Novotergum (Rückenzentrum und Physiotherapie)
zu dem WDR Bericht
Sehr geehrter Herr Beermann,
sehr interessanter Bericht, allerdings stimmt die Bemerkung des Orthopäden am Ende, daß Kieser Training nur für präventive Zwecke geeignet sei, insofern nicht, weil dort ebenfalls eine Kräftigungstherapie an mind. 2 Medx Therapiegeräten deutschlandweit angeboten wird und es noch 2-3 weitere Geräte in Köln geben soll.
Nach eingehender Recherche ist es aber freilich so das diese als Vorreiter gelten allerdings wie oben erwähnt sehr teuer in der Anschaffung sind, insofern sind die Schnell Geräte sicher ein guter Kompromiß, auch bezüglich der Therapiekosten für den Patienten.
Aber unabhängig von verwendeten Gerät bin ich der Meinung das beide Konzepte ein wichtiger Therapiebaustein sein können, sofern dieser unter korrekten Voraussetzungen stattfindet. Im Falle des FPZ ist bei mir sicher etwas schief gelaufen, da Blockaden der WS mehr oder weniger ignoriert wurden. Wesentlich bessere Erfolge habe ich erst, seitdem ich begleitend gezielte Manuelle Therapie durchführe und die Ursache der vermeintlichen Skoliose an einem funktionellen Beckenschiefstand ausgemacht wurde (ISG Blockade) Das die gezielte Kräftigung am Gerät ein wichtiger Baustein auf langfristige Chance zur Stabilität ist wurde mir bereits ärztlich bestätigt bzw. merke selber den Unterschied der mir vorher nicht aufgrund falscher ärztlicher Behandlung unbewußt war.
Allerdings spreche ich hier nur für einer von Fehlstatik bedingten leichten Skoliose und NICHT für andere Skoliosearten/ursachen!
Auch weise ich darauf hin das es gerade unter Physiotherapeuten offensichtlich viel Abneigung generell gegenüber Kräftigung am Gerät gibt, sobald man behauptet das es tatsächlich geholfen hat.
Weiterhin würde mich interessieren ob die Maschine für Kopfrotation z.b. auch erfolgreich für bestehende Kiefergelenksfehlstatik verwendet wird.
Mit freundlichen Grüssen
Wulff
sehr interessanter Bericht, allerdings stimmt die Bemerkung des Orthopäden am Ende, daß Kieser Training nur für präventive Zwecke geeignet sei, insofern nicht, weil dort ebenfalls eine Kräftigungstherapie an mind. 2 Medx Therapiegeräten deutschlandweit angeboten wird und es noch 2-3 weitere Geräte in Köln geben soll.
Nach eingehender Recherche ist es aber freilich so das diese als Vorreiter gelten allerdings wie oben erwähnt sehr teuer in der Anschaffung sind, insofern sind die Schnell Geräte sicher ein guter Kompromiß, auch bezüglich der Therapiekosten für den Patienten.
Aber unabhängig von verwendeten Gerät bin ich der Meinung das beide Konzepte ein wichtiger Therapiebaustein sein können, sofern dieser unter korrekten Voraussetzungen stattfindet. Im Falle des FPZ ist bei mir sicher etwas schief gelaufen, da Blockaden der WS mehr oder weniger ignoriert wurden. Wesentlich bessere Erfolge habe ich erst, seitdem ich begleitend gezielte Manuelle Therapie durchführe und die Ursache der vermeintlichen Skoliose an einem funktionellen Beckenschiefstand ausgemacht wurde (ISG Blockade) Das die gezielte Kräftigung am Gerät ein wichtiger Baustein auf langfristige Chance zur Stabilität ist wurde mir bereits ärztlich bestätigt bzw. merke selber den Unterschied der mir vorher nicht aufgrund falscher ärztlicher Behandlung unbewußt war.
Allerdings spreche ich hier nur für einer von Fehlstatik bedingten leichten Skoliose und NICHT für andere Skoliosearten/ursachen!
Auch weise ich darauf hin das es gerade unter Physiotherapeuten offensichtlich viel Abneigung generell gegenüber Kräftigung am Gerät gibt, sobald man behauptet das es tatsächlich geholfen hat.
Weiterhin würde mich interessieren ob die Maschine für Kopfrotation z.b. auch erfolgreich für bestehende Kiefergelenksfehlstatik verwendet wird.
Mit freundlichen Grüssen
Wulff
Sagte der Bundeswehrarzt zu Beginn der Grundausbildung: "Ihre Rückenbeschwerden sind Gewöhnungsschmerzen."
- Klaus
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Ich finde es nicht ok, eine Patientin, die keine Skoliose/Kyphose hat, als Erfolg hinzustellen, den man einfach auf andere Patienten überträgt, ohne das genauso eindeutig zu belegen!W. Beermann hat geschrieben:So wie dieser Patientin konnten wir vielen Skoliotiker(Innen) helfen:
In einem anderen Post zu Novotergum hast Du vor länger Zeit auch von Studien gesprochen, die aber zu Skoliose/Kyphose überhaupt nichts gesagt haben.
Du bist wenigstens so ehrlich, das expliziert aufzuführen.Wulff hat geschrieben:Allerdings spreche ich hier nur für einer von Fehlstatik bedingten leichten Skoliose und NICHT für andere Skoliosearten/ursachen!
Es führt generell hier zu grossen Irritationen, wenn nicht eindeutig die jeweilige persönliche Situation bzw. Patientengruppe geschildert und dann auch entsprechend differenziert wird.!!
Übrigens trainiere ich an "normalen" Nautilus und MedX Maschinen (nicht bei Kieser) und denke, das dies auch nicht nur Prävention ist, sofern man die eigene Kompetenz nach einer Schroth REHA dort anwendet.
Gruss
Klaus
- Thomas
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- Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
- Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Re: Chronische Rückenschmerzen und Skoliose
Mich würde es auh massiv interessieren, was dieser Beitrag mit Skoliose zu tun hat!W.Beermann hat geschrieben:Hallo Miteinander!
So wie dieser Patientin konnten wir vielen Skoliotiker(Innen) helfen:
Werbung zu machen ist ja ok, aber dann bitte mit Tatsachen!
Thomas
@Klaus
es hat nichts mit Ehrlichkeit zu tun, sondern nach meinem derzeitigen Erfahrungen muß man hier differenzieren.
