Osteoporose...(K)ein Thema für UNS????
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Osteoporose...(K)ein Thema für UNS????
Osteoporose (K)ein Thema für uns?
Osteoporose ?
- ist das eine natürliche Alterserscheinung oder eine echte Wirbelsäulendeformation?
Ist der im Volksmund genannte „Witwenbuckel“ vermeidbar oder heilbar?
Es kommen keine (oder extrem wenig) ältere Leute in unser Forum.
Aber wir ALLE haben Eltern oder Großeltern.
Ich habe mich LEIDER mir diesem Phänomen OSTEOPOROSE befassen müssen, weil mich eine Nachbarin in Ihrer Verzweiflung um Hilfe gebeten hat.
Die Dame ist 75 Jahre alt und war bis vor ca. einem halben Jahr sehr rüstig, fit und gutaussehend.
Innerhalb eines halben Jahres ist sie fast zum Pflegefall geworden.
Es begann damit, daß vor ca. einem Jahr die Hormonersatztherapie mit Östrogenen und Gestagenen, die sie bisher erhalten hatte ohne Ausschleichung abgesetzt wurde. Begründung: Überhöhtes Brustkrebsrisiko durch amerikanische und andere Studien.
Dafür erhielt sie einmalig eine Packung EVISTA verordnet.
http://www.unifarm.it/online/beipackzet ... vista.html
Dann begannen vor einem halben Jahr unerträgliche Rückenschmerzen.
Frau W. ging zu einem örtlich bekannten Orthopäden, der sie nur oberflächlich untersuchte.
Seine Diagnose: Bandscheibenvorfall.
Es fand kein Röntgen oder sonst eine eingehende und abklärende Untersuchung statt.
Starke Schmerztabletten und 6 mal MT (manuelle Therapie) waren die verordnete Therapie.
Frau W ging es aber nach der MT immer schlechter und die Schmerztabletten waren bald verbraucht.
Sie wurde wieder beim Orthopäden vorstellig und die BSV-Therapie wurde mit gleichen Mitteln fortgesetzt.
Als sie beim Physiotherapeuten dann nach der MT von der auf ergonomische Arbeitshöhe eingestellten Therapieliege heruntersprang ( zum langsam absteigen war es zu hoch!) brach sie mit äußerst starken Schmerzen zusammen und musste mit dem Notarzt auf Vacuum-Matratze ins Krankenhaus gebracht werden.
Endlich wurde sie nun geröngt.
Ergebnis 5 Wirbelkörper im thorakolumbalen Übergang eingebrochen!
Frau W. war um 12 cm gegenüber der Größenangabe ihres Personalausweises geschrumpft!
Frau w. wurde nach 3 Tagen wieder nach Hause entlassen, obwohl sie in keinster Weise in der Lage war sich selbst zu versorgen. Mobile Pflegedieste und Nachbarschaftshilfe sicherten ihr das Überleben. Täglich kam ihr langjähriger Hausarzt (einer meiner Lieblings-Todfeinde) und Spritze ihr Calcitonin. Sie erhielt insgesamt 10 Spritzen Calcitonin, Dosis unbekannt.
Dann wurde ihr Calcium mit Vitamin D verordnet.
Die Tagesdosis waren 500 mg Ca. D-Dosis unbekannt.
Nach dem Erlebnis mit dem unfreiwilligen Sprung von der Therapieliege wehrte sich Frau W. gegen jede Form von Physiotherapie.
Ihre Rückenschmerzen wurden wieder wesentlich schlimmer statt besser. Hohe Dosen Diclo und Tramal sollten sie entschmerzen. Übelkeit und Magenbeschwerden zu den fast unerträglichen Rückenschmerzen waren die Folgen. Frau W. brachte die meiste Zeit im Bett zu und drohte so vollends zum Pflegefall zu werden.
Ich habe viel Kontakt zu ihr, betätigte mich im Gegensatz zu Sieglinde (Vollprofi) als Amateur-Altenpfleger und begann für sie im Internet zum Thema Osteoporose zu recherchieren.
Als erstes schlug ich ( wie kann es anders sein) Frau W. ein gutes Korsett zur stabilisierung und Entlastung ihrer morschen WS vor. Sie hatte selbst schon darüber nachgedacht, wollte aber nicht so einen „Panzer“ wie ich ihn trage. Der Hausarzt (mein „Lieblingstodfeind“) verschrieb ihr „ Rumpfstützmieder nach Maß“
Der Weg zu Rahmouni war ihr viel zu weit, so brachte ich sie in ein Sanitätshaus nach Tettnang. Da sie auch schon massiv kyphoisiert war ( nach meiner „laienhaften“ Schätzung ca. 70 –80° Cobb) plädierte ich für ein hohes Teil, das auch die weitere Zunahme des „Witwenbuckels“ bremsen sollte: Z.B. MEDI ........
Der Inhaber des Sanitätshauses aber meinte eine Leibbinde nach Maß würde entlastung genug bringen und zeigte eine halbfertige Leibbinde mit seitlicher Schnürung zum Verstelen der Leibweite und Verschluss mit ca. 8 Klettband streifen. Frau W stimmte dieser version zu.
Herr Martin fragte mich, wieso ich mich so gut mit Orthesen und den Fachbegriffen wie Kyphose, Reklination, Abdominalkompression usw.... auskenne. Ich klopfte auf meinen „Schildkrötenpanzer“ und erklärte ihm, dass ich selbst WS Oatient bin und ein Rahmouni-Korsett trage. Als er das Wort Rahmouni hörte, lief er puterrot an und hatte deutlich sichtbare Zeichen eines unterdrückten Wutanfalls. Er meinte, dass er mindestens genauso gute Korsette mache wie dieser Rahmouni und es nicht nötig sei wegen einem Korsett nach Stuttgart zu fahren. Ich fragte ihn darauf nach den durchschnittlichen Primärkorrekturen seiner Skoliosen- und Kyphosen-Korsette, worauf hin sich die Merkmale eine gewaltsam unterdrückten Wutanfalls nochmals verschärften, ich aber nur ausweichende und verbal unfreundliche Antworten bekam.
Frau W bekam nach 2 Wochen die stützende Leibbinde, die ihr tatsächlich große Erleichterung verschaffte. Leider erwies sich das Anziehen für sie zu einem Akt des verzweifelns. Im Gegensatz zur vorgeführten und vereinbarten Leibbinde war das Rumpfstützmieder von Frau W als verschluss mit winzigen Häckchen und Ösen ausgeführt. Frau W. beklagte sich darüber, dass sie immer wenn sie ein Häckchen zu hatte 2 daneben auf gingen und das Anlegen des Mieders zum Geschicklichkeits- und geduldsspiel wurde.
