ISG Blockaden und Kraftsport
Verfasst: So, 31.05.2009 - 18:05
Hallo,
ich bin neu hier im Forum und leide seit ca. einem Jahr unter andauernden Blockaden im Iliosacralgelenk.
Da die meisten Ärzte total überlastet sind, bekommt man selten mehr als einen flüchtigen Blick auf das Problem und eine schnelle Standarddiagnose.
Ich hoffe, dass ich hier eventuell ein paar Tipps und Hinweise bekommen kann, damit ich das Problem in den Griff bekomme.
Am besten fange ich mal ganz vorne an:
Ich bin männlich, 20 Jahre alt und mache seit 3 Jahren regelmäßig Judo, Kraftsport und Intervalltraining.
Als ich damals mit dem Training anfing, hatte ich bereits eine leichte Skoliose, die aus einer echten Beinlängendifferenz von ca. 0,5 cm resultierte.
Es bestand damals allerdings kein Anlass, eine Einlage zu tragen oder mich in irgendeiner Fom sportlich einzuschränken.
In den folgenden 2 Jahren habe ich regelmäßig trainiert und mich im Kreuzheben schließlich auf 127,5kg bei 5 Widerholungen gesteigert.
Einmal war ich jedoch am Ende eines Satzes für eine Sekunde unachtsam und hab nicht bemerkt, dass mein unterer Rücken versagt, sodass mich das Gewicht ruckartg stark nach vorne gezogen hat.
Hab es sofort fallen lassen, aber da war es schon zu spät.
Hatte dann am nächsten Tag ab und zu so einen dumpfen Schmerz in der unteren LWS.
Damals dachte ich, dass das schon von selber wieder verschwindet und habe mich nicht weiter drum gekümmert.
Als dieser komische Schmerz nach 4 Wochen immer noch nicht weg war, bin ich dann doch zum Orthopäden gegangen (was ich sofort hätte tun sollen).
Der hat mich geröngt und festgestellt, dass meine Skoliose schon sehr auffällig war und mir Einlagen verschrieben. Zusätzlich hat er eine Blockade im ISG festgestellt, und diese sofort gelöst.
Seit dem blockiert mein ISG bei jeder falschen Bewegung.
Ich trage beim Sport einlagen, habe Kreuzheben aus dem Plan genommen und verwende weniger Gewicht. Trotzdem wurde es nicht besser.
Mein Physiotherapeut hat sich von mir die Übungsausführungen vormachen lassen (allerdings ohne Gewichte) zeigen lassen und meinte, dass daran nichts auszusetzen sei.
Da ich so langsam ziemlich verzweifelt bin und auch keine Lust habe, auf Sport verzichten zu müssen (vom stundenlangen sitzen und liegen wird es noch schlimmer), habe ich in Eigenregie versucht herauszufinden, was mit meinem Becken nicht stimmt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich bei der Verwendung von Zusatzgewichten bei der Kniebeuge trotz Einlagen beim runtergehen wieder in die Skoliose verfalle. Das liegt daran, dass ich das Becken auf der linken Seite in wenig nach hinten drehe. Dieser kleine Haltungsfehler ist leider trotz freiem Oberkörper schwer zu sehen gewesen, weshalb er die ganze Zeit über unentdeckt geblieben ist.
Wenn ich mich konzentriere und das Becken auf der linken Seite bewusst nach vorne drehe, verschwindet die Problematik fast vollständig.
Sobald ich aber laufe oder renne (und das tue ich sehr viel), kann ich mein Becken nicht mehr bewusst in die richtige Position bringen.
Habt ihr irgendwelche Tipps für mich, wie ich mir die neue Haltung dauerhaft angewöhnen kann und sie auch anwende, wenn ich renne?
Meint ihr ich kann weiter Sport machen, so wie bisher oder soll ich das besser sein lassen.
Das wäre für mich ganz schlimm, weil der Sport mein Ventil gegen den Dauerstress im Studium ist.
