Hallo ihr beiden,
erstmal danke für die Antworten!
Meine persönliche Meinung ist allerdings, dass du dir das bei den Gradzahlen nochmal überlegen solltest, kommt aber auch darauf an, wie sich das entwickelt hat, also hat es Verschlechterungen in letzter Zeit gegeben. Geht es dir "nur" um Schmerzen, kommst du evtl. mit einer Reha und KG weiter, aber meiner Meinung nach nicht, wenn du wirklich progredient sein solltest oder wirklich noch etwas verbessern willst.
Letztlich habe ich noch nie ein Korsett angehabt und weiß deshalb nicht wirklich, was ich da genau im Vorhinein ablehne. Wenn das Korsett nur nachts getragen würde sähe es auch nochmal anders aus, auch scheint ja Korsett nicht gleich Korsett zu sein. Was da möglich/sinnvoll ist kann ich natürlich nicht beurteilen, dafür "will" ich ja zum Arzt

Wie die Entwicklung ist weiß ich nicht. Das aktuellste und bisher einzige Ganzkörperbild ist eben von Dr. Wilke und beinahe ein Jahr alt. Schmerzen habe ich überhaupt keine bislang. Klar, wenn man mal länger steht merkt mans im Lendenbereich schon, aber das ist bisher kein Problem. Hatte mir früher bei falschen Bewegungen immermal einen Nerv am Schulterblatt eingeklemmt, seit ich vernünftig im Fitnesstudio trainiere ist es nicht mehr passiert.
Letztlich will ich also die jetzige Situation dahingehend verbessern, dass ich zukünftig möglichst keine Schmerzen bekomme (wobei das ja nicht gesagt ist, wie ich an meinem Onkel sehe) und sich vor allem der Rippenbuckel bessert, weil es schon unangenehm ist beim Anlehnen wenn die ganze Last auf so einem kleinen Streifen lastet. Daran habe ich mich auch nach jetzt 21 Jahren nicht gewöhnt...
Danke auch für die Arztempfehlungen in München. Wenn die auch gut sind, warum werden sie dann selten empfohlen (verglichen mit Hoffmann, Wilke etc.)? Ich denke die Entfernung ist spielt doch keine so große Rolle, so oft werde ich ja nicht fahren müssen.
Zu Dr. Wilke gab es ja schon Deinen ersten Thread, in dem ich Dir geraten hatte, unbedingt die Schroth REHA anzusprechen.
Wenn Du ein Korsett ablehnst, käme ja nur so eine REHA als Hauptbehandlungs-Option in Betracht. Was ist daraus geworden?
In der Regel reicht nämlich ein Besuch beim Spezialisten, um die "richtige" Therapie zumindest zu starten!
Was hat denn Dr. Wilke konkret dazu gesagt?
Konkret hat er nicht übermäßig viel gesagt. Ich habe das Thema Korsett gar nicht angesprochen, von sich aus sagte er aber dass ein Korsett - zu dem Zeitpunkt - nicht zwingend nötig wäre. Ich solle erstmal zwei Rezepte Schroth bzw. Spiraldynamik machen, wiederkommen und dann sähe man weiter.
Die zwei Rezepte habe ich dann auch gemacht (nur Schroth), was sehr unglücklich gelaufen ist. Ohne hier ins Details gehen zu wollen, waren von den insg. 12 Terminen nur zwei bis drei wirklich Schroth, der Rest "normale" Physiotherapie.
Man muss zwar klar sagen, dass ich das Ganze nicht mit genug Nachdruck angegangen bin, aber was mich dann zurückgeworfen hat (eigt auch Ausgangspunkt dieses Threads): als ich das erste Mal bei Dr. Wilke war musste ich ca. 1,5 Monate auf einen Termin warten. Rückblickend wäre es klug gewesen da gleich schon den nächsten zu machen, das habe ich aber nunmal nicht. Als ich vor ein paar Wochen anrief weil ich nochmal vorbeikommen wollte (bin ab und zu in noch Hamburg und von da ist es ja nicht soo weit), sagte die Frau am Telefon dass es dieses Jahr wohl eng werden würde... Ist eine Wartezeit von mind. 3 bis 4 Monaten auch bei den anderen Ärzten normal?
Das ist schon eine sehr starke Kyphoskoliose, wo man mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Schroth KG allein nicht so viel weiter kommen wird. Es sei denn, Deine Beschwerden sind durch kleine Korrekturen gut beeinflussbar. Leider ist auch die Kombination 130 Grad Hyperkyphose zu 75 Grad Hyperlordose generell ungünstig, was die Beschwerdanfälligkeit betrifft. (Studie von Dr. Trobisch)
Was die Interpretation der Fehlstellungen angeht habt ihr natürlich viel mehr Ahnung als ich. Was mir aber etwas "Hoffnung" macht: ich habe eine Beinlängendifferenz (links ist kürzer), was Dr. Wilke aber nicht aufgefallen ist und ich habe vergessen es anzusprechen. Vielleicht kann man da mit Einlagen o.ä. was erreichen. Mir wurde früher mal gesagt, dass rechtsseitige Skoliose quasi eine Kompensation des kürzeren linken Beines und dem dadurch schiefen Becken ist... Außerdem sagte mir ein anderer Orthopäde früher mal, dass eine Skoliose in Brustbereich tendenziell nicht so viele Probleme macht, weil einiges an Fehlbelastungen durch den Brustkorb aufgefangen werden. Und zu guter letzt weiß ich nicht wie schlimm die 130° Kyphose wirklich sind, weil sie eigentlich nur auf einer Seite sind. Ich will das Röntgenbild nicht ins Internet stellen (man weiß ja nie), von rechts ist im Profil schon ein deutlicher Buckel zu sehen (besagter Rippenbuckel), von links sieht es aber - wenn ich ein wenig auf meine Haltung achte - relativ normal aus. Wurde mir auch bei der Physio gesagt. Wie gut/schlecht das alles ist bleibt abzuwarten.
Viele Grüße