Guter Orthopäde und Schroth-Therapeut in Heidelberg?

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truetschel
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truetschel

Beitrag von truetschel »

Hallo netketty,

ich gebe dir in Sachen" Geheimniskrämerei"Bundesverband schon recht.
Es erstaunt mich schon,das vielleicht einige nicht Mitglieder sind in den Bundesverband für Skoliose. Es heißt immer gemeinsam sind wir stark.Es nütz nicht`s,wenn wir eine negative Sache sehen und nicht`s daran ändern.Meine Frage an dir?
Was muss sich beim Bundesverband ändern?

Jeder sucht den speziellen Skoliosearzt. Bei uns werden die Pat. in Oberfranken ins Waldkrankenhaus Erlangen und nach Rummelsberg geschickt. Es gibt immer Leute die mit diesen Kliniken oder Ärzte nicht zufrieden sind. Es gibt keinen perfekten Skoliosearzt.

Gruß Lydia
Gast

Beitrag von Gast »

truetschel hat geschrieben:lese bitte den Lichtblick Ausgabe 4.2002 Seite 18.

Da stellen sich 2 Pat. vor die eine trägt aktiv das Korsett und wird nicht operiert und die andere Pat. hat nicht regelmäßig das Korsett getragen und hat sich für die Operation entschieden.
Hier der Bericht, von dem die Rede ist:
Als nächstes stellte Herr Dr. Klöckner 2 Jugendliche mit Skoliose vor. Dabei ging es weniger um die medizinischen, sondern um die psychosozialien Aspekte der beiden Patientinnen.

Patientin A, 13 jahre, sie ist nicht operiert, sie wird konservativ behandelt. Sie macht spezifische Skoliose-Gymnastik. Sie trägt seit 2 Jahren ein Korsett, das sie demonatrativ offen auf der Kleidung trägt. Bei der Vorstellung bildete das weiße Korsett einen farblichen Kontrast zu einem blauen T-Shirt und blauen Jeans. Die hellblonden Haare ergänzten den Farbkontrast der Kleidung. Patientin A berichtete selbstbewußt über ihre Empfindungen seit Feststellung ihrer Skoliose. Sie beschrieb anschaulich die psychischen Schwankungen, die sie durchlebt hat. Sie hob hervor, daß ihre Eltern ihr die entschiedende moralische Stütze gegeben haben, die alltäglichen und die speziellen Konsequenzen aus der Feststellung der Skoliose zu bewältigen. Dazu gehörte zum einen die Einsicht, dass einige jugendspezifische Lebensvorsetllungen nur in modifizierter Form möglich sind, z.B. Mode, Beruf, Partnerschaft, zum anderen gehörte dazu auch der offensive Mut, sich in ihrer Schulklasse zu ihrer Skoliose und zu dem notwendigen Korsett zu bekennen. Sie fand bei Lehrern und Schülern eine wohlwollende Akzeptanz. Die moralische Unterstützung durch bie behandelnden Ärzte und Therapeuten sowei durch Elternhaus und Schule haben Patientin A ermöglicht, auch mit Skoliose eine selbstbewusste junge Frau zu werden.

Patientiin B, 17 Jahre alt. Sie war in ihrer Erscheinung und in ihrem Werdegang sehr verschieden von Patientin A. Sie hatte seit ihrer Skoliose eine konservative medizinische Behandlung bekommen. Sie hatte jedoch die verordneten Korsette nicht getragen. Dadurch verschlimmerte sich die Skoliose mit der Zeit so, dass man ihr erklärte, eine Operation sei nun dringend notwendig. Diesem Schritt stimmte sie schließlich zu und wurde im Juli 2002 von Dr.Klöckner von vorne operiert. Mayra wirkte insgesamt zurückhaltend. Bei der Vorstellung trug sehr lässige, weite Jeanskleidung, darunter - seit der Operation - ein Korsett mit einer Schildkrötenpanzerbemalung. Patientin B berichtete relativ abgeklärt über ihren wechselnvollen Werdegang mit der Skoliose. Sie versicherte, dass die Operation und ihre Konsequenzen schließlich nicht so schlimm waren, wie vorher befürchtet und dass sie sehr froh sei, dass der Rippenbuckel fast weg sei. Auch Patientin B hob die gute psychische Unterstützung durch ihre Familie und ihre Schule, durch Ärzte und Therapeuten hervor. Für sie stellt sich noch während der gesundheitlichen Rehabilitation die Frage der Berufswahl.