Ich denke nämlich das viele Leute eine unerkannte ISG Blockade haben, der Körper die resultierende Fehlstatik versucht ins Lot zu bringen, wodurch die WS muskulär in die Skoliose gezogen wird. Ebenso wie es möglich ist das verschobene Halswirbel bzw. Kiefergelenk dies auslöst.
Und bei diesen primär muskulären Ursachen glaube ich sind die Therapiegeräte eine sehr gute Möglichkeit zur Beseitigung dieser Dysbalancen UND zur Stabilisation.
Wenn ich es aber jemandem weiterempfehlen würde dann nur nach voriger Empfehlung einen guten Therapeut der Manuellen Therapie oder Osteophatie aufzusuchen, der begleitend die Basis für dieses Training schafft. Leider offerieren hier Kieser und zumindest FPZ zu sehr als alleiniges Heilmittel: " mach die Therapie und damit löst sich das Problem von alleine. "
Ich habe beide Therapien letztes Jahr unter der falschen Annahme eines anatomischen Beckenschiefstandes durchgeführt, teilweise unter Blockaden und verspannter Muskulatur.
Das Ergebnis war das nach ca. 3 Monate anhaltender Besserung die Beschwerden wieder zurückkehrten. Nachdem ich mich bei Kieser und FPZ beschwert habe und von letzteren nie wieder etwas hörte, setzte sich bei Kieser ein beratender Arzt mit mir in Verbindung. Dieser klärte mich über die ISG Geschichte auf und empfahl mir die Manuelle Therapie. Erst über diesen Weg bin ich jetzt erneut in die Kräftigungstherapie eingestiegen und trainiere zzt. nur noch nach voriger Behandlung. Dies macht einen sehr großen Unterschied aus, da ich praktisch schmerzfrei trainieren kann und nur ein entspannter Muskel kann korrekt arbeiten.
Angeblich, so zeigen die Erfahrungen, hat man auch hohe Chancen das das ISG Gelenk dauerhaft stabil bleibt, bei mir ist es jetzt seit ca. 1 Monat frei und weitgehend schmerzfrei, weil sich die Muskelzüge schon besser angeglichen haben. Für ein endgültiges Urteil reicht das aber freilich noch nicht!
Gruß
Wulff
P.S. Anmerkung zum Videobericht v. WDR: Immerhin bekommt man einen ersten EIndruck von den Geräten.
es hat nichts mit Ehrlichkeit zu tun, sondern nach meinem derzeitigen Erfahrungen muß man hier differenzieren.
Ich denke nämlich das viele Leute eine unerkannte ISG Blockade haben, der Körper die resultierende Fehlstatik versucht ins Lot zu bringen, wodurch die WS muskulär in die Skoliose gezogen wird. Ebenso wie es möglich ist das verschobene Halswirbel bzw. Kiefergelenk dies auslöst.
Und bei diesen primär muskulären Ursachen glaube ich sind die Therapiegeräte eine sehr gute Möglichkeit zur Beseitigung dieser Dysbalancen UND zur Stabilisation.
Wenn ich es aber jemandem weiterempfehlen würde dann nur nach voriger Empfehlung einen guten Therapeut der Manuellen Therapie oder Osteophatie aufzusuchen, der begleitend die Basis für dieses Training schafft. Leider offerieren hier Kieser und zumindest FPZ zu sehr als alleiniges Heilmittel: " mach die Therapie und damit löst sich das Problem von alleine. "
Ich habe beide Therapien letztes Jahr unter der falschen Annahme eines anatomischen Beckenschiefstandes durchgeführt, teilweise unter Blockaden und verspannter Muskulatur.
Das Ergebnis war das nach ca. 3 Monate anhaltender Besserung die Beschwerden wieder zurückkehrten. Nachdem ich mich bei Kieser und FPZ beschwert habe und von letzteren nie wieder etwas hörte, setzte sich bei Kieser ein beratender Arzt mit mir in Verbindung. Dieser klärte mich über die ISG Geschichte auf und empfahl mir die Manuelle Therapie. Erst über diesen Weg bin ich jetzt erneut in die Kräftigungstherapie eingestiegen und trainiere zzt. nur noch nach voriger Behandlung. Dies macht einen sehr großen Unterschied aus, da ich praktisch schmerzfrei trainieren kann und nur ein entspannter Muskel kann korrekt arbeiten.
Angeblich, so zeigen die Erfahrungen, hat man auch hohe Chancen das das ISG Gelenk dauerhaft stabil bleibt, bei mir ist es jetzt seit ca. 1 Monat frei und weitgehend schmerzfrei, weil sich die Muskelzüge schon besser angeglichen haben. Für ein endgültiges Urteil reicht das aber freilich noch nicht!
Gruß
Wulff
P.S. Anmerkung zum Videobericht v. WDR: Immerhin bekommt man einen ersten EIndruck von den Geräten.
Sagte der Bundeswehrarzt zu Beginn der Grundausbildung: "Ihre Rückenbeschwerden sind Gewöhnungsschmerzen."
- Klaus
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Ganzheitlich gesehen können solche Ereignisse sicherlich Einfluss nehmen.wulff hat geschrieben:es hat nichts mit Ehrlichkeit zu tun, sondern nach meinem derzeitigen Erfahrungen muß man hier differenzieren.
Ich denke nämlich das viele Leute eine unerkannte ISG Blockade haben, der Körper die resultierende Fehlstatik versucht ins Lot zu bringen, wodurch die WS muskulär in die Skoliose gezogen wird. Ebenso wie es möglich ist das verschobene Halswirbel bzw. Kiefergelenk dies auslöst.
Und bei diesen primär muskulären Ursachen glaube ich sind die Therapiegeräte eine sehr gute Möglichkeit zur Beseitigung dieser Dysbalancen UND zur Stabilisation
Gerade im Bereich der Kiefergelenke werden z.Bsp. durch die CMD Therapie auch Erfolge erreicht.
Insofern ist Deine Vermutung durchaus als positive Anregung zu verstehen.
Nur ich möchte betonen, dass wir hier in einem Forum für Kyphose/Skoliose sind und von den entsprechenden Erfahrungsberichten automatisch schon erwartet wird, dass die Verfasser Skoliose/Kyphose haben.
Sonst irritiert das doch sehr!
Gruss
Klaus
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W.Beermann
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Skoliosepatienten bei Novotergum
Hallo Miteinander!
