Skoliose und Yoga

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elaine
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Skoliose und Yoga

Beitrag von elaine »

Hallo Leute!
Interessiere mich seit kurzem für Yoga :sport: . Im Moment mache ich nur Übungen, die mit meiner Skoliose vereinbar sind und versuche auch Die Drehwinkelatmung einzubringen. Hat jemand "längerfristige" Erfahrungen damit gemacht, z.B. ob es sich eher positiv oder negativ auf die Skoliose/ Schmerzen etc. ausgewirkt hat ? Oder kennt jemand "medizinisches Yoga"? Soll mittlerweile von manchen Physiotherapeuten angeboten werden ( hab ich gehört..).Bin für alle Antworten dankbar!
LG, elaine
Tine
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Beitrag von Tine »

Hallo Elaine!
Ich habe insgesamt auch mindestens 5 Jahre Yoga gemacht (Gruppenunterricht). Nun habe ich vor kurzem festgestellt, dass mir persönlich viele Übungen nicht gut tun! Alles, was mit der Drehung und Biegung der Wirbelsäule zu tun hat, bereitet mir oft schon während der Übungen Schmerzen. Ich glaube auch, dass ich durch diese Drehungen die ein oder andere Blockade bekommen habe... außerdem bin ich überbeweglich und da ist es eigentlich gar nicht so gut, das noch zu unterstützen, da die Bänder so nur noch mehr gedehnt und damit instabiler werden. Echt schade, denn Yoga hat mir immer viel Spaß gemacht... Sicher wäre es möglich, nur auf mich persönlich abgestimmte Übungen zu machen, aber alleine Yoga zu machen, gefällt mir nur halb so gut!
Liebe Grüße Tine
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Killarney
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Re: Skoliose und Yoga

Beitrag von Killarney »

Hallo,

ich habe gestern beim Stöbern diesen alten Thread gefunden und möchte gerne meine Erfarhungen einbringen.

Ich mache seit vielen Jahren Yoga und habe auch schon öfter daran gedacht mit der Ausbildung zur Yoga-Lehrerin angefangen. Das traue ich mir aufgrund der Skoloise allerdings nicht zu. Zurzeit über ich 1-2 x wöchentlich für ca. 90min die komplette Hatha-Yogareihe und mache fast täglich den Sonnengruß, sowie einzelne Figuren zwischenden Schroth-Übungen. Für mich ist Yoga eine nette Ergänzung zu den ja doch eher gleichförmigen Schroth-Übungen.
Bisher war ich auch immer der Überzeugung, dass mir vor allem die Dehnungen gegen die Rückenschmerzen helfen und das Yoga für mich ein wichtiger Ausgleich im stressigen Job, Studium etc. ist. Seit 2 Wochen trage ich nun ein Korsett und habe eh auch Angst 'zu steif' zu werden, so dass ich zu ganz neuer Yoga-Begeisterung gekommen bin. Irgendwie ist mir das halt alles noch ein bischen unheimlich. Jedenfalls habe ich durch das Korsett bereits deutlich weniger Rückenschmerzen und das erste Mal das Gefühl, dass mir das Yoga vielleicht doch nicht so hilft.
Meine Ärzte sagten das ja schon immer! Aber wenn es nach denen geht bleiben nicht mehr viele Sportarten für mich übrig. Im Moment denke ich einfach, dass sich mein Körper an die neue Situation - in ein Korsett eingesperrt zu sein - gewöhnen muss und dann als Ergänzung auch wieder besser mit den Yoga-Übungen zurecht kommt, zumal Schmerzen nach dem Yoga bei mir erst nach längeren Übungseinheiten auftreten.

Insgesamt hilft mir Yoga sehr beim Muskelaufbau, leider aber nicht an der schwachen Stelle.

Liebe Grüße

Killarney
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Klaus
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Re: Skoliose und Yoga

Beitrag von Klaus »

Insgesamt hilft mir Yoga sehr beim Muskelaufbau, leider aber nicht an der schwachen Stelle.
Deshalb gibt es ja auch die gezielte Schroth KG, die in erster Linie auch notwendige Stabilisation bedeutet. Bei Yoga kann ich mir das nicht vorstellen, hier ist ja sehr viel Mobilisation im Spiel, was schnell in die falsche Richtung gehen kann.