Lieder hatte sie bei Aushändigung des Mieders schon unterschrieben.
Ich telefonierte mit dem Sanitätshaus und drohte bis zur Handwerkskammer, Innung und der KK zu gehen, wenn sie das Mieder nicht auf Klettverschlusslaschen änderten. Nach abermals 2 Wochen bekam Frau W endlich ihr Mieder und ist nun sehr zufrieden damit, obwohl ich den starken Eindruck habe, daß die nur lumbal wirkende Leibbinde ihre BWS-Kyphose eher massiv verstärkt und Frau W. darin eine sehr nach vorn gebeugte Haltung hat.
Ich stellte auch fest, dass die verordnete Calcium-Dosis um ca. 50% zu nieder dosiert war, und dass vor allem die für den Einbau des Calciums verantwortlichen Biphosphonate völlig fehlten.
http://osteoporose.msd.de/behandlung/me ... _3340.html
Biphosphonate sind relativ sehr teure Medikamente und schlagen den verordnenden Ärzten voll auf das Buget!
Die Enkelin von Frau W. und ich versuchten Frau W zu überreden, die Verordnung von Biphosphonaten von ihrem Hausarzt oder orthopäden zu fordern. Dieser lehnte ab, mit der Begründung, dass das nur im akuten Notfall gegeben würde!
Im akuten Notfall aber wurde bei ihr Calcitonin (Osteoclastenrezeptorenhemmer) gespritzt.
Nun musseten die morschen Knochen wieder durch Einbau von Calciumphosphaten gestärkt und verdichtet werden.
Mein „Lieblingstotfeind“ der Hausarzt lehnte weiter die Verordnung von Biphosphonaten ab.
Ich „schleifte“ Frau W. zu mmeinem Freund dem Apotheker zu einer Osteoporose-Beratung. Der Apotheker erzählte von seiner eigenen Mutter und seiner Patentante, denen auch die Biphosphonate von den behandelnden Ärzten verweigert wurden. Z.Teil mit den fadenscheinigsten Argumenten! „Das Zeug geht aufs Herz, zerfrisst die Speiseröhre und hat eh kein Wert!“
Offensichtlich können viele Ärzte weder einen Beipackzettel eines Medikamentes lesen noch eine randomisierte Doppelblindstudie interpretieren!
Ich druckte Frau W. diese Fakten aus.
Die geistig sehr fitte und agile Frau las die Informationen, rief ihren Hausarzt an und FORDERTE NUN nachdrücklich ein Rezept mit Biphosphonaten. Wieder schaltete der Hausarzt auf stur. „ Wer ihr denn das einredete?“
Herr Baumann hat es mir aus dem Internet ausgedruckt (laut stöhnender Arzt am anderen Ende) und da stehts schwarz auf weis:
Biphosphonate UND Calcium& Vitamin D sind bei Osteoporose Typ 1 und 2 die Mittelkombination der ersten Wahl!“
„ Welcher Heilpraktiker veröffentlicht denn so einen Schmarrn?“
„ Die Arzneimittelkomission der Deutschen Ärzteschaft in den offiziellen evidenzbasierten Therapierichtlinien bei Osteoporose!“
http://www.akdae.de/cgi-bin/htsearch?co ... arten.y=12
Stöhnendes Schweigen am Ende der Leitung.
Am nächsten Tag hatte Frau W. ihr Rezept über die Biphosphonate!
Bei meiner eigenen Mutter ( 78 ) ging das völlig problemlos.
Sie hatte einmal eine Art Herzattacke. Plötzlich so starke Herzschmerzen, dass sie den Notarzt anrief. Der kam und machte sofort Laptop-EKG. Nix. Herz ohne Befund.
Man vermutete Angina Pectoris. Meine Mutter erhielt ein Spray mit Nitroglyzerin als Wirkstoff gegen die Angina-pectoris-Anfälle. Die machten aber nur starke Kopfschmerzen und bewirkten gar nichts!
Erst der Hausarzt sagte das komme vermutlich aus der BWS (Intercostal-Neuralgie von Blockaden) und veranlsste eine Knochendichtemessung. Fortgeschrittene Osteoporose!
Sie bekam 1000 mg Calcium & Vitamin D und einmal wöchentlich Biphosphonate. Zudem wurde sie zur Senioren-Gymnastik geschickt! Meiner Mutter geht es seither mit der Wirbelsäule relativ gut.
Bitte ihr jungen Skolis und Kyphos:
Denkt an Eure Eltern und Großeltern! Es können viele Schmerzen und Probleme verhindert werden, wenn die Osteoporose rechtzeitig und richtig in Griff genommen wird!
Gruß
Euer Toni
Osteoporose ?
- ist das eine natürliche Alterserscheinung oder eine echte Wirbelsäulendeformation?
Ist der im Volksmund genannte „Witwenbuckel“ vermeidbar oder heilbar?
Es kommen keine (oder extrem wenig) ältere Leute in unser Forum.
Aber wir ALLE haben Eltern oder Großeltern.
Ich habe mich LEIDER mir diesem Phänomen OSTEOPOROSE befassen müssen, weil mich eine Nachbarin in Ihrer Verzweiflung um Hilfe gebeten hat.
Die Dame ist 75 Jahre alt und war bis vor ca. einem halben Jahr sehr rüstig, fit und gutaussehend.
Innerhalb eines halben Jahres ist sie fast zum Pflegefall geworden.
Es begann damit, daß vor ca. einem Jahr die Hormonersatztherapie mit Östrogenen und Gestagenen, die sie bisher erhalten hatte ohne Ausschleichung abgesetzt wurde. Begründung: Überhöhtes Brustkrebsrisiko durch amerikanische und andere Studien.
Dafür erhielt sie einmalig eine Packung EVISTA verordnet.
http://www.unifarm.it/online/beipackzet ... vista.html
Dann begannen vor einem halben Jahr unerträgliche Rückenschmerzen.
Frau W. ging zu einem örtlich bekannten Orthopäden, der sie nur oberflächlich untersuchte.
Seine Diagnose: Bandscheibenvorfall.
Es fand kein Röntgen oder sonst eine eingehende und abklärende Untersuchung statt.
Starke Schmerztabletten und 6 mal MT (manuelle Therapie) waren die verordnete Therapie.
Frau W ging es aber nach der MT immer schlechter und die Schmerztabletten waren bald verbraucht.
Sie wurde wieder beim Orthopäden vorstellig und die BSV-Therapie wurde mit gleichen Mitteln fortgesetzt.