Mittlerweile wurden bei Novotergum mehr als 500 chronische Rückenschmerzpatienten mit einer festgestellten Skoliose behandelt. Das Durchschnittsalter dieser Patienten liegt bei 51 Jahren und die durchschnittliche Rückenbeschwerdedauer bei 12,4 Jahre. Bisher haben wir immer wieder die Zunahme der Oberkörperlänge feststellen können, was die Physiotherapeuten durch eine Anpassung der Geräte an der HWS-Rotation (siehe Video) nachvollziehen können.
Bisher ist bei keinem Patienten eine Zunahme des Skoliosewinkels festgestellt worden.
Die Patientin im Video ist keine Skoliosepatientin. Novotergum hat sich auf die Behandlung chronischer Rückenschmerzpatienten spezialisiert Skoliotische Veränderungen der Wirbelsäule stellen ein Risikofaktor für die Chronifizierung eines Rückenschmerzpatienten dar.
Daher die hohe Anzahl an Skoliosepatienten.
HG, W.B.
Mittlerweile wurden bei Novotergum mehr als 500 chronische Rückenschmerzpatienten mit einer festgestellten Skoliose behandelt. Das Durchschnittsalter dieser Patienten liegt bei 51 Jahren und die durchschnittliche Rückenbeschwerdedauer bei 12,4 Jahre. Bisher haben wir immer wieder die Zunahme der Oberkörperlänge feststellen können, was die Physiotherapeuten durch eine Anpassung der Geräte an der HWS-Rotation (siehe Video) nachvollziehen können.
Bisher ist bei keinem Patienten eine Zunahme des Skoliosewinkels festgestellt worden.
Die Patientin im Video ist keine Skoliosepatientin. Novotergum hat sich auf die Behandlung chronischer Rückenschmerzpatienten spezialisiert Skoliotische Veränderungen der Wirbelsäule stellen ein Risikofaktor für die Chronifizierung eines Rückenschmerzpatienten dar.
Daher die hohe Anzahl an Skoliosepatienten.
HG, W.B.
Was nun die HWS Rotation mit Skoliose und Oberkörpergrößenveränderung zu tun hat leuchtet mir nicht so ganz ein.
Mir ist bisher nur gesagt worden, daß HWS Rotationen gefährlicher sein können als zunächst nur die Extension der HWS. Letztere sei auch maßgeblich für die Stabilität der HWS verantwortlich.
Ich finde jemand der an solchen Geräten mit starken Beschwerden therapiert wird sollte 1:1 betreut werden. Wie im Videobericht und im FPZ ist dies aber nicht immer der Fall. Dies gilt umso mehr für die HWS.
Und auch beim Rest der Aussage bin ich unsicher es richtig verstanden zu haben. Aufhalten der Skoliose zur Vermeidung der Chronifizierung ?
Automatisches Lösen aller Blockaden? Nur mit diesen Geräten? Bei rein muskulären Ursachen sicher machbar, ansonsten schwer vorstellbar.
Gruß
Wulff
Mir ist bisher nur gesagt worden, daß HWS Rotationen gefährlicher sein können als zunächst nur die Extension der HWS. Letztere sei auch maßgeblich für die Stabilität der HWS verantwortlich.
Ich finde jemand der an solchen Geräten mit starken Beschwerden therapiert wird sollte 1:1 betreut werden. Wie im Videobericht und im FPZ ist dies aber nicht immer der Fall. Dies gilt umso mehr für die HWS.
Und auch beim Rest der Aussage bin ich unsicher es richtig verstanden zu haben. Aufhalten der Skoliose zur Vermeidung der Chronifizierung ?
Automatisches Lösen aller Blockaden? Nur mit diesen Geräten? Bei rein muskulären Ursachen sicher machbar, ansonsten schwer vorstellbar.
Gruß
Wulff
Sagte der Bundeswehrarzt zu Beginn der Grundausbildung: "Ihre Rückenbeschwerden sind Gewöhnungsschmerzen."
Anmerkung zur Kräftigungstherapie zur Skoliose
Hallo,
Ich habe beim Durchstöbern einer Kundenzeitschrift von Kieser Training einen kurzen Artikel gefunden, indem zumindest bei Heranwachsenden Jugendlichen eine Verbesserung der Krümmung eintrat:
>
Krafttraining bei Skoliose:
Die gezielte Kräftigung rumpfstabilisierender
Muskeln hilft bei der Therapie
und Prävention von Rückenschmerzen.
Wissenschaftliche Studien wiesen dies
bereits vor etwa 20 Jahren für die Bereiche
der Lenden- bzw. Halswirbelsäule
nach. Doch erst seit wenigen Jahren ist
bekannt, dass eine isolierte Kräftigung
der Rumpfmuskulatur auch ein sinnvoller
Behandlungsansatz bei Wirbelsäulendeformationen
wie z. B. der Skoliose ist.
Vert Mooney (Universität San Diego)
überprüfte die Kraft verschiedener
Rumpfmuskelgruppen bei Skoliosepatienten
und entdeckte einen deutlichen
Kraftunterschied bei der Seitwärtsdrehung
des Oberkörpers zwischen beiden
Drehrichtungen. Die Kräftigung der so
genannten Rumpfrotatoren bezweckt die
Angleichung des Kraftniveaus beider
Drehrichtungen. Ein solches Krafttraining
ist besonders im Anfangsstadium
der Skoliose, bevor es zu haltungsbedingten
Knochenumformungen kommt, wertvoll.
In einer Pilotstudie wurde an 12
Skoliosepatienten im Alter von 11 bis 16
Jahren ein viermonatiges Krafttraining
an der MedX-Rotary Torso durchgeführt.
Die durchschnittliche seitliche Verkrümmung
der Wirbelsäule reduzierte sich um
8°, die seitlichen Kraftdefizite konnten
ausgeglichen werden. Durch ein anschließendes
viermonatiges Training an der F1
und einer zusätzlichen Übung zur
Kräftigung der Rückenstrecker (analog
unserer A1) konnte dieses Trainingsergebnis
stabilisiert werden.
Mooney V & Brigham A (2003). The role of
measured resistance exercises in adolescent
scoliosis. Orthopedics 26, 167-171.
Mooney V, Gulick J & Pozos R (2000).
A preliminary report on the effect of measured
strength training in adolescent idiopathic scoliosis.
Journal of Spinal Disorders 13, 102-107.
>
Die "Medx Rotary Torso" Therapiemaschine ähnelt der Rumpfrotation der "Schnell" bei FPZ/ Novotergum, ist jedeoch aufwendiger, teurer und daher kaum verbreitet. (u.a. bei Kieser in Köln) - ich hatte hierzu einmal einen eigenen Thread gestartet, ob jem. bereits daran therapiert wurde.