Gruß
Klaus
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Re: Skoliose und Yoga

Beitrag von skoliose-gondelsheim »

Hi,

ich praktiziere für mich selbst Yoga und weiß deshalb, dass es dabei bei Weitem nicht nur um Dehnung geht sondern auch sehr viel durch Haltearbeit in bestimmten Positionen gekräftigt wird.

In der Schroth-Ausbildung haben wir zwar gelernt, dass grundsätzlich jede Sportart erlaubt ist, allerdings mit der Einschränkung, dass die Hauptarbeit durch Schroth erfolgen sollte. Sprich: Yoga ohne Schroth lieber bleiben lassen!
Selbst wenn du Schroth gut beherrschst und deinen Körper, bzw die Krümmungen gut kennst sind manche Positionen sicher nicht so günstig, weil du direkt in die Fehlstellung hinein trainierst. Allerdings ist ja am Yoga so klasse, dass man immer beide Seiten trainiert und so zum beispiel im Seitenvergleich gut sehen kann, wo die Schwachstellen liegen.

Ich würde dir empfehlen, erst einmal die Positionen abzuschwächen, auf bestimmte Stellungen, die dir Schmerzen bereiten oder von denen du weisst, dass sie in die Fehlstellung gehen zu verzichten und insgesamt weniger Kraft aufzuwenden. Achte auch genau auf deinen Körpe, wenn du Yoga machst und versuche, dir vorzustellen, wie sich deine Wirbelsäule dabei gerade verbiegt. So kannst du herausfinden, was geeignet ist oder nicht.

Vielleicht kannst du ja auch gemeinsam mit deiner/deinem Physio diejenigen Positionen finden, die für dich passen.

Also ich kann jedenfalls gut verstehen, dass du auf dein Yoga nicht verzichten willst, mir tut es auch stets unheimlich gut!

LG
Karin
Wer nicht kämpft hat schon verloren
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Dantiane
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Re: Skoliose und Yoga

Beitrag von Dantiane »

Hallo an alle,

ich habe den Thread gerade gefunden und teile hier gerne meine Erfahrungen.

Ich mache seit über 16 Jahren Yoga, war auch in SH auf Kur und dort wurde mir gesagt - oh Yoga - naja, besser nicht. Ich bin der Meinung, eine bessere Ergänzung gibt es nicht!

Ich kenne die gängigen Meinungen der Schulmedizin, auch die der Ärzte in SH - Dazu ist sagen:
    In SH wurde mir gesagt, ich hätte so eine sehr gute Bauch- und Rückenmuskulatur und das wäre so wichtig für eine Verbesserung -Stabilisierung der Skoliose
      meine Skoliose ist sicher auch durch die Yoga-trainierte Muskulatur über die Jahre stabil geblieben ist (kein einziges Grad verschlechtert)
      (übrigens wurde in SH auch zB. der "abschauende Hund" als gut befunden)
      Meine Drehwinkelatmung wurde auch vom SH-Atem-Therapeut gelobt, außerdem hat gemeint, dass Yogapraktizierende eine bessere Körperwahrnehmung haben.

      Grundsätzlich: Bei Yoga ist Symmetrie wichtig. Es werden Muskeln GEDEHNT und GEKRÄFTIGT. Man kann das auch einseitig praktizieren - oder eben beidseitig, damit beide Seiten gestärkt werden (man bleibt eben immer in einer Seite länger. Rückenstrecker- und Beinmuskulatur hängen zusammen und wenn beides gedehnt wird, ist das auch positiv für die Skoliose).
      mein Physio hat ursprünglich auch gemeint, dass ich das mit Yoga selbst entscheiden muss, aber inzwischen ist er zufrieden mit den Ergebnissen bei meiner Skoliose

      Weder mein Physio noch die Ärzte in SH kennen Yoga im Detail noch die verschiedenen Yogastile - und ich denke man sollte nur Empfehlungen zu etwas geben, was man auch kennt. Es gibt übrigens Physiotherapheuten und Ärzte die selbst Yoga machen und das auch empfehlen. Nur ein Beispiel: http://www.yogapraxis.org/portfolio/yogatherapie-wien).

      Wichtig ist: der Yogastil, der Yogalehrer und die eigene Achtsamkeit.