Als sie beim Physiotherapeuten dann nach der MT von der auf ergonomische Arbeitshöhe eingestellten Therapieliege heruntersprang ( zum langsam absteigen war es zu hoch!) brach sie mit äußerst starken Schmerzen zusammen und musste mit dem Notarzt auf Vacuum-Matratze ins Krankenhaus gebracht werden.
Endlich wurde sie nun geröngt.
Ergebnis 5 Wirbelkörper im thorakolumbalen Übergang eingebrochen!
Frau W. war um 12 cm gegenüber der Größenangabe ihres Personalausweises geschrumpft!
Frau w. wurde nach 3 Tagen wieder nach Hause entlassen, obwohl sie in keinster Weise in der Lage war sich selbst zu versorgen. Mobile Pflegedieste und Nachbarschaftshilfe sicherten ihr das Überleben. Täglich kam ihr langjähriger Hausarzt (einer meiner Lieblings-Todfeinde) und Spritze ihr Calcitonin. Sie erhielt insgesamt 10 Spritzen Calcitonin, Dosis unbekannt.
Dann wurde ihr Calcium mit Vitamin D verordnet.
Die Tagesdosis waren 500 mg Ca. D-Dosis unbekannt.
Nach dem Erlebnis mit dem unfreiwilligen Sprung von der Therapieliege wehrte sich Frau W. gegen jede Form von Physiotherapie.
Ihre Rückenschmerzen wurden wieder wesentlich schlimmer statt besser. Hohe Dosen Diclo und Tramal sollten sie entschmerzen. Übelkeit und Magenbeschwerden zu den fast unerträglichen Rückenschmerzen waren die Folgen. Frau W. brachte die meiste Zeit im Bett zu und drohte so vollends zum Pflegefall zu werden.
Ich habe viel Kontakt zu ihr, betätigte mich im Gegensatz zu Sieglinde (Vollprofi) als Amateur-Altenpfleger und begann für sie im Internet zum Thema Osteoporose zu recherchieren.
Als erstes schlug ich ( wie kann es anders sein) Frau W. ein gutes Korsett zur stabilisierung und Entlastung ihrer morschen WS vor. Sie hatte selbst schon darüber nachgedacht, wollte aber nicht so einen „Panzer“ wie ich ihn trage. Der Hausarzt (mein „Lieblingstodfeind“) verschrieb ihr „ Rumpfstützmieder nach Maß“
Der Weg zu Rahmouni war ihr viel zu weit, so brachte ich sie in ein Sanitätshaus nach Tettnang. Da sie auch schon massiv kyphoisiert war ( nach meiner „laienhaften“ Schätzung ca. 70 –80° Cobb) plädierte ich für ein hohes Teil, das auch die weitere Zunahme des „Witwenbuckels“ bremsen sollte: Z.B. MEDI ........
Der Inhaber des Sanitätshauses aber meinte eine Leibbinde nach Maß würde entlastung genug bringen und zeigte eine halbfertige Leibbinde mit seitlicher Schnürung zum Verstelen der Leibweite und Verschluss mit ca. 8 Klettband streifen. Frau W stimmte dieser version zu.
Herr Martin fragte mich, wieso ich mich so gut mit Orthesen und den Fachbegriffen wie Kyphose, Reklination, Abdominalkompression usw.... auskenne. Ich klopfte auf meinen „Schildkrötenpanzer“ und erklärte ihm, dass ich selbst WS Oatient bin und ein Rahmouni-Korsett trage. Als er das Wort Rahmouni hörte, lief er puterrot an und hatte deutlich sichtbare Zeichen eines unterdrückten Wutanfalls. Er meinte, dass er mindestens genauso gute Korsette mache wie dieser Rahmouni und es nicht nötig sei wegen einem Korsett nach Stuttgart zu fahren. Ich fragte ihn darauf nach den durchschnittlichen Primärkorrekturen seiner Skoliosen- und Kyphosen-Korsette, worauf hin sich die Merkmale eine gewaltsam unterdrückten Wutanfalls nochmals verschärften, ich aber nur ausweichende und verbal unfreundliche Antworten bekam.
Frau W bekam nach 2 Wochen die stützende Leibbinde, die ihr tatsächlich große Erleichterung verschaffte. Leider erwies sich das Anziehen für sie zu einem Akt des verzweifelns. Im Gegensatz zur vorgeführten und vereinbarten Leibbinde war das Rumpfstützmieder von Frau W als verschluss mit winzigen Häckchen und Ösen ausgeführt. Frau W. beklagte sich darüber, dass sie immer wenn sie ein Häckchen zu hatte 2 daneben auf gingen und das Anlegen des Mieders zum Geschicklichkeits- und geduldsspiel wurde.
Lieder hatte sie bei Aushändigung des Mieders schon unterschrieben.
Ich telefonierte mit dem Sanitätshaus und drohte bis zur Handwerkskammer, Innung und der KK zu gehen, wenn sie das Mieder nicht auf Klettverschlusslaschen änderten. Nach abermals 2 Wochen bekam Frau W endlich ihr Mieder und ist nun sehr zufrieden damit, obwohl ich den starken Eindruck habe, daß die nur lumbal wirkende Leibbinde ihre BWS-Kyphose eher massiv verstärkt und Frau W. darin eine sehr nach vorn gebeugte Haltung hat.
Ich stellte auch fest, dass die verordnete Calcium-Dosis um ca. 50% zu nieder dosiert war, und dass vor allem die für den Einbau des Calciums verantwortlichen Biphosphonate völlig fehlten.
http://osteoporose.msd.de/behandlung/me ... _3340.html
Biphosphonate sind relativ sehr teure Medikamente und schlagen den verordnenden Ärzten voll auf das Buget!
Die Enkelin von Frau W. und ich versuchten Frau W zu überreden, die Verordnung von Biphosphonaten von ihrem Hausarzt oder orthopäden zu fordern. Dieser lehnte ab, mit der Begründung, dass das nur im akuten Notfall gegeben würde!
Im akuten Notfall aber wurde bei ihr Calcitonin (Osteoclastenrezeptorenhemmer) gespritzt.
Nun musseten die morschen Knochen wieder durch Einbau von Calciumphosphaten gestärkt und verdichtet werden.
Mein „Lieblingstotfeind“ der Hausarzt lehnte weiter die Verordnung von Biphosphonaten ab.