Weiterhin schreibt Dr. Weiß (beratender Arzt bei Kieser Training) in seinem neuen Buch "Muskelkraft ist die stärkste Medizin" das es keine Studien zur Wirksamkeit von Kräftigungstherapie (allgemein) bei Skoliose gäbe. I.d.R. trägt sie aber zur Entstauchung (Aufrichtung) der WS bei.
Er weist auch darauf hin das vieles was als Skoliose diagnostiziert würde, nicht wirklich eine richtige Skoliose darstellt. (ich glaube er meint hiermit z.b. die Auswirkungen von ISG Blockaden (die er nebenbei bei sehr vielen Rückenschmerzpatienten diagnostizierte)auf die Körperstatik, Körperfehlhaltungen etc.- die zur leichten Verkrümmungen führen)
Ich habe beim Durchstöbern einer Kundenzeitschrift von Kieser Training einen kurzen Artikel gefunden, indem zumindest bei Heranwachsenden Jugendlichen eine Verbesserung der Krümmung eintrat:
>
Krafttraining bei Skoliose:
Die gezielte Kräftigung rumpfstabilisierender
Muskeln hilft bei der Therapie
und Prävention von Rückenschmerzen.
Wissenschaftliche Studien wiesen dies
bereits vor etwa 20 Jahren für die Bereiche
der Lenden- bzw. Halswirbelsäule
nach. Doch erst seit wenigen Jahren ist
bekannt, dass eine isolierte Kräftigung
der Rumpfmuskulatur auch ein sinnvoller
Behandlungsansatz bei Wirbelsäulendeformationen
wie z. B. der Skoliose ist.
Vert Mooney (Universität San Diego)
überprüfte die Kraft verschiedener
Rumpfmuskelgruppen bei Skoliosepatienten
und entdeckte einen deutlichen
Kraftunterschied bei der Seitwärtsdrehung
des Oberkörpers zwischen beiden
Drehrichtungen. Die Kräftigung der so
genannten Rumpfrotatoren bezweckt die
Angleichung des Kraftniveaus beider
Drehrichtungen. Ein solches Krafttraining
ist besonders im Anfangsstadium
der Skoliose, bevor es zu haltungsbedingten
Knochenumformungen kommt, wertvoll.
In einer Pilotstudie wurde an 12
Skoliosepatienten im Alter von 11 bis 16
Jahren ein viermonatiges Krafttraining
an der MedX-Rotary Torso durchgeführt.
Die durchschnittliche seitliche Verkrümmung
der Wirbelsäule reduzierte sich um
8°, die seitlichen Kraftdefizite konnten
ausgeglichen werden. Durch ein anschließendes
viermonatiges Training an der F1
und einer zusätzlichen Übung zur
Kräftigung der Rückenstrecker (analog
unserer A1) konnte dieses Trainingsergebnis
stabilisiert werden.
Mooney V & Brigham A (2003). The role of
measured resistance exercises in adolescent
scoliosis. Orthopedics 26, 167-171.
Mooney V, Gulick J & Pozos R (2000).
A preliminary report on the effect of measured
strength training in adolescent idiopathic scoliosis.
Journal of Spinal Disorders 13, 102-107.
>
Die "Medx Rotary Torso" Therapiemaschine ähnelt der Rumpfrotation der "Schnell" bei FPZ/ Novotergum, ist jedeoch aufwendiger, teurer und daher kaum verbreitet. (u.a. bei Kieser in Köln) - ich hatte hierzu einmal einen eigenen Thread gestartet, ob jem. bereits daran therapiert wurde.
Weiterhin schreibt Dr. Weiß (beratender Arzt bei Kieser Training) in seinem neuen Buch "Muskelkraft ist die stärkste Medizin" das es keine Studien zur Wirksamkeit von Kräftigungstherapie (allgemein) bei Skoliose gäbe. I.d.R. trägt sie aber zur Entstauchung (Aufrichtung) der WS bei.
Er weist auch darauf hin das vieles was als Skoliose diagnostiziert würde, nicht wirklich eine richtige Skoliose darstellt. (ich glaube er meint hiermit z.b. die Auswirkungen von ISG Blockaden (die er nebenbei bei sehr vielen Rückenschmerzpatienten diagnostizierte)auf die Körperstatik, Körperfehlhaltungen etc.- die zur leichten Verkrümmungen führen)
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Hallo wulff,
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das gezielte Fitnesstraining bei Skoliose nur über die richtige Korrekturhaltung (Schroth) gehen würde.
"Würde" deshalb, weil ich mittlerweile über Erfahrungsberichte mitbekommen habe, dass dies möglicherweise ganz schwer umzusetzen ist.
Bei meiner Kyphose kann ich sehr gut diese notwendigen Korrekturbewegungen in richtiger Haltung nachvollziehen. Wenn ich das auf eine kyphotische Fehlhaltung übertrage, dann bin ich sogar von einem dauerhaften Erfolg überzeugt, wenn verkürzte Strukturen intensiv einbezogen werden.
Gruss
Klaus
Doch erst seit wenigen Jahren ist
bekannt, dass eine isolierte Kräftigung
der Rumpfmuskulatur auch ein sinnvoller
Behandlungsansatz bei Wirbelsäulendeformationen
wie z. B. der Skoliose ist.
Wenn die im ersten Zitat genannte Skoliose offenbar doch keine richtige Skoliose ist (zweites Zitat), dann ist der Gesamtansatz bei Kieser wohl eher bei Fehlhaltungen zu sehen und nicht bei "echter" Skoliose!Er (Dr. Weiß)weist auch darauf hin das vieles was als Skoliose diagnostiziert würde, nicht wirklich eine richtige Skoliose darstellt
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass das gezielte Fitnesstraining bei Skoliose nur über die richtige Korrekturhaltung (Schroth) gehen würde.
"Würde" deshalb, weil ich mittlerweile über Erfahrungsberichte mitbekommen habe, dass dies möglicherweise ganz schwer umzusetzen ist.
Bei meiner Kyphose kann ich sehr gut diese notwendigen Korrekturbewegungen in richtiger Haltung nachvollziehen. Wenn ich das auf eine kyphotische Fehlhaltung übertrage, dann bin ich sogar von einem dauerhaften Erfolg überzeugt, wenn verkürzte Strukturen intensiv einbezogen werden.