Die beiden Jugendlichen stellten sich auch den Fragen der Zuhörer. Diese wurden - zum Teil durch Unterstützung von Dr. Klöckner - freimütig beantwortet.

Abschließend erklärte Dr. Klöckner, dass bei der unterschiedlichen Behandlung beider Patientinnen der Wille der Patientinnen und aber auch dass soziale Umfeld Leitlinie für Ärzte und Therapeuten war. Diese Berücksichtigung ist Voraussetzung für einen Erfolg in der Behandlung.
Orthopädietechniken oder Äzte werden hier glaube ich nicht aufgrund solcher Berichte be- oder verurteilt. Nicht aufgrund von subjektiven Erfahrungen und nicht aufgrund von Endergebnissen, die natürlich vom Einzelnen abhängen. Hier geht es in allererster Linie um die medizinischen Aspekte, erst dann folgt der Rest.

Es gibt ein paar klare Grundregeln, die erfüllt werden müssen, damit eine Therapie überhaupt Aussicht auf Erfolge hat. Eine davon ist z.B. dass im Korsett eine Primärkorrektur von mindestens 50% angestrebt werden sollte.
Wenn dafür z.B. nicht Sorge getragen wird, dies nicht das erklärte Ziel ist, dann sind die dafür verantwortlichen Orthopädietechniker und Ärzte natürlich nicht mehr für diese Behandlung zu empfehlen.

Ich denke, wenn hier von Ärzten oder Orthopädietechniken in bestimmten Fällen definitiv abgeraten wird, dann wohl nur aufgrund von solchen ganz klaren Fehlbehandlungen, bei denen es wirklich keine Entschuldigung mehr gibt. Und bei 4 mangelhaften Korsetten von 5 in Deutschland hergestellten ist das schon mal keine Seltenheit sondern eher die Regel. :(
truetschel hat geschrieben:Was muss sich beim Bundesverband ändern?
Gezielter nach möglichst objektiven Merkmalen von Qualität fragen (Toni hat sie schon aufgezählt). Weniger nach subjektiven Erfahrungen.

Im Lichtblick 1.2003 wurde z.B. ein Fragebogen abgedruckt: Ärzteempfehlung von Betroffenen für Betroffene

Auszufüllen bzw. anzukreuzen war:
Das Angebot umfasst allgemein:
Betreuung
Diagnostik
__________________
__________________

Die Ärztin/Therapeutin, der Arzt/Therapeut praktiziert:
als Niedergelassener
nur stationär
mit Sprechstunde im Krankenhaus
in einer Klinikambulanz

Fachrichtung:
Krankengymnast/in
Physiotherapeut/in
Chirurg/Kinderarzt
Lungenfacharzt/Orthopäde

Das Angebot umfasst bei Physiotherapeuten:
Einzeltherapie
geleitete Gruppengespräche
Entspannungstechniken
__________________

Anmerkungen:
__________________________________________________________
Mit solch einem Bogen bekommt man alles, die guten und die schlechten. Unterscheiden kann man sie nicht voneinander, weil die Beurteilung als guter Arzt oder Therapeut letztendlich nur davon abhängt, welche Erfahrungen der Patient bisher gesammelt hat. Womöglich basieren viele Empfehlungen nur auf Sympathie und kein bißchen auf Kompetenz.

Wie kommt es denn, daß sich so viele Skoliosen immer weiter verschlechtern, bis die OP fällig wird? Doch nur, weil die Patienten glauben, in guter Behandlung zu sein, was sie leider nicht sind.

