Charlie hat geschrieben:Hallo Toni,
was Du schreibst klingt pausibel.
Das IST plausibel, weil konkrete Erfahrung selbst erlebt!
Charlie hat geschrieben:D.h. ich gehe zu einem vernünftigen Arzt und lasse mich auch röntgen, ich wäre auch zu einem Korsett zumindest zeitweise bereit.
Das ist geut, denn ein gutes Korsett ist und bleibt die stärkste "konservative Waffe" gegen die Krummheit.
Charlie hat geschrieben:
Die Krankengymnastin ist die, die Gerhard im Forum erwähnt hat. Ob sie mir die Übungen richtig zeigt bin ich mir nicht so sicher. Ich habe Folgendes gemacht:
- Aufrichten mit erhobenen Armen nach schräg vorn "aus dem Fenster"
Diese Übung kenn ich gar nicht. Hast Du eine Sprossenwand?
Charlie hat geschrieben:
- zwischen zwei Stäben
Das ist gut, steht aber für uns (im Gegensatz zu den Skolis!) nicht im Vordergrund!
Charlie hat geschrieben:
- bäuchlings über Stuhl/Sitzbank/in Vorrutsche Kyphose dehnen, Arme dabei auf Säckchen oder Rohren
Das ist eine gute "Urübung". Die einzige "Schroth-Übung, die Hunde und katzen ganz spontan auch machen, wenn sie sich nach einer Ruhepause strecken und dehnen (vor allem beim gähnen!)
Charlie hat geschrieben:
- im Sitz und im Stand mich korrigieren
Das sollte der ganz natürlich "Dauerschroth" werden.
Charlie hat geschrieben:
Hast Du für diese Übungen oder für die typischen Kyphose-Übungen Beschreibungen in Deinen Büchern, die Du einscannen könntest und mir zuschicken oder hier veröffentlichen könntest? Dann könnte ich parallel lesen zu dem was die Krankengymnastin mit mir macht.
Ich habe das Übungsheft von Bad Salzungen. Die kopiereten Fotos sind nicht so gut. Auch nicht ganz optimal sind die Bilder im Buch von Frau Lehnert-Schroth. Wollte schon selbst mal mit meiner Frau zusammen oder mit Kollegen eine eigene Fotoserie für Kyphose-Schroth schießen.
Charlie hat geschrieben:
Sie hat mir Salzungen empfohlen. Warum glaubst Du daß Sobernheim intensiver ist?
Ich habe in letzter Zeit mehrfach Klagen gehört, bezw. sind sie an mich herangetragen worden, daß die Therapiedichte und Behandlungsintensität in Bad Salzungen nachgelassen haben soll. Ich kann das nicht prüfen. Dazu müsste ich dort wieder mal eine Reha machen oder zumindest mal ein paar Tage mitschrothen. Es erscheint mir aber auch so, als ob es in Bad Sobernheim immer noch etwas straffer zur Sache ging.
Allerdings kenn ich auch Schmerzpatienten, die auch von dem angeblichen "Schlaffi-Schroth" in Bad Salzungen maßlos überfordert waren. Es scheint offensichtlich SEHR SCHWIERIG zu sein für jeden Patienten auf Anhieb das richtige Maß zu finden.
Als die WICHTIGSTEN Übungen für Kyphosen/Hyperlordosen halte ich:
1. Beinrückseitendehnung
2. Brustmuskeldehnung
3. Raupe
4. Hüftlockerung
5. Schultergegenzug in Bauchlage
6. Großer Bogen (auch dynamisch)
7. Türrahmenübung
8. 50 mal-Übung
9. gegen Hohlkreuz über den Petziball
10. Unsere Königsübung: "Hocker über dem Kopf"
Meine Frau konnte sich am besten aus der Kyphose rauskorrigieren bei einer spontan erfundenen Übung, die wir "Zwischen 2 (OHNE) Stäbe" getauft haben. Mit Stäben hat sie sich zu sehr verkrampft abgestützt, dann hat ihr die Therapeutin die Stäbe weggenommen und gesagt sie soll sich die Stäbe "denken" und sie hat sich sagenhaft gut aus eigener Kraft aufgerichtet. Du siehst daran, daß Schroth kein starres Schema ist, das man aus Büchern oder Bildern lernen könnte! Es braucht engagierte und erfahrene Therapeuten, die einem an der richtigen Stelle im richtigen Moment die richtigen Tipps geben.
Charlie hat geschrieben:Hast Du schon mal was von "Dorn" gehört, wegen dem kürzen Bein?
Die DORN-Methode ist wunderbar als additive Methode um Verspannungen und Blockaden zu lösen. Mehr sollte von Dorn nicht erwartet werden. Es ist eine völlig passive Methode. Herr Dorn war vor vielen Jahren mal von Frau Lehnert-Schroth eingeladen worden, seine Methode an Skoliosen in Bad Sobernheim auszubrobieren. Frau Lehnert Schroth hatte sich von Dorn selbst zur Dorn-Therapeutin ausbilden lassen.
Nach ein paar Tagen versuche war herr Dorn frustriert aus bad Soberheim wieder abgezogen. Trotzdem behaupten bis heute viele Dorntherapeuten immer wieder, sie könnten mit der Dorn-Methode Skoliosen und Kyphosen heilen. Das kann nur dann zutreffen wenn es durch eine Blockade und muskuläre Verspannung ausgelöst wurde, die durch Dorn "entspannt" werden kann. Strukturelle fehlstatiken der WS können durch Dorn nicht beseitigt werden, ebensowenig wie eine "echte" Beinlängendifferenz!
Ansonsten kann Dorn nichts schaden. Wurde selbst oft "gedornt" von meiner früheren Physiotherapeutin. Das brauche ich aber nicht mehr, da ich weder verkrampft noch verspannt bin!
Charlie hat geschrieben:
Viele Grüße, Charlie