.
Ich stellte auch fest, dass die verordnete Calcium-Dosis um ca. 50% zu nieder dosiert war, und dass vor allem die für den Einbau des Calciums verantwortlichen Biphosphonate völlig fehlten.
http://osteoporose.msd.de/behandlung/me ... _3340.html
Biphosphonate sind relativ sehr teure Medikamente und schlagen den verordnenden Ärzten voll auf das Buget!
Die Enkelin von Frau W. und ich versuchten Frau W zu überreden, die Verordnung von Biphosphonaten von ihrem Hausarzt oder orthopäden zu fordern. Dieser lehnte ab, mit der Begründung, dass das nur im akuten Notfall gegeben würde!
Im akuten Notfall aber wurde bei ihr Calcitonin (Osteoclastenrezeptorenhemmer) gespritzt.
Nun musseten die morschen Knochen wieder durch Einbau von Calciumphosphaten gestärkt und verdichtet werden.
Mein „Lieblingstotfeind“ der Hausarzt lehnte weiter die Verordnung von Biphosphonaten ab.
Ich „schleifte“ Frau W. zu mmeinem Freund dem Apotheker zu einer Osteoporose-Beratung. Der Apotheker erzählte von seiner eigenen Mutter und seiner Patentante, denen auch die Biphosphonate von den behandelnden Ärzten verweigert wurden. Z.Teil mit den fadenscheinigsten Argumenten! „Das Zeug geht aufs Herz, zerfrisst die Speiseröhre und hat eh kein Wert!“
Offensichtlich können viele Ärzte weder einen Beipackzettel eines Medikamentes lesen noch eine randomisierte Doppelblindstudie interpretieren!
Ich druckte Frau W. diese Fakten aus.
Die geistig sehr fitte und agile Frau las die Informationen, rief ihren Hausarzt an und FORDERTE NUN nachdrücklich ein Rezept mit Biphosphonaten. Wieder schaltete der Hausarzt auf stur. „ Wer ihr denn das einredete?“
Herr Baumann hat es mir aus dem Internet ausgedruckt (laut stöhnender Arzt am anderen Ende) und da stehts schwarz auf weis:
Biphosphonate UND Calcium& Vitamin D sind bei Osteoporose Typ 1 und 2 die Mittelkombination der ersten Wahl!“
„ Welcher Heilpraktiker veröffentlicht denn so einen Schmarrn?“
„ Die Arzneimittelkomission der Deutschen Ärzteschaft in den offiziellen evidenzbasierten Therapierichtlinien bei Osteoporose!“
http://www.akdae.de/cgi-bin/htsearch?co ... arten.y=12
Stöhnendes Schweigen am Ende der Leitung.
Am nächsten Tag hatte Frau W. ihr Rezept über die Biphosphonate!
Bei meiner eigenen Mutter ( 78 ) ging das völlig problemlos.
Sie hatte einmal eine Art Herzattacke. Plötzlich so starke Herzschmerzen, dass sie den Notarzt anrief. Der kam und machte sofort Laptop-EKG. Nix. Herz ohne Befund.
Man vermutete Angina Pectoris. Meine Mutter erhielt ein Spray mit Nitroglyzerin als Wirkstoff gegen die Angina-pectoris-Anfälle. Die machten aber nur starke Kopfschmerzen und bewirkten gar nichts!
Erst der Hausarzt sagte das komme vermutlich aus der BWS (Intercostal-Neuralgie von Blockaden) und veranlsste eine Knochendichtemessung. Fortgeschrittene Osteoporose!
Sie bekam 1000 mg Calcium & Vitamin D und einmal wöchentlich Biphosphonate. Zudem wurde sie zur Senioren-Gymnastik geschickt! Meiner Mutter geht es seither mit der Wirbelsäule relativ gut.
Bitte ihr jungen Skolis und Kyphos:
Denkt an Eure Eltern und Großeltern! Es können viele Schmerzen und Probleme verhindert werden, wenn die Osteoporose rechtzeitig und richtig in Griff genommen wird!
Gruß
Euer Toni