Der Ansatz, die Idee ist gut, aber die Umsetzung dieses Fragebogens nicht wirklich gelungen, weil man daraus kaum mehr Informationen ziehen kann als aus den Gelben Seiten.
Schon die Informationsbeschaffung ist genauso wahrlos und undifferenziert wie die Berichterstattung.

Das ist auch glaube ich der große Unterschied zwischen diesem Forum hier und dem Bundesverband. Hier geht es ganz gezielt um Qualität.
Der Bundesverband dagegen liefert ein Sammelsurium unkommentierter, teils richtiger und teils falscher Informationen, die nicht voneinander zu untersxchieden sind, und läßt die Leute mit ihrer Entschiedungsfindung am Ende alleine (selbst in nicht öffentlichen Telefongesprächen, in denen man wirklich Position beziehen könnte). :/
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Bundesverband

Beitrag von peter 1 »

Hallo Anonymus,
gut geschrieben! Dadurch kann ich mir meinen entsprechenden Beitrag sparen. Schade, dass Du Dich nicht zu erkennen gibst, wenigstens durch ein Pseudonym. Aber besser so, als garnicht.
Gruß, Peter in der Heide.
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@Peter

Beitrag von sloopy »

Peter Schmidl hat geschrieben:Hallo Toni!

[...]
In welchen Skoliose-Fachkliniken/-Praxen/-Werkstätten bist Du (auch besuchsweise) gewesen? - Mit welchen Skoliose-Spezialisten hast Du gesprochen? - Hast Du Kontakte zu entsprechenden Berufsverbänden? - Welche einschlägigen Fachzeitschriften kennst Du und liest Du? - Welche Kontakte hast Du zu (Skoliose-)Selbsthilfe-Organisationen? - An welchen Seminaren, Tagungen, Kongressen über Skoliose-Behandlungen hast Du bisher / in letzter Zeit teilgenommen?

Mit Deinen Antworten auf diese Fragen wäre es vermutlich leichter, Deine Kompetenz in der Be- und Verurteilung von Skoliose-Behandlungsteams richtig einzuschätzen.
Lieber Peter,

um Tonis Beiträge in diesem Forum schätzen zu wissen, brauch ich ihn nicht fragen, wie viele Seminare er besucht, wie viele Bücher er gelesen oder wie viele Ärzte er kennengelernt hat.... Papier ist seeeehr geduldig und nur weil Scheine in Deutschland oft mehr zählen als wahre Kompetenz, hast du nicht das Recht, Toni hier so zu verurteilen!!!

Ich kenne Toni mittlerweile nicht mehr "nur" als Forumsuser - auch ausserhalb des Forums habe ich das Glück, ihn als wahren (!) Freund bezeichnen zu können- und ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass es (abgesehen von Dr. Steffan, der das zu seinem Beruf und seiner "Lebensaufgabe" gemacht hat) in diesem Forum keinen User gibt, der sich so sehr für die ihm bekannten WS-Patienten einsetzt wie unser TONI.

Er ist sicher kein Mensch, der vorschnell urteilt und ich versichere dir, Toni hat ausreichend Kompetenz, sich ein Urteil über sehr viele ärztliche Behandlungen bilden zu können, auch ohne die von dir genannten "Bildungsmaßnahmen" in Anspruch genommen zu haben. Abschließend möchte ich dich bitten, in Zukunft solch persönlichen Angriffe zu unterlassen. Nicht nur ich- auch viele andere Mitglieder wissen (mit Recht) Toni und seine Be- und Verurteilungen zu schätzen und möchten diese auch in Zukunft nicht missen!

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
Gruseline
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Beitrag von Gruseline »

Dem kann ich mich nur voll und ganz anschliessen.