Ich „schleifte“ Frau W. zu mmeinem Freund dem Apotheker zu einer Osteoporose-Beratung. Der Apotheker erzählte von seiner eigenen Mutter und seiner Patentante, denen auch die Biphosphonate von den behandelnden Ärzten verweigert wurden. Z.Teil mit den fadenscheinigsten Argumenten! „Das Zeug geht aufs Herz, zerfrisst die Speiseröhre und hat eh kein Wert!“
Offensichtlich können viele Ärzte weder einen Beipackzettel eines Medikamentes lesen noch eine randomisierte Doppelblindstudie interpretieren!
Ich druckte Frau W. diese Fakten aus.
Die geistig sehr fitte und agile Frau las die Informationen, rief ihren Hausarzt an und FORDERTE NUN nachdrücklich ein Rezept mit Biphosphonaten. Wieder schaltete der Hausarzt auf stur. „ Wer ihr denn das einredete?“
Herr Baumann hat es mir aus dem Internet ausgedruckt (laut stöhnender Arzt am anderen Ende) und da stehts schwarz auf weis:
Biphosphonate UND Calcium& Vitamin D sind bei Osteoporose Typ 1 und 2 die Mittelkombination der ersten Wahl!“
„ Welcher Heilpraktiker veröffentlicht denn so einen Schmarrn?“
„ Die Arzneimittelkomission der Deutschen Ärzteschaft in den offiziellen evidenzbasierten Therapierichtlinien bei Osteoporose!“
http://www.akdae.de/cgi-bin/htsearch?co ... arten.y=12
Stöhnendes Schweigen am Ende der Leitung.
Am nächsten Tag hatte Frau W. ihr Rezept über die Biphosphonate!
Bei meiner eigenen Mutter ( 78 ) ging das völlig problemlos.
Sie hatte einmal eine Art Herzattacke. Plötzlich so starke Herzschmerzen, dass sie den Notarzt anrief. Der kam und machte sofort Laptop-EKG. Nix. Herz ohne Befund.
Man vermutete Angina Pectoris. Meine Mutter erhielt ein Spray mit Nitroglyzerin als Wirkstoff gegen die Angina-pectoris-Anfälle. Die machten aber nur starke Kopfschmerzen und bewirkten gar nichts!
Erst der Hausarzt sagte das komme vermutlich aus der BWS (Intercostal-Neuralgie von Blockaden) und veranlsste eine Knochendichtemessung. Fortgeschrittene Osteoporose!
Sie bekam 1000 mg Calcium & Vitamin D und einmal wöchentlich Biphosphonate. Zudem wurde sie zur Senioren-Gymnastik geschickt! Meiner Mutter geht es seither mit der Wirbelsäule relativ gut.
Bitte ihr jungen Skolis und Kyphos:
Denkt an Eure Eltern und Großeltern! Es können viele Schmerzen und Probleme verhindert werden, wenn die Osteoporose rechtzeitig und richtig in Griff genommen wird!
Gruß
Euer Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Hallo Toni ,
ich leih Dir mal meine Mutter aus ,sie nimmt seit etwa 10 Jahren ein und diesselbe Dosis Herzmedikamente ,sie hat eine Stelle der Herzkranzgefässe die vor 10 J. schon 50% zu war und ihr wurde gesagt ,das alle zwei Jahre eine Kontrolle per Katheter notwendig sei ,und jährliche allgem.Kontr. Meine Mutter war seitdem nicht mehr zu Kontrollen ,der Hausarzt verschreibt ihr schön ihre Medikamente (die sie mitunter auch mal vergisst zu nehmen ) und fragt nicht nach ihrem Ergehen . Ich weiss gar nicht wann sie zuletzt beim Frauenarzt war (15 oder 20 J. ), in letzter Zeit nehmen die Vorfälle zu die Alzheimerverdächtig sind . Aber jegliche Anstrengungen meinerseits sie mal zum Arzt zu schicken sind vergebens . Meine mutter ist etwa einen Kopf kleiner als ich ,wir waren mal gleich gross (und ich bin seitdem nicht mehr gewachsen ),ich gehe jede Wette ein ,das sie Osteoporose hat ,aber da ist nichts zu machen ,sie meint es ginge ihr gut und basta .
Das zum Thema Mutter zum Arzt schicken.
Alles Gute
Sabine
ich leih Dir mal meine Mutter aus ,sie nimmt seit etwa 10 Jahren ein und diesselbe Dosis Herzmedikamente ,sie hat eine Stelle der Herzkranzgefässe die vor 10 J. schon 50% zu war und ihr wurde gesagt ,das alle zwei Jahre eine Kontrolle per Katheter notwendig sei ,und jährliche allgem.Kontr. Meine Mutter war seitdem nicht mehr zu Kontrollen ,der Hausarzt verschreibt ihr schön ihre Medikamente (die sie mitunter auch mal vergisst zu nehmen ) und fragt nicht nach ihrem Ergehen . Ich weiss gar nicht wann sie zuletzt beim Frauenarzt war (15 oder 20 J. ), in letzter Zeit nehmen die Vorfälle zu die Alzheimerverdächtig sind . Aber jegliche Anstrengungen meinerseits sie mal zum Arzt zu schicken sind vergebens . Meine mutter ist etwa einen Kopf kleiner als ich ,wir waren mal gleich gross (und ich bin seitdem nicht mehr gewachsen ),ich gehe jede Wette ein ,das sie Osteoporose hat ,aber da ist nichts zu machen ,sie meint es ginge ihr gut und basta .
Das zum Thema Mutter zum Arzt schicken.
Alles Gute
Sabine
Sei froh ,es könnte schlimmer kommen und ich war froh und es kam schlimmer.
-
Spila
- treues Mitglied

- Beiträge: 364
- Registriert: Mo, 16.12.2002 - 00:00
- Wohnort: St. Gallen und nähe Basel, Schweiz
Hallo Toni
Bei uns in der Schweiz ist das auch schwierig, mit den Osteoporose-Medikamenten, die stehen auf einer Spezialitäten-Liste und werden nur bis zu einer gewissen Grenze abgegeben.
Das mit dem Sprung vom Therapie-Bett find ich völlig bescheuert: Man weiss ja, dass Stürze bei Osteoporose vermieden werden sollten, und bei einem Sprung kommt es ja zu einem harten Schlag!
Ach ja, es gibt ja so Hüft-Protektoren für Osteoporose-PatientInnen, die werden selten bezahlt, weil die Compliance fehlt...
@ all:
Osteoporose kann man auch vermeiden, das fängt aber schon im fitten Alter an: Genügend Calcium, Vitamin C und D (gute Ernährung), viel Sport (das müssen wir ja alle...), etc.
Gruss
Theres
Bei uns in der Schweiz ist das auch schwierig, mit den Osteoporose-Medikamenten, die stehen auf einer Spezialitäten-Liste und werden nur bis zu einer gewissen Grenze abgegeben.