      Es kommt übrigens auch auf den Yogastil (und die Art der Skoliose) an. Ashtanga Yoga ist zB sehr kräfigend und dynamisch (meiner Meinung nach, je nach Skoliose im hohen Maß dazu geeignet Skoliose zu verbessern oder stabil zu halten), Ashtanga Yoga entstammt dem Hatha Yoga und, ist auch eine sehr alte Yogaart. Die körperlichen Yogastile generell sind eigentlich alle dem Hatha-Yoga zuzuordnen.
      Eine schöne Aufstellung findet sich übrigens hier: http://www.yogaguide.at/wissen/yogastile (die nicht 'körperlichen' Yogaarten sind: Karma-Yoga, Bhakti-Yoga, Jnana-Yoga und Raja-Yoga, der Königsyoga)

      Auch der "richtige" YogalehrerIn ist wichtig, er/sie sollte erfahren sein und man sollte einem neuen LehrerIn immer mitteilen, das man eine Skoliose hat, dann kann er/sie besser darauf achten. Yoga von einer CD zu lernen halte ich gerade mit Skoliose für unvernünftig. Man kann nachher im Selbststudium üben, aber man sollte immer wieder Yogastunden besuchen um sich zu korrigieren - selbst Yogalehrer gehen immer wieder in Stunden weil sich bei der Selbstpraxis hin und wieder Fehler einschleichen, die man selbst nicht sieht.

      Yoga hat den Anspruch, den Körper gesund zu halten. Je nach Yogastil wird mehr gedehnt oder eben gekräftigt, manche Übungen länger gehalten oder eben dynamisch durchgeführt. Im Grunde genommen ist der Yoga ein Weg und nicht nur auf der körperlichen Ebene wichtig, das ist nur der Aspekt, der hier im Westen als wesentlich angesehen wird.

      Bei Drehübungen ist vielleicht etwas Vorsicht geboten (wg. vorhandener Rotationen in der WS), wobei man bei allem was man macht, auf seinen Körper hören sollte, nicht nur bei Yoga - Achtsamkeit ist eine wichtige Sache, ganz besonders, wenn man eine WS Verkrümmung hat. Yoga hilft, den Körper besser wahrzunehmen und damit auch Skoliose und Fehlhaltungen. Yoga schult auch das Bewusstsein richtig zu atmen.

      Abschließend: Schroth und Yoga ergänzen sich optimal - mit Yoga bekommt man auch die Dehnung die durch das Schrothen benötigt wird - denn wenn Muskeln benutzt werden, verkürzen sie auch - ob beim Laufen oder beim Schrothen - ich habe das in SH angesprochen - da wurde mir gesagt, das sei richtig, aber dafür hätte man hier zu wenig Zeit - man würde es zwar dazu sagen, aber das sei ja selbstverständlich.

      Wenn ich vorher oder nachher Yoga praktiziere, bin ich optimal gedehnt für oder nach Schroth-Übungen. Aber auch Yoga allein kann die Krümmung stabil halten oder sogar verbessern. Zudem kann man die Drehwinkelatmung auch wunderbar einbauen.

      Ich für mich kann also Yoga unter richtiger Anleitung nur empfehlen.

      Bei Fragen gerne PN. :)

      Liebe Grüße
      Dantiane
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Kaffeetrinker »

      Ês ist doch einfach so , dem wo es gefällt und keine Probleme verursacht kann es ja machen, JEDE Skoliuose und JEDER Mensch reagiert auf sowas ANDERS.

      Ich könnte es nicht machen, genauso wie TaiChi etc... während andere mit Rückenleiden das können......

      Man sollte nur wissen, Yoga etc ändert an der Skoliose eigentlich NULL, man fühlt sich besser, hat eventuell besseres Körpergefühle in positiver oder auch in negativer Richtung, und stärkt allgemein....hilft auch evtl. bei seelischen Leiden..... aber das wars dann meiner Meinung nach auch.
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Dantiane »

      Kaffeetrinker hat geschrieben:Ês ist doch einfach so , dem wo es gefällt und keine Probleme verursacht kann es ja machen, JEDE Skoliuose und JEDER Mensch reagiert auf sowas ANDERS.

      Ich könnte es nicht machen, genauso wie TaiChi etc... während andere mit Rückenleiden das können......

      Man sollte nur wissen, Yoga etc ändert an der Skoliose eigentlich NULL, man fühlt sich besser, hat eventuell besseres Körpergefühle in positiver oder auch in negativer Richtung, und stärkt allgemein....hilft auch evtl. bei seelischen Leiden..... aber das wars dann meiner Meinung nach auch.