Mit dem Judo werde ich sehr wahrscheinlich aufhören, da ich da keine Einlagen tragen kann-.-
Ich wäre sehr dankbar für Hilfen und Ratschläge
Mfg
Hendrik
ich bin neu hier im Forum und leide seit ca. einem Jahr unter andauernden Blockaden im Iliosacralgelenk.
Da die meisten Ärzte total überlastet sind, bekommt man selten mehr als einen flüchtigen Blick auf das Problem und eine schnelle Standarddiagnose.
Ich hoffe, dass ich hier eventuell ein paar Tipps und Hinweise bekommen kann, damit ich das Problem in den Griff bekomme.
Am besten fange ich mal ganz vorne an:
Ich bin männlich, 20 Jahre alt und mache seit 3 Jahren regelmäßig Judo, Kraftsport und Intervalltraining.
Als ich damals mit dem Training anfing, hatte ich bereits eine leichte Skoliose, die aus einer echten Beinlängendifferenz von ca. 0,5 cm resultierte.
Es bestand damals allerdings kein Anlass, eine Einlage zu tragen oder mich in irgendeiner Fom sportlich einzuschränken.
In den folgenden 2 Jahren habe ich regelmäßig trainiert und mich im Kreuzheben schließlich auf 127,5kg bei 5 Widerholungen gesteigert.
Einmal war ich jedoch am Ende eines Satzes für eine Sekunde unachtsam und hab nicht bemerkt, dass mein unterer Rücken versagt, sodass mich das Gewicht ruckartg stark nach vorne gezogen hat.
Hab es sofort fallen lassen, aber da war es schon zu spät.
Hatte dann am nächsten Tag ab und zu so einen dumpfen Schmerz in der unteren LWS.
Damals dachte ich, dass das schon von selber wieder verschwindet und habe mich nicht weiter drum gekümmert.
Als dieser komische Schmerz nach 4 Wochen immer noch nicht weg war, bin ich dann doch zum Orthopäden gegangen (was ich sofort hätte tun sollen).
Der hat mich geröngt und festgestellt, dass meine Skoliose schon sehr auffällig war und mir Einlagen verschrieben. Zusätzlich hat er eine Blockade im ISG festgestellt, und diese sofort gelöst.
Seit dem blockiert mein ISG bei jeder falschen Bewegung.
Ich trage beim Sport einlagen, habe Kreuzheben aus dem Plan genommen und verwende weniger Gewicht. Trotzdem wurde es nicht besser.
Mein Physiotherapeut hat sich von mir die Übungsausführungen vormachen lassen (allerdings ohne Gewichte) zeigen lassen und meinte, dass daran nichts auszusetzen sei.
Da ich so langsam ziemlich verzweifelt bin und auch keine Lust habe, auf Sport verzichten zu müssen (vom stundenlangen sitzen und liegen wird es noch schlimmer), habe ich in Eigenregie versucht herauszufinden, was mit meinem Becken nicht stimmt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich bei der Verwendung von Zusatzgewichten bei der Kniebeuge trotz Einlagen beim runtergehen wieder in die Skoliose verfalle. Das liegt daran, dass ich das Becken auf der linken Seite in wenig nach hinten drehe. Dieser kleine Haltungsfehler ist leider trotz freiem Oberkörper schwer zu sehen gewesen, weshalb er die ganze Zeit über unentdeckt geblieben ist.
Wenn ich mich konzentriere und das Becken auf der linken Seite bewusst nach vorne drehe, verschwindet die Problematik fast vollständig.
Sobald ich aber laufe oder renne (und das tue ich sehr viel), kann ich mein Becken nicht mehr bewusst in die richtige Position bringen.
Habt ihr irgendwelche Tipps für mich, wie ich mir die neue Haltung dauerhaft angewöhnen kann und sie auch anwende, wenn ich renne?
Meint ihr ich kann weiter Sport machen, so wie bisher oder soll ich das besser sein lassen.
Das wäre für mich ganz schlimm, weil der Sport mein Ventil gegen den Dauerstress im Studium ist.
Mit dem Judo werde ich sehr wahrscheinlich aufhören, da ich da keine Einlagen tragen kann-.-
Ich wäre sehr dankbar für Hilfen und Ratschläge
Mfg
Hendrik