Das mit dem Sprung vom Therapie-Bett find ich völlig bescheuert: Man weiss ja, dass Stürze bei Osteoporose vermieden werden sollten, und bei einem Sprung kommt es ja zu einem harten Schlag!
Ach ja, es gibt ja so Hüft-Protektoren für Osteoporose-PatientInnen, die werden selten bezahlt, weil die Compliance fehlt...
@ all:
Osteoporose kann man auch vermeiden, das fängt aber schon im fitten Alter an: Genügend Calcium, Vitamin C und D (gute Ernährung), viel Sport (das müssen wir ja alle...), etc.
Gruss
Theres
... that's life, but we've got only one, so let's make the best out of it!
Hallo Anna,
Du schreibst von einer Osteoporose und dann von der Empfehlung von Dr.Hoffmann zur OP?
Hat er sich denn dazu geäußert? Operierte WS und Osteoporose?
Deine Skoliose ist ja nun zwar nicht gering und Du hast bestimmt auch Probleme, die eine OP rechtfertigen würden; aber Osteoporose ist ja schließlich etwas fortschreitendes bei der es noch immer keine Heilung gibt.
Die Wirbel brechen irgendwann zusammen ... meine Oma hatte das und musste zum Schluß deshalb auch Korsett tragen, als ein sonst immer ws-gesund gewesener Mensch.
Wie sollen in solch einer Wirbelsäule die Implantate dann noch fest verankert bleiben? Ist dann nicht mit größeren Komplikationen wegen Schraubenausbrüchen, und das wahrscheinlich noch mehrfach, zu rechnen?
Gruß,
BZebra
p.s.: Ups, "Keine Fragen in diesem Forum". Schlechtes Vorbild.
Naja, ich trenns dann später ab und verschiebs.
Du schreibst von einer Osteoporose und dann von der Empfehlung von Dr.Hoffmann zur OP?
Hat er sich denn dazu geäußert? Operierte WS und Osteoporose?
Deine Skoliose ist ja nun zwar nicht gering und Du hast bestimmt auch Probleme, die eine OP rechtfertigen würden; aber Osteoporose ist ja schließlich etwas fortschreitendes bei der es noch immer keine Heilung gibt.
Die Wirbel brechen irgendwann zusammen ... meine Oma hatte das und musste zum Schluß deshalb auch Korsett tragen, als ein sonst immer ws-gesund gewesener Mensch.
Wie sollen in solch einer Wirbelsäule die Implantate dann noch fest verankert bleiben? Ist dann nicht mit größeren Komplikationen wegen Schraubenausbrüchen, und das wahrscheinlich noch mehrfach, zu rechnen?
Gruß,
BZebra
p.s.: Ups, "Keine Fragen in diesem Forum". Schlechtes Vorbild.
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Ich denke Hier passt es schon dazu:
Bei Osteoporose ist zunächst die Ernährung sehr wichtig. "Lebenserfahrene" "Best Agers" oder wie Senioren/Seniorinnen heut genannt werden brauchen weniger, dafür qualitativ sehr hochwertige Nahrung. Dabei ist besonders auf hohen Calciumgehalt in bioverfügbarer Form zu achten. Das ist ganz besonders in Milchprodukten (Quark, Käse, Jogurth usw...) gegeben. Auch Vollkornprodukte enthalten mehr Mineralien. Zucker, Fleischprodukte und Weißmehl sind "Knochenräuber"
UND ZIGARETTEN!!!!
Auch sollten ältere Menschen ganz besonders darauf achten genügend zu trinken. Das kann und sollte man sich antrainieren (bevor man in der Pflegestation seine Mindesttrinkmenge per Infusion zwangsverabreicht bekommt!)
Bei Frauen in und nach der Menopause ist die versuchung riesengroß das ganze Problem mit Hormonsubstitution zu "erschlagen". Das Brustkrebsrisiko, insbesonders bei jemandem, der früher sehr oft mit hohen Strahlendosen älterer Röntgengeräte geröngt wurde ist aber enorm hoch!!!!
Die bei Osteoporose derzeit wirksamste Standart-Therapie ist die tägliche Gabe von mindestens 1000 mg Calcium zusammen mit Vitamin D und einmal wöchentlich Biphosphonate :
http://www.akdae.de/35/10Hefte/83_Osteo ... lage_K.pdf
Bitte hier diesen Thread lesen:
http://skoliose.net/forum/viewtopic.php?p=12996#12996
Ganz wichtig ist auch körperliche Betätigung. Ich fände auch bei Osteoporose übrigens eine Schroth-Reha am angebrachtesten!
Ein Korsett- (zwar kein so starres wie ein Rahmouni.....) wird neuerdings bei Osteoporose auch von modernen Orthopäden wieder empfohlen. Die Legende, daß Korsette die Muskeln degenerieren trift nur für inaktive bettlägerige Pflegefälle zu.
http://www.swr.de/praxis-doktor-weiss/a ... trag3.html
Du liebe Anna 53 bist nun ein bewundernswert seltener Fall, der sich mit einem "harten" Korsett abplagt. Da bei einer solchen Skoli ein "elastisches Miederchen" logischerweise nichts bewirken würde.
Zur OP bei Osteoporose hat Prof.Dr. Halm in seinem Vortrag am 6.3. 2004 in Bad Salzungen berichtet, daß bei Osteoporose die Wirbelkörper zuerst mit "Knochenzement" aufgefüllt würden, bevor die Schrauben in die "morschen" Wirbelkörper eingedreht werden. Dann hält das Implantat ebensogut wie bei jungen festen Knochen.
Übrigens können auch junge und sehr junge Menschen Osteoporose bekommen, z.B. unter Cortison-Medikation (gegen Rheuma, Allergien usw...).
Liebe Anna Du hast den "konservativen Kampf" nochmal aufgenommen in Deinem (darf ich sagen in unserem?) Alter.
RESPEKT!!!!!
Wir würden uns freuen, wenn Du weiter mit am Ball bleibst und hier berichtest wie es Dir geht. Wir sind eine große Familie, von den Jüngsten bis zu uns und noch Älteren. Die Kids motivieren uns- wir motivieren die Kids.
Wenn es Dir hilft DEINEN Weg zu finden, eventuell nur als Versuch und Zeitgewinn, um in Deiner Entscheidung für oder gegen die OP Sicherheit und Zuversicht zu finden, dann hat es sich schon davür gelohnt. Denk dran- wir Erwachsenen haben nichts mehr zu verlieren- nur noch zu gewinnen. Das ist doch schon ein gutes Gefühl- oder?