      Hallo Kaffeetrinker!

      Danke für das Posting. Ich muss einerseits zustimmen, anderseits widersprechen.

      Zustimmen muss ich, dass jeder Mensch anders reagiert. Deswegen ist es super, dass der Mensch Yoga für sich anpassen und nutzen kann.
      Ich sage damit nicht, dass Yoga für jeden Menschen gut sein MUSS, aber oft ist es das.
      Ich stimme auch zu, dass Yoga das Körpergefühl verbessert (habe ich oben ja auch schon geschrieben)

      Ich muss aber widersprechen, dass sich bei der Skoliose durch Yoga nichts ändert. Wer sich schon etwas näher mit seiner Skoliose auseinandergesetzt hat, weiß wahrscheinlich, dass es hier va verkürzte und überdehnte Muskeln eine Rolle spielen, bei denen sich zB. bei einer rechtskonvexen vierbogigen Skoliose die linke Seite der BWS Muskulatur verkürzt, die rechte überdehnt ist, wie auch bei der LWS die linke Muskelseite teilweise überdehnt und die rechte verkürzt ist. Je nach Yogaposition kann man hier mit Yoga zB. helfen, diese wieder zu dehnen bzw. die schwachen Muskeln zu stärken.

      Über Schroth gibt es übrigens auch solche Meinungen - es gibt Leute die sagen, dass Schroth ihnen überhaupt nicht hilft und dann welche, die es toll finden. Ich kenne Menschen aus beiden Lagern. UND Schroth war zu anfangs genauso verteufelt unter Medizinern wie Yoga.
      Ich finde es daher NICHT gut, pauschal zu sagen, Yoga ist schlecht - so wie es viele Ärzte machen, die selbst noch nie Kontakt mit Yoga hatten geschweige denn wissen was unterrichtet wird bzw. um was für Positionen es sich handelt.

      Ich jedenfalls sage nicht, dass jeder Yoga machen "muss", aber mir persönlich, wie bereits oben geschrieben, hilft es. Es beseitigt Verspannungen, dehnt und stärkt verkürzte Muskeln (wie z.B. Rückenstreckern, also den Erector trunci, den berühmten Lendenwulst). Ich persönlich merke sofort, wenn ich viell. ein paar Tage nicht dazu komme. Ganz abgesehen von den seelischen und geistigen Benefits.

      Natürlich kann auch Yoga manchen Menschen schaden, aber es ist wie sooft im Leben, meist ist es dann der Mensch selbst, wenn er sich zB dabei z.B. überfordert, sich in Übungen hineinbegibt, die er - noch - nicht beherrscht (weil z.B. die Muskeln noch nicht so gestärkt oder gedehnt sind), oder Positionen macht, für die er noch nicht bereit ist etc... - deswegen heißt es auch - bei Yoga soll man auf den Körper hören - wo Schmerz auftaucht, sofort aufhören - dann gibt es auch keine Verletzungen. Ich habe mich bisher nur verletzt, wenn ich mal 2 Wochen nicht zum Yoga gekommen bin...

      Das (zusätzlich) schöne daran: Man kann Yoga-Übungen auch anpassen - als ich mir einmal (nach viel Computersitzen und kein Yoga) das IS-Gelenk blockiert habe, habe ich es mir mit "Yoga light" (Ich habe die Positionen nur halb ausgeführt, soweit es schmerzfrei ging) wieder beweglicher gemacht und mir insgesamt geholfen. Ohne Yoga hätte ich das nicht so gut geschafft. Und wie gesagt, es gibt viele Arten von Yoga, von sanft bis dynamisch.


      Liebe Grüße
      Dantiane
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Dantiane »

      Nachtrag zu meinem Kommentar:

      Ich habe gestern zu meinen Röntgenbildern (eines vor Schroth und eines ca 1 Jahr NACH Schroth Kur) die Cobbwerte ausrechnen lassten.

      Der thoracale Cobbwinkel hat sich um 10 Grad verbessert!

      In der Orthopädieordination wurde ich vor 3 Jahren quasi ausglacht und mir wurde in etwa so gesagt: Bei Erwachsenen gibt es keine Möglichkeiten mehr, die Sk. zu verbessern, maximal nur darauf zu schauen, dass es nicht schlimmer wird. Ich hab ihnen damals versprochen, dass ich beweisen werde, dass es geht.