Liebster Peter ,Deine Arbeit in Ehren ,möchte ich auch nicht schmällern,aber hier im Forum wird direkt und ohne Umwege geholfen und das menschlich,herzlich ,oft mit viel Geduld und Kompetents.
Den was hier an Wissen zusammen getragen wurde, findet keiner anderswo.
Es sind echte Erfahrungen die wir alle mit unserer "Versorgung" machen und gemacht haben.Und das hilft allen, die hier Hilfe und Unterstützung suchen.
Du gehst doch auch zu dem Arzt ,der dir von jemanden empfohlen wurde,
es sei den du hast einen sechser im Lotto und triffst auf Anhieb den "Richtigen".
Fragst Du dann nach dem Doktortitel oder wieviel Bücher er veröffentlich hat,bestimmt ist es Dir wichtig das er Dir helfen kann,das Ergebnis zählt und sonst nichts.Und wie sonst kommt man an die Wahrheit ,ob der Arzt was taugt oder nicht ,als über Erfahrunsaustausch.
Und das findet hier statt.
Und auch ich kann Dir sagen es ist eine echte Misere, was in der Skolioseversorgung und Kenntnis bei den Ärzten vorhanden ist.
Wir sind alle froh und dankbar, für jeden Hinweis und jede Empfehlung,die z.B.schon einigen die
bevorstehende OP ersparrt hat.

Snoopy -BZebra und gerade Toni ,helfen weil es Ihnen ein echtes
Anliegen ist und das weit über den Rahmen dieses Forums hinaus.

Für Kritik, wenn dann konstruktiv sind bestimmt alle offen,aber runterlass die persönlichen Angriffe,du hast keine Ahnung welch persönlich ,menschlicher Einsatz hinter den Menschen steckt.Es ist deren Zeit -Geld und Nerven und das alles um anderen selbstlos zu helfen und das ohne jeden finanziellen Hintergrund.
Und wer bietet das sonst noch ?
So das mußte ich mal losswerden.
Gruseline12
peter 1
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Beitrag von netkitty am 1.8.03 - positive Patientenberichte

Beitrag von peter 1 »

Hallo netkitty,
ich komme auf Deine Antwort vom 1.8. um 10h17 auf einen Beitrag von Lydia Trütschel zurück.

Toni hatte Lydia aufgefordert, ein Beispiel einer guten konservativen Skoliosebehandlung in einer UNI-Klinik zu liefern. Das hat Lydia mit dem Hinweis auf einen Artikel im "Lichtblick" getan und ein Anonymus hat den betreffenden Artikel am 2.8. in das "Forum" eingebracht.

Die geschilderten Beispiele sind Musterbeispiele. Es ist nicht möglich, mal eben schnell eine ganze Reihe von Beispielen zu schreiben und zu veröffentlichen. Dazu muß man u.a. das Einverständnis der Betroffenen (Patient, Arzt, Klinik) einholen. Das bekommt man nicht ohneweiteres. Eine ganze Liste von aktuellen erfolgreichen Behandlungen aus einer oder sogar aus mehreren Kliniken zu präsentieren, ist eine nicht leistbare Forderung. Man könnte nur die betreffenden Skoliotiker/innen auffordern, ihre Erlebnisse zu schildern. Aber Du schreibst selbst: "Es werden .. viele ihre Geschichte nicht erzählen wollen ..."

Ich habe an anderer Stelle im "Forum" schon mitgeteilt, dass ich für die Zeitschrift "Lichtblick" Beiträge schreibe. Es ist das Normalste von der Welt, darauf zu verweisen, dass die gewünschten Informationen da und dort zu finden sind. Dies gilt um so eher, wenn die Informationsquelle (Buch, Zeitschrift, Internetseite) eine spezifische Informationsquelle für ein Thema ist. Die Mühe muß man sich schon machen, dort nachzulesen. Allein Beiträge im "Forum" zu lesen, genügt eben nicht. (Dazu will ich Genaueres in einem anderen Beitrag hier im "Forum" schreiben.)

Zu der "Geheimniskrämerei" des "Bundesverbandes Skoliose-Selbsthilfe e.V." mit Informationen über Skoliose hat Lydia schon Stellung genommen. Der schließe ich mich an.

Hallo netkitty, dieser Beitrag soll Dir zeigen, dass Deine kritischen Bemerkungen für eine Klärung des Möglichen aus meiner Sicht nützlich sind.

In diesem Sinne grüßt Dich Peter in der Heide.
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