Liebe Grüße Toni-
(PS: Freu Dich auf die "HÖLLENFAHRT" und fühl Dich nochmal wie 14!)
Bei Osteoporose ist zunächst die Ernährung sehr wichtig. "Lebenserfahrene" "Best Agers" oder wie Senioren/Seniorinnen heut genannt werden brauchen weniger, dafür qualitativ sehr hochwertige Nahrung. Dabei ist besonders auf hohen Calciumgehalt in bioverfügbarer Form zu achten. Das ist ganz besonders in Milchprodukten (Quark, Käse, Jogurth usw...) gegeben. Auch Vollkornprodukte enthalten mehr Mineralien. Zucker, Fleischprodukte und Weißmehl sind "Knochenräuber"
UND ZIGARETTEN!!!!
Auch sollten ältere Menschen ganz besonders darauf achten genügend zu trinken. Das kann und sollte man sich antrainieren (bevor man in der Pflegestation seine Mindesttrinkmenge per Infusion zwangsverabreicht bekommt!)
Bei Frauen in und nach der Menopause ist die versuchung riesengroß das ganze Problem mit Hormonsubstitution zu "erschlagen". Das Brustkrebsrisiko, insbesonders bei jemandem, der früher sehr oft mit hohen Strahlendosen älterer Röntgengeräte geröngt wurde ist aber enorm hoch!!!!
Die bei Osteoporose derzeit wirksamste Standart-Therapie ist die tägliche Gabe von mindestens 1000 mg Calcium zusammen mit Vitamin D und einmal wöchentlich Biphosphonate :
http://www.akdae.de/35/10Hefte/83_Osteo ... lage_K.pdf
Bitte hier diesen Thread lesen:
http://skoliose.net/forum/viewtopic.php?p=12996#12996
Ganz wichtig ist auch körperliche Betätigung. Ich fände auch bei Osteoporose übrigens eine Schroth-Reha am angebrachtesten!
Ein Korsett- (zwar kein so starres wie ein Rahmouni.....) wird neuerdings bei Osteoporose auch von modernen Orthopäden wieder empfohlen. Die Legende, daß Korsette die Muskeln degenerieren trift nur für inaktive bettlägerige Pflegefälle zu.
http://www.swr.de/praxis-doktor-weiss/a ... trag3.html
Du liebe Anna 53 bist nun ein bewundernswert seltener Fall, der sich mit einem "harten" Korsett abplagt. Da bei einer solchen Skoli ein "elastisches Miederchen" logischerweise nichts bewirken würde.
Zur OP bei Osteoporose hat Prof.Dr. Halm in seinem Vortrag am 6.3. 2004 in Bad Salzungen berichtet, daß bei Osteoporose die Wirbelkörper zuerst mit "Knochenzement" aufgefüllt würden, bevor die Schrauben in die "morschen" Wirbelkörper eingedreht werden. Dann hält das Implantat ebensogut wie bei jungen festen Knochen.
Übrigens können auch junge und sehr junge Menschen Osteoporose bekommen, z.B. unter Cortison-Medikation (gegen Rheuma, Allergien usw...).
Liebe Anna Du hast den "konservativen Kampf" nochmal aufgenommen in Deinem (darf ich sagen in unserem?) Alter.
RESPEKT!!!!!
Wir würden uns freuen, wenn Du weiter mit am Ball bleibst und hier berichtest wie es Dir geht. Wir sind eine große Familie, von den Jüngsten bis zu uns und noch Älteren. Die Kids motivieren uns- wir motivieren die Kids.
Wenn es Dir hilft DEINEN Weg zu finden, eventuell nur als Versuch und Zeitgewinn, um in Deiner Entscheidung für oder gegen die OP Sicherheit und Zuversicht zu finden, dann hat es sich schon davür gelohnt. Denk dran- wir Erwachsenen haben nichts mehr zu verlieren- nur noch zu gewinnen. Das ist doch schon ein gutes Gefühl- oder?
Liebe Grüße Toni-
(PS: Freu Dich auf die "HÖLLENFAHRT" und fühl Dich nochmal wie 14!)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Hallo Bzebra, hallo Toni.
Ja, es ist heute leider wie ein 6er im Lotto einen Arzt zu finden, dem die Patienten am Herzen liegen und diese demzufolge verantwortungsbewusst berät, behandelt und therapiert.
Nachdem ich den Arzt mehrere Male gewechselt habe, habe ich nun den richtigen gefunden und das Gefühl ‚mit diesem Arzt komme ich klar’. Ich kann mit ihm reden, er hört zu, er ist alternativen Therapien gegenüber offen, er ist informiert über „Neues“ in der Medizin. Als 1996 eine „überdurchschnittliche“ Osteoporose im Bereich der Stabilitätsminderung diagnostiziert wurde, hat er direkt entsprechende, gute Medikamente verordnet. Da sie sich trotzdem in den folgenden Jahren verschlechterte, hat er sofort die Medikation umgestellt: Biphophonate, Calcium und Vitamin D. Mit den richtigen Medikamenten, viel Bewegung und vollwertiger, vegetarischer Ernährung habe ich es geschafft, dass bei der Messung der Knochendichte im November 03 (Kontrolle 1xjährlich) Werte im Normbereich – an der unteren Grenze – gemessen wurden. Seitdem nehme ich zur Prophylaxe nur noch Calcium und Vitamin D. Ich denke, grundsätzlich sollte man auf viel Bewegung und vor allem auf eine gesunde Ernährung achten, knochenkranke Menschen insbesondere. Ich habe meine Ernährung vor 14 Jahren umgestellt, seitdem ist u.a. Kochen mein Hobby, Rezepte sammeln und ausprobieren.
Alles Wichtige zum Thema Osteoporose hast du, Toni, ja schon gesagt. Vorsorge treffen ist gerade in unserer schnelllebigen und bewegungsarmen Zeit besonders wichtig. Mehr Eigenverantwortung ist angesagt – bei unserem zukünftigen Gesundheitssystem.
Dr. Hoffmann hat sich übrigens zur Osteoporose nicht geäußert, vielleicht weil die Werte zur Zeit im unteren Normbereich liegen. Aber von Dir, Toni, weiß ich ja jetzt schon, was Prof. Halm zur OP bei Osteoporose sagt. Ich hoffe, dass es nicht soweit kommt, mich mit dieser Frage wirklich ernstlich auseinandersetzen zu müssen. Ihr wisst, noch steht mein „Nein“ zur OP. Ich danke Euch für Euer Interesse und Euer Mutmachen, es ist wunderbar die Erfahrung zu machen, dass es noch Menschen gibt, die sich so liebevoll um andere Menschen kümmern, wie ihr es alle im Forum tut.