Gruss
Klaus
-
Gast1
Zur Historie von MedX, DAVID, FPZ und Novotergum
Das Thema Wirbelsäulentraining scheint euch seit längerem zu beschäftigen. Hier ein paar Infos zur Chronologie des Krafttrainings an speziellen Geräten.
Meines Wissens nach kommt MedX aus den USA. Dies waren die ersten speziellen Geräte zur gezielten Kräftigung der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur. Herr Kieser hat das Thema aufgegriffen und nach Europa gebracht. Leider sind diese Geräte sehr teuer und somit hat er drum herum das bekannte "Kieser Training" aufgebaut, mit der Möglichkeit an einigen Standorten die spezielle "Medizinische Kräftigungstherapie (MKT) durchführen zu können. In Europa entwickelte der finnische Trainingsgerätehersteller DAVID eine spezielle Wirbelsäulenserie "David Rückenkonzept". Herr Denner, damals Doktorand an der SpoHo in Köln erhielt den Auftrag isometrische Messungen mit schmerzfreien und schmerzgeplagten Menschen durchzuführen. In Zusammenarbeit mit DAVID entwickelte er Messsoftware und eine Auswertungssoftware mit einem beachtlichen Referenzdatenpool. Er erkannte seine Chance und gründete FPZ und trennte sich von Geldgier getrieben von DAVID und kopierte die Idee und entwickelte mit SCHNELL zusammen die FPZ Systems. Mittlerweile werden die bewährten SCHNELL Rückengeräte auch unter anderen Namen vertrieben mit geringen Modifikationen (proxomed, natürlich mit eigenem Rückenkonzept tergumed oder so..). Die Ur-Gesellschafter von Novotergum waren anfangs FPZ Mitglied (ich glaube sogar, damals in Bochum), die es jedoch nicht einsahen, einen monatlichen Mitgliedsbeitrag an FPZ zu zahlen. Mit starken Investoren und guten Kontakten zur DAK trennten sie sich von FPZ, kopierten das Konzept, und wurden bekannt unter Novotergum AG. Fraglich ist nur, auf welchen Referenzdaten deren Auswertungssoftware aufbaut.
So jetzt kennt ihr also die grobe Geschichte des Rückentrainings in Deutschland. Die unschönen Details lasse ich weg. Ich möchte schließlich nicht wegen Verleumdung angeklagt werden.
Eine Bitte noch:
Schert nicht alle Leute über einen Kamm. Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz und Skoliose ist nicht gleich Skoliose. Und dem Patienten ein gutes Gefühl zu vermitteln, ist schon die halbe Miete. Das kennt man ja aus der Homöopathie. Nichts drin, aber es wirkt!
Also seid immer schön nett zu den Patienten.
Meines Wissens nach kommt MedX aus den USA. Dies waren die ersten speziellen Geräte zur gezielten Kräftigung der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur. Herr Kieser hat das Thema aufgegriffen und nach Europa gebracht. Leider sind diese Geräte sehr teuer und somit hat er drum herum das bekannte "Kieser Training" aufgebaut, mit der Möglichkeit an einigen Standorten die spezielle "Medizinische Kräftigungstherapie (MKT) durchführen zu können. In Europa entwickelte der finnische Trainingsgerätehersteller DAVID eine spezielle Wirbelsäulenserie "David Rückenkonzept". Herr Denner, damals Doktorand an der SpoHo in Köln erhielt den Auftrag isometrische Messungen mit schmerzfreien und schmerzgeplagten Menschen durchzuführen. In Zusammenarbeit mit DAVID entwickelte er Messsoftware und eine Auswertungssoftware mit einem beachtlichen Referenzdatenpool. Er erkannte seine Chance und gründete FPZ und trennte sich von Geldgier getrieben von DAVID und kopierte die Idee und entwickelte mit SCHNELL zusammen die FPZ Systems. Mittlerweile werden die bewährten SCHNELL Rückengeräte auch unter anderen Namen vertrieben mit geringen Modifikationen (proxomed, natürlich mit eigenem Rückenkonzept tergumed oder so..). Die Ur-Gesellschafter von Novotergum waren anfangs FPZ Mitglied (ich glaube sogar, damals in Bochum), die es jedoch nicht einsahen, einen monatlichen Mitgliedsbeitrag an FPZ zu zahlen. Mit starken Investoren und guten Kontakten zur DAK trennten sie sich von FPZ, kopierten das Konzept, und wurden bekannt unter Novotergum AG. Fraglich ist nur, auf welchen Referenzdaten deren Auswertungssoftware aufbaut.
So jetzt kennt ihr also die grobe Geschichte des Rückentrainings in Deutschland. Die unschönen Details lasse ich weg. Ich möchte schließlich nicht wegen Verleumdung angeklagt werden.
Eine Bitte noch:
Schert nicht alle Leute über einen Kamm. Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz und Skoliose ist nicht gleich Skoliose. Und dem Patienten ein gutes Gefühl zu vermitteln, ist schon die halbe Miete. Das kennt man ja aus der Homöopathie. Nichts drin, aber es wirkt!
Also seid immer schön nett zu den Patienten.
-
Gast1
Keine Einheitstherapie
Ich habe das Gefühl, dass es Leute in diesem Forum gibt, die gezielt Werbung für eine Therapieform machen. Ich wollte nur klarstellen, dass noch keiner das Gelbe vom Ei bei der Skoliosetherapie gefunden hat.
Das Schwierigste an der Sache ist doch, für jeden einzelnen Skoliosepatienten eine Lösung für seine Probleme zu finden. Und weil Skoliose nicht gleich Skoliose ist, kann ich doch nicht sagen: " Alle Skoliose Betroffenen, macht mal die Therapie nach xy! Damit habe ich gute Erfahrungen gamacht!"
Daher mein Vorschlag: Beschränkt euch auf die Information, was Skoliose überhaupt ist. Nennt vielleicht noch ein paar seriöse Ansprechpartner, aber treibt nicht die Betroffenen von Therapie zu Therapie und verunsichert nicht die Interessierten. Vorallem wenn dazu noch Halbwahrheiten verbreitet werden.
Das Schwierigste an der Sache ist doch, für jeden einzelnen Skoliosepatienten eine Lösung für seine Probleme zu finden. Und weil Skoliose nicht gleich Skoliose ist, kann ich doch nicht sagen: " Alle Skoliose Betroffenen, macht mal die Therapie nach xy! Damit habe ich gute Erfahrungen gamacht!"