      Gestern wollten sie sich dann unbedingt schnell die Adresse von SH notieren... - wenn da nicht andere Patienten wären, die dann davon provitieren hätt ich sie ihnen eigentlich nicht geben wollen - denn eigentlich sollte es ja so sein, dass der Arzt den Patienten auf den richtigen Weg bringt, nicht der Patient dem Arzt hilft...

      Ich wünsch einen schönen Tag!

      Alles Liebe
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Sabona »

      Hallo,

      Frau Christa Lehnert-Schroth hat auf ihrer Homepage (www.schroth-skoliosebehandlung.de) einen sehr interessanten Beitrag zu Hatha-Yoga-Übungen bei Skoliose geschrieben. ( Yoga - Schroth - Vergleich ).

      LG
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Dantiane »

      Liebe Sabona,

      danke für den Link. ich habe ewig hier nicht reingesehen... leider scheint der Artikel nicht mehr zu existieren... wäre interessant gewesen, wie ihre aktuelle Meinung dazu ist. Stattdessen wird man auf eine andere Seite verlinkt: https://www.sportgesundheit.eu/skoliose/schroth.html

      Ich kenne allerdings die Beschreibung aus dem Buch ihrer Mutter. Ich schätze die Arbeit von Katharina und Christa Lehnert-Schroth sehr - aber ich weiß auch um die Vorurteile über Yoga von Seiten derer, die es nie intensiv praktiziert haben.
      Wie war ihre Meinung im Artikel?

      Noch zu einem der Grundinformationen zu Yoga:
      Man kann (seit jeher) im Yoga alles adaptieren - und es gibt nicht DIE jeweilige EINE Yogaposition/Asana/Übung, sondern alleine schon einige Varianten, die dazu gedacht sind, dass man sie ausüben kann, wenn die Grundposition noch nicht so einfach funktioniert. Zusätzlich gibt es noch 365 Positionen zu einer Asana (Übung) - je nachdem welche Tagesverfassung man hat. Und dazu noch Milliarden andere Varianten - genau so viele, wie es Menschen gibt. Denn jeder Mensch ist einzigartig.
      Das ist Teil von Yoga.

      Ich kenne mittlerweile alleine schon 4 Physiotherapeuten, die Yoga empfehlen bzw. üben.

      Yoga ist ein altes Grundsystem, dessen Ursprung der Meditationssitz ist. Da es sich aber mit Schmerzen schlecht sitzt und meditiert, kamen viele Dinge dazu, um Körper und Geist zu stärken.
      Jeder den es ernsthaft interessiert, kann tiefer eintauchen in die Materie.
      Und für die, die es gar nicht körperlich wollen - allein schon der meditative Aspekt, entspannt Muskeln und damit auch so manchen Hartspan.

      Ashtanga Yoga - der achtfache Pfad beinhaltet alle Aspekte vom körperlichen Hatha, der Atmung, bis zu tieferen geistigen Bereichen als auch über Lebensempfehlungen und Weisheiten, bis zur Meditation, dem Zurückziehen der Sinne, etc. - und ist einer der Yoga Arten, die den Körper stark kräftigt.

      Yin Yoga ist sehr ruhig, entspannend, dehnt sehr stark, aber kräftigt auch.

      Wie gesagt, es lohnt sich, sich über den Yogastil und den Yogalehrer zu informieren.

      Euch allen alles Liebe und eine gute Schroth- und/oder Yoga Praxis!
      Dantiane
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Sabona »

      Hallo Dantiane,

      ja, es stimmt leider, dass dieser Bericht nicht mehr verfügbar ist. Das ist sehr schade. Ich habe mir seinerzeit die 27 Seiten ausgedruckt.
      Hab aber keine Idee wie ich dir das zukommen lassen kann und ob dies rechtlich auch erlaubt ist.
      Frau Lehnert-Schroth bezieht sich in ihrem Artikel auf Übungen im Hatha-Yoga die nicht für Skoliose geeignet sind. Sie erklärt sehr anschaulich mit Bildern warum das bei Skoliose kontraproduktiv ist. Z.B. Plow, Locust-Heuschrecke, Cobra, Half Moon im aufrechten Stand, Bow, Triangle Pose, Yoga-Drehsitz, Spiral Twist usw.
      Ich habe noch eine englische Seite gefunden, wo dieser Bericht auch noch aufscheint. http://www.schrothmethod.com/yoga-for-scoliosis

      Vielleicht hilft dir das weiter.
      Ich habe selber Yoga ausprobiert und mußte feststellen, dass bestimmte Übungen nichts für mich sind. Wenn man lange Schroth macht, bekommt man das Gefühl dafür.