Über meine Korsett-Trage-Geschichte halte ich euch auf dem Laufenden! Nach gut einer Woche bin ich nun bei 2 x knapp 60 Minuten angelangt – es quält, aber ich halte durch!
Liebe Grüße,
Anna53
Ja, es ist heute leider wie ein 6er im Lotto einen Arzt zu finden, dem die Patienten am Herzen liegen und diese demzufolge verantwortungsbewusst berät, behandelt und therapiert.
Nachdem ich den Arzt mehrere Male gewechselt habe, habe ich nun den richtigen gefunden und das Gefühl ‚mit diesem Arzt komme ich klar’. Ich kann mit ihm reden, er hört zu, er ist alternativen Therapien gegenüber offen, er ist informiert über „Neues“ in der Medizin. Als 1996 eine „überdurchschnittliche“ Osteoporose im Bereich der Stabilitätsminderung diagnostiziert wurde, hat er direkt entsprechende, gute Medikamente verordnet. Da sie sich trotzdem in den folgenden Jahren verschlechterte, hat er sofort die Medikation umgestellt: Biphophonate, Calcium und Vitamin D. Mit den richtigen Medikamenten, viel Bewegung und vollwertiger, vegetarischer Ernährung habe ich es geschafft, dass bei der Messung der Knochendichte im November 03 (Kontrolle 1xjährlich) Werte im Normbereich – an der unteren Grenze – gemessen wurden. Seitdem nehme ich zur Prophylaxe nur noch Calcium und Vitamin D. Ich denke, grundsätzlich sollte man auf viel Bewegung und vor allem auf eine gesunde Ernährung achten, knochenkranke Menschen insbesondere. Ich habe meine Ernährung vor 14 Jahren umgestellt, seitdem ist u.a. Kochen mein Hobby, Rezepte sammeln und ausprobieren.
Alles Wichtige zum Thema Osteoporose hast du, Toni, ja schon gesagt. Vorsorge treffen ist gerade in unserer schnelllebigen und bewegungsarmen Zeit besonders wichtig. Mehr Eigenverantwortung ist angesagt – bei unserem zukünftigen Gesundheitssystem.
Dr. Hoffmann hat sich übrigens zur Osteoporose nicht geäußert, vielleicht weil die Werte zur Zeit im unteren Normbereich liegen. Aber von Dir, Toni, weiß ich ja jetzt schon, was Prof. Halm zur OP bei Osteoporose sagt. Ich hoffe, dass es nicht soweit kommt, mich mit dieser Frage wirklich ernstlich auseinandersetzen zu müssen. Ihr wisst, noch steht mein „Nein“ zur OP. Ich danke Euch für Euer Interesse und Euer Mutmachen, es ist wunderbar die Erfahrung zu machen, dass es noch Menschen gibt, die sich so liebevoll um andere Menschen kümmern, wie ihr es alle im Forum tut.
Über meine Korsett-Trage-Geschichte halte ich euch auf dem Laufenden! Nach gut einer Woche bin ich nun bei 2 x knapp 60 Minuten angelangt – es quält, aber ich halte durch!
Liebe Grüße,
Anna53
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Hallo Anna 53
Ich kann Dir nur DRINGEND raten auf die Biphosphonate NICHT zu verzichten!!!!
Knochen bestehen leider nicht nur aus Kalk. Der Einbau von Kalk in die Knochen KANN NUR erfolgen und die Knochendichte kann nur zunehmen, wenn auch genügend Phosphate in biologisch verfügbarer Form dazugegeben werden. Bitte bestehe weiterhin auf die Verordnung von z.B. FOSAMAX oder ähnlichen Präparaten und nimm sie 1 mal pro Woche!
(Bitte nur nach genauer Anleitung genaue Wassermenge, aufrecht, 30 Minuten nach der Einnahme KEINESFALLS HINLIEGEN!!!)
Du kannst die Knochendichte durchaus weiter Verbessern! Du musst nur dranbleiben und weitermachen.
Hat Dir Dr. Hoffmann eine Schroth Reha empfohlen oder nahegelegt?
2 mal 1 Stunde pro Tag in der "Würgeschlange" zu verbringen nach einer Woche in unserem Alter ist eine großartige Leistung!
Wauhhh-RESPEKT!!!
Liebe Anna- mach weiter so! Du schaffst es!
Gruß Toni
Ich kann Dir nur DRINGEND raten auf die Biphosphonate NICHT zu verzichten!!!!
Knochen bestehen leider nicht nur aus Kalk. Der Einbau von Kalk in die Knochen KANN NUR erfolgen und die Knochendichte kann nur zunehmen, wenn auch genügend Phosphate in biologisch verfügbarer Form dazugegeben werden. Bitte bestehe weiterhin auf die Verordnung von z.B. FOSAMAX oder ähnlichen Präparaten und nimm sie 1 mal pro Woche!
(Bitte nur nach genauer Anleitung genaue Wassermenge, aufrecht, 30 Minuten nach der Einnahme KEINESFALLS HINLIEGEN!!!)
Du kannst die Knochendichte durchaus weiter Verbessern! Du musst nur dranbleiben und weitermachen.
Hat Dir Dr. Hoffmann eine Schroth Reha empfohlen oder nahegelegt?
2 mal 1 Stunde pro Tag in der "Würgeschlange" zu verbringen nach einer Woche in unserem Alter ist eine großartige Leistung!
Wauhhh-RESPEKT!!!
Liebe Anna- mach weiter so! Du schaffst es!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Hallo Toni,
nach meinem nächsten Besuch in Stuttgart (18.6.) und ja vielleicht auch in Leonberg, werde ich einen „festen Termin“ (d.h. keine lange Wartezeit und ausführliches Gespräch) bei meinem Arzt haben und ihn mit meinem Korsett überraschen. Bei diesem Gespräch werde ich ihn ebenfalls auf den Aufbau und den Erhalt meiner Knochendichte ansprechen. Sollte er ein weiteres Verschreiben von Fosamax ablehnen, werde ich mich an die Krankenkasse wenden.
Heute liegt es ja nicht immer an den Patienten, wenn sie mit Medikamenten, Krankengymnastik und anderen Therapien aufhören, die neue Gesundheitsreform, aber auch manchmal die Unwissenheit der Ärzte zwingt sie dazu. Ich bin Kämpfen gewöhnt. Bekomme im Moment auch hautnah mit, wie es den alten Menschen geht. Mein Vater hatte vor 2 Jahren eine starke Hirnblutung – Gott sei Dank haben meine Eltern eine Tochter und eine Enkelin, die sich kümmern.