Daher mein Vorschlag: Beschränkt euch auf die Information, was Skoliose überhaupt ist. Nennt vielleicht noch ein paar seriöse Ansprechpartner, aber treibt nicht die Betroffenen von Therapie zu Therapie und verunsichert nicht die Interessierten. Vorallem wenn dazu noch Halbwahrheiten verbreitet werden.
- Klaus
- Moderator/in

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- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
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- Wohnort: Hannover
Also Gast 1, nochmal, Du sprichst in Rätseln !
In diesem Thread geht es um Novotergum und um eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Einerseits sprichst Du von Werbung von einer Therapieform, andererseits bemängelst Du die Vielzahl von Therapieformen.
Ich darf darauf hinweisen, dass dies ein Forum ist, dass vom Erfahrungsaustausch lebt. Zumindest bei Erwachsenen gehe ich davon aus, dass sie ihr persönliches Fazit daraus ziehen können!
Gruss
Klaus
Welche Therapie meinst Du denn?Ich habe das Gefühl, dass es Leute in diesem Forum gibt, die gezielt Werbung für eine Therapieform machen
In diesem Thread geht es um Novotergum und um eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Um ernsthaft weiter zu diskutieren, solltest Du schon konkret sagen, was Du meinst !Daher mein Vorschlag: Beschränkt euch auf die Information, was Skoliose überhaupt ist. Nennt vielleicht noch ein paar seriöse Ansprechpartner, aber treibt nicht die Betroffenen von Therapie zu Therapie und verunsichert nicht die Interessierten. Vorallem wenn dazu noch Halbwahrheiten verbreitet werden.
Einerseits sprichst Du von Werbung von einer Therapieform, andererseits bemängelst Du die Vielzahl von Therapieformen.
Ich darf darauf hinweisen, dass dies ein Forum ist, dass vom Erfahrungsaustausch lebt. Zumindest bei Erwachsenen gehe ich davon aus, dass sie ihr persönliches Fazit daraus ziehen können!
Gruss
Klaus
-
Hoffi
Welche Geräte gibt es denn
Ich habe mal eine Frage. Für welche Muskelpartien gibt es eigentlich Geräte bei novotergum?Nur für den Rücken oder auch für brust,Schulter, Arme, Bauch etc.?
Danke im Voraus.
Danke im Voraus.
- Klaus
- Moderator/in

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Da Du als Gast schreibst und ich nicht weiß, um was es bei Dir geht, kann ich nur raten, sich dort selbst zu informieren.Hoffi hat geschrieben:Ich habe mal eine Frage. Für welche Muskelpartien gibt es eigentlich Geräte bei novotergum?Nur für den Rücken oder auch für brust,Schulter, Arme, Bauch etc.?
Wir diskutieren hier speziell bei Skoliose/Kyphose!
Gruss
Klaus
erfahrungsbericht
hallo miteinander,
ich habe den thread komplett gelesen.
War sehr interessant.
Persönlich möchte ich sagen, dass mir wohl die Therapie bei Novo wenig gebracht hat; vielleicht sogar nach meinem momentanen Gefühl vielleicht negativ gewirkt hat.
Ich habe an vier Geräten trainiert aber die Therapeuten haben gut darauf geachtet, dass ich wirklich komplett in die Geräte eingespannt war.
Also da kann ich sagen, dass Sie gut darauf geachtet haben.
Nur war es für mich wohl die falsche Trainingsmethode.
Ich habe eine Skoliose in Lendenbereich und eine im Brustwirbelbereich, der nach Harrington versteift wurde.
Aufgrund dessen ist meine LWS-Muskulatur sehr gut ausgeprägt, da sie ja
die Etage darüber im Gleichgewicht halten muss.
(Ich schaffe es, mich auf einem Tisch abzustützen und meinen kompletten Körper in eine Waagerechte zu bewegen)
Von daher gut ausgeprägte Muskulatur.
Was die Beweglichkeit im LWS-Bereich angeht, habe ich was dazugewonnen, klar.
Ich habe Geräte benutzt, die dies speziell mobilisieren und trainieren.
Nur, der Fehler bei mir oder vielleicht auch bei Novo gewesen sein mag, ist,
dass ich immer mehr Gewichte haben wollte; bis zu dem Gewicht, bei dem man die Übung kaum noch schaffen konnte.
Dies mag sicherlich mit Ehrgeiz zutun haben, jedoch wäre es vielleicht besser, wenn die Physiotherapeuten gesagt hätten, dass ich mich mehr auf Mobilität als auf Muskelaufbau konzentrieren sollte.
Da hat man mir leider nicht abgeraten, mehr Gewichte zu nehmen, sondern nur gesagt, wenn du Schmerzen hast, oder nicht mehr kannst, dann brichst du das Gerätetraining ab.
Ok, das ist sfür einen Normalo ok, nur habe ich eine schwere Skoliose mit Harrinton-Implantat.
Ich rate jedem, hört nicht nur auf Ärzte, Therapeutin, etc...
Lernt euren Körper zu verstehen.
Dies dauert eine Weile, aber ich weiß langsam, was gut für mich ist und was nicht.
Ich gehe ins Fitnessstudio, habe mir einen Plan zusammenstellen lassen, wobei ich nach 3 trainingseinheiten gemerkt habe, dieses oder jenes gerät läßt du weg, weil kontraproduktiv (bei mir Bauchmuskel- und Lendenmuskel-Training, das ist durchtrainiert und führte nur zu mehr Verspannungen und Schmerzen).
Und selbst wenn man ins Fitnessstudio geht, muss jedem klar sein, dass jedes Gerät nur eine bestimmte Muskelpartie trainiert.
Das mag bis zu einem gewissen Level ok sein.
Aber: An Geräten trainiert man nur entsprechende Muskelpartien. Das "mag" bei gesunden Menschen in Ordnung sein, weil sie keine Beschwerden haben.
Bei Skoliose-Geplagten ist es anders. Hier muss man gezielt Muskelpartien stärken.
Und da muss ich sagen, Schwimmen, Crosstrainer oder Fahrradfahren sind meiner Meinung nach die besten Trainingsmethoden für wirbelsäulengeschädigte Menschen.
Bei diesen Aktivitäten werden mehr Muskeln aktiviert, als bei irgendeinem Gerät, indem man eingespannt ist oder im Fitnessstudio an einem Gerät sitzt, bei der man nur eine Partie trainiert.