      LG
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Kokosnuss18 »

      elaine hat geschrieben: Mi, 06.07.2005 - 21:43 Hallo Leute!
      Interessiere mich seit kurzem für Yoga :sport: . Im Moment mache ich nur Übungen, die mit meiner Skoliose vereinbar sind und versuche auch Die Drehwinkelatmung einzubringen. Hat jemand "längerfristige" Erfahrungen damit gemacht, z.B. ob es sich eher positiv oder negativ auf die Skoliose/ Schmerzen etc. ausgewirkt hat ? Oder kennt jemand "medizinisches Yoga"? Soll mittlerweile von manchen Physiotherapeuten angeboten werden ( hab ich gehört..).Bin für alle Antworten dankbar!
      LG, elaine
      Hallo Elaine,

      Ich mache seit Jahren Yoga und es tut mir und meiner Skoliose sehr gut.

      Ich achte bei den Übungen immer auf meinen Körper und wenn etwas schmerzt änder ich die Übung ab bzw mache eine andere.
      Es ist wichtig dass es dir gut tut und wenn du Freude daran hast, wirkt es sich auch positiv aus.
      hallo ich bin Marie und komme aus dem wunderschönen München. Ich freue mich auf regen Austausch und hoffe, dass ich dem ein oder anderem weiterhelfen kann.
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von multifocus »

      Hallo,

      ich habe mich gerade bei dem verlinkten Artikel von Frau Schroth gefragt, ob ihre Kritik bez der Übungen auch für Kyphose-Patienten gilt?

      Liebe Grüße
      Ben
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      Klaus
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Klaus »

      Hallo Ben,
      ich habe mich gerade bei dem verlinkten Artikel von Frau Schroth gefragt, ob ihre Kritik bez der Übungen auch für Kyphose-Patienten gilt?
      Davon kannst Du ausgehen, weil sie die Verfechterin des "reinen" Schroths war. Bei unserem Forumstreffen 2011 in Bad Sobernheim hatte ich die Gelegenheit, sie in kleiner Runde zu fragen, was sie denn zum Fitness Training meint. "Gar nichts" war die kurze Antwort, ohne jegliche Erläuterung.

      Gruß
      Klaus
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von multifocus »

      Hallo Klaus,

      nun gut, eine Aussage ohne Erläuterung. Da mag man davon halten, was man möchte. Schroth in allen Ehren, aber ich glaube, abseits dessen gibt es durchaus Dinge, die uns guttun (können). :)

      Liebe Grüße
      Ben
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      Klaus
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Klaus »

      Hallo Ben,
      Schroth in allen Ehren, aber ich glaube, abseits dessen gibt es durchaus Dinge, die uns guttun (können).
      Na ja, "Schroth" hat sich ja im Laufe der Zeit in der praktischen REHA-Anwendung verändert. In Bad Sobernheim durch Christa Lehnert Schroth geprägt wohl etwas langsamer, als in Bad Salzungen, wo es auch das Gerätetraining gibt. Eine gute Gelegenheit, die Motivation über ein Fitness Studio langfristig zu erhalten, insbesondere bei symmetrischen Fehlstellungen.
      Und ich erinnere mich, dass bei meiner REHA auch kurz auf die Beinstellung eingegangen wurde, was die notwendige ganzheitliche Betrachtung betrifft.

      Gruß
      Klaus
      killer
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von killer »

      Hallo Klaus,

      seit letztem Jahr gibt es das Gerätetraining (MTT- Medizinische Trainings Therapie) auch in Bad Sobernheim.

      Gruß Jörg
      Mein erster Kontakt:
      viewtopic.php?f=5&t=31126
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      Re: Skoliose und Yoga

      Beitrag von Klaus »

      Hallo Jörg,

      danke für die INFO.
      Hat dann wohl mindestens 14 Jahre gedauert, bis sich das auch dort durchgesetzt hat. ;)

      Gruß
      Klaus
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