Zum Thema Reha, welches meine Tochter bei Dr. Hoffmann angesprochen hatte, meinte er ja, dass (Korsett und ) Reha nicht so viel bringen würde. Da ich dieses Jahr eh nicht fahren wollte, war mir das egal. Ich würde gerne im Frühjahr nächstes Jahr nach Bad Salzungen fahren – was heißt ‚gerne’, nein, gerne wirklich nicht. Ich hasse Kuren.
Ein schönes, hoffentlich sonniges Wochenende,
Gruß, Anna53
nach meinem nächsten Besuch in Stuttgart (18.6.) und ja vielleicht auch in Leonberg, werde ich einen „festen Termin“ (d.h. keine lange Wartezeit und ausführliches Gespräch) bei meinem Arzt haben und ihn mit meinem Korsett überraschen. Bei diesem Gespräch werde ich ihn ebenfalls auf den Aufbau und den Erhalt meiner Knochendichte ansprechen. Sollte er ein weiteres Verschreiben von Fosamax ablehnen, werde ich mich an die Krankenkasse wenden.
Heute liegt es ja nicht immer an den Patienten, wenn sie mit Medikamenten, Krankengymnastik und anderen Therapien aufhören, die neue Gesundheitsreform, aber auch manchmal die Unwissenheit der Ärzte zwingt sie dazu. Ich bin Kämpfen gewöhnt. Bekomme im Moment auch hautnah mit, wie es den alten Menschen geht. Mein Vater hatte vor 2 Jahren eine starke Hirnblutung – Gott sei Dank haben meine Eltern eine Tochter und eine Enkelin, die sich kümmern.
Zum Thema Reha, welches meine Tochter bei Dr. Hoffmann angesprochen hatte, meinte er ja, dass (Korsett und ) Reha nicht so viel bringen würde. Da ich dieses Jahr eh nicht fahren wollte, war mir das egal. Ich würde gerne im Frühjahr nächstes Jahr nach Bad Salzungen fahren – was heißt ‚gerne’, nein, gerne wirklich nicht. Ich hasse Kuren.
Ein schönes, hoffentlich sonniges Wochenende,
Gruß, Anna53
-
Cil
Hallo
bin ganz neu hier und wirklich durch zufall hier gelandet.
Meiner Oma geht es seit dezember sehr schlecht. Sie hat einen MD infekt und wäre wenn ich sie nicht gefunden hätte sicher vertrocknet. Nun denn sie lag lange lange im krankenhaus aber kam wieder nachhause.
Leider lebt sie alleine und sagt nicht direkt was wenn ihr was fehlt.
Nun ist es so das sie seit etwa mitte Februar starke schmerzen im Hüftgelenk hat. Lange arztsitzungen liessen dann endlich die diagnose Osteoporose zu.
Sie bekam vor zwei Wochen eine Infusion die die Knochen auffüllt. ABER es geht ihr einfach nicht besser. Ich habe sie jetzt erstmal zu uns genommen was aber kein dauerzustand sein kann da wir hier kaum Platz haben für sie.
Sie hat auch keine Medikamente gegen die schmerzen bekommen, stattdessen holt sie sich immer selber was aus der Apotheke was aber überhaupt nicht mehr hilft.
GEstern abend war es so schlimm das ich dachte ich fahre ins krankenhaus aber das wollte sie nicht. Da hatte sie starke schmerzen unter der Brust im Rippenbereich. Heute hat unsere nachbarin ihr einen rollator geliehen weil sie sich auf krücken kaum bewegen kann und damit ging es heute den ganzen TAg sehr gut. Und heute im Bett *sie muss um ins bett zu kommen 13 stufen laufen* geht es ihr wieder sehr schlecht alles tut ihr weh und sie wirkt total niedergeschlagen und ich weis nicht wie ich ihr helfen soll. Mache mir schon ziemliche sorgen, und bin irgendwie auch schon total mürbe wenn ich ehrlich bin.
Warum hilft ihr denn nichts, warum hat sie solche schmerzen.
Ich habe vor zwei jahren meine Mutter verloren sie hat auch sehr gelitten, allerdings unter einer anderen krankheit. ABEr meine Oma jetzt auch hier so liegen zu haben ist echt schlimm für mich.
Im übrigen hat meine oma total abgenommen, ist das normal???
Bitte helft mir was kann ich tuen.
LG Alexandra aus köln
Meiner Oma geht es seit dezember sehr schlecht. Sie hat einen MD infekt und wäre wenn ich sie nicht gefunden hätte sicher vertrocknet. Nun denn sie lag lange lange im krankenhaus aber kam wieder nachhause.
Leider lebt sie alleine und sagt nicht direkt was wenn ihr was fehlt.
Nun ist es so das sie seit etwa mitte Februar starke schmerzen im Hüftgelenk hat. Lange arztsitzungen liessen dann endlich die diagnose Osteoporose zu.
Sie bekam vor zwei Wochen eine Infusion die die Knochen auffüllt. ABER es geht ihr einfach nicht besser. Ich habe sie jetzt erstmal zu uns genommen was aber kein dauerzustand sein kann da wir hier kaum Platz haben für sie.
Sie hat auch keine Medikamente gegen die schmerzen bekommen, stattdessen holt sie sich immer selber was aus der Apotheke was aber überhaupt nicht mehr hilft.
GEstern abend war es so schlimm das ich dachte ich fahre ins krankenhaus aber das wollte sie nicht. Da hatte sie starke schmerzen unter der Brust im Rippenbereich. Heute hat unsere nachbarin ihr einen rollator geliehen weil sie sich auf krücken kaum bewegen kann und damit ging es heute den ganzen TAg sehr gut. Und heute im Bett *sie muss um ins bett zu kommen 13 stufen laufen* geht es ihr wieder sehr schlecht alles tut ihr weh und sie wirkt total niedergeschlagen und ich weis nicht wie ich ihr helfen soll. Mache mir schon ziemliche sorgen, und bin irgendwie auch schon total mürbe wenn ich ehrlich bin.
Warum hilft ihr denn nichts, warum hat sie solche schmerzen.
Ich habe vor zwei jahren meine Mutter verloren sie hat auch sehr gelitten, allerdings unter einer anderen krankheit. ABEr meine Oma jetzt auch hier so liegen zu haben ist echt schlimm für mich.
Im übrigen hat meine oma total abgenommen, ist das normal???
Bitte helft mir was kann ich tuen.
LG Alexandra aus köln