Bei Skoliose geht es aber in erster Linie darum, ein mögliches Gleichgewicht durch Training wieder - wenn möglich - herzuzustellen.
Und das geht nicht, wenn man nur gewisse Muskelpartien durch KG trainiert.
Das ist meine Meinung, ich mag falasch liegen..
ich habe den thread komplett gelesen.
War sehr interessant.
Persönlich möchte ich sagen, dass mir wohl die Therapie bei Novo wenig gebracht hat; vielleicht sogar nach meinem momentanen Gefühl vielleicht negativ gewirkt hat.
Ich habe an vier Geräten trainiert aber die Therapeuten haben gut darauf geachtet, dass ich wirklich komplett in die Geräte eingespannt war.
Also da kann ich sagen, dass Sie gut darauf geachtet haben.
Nur war es für mich wohl die falsche Trainingsmethode.
Ich habe eine Skoliose in Lendenbereich und eine im Brustwirbelbereich, der nach Harrington versteift wurde.
Aufgrund dessen ist meine LWS-Muskulatur sehr gut ausgeprägt, da sie ja
die Etage darüber im Gleichgewicht halten muss.
(Ich schaffe es, mich auf einem Tisch abzustützen und meinen kompletten Körper in eine Waagerechte zu bewegen)
Von daher gut ausgeprägte Muskulatur.
Was die Beweglichkeit im LWS-Bereich angeht, habe ich was dazugewonnen, klar.
Ich habe Geräte benutzt, die dies speziell mobilisieren und trainieren.
Nur, der Fehler bei mir oder vielleicht auch bei Novo gewesen sein mag, ist,
dass ich immer mehr Gewichte haben wollte; bis zu dem Gewicht, bei dem man die Übung kaum noch schaffen konnte.
Dies mag sicherlich mit Ehrgeiz zutun haben, jedoch wäre es vielleicht besser, wenn die Physiotherapeuten gesagt hätten, dass ich mich mehr auf Mobilität als auf Muskelaufbau konzentrieren sollte.
Da hat man mir leider nicht abgeraten, mehr Gewichte zu nehmen, sondern nur gesagt, wenn du Schmerzen hast, oder nicht mehr kannst, dann brichst du das Gerätetraining ab.
Ok, das ist sfür einen Normalo ok, nur habe ich eine schwere Skoliose mit Harrinton-Implantat.
Ich rate jedem, hört nicht nur auf Ärzte, Therapeutin, etc...
Lernt euren Körper zu verstehen.
Dies dauert eine Weile, aber ich weiß langsam, was gut für mich ist und was nicht.
Ich gehe ins Fitnessstudio, habe mir einen Plan zusammenstellen lassen, wobei ich nach 3 trainingseinheiten gemerkt habe, dieses oder jenes gerät läßt du weg, weil kontraproduktiv (bei mir Bauchmuskel- und Lendenmuskel-Training, das ist durchtrainiert und führte nur zu mehr Verspannungen und Schmerzen).
Und selbst wenn man ins Fitnessstudio geht, muss jedem klar sein, dass jedes Gerät nur eine bestimmte Muskelpartie trainiert.
Das mag bis zu einem gewissen Level ok sein.
Aber: An Geräten trainiert man nur entsprechende Muskelpartien. Das "mag" bei gesunden Menschen in Ordnung sein, weil sie keine Beschwerden haben.
Bei Skoliose-Geplagten ist es anders. Hier muss man gezielt Muskelpartien stärken.
Und da muss ich sagen, Schwimmen, Crosstrainer oder Fahrradfahren sind meiner Meinung nach die besten Trainingsmethoden für wirbelsäulengeschädigte Menschen.
Bei diesen Aktivitäten werden mehr Muskeln aktiviert, als bei irgendeinem Gerät, indem man eingespannt ist oder im Fitnessstudio an einem Gerät sitzt, bei der man nur eine Partie trainiert.
Bei Skoliose geht es aber in erster Linie darum, ein mögliches Gleichgewicht durch Training wieder - wenn möglich - herzuzustellen.
Und das geht nicht, wenn man nur gewisse Muskelpartien durch KG trainiert.
Das ist meine Meinung, ich mag falasch liegen..
- Klaus
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Wie wahr !bovivan hat geschrieben:Ich rate jedem, hört nicht nur auf Ärzte, Therapeutin, etc...
Lernt euren Körper zu verstehen.
Und gerade bei Skoliose/Hyperkyphose geht es um das richtige ganz individuelle Körpergefühl und das lernt man am besten während einer 3-4 wöchigen REHA nach Katharina Schroth.
Gerade Operierte haben oft Überlastungen in den nicht versteiften Bereichen und auch dafür gibt es spezielle Gruppen während der REHA.
Was das Fitness Studio angeht, so ist es bei Skoliose in der Tat schwierig, richtig zu trainieren. Wenn man Schroth kennt, weiß man auch, warum.
Richtig und das gelingt nur mit "Tricks" wie z.Bsp. der sogenannten korrigierten Haltung, in der man Muskeln (Bänder und Sehnen) ganz gezielt anspricht. Also ein isometrisches Muskel-Training, im Gegensatz zum Bewegungstraining im Fitness Studio, das in der korrigierten Haltung wirklich schwer umzusetzen ist.Bei Skoliose-Geplagten ist es anders. Hier muss man gezielt Muskelpartien stärken.
Abgesehen davon, dass man mit den Geräten oft gar nicht bestimmte Muskeln erfassen kann.
Übrigens bei Hyperkyphose kann man sehr gut gezieltes Training machen.
Möglicherweise nicht richtig trainiert, denn ganz ohne Training wird sich diese Muskulatur wieder zurückbilden.wobei ich nach 3 trainingseinheiten gemerkt habe, dieses oder jenes gerät läßt du weg, weil kontraproduktiv (bei mir Bauchmuskel- und Lendenmuskel-Training, das ist durchtrainiert und führte nur zu mehr Verspannungen und Schmerzen).
Also Fahrradfahren ist eher ein Ausdauertraining und sollte auch in der richtigen Haltung durchgeführt werden. Crosstrainer ist ebenfalls Ausdauertraining, bei dem zusätzlich ein leichtes Muskeltraining stattfindet, dass man aber nicht überbewerten sollte.Und da muss ich sagen, Schwimmen, Crosstrainer oder Fahrradfahren sind meiner Meinung nach die besten Trainingsmethoden für wirbelsäulengeschädigte Menschen.
Bei Deiner Skoliose sollte schon wesentlich mehr passieren.
Gruss
Klaus
Also bei mir nicht wirklich. Habe unterschiedliche Bauchmuskeltrainingsvarianten probiert, sowohl am Gerät als auch auf der Matte. Ich mache jetzt nur noch beim 1-Std-Rückenkurs die Bauchmuskelübungen mit, und zwar nach meinem Ermessen. Ich habe schon sehr gut durchtrainierte Bauchmuskultur, 6-Pack-mäßig. Zudem haben 2 Physio- bzw. Sportphysiotherapeuten gesagt, einer ist Bekannter, dass beim Bauchmuskeltraining auch ein spezieller Muskel (Namen weiß ich jetzt nicht), der von der Lendenwirbelsäule zu den Innenoberschenkeln führt, hierbei immer mittrainiert wird. Wird dieser überlastet, erzeugt dies Verspannungen im LWS-Bereich.Möglicherweise nicht richtig trainiert, denn ganz ohne Training wird sich diese Muskulatur wieder zurückbilden.
Auch der Rückenzug ist bei Patienten mit BWS-Versteifung mit Vorsicht zu genießen. Denn: Bei Patienten mit BWS-Versteifung ist der Bauch- und LWS-Bereich oft gut ausgeprägt, weil dieser Bereich letztendlich den Körper im Gleichgewicht hält. Macht man den Rückenzug zu intensiv, kann auch dies kontraproduktiv sein.
Natürlich, nur denke ich, dass 1. viele Skoliose-Patienten oft eine zu niedrige VK haben, 2. man bei diesen Sport- oder Übungsarten mehr Muskeln anspricht, als bei irgendwelchen Geräten, sei es Fitnessstudio oder Novotergum und 3. Ausdauer ist immer gut. Aber natürlich muß das jeder explizit für sich entscheiden, was gut für ihn ist.Also Fahrradfahren ist eher ein Ausdauertraining und sollte auch in der richtigen Haltung durchgeführt werden. Crosstrainer ist ebenfalls Ausdauertraining, bei dem zusätzlich ein leichtes Muskeltraining stattfindet, dass man aber nicht überbewerten sollte.
Bei Deiner Skoliose sollte schon wesentlich mehr passieren.
Um zum Abschluß zu kommen, vielleicht dieses:
Wer weiß, was ihm/ihr "gefällt"
- Klaus
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Jeder aufgebaute Muskel bildet sich wieder zurück, wenn die zum Aufbau benutzte Muskelarbeit nicht kontinuierlich weiter wirkt.Bovivan hat geschrieben:Ich habe schon sehr gut durchtrainierte Bauchmuskultur, 6-Pack-mäßig.
Gerade ein 6-Pack wird auf Dauer schwer zu halten sein.
Dieser Abbau ist auch abhängig von der Dauer des Aufbaus und macht sich z. Bsp. nach 1 Jahr kontinierlichen Trainings auch nicht so schnell bemerkbar.
Die Verspannungen können natürlich generell durch zu hohe Kräfte auftreten, bei Skoliose muss man aber auch mit Überlastungen durch die Fehlstellung rechnen, die immer wieder neu entstehen, solange an dieser Fehlstellung nichts getan wird.
Und deswegen ist es so wichtig, die individuell notwendige Korrektur zu kennen bzw. zu spüren.
Ich bleibe dabei, Fahrradfahren und Crosstrainer sind zwar besser, als wenn man gar nichts tut, aber die Dimension des Muskelaufbaus wird da überschätzt.2. man bei diesen Sport- oder Übungsarten mehr Muskeln anspricht, als bei irgendwelchen Geräten, sei es Fitnessstudio oder Novotergum
Das ist im Grundsatz ja richtig, aber ich bin das beste Beispiel dafür, dass man sehr lange falsch trainieren kann, ohne das zu bemerken.Wer weiß, was ihm/ihr "gefällt" , so muß man auch lernen, was der WS gefällt; und somit einem selbst. Und sowohl das eine als auch das andere braucht seine Zeit, man muß nur seinen Körper verstehen lernen und ihm das geben, was er braucht.
Der Mahner Schmerz hat bei mir nämlich nicht so richtig funktioniert und erst die kompetente und intensive Beurteilung von aussen in einer Schroth REHA hat dann den Durchbruch gebracht.
In meinem Fitness Studio trainiert jemand, der sich "eine Art Schroth" selber beigebracht hat, ohne Schroth zu kennen. Er hat keine Beschwerden, fand aber seine Haltung (Hyperkyphose mit Hyperlordose) nicht ok und hat sich dann intensiv mit seinem Körper auseinandergesetzt.
Ich denke aber, das ist die grosse Ausnahme.
Gruss
Klaus
Re: Novotergum (Rückenzentrum und Physiotherapie)
hallo zusammen ,
wenn man die letzten beiträge hier so liest , bekommt man den eindruck das hier der eine oder andere mitarbeiter von novotergum schreibt . für skoliose ist immer noch die schroth - behandlung , die individuell zwischen therapeuten und patienten abgestimmt bzw durchgeführt wird die beste variante . gerätetraining ist allenfalls unterstützend anzuwenden . bestimmte firmen arbeiten mir einfach zu patientenfern und wollen das schnelle geld machen ( bzw praxen kaputt ) .
da studiert einer bwl ( hat von pt keine ahnung ) hat aber ne geschäftsidee ne physiokette ins leben zu rufen , macht nen paar verträge mit den kassen ( sicher lukrativ für beide ) und schon ist das ei des kolumbus geboren .
na dann gute nacht
mfg roland ( seit 20 jahren pt )
wenn man die letzten beiträge hier so liest , bekommt man den eindruck das hier der eine oder andere mitarbeiter von novotergum schreibt . für skoliose ist immer noch die schroth - behandlung , die individuell zwischen therapeuten und patienten abgestimmt bzw durchgeführt wird die beste variante . gerätetraining ist allenfalls unterstützend anzuwenden . bestimmte firmen arbeiten mir einfach zu patientenfern und wollen das schnelle geld machen ( bzw praxen kaputt ) .
da studiert einer bwl ( hat von pt keine ahnung ) hat aber ne geschäftsidee ne physiokette ins leben zu rufen , macht nen paar verträge mit den kassen ( sicher lukrativ für beide ) und schon ist das ei des kolumbus geboren .
na dann gute nacht
mfg roland ( seit 20 jahren